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Hamburg fördert die literarische Vielfalt

Ein frischer Wind weht durch die Hansestadt: Die Behörde für Kultur und Medien hat erstmals zwölf Arbeitsstipendien für Literatur und Comic vergeben und setzt damit ein starkes Zeichen für die literarische Szene.

Diese neuen Stipendien sollen professionell arbeitende Literatur- und Comicschaffende in Hamburg unterstützen und ihnen den nötigen Freiraum für ihre aktuellen Projekte ermöglichen. „Die neuen Arbeitsstipendien sind ein starkes Signal für die kreative Kraft und literarische Vielfalt, die unsere Stadt prägen“, erklärt Kultursenator Dr. Carsten Brosda. „Mit ihrer Arbeit bereichern die Stipendiatinnen und Stipendiaten die Hamburger Literatur- und Comicszene und zeigen, wie vielschichtig, mutig und zukunftsweisend Erzählen heute ist.“

Die Stipendien sind mit je 10.000 Euro dotiert, insgesamt wird eine Fördersumme von 120.000 Euro ausgeschüttet. Eine Jury, bestehend aus Fachleuten der Literatur- und Comicwelt, wählte die zwölf Glücklichen aus insgesamt 189 Bewerbungen aus.

Die geförderten Autorinnen und Autoren verteilen sich auf verschiedene Sparten:

  • Comic: Wiebke Bolduan, Moritz Wienert, Magdalena Kaszuba

  • Kinder- und Jugendbuch: Nils Mohl, Hanna Harms (Kinder-Sach-Comic)

  • Sachbuch: Nicole Seifert, Anne Otto

  • Belletristisches Werk: Jarka Kubsova, Robert Brack, Katharina Mevissen, Eva Lohmann, Tanja Schwarz [aus der Pressemitteilung]

Diese Stipendien sollen den Kreativen ermöglichen, sich voll und ganz auf ihre literarische Weiterentwicklung zu konzentrieren. Sie ergänzen die bereits bestehenden Hamburger Literaturpreise und sollen die Literaturszene der Hansestadt nachhaltig stärken. Die Vergabe der Arbeitsstipendien soll von nun an jährlich erfolgen, die nächste Ausschreibung ist für Anfang 2026 geplant.

Gefördert werden Autorinnen und Autoren, die in Hamburg leben und bereits eine Publikation in einem Publikumsverlag oder einen entsprechenden Verlagsvertrag vorweisen können. Die Vielfalt der eingegangenen Bewerbungen spiegelt die Lebendigkeit der Hamburger Literaturszene wider. Die Jury hatte die Qual der Wahl unter 158 Literaturprojekten (davon 107 aus der Belletristik) und 31 Comic-Projekten. „Genau das sollen die neuen Stipendien ermöglichen: Freiräume für künstlerische Entwicklung und für Experimente“, so Senator Brosda. „Die zahlreichen Bewerbungen zeigen, wie vielfältig die Literaturszene in Hamburg ist. Ich gratuliere allen Stipendiatinnen und Stipendiaten herzlich und bin gespannt auf ihre Projekte und Geschichten, die in Hamburg ihren Anfang nehmen und hoffentlich weit darüber hinaus wirken werden.“

Die Jury setzte sich in diesem Jahr aus Jürgen Abel (Literaturvermittler und Lektor), Katja Cebulla (Buchhändlerin), Hansjörg Ebert (Comic-Buchhändler), Dr. Antje Flemming (Literaturhaus Hamburg) und Céline Meiner (Literaturagentin) zusammen.

Mit diesen neuen Stipendien investiert Hamburg in seine Geschichtenerzähler und unterstreicht zugleich die Bedeutung von Literatur und Comic für das kulturelle Leben der Stadt. Es bleibt spannend zu sehen, welche Werke in den kommenden Monaten und Jahren entstehen werden.

 

 

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