Initiative SuedKultur – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Wed, 21 Jan 2026 17:29:13 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.3 Ab in die Tropen! https://www.tiefgang.net/ab-in-die-tropen/ Wed, 21 Jan 2026 17:17:40 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=13143 [...]]]> Wer sagt eigentlich, dass man für eine Reise in die Tropen in den Flieger steigen muss? In Harburg reicht ein Gang durch die City Galerie.

Wo früher nur eilige Passant*innen zwischen Lüneburger Straße und Harburger Ring pendelten, leuchten jetzt Vögel in Farben, die das Hamburger Wintergrau schlichtweg ignorieren. Thomas „Behri“ Behrens hat die Glasvitrinen übernommen – und damit das nächste Kapitel der Harburger Kunstpassage aufgeschlagen.

Von Kubismus zu tropischer Lebensfreude

Es ist erst wenige Monate her, da feierte das Projekt der Kunstleihe Harburg seinen Einstand. Den Auftakt machte im vergangenen Herbst Frank Vaders, der mit seinen markanten, oft kubistisch anmutenden Köpfen die ehemals ungenutzten Flächen im Herzen der Innenstadt wachküsste. Vaders, ein Künstler mit New Yorker Vita und einem Händchen für die Dekonstruktion des Menschlichen, setzte ein starkes Statement für die Präsenz lokaler Kunst im Alltag.

Nun folgt der radikale Kontrast: Thomas Behrens, in der Szene schlicht als „Behri“ bekannt, bringt eine ganz andere Energie in die Passage. Wo Vaders Struktur und Tiefe suchte, feiert Behri die unbändige Kraft der Farbe.

Dass Behri heute für seine großformatigen, farbgewaltigen Vogelmotive und tropischen Szenerien geliebt wird – über 500 Gemälde umfasst dieses Oeuvre bereits –, ist nur eine Facette seiner beeindruckenden Karriere. Der 1961 geborene Künstler startete in den 80ern mit etwas völlig anderem: präzisen, fast manischen Kugelschreiberzeichnungen, die damals für viel Aufsehen sorgten.

Seine Reise führte ihn weit über die Grenzen des Hamburger Südens hinaus. In den 90ern betrieb er eine eigene Galerie im schweizerischen Ascona, stellte in Lugano aus und festigte seinen Ruf als internationaler Freigeist. Seine Kunst ist dabei immer eines geblieben: nahbar. Das passt perfekt zum Konzept der Kunstleihe, bei der man die Werke nicht nur anschauen, sondern direkt für das eigene Wohnzimmer oder Büro entleihen kann.

Unterstützt durch den Verfügungsfonds „Mitten in Harburg“, beweist die Kunstleihe Harburg mit diesem Projekt einen langen Atem. Die Kunstpassage ist kein kurzes Strohfeuer, sondern eine einjährige Transformation des öffentlichen Raums. Es geht darum, die Schwellenangst vor Galerien abzubauen. Kunst passiert hier einfach – zwischen dem Wocheneinkauf und dem Weg zur S-Bahn.

Das ehrenamtliche Team der Kunstleihe schafft es so, den Harburger Ring kulturell aufzuladen. Nach Vaders und Behri sollen im Laufe des Jahres 2026 noch weitere lokale Künstler*innen die Vitrinen bespielen. Harburg zeigt hier sein bestes Gesicht: bunt, eigenwillig und verdammt lebendig.

Wer also eine Pause vom Grau braucht: Ab in die City Galerie. Die Tropen warten schon – ganz ohne Jetlag.

Die Ausstellung: Thomas „Behri“ Behrens (tropische Motive & Vögel)

Von Mitte Januar bis Ende März 2026 | Passage der City Galerie Harburg (Lüneburger Straße / Harburger Ring) | www.kunstleihe-harburg.de

]]>
Weltpolizei oder Größenwahn? https://www.tiefgang.net/weltpolizei-oder-groessenwahn/ Sat, 17 Jan 2026 23:45:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=13139 [...]]]> Hey ihr Lieben,

die Nachrichten überschlagen sich gerade mal wieder. Seit Donald Trump wieder im Weißen Haus sitzt, weht auf der Weltbühne ein anderer Wind. Mich erreichen viele Nachrichten zu den aktuellen Ereignissen in Venezuela, die zeigen, wie verwirrend Weltpolitik sein kann. Eine Frage bringt die aktuelle Verunsicherung auf den Punkt: „Hey Doc! Ich blicke nicht mehr durch. Überall steht, dass US-Präsident Trump den Staatschef von Venezuela quasi ‚entmachtet‘ hat. Wie kann das sein? Ich dachte immer, jedes Land ist für sich selbst verantwortlich. Kann der amerikanische Präsident jetzt einfach entscheiden, wer in anderen Ländern regiert, wenn ihm die Nase nicht passt? Ist er jetzt der Chef der Welt?“

Das ist eine verdammt gute Frage! Sie trifft den Kern dessen, was man „Völkerrecht“ nennt – und zeigt, wie dieses Recht gerade auf die Probe gestellt wird. Es fühlt sich an, als würden die Regeln, die wir im Kleinen lernen (man mischt sich nicht ungefragt in die Angelegenheiten anderer ein), im Großen plötzlich nicht mehr gelten.

