120 Jahre Helms-Museum https://www.tiefgang.net Fri, 30 Nov 2018 07:42:08 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.2 Fotografien vom früheren Harburg https://www.tiefgang.net/fotografien-vom-frueheren-harburg/ Fri, 23 Nov 2018 23:13:19 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4562 [...]]]> Das Stadtmuseum Harburg feiert sein bereits 120jähriges Bestehen, ist aber in der Zeit nicht stehen geblieben. Nun zeigt es eine beeindruckende Ausstellung früherer Fotografien, die durch Digitalisierung wieder allgemein zugänglich werden. Und sie haben viel zu erzählen …

 In der Mitteilung des Museums heißt es:

„Pünktlich zu seinem 120. Geburtstag präsentiert das Stadtmuseum Harburg neben der seit 1. November laufenden Ausstellung „Margiana – Ein Königreich der Bronzezeit in Turkmenistan“ eine Auswahl historischer Harburg-Ansichten aus der Zeit von 1880 bis 1930. Im Zuge der umfassenden Digitalisierung aller Bildbestände des Museums wurde dieser Fotoschatz gehoben: Hunderte von Fotoglasplatten aus dem letzten Jahrhundert zeigen Harburg im Wandel. Das Museum hat die historischen Negative nun in traditioneller Technik entwickeln und in Handarbeit in hochwertige Einzelabzüge verwandeln lassen. 30 der schönsten Motive werden in der neuen Ausstellung gezeigt.

Es gab eine Zeit, da wurden Fotos noch mit großem Aufwand auf zerbrechliche Glasplatten gebannt. Die kleinen Schätze messen nur 9×12 bis 18×24 Zentimeter und dürfen heute mit Handschuhen angefasst werden. Das Stadtmuseum Harburg gelangte seit seiner Gründung vor 120 Jahren in den Besitz umfangreicher Fotobestände und besitzt tausende dieser wertvollen Glasplattennegative, die bisher im Museumsarchiv schlummerten. Sie wurden nun in mühevoller Arbeit im Rahmen der Digitalisierung der Bestände gesichtet.

Glasplatten-Negative

Die Fotoglasplatten stellen einen wesentlichen Teil der fotografischen Überlieferung Harburgs dar, mit dessen Hilfe sich der Wandel des Stadtbildes vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1930er-Jahre nachvollziehen lässt. Darunter sind Originale bedeutender Harburger Fotografen wie etwa Carl Timm und Kurt Foige. Die Glasplatten-Negative werden im Museum zurzeit fortlaufend digital erfasst, um die empfindlichen Fotografien dauerhaft zu sichern und sie in eine Datenbank zu integrieren. Sie stellen einen bedeutenden Quellenbestand für die Stadt- und Regionalforschung sowie die Architekturgeschichte dar und drohten allmählich verloren zu gehen: Die hochempfindliche Filmschicht der Platten unterliegt chemischen Veränderungen, und das dünne Glas kann brechen. Dabei sind die Negative von höchster fotografischer Qualität, denn das große Format des Glasträgers ermöglicht eine Dichte und Schärfe, die heutige Kleinbildkameras trotz des technischen Fortschritts in den Schatten stellen.

Fotokünstler Martin Eckert

Für die Experten des Museums war schnell klar, dass dieser spannende Fotoschatz im Rahmen einer Ausstellung gezeigt werden sollte. Dafür mussten die fragilen Zeitdokumente aber zunächst in hochwertige Fotoausdrucke verwandelt werden. Für dieses Projekt konnte das Museum den Fotokünstler Martin Eckert gewinnen, der mit Hilfe eines analogen Verfahrens, das schon zur Entstehungszeit der Glasplatten angewandt wurde, handwerklich anspruchsvoll gestaltete Fotos erstellte und die historischen Aufnahmen damit in die Gegenwart holte. In mehreren aufwendigen Arbeitsschritten bearbeitete er die Bilder und produzierte jeweils einen Abzug. In seinem Fotolabor belichtete er die Bilder auf hochwertigem Barytpapier aus und entwickelte sie anschließend chemisch und in reiner Handarbeit. Dieses Vorgehen ist ein Tribut an die Fotografen der damaligen Zeit: Die Meisterschaft früher Fotografen erforderte nicht bloß das Erkennen des geeigneten Motivs und die Komposition des Bildes, sondern stets auch die Fertigung perfekter Abzüge – nur so konnte aus einem Motiv eine meisterhafte Fotografie werden.

