Film – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Wed, 14 Jan 2026 15:35:09 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.3 Eine Hommage an den Mut https://www.tiefgang.net/eine-hommage-an-den-mut/ Sat, 17 Jan 2026 15:24:47 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=13126 [...]]]> Es gibt Momente in der Geschichte einer Stadt, in denen ein Funke überspringt, der weit über die Jahrzehnte hinaus leuchtet. Für Hamburg war ein solcher Moment das Jahr 1926, als Ida Dehmel die GEDOK ins Leben rief.

Heute, 100 Jahre später, blicken wir auf ein Jahrhundert geballter weiblicher Kreativität und politischer Durchsetzungskraft zurück. Die „Gemeinschaft Deutscher und Oesterreichischer Künstlerinnen und Kunstfreundinnen“, kurz Gedok, ist nicht weniger als das europaweit älteste und größte Netzwerk für Künstlerinnen aller Sparten. Und wo ließe sich dieses Jubiläum besser feiern als an seinem Geburtsort?

Ida Dehmel war eine Visionärin mit einem untrüglichen Gespür für Synergien. In einer Zeit, in der Frauen in der Kunstwelt oft noch als schmückendes Beiwerk oder bestenfalls als talentierte Dilettantinnen belächelt wurden, schuf sie eine Struktur, die Professionalität und Solidarität verband. Ihr Hamburger Wohnhaus wurde zum Epizentrum eines interdisziplinären Austauschs, der Musik, Literatur und Bildende Kunst zusammenführte. Es ging nie nur um Ästhetik, es ging um Existenzsicherung und Sichtbarkeit.

Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) widmet diesem Jahrhundertprojekt nun die große Schau Künste, Frauen, Netzwerk. 100 Jahre GEDOK. Wer durch die Räume geht, spürt sofort die Energie, die von diesem Aufbruch ausging. Die Ausstellung ist weit mehr als eine historische Rückschau; sie ist eine Analyse von Machtstrukturen und der Kraft der Gemeinschaft. Besonders faszinierend ist, wie hier die Gründungsjahre in Hamburg lebendig werden. Namen wie Anita Rée oder die Textilkünstlerin Maria Brinckmann tauchen auf – Frauen, die das Gesicht der Hamburger Moderne prägten und in der GEDOK eine Heimat fanden.

Was man sich bei diesem Jubiläumsprogramm unbedingt merken sollte, ist die Vielschichtigkeit der Exponate. Es sind nicht nur Gemälde oder Skulpturen zu sehen, sondern auch Dokumente, die den zähen Kampf um Anerkennung belegen. Ein absolutes Highlight im MKG ist die Aufarbeitung der spartenübergreifenden Zusammenarbeit. Die GEDOK verstand sich von Anfang an als Brücke: Komponistinnen trafen auf Schriftstellerinnen, Fotografinnen auf Kunstgewerblerinnen. Diese Offenheit ist bis heute der Kern der Organisation.

Ein weiterer Programmpunkt, der aus der Masse heraussticht, ist die Veröffentlichung des Jubiläumsbuchs. Es ist kein klassischer Wälzer, der nur im Regal verstaubt, sondern ein lebendiges Zeugnis einer Bewegung, die sich auch durch die dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte nicht gänzlich unterkriegen ließ. Die Texte beleuchten kritisch die Rolle der GEDOK während der NS-Zeit, die Vertreibung jüdischer Mitglieder – darunter auch die Gründerin Ida Dehmel selbst – und den mühsamen Wiederaufbau nach 1945. Diese Ehrlichkeit in der Aufarbeitung macht das Jubiläum erst wirklich würdig.

Hamburg feiert in diesem Jahr also nicht nur einen Verein, sondern eine Idee, die heute so aktuell ist wie eh und je. In Zeiten, in denen über Gender-Pay-Gap in der Kultur und die Repräsentanz von Frauen in großen Museen gestritten wird, wirkt das Vermächtnis von Ida Dehmel wie ein Kompass. Die GEDOK ist kein museales Relikt, sondern ein pulsierendes Netzwerk, das heute über 20 Regionalgruppen umfasst.

Wer sich für die Kulturpolitik der Hansestadt und die Rolle der Frau in der Kunst interessiert, kommt an dieser Jubiläumsschau nicht vorbei. Sie fordert uns heraus, neugierig zu bleiben und den Blick für jene Strukturen zu schärfen, die Kunst erst möglich machen. Die Ausstellung im MKG läuft als zentraler Ankerpunkt und bietet neben den visuellen Genüssen auch Raum für Diskussionen und Konzerte, die den Geist der Gründerzeit in die Gegenwart holen.

Es ist eine Hommage an den Mut, sich zusammenzuschließen, und eine Einladung, die künstlerische Qualität zu entdecken, die oft erst durch ein starkes Netzwerk im Rücken zur vollen Entfaltung kommen kann. 100 Jahre GEDOK – das ist ein verdammt guter Grund, in die Hamburger Kunstgeschichte einzutauchen und gleichzeitig die Weichen für die nächsten 100 Jahre zu stellen.

Künste, Frauen, Netzwerk. 100 Jahre GEDOK bis zum 30. August 2026 im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) Steintorplatz, 20099 Hamburg Telefon: 040 428134880 www.mkg-hamburg.de

]]>
Der die Nordsee zur Mordsee machte https://www.tiefgang.net/der-mann-der-die-nordsee-zur-mordsee-machte/ Fri, 21 Nov 2025 23:09:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=12887 [...]]]> Hamburg hat einen seiner prägendsten Filmemacher*innen verloren. Hark Bohm, Regisseur, Autor, Produzent und leidenschaftlicher Hochschullehrer, ist im Alter von 86 Jahren in seiner Heimatstadt verstorben.

Sein Werk ist ein unüberhörbares Echo der deutschen Nachkriegsgesellschaft, ein Spiegel, der die Brüche und die unbequemen Wahrheiten der Jugend einfing.

Bohm war kein Salon-Intellektueller. Er war ein Filmpionier, der mit der Kamera in die Hochhaussiedlungen Hamburgs zog, dorthin, wo die Fassaden bröselten und die Kinder um ihren Platz in der Welt kämpften. Seine Filme waren unmittelbar, roh und von einer zupackenden, fast dokumentarischen Energie, die im damaligen deutschen Kino ihresgleichen suchte.

Sein Meisterstück bleibt unbestritten „Nordsee ist Mordsee“ (1976). Der Titel wurde zu einem geflügelten Wort, der Film zu einem Klassiker des sozialkritischen Coming-of-Age-Kinos. Er erzählte die Geschichte der ungleichen Freundschaft zwischen einem deutschen und einem zugewanderten Jungen in Wilhelmsburg – ein politisches Statement, das die Brutalität der Realität nicht scheute. Diese Spannung zwischen schonungsloser Härte und tief empfundener Sensibilität sollte Bohms Karriere definieren, von dem Jugenddrama „Moritz, lieber Moritz“ (1978) bis hin zum mit dem Bundesfilmpreis in Gold ausgezeichneten Film „Yasemin“ (1988).

Das Faszinierende an Bohms Ansatz war, wie er die Grenzen zwischen Kunst und Leben verschwimmen ließ. In „Nordsee ist Mordsee“ besetzte er zwei seiner Adoptivsöhne in den Hauptrollen. Bohm war ein begeisterter Vater von vier Adoptivkindern und zwei Pflegekindern. Einer seiner Söhne, der Schauspieler Uwe Bohm (1962–2022), trat mit seinen Filmen selbst in die Fußstapfen des Vaters und war eine feste Größe in der deutschen Film- und Theaterlandschaft. Für Hark Bohm zählte die Familie ebenso wie der Film – beide boten ihm einen Ort des Zusammenhalts.

Hark Bohm war jedoch mehr als nur ein großer Geschichtenerzähler. Er war ein leidenschaftlicher Filmpolitiker. Er war Mitinitiator des „filmverlags der autoren“ (1971) und Mitbegründer des Hamburger Filmbüros und des Filmfests Hamburg (beides 1979). Als Professor gründete er 1993 das Filmstudium Hamburg an der Universität, das heute in die Hamburg Media School (HMS) integriert ist. Hier prägte er eine ganze Generation von Filmemacher*innen, unter ihnen seinen Meisterschüler Fatih Akin.

Diese enge Verbindung zum Schaffen der nächsten Generation manifestierte sich zuletzt in dem Film „Amrum“ von Fatih Akin, der auf Bohms autobiografisch inspiriertem Roman basierte. Erst kürzlich feierte der Film seine Premiere. Bohm selbst spielte eine kleine Rolle, ein letzter Auftritt, der ihn noch einmal an den Ort seiner Kindheit zurückführte.

Senator Dr. Carsten Brosda, die Hamburger Behörde für Kultur und Medien, würdigte Hark Bohms Vermächtnis mit klaren Worten: „Hark Bohm war ein Meister darin, im scheinbar Alltäglichen die wirklich großen Geschichten zu finden. (…) Für mich ist der deutsche Film der letzten Jahrzehnte ohne Hark Bohm nicht denkbar.“ Er habe mit „leidenschaftlicher Vernunft“ den Film als Möglichkeit gesehen, die soziale Gegenwart zu beleuchten, „um menschliche Zukunft denkbar zu machen.

Ein großer und unbeugsamer Geist ist von der Leinwand abgetreten, dessen filmisches Erbe in Hamburg und weit darüber hinaus leuchten wird.