Lass uns das mal sortieren, denn hier prallen Theorie und harte Realität aufeinander.

Die Theorie: Jedes Land ist sein eigener Chef (Souveränität)

Zum einen hast du im Prinzip völlig recht. Das Grundprinzip der internationalen Ordnung heißt staatliche Souveränität. Das ist ein bisschen wie in einem Wohnhaus mit vielen verschiedenen Wohnungen:

Stell dir vor, die Welt ist dieses Haus und jedes Land ist eine Wohnung. Deutschland hat eine, die USA eine, Venezuela eine. Die Regel lautet: In deiner Wohnung bist du der Chef. Du entscheidest, welche Möbel du kaufst und wer bei dir zu Besuch kommen darf. Dein Nachbar darf nicht einfach die Tür eintreten und sagen: „Dein Sofa ist hässlich, ich tausche das jetzt aus und übrigens, dein Mitbewohner fliegt raus.“

Das steht sogar in der Charta der Vereinten Nationen (UN): Das Nichteinmischungsprinzip. Kein Staat hat das Recht, direkt die Regierung eines anderen souveränen Staates abzusetzen. Das wäre ein Bruch des Völkerrechts.

Die Realität: Das Recht des Stärkeren

Zum anderen – und jetzt wird es kompliziert und im Jahr 2026 sehr aktuell – sieht die Realität oft anders aus, besonders wenn eine Supermacht wie die USA im Spiel ist.

Wenn es heißt, Trump habe den venezolanischen Chef „entmachtet“, bedeutet das meist nicht, dass er ein Kündigungsschreiben geschickt hat (das kann er rechtlich gar nicht). Es bedeutet, dass die USA ihre massive Macht nutzen, um Fakten zu schaffen:

  1. Härtester wirtschaftlicher Druck: Die USA können Sanktionen verhängen, die das Land quasi vom Welthandel abschneiden, sodass der Regierung das Geld ausgeht.
  2. Anerkennung von Gegnern: Der US-Präsident kann einfach erklären: „Wir erkennen den aktuellen Chef nicht mehr an, sondern unterstützen seinen politischen Gegner als rechtmäßigen Präsidenten.“ Wenn die mächtigste Nation der Welt das tut, ziehen oft andere Länder nach. Das isoliert den Machthaber extrem.
  3. Militärische Drohungen: Allein die Drohung, das US-Militär könnte eingreifen, kann Regierungen zum Aufgeben zwingen.

Das Dilemma ist oft: Der Staatschef, der „entmachtet“ wird (wie oft in Venezuela der Fall), ist selbst oft ein Diktator, der Menschenrechte verletzt und Wahlen fälscht. Viele würden sagen: „Ist doch gut, wenn der weg ist!“

Aber aus demokratischer Sicht ist das Vorgehen der USA hochproblematisch. Denn wenn eine Supermacht einfach entscheidet, Regierungen auszutauschen, gilt nicht mehr das Recht des Gesetzes (Völkerrecht), sondern das Recht des Stärkeren. Das ist „Wilder Westen“ auf globaler Ebene.

Eine demokratische Weltordnung bräuchte eigentlich gemeinsame Lösungen (z.B. über die UN), um Diktatoren zu stoppen, statt Alleingänge einer Supermacht. Was wir 2026 erleben, ist eine Rückkehr zur reinen Machtpolitik: Wer die größten Muskeln (Wirtschaft und Militär) hat, macht die Regeln.

Fazit: Nein, Trump ist nicht der offizielle „Chef der Welt“. Rein rechtlich darf er keinen anderen Staatschef feuern. Aber er hat die Macht, das Leben dieses Staatschefs so unmöglich zu machen, dass es auf das Gleiche hinausläuft. Und das ist eine Entwicklung, die uns alle angeht, die an Regeln statt an reine Macht glauben.

Bleibt kritisch und hinterfragt die Nachrichten!

Euer Dr. Sommer der Demokratie

Ob Aufklärung über populistische Parolen, Hintergrundwissen zu den Grundrechten oder Hilfe bei politischen Fragen: Dr. Sommer der Demokratie ist für dich da! Schreib ihm mit Betreff an „Dr. Sommer der Demokratie“ an tiefgang@sued-kultur.de

]]>
Das Steak-Imperium und die Vaterlandsliebe https://www.tiefgang.net/das-steak-imperium-und-die-vaterlandsliebe/ Fri, 16 Jan 2026 23:36:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=13136 [...]]]> Meine Lieben, schnallt euch an! Normalerweise reden wir hier über die S-Bahn, den Parkplatz-Frust oder die neuesten Kultur-Tipps aus dem Binnenhafen. Aber es gibt Themen, an denen kommt man in Hamburg einfach nicht vorbei, weil sie so präsent sind wie der Michel oder der Wind an der Elbe. Ich spreche vom unendlichen Drama um die Familie Block, das uns zeigt, dass Geld allein eben doch kein ruhiges Gewissen kauft.

Man muss sich das mal vorstellen: Auf der einen Seite steht eines der bekanntesten Hamburger Unternehmen, das Steakhaus-Imperium von Eugen Block. Ein Name, der für Erfolg, Qualität und hanseatische Tradition steht. Auf der anderen Seite erleben wir einen Sorgerechtsstreit zwischen seiner Tochter Christina Block und ihrem Ex-Mann, der mittlerweile Züge eines internationalen Thrillers angenommen hat.

Was da in den Gerichtssälen und durch die Gazetten gepeitscht wird, lässt einen fassungslos zurück. Es geht um Entführungs-Vorwürfe, heimliche Nacht-und-Nebel-Aktionen zwischen Dänemark und Deutschland und Kinder, die zwischen den Fronten ihrer Eltern stehen. Während wir uns über die Heizkosten oder das Wetter Gedanken machen, spielt sich dort eine Tragödie ab, die zeigt: Geld und Erfolg schützen nicht vor dem ganz großen Gefühlschaos.

Aber wisst ihr, was mich an der ganzen Sache besonders stutzig macht? Es ist dieser Beigeschmack von Privileg, der über allem schwebt. Eugen Block selbst hat sich mit einem Brief an die dänische Justiz gewandt und dabei betont, dass er seinem Vaterland stets gedient habe. Er hat seine Verdienste als Unternehmer als Argument in einen privaten Familienkrieg geworfen.

Da fragt man sich doch glatt: Gilt für die Blocks eigentlich ein anderes Recht als für uns Normalsterbliche? Erweckt das nicht den Eindruck, als könne man sich mit jahrzehntelangem Dienst am Vaterland eine Art Jokerkarte für das Strafrecht verdienen? In Harburg wissen wir: Wenn beim Nachbarn der Haussegen schief hängt oder die Polizei vor der Tür steht, fragt keiner danach, wie viele Steaks man verkauft oder wie viele Arbeitsplätze man geschaffen hat. Da zählt das Gesetz für alle gleich.

Dieser Versuch, den eigenen Status als Hebel zu benutzen, hinterlässt eine bittere Note. Es ist ein Kampf um Recht, um Macht und am Ende hoffentlich um das Wohl der Kinder, auch wenn man das beim Lesen der Schlagzeilen fast vergessen könnte. Dass sich die Politik und die Justiz hier scheinbar so intensiv einschalten, während andere Eltern jahrelang um ein Besuchsrecht kämpfen müssen, gibt der Geschichte einen fahlen Beigeschmack.

Was wir daraus lernen können? Vielleicht, dass das wahre Glück nicht auf der Speisekarte steht und auch nicht mit Millionen auf dem Konto garantiert wird. Ein friedliches Zuhause und ein respektvoller Umgang sind Dinge, die man nicht kaufen kann – auch nicht durch Verdienste um das Vaterland.

Ich wünsche mir für dieses Jahr, dass in diese Geschichte endlich Ruhe einkehrt. Nicht für die Medien, nicht für die Anwälte, sondern für die kleinen Seelen, die in diesem Sturm stehen. Denn am Ende des Tages sollten wir vor dem Gesetz alle gleich sein, egal ob wir im Steakhaus-Palast sitzen oder in der Harburger Mietwohnung.

Passen wir auf unsere Liebsten auf und lassen wir das Drama lieber im Fernsehen.

Eure Clara

]]>
Aufbruch aus dem Schatten https://www.tiefgang.net/aufbruch-aus-dem-schatten/ Thu, 15 Jan 2026 10:55:35 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=13111 [...]]]> Lange Zeit blieb dieses Kapitel der Kunstgeschichte im Halbdunkel der Archive, doch nun rückt das Kunsthaus Stade es mit einer energischen Geste ins Rampenlicht. Die Ausstellung Frauen machen Schule.

Wegbereiterinnen der Moderne widmet sich der Pionierarbeit Hamburger Künstlerinnen, die sich um die Jahrhundertwende den Weg in die Professionalität erkämpften. Im Zentrum der Schau steht die private Malschule von Valesca Röver, eine Institution, die 1891 in Hamburg gegründet wurde, als staatliche Akademien Frauen noch konsequent die Türen versperrten. Es ist eine Erzählung über Netzwerke, Selbstbestimmung und den Mut, eine eigene ästhetische Sprache zu finden.

Harriet Wolf, Blick aus der Kunstschule Gerda Koppel auf Glockengießerwall und Ferdinandstor, 1919, Öl auf Pappe, Kunstsammlung Hamburger Sparkasse, Foto Museen Stade, Carsten Dammann

Die Ausstellung präsentiert Werke von über zwanzig Künstlerinnen, darunter namhafte Positionen wie Alma del Banco, Gretchen Wohlwill und Lore Feldberg-Eber. Es geht dabei um weit mehr als eine reine Werkschau; beleuchtet wird das komplexe Geflecht aus Lehrkräften und Schülerinnen, das es diesen Frauen ermöglichte, sich im männlich dominierten Kulturbetrieb zu behaupten. Besonders spannend ist die visuelle Brücke in die Gegenwart: Zeitgenössische Tape Art verbindet die historischen Exponate und schafft einen Dialog zwischen der Pionierarbeit von 1900 und heutigen künstlerischen Ausdrucksformen. Es entfaltet sich ein Panorama gesellschaftlicher und ästhetischer Umbrüche, das die Modernisierung der Kunst als einen aktiven Kampf um Sichtbarkeit begreifbar macht.