Dampfende Schlote

Das Ergebnis kann noch bis zum 17. Februar 2019 in der Ausstellung „Frisch entwickelt – Harburg in frühen Fotografien“ besichtigt werden. Auf 30 Fotografien nimmt die Präsentation den Besucher mit auf einen Streifzug durch die abwechslungsreiche Vergangenheit Harburgs. Die Ausstellung zeigt typische Straßenzüge, Plätze und Gebäude und gibt einen Blick auf Harburg, wie es sich von 1880 bis in die 1930er-Jahre präsentierte. Viele Bauten prägen noch heute das Straßenbild und sind leicht wiederzuerkennen. Andere jedoch haben sich stark verändert oder sind ganz verschwunden. Sie wurden Opfer der Bombennächte oder der städtebaulichen Entwicklung seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Die ältesten Aufnahmen zeigen Harburg noch als historische Fachwerkstadt. Die frühe Industriestadt ist allerdings schon zu erkennen: Menschen auf dem Weg zur Arbeit, dampfende Schlote und der prosperierende Binnenhafen sind in den 1920er Jahren beliebte Motive der Fotografen. Die bisher überwiegend unveröffentlichten Bilder laden wie ein Fotoalbum Alteingesessene und Neu-Harburger zum Erinnern und Wiederentdecken ein.

Sand mit Markttreiben (Foto: AMH)

Wer sich in eines der Motive verliebt hat, kann es sogar käuflich erwerben: Jeder Abzug ist ein Unikat und kann erstanden und dann nach dem Ende der Ausstellung mit nach Hause genommen werden.

Ort: Stadtmuseum Harburg, Museumsplatz 2, 21073 Hamburg

Laufzeit: 21. November 2018 bis 17. Februar 2019

Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro, bis 17 Jahre frei

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10.00 – 17.00 Uhr“

Weiterführend: www.amh.de

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120 Jahre Museum in Harburg https://www.tiefgang.net/120-jahre-museum-in-harburg/ Fri, 16 Nov 2018 23:28:16 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4497 [...]]]> Harburg – Werkbank Hamburgs, aufstrebende Stadt des Nordens oder abgehängter Bezirk? Zu Harburg gibt es viele Wahrnehmung und Perspektiven. Zum Glück gibt es auch ein Museum dazu, das beim Sortieren hilft und nun 120 Jahre alt wird. Dazu jetzt noch ein Buch. Ideal als Weihnachtsgeschenk.

In diesem Jahr jährt sich die Gründung des heutigen „Archäologischen Museums Hamburg und Stadtmuseums Harburg“ zum 120. Mal. (siehe auch Tiefgang – „120 Jahre Helms-Museum“ vom Okt. 2018) Pünktlich dazu hat das Haus die neue Museumspublikation „120 Jahre Archäologisches Museum Hamburg, Stadtmuseum Harburg, Helms-Museum“ herausgebracht. Das Buch bietet eine Chronologie von den Anfängen 1898 bis zur Gegenwart und würdigt die wechselvolle Geschichte des Museums mit vielen interessanten Fakten und bisher unveröffentlichten Bildern.

Es war im Jahr 1898, als sich einige Harburger Bürger zusammentaten, um einen Museumsverein zu gründen. In diesem Jahr feiert das heutige Archäologische Museum Hamburg und Stadtmuseum Harburg nun seinen 120. Geburtstag. Selbst aus der Perspektive eines Museums, das sich insbesondere der Archäologie widmet, sind 120 Jahre ein beachtlicher Zeitraum und ein guter Anlass zur Veröffentlichung einer Jubiläumspublikation: „120 Jahre Archäologisches Museum Hamburg, Stadtmuseum Harburg, Helms-Museum“ wird einen Blick auf die bewegte Geschichte des Hauses ermöglichen. Für das Buch wurden wichtige neue Quellen erschlossen und bisher unveröffentlichtes Bildmaterial zugänglich gemacht. Kompakt und im handlichen Format wird die Entwicklung des Museums von den Anfängen bis heute zu einer Zeitreise.