]]>
Gefühlvolle Klänge im Bermuda-Dreieck https://www.tiefgang.net/gefuehlvolle-klaenge-im-bermuda-dreieck/ Fri, 03 Oct 2025 22:44:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=12538 [...]]]> Gefühlvolle Klänge im Bermuda-Dreieck

Am Sa., 11. Oktober, gibt Harburg den Ton an! Denn 14 Kulturinstitutionen bieten über 40 Acts und das für nur einen Eintritt von 7,50 €! Wir stellen einige Orte und Acts vor. Heute: Hamburger Sparkasse!

Die Hamburger Sparkasse (Haspa) am Sand 1 ist in diesem Jahr zum ersten Mal bei der SuedKultur Music-Night dabei. Die erstmalige Teilnahme einer Sparkasse mag ungewöhnlich erscheinen, aber zusammen mit den in unmittelbarer Nähe gelegenen Locations des Harburg Marketing e.V. und des Weltladens Harburg entsteht ein interessantes „Bermuda-Dreieck“ der Musik.

Als musikalischen Act stellt die Haspa um 18 Uhr den Singer-Songwriter Noel Friedburg mit einem Sound im Stil von Alternative Folk. Inspiriert von nordamerikanischem Folk, Americana und der Alternative-Musik-Szene, erzählen seine Songs vom Weg zur seelischen Gesundheit, vom Verlernen alter Muster, von Traumata und deren Folgen. Mit seinem Debütalbum „From The Backyard“ öffnete Noel Friedburg nicht nur seine musikalischen, sondern auch seine persönlichen Pforten. Sein Ziel ist es, Stigmata zu brechen, neue Sichtweisen zu eröffnen und andere zu ermutigen, ihren eigenen seelischen Hinterhof zu erkunden.

Hamburger Sparkasse, Sand 1, 21 073 Hamburg

Samstag, 11. Oktober 2025, Einlass: 17.30 Uhr

18.00 Uhr: Noel Friedburg

]]>
Kino satt am Feiertag! https://www.tiefgang.net/kino-satt-am-feiertag/ Fri, 26 Sep 2025 22:54:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=12571 [...]]]> Das ist Freiheit auf der Leinwand: Das Filmfest Hamburg schenkt der Stadt einen besonderen Kinotag.

Der 3. Oktober in Hamburg hat eine neue, wundervolle Bedeutung bekommen. Seit letztem Jahr lädt das Filmfest Hamburg am Tag der Deutschen Einheit alle Kinofans zu einem ganz besonderen Kinomarathon ein. Denn es ist wieder Zeit für den „Tag des freien Eintritts“.

Die Idee dahinter ist so einfach wie genial: An diesem Tag sind alle Festivalfilme in den teilnehmenden Kinos kostenlos zu sehen. Was für eine Chance, über den Tellerrand zu blicken, sich auf unbekannte Erzählungen einzulassen und die Vielfalt des Kinos zu feiern.

Festivalleiterin Malika Rabahallah hat die Vision ins Leben gerufen, Menschen zusammenzubringen. Ihre Worte klingen dabei fast wie ein filmisches Versprechen: „Am Tag der Deutschen Einheit sitzen wir hier in Hamburg gemeinsam im Kino, um zusammen zu lachen und zu weinen und nach dem Film zu diskutieren. Und das Beste daran: Der Eintritt ist frei. Mehr Einheit geht nicht.“

Das Programm am 3. Oktober ist so vielfältig wie das Festival selbst. Es zeigt, wie Geschichten aus aller Welt unsere Sicht auf die Dinge verändern können. Es gibt fesselnde internationale Spielfilme, die tief in menschliche Geschichten eintauchen, wie „Jeunes mères – Junge Mütter“ aus Belgien und Frankreich. Oder das Drama „Aisha Can’t Fly Away“, eine internationale Koproduktion aus Ägypten und Deutschland, die an ferne Orte entführt.

Auch für Fans des amerikanischen Independent-Kinos gibt es etwas zu entdecken, wie „East of Wall – The New West“, ein Film, der von Nähe und Halt in Zeiten emotionaler Erschütterung erzählt. Wer es lyrischer mag, könnte sich in den chilenischen Film „Der geheimnisvolle Blick des Flamingos“ verlieben.

Kultursenator Dr. Carsten Brosda ist ein großer Befürworter dieser Aktion und betont, dass Kinos Orte der Begegnung, Empathie und des demokratischen Diskurses seien. Genau das ist die Magie dieses Tages: Er bringt die Menschen zusammen, um gemeinsam zu schauen, zu fühlen und zu diskutieren.

Das einzige, was für eine Teilnahme nötig ist, ist die Sicherung eines kostenlosen Tickets. Denn auch für diese Vorstellungen ist eine Karte notwendig, und sie sind heiß begehrt! Tickets gibt es online im Vorverkauf oder an den Abendkassen der Kinos, aber wie bei den besten Premieren gilt auch hier: Nur solange der Vorrat reicht.