Ein umfangreiches Begleitprogramm erweitert die museale Erfahrung um vielfältige Perspektiven. Neben den regelmäßigen Sonntagsführungen um 15 Uhr und den After-Work-Rundgängen an Mittwochabenden bietet das Kunsthaus vertiefende Formate an. So beleuchtet beispielsweise eine Kuratorinnenführung am 14. Februar die Hintergründe der Schau, während Workshops wie das Malen und Sticken auf Leinwand am 15. Februar dazu einladen, handwerkliche Techniken der Moderne selbst zu erproben. Auch literarische Streifzüge und spezielle Angebote für Familien wie die Tour Keine Angst vor großer Kunst sorgen dafür, dass die Themen der Ausstellung auf unterschiedlichen Ebenen erfahrbar bleiben. Online-Seminare zu nordischen Künstlerinnen und fachspezifische Rundgänge für Lehrer*innen ergänzen das Spektrum und machen das Kunsthaus in dieser Zeit zu einem Ort des lebendigen Austausches über weibliche Kunstgeschichte.

Die Ausstellung Frauen machen Schule. Wegbereiterinnen der Moderne ist vom 24. Januar bis zum 25. Mai 2026 im Kunsthaus Stade zu sehen. Das Museum befindet sich am Wasser West 7, 21682 Stade und ist für Rückfragen oder Buchungen telefonisch unter 04141 797730 erreichbar. Weiterführende Details zum Programm sowie Informationen zu den Öffnungszeiten finden sich auf der offiziellen Webseite unter www.museen-stade.de.

]]>
Entschleunigung am Spinnrad https://www.tiefgang.net/13106-2/ Wed, 14 Jan 2026 10:40:59 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=13106 [...]]]> Wer an ein Krankenhausfoyer denkt, hat meistens sterile Emsigkeit, das leise Quietschen von Gummirollen und eine gewisse Anspannung vor Augen. Doch am 25. Januar wird alles anders.

Das Museum im Marstall bricht aus seinen historischen Mauern aus und bringt eine ordentliche Portion norddeutsche Seele direkt dorthin, wo man sie am wenigsten erwartet: in das Krankenhaus Winsen.

Von 14 bis 16 Uhr wird das Warten zur Nebensache. Unter dem Titel „Kulturpause“ verwandelt sich das Foyer in eine lebendige Aktionsfläche für traditionelle Handwerkstechniken. Es ist die zweite von insgesamt sechs geplanten Begegnungen zwischen Kultur und Medizin, gefördert durch die GiRoWi-Stiftung und den Förderverein des Krankenhauses.

Ehrenamtliche der Spinngruppe und der Museumsweberei zeigen, was passiert, wenn Handwerk auf Leidenschaft trifft. Wo heute sterile Textilien den Alltag bestimmen, wurde früher aus Flachs mühsam Leinen gewonnen. Es ist eine Rückbesinnung auf eine Zeit, in der das Spinnen nicht nur Arbeit war, sondern das soziale Schmiermittel der Region – ein Ort für Austausch, Gespräche und Gemeinschaft.

Besucher*innen können den Weber*innen über die Schulter schauen oder beobachten, wie an den Spinnrädern aus loser Wolle ein fester Faden entsteht. Es geht dabei um mehr als nur Nostalgie. Es geht um Digital Literacy des Analogen: Wie entsteht eigentlich das, was wir auf der Haut tragen?

Die Veranstaltung richtet sich ausdrücklich an alle – Patient*innen, Mitarbeiter*innen, Angehörige und neugierige Winsener*innen, die Lust auf einen Plausch jenseits des Krankenbett-Alltags haben. Informationstafeln ergänzen die Vorführungen, während die Ehrenamtlichen bereitstehen, um jede Fachfrage mit Herzblut zu beantworten.

Kultur als Brücke

Dass ein Museum seine Schätze in ein Krankenhaus trägt, ist ein starkes Zeichen für eine Stadtgesellschaft, die zusammenrückt. Es zeigt, dass Kultur überall dort hingehört, wo Menschen sind. Wer also Lust auf eine kleine Flucht aus dem Alltag hat oder einfach nur wissen will, wie ein historischer Webrahmen funktioniert, sollte diesen Sonntagnachmittag im Marstall-Stil im Kalender markieren.

Sonntag, 25. Januar, 14 bis 16 Uhr: Vorführung traditioneller Handwerkstechniken (Spinnen & Weben)

Foyer des Krankenhauses Winsen, Friedrich-Lichtenauer-Straße 22, 21423 Winsen (Luhe) | www.museum-im-marstall.de

]]>
Wenn Eisblumen Herzen schmelzen lassen https://www.tiefgang.net/tschuess-2025-hallo-zukunft-2/ Fri, 09 Jan 2026 23:06:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=13092 [...]]]> Meine Lieben, schnallt euch an! Oder besser gesagt: Zieht die dicken Socken über, wickelt den Schal dreimal um den Hals und sucht eure Spikes für die Schuhe.

Der Winter hat uns seit heute Morgen so richtig in der Mangel. Harburg sieht aus wie eine überdimensionierte Puderzuckerdose, und während die einen über das Chaos auf den Schienen fluchen, habe ich Geschichten entdeckt, die mich trotz Minusgraden innerlich zum Glühen bringen.

Wusstet ihr, dass in den hügeligen Ecken von Eißendorf und Heimfeld heute Morgen kleine Wunder passiert sind? Da gab es nicht nur den üblichen Kampf gegen die Schneemassen vor der eigenen Haustür. Nein, in einer kleinen Sackgasse haben sich junge Nachbarn zusammengetan und eine spontane Schnee-Brigade gegründet. Bewaffnet mit Schaufeln und guter Laune haben sie systematisch die Gehwege der älteren Bewohner freigeschaufelt, die sich bei diesem Glatteis kaum vor die Tür getraut hätten. Ohne Bezahlung, ohne großes Aufheben – einfach nur, weil man in Harburg zusammenhält, wenn es brenzlig wird.

Aber mein absolutes Highlight der Woche kommt von einem kleinen Kioskbesitzer in der Nähe des Harburger Rathauses. Als die S-Bahn heute Morgen mal wieder ihre ganz eigene Interpretation von Pünktlichkeit pflegte und hunderte Pendler bibbernd am Bahnsteig und am ZOB standen, hat er kurzerhand eine Kanne heißen Tee und Pappbecher nach draußen gestellt. Kostenlos für alle, die eine Aufwärmpause brauchten. Er sagte nur: Wir frieren hier doch alle gemeinsam. Das ist genau der Geist, den ich an unserem Bezirk so liebe!

Auch die Stadt hat reagiert und das Winternotprogramm sowie die Warmen Orte hochgefahren. Es ist beruhigend zu sehen, dass in einer Metropole wie Hamburg niemand vergessen wird, wenn die Temperaturen in den Keller rauschen. Dass Gemeinden ihre Türen öffnen und Menschen einen Platz zum Aufwärmen bieten, ist gelebte Mitmenschlichkeit.

Was lernen wir daraus? Der Winter mag uns die Wege versperren und die S-Bahn-Anzeigen in den Wahnsinn treiben, aber er zwingt uns auch dazu, einen Gang runterzuschalten und mal wieder nach links und rechts zu schauen. Die Kälte da draußen ist nur halb so schlimm, wenn wir uns gegenseitig mit einer kleinen Geste oder einem heißen Tee ein bisschen Wärme schenken.

Also, meine Lieben: Seid heute auch ein bisschen Schnee-Held oder Winter-Engel für jemanden. Ein Lächeln im Schneegestöber kostet nichts und ist das beste Frostschutzmittel für die Seele. Passt auf euch auf, rutscht nicht aus und genießt das weiße Wunder, solange es da ist!

Eure Clara

]]>
Die Rückkehr der Wehrpflicht https://www.tiefgang.net/rueckkehr-der-wehrpflicht/ Fri, 09 Jan 2026 16:01:16 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=13088 [...]]]> Frohes neues Jahr 2026, ihr Lieben!

Wir schreiben das Jahr 2026, und während viele von euch Pläne für die Zeit nach der Schule machen – Studium, Ausbildung, Weltreise –, hängt plötzlich ein Thema wie eine dunkle Wolke über allem: Die Diskussion um die Wiedereinführung der Wehrpflicht für Männer.

Mich hat eine Nachricht erreicht, die die aktuelle Stimmung bei vielen Jungs auf den Punkt bringt: „Hey Dr. Sommer, überall in den Nachrichten heißt es, dass 2026 die Wehrpflicht für Männer wiederkommen soll, weil die Weltlage so unsicher ist. Ich habe total Panik. Ich will nicht zum Militär, ich habe ganz andere Pläne für mein Leben! Kann der Staat mich einfach zwingen, Soldat zu werden? Ich dachte, wir haben Berufsfreiheit in Deutschland. Gilt das Grundgesetz jetzt nicht mehr?“

Hand aufs Herz: Diese Sorge ist total verständlich. Niemand lässt sich gerne in seine Lebensplanung pfuschen, schon gar nicht, wenn es um etwas so Einschneidendes wie den Dienst an der Waffe geht.

Die gute Nachricht vorweg: Das Grundgesetz gilt natürlich noch! Aber die Sache ist komplizierter, als man denkt. Wir müssen uns dafür einen ganz bestimmten Artikel anschauen, der wie ein juristisches „Ja, aber…“ funktioniert.

Das Grundprinzip: Deine Freiheit (Artikel 12 GG)

Zum einen hast du völlig recht mit der Berufsfreiheit. Artikel 12 Absatz 1 des Grundgesetzes ist heilig. Da steht: „Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen.“

Das bedeutet: Der Staat darf dir normalerweise nicht vorschreiben, ob du Bäcker*in, Informatiker*in oder eben Soldat*in wirst. Das ist eine der wichtigsten Errungenschaften unserer freien Gesellschaft. Niemand soll zu einer Arbeit gezwungen werden, die er nicht will (das Verbot von Zwangsarbeit steht in Absatz 2).

Die große Ausnahme: Die Verteidigung (Artikel 12a GG)

Zum anderen – und jetzt kommt der Haken, der für die aktuelle Debatte 2026 so wichtig ist – gibt es eine Ausnahme, die das Grundgesetz selbst macht, wenn es um die Sicherheit des Landes geht.

Schau dir Artikel 12a GG an. Der wurde später ins Grundgesetz eingefügt, als die Bundeswehr gegründet wurde.

Darin steht in Absatz 1 ganz klar: „Männer können vom vollendeten achtzehnten Lebensjahr an zum Dienst in den Streitkräften […] verpflichtet werden.“

Das ist der Knackpunkt. Das Grundgesetz sagt also: Ja, du hast Berufsfreiheit. Aber wenn der Staat entscheidet, dass er Soldaten zur Verteidigung braucht, dann kann er diese Freiheit für Männer einschränken und sie einziehen.

Fakten-Check zur aktuellen Lage 2026:

  1. Die Wehrpflicht war nie weg: Viele denken, sie wurde abgeschafft. Das stimmt nicht. Sie wurde 2011 nur ausgesetzt. Man hat quasi die „Pause-Taste“ gedrückt, weil die Sicherheitslage damals entspannt schien. Die Gesetze existieren aber noch alle. Um die Wehrpflicht wieder zu aktivieren, muss das Grundgesetz nicht geändert werden – ein einfacher Parlamentsbeschluss reicht aus.
  2. Warum nur Männer? Das Grundgesetz spricht in Art. 12a explizit nur von Männern. Das wirkt heute total veraltet. Eine Wehrpflicht auch für Frauen einzuführen, wäre aber viel komplizierter, weil man dafür das Grundgesetz mit einer Zweidrittelmehrheit ändern müsste. Deshalb konzentriert sich die politische Debatte 2026 aktuell auf das, was rechtlich schnell machbar ist: die Männer.
  3. Der Notausgang: Kriegsdienstverweigerung: Das ist ganz wichtig! Selbst wenn die Wehrpflicht kommt, musst du nicht gegen dein Gewissen an der Waffe dienen. Artikel 4 Absatz 3 GG garantiert dir das Recht, den Kriegsdienst mit der Waffe zu verweigern. Wer das tut, muss dann aber einen Ersatzdienst leisten (früher „Zivildienst“ genannt, heute würde das vielleicht anders aussehen, z.B. im Katastrophenschutz oder in der Pflege). Auch das regelt Artikel 12a.

Was bedeutet das jetzt für dich?

Die Debatte, die 2026 geführt wird, ist eine der schwierigsten in unserer Demokratie. Es geht um die Abwägung zwischen:

  • Deiner individuellen Freiheit (Dein Leben so zu planen, wie du willst).
  • Der Sicherheit aller (Die Notwendigkeit, dass im Ernstfall genug Leute da sind, die unsere Demokratie verteidigen können).

Es ist keine leichte Entscheidung. Die Politik muss sich fragen: Ist die Bedrohung von außen so groß, dass dieser massive Eingriff in die Freiheit junger Männer gerechtfertigt ist?

Mein Rat: Informiere dich genau, was gerade im Bundestag diskutiert wird. Es geht um deine Zukunft. Wenn du die Wehrpflicht falsch findest, organisiere dich, geh auf Demos, schreib deinen Abgeordneten. Wenn du sie richtig findest, vertritt auch diese Meinung.

Das Grundgesetz erlaubt die Wehrpflicht, aber es schreibt sie nicht zwingend vor. Ob sie aktiviert wird, ist eine politische Entscheidung – und die können wir in einer Demokratie beeinflussen.

Bleib wachsam in diesem spannenden Jahr 2026!

Euer Dr. Sommer der Demokratie

Ob Aufklärung über populistische Parolen, Hintergrundwissen zu den Grundrechten oder Hilfe bei politischen Fragen: Dr. Sommer der Demokratie ist für dich da! Schreib ihm mit Betreff an „Dr. Sommer der Demokratie“ an tiefgang@sued-kultur.de

]]>
Hilfe für Harburgs Kreative https://www.tiefgang.net/hilfe-fuer-harburgs-kreative/ Sat, 03 Jan 2026 15:10:55 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=13079 [...]]]> Das Netzwerk SuedKultur schickt jetzt einen Rettungsanker in Form von Beratungsgutscheinen aus, damit aus kleinen Fehlern keine großen Krisen werden.

Denn: Kreativität braucht Freiheit, aber sie braucht auch ein Fundament. In Harburg wissen wir: Die besten Ideen entstehen oft in kleinen Vereinen oder bei engagierten Einzelpersonen. Doch wer sich zwischen Urheberrecht, Künstlersozialkasse und Steuerrecht verheddert, verliert schnell die Lust am Gestalten.

Es ist ein altbekanntes Problem: Jurist*innen und Steuerberater*innen kosten Geld, das in der freien Kulturszene oft an allen Ecken fehlt. Die Folge? Wichtige Entscheidungen werden auf Basis von Halbwissen getroffen. Das ist gefährlich. SuedKultur-Sprecher Jan Schröder bringt es auf den Punkt: Wer einmal schlecht beraten wurde, kommt nur schwer wieder auf die Beine.

Um genau diese finanzielle Barriere einzureißen, stellt das Netzwerk in Kooperation mit der Harburger Politik ein Budget von 5.000 Euro für das Jahr 2026 bereit. Das Ziel ist klar: Rechtssicherheit schaffen, damit die Kunst im Vordergrund stehen kann.

Ab sofort können Kulturschaffende aller Sparten im Bezirk Harburg – egal ob Solokünstler*innen, Gruppen oder Vereine – einen der rund 15 Beratungsgutscheine ergattern. Jeder Gutschein hat einen Wert von bis zu 300 Euro und sichert eine professionelle Erstberatung.

Das Verfahren ist erfreulich unbürokratisch:

  1. Konkretes Problem benennen.
  2. Vertraulich an kontakt@sued-kultur.de wenden.
  3. Gemeinsam passende Expert*innen finden.
  4. Beratung wahrnehmen und Rechnung zur Erstattung einreichen.

Wer zuerst kommt, mahlt zuerst

Einziger Haken: Das Kontingent ist begrenzt. Da es nur 15 dieser Gutscheine gibt, heißt es jetzt: Schnell sein! Sobald das Budget ausgeschöpft ist, wird dies über das Netzwerk bekannt gegeben.

SuedKultur beweist mit dieser Aktion einmal mehr, dass es das Rückgrat der Harburger Kulturszene ist. Es geht nicht nur um glanzvolle Events wie die Music-Night, sondern um die harte Basisarbeit, die das kulturelle Überleben im Hamburger Süden erst möglich macht. Also: Sichert euch diese Unterstützung und lasst euch nicht von Paragrafen ausbremsen!

Kontakt und Infos: E-Mail: kontakt@sued-kultur.de Web: www.sued-kultur.de

]]>
Neues Jahr, neue Power https://www.tiefgang.net/neues-jahr-neue-power/ Tue, 30 Dec 2025 23:49:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=13065 [...]]]> Hey ihr Lieben,

ich hoffe, ihr hattet entspannte Feiertage und habt die politischen Diskussionen unterm Weihnachtsbaum gut überstanden! Jetzt sind wir in dieser seltsamen Zeit „zwischen den Jahren“, wo man sich fragt, was das neue Jahr wohl bringen wird. Viele nehmen sich vor: Mehr Sport, gesünder essen… aber wie wäre es mit: Mehr Einmischen?

Dazu hat mich eine Nachricht erreicht, die ein Gefühl beschreibt, das ich sehr gut kenne: „Das neue Jahr fängt an und ich nehme mir immer vor, mich mehr zu engagieren. Aber ehrlich gesagt: ich darf noch nicht mal wählen und was kann ich als einzelner junger Mensch schon wirklich verändern? Lohnt sich der Vorsatz überhaupt?“

Wow, das ist eine sehr ehrliche und wichtige Frage. Dieses Gefühl der Ohnmacht – dass „die da oben“ eh machen, was sie wollen – ist der größte Feind der Demokratie. Aber ich habe eine gute Nachricht für dich, quasi als Neujahrs-Motivation: Du bist viel mächtiger, als du glaubst!

Das große Missverständnis: Politik ist nicht nur Berlin

Zum einen hast du recht: Die Bundespolitik in Berlin oder die Europapolitik in Brüssel wirken oft riesig, langsam und weit weg. Als Einzelner fühlt man sich da schnell wie ein Sandkorn am Strand.

Zum anderen – und das ist der entscheidende Punkt – ist das nur ein kleiner Teil der Wahrheit. Demokratie passiert nicht nur im Fernsehen. Sie passiert direkt vor deiner Haustür.

Überleg mal:

  • Ob der Bus zu deiner Schule pünktlich kommt oder ob es einen Nachtbus am Wochenende gibt…
  • Ob der Skatepark saniert wird oder ob es genug sichere Fahrradwege gibt…
  • Ob das Essen in der Mensa schmeckt und nachhaltig ist…
  • Ob in deinem Jugendclub die Öffnungszeiten gekürzt werden…

…das alles sind politische Entscheidungen! Aber die werden nicht von Friedrich Merz in Berlin getroffen, sondern von Lokalpolitiker*innen in deinem Rathaus, im Bezirk Harburg oder von der Schulleitung. Und genau da hast du Einfluss!

Niemand weiß besser als du und deine Freund*innen, was in eurem Stadtteil, eurer Schule oder eurem Dorf fehlt oder nervt. Ihr seid die Expert*innen für eure Lebenswelt. Und eine gute Demokratie braucht dieses Expertenwissen.

Wenn du noch nicht wählen darfst, heißt das nicht, dass du keine Stimme hast. In vielen Städten gibt es Jugendparlamente, die ein eigenes Budget haben und echte Vorschläge machen können, die der Stadtrat diskutieren muss.

Und selbst ohne offizielles Amt: Lokalpolitiker*innen (Bürgermeister*innen, Bezirksamtleiter*innen) sind viel nahbarer als man denkt. Man kann ihnen E-Mails schreiben, in ihre Bürgersprechstunden gehen oder sie auf Social Media anschreiben. Oft sind sie dankbar für konkrete Hinweise von jungen Leuten, weil sie diese Perspektive sonst gar nicht hätten.

Dein „Mitmach-Starter-Kit“ für 2026:

Du musst nicht gleich die Welt retten. Fang klein an! Hier sind drei Ideen, wie du im neuen Jahr vom Zuschauer zum Gestalter wirst:

  1. Der „Was nervt mich?“-Check (Level: Easy): Geh diese Woche mal mit offenen Augen durch deinen Alltag. Was stört dich wirklich? Die dunkle Ecke im Park, wo eine Laterne fehlt? Der Müll auf dem Sportplatz? Such dir eine konkrete Sache aus. Und dann finde heraus, wer dafür zuständig ist (meistens das Rathaus oder ein lokaler Verein) und schreib eine freundliche, aber klare Mail mit der Bitte um Änderung. Du wirst staunen, wie oft das funktioniert!
  2. Verbündete suchen (Level: Medium): Alleine ist man schnell frustriert. Gibt es eine Gruppe, die schon aktiv ist? Die Schülervertretung (SV) an deiner Schule, die Jugendabteilung im Sportverein oder bei der Feuerwehr, eine lokale Umweltgruppe? Schau da mal vorbei. Gemeinsam macht es mehr Spaß und man ist lauter.
  3. Die „Nervensäge“ für das Gute sein (Level: Pro): Geh mal zu einer öffentlichen Sitzung der Bezirksversammlung oder des Schulausschusses (die Termine sind oft online). Setz dich einfach hinten rein und hör zu. Das zeigt den Erwachsenen: „Hallo, wir sind auch noch da und wir interessieren uns!“ Das allein kann schon Druck aufbauen.

Denn Demokratie ist ja kein Zuschauersport. Sie lebt von Leuten, die nicht nur meckern, sondern machen. Dein Engagement lohnt sich immer, denn selbst wenn du nur eine kleine Sache vor Ort verbesserst, machst du das Leben für viele Menschen ein bisschen besser.

Lass uns 2026 zu dem Jahr machen, in dem wir uns einmischen!

Einen fantastischen Start ins neue Jahr wünscht euch,

euer Dr. Sommer der Demokratie

Ob Aufklärung über populistische Parolen, Hintergrundwissen zu den Grundrechten oder Hilfe bei politischen Fragen: Dr. Sommer der Demokratie ist für dich da! Schreib ihm mit Betreff an „Dr. Sommer der Demokratie“ an tiefgang@sued-kultur.de

]]>
Tschüss 2025, hallo Zukunft! https://www.tiefgang.net/tschuess-2025-hallo-zukunft/ Tue, 30 Dec 2025 12:31:47 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=13060 [...]]]> Meine Lieben, schnallt euch an! Wir haben es fast geschafft. Das Jahr 2025 packt seine Koffer, und was für ein Jahr das war! Wenn ich zurückblicke, fühle ich mich ein bisschen wie nach einer Fahrt mit der S5 zur Rushhour: ordentlich durchgeschüttelt, leicht verschwitzt, aber am Ende doch irgendwie am Ziel angekommen.

Hinter uns liegen zwölf Monate voller Schlagzeilen, die uns Harburger mal zum Lachen, mal zum Toben und mal zum Weinen gebracht haben. Werden wir 2025 als das Jahr der digitalen S-Bahn-Geister in Erinnerung behalten? Als das Jahr, in dem Züge auf den Anzeigen schneller überholten als in der Realität? Oder als das Jahr, in dem wir lernten, dass Staubpartikel in Heizungsrohren mächtiger sein können als jeder Wintereinbruch?

Ganz ehrlich: Trotz aller Aufreger über Parkplatznot, kalte Heizungen oder den Kita-Skandal, der uns alle schockiert hat, bleibt bei mir vor allem eines hängen: Das Harburger Herz lässt sich nicht unterkriegen.

Ich denke an die Abende auf dem Weihnachtsmarkt, an das gemeinsame Singen auf dem Rathausplatz, bei dem wir alle für einen Moment die Welt um uns herum vergessen haben. Ich denke an die kleinen Momente beim Bäcker, die uns gezeigt haben, dass Menschlichkeit in unserem Bezirk keine Floskel ist, sondern gelebt wird. Das ist die Energie, die ich mit rübernehme nach 2026!

Und schauen wir mal nach vorn: Das Versprechen vom Zukunftsbahnhof steht im Raum. Ein moderner, schönerer Bahnhof Harburg ist für uns Pendler fast wie ein Sechser im Lotto – nur hoffentlich mit einer höheren Gewinnchance. Ich bin neugierig, ob die Architekten und Planer wirklich halten, was sie versprechen. Wir werden ihnen jedenfalls ganz genau auf die Finger schauen, darauf könnt ihr euch verlassen!

Mein Vorsatz für das neue Jahr? Weniger über den Schienenersatzverkehr meckern (na gut, versuchen kann man es ja mal) und noch mehr von den Geschichten erzählen, die Harburg so besonders machen. Wir sind rau, wir sind direkt, aber wir halten zusammen.

Also, meine Lieben: Schnappt euch ein Glas Sekt, blickt stolz auf das Erreichte zurück und lasst uns 2026 mit dieser typischen Harburger Mischung aus Neugier und Tatendrang begrüßen. Wir sehen uns im neuen Jahr – hoffentlich pünktlich und mit warmen Füßen!

Guten Rutsch, Harburg!

Eure Clara

]]>