In den letzten 120 Jahren hat sich das Museum von einer Vereinssammlung über ein Heimatmuseum hin zu einer anerkannten Fachinstitution als archäologisches Landesmuseum und Sitz der Landesarchäologie gewandelt, deren Zuständigkeit sich nicht nur auf die Freie und Hansestadt Hamburg bezieht, sondern auch auf den flächenmäßig fast doppelt so großen niedersächsischen Landkreis Harburg. Als Stadtmuseum Harburg hält es gleichzeitig die Gründungstradition hoch und bildet das kulturelle Scharnier zwischen Hamburg und der südlichen Metropolregion. Die Forschungen, Veröffentlichungen und Ausstellungen des Hauses setzen auch international Impulse und tragen – wie die viel beachteten Neuerkenntnisse zur Hammaburg und der Frühgeschichte Hamburgs – zur Identitätsstiftung bei. Die Geschichte des Museums und seiner umfangreichen Sammlungen, die zwei Weltkriege überdauert und mehrere Umzüge erlebt haben, lässt bis heute keinen Stillstand aufkommen. „Für das Archäologische Museum Hamburg und Stadtmuseum Harburg ist es Herausforderung und Ansporn, seine Arbeit anschaulich, lebendig und ansprechend einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln. Mit dieser Publikation wollen wir uns bei den vielen Menschen, die unser Haus teilweise bereits seit Jahrzehnten begleiten, bedanken“, so Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss, Direktor des Museums.

Das Buch erzählt die einzigartige Geschichte des Museums und bietet die Möglichkeit, einen tiefen Einblick in den Kosmos dieser besonderen Hamburger Institution zu erhalten. Die Publikation wurde durch den Museums- und Heimatverein Harburg Stadt und Land e. V. gefördert.

Das Buch ist ab 21. November im Museumsshop erhältlich und kann zum Preis von 24,80 Euro erworben werden.

Das Buch:

Hrsg. Rainer-Maria Weiss: 120 Jahre Archäologisches Museum Hamburg, Stadtmuseum Harburg, Helms-Museum, 248 Seite, Hardcover, Druckhaus Köthen, Veröffentlichung des Archäologischen Museums Hamburg und Stadtmuseums Harburg, Nr. 112, ISBN 978-3-931429-34-8, Preis: 24,80 €

Am 24. und 25. November 2018 feiert das Museum seinen 120. Geburtstag mit einem Tag der offenen Tür sowie freiem Eintritt, kostenlosen Führungen und vielen Mitmachaktionen. An diesem Wochenende kann die Publikation zum Vorzugspreis von 20 Euro erworben werden.

Weiterführend: www.amh.de

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120 Jahre Helms-Museum https://www.tiefgang.net/120-jahre-helms-museum/ Fri, 05 Oct 2018 22:32:09 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4190 [...]]]> Harburg war nicht nur eine eigene Stadt. Harburg hat auch ein eigenes Museum. Und das feiert Anfang November bereits sein 120jähriges Bestehen. Anlass genug für einen tieferen Einblick.

Von Jens Brauer (Leiter Stadtgeschichte AMH)

Am Sonnabend, dem 5. November 1898, trafen sich sechs Harburger Bürger im Koch‘schen, später Meyer‘schen Restaurant, am Sand 26: Senator August Helms, der Lehrer Theodor Benecke, Gewerbeschuldirektor Dr. Albert Otto Gerber, Bankdirektor Heinrich Albers, Senator Hermann Maul und Rechnungsrat Graf. Schon mehrfach hatte man in diesem Jahr beratschlagt und diskutiert, ob und wie die Gründung eines Museums für Harburg umgesetzt werden könne. Nun machte man Nägel mit Köpfen. Das Ergebnis an diesem Novembertag war die Bildung eines »Museumsvereins für den Stadt- und Landkreis Harburg«. Heute – 120 Jahre später – wissen wir, wie die Geschichte weitergegangen und dass es eine Erfolgsgeschichte geworden war. Schnell nahm die Sammlung an Umfang zu. Die ersten Ausstellungsräume in der »Gelben Schule« am Rathausplatz wurden zu klein.

