4. SuedLese 2019 https://www.tiefgang.net Thu, 25 Apr 2019 07:09:21 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.2 Keen Tied ?! https://www.tiefgang.net/keen-tied/ Fri, 19 Apr 2019 22:35:40 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5138 [...]]]> Von Irmi Dreiskämper

De Tied de löppt, de Tied de löppt… So ganz kott vör den letzten Avgavtermin heff ich mi doch noch hinsett, üm mit dat schrieven antofangen. Ik har mi to dat Thema so mien Gedanken mokt und finn, dat de Lüh hüt kuum noch Tied för irgentwatt hem. All´  hefft datt förchbor hill, jümmers und öberall. Ober egentlich hebbt wie „alle Tied de Welt“. Man mutt datt bloß ok dauen, nüms,  sick de Tied nehmen.

So weu dat ok mit disse Thema „Keen TIed“.  Ik heff lang bruukt, bet ik mi hinsett heff. Dor kummt denn Gedanken wie: „Schall dat nu wat lustiges sien, oder een Krimi – de sünd jo hüt to dags so „in“.

Na un denn in  plattdütsch! Ober de Sprok erinnert mi an miene Kindheit inn Dörp, wo ik upwossen bin . Vör mi har ik sei siet een poor Johrn wedder entdeckt un finn, dat alln´s een bet`n fründlicher, jo ok gemütlicher klingt. Platt Snacken und nu ok schrieven mokt mi jümmers mehr Spoß.

Ob den Wech to de Arbeit mit mien Auto hör ik  geern wat von de niegen jungen Musikersch, „Songwriter“ nennt dat wohl hüt. Und bi dei Musik von Gregor Meyle unn Andreas Bourani heff ik  vehl öber die Tied nodacht. Dor dink ik mannigmal, feuer een lüt beeten fröher los, denn kannst du ganz in Ruh noch een beeten hör`n. „Nu is mien Tied, de nimm ik mi!“

Wie wünnderbor toon Biespeil düsse twei  Musikers die Tied besungen hebbt. Dat is ok so schön beruhigend und entspannt. So wie de Text von Gregor Meyle:

„De Sünn de schient un ik bünn hier,

dat Leven is so gaut to mi,

ohn Reu Tied verschwennen,

ohn to veel notodinken.

Kumm, nehm di Tied, veel Tied, beför se voröber geit.

Lat die Tied, veel Tied – un spür, dat du leevst.“

Is dat nich wunnerschön? Un ok besünners und een beeten philosofsch ist de Text von Andreas Bourani:

„Hier bünn ik mit mi verbunnen,

hier lev ik in mi rinn,

hier gelingt mi in Sekunnen,

mi vunn allens to befrei´n ….

Hier bün ik mit mi alleen.

Ik bünn inn groten Grön versunken,

hier üm bloß  to ween.“

Dat is schon wat besünners, dat kann ok nich jed eenen so schrieven.

To Huus kann ik bi disse Musik wünnerbor drömen. De Tied mutt man sik denn mol nehm`n. Un do sünd wi wedder bi dat Thema „Keen Tied“. Doch! Wie hebt de Tied to de schönen Soken, de dat Leven so för elk een bereit hölt. Snell secht man ober, ne ik mutt nu erst mol de Wäsch moken, Inköpen, in Goorn wat beschicken, un un un. Ik för mi  mark jümmers mehr, dat de Freid an´d Leven ok verlor´n gohn kann. Veel Lüd secht denn, wat schall denn de Norbor dinken, wenn ik dat un dat nich mokt heff. Denn schall he dat un dat dinken. Is doch liekers. Hauptsok is doch, die geit dat gaut, dien Mann un dien Kinners sünd tofreden und die mokt dat Leven Spoß.

Wat ik ok ganz geern mok, is Texte vunn Hans Kruppa lesen, dei kann doför sorgen, dat man sik ok gaut föhlt un de Tied eenfach still staan let.  Un mit  een schön’s Biespeel müch ik dat Geschriebsel ok ennen loten:

„Ümarm de Gegenwort!

Lot di in denn Ogenblick fall`n!

Un dat Morgen ward to´n Hüt,

dat Irgendwo un Irgendwann to´n Hier und Nu!

(Irmi Dreiskämper wohnt in Neugraben-Fischbek und verfasste für den Niederdeutsch-Wettbewerb „Vertell doch mal“ des NDRs seit 2016 bisher 3 plattdeutscheTexte. Zum Thema „Keen Tied?!“ also „Keine Zeit“ las sie im Rahmen der SuedLese-Literaturtage 2019 im Sozialkontor Harburg)

 

 

 

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Höchstmaß an Fantasie https://www.tiefgang.net/hoechstmass-an-fantasie/ Fri, 29 Mar 2019 23:37:30 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5059 [...]]]> Sie mögen Literatur, leben in Harburg und kennen Helmut Barthel nicht? Dann wird es Zeit – zur SuedLese zu gehen.

Helmut Barthel wurde 1951 in Hamburg geboren und schreibt seit seinem achten Lebensjahr. Sein beeindruckendes Werk umfasst heute weit mehr als 1000 Gedichte und zwei Serien von über 100 Kurzerzählungen über bedeutende Religionsstifter und Philosophen von der Antike bis in die Gegenwart. 2015 erschien der erste Teil seines Romans „Zauber kalt“, dem zwei weitere folgen sollen. Die beiden Bände „Dichterstube, Kehricht Band 1 und 2“ enthalten alle weiteren Gedichte verschiedenster Formate und Aphorismen, die in den fünf Büchern „Lyrik-Lesung“ noch nicht veröffentlicht wurden. Verbliebenes vom Feinsten!
Helmut Barthel arbeitet aber auch als Verleger und Chefredakteur des Schattenblick und ist Verfasser nachhaltiger Fachartikel in den Bereichen Politik, Kultur, Philosophie und Sport. Seine Leidenschaft gilt der deutschen Sprache, besonders in verdichteter Gestalt. Und der Ort an dem er bei der SuedLese liest, hat den Namen von ihm: „Komm du“.

Wir haben mal nachgefragt …

Tiefgang (TG): Du hast schon so viele Gedichte und Geschichten geschrieben, diverse Lyrik-Bände und anderes veröffentlicht. Liest du am liebsten aus den neuesten Werken bzw. nach welchen Kriterien triffst du deine Auswahl?

Helmut Barthel: Gerne treffe ich vor jeder Lesung eine grobe Vorauswahl der einzelnen Texte mit ebenso zufällig in Betracht gezogenen Themenschwerpunkten. Diesem Schema folgend fertige ich die entsprechenden Vortragslisten an, und spontane Abweichungen hängen dann vom jeweiligen Dialog mit dem Publikum ab.

TG: Worauf darf sich dein Publikum zur SuedLese 2019 freuen? Wirst du Auszüge aus der frisch veröffentlichten Fortsetzung von „Zauber kalt“ lesen?

Helmut Barthel: Aus dem zweiten Band von „Zauber kalt“ mit dem Untertitel „Die wilde Jagd“ werde ich bei dem nächsten Treffen ebenso auszugsweise vorlesen wie aus den beiden Prosa- und Lyrikbänden „Dichterstube – Kehricht“ Band 1 und 2. Natürlich habe ich darüber hinaus auch noch neue Gedichte im Gepäck. Alles übrige ist dann zu einem nicht geringen Teil den Wünschen der Zuhörer geschuldet.

TG: Worum geht es in dem Märchen für Erwachsene? Kannst du die Unwissenden kurz in die Geschichte einführen?

Helmut Barthel: In dem ersten Band von „Zauber kalt“ geht es vornehmlich um eine überraschende Konfrontation mit dem samischen Schamanismus anläßlich einer unerwarteten Reise in die Polarkreisregion Finnlands am Inari-See nahe der Stadt Inari im Jahre 1975. Die Erