Besprechungen https://www.tiefgang.net Sat, 24 Oct 2026 15:11:12 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 Erfolgsmodell Kunstleihe Harburg wächst weiter https://www.tiefgang.net/erfolgsmodell-kunstleihe-harburg-waechst-weiter/ https://www.tiefgang.net/erfolgsmodell-kunstleihe-harburg-waechst-weiter/#respond Sat, 24 Oct 2026 22:00:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=14628 [...]]]> Die Kunstleihe Harburg ist ein Leuchtfeuer der kulturellen Teilhabe, ein Ort, an dem die sogenannte Share Economy – also das gemeinschaftliche Nutzen statt Besitzen von Gütern (hier der Kunst) – auf den ästhetischen Eigensinn eines Originals trifft. Doch dieser anhaltende Erfolg bringt den Verein an schmerzhafte Grenzen.

Wie aus der jüngsten Bilanz der Jahreshauptversammlung hervorgeht, hat der Fundus mittlerweile die Marke von 400 Werken lange geknackt. Darunter befindet sich ein bemerkenswerter Neuzuwachs: Werke des bekannten früheren Harburger Künstlers und Bühnenbildners Carl Ihrke, darunter ein Akt und ein farbiger Druck, die eine spannende Erweiterung zu seinem ansonsten vor allem für Schwarz-Weiß-Arbeiten bekannten Œuvre darstellen. Es ist diese nahbare Vermittlung von Gegenwartskunst, die ich erst kürzlich in einer mehrteiligen Betrachtung (siehe die Tiefgang-Beiträge Das Wohnzimmer als Kunst-Labor, Sharing Geist ohne Kunst, Die Ästhehtik des Teilens oder Der Weg zu Hamburgs größter Kunstausstellung) als demokratisierenden Motor gewürdigt habe. Die Idee, Kunst aus den staubigen Depots direkt in den alltäglichen Lebensraum zu holen, verändert unweigerlich die Wahrnehmung von Raum und Ästhetik von Grund auf.

Doch genau diese Vermittlungsarbeit droht nun an harten räumlichen Gegebenheiten zu scheitern. Für kreative Workshops, Kurse oder die einst so florierenden Kunstsalons von und mit der Harburger Künstlerin Petra Hagedorn fehlt in den aktuellen Räumlichkeiten schlicht der Platz. Auch thematische Sonderausstellungen lassen sich im zu engen Domizil kaum realisieren. Die intensive Suche nach geeigneten, größeren Wirkungsstätten – man sondierte dabei Optionen wie das ehemalige Karstadt-Gebäude in Harburg, das Ex-Miskatonic-Theater oder leerstehende Ladengeschäfte – blieb in den vergangenen Monaten leider ausnahmslos ohne greifbares Ergebnis.

Neu im Fundus: ein ungewöhnliches Werk des bekannten Harburger Künstlers Carl Ihrke.

Dennoch gibt es ein unmissverständliches Bekenntnis zum Standort. Der Vorstand, bestehend aus Heiko Langanke als erstem Vorsitzenden, Sabine Schnell als zweiter Vorsitzender und Peter Leibrock als Schatzmeister, wurde im Amt bestätigt und treibt die Suche mit Nachdruck voran, um das kulturelle Angebot im Hamburger Süden langfristig zu sichern. Harburg braucht diesen Freiraum für den Diskurs.

Man kann nur die Daumen drücken, auf kunstverständige Mäzen hoffen oder dort Kunst leihen, um diesen Schatz eigentümlicher Kunstsammlung zu erhalten, zu fördern und zu heben.

Informationen zur Kunstleihe unter: www.kunstleihe-harburg.de


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Unkaputtbar: Downtown Bluesclub nun in Harburg https://www.tiefgang.net/unkaputtbar-downtown-bluesclub-nun-in-harburg/ https://www.tiefgang.net/unkaputtbar-downtown-bluesclub-nun-in-harburg/#respond Sat, 24 Oct 2026 12:00:27 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=14621 [...]]]> Ray Wilson, der Genesis-Singer nach Peter Gabriel und vor Phil Collins; Inga Rumpf und The Rattles geben sich in Harburg die Clubtür-Klinke in die Hand?! Du hast wohl geträumt?!

Nein, Du hast schlichtweg noch keinen Blick auf das fulminante Programm geworfen, das der legendäre Downtown Bluesclub im frisch revitalisierten Kultur Palast Harburg aus dem Hut zaubert.

Dass dieser Neustart eine kleine Sensation ist, weiß jeder, der die jüngere Hamburger Musikgeschichte verfolgt hat. Bis 2022 war der Downtown Bluesclub im traditionsreichen Landhaus Walter im Stadtpark (Bezirk Hamburg-Nord) beheimatet – und unstrittig eine Hochburg für handgemachten Blues, Rock und Jazzrock, die von Macher Uwe Mamminga mit viel Herzblut und Sachverstand bespielt wurde. Doch man wurde vertrieben, und der darauffolgende Versuch, im Kultur Palast Harburg Wurzeln zu schlagen, stand zunächst unter keinem guten Stern: Kaum hatten Legenden wie Nazareth die Bühne besetzt, zwangen umfangreiche Umbauarbeiten das Haus zu einer Zwangspause.

Umso erfreulicher ist, dass der Kultur Palast in der Rieckhoffstraße seine Türen nach erfolgreichem Umbau wieder geöffnet hat und die Partnerschaft mit Uwe Mamminga und seinem Team zu neuem Leben erwacht. Der Süden Hamburgs bekommt damit jene musikalische Herzkammer zurück, die schmerzlich vermisst wurde.

Und das Live-Line-up liest sich wie das Who-is-Who der Rock- und Blues-Historie und beweist, dass der Club nahtlos an seine goldenen Zeiten anknüpft: Etwa The Rattles: Die Urgesteine des deutschen Beat-Rocks, die einst mit den Beatles die Hamburger Clubszene aufmischten, bringen das hanseatische Musikgefühl direkt auf die Harburger Bühne. Oder Ray Wilson: Der charismatische Schotte, der mit seiner markanten Reibeisenstimme eine entscheidende Brücke von Peter Gabriel zu Phil Collins in der Genesis-Historie schlug, präsentiert im intimen Club-Rahmen seine Klasse als Ausnahmesänger. Oder Inga Rumpf & Friends: Die First Lady des deutschen Blues und der Rockgeschichte (bekannt durch Frumpy und Atlantis) verfügt über eine unbändige Stimmgewalt, die nach wie vor magische Momente erschafft.

Termine:

  • Carl Verheyen (Dienstag, 27. Oktober 2026): Der Ausnahmegitarrist (bekannt durch Supertramp) zeigt meisterhafte Saitenkunst im intimen Rahmen.
  • Henrik Freischlader (Freitag, 20. November 2026): Einer der renommiertesten deutschen Bluesmusiker live und hautnah.
  • The Rattles (Samstag, 5. Dezember 2026): Die Urgesteine des deutschen Beat-Rocks, die einst mit den Beatles die Hamburger Clubszene aufmischten.
  • Ray Wilson (Samstag, 20. März 2027): Der charismatische Schotte, der mit seiner markanten Reibeisenstimme eine entscheidende Brücke in der Genesis-Historie schlug.
  • Inga Rumpf & Friends (Freitag, 23. April 2027): Die First Lady des deutschen Blues und der Rockgeschichte (Frumpy, Atlantis) mit einer nach wie vor magischen Stimmgewalt.

Der Downtown Bluesclub zeigt in Harburg einmal mehr: Echte Live-Kultur ist unkaputtbar. Wer hier vorbeischaut, erlebt handgemachte Musik ohne Distanz, dafür aber mit umso mehr Seele.

Live-Konzerte im Downtown Bluesclub im Kultur Palast Harburg, Rieckhoffstraße 12, 21073 Hamburg. Konzerte beginnen in der Regel um 20 Uhr, Adresse:, Website: www.kulturpalast-harburg.com oder www.downtownevents.de


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Sounds abseits des Mainstreams https://www.tiefgang.net/sounds-abseits-des-mainstreams/ https://www.tiefgang.net/sounds-abseits-des-mainstreams/#respond Fri, 23 Oct 2026 10:39:21 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=14612 [...]]]> Musikfans sollten in Hamburg nicht nur auf die glänzenden Fassaden der Elbphilharmonie blicken. Der eigentliche Rhythmus der Stadt entspringt in den Nebenstraßen, den verwinkelten Kellern, den Kirchenschiffen und den dezentralen Initiativen der Außenbezirke.

Genau dort, wo Experimentierfreude auf Nachbarschaft trifft, entfaltet die Freie Musikszene ihre unersetzliche Kraft. Mit der Bekanntgabe der Förderentscheidungen für den Musikstadtfonds 2027 stellt die Behörde für Kultur und Medien nun die Weichen für das kommende Jahr: Insgesamt 990.000 Euro fließen an 40 wegweisende Projekte, ausgewählt von einer fünfköpfigen Expert*innen-Jury.

Die Summe ist weit mehr als eine reine Zahlennotiz im Haushalt. Sie ist ein Bekenntnis zur künstlerischen Kapillarwirkung. Kulturbehörden-Senator Dr. Carsten Brosda bringt die Haltung hinter dem Fonds auf den Punkt: Musik lebe von unterschiedlichen Perspektiven, neuen Ideen und dem Mut, ungewohnte Wege zu gehen. Die Freie Szene schaffe Raum für Experimente und Begegnungen über Genregrenzen hinweg. Die Förderung bilde das Fundament, um die künstlerische Vielfalt der Stadt nachhaltig zu sichern und neue Impulse zu setzen.

Ein Blick auf die geförderten Projekte offenbart die erfreuliche geografische und stilistische Breite der Entscheidungen. Der Fonds beschränkt sich keineswegs auf die etablierten Amüsiermeilen oder das Stadtzentrum, sondern setzt bewusste Akzente in den Quartieren und Außenbezirken.

Beispielhaft dafür steht das Projekt „Live Im (heim)Feld“ von Jasmin Bröhan, das mit 7.000 Euro unterstützt wird. Im Harburger Stadtteil Heimfeld verankert, bringt die Initiative professionelle Live-Kultur direkt in den Elbsüden und zeigt, wie essenziell dezentrale Kulturarbeit für den Zusammenhalt in den Quartieren ist. Ebenfalls am Wasser, aber im Hamburger Osten verortet, liegt die Konzertreihe des BOOT e.V. („BOOTsWagen & Osterbrooklyn Konzertreihe 2027“, gefördert mit 11.000 Euro), die den Kanal in Hamm-Süd in eine Freiluftbühne verwandelt.

Die Auswahl spiegelt die Unabhängigkeit der Fachjury wider, die in diesem Jahr aus Branchenkenner*innen verschiedener Disziplinen bestand: der freien Radio- und Online-Journalistin Sarah Seidel, dem freiberuflichen Musiker Peter Imig, Barbara Lebitsch (Künstlerische Betriebsdirektorin der Elbphilharmonie), Nadine Rinke (Kulturredakteurin der Hamburger Morgenpost) und Joachim Nerger (Agenturinhaber und Vorsitzender der Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein).

Der Musikstadtfonds 2027 zeigt deutlich: Hamburgs Kulturlandschaft lebt von der Vielstimmigkeit. Indem die Freie Szene gestärkt wird, bleibt die Stadt auf allen Frequenzen hörbar.

Die gesamte Liste der Förderungen hier: musikstadtfonds-2027

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Unsichtbare Bande, sichtbare Wege https://www.tiefgang.net/unsichtbare-bande-sichtbare-wege/ https://www.tiefgang.net/unsichtbare-bande-sichtbare-wege/#respond Sun, 11 Oct 2026 22:28:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=14598 [...]]]> Geschichte wird allzu oft aus der Perspektive derer geschrieben, die den lauten Ton angaben. Doch die wahren Fundamente einer Stadtgesellschaft gießen jene, die Konventionen sprengten, Räume eroberten und mit unermüdlicher Kraft den Weg für kommende Generationen ebneten.

Das Buxtehude Museum öffnet nun vom 25. Oktober bis zum 31. Dezember 2026 seine Türen für eine besondere Pop-up-Ausstellung und richtet dabei den Blick genau auf diese weiblichen Kraftzentren der lokalen Historie.

Unter dem Titel „Bedeutende Frauen der Stadtgeschichte“ widmet sich das Gleichstellungsbüro der Hansestadt Frauen, die das gesellschaftliche, kulturelle und politische Leben Buxtehudes nachhaltig geprägt haben. Es sind Biografien voller Eigensinn und Visionen – von Margarete Lühmann, Franziska von Oldershausen und Ingeborg Küster über Lina Meyer und Lisa Peters bis hin zu Sybille Bruns-Decker. Ob sie in der Weimarer Republik politisches Mitspracherecht einforderten, sich während des Nationalsozialismus mutig widersetzten oder als Vorreiterinnen in den Rat und den Bundestag einzogen: Sie alle gaben sich nicht mit den ihnen zugeschriebenen Rollen zufrieden.

Ein neuer frauenORT für Nina Zober

Der Anlass für diese Tiefenbohrung in der Stadtgeschichte könnte passender kaum sein. Am Tag der Ausstellungseröffnung, dem 25. Oktober 2026, wird Buxtehude offiziell als 54. Stadt in das landesweite Projekt „frauenORTE Niedersachsen“ des Landesfrauenrates aufgenommen. Im Stadtteil Altkloster wird dann der frauenORT zu Ehren von Nina Zober eingeweiht. Zober, die unvergessene Kulturmanagerin, Gründerin der Musikschule „A Cappella“ und des „Theaters im Hinterhof“, hat das Kulturleben der Stadt wie nur wenige andere beseelt. Die Ehrung feiert eine Künstlerin, die Menschen zusammenbrachte und Räume für den kreativen Ausdruck schuf.


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Wie Gleichstellungsbeauftragte Gabi Schnackenberg betont, öffnet die intensive Vorbereitung dieses frauenORTE-Meilensteins den Blick für die Vielfalt historischer Frauenleistungen in Bildung, Politik, Kultur und Tourismus. Die Pop-up-Ausstellung im Museum fungiert daher bewusst nicht als staubiges Archiv, sondern als lebendiger Resonanzraum für den gesellschaftspolitischen Diskurs über die Rolle der Frau gestern und heute.

Ein Gang durch diese Schau ist eine Verabredung mit dem Mut der Vergangenheit – und eine Einladung, die Gegenwart mit offenen Augen weiterzuschreiben.

Ausstellung: Bedeutende Frauen der Stadtgeschichte (25.10. bis 31.12.2026)

Buxtehude Museum |Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr | St.-Petri-Platz 11 | 21614 Buxtehude | www.buxtehudemuseum.de

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Karin Beier bleibt https://www.tiefgang.net/karin-beier-bleibt/ https://www.tiefgang.net/karin-beier-bleibt/#respond Sat, 10 Oct 2026 22:02:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=14593 [...]]]> Wenn die Freie und Hansestadt Hamburg eines liebt, dann ist es die behutsame Hand in der Kulturpolitik. Su auch bei Schauspielhausleiterin Karin Beier.

Während anderswo heftig rotiert und experimentiert wird und dies auch teils eingefordert wird, setzt die Elbmetropole an den entscheidenden Schaltstellen auf Beständigkeit. Die jüngste einstimmige Entscheidung des Aufsichtsrates, den Vertrag von Karin Beier als Intendantin des Deutschen Schauspielhauses bis zum 31. Juli 2031 zu verlängern, weist auch hier wieder auf diese Tradition. Beier, die das größte deutsche Sprechtheater seit 2013 leitet und das Haus 2024 völlig zurecht zum „Theater des Jahres“ formte, drückt der Stadt damit für fast zwei Jahrzehnte ihren ästhetischen Stempel auf.

Kultursenator Dr. Carsten Brosda feiert diesen Schritt in der offiziellen Pressemitteilung als klaren Garant für künstlerische Maßstäbe: „Ich freue mich außerordentlich, dass Karin Beier bis 2031 als Intendantin des Deutschen Schauspielhauses weitermachen wird. Sie zeigt eindringlich, was Theater kann: Mit ihren eigenen Regiearbeiten setzt sie künstlerische Maßstäbe und führt zugleich das ganze Haus mit großer programmatischer Kraft und Klarheit.“ Und unter Beiers Ägide hat sich das Schauspielhaus durchaus zu einem streitbaren, pulsierenden Resonanzraum entwickelt, dessen Strahlkraft weit über die Stadtgrenzen hinausreicht. Wer den großen Ensemble-Würfen und den gesellschaftlichen Debatten auf dieser Bühne folgt, weiß um den enormen Wert dieser Kontinuität. Und Beier selbst blickt dankbar auf dieses Fundament: „Ich freue mich auf weitere spannende Spielzeiten mit unserem Ensemble und mit all den fantastischen Kolleginnen und Kollegen hier am SchauSpielHaus“, betonte sie anlässlich ihrer Verlängerung.


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Doch bei aller berechtigten Euphorie über das fortwährende künstlerische Niveau lohnt sich ein zweiter, kritischer Blick auf das Hamburger Kulturkartell. Betrachtet man die Intendanzen der großen Leuchttürme im Stadtgebiet, fällt auf: Das Prinzip lautet fast ausnahmslos Verlässlichkeit vor inhaltlicher Neuaufstellung oder Anpassung. Man setzt auf eingespielte, langjährig amtierende Platzhirsche.

Das schützt zwar vor kreativem Schiffbruch, birgt jedoch die Gefahr einer gewissen satt gewordenen Selbstbezogenheit. Schließlich regieren in Hamburgs Kulturlandschaft die Dekaden-Biografien: Amelie Deuflhard prägt das internationale Produktionszentrum Kampnagel bereits seit August 2007. Prof. Dr. Dirk Luckow steht den Deichtorhallen als Intendant seit Oktober 2009 vor. Christoph Lieben-Seutter ist seit 2007 Hausherr der Elbphilharmonie. Und auch andernorts an den großen Häusern setzt die Politik auf dauerhafte Bindungen statt auf Richtungswechsel durch Personalien.

Wo bleiben in dieser langjährigen Liaison zwischen Stadt und etablierten Leitungsfiguren die teils notwendigen Brüche, der zeitgemäße Strukturwandel oder die dringend nötigen diverseren Impulsgeber an den obersten Schaltstellen der Macht? Die Forderung nach frischem Wind, veränderten Perspektiven und jüngeren Führungsmodellen scheint nur dort gehört, wo unliebsame Positionen vertreten werden. Das Hanseatische Hamburg pflegt da seine Kultur-Monolithen, anstatt die Machtstrukturen nach und nach aufzubrechen.

Dennoch: Solange Karin Beier mit ihrer schöpferischen Wucht beweist, dass das Schauspielhaus kein staubiges Museum, sondern ein elektrisierender Kampfplatz der Gegenwart ist, nimmt das Publikum dieses „Weiter so“ dankbar an. Bis 2031 bleibt das Schauspielhaus damit ein Ort, an dem man sich reibt, streitet und wächst. Die Messlatte liegt hoch – vielleicht so hoch, dass man den frischen Wind fast vergisst.

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Das Harburger Kultur-Karree https://www.tiefgang.net/das-harburger-kultur-karree/ https://www.tiefgang.net/das-harburger-kultur-karree/#respond Tue, 06 Oct 2026 22:47:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=14441 [...]]]> Am Sa., 10. Oktober startet wieder die SuedKultur Music-Night: Über 40 Acts in 16 Locations. Wir schlagen Dir vor, wie Du´s schaffen kannst …

Willkommen zum großen Finale unserer 5-teiligen Tournee-Serie! Für unseren letzten Vorschlag zur 16. SuedKultur Music-Night am Samstag, den 10. Oktober 2026, begeben wir uns in das absolute Epizentrum der Live-Kultur im Harburger Zentrum – das charmante „Bermuda-Dreieck“ rund um den Harburger Ring, die Rieckhoffstraße und den Gloria-Tunnel.

Hier liegen vier fantastische Locations so nah beieinander, dass du komplett auf Auto oder Bus verzichten und innerhalb weniger Minuten von Akustik-Pop über fetten Ska und Indie-Folk bis hin zum Club-Ausklang wechseln kannst!

Der Fahrplan für das Kultur-Karree: Kurze Wege, maximale Musikvielfalt

  • Wir starten um 18.30 Uhr weltmusikalisch im Kultur Palast Harburg (Rieckhoffstraße 12): Echoes of Anatolia (anatolischer Psycho-Rock & Funk)

Echoes of Anatolia (Koblenz) verbindet anatolische Musik mit Psychedelic Rock und Funk. Traditionelle türkische Volkslieder und Musik großer Volksdichter wie Aşık Veysel – neu interpretiert und verbunden mit Psychedelic Rock und Funk. 
Die vier Musiker kennen sich seit mehr als 20 Jahren und verbinden nicht nur verschiedene Stile sondern erzählen im Grunde auch ihre eigene Geschichte zwischen Koblenz und Anatolien.

Dann geht es weniger Meter gemütlich weiter ins Kulturwohnzimmer.

20 Uhr | Kulturwohnzimmer e.V. (Lüneburger Str. 1a, am Gloria-Tunnel):

  • 20 Uhr: Paul bringt entspannten deutschen Indie-Pop mit tiefgründigen Texten auf die Bühne, die direkt ins Herz gehen und zum Nachbeben und Nachdenken einladen.
  • 20 Uhr (oder direkt im Anschluss) | Kultur Palast Harburg (Rieckhoffstraße 12):

Nur ein kurzer Fußweg bringt uns wieder direkt zum Kultur Palast.

  • 20 Uhr: Hier erwartet uns Nervling – das außergewöhnliche Songwriter-Duo aus Hamburg verzaubert mit einer energetischen Mischung aus Pop, Soul, Reggae und Folk. Mit akustischer Gitarre, Loopstation und zweistimmigem Gesang klingen die beiden wie eine komplette Live-Band!
  • 21.00 Uhr | Zur Stumpfen Ecke eG (Rieckhoffstr. 14 – direkt nebenan):

Wir fallen quasi direkt nebenan in die „Stumpfe Ecke“.

  • 20  Uhr: K-Mob übernimmt das Ruder. Die tief im Hamburger Süden verwurzelte Band (gegründet 2003) zelebriert ihre große Liebe zu Ska, Soul, Reggae und Punk. Eine echte Garanten-Band, um jede Party zum Kochen zu bringen!
  • 22.30 Uhr | Zurück ins Kulturwohnzimmer e.V. (oder ins Stellwerk):
    • 22.30 Uhr (Kulturwohnzimmer): Zum perfekten musikalischen Ausklang spielen Philipp & Felix kraftvollen Klavier-Blues, Gesang und Saxofon – melancholisch, erdig und wunderschön anzuhören.
    • Alternative für Nachtschwärmer: Wer danach noch weiterziehen will, läuft in wenigen Minuten zum Stellwerk Hamburg im Bahnhof und feiert zu Drum & Bass oder 90er-Hip-Hop bis in die frühen Morgenstunden!

Egal ob Rock, Weltmusik, Avantgarde, Indie in Neugraben oder das Kultur-Karree im Zentrum – mit diesen Routen bist du bestens gerüstet für die 16. SuedKultur Music-Night am 10. Oktober 2026.

👉 Alle Touren im Überblick zum Nachlesen:


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Die Süderelbe- & Vielfalts-Tour https://www.tiefgang.net/die-suederelbe-vielfalts-tour/ https://www.tiefgang.net/die-suederelbe-vielfalts-tour/#respond Mon, 05 Oct 2026 22:18:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=14438 [...]]]> Am Sa., 10. Oktober startet wieder die SuedKultur Music-Night: Über 40 Acts in 16 Locations. Wir schlagen Dir vor, wie Du´s schaffen kannst …

Willkommen zu Teil 4 unserer Tournee-Serie! Heute reisen wir ganz in den Westen des SuedKultur-Gebiets und schlagen die Brücke von Neugraben über den Weltladen direkt ins urbane Herz von Harburg. Wer handgemachten Indie-Pop, Post-Punk, Weltmusik und charmante Akustik-Klänge liebt, ist hier genau richtig.


Der Fahrplan für Entdecker: Von Neugraben über den Weltladen in den Harburger Süden

  • 19.30 Uhr | JoLa (Kulturhaus Süderelbe, Am Johannisland 2, 21147 Hamburg-Neugraben):
    • 19.30 Uhr: Start mit Picture Of A Red Seagull – fünf Freunde spielen deutschsprachigen Indie-Pop mit der Energie und Melodie von Bands wie Juli oder Wir sind Helden. Mit eingängigen Hooks und treibenden Gitarren bringen sie echte Open-Air-Festival-Energie auf die Bühne.
    • 20.30 Uhr: Nahtloses Weitermachen mit Kultfaktor, einer 5-köpfigen Band aus Hamburg. Ihr Mix aus Post-Punk und Indie-Rock erinnert an die Neue Welle und liefert mit treibenden Drums, verzerrten Bässen und emotionalen Texten eine mitreißende Live-Performance.
  • (Fahrzeit ins Harburger Zentrum ca. 15 Minuten mit der S-Bahn oder dem Auto)
  • 19.20 Uhr | Weltladen Harburg (Hölertwiete 5, 21073 Hamburg-Harburg):
    • Hinweis: Wer früher dran ist, kann hier bereits ab 19.20 Uhr den Indie-Rock-Pop-Newcomer 20nach erleben. Wer aus Neugraben kommt, genießt hier im Anschluss die gemütliche Atmosphäre des Weltladens für einen entspannten spätabendlichen Zwischenstopp oder als tollen Übergang mitten ins Harburger Nachtleben.

Ausblick: Im nächsten und letzten Teil besuchen wir das kompakte „Bermuda-Dreieck“ rund um den Rieckhoff- und Gloria-Tunnel!

👉 Verpasst nicht die weiteren Touren unserer Serie:


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Experimentelle Klänge, Kirche & Improvisation https://www.tiefgang.net/experimentelle-klaenge-kirche-improvisation/ https://www.tiefgang.net/experimentelle-klaenge-kirche-improvisation/#respond Sun, 04 Oct 2026 22:10:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=14432 [...]]]> Am Sa., 10. Oktober startet wieder die SuedKultur Music-Night: Über 40 Acts in 16 Locations. Wir schlagen Dir vor, wie Du´s schaffen kannst …

Willkommen zu Teil 3 unserer Tournee-Serie! Wer bei der 16. SuedKultur Music-Night am Samstag, den 10. Oktober 2026, nach dem besonderen musikalischen Kick, dem Unerwarteten und avantgardistischer Klangforschung sucht, für den führt kein Weg an dieser Route vorbei.

Wir verbinden hochmoderne mathematische Algorithmen, modifizierte Instrumente und interaktive digitale Interfaces im Hafen mit stimmungsvoller Kirchen-Akustik in Heimfeld.

Der Fahrplan für Entdecker: Vom ligeti zentrum in die St. Paulus-Kirche und zurück (z.B. Buslinie 42)

  • 17 Uhr | ligeti zentrum (Veritaskai 1, 10. Stock, Harburg Hafen):

Pünktlicher Auftakt im womöglich höchstgelegenen Konzertraum Harburgs!

  • Ab 17 Uhr: Interaktive Installationen und faszinierende Ölmalerei-Ausstellung des chinesischen Künstlers Dai Jianhua.
  • 17.15 Uhr: Sonomathematische Impulsarchitekten (Simon Linke & Rolf Bader) – Free Noise Improvisation mit der Impulse Pattern Formulation (IPF), einem physikalischen Modellierungsalgorithmus, der als virtueller Mitmusiker eigenwillige Klänge und Rhythmen erzeugt.
  • 18 Uhr: Guan Yanyi – Die chinesische Gastkünstlerin vertont alte chinesische Gedichte mit Gesang, Gitarre, Mundharmonika und Synthesizer.
  • 18.35 Uhr: Liang Yiyuan – Zeitgenössische Improvisation auf modifizierten traditionellen chinesischen Instrumenten (Yangqin und Suona) kombiniert mit Gitarre und selbstgebauten Klangobjekten.
  • 19.30 Uhr: Potluck – Eine spontane Jam Session, bei der verschiedene musikalische Stile, Einflüsse und Geräte wie bei einem gemeinsamen Abendessen zusammengewürfelt werden.

Kurzer Ortswechsel nach Heimfeld (ca. 10–15 Minuten mit (Stadt-)Rad, Auto oder Bus 42)

  • 21 Uhr | St. Paulus-Kirche Heimfeld (Alter Postweg 46):
  • XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
  • Kurzer Rückweg in Richtung Hafen
  • 22.00 Uhr | ligeti zentrum: Kieran McAuliffe & Friends – Perfekter, experimenteller Ausklang des Abends mit einer sehnsüchtigen und zugleich experimentierfreudigen Verschmelzung irischer Folkmelodien und jazziger Klänge.

Ausblick auf die kommenden Teile unserer Serie:

Im nächsten Teil reisen wir in den Hamburger Süden nach Neugraben und besuchen den bunten Weltladen!

👉 Verpasst nicht die weiteren Touren unserer Serie:

  • Teil 1: Die ultimative Rock- & Alternative-Tour (bereits erschienen)
  • Teil 2: Die Weltmusik-, Groove- & Club-Culture-Tour (bereits erschienen)
  • Teil 3: Experimentelle Klänge, Kirche & Improvisation (dieser Artikel)
  • Teil 4: Die Süderelbe- & Vielfalts-Tour (Start in Neugraben & Weltladen) (folgt in Kürze)
  • Teil 5: Das Harburger Kultur-Karree („Bermuda-Dreieck“ rund um den Rieckhoff- & Gloria-Tunnel) (folgt in Kürze)

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Bitte unterstütze das Feuilleton und so auch dein Lesevergnügen!

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Die Weltmusik-, Groove- & Club-Culture-Tour https://www.tiefgang.net/die-weltmusik-groove-club-culture-tour/ https://www.tiefgang.net/die-weltmusik-groove-club-culture-tour/#respond Sat, 03 Oct 2026 22:57:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=14428 [...]]]> Am Sa., 10. Oktober startet wieder die SuedKultur Music-Night: Über 40 Acts in 16 Locations. Wir schlagen Dir vor, wie Du´s schaffen kannst …

Willkommen zu Teil 2 unserer Music-Night-Serie! Nach dem rockigen Auftakt widmen wir uns heute einer musikalischen Weltreise und einer unvergesslichen Club-Nacht. Am Samstag, den 10. Oktober 2026, erwarten euch bei der 16. SuedKultur Music-Night über 40 Acts in mehr als 16 Locations.

Wer den Hamburger Süden tanzend, rhythmisch und international erleben möchte, schnappt sich das Eintrittsbändchen und folgt am besten unserem erprobten Routenvorschlag für Weltenbummler und Nachtschwärmer.

Der Fahrplan für Globetrotter und Tänzer: Von Harburg Info bis zum Stellwerk-Bass

  • 18.30 Uhr | ContraZt e.V. (Treffpunkthaus Heimfeld, Friedrich-Naumann-Straße 9):

Wir starten ganz entspannt in Heimfeld zum Einlass, um uns auf den Rhythmus des Abends einzustimmen. Wer mag, schaut hier direkt beim Auftakt mit dem Hamburger Liedermacher Bernd Janeke vorbei oder startet direkt im Zentrum.

  • 19.00 Uhr | Harburg Info (Hölertwiete 6):

Hier begrüßt uns Lui Sarawuth Townao an Gitarre und Saxofon. Der erfahrene Musiker aus Thailand verbindet pädagogisches Können mit feinem musikalischen Gefühl und sorgt für einen stilvollen, warmen Empfang.

  • 20.15 Uhr | Ebenfalls Harburg Info (Hölertwiete 6):

Nahtloser Übergang zu Descarga Latina. Das Ensemble hat sich voll und ganz dem Latin Jazz verschrieben – eine mitreißende Mischung aus klassischen Jazz-Arrangements und afrokubanischer Perkussion nach Vorbildern wie Tito Puente und Dizzy Gillespie. Hier bleibt garantiert kein Fuß ruhig!

  • 21.30 Uhr | ContraZt e.V. (Treffpunkthaus Heimfeld):

Wir wechseln nach Heimfeld zur Téry Kafo Band (initiiert von dem senegalesischen Musiker Kekso Lamine Diabang). Das Ensemble zelebriert senegalesische Rhythmen wie Mbalach, Yae Yang und Reggae, begleitet von der traditionellen Kora (der afrikanischen Harfe) der Griots. Ein absolutes Highlight aus feurig-spritzigen Tanzrhythmen und lyrischen Texten.

  • 23.00 Uhr (oder davor ab 20 Uhr) | Stellwerk Hamburg (Hannoversche Str. 85, im Bahnhof über Gleis 3):

Das große, basslastige Finale für Nachtschwärmer:

  • 20.00 Uhr (Lounge): NoTvRaps bringt echten 90er-Jahre-US-Rap aus dem Underground und Indie-Rap direkt von Vinyl auf die Ohren.
  • 23.00 Uhr (Lounge): DJ Marekuja (Shut Up Crew) übernimmt das Ruder für eine explosive Mischung aus top-energetischen Drum & Bass-Sets mit fetten Soundsystemen!

Ausblick:

Im nächsten Teil widmen wir uns den experimentellen Klängen, der Kirche und der faszinierenden Welt der Improvisation!

👉 Verpasst nicht die weiteren Touren unserer Serie:

  • Teil 1: Die ultimative Rock- & Alternative-Tour (bereits erschienen)
  • Teil 2: Die Weltmusik-, Groove- & Club-Culture-Tour (dieser Artikel)
  • Teil 3: Experimentelle Klänge, Kirche & Improvisation (folgt in Kürze)
  • Teil 4: Die Süderelbe- & Vielfalts-Tour (Start in Neugraben & Weltladen) (folgt in Kürze)
  • Teil 5: Das Harburger Kultur-Karree („Bermuda-Dreieck“ rund um den Rieckhoff- & Gloria-Tunnel) (folgt in Kürze)

Das Tiefgang-Feuilleton  ist gratis lesbar und soll auch so bleiben!

Aber Serverkosten und andere „Kleinigkeiten“ kosten auch so rund 500 Euro im Jahr. Bisher fehlen gut 350!

Bitte unterstütze das Feuilleton und so auch dein Lesevergnügen!

Konto Kulturspinnerei, GLS Bank, IBAN: DE42 4306 0967 1117 3871 00, Betreff: „Tiefgang“

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Die ultimative Rock- & Alternative-Tour https://www.tiefgang.net/die-ultimative-rock-alternative-tour/ https://www.tiefgang.net/die-ultimative-rock-alternative-tour/#respond Fri, 02 Oct 2026 22:09:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=14412 [...]]]> Am Sa., 10. Oktober startet wieder die SuedKultur Music-Night: Über 40 Acts in 16 Locations. Wir schlagen Dir vor, wie Du´s schaffen kannst …

Es ist wieder so weit: Am Samstag, den 10. Oktober 2026, verwandelt sich der Hamburger Süden in eine einzige große Live-Bühne! Bei der 16. SuedKultur Music-Night öffnen über 16 Locations ihre Türen und präsentieren mehr als 40 Acts aus allen Himmelsrichtungen und Musikfarben. Das Geniale daran: Mit nur einem einzigen Einlassbändchen für günstige 7,50 € steht dir der gesamte Kosmos offen!

Doch bei dieser gigantischen Auswahl an Schauplätzen und Klängen stellt sich sofort die Frage: Wie soll man das bloß alles schaffen, ohne sich zu verheddern oder die absoluten Kracher zu verpassen? Keine Sorge – wir haben für euch den perfekten Masterplan in einer 5-teiligen Serie ausgearbeitet.

Den Auftakt machen wir heute für alle, die Benzin im Blut, Strom auf der E-Gitarre und Schweiß auf der Stirn brauchen: Tour 1 – Die ultimative Rock- & Alternative-Tour!

Von der stumpfen Ecke bis in den Rock-Olymp

Wenn du den Abend kompakt, handgemacht und mit ordentlich Wumms erleben willst, folgst du am besten diesem straff durchgeplanten Routenvorschlag:

  • 18 Uhr | Zur Stumpfen Ecke eG (Rieckhoffstr. 14):

Wir starten ganz entspannt, aber direkt rockig im Herzen von Harburg. Das Reh (bekannt aus dem Dunstkreis des 70s-Rock) eröffnet den Abend. Mit E-Gitarre und rauchigem Gesang mischt der Solo-Act eigene und gecoverte Songs (auf Englisch, Spanisch und Deutsch) zu einem bunten, erdigem Auftakt zusammen. Perfekt zum Warmwerden mit Bier in der Hand!

  • 19 Uhr | The Old Dubliner (Lämmertwiete):

Ein kurzer Spaziergang führt uns in Harburgs gastliches Herz, die malerische Lämmertwiete. Hier wartet Mark Curran. Der irische Singer/Songwriter ist kein leiser Troubadour, sondern ein echter Vollblut-Rockstar. Mit seinen mitreißenden Lieblingssongs und stadiontauglicher Energie sorgt er dafür, dass sich dieser frühe Samstagabend sofort wie eine ausgelassene Freitagnacht anfühlt.

  • 20 Uhr | Auferstehungskirche Marmstorf (Elfenwiese 1):

Jetzt machen wir einen kurzen Sprung nach Marmstorf. Per Bus von Harburg Rathaus mit den Linien  1145, 245 oder 345 gut erreichbar. Die dortige Kirche ist längst berühmt für ihre spektakulären Rock-Abende. Um 20 Uhr übernehmen Beauties&Beats feat. ThoMarius die Bühne. Die bekannte Tribute-Formation zelebriert Deutschrock-Hymnen von Westernhagen bis Grönemeyer – Mitsingen und Arme-in-die-Höhe-Reißen garantiert!

  • 21 Uhr | Wieder Auferstehungskirche Marmstorf:

Du musst die Location gar nicht wechseln, denn direkt im Anschluss bricht der Ausnahmezustand aus: Dissmeland betritt die Bühne. Hamburgs erste und einzige „Stoned-G-Punk“-Band mischt seit Jahren die norddeutsche Clublandschaft auf. Euch erwartet eine schweißtreibende, kompromisslose Mischung aus Noiserock, Crossover, schnellen Rhythmen und Reimen, bei denen auch mal mitten im Song die Instrumente getauscht werden. Volles Brett auf die Ohren!

  • 22 Uhr bis tief in die Nacht | Marias Ballroom (Lassallestraße 11):

Das absolute Epizentrum des Rock-Abends! Hier greifen drei Hochkaräter nahtlos ineinander, um den Club in einen echten Hexenkessel zu verwandeln:

  • 21.20 / 22.00 Uhr: Sweet Cougar Dreams – Ein Crossover aus Genialität und purer Rock-Energie, bei dem der Raum nach echtem Rock-Olymp riecht.
  • 22.40 Uhr: Anemone – Das niederländische Psychedelic-Rock-Quartett bringt schwebende 90er-Alternative-Gitarren, hypnotische Bässe und rohe emotionale Intensität auf die Bühne.
  • 0.00 Uhr: Asteroid Kane – Der perfekte, nächtliche Rausschmeißer. Indierock wie eine sternklare Highway-Nachtfahrt, irgendwo zwischen den Pixies, Radiohead und noisigem Postpunk.

Hol dir dein Eintrittsbändchen (7,50 €) am besten direkt an der Abendkasse der ersten Location.

Ausblick:

Im nächsten Teil widmen wir uns der großen Weltmusik- und Groove-Tour mit afrikanischen Rhythmen, Latin Jazz und fetten Club-Beats!

👉 Verpasst nicht die weiteren Touren unserer Serie:

  • Tour 2: Die Weltmusik-, Groove- & Club-Culture-Tour (folgt in Kürze)
  • Tour 3: Experimentelle Klänge, Kirche & Improvisation (folgt in Kürze)
  • Tour 4: Die Süderelbe- & Vielfalts-Tour (Start in Neugraben & Weltladen) (folgt in Kürze)
  • Tour 5: Das Harburger Kultur-Karree („Bermuda-Dreieck“ rund um den Rieckhoff- & Gloria-Tunnel) (folgt in Kürze)

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