1902 zog man in die alte Handelsschule am Kirchenplatz.

1925 folgte ein weiterer großer Schritt: Eine Villa an der Buxtehuder Straße, gestiftet von den Söhnen des ersten Vereinsvorsitzenden August Helms, wurde das erste Gebäude, in dem der Museumsverein das Museum komplett einrichten konnte. Leider fiel dieses Gebäude im Zweiten Weltkrieg einem Bombenangriff zum Opfer. Bis heute haben sich aus diesen Anfängen das Archäologische Museum Hamburg und das Stadtmuseum Harburg entwickelt. Das Museum ist heute auch der Sitz der Landesarchäologie Hamburgs sowie der Kreisarchäologie des Landkreises Harburg – eine Erfolgsgeschichte für Harburg und für Hamburg. Diesen 120. Geburtstag gilt es zu feiern. Am Mittwoch, dem 21. November 2018 schaut das Museum mit seinen Gästen bei einem Empfang im Harburger Theater auf seine 120jährige Geschichte zurück und feiert anschließend mit Musik im Theater-Foyer. Zum Geburtstag präsentiert das Museum seine Geschichte auch in einem Buch, mit Fotografien von der Anfangszeit bis heute: ein Bilderbogen mit Informationen zur Entwicklung des Museums in den letzten 120 Jahren. Alle am Museum und dessen Geschichte Interessierten sind herzlich eingeladen, am Jubiläumswochenende, dem 24. und 25. November 2018, mitzufeiern. Freuen Sie sich auf kostenlose Führungen durch die archäologische Dauerausstellung und die aktuelle Sonderausstellung. Dazu gibt es diverse Mitmachaktionen für Klein und Groß.

Hintergrund:

Gestern

Das Archäologische Museum Hamburg / Stadtmuseum Harburg geht in seinen Ursprüngen auf den 1898 gegründeten Museumsverein für den Stadt- und Landkreis Harburg zurück. Er verfolgte das Ziel, ein Museum für die damals preußische Stadt Harburg und den Landkreis zu errichten.

Die ersten Ausstellungsräume lagen am Harburger Rathausplatz in einer Schule, wurden aber bald zu klein, weil die Sammlung schnell wuchs. So bezog der Museumsverein 1902 das Gebäude der Handelsschule am Kirchenplatz, wo immerhin 14 Zimmer bespielt wurden. Ein zukunftsweisender Schritt folgte 1925: Sammlung und Ausstellung erhielten erstmals ein eigenes Gebäude, eine großzügige Gründerzeit-Villa an der Buxtehuder Straße, welche die Söhne des ersten Vereinsvorsitzenden August Helms dem Museumsverein vermacht hatten. Auf diese Schenkung geht der Name Helms-Museum zurück.

Platzbedarf bestand allemal, zählte die Sammlung doch bereits mehr als 50.000 Objekte überwiegend stadtgeschichtlicher und ethnographischer Art. Die Archäologie nahm damals noch einen ganz bescheidenen Platz ein.

Dies änderte sich erst mit dem Wirken des langjährigen Museumsleiters Willi Wegewitz (1898–1996), der das Haus 1930 übernahm und bis zu seinem Ausscheiden 1966 zu einer national und international anerkannten archäologischen Forschungsstätte ausbaute.

Während des Zweiten Weltkrieges erlitt das Museumsgebäude so schwere Schäden, dass der Ausstellungsbetrieb eingestellt werden musste. Erst 1955 konnte als einer der ersten größeren Museumsneubauten im Nachkriegs-Deutschland das heutige Haupthaus errichtet werden. In einem zweiten Bauabschnitt erhielt das Gebäude einen großen Saal-Anbau für Theaterveranstaltungen mit über 400 Sitzplätzen, wodurch das Museum zum kulturellen Mittelpunkt Harburgs avancierte.

Heute

Das Museum hat sich in seiner bald 120-jährigen Geschichte vom Historischen Museum für die Stadt Harburg zum Archäologischen Landesmuseum der Freien und Hansestadt Hamburg entwickelt. Ein wichtiger Meilenstein dafür war die konsequente Zusammenführung aller staatlichen Sammlungen zur Vor- und Frühgeschichte Hamburgs (aus den Museen für Hamburgische Geschichte, für Kunst und Gewerbe, für Völkerkunde und dem Altonaer Museum) unter der Ägide des Archäologischen Museums Hamburg (damals noch Helms-Museum) ab 1972. Mit der Eingliederung der staatlichen Bodendenkmalpflege Hamburgs als Abteilung des Museums war 1987 die inhaltliche Profilbildung abgerundet. Das Museum ist damit auch der Sitz der Landesarchäologie Hamburgs sowie der Kreisarchäologie des niedersächsischen Landkreises Harburg.

Neben den Landesmuseen in Schleswig (Schloss Gottorf) und Hannover (Niedersächsisches Landesmuseum) beherbergt das Archäologische Museum Hamburg eine der größten Sammlungen zur Vor- und Frühgeschichte Norddeutschlands. Die mehr als 1,5 Millionen Objekte wurden im neuen Archäologischen Zentralmagazin Hamburg zusammengeführt und sukzessiv digital inventarisiert.

Wechselnde Sonderausstellungen zu allen Themen der Archäologie der alten und neuen Welt oder zur Geschichte Harburgs sind das ganze Jahr über im Museum zu sehen.

Die Abteilung Bildung und Vermittlung des Museums erfreut sich überregionaler Bekanntheit und bietet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in einem umfangreichen Kursprogramm spannende Einblicke in die Welt der Archäologie, die Harburger Stadtgeschichte und in die jeweiligen Sonderausstellungen.

Sammlungsschwerpunkte:

Archäologie Norddeutschlands und Stadtgeschichte Harburgs

Die Archäologie Norddeutschlands sowie die Stadtgeschichte Harburgs sind die beiden Sammlungsschwerpunkte des Museums.

Eine der größten archäologischen Sammlungen Norddeutschlands

Die archäologische Sammlung des Museums konzentriert sich auf Funde aus der Vor- und Frühgeschichte Hamburgs und seiner Metropolregion. Als Landesmuseum besitzt das Archäologische Museum eine der größten Sammlungen archäologischer Objekte Norddeutschlands. Außer den Funden aus Norddeutschland gibt es hier auch zahlreiche archäologische Schätze aus aller Welt, die im Laufe der bald 120 Geschichte des Museums ihren Weg in die Sammlung gefunden haben.

Das Fundmaterial wird wissenschaftlich ausgewertet, bei Bedarf restauriert und schließlich im Magazin archiviert. Mehr als 1,5 Millionen Objekte sind im Archäologischen Zentralmagazin Hamburg zusammengeführt und inventarisiert.

Stadtgeschichte Harburgs

Ursprüngliche diente das Museum ausschließlich dazu, die Geschichte der bis 1937 selbständigen und seitdem zu Hamburg gehörenden Stadt Harburg zu bewahren. Diese Aufgabe wird in naher Zukunft das Kellergewölbe des Harburger Schlosses übernehmen, welches zurzeit zu einer Außenstelle des Museums ausgebaut wird.

Sammlungsschwerpunkte

„Harburgensien” aus bald 120 Jahren Museumsgeschichte

Vor bald 120 Jahren wurde das Museum nach der Schenkung der Villa als heimatgeschichtliches Museum für Harburg gegründet. Im Laufe der Zeit bildeten sich verschiedene Sammlungsschwerpunkte heraus:

Die Fotosammlung

Das Museum verfügt über eine umfangreiche fotografische Sammlung. Die Fotografien zeigen Harburger Stadt- und Gebäudeansichten, Personen und Ereignisse vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute. Einer der bedeutendsten Harburger Fotografen war Carl Timm, der dem Helms-Museum auch sehr verbunden war.

Die Gemälde- und Grafiksammlung

Harburger Künstler wie Christian Ludwig Bokelmann, Hermann Müller-Vogelsang, Fritz Flebbe, Arthur Illies oder Heino Jaeger erlangten teilweise überregionale Bedeutung. Das Museum sammelt die Werke von Künstlern, die durch ihre Biografie einen Harburg-Bezug aufweisen, ebenso wie Gemälde und Grafiken mit Harburg-Motiven. Früheste Abbildungen von Harburg stammen aus dem 16. Jahrhundert.

Die Plan- und Kartensammlung

Für die Forschung und für die Öffentlichkeit von besonderem Interesse sind Pläne und Karten von Harburg und Umgebung. Das Museum ist bestrebt, seine umfangreiche Sammlung von topografischen und thematischen Karten und Plänen ständig zu erweitern.

Das Schützensilber

Eine besondere Sammlung bewahrt das Museum mit dem Silber der “Harburger Schützengilde von 1528” auf. Neben einigen Pokalen umfasst sie vor allem die historischen Schilde der Königskette. Die ältesten Königsschilde stammen aus dem 16. Jahrhundert und sind von den Harburger Herzögen gestiftet worden. Das erste Harburger Vogelschießen fand 1528 auf Initiative Herzog Ottos I. statt.

Die Militariasammlung

Der Bedeutung Harburgs als ehemalige Garnisonsstadt Rechnung tragend, verfügt das Museum über eine größere Anzahl von Waffen, Uniformen, Abzeichen und Orden sowie vieler weiterer militärischer Ausrüstungsgegenstände.

Das Archiv

Die Abteilung Harburger Stadtgeschichte beherbergt eine umfangreiche Sammlung von Schriftstücken. Die Bandbreite reicht von Urkunden, offiziellen Bekanntmachungen und Anschlägen über Firmendokumente und Vereinschroniken bis hin zu privaten Schriftstücken. Einer der ältesten Briefe ist ein Schreiben des Harburger Herzogs Otto II. an seine Mutter aus dem Jahr 1570.

Last but not least: der Museumsverein

Als Vereinsmitglied helfen Sie, die Bedeutung der Geschichte für die Gegenwart und unsere Zukunft bewusst zu machen. Sie stärken die Archäologie und Bodendenkmalpflege in Hamburg und im Landkreis Harburg und unterstützen die kulturelle Vielfalt im Süden Hamburgs.
Nicht zuletzt fördern Sie die Arbeit des Museums. Ihr Jahresbeitrag ermöglicht u.a. die Herausgabe des Harburger Jahrbuchs und des Mitteilungsblattes “Helms-Museum Aktuell”, das viermal im Jahr erscheint.

Die Vorteile

Höhe des Jahresbeitrags / Mindestbeitrag:

Einzelmitglieder: 35,- Euro; Paare: 50,- Euro; Schüler/Studenten: 5,- Euro; Juristische Personen: 75,- Euro

Neugierig? Überzeugt? Begeistert? Dann brauchen Sie sich nur noch anzumelden. Dazu drucken Sie einfach das Beitrittsformular aus, füllen es aus und senden es unterschrieben an den Museums- und Heimatverein Harburg Stadt und Land e. V. oder geben es an einer der Kassen des Museums ab. Wenn Sie Ihr vollständig ausgefülltes Beitrittsformular im Museum abgeben, können Sie die jeweilige Ausstellung sofort eintrittsfrei besuchen. Wenige Tage später erhalten Sie bereits Ihr Begrüßungsschreiben mit einem Starterpaket.
-> Beitrittsformular
-> Vereinssatzung

Kontakt:

Museums- und Heimatverein Harburg Stadt und Land e. V.
– Förderverein des Helms-Museums –
Museumsplatz 2
21073 Hamburg
Telefon 040 42871-2643
Telefax 040 42871-2684
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E-Mail: museumsverein@amh.de

Weiterführend: amh.de

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