Die Aktion findet in den fünf großen Festivalkinos statt: dem Abaton, dem CinemaxX Dammtor, dem Metropolis, dem Passage Kino und dem Studio Kino. Aber das ist noch nicht alles! Die „FILMFEST UMS ECK“-Kinos in den Stadtteilen wie das Savoy Filmtheater, das Magazin Filmkunsttheater und das 3001 Kino machen ebenfalls mit und bieten jeweils eine kostenlose Vorführung an.

Ein Tag, die Filmkunst mit der ganzen Stadt zu feiern.

]]>
Mehr als ein Festival https://www.tiefgang.net/mehr-als-ein-festival/ Fri, 26 Sep 2025 22:52:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=12578 [...]]]> 118 Filme aus 55 Ländern in 15 Festivalkinos: die 33. Ausgabe des Filmfest Hamburg ist gestartet!

Wenn Hamburg für zehn Tage zum vibrierenden Zentrum der internationalen Filmkunst wird, ist es wieder Zeit für das Filmfest. Die 33. Ausgabe des Filmfest Hamburg versammelt bis zum 4. Oktober 118 Filme aus 55 Ländern in 15 Festivalkinos und setzt damit ein unüberhörbares Zeichen: Kino lebt.

Der Fokus in diesem Jahr liegt auf Geschichten über Brüche, Humor und Widerständigkeit – Filme als Spiegel gesellschaftlicher Herausforderungen und als Quelle von Hoffnung und Zusammenhalt. Festivalleiterin Malika Rabahallah freut sich auf ihre zweite Runde, die uns die Welt näherbringen soll: „Filme, die zum Nachdenken anregen, neue Perspektiven aufzeigen, die berühren und amüsieren“. Sie betont, dass dieser Austausch zwischen Publikum und Filmschaffenden unerlässlich für das gesellschaftliche Miteinander sei.

Der Auftakt erfolgte mit dem Film Lovely Days des Kanadiers Philippe Falardeau, der das Festival mit Witz und Wärme eröffnete, indem er 24 Stunden im Leben eines Bräutigams beleuchtet. Ein leichter, herzlicher Blick auf das Leben, der dem ernsten Diskurs vorangeht. Einen tiefen Blick in das engagierte europäische Filmschaffen ermöglicht die Verleihung des Douglas Sirk Preises an die belgischen Regiebrüder Jean-Pierre und Luc Dardenne, die den Ehrenpreis zur Deutschlandpremiere ihres Films Jeunes Mères – Junge Mütter persönlich entgegennehmen.

Das Festival scheut die politische Auseinandersetzung keineswegs. Im Wettbewerb für Politisches Kino VETO! und in anderen Sektionen finden sich Werke, die wachrütteln. Dazu gehört Im Schatten des Orangenbaums, der in einer deutsch-palästinensischen Koproduktion über drei Generationen hinweg eine Familie im Westjordanland porträtiert. Kultursenator Dr. Carsten Brosda sieht in diesem Programm die eigentliche Stärke: „Mit einem witzigen, kritischen, widerständigen, anrührenden Programm feiert Filmfest Hamburg die Kunst des Erzählens.“

Auch der spannungsgeladene Blick in die dystopische Zukunft wird gewagt, etwa mit der Serie Smillas Gespür für Schnee. Das Werk entwirft ein Grönland und Dänemark im Jahr 2040, wo der Kampf um Ressourcen und ein korruptes System die Gesellschaft überwacht und Migrant*innen ein Leben zweiter Klasse fristen. Für Liebhaber*innen klassischer Spannung, die den Nervenkitzel suchen, bietet sich der deutsche Thriller Sternstunde der Mörder an.

Das Filmfest zeigt sich dabei als Event für alle Generationen. Mit dem MICHEL Kinder- und Jugend Filmfest wird der Zugang zu Film als Kunstform gezielt gefördert. Hier werden nicht nur liebevoll kuratierte Filme wie Lampie gezeigt; die jungen Filmbegeisterten sind eingeladen, in der MICHEL Jury mitzumachen.

Der „Tag des freien Eintritts“ am 3. Oktober bildet einen Höhepunkt der Festivalwoche. Erneut sind die Menschen eingeladen, die Kinokultur kostenlos zu erleben. „Kultur ist für alle da“, bekräftigt Dr. Brosda und betont, dass die Auseinandersetzung mit Kultur wesentlich zu einem Zusammenleben in Freiheit und Vielfalt beitrage. Diese Idee wird durch die Ausweitung des Formats „Filmfest ums Eck“ unterstrichen, das Weltkino in zehn Stadtteilkinos erlebbar macht – darunter erstmals auch das Kinopolis in der HafenCity.

Zugleich baut Hamburg seine Rolle als bedeutender Branchentreffpunkt im Norden aus. Die stark erweiterten Filmfest Hamburg Industry Days – nun eine zukunftsweisende Schnittstelle mit Formaten wie European Work in Progress (EWIP) und dem International Film Distribution Summit (IFDS) – sind ein wichtiges Signal für den Film- und Fernsehstandort. In diesem Rahmen werden am 1. Oktober auch die Hamburg Producers Awards für Produzent*innen verliehen. Das Filmfest Hamburg ist damit ein kollektiver Ort der Reflexion, der Empathie und der Gemeinschaft. Ein Format mit Zukunft.

Das gesamte Programm unter www.filmfesthamburg.de

]]>
Zeitreise in Harburgs Herz https://www.tiefgang.net/zeitreise-in-harburgs-herz/ Fri, 12 Sep 2025 22:32:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=12420 [...]]]> Der »Planet Harburg«, das Kulturzentrum im ehemaligen Karstadt-Kaufhaus, hat seine Pforten für eine neue Sonderausstellung geöffnet. Und es wird historisch: Das Stadtmuseum Harburg lädt seit dem 11. September mit der neuen Sonderausstellung »1975 – Harburg vor 50 Jahren« zu einer faszinierenden Zeitreise ein.

Passend dazu feiert ein besonderes Foto-Projekt sein goldenes Jubiläum.

Im Jahr 1975 war Harburg im Wandel. Die Innenstadt erlebte einen massiven Umbruch: Der Bau der S-Bahn, der neue Harburger Ring und die entstehende Fußgängerzone in der Lüneburger Straße formten das Stadtbild neu. In dieser Umbruchszeit rief die Werbegemeinschaft City Harburg zu einem Fotowettbewerb auf, um das Leben im Stadtteil einzufangen. Fast 1.000 Fotos wurden damals eingereicht.

Jetzt, 50 Jahre später, werden die beeindruckendsten Aufnahmen erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Die Bilder atmen den Zeitgeist der 70er Jahre, zeigen den Alltag, persönliche Momente und das pulsierende Stadtleben. Sie erzählen eine Geschichte von Aufbruch und Wandel.

Film ab: Die 70er auf der Kinoleinwand

Doch damit nicht genug: Die Kinemathek Hamburg begleitet die Ausstellung mit einem umfangreichen Filmprogramm. Bis April 2026 werden über 75 internationale und Hamburger Filme aus dem Jahrzehnt gezeigt. Die Retrospektive ist nicht nur cineastisch ein Genuss, sondern knüpft direkt an die Themen der Ausstellung an – von Popkultur über die Frauenbewegung bis hin zu gesellschaftlichen Milieustudien.

Die Filmreihe präsentiert eine Bandbreite von Genres, von Politthrillern bis hin zu Musicals. Es gibt sogar eine »70er-Jahre-Jukebox« im Foyer und Hamburger Kulturschaffende teilen ihre persönlichen Lieblingsfilme. Die begleitende Filmreihe der Kinemathek Hamburg umfasst etwa 40 Titel aus den 1970er Jahren sowie zeitgenössische Filme aus dem Genre des Fotofilms. Filmschaffende wie Wim Wenders, Rainer Werner Fassbinder, Werner Herzog, Rosa von Praunheim und Helke Sander haben in dieser Zeit ihre Karriere begonnen und sich durch ihre kompromisslose Auseinandersetzung mit brisanten gesellschaftlichen Themen einen Namen gemacht. Neben der Wiederaufführung restaurierter Filmklassiker von 1975 (Jeanne Dielmann, Die verlorene Ehre der Katharina Blum, Im Lauf der Zeit, Der weiße Hai, Hundstage, Nashville) wird die Filmreihe über die Zeitspanne des gesamten Jahrzehnts an die verschiedenen Themenfelder der Ausstellung anknüpfen. Musikfilme (The Last Waltz, Control, Pink Floyd: Live at Pompeii, The Wiz, Saturday Night Fever, Hair) dokumentieren zusätzlich die innovative Kraft des Rock-, Funk- und Disco-Jahrzehnts, aus dem zahlreiche stilprägende Künstler*innen hervorgegangen sind. Vorträge und Publikumsgespräche mit Filmgästen, Filmwissenschaftler*innen runden die Vorstellungen ab.

Alle Infos auf einen Blick:

  • »1975 – Harburg vor 50 Jahren« | 11. September 2025 bis 3. Mai 2026
  • Filmreihe „1975 – Die Welt vor 50 Jahren“ |September 2025 bis April 2026
    • Tickets online auf www.metropoliskino.de/planetharburg oder an der Kinokasse im Planet Harburg, die 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn öffnet.
    • Planet Harburg, Herbert-und-Greta-Wehner-Platz, 21073 Hamburg-Harburg

]]>
Kulturort Kino https://www.tiefgang.net/kulturort-kino/ Fri, 12 Sep 2025 22:10:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=12414 [...]]]> Vergangenen Montagabend im Magazin Filmkunsttheater in Winterhude war ein Abend für die Seele der Hamburger Filmkultur. Hier, in dem denkmalgeschützten Lichtspielhaus mit seinem charmanten Bistro und dem Hauch vergangener Zeiten, feierte die Stadt ihre Programm- und Stadtteilkinos.

Kultursenator Carsten Brosda zeichnete 16 Häuser und Initiativen mit den Hamburger Kinopreisen 2025 aus, die in diesem Jahr mit einem Rekord-Preisgeld von insgesamt 200.000 Euro dotiert waren. Ermöglicht wurde dies durch eine neue Partnerschaft: Die MOIN Filmförderung spendierte den Kinos mit dem neuen MOIN Kinobonus zusätzliche 100.000 Euro.

Man spürte die Begeisterung in der Luft. Kultursenator Carsten Brosda hob in seiner Ansprache die Bedeutung der Kinos hervor, die mit Leidenschaft und Einsatz für eine „vielfältige und originelle Programmkinolandschaft“ sorgen. „Umso schöner, dass der oft sehr persönliche Einsatz der Kinoschaffenden ab diesem Jahr zusätzlich durch die Einführung des MOIN Kinobonus honoriert wird“, sagte Brosda und dankte der MOIN Filmförderung für dieses „Bekenntnis zum Kulturort Kino“.

Helge Albers, Geschäftsführer der MOIN Filmförderung, betonte die wichtige Rolle der kleinen Häuser: „Die Programm- und Stadtteilkinos bilden das Herzstück der Hamburger Kinofilmbranche.“ Er lobte das Engagement, mit dem die Kinobetreibenden ein außergewöhnliches Filmrepertoire und kreative Formate anbieten.

Die Liste der Preisträger*innen liest sich wie eine Tour durch Hamburgs Viertel, die alle für ihre ganz eigene Filmkultur stehen. An der Spitze stehen mit jeweils 11.000 Euro das ABATON Kino in Rotherbaum, die Zeise Kinos in Ottensen und das 3001 Kino in der Sternschanze.

Jedes dieser Kinos hat seine eigene, ganz besondere Geschichte, die es zu einem festen Bestandteil seines Viertels macht. Das ABATON, eines der ersten Programmkinos Deutschlands, war schon immer ein Haus für anspruchsvolle Filmkunst und hat sich mit seiner langen Geschichte und den markanten Wandmalereien von Werner Nöfer in das kollektive Gedächtnis der Hamburger*innen gebrannt.

Die Zeise Kinos in Ottensen wiederum sind in einer ehemaligen Schiffsschraubenfabrik zu Hause. Der rustikale Industrie-Charme verbindet sich hier mit moderner Kinotechnik, und die großen Säle bieten auch Raum für Konzerte oder Poetry Slams. Und das 3001 Kino in der Schanze? Es ist eine kleine, aber feine Institution im Hinterhof der Schanzenstraße, bekannt für sein Arthouse- und Doku-Programm, oft in Originalfassung mit Untertiteln. Es ist genau diese persönliche Note, die diese Kinos so liebenswert macht.

Auch das Magazin Filmkunsttheater in Winterhude, wo die Verleihung stattfand, ist ein Unikat. Erbaut 1925, ist das denkmalgeschützte Kino heute das älteste, noch erhaltene und durchgehend bespielte Traditionshaus in Hamburg. Hier, wo es noch selbstgebackenen Kuchen gibt und der Charme der 1920er Jahre lebendig ist, fühlt man die Liebe zum Film mit jedem Meter roter Samtsessel.

Die Jury, bestehend aus der Hamburger Abendblatt-Redakteurin Anika Würz, Verleih-Geschäftsführer Björn Hoffmann und Kinobetreiber David Sprinz aus Lüneburg, entschied über die Vergabe. Dabei gingen die Preise an eine beeindruckende Breite an Häusern, von der Koralle Lichtspielhaus in Volksdorf bis zum legendären B-Movie auf St. Pauli. Das B-Movie, ein ehrenamtlich und gemeinnützig betriebenes Kino, das als Kulturinitiative seltene Perlen und vergessene Klassiker zeigt, erhielt den Kinopreis sowie den MOIN Kinobonus.

Der Sonderpreis der Kinopreise 2025 ging an die Initiative „A Wall is a Screen“, die das Kino aus dem Kinosaal herausholt und auf öffentliche Wände projiziert. Ein schönes Signal, das zeigt, dass Filmkunst in Hamburg überall stattfinden kann.

Die Hamburger Kinopreise, die von der Behörde für Kultur und Medien gemeinsam mit der MOIN Filmförderung vergeben werden, haben mit der neuen Förderung einen großen Schritt nach vorne gemacht. Mit 200.000 Euro wird das Herzstück der Filmkultur der Stadt gebührend gestärkt. Ein echtes Happy End für Hamburgs Kinos.

]]>
Die beste Inszenierung sind die Kinos selbst https://www.tiefgang.net/die-beste-inszenierung-sind-die-kinos-selbst/ Fri, 08 Aug 2025 22:44:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=12235 [...]]]> In der Geschichte der Filmförderung gibt es Momente, die sich wie ein wohlplatzierter Plot-Twist anfühlen. Hamburg, die Hansestadt, schreibt gerade ein solches Kapitel.

Mit der Einführung des „MOIN Kinobonus“ verdoppelt sie kurzerhand das Preisgeld für die Hamburger Kinopreise und sendet ein unmissverständliches Signal: Nicht nur das Werk verdient eine Prämie, sondern auch der Ort, an dem es zum Leben erweckt wird. Die Gesamtsumme für die Programm- und Stadtteilkinos steigt von 100.000 auf 200.000 Euro – ein Bekenntnis, das die Leinwand des städtischen Kulturlebens in einem besonders warmen Licht erscheinen lässt.

Es ist eine Mise-en-scène der klugen Sorte. Denn was wäre ein Regiewerk ohne den dunklen Kinosaal, der es erst zur kollektiven Erfahrung macht? Staatsrätin Jana Schiedek brachte es auf den Punkt: „Gute Filme brauchen gute Orte, an denen sie gesehen werden können.“ Die Freude über die zusätzlichen Mittel ist spürbar, denn sie sieht in ihnen „Rückenwind für die Filmkultur in unserer Stadt.“ Es ist das Bekenntnis, dass die kleinen Spielstätten mit ihren leidenschaftlichen Programmen das Rückgrat der städtischen Filmlandschaft sind.

Aus der MOIN Filmförderung selbst kommt der entscheidende Impuls. Geschäftsführer Helge Albers spricht nicht ohne Grund davon, dass die Programmkinos das „Herzstück der Hamburger Filmkultur“ seien. Ihr Engagement, MOIN-geförderte Filme in die Säle zu bringen und ein Publikum für sie zu finden, sei von unschätzbarem Wert. Mit dem Kinobonus will die Förderung dieses Engagement nun gezielt „unterstützen und feiern“.

Und die Art der Unterstützung ist ebenso durchdacht wie das Vorhaben selbst. Der Bonus von bis zu 10.000 Euro pro Kino wird nicht nach Gutdünken vergeben. Vielmehr richtet sich die Höhe nach der Anzahl der MOIN-geförderten Filme im Programm und den dazugehörigen Zuschauer*innenzahlen des vergangenen Jahres. Um dabei faire Bedingungen zu schaffen, fließen auch Faktoren wie Saalkapazität und Kinogröße in die Bewertung ein – ein kluger Subtext, der sicherstellt, dass auch die kleineren, unabhängigen Filmschaffenden eine echte Chance haben.

Die diesjährigen Kinopreise werden am 8. September im Magazin Filmkunsttheater verliehen. Kultursenator Dr. Carsten Brosda wird die Ehrungen vornehmen und damit symbolisch einen symbolträchtigen Rahmen für diesen wichtigen Akt setzen. In einer Zeit, in der das Kino als Kulturort immer wieder um seine Existenz kämpft, ist diese Geste mehr als nur eine finanzielle Spritze. Sie ist die Bestätigung, dass die wahre Kunst der Filmvermittlung in den Händen der engagierten Kinobetreibenden liegt und von der Stadt als das erkannt wird, was sie ist: unverzichtbar für die Filmkultur.

]]>
Das Drehbuch wird neu geschrieben https://www.tiefgang.net/das-drehbuch-wird-neu-geschrieben/ Fri, 18 Jul 2025 22:28:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=12146 [...]]]> In der Dramaturgie der Filmbranche gibt es kaum einen größeren Plot-Twist als einen Standortwechsel. Nun wechseln die Filmtage von Köln nach Hamburg.

Wenn ein etabliertes Branchenereignis wie die Filmtage Köln die Domstadt verlässt und an die Alster zieht, ist das mehr als nur eine logistische Meisterleistung. Es ist ein Akt, der das gesamte „Mise-en-scène“ der deutschen Filmwirtschaft neu definiert – und Hamburg positioniert sich als visionärer Produzent.

Die Filmtage Köln, die sich zuletzt in den vertrauten Hallen des Cinedom tummelten, waren eine feste Größe, eine verlässliche Fachveranstaltung mit über 1.000 jährlichen Besucher*innen aus der Kino- und Verleihbranche. Es war ein Treffpunkt, bei dem der narrative Bogen klar war: die Präsentation der kommenden filmischen Highlights für das Fachpublikum, um die Kinoplakate und die Verleiher*innen der nächsten Monate vorzustellen.

Doch das filmische Ökosystem ist in Bewegung. Wie Anja Thies kürzlich gegenüber The Spot Mediafilm unterstrich, geht es darum, „den deutschen Film mehr in den Fokus“ zu rücken – eine Mission, die den Umzug nach Hamburg in ein neues Licht taucht. Es ist der Versuch, aus einer Reihe von Einzelveranstaltungen eine kohärente, blockbusterartige Erzählung zu formen. So wird aus einer bewährten Messe ein strategischer Schachzug.

Hinter den Kulissen spricht man von einer „strategischen Zusammenarbeit“ zwischen den Veranstalter*innen GROSSES KINO MERCHANDISE & EVENT GmbH, AllScreens und dem HDF. Ein Team-Up, von dem man sich erhofft, dass es die Branche stärker vernetzt. „Mit dem Umzug der Filmtage und dem Zusammenschluss mit dem Filmtheaterkongress KINO wird in Hamburg ein neues Kapitel für den Film und die Kinobranche aufgeschlagen“, verkündete Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, mit feierlichem Unterton. Dieser Satz ist das programmatische Leitmotiv der neuen Inszenierung.

Der neue Schauplatz, das Areal rund um das Cinemaxx Dammtor und das Congress Center Hamburg (CCH), ist ein Statement an sich. Es ist keine charmante, aber begrenzte Kulisse, sondern ein ausgewachsener „Campus“. Der Begriff allein verrät den neuen Fokus: kompakt, effizient und vernetzt. Man hört die Produzent*innen im Hintergrund rufen: „Wir schaffen einen zentralen Treffpunkt für Kino, Filmverleih, Technik, Agenturen, Dienstleister, Vermarktung und Visionen – alles unter einem Dach.“

Das ist die logische Fortsetzung in der Welt des Showbusiness. Aber birgt diese Expansion nicht auch eine Gefahr? Eine, die den intimen Subtext des Films – die Leidenschaft für die Leinwand – im Getöse der geschäftlichen Effizienz erstickt? Die erste Klappe für diesen neuen, ambitionierten Film fällt in der Woche vom 6. Juli 2026. Ich hoffe, dass trotz des neuen Settings der Kern der Veranstaltung bestehen bleibt: der unbändige Enthusiasmus für das Kino. Und nicht nur der für seine Verwertungskette.

]]>
Hamburg schnuppert am Image einer Kinohauptstadt https://www.tiefgang.net/hamburg-schnuppert-am-image-einer-kinohauptstadt/ Fri, 16 May 2025 22:59:06 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11781 [...]]]>

Hamburg mausert sich immer mehr zum Mekka der Filmbranche.

Nachdem die Hansestadt bereits große Branchenformate wie das European Work in Progress und die International Film Distribution Summit angezogen hat, gibt es nun einen weiteren Grund zum Jubeln: Ab 2026 wird der Filmtheaterkongress KINO, das bedeutendste Branchentreffen der deutschen Kinowirtschaft, in Hamburg stattfinden.

Diese Entscheidung des Kinoverbands HDF ist ein deutliches Signal für die wachsende Strahlkraft Hamburgs als Film- und Medienstandort. Der Filmtheaterkongress KINO blickt auf eine 50-jährige Geschichte zurück und ist der zentrale Treffpunkt für Kinobetreiber, Verleiher und Branchenvertreter aus dem gesamten Bundesgebiet. Mit über 75 Ausstellerfirmen und einem vielfältigen Programm aus Panels, Seminaren und Tradeshows setzt die KINO wichtige Impulse für die Zukunft der Kinobranche.

Dass Hamburg den Zuschlag für die Ausrichtung des Kongresses erhalten hat, freut Kultursenator Dr. Carsten Brosda besonders: „Willkommen in Hamburg! Wir freuen uns sehr, dass sich der HDF für die Hansestadt als künftigen Kongressstandort entschieden hat. Dies ist auch eine Auszeichnung für den Film- und Medienstandort Hamburg und verdanken wir nicht zuletzt den hervorragenden Rahmenbedingungen, die Hamburg mit dem runderneuerten CCH bieten kann. Das ist eine tolle Nachricht, die der Film- und Kinowirtschaft im Norden weiteren Rückenwind geben wird.“

Die Hansestadt punktet mit ihrer zentralen Rolle als Film- und Medienstadt, ihrer modernen Infrastruktur und ihrer hervorragenden Anbindung. Diese Rahmenbedingungen bieten ideale Voraussetzungen, um den Kongress weiterzuentwickeln und seine Bedeutung als zentrales Branchenevent nachhaltig zu stärken.

Auch Helge Albers, Geschäftsführer der MOIN Filmförderung, zeigt sich begeistert: „Das größte Branchenevent für Kinomacher*innen zieht nach Hamburg – eine großartige Nachricht für die Hansestadt! Und ein klares Zeichen für Hamburgs Bedeutung auf der deutschen Film- und Medienlandkarte. Wir freuen uns schon sehr auf die neue Nachbarschaft und bedanken uns herzlich bei HDF-Chefin Christine Berg für das Vertrauen.“

Mit dem Zuzug der KINO nach Hamburg verdichtet sich das Bild einer Stadt, die sich mit Nachdruck als wichtiger Player in der nationalen und internationalen Filmindustrie positioniert.

 

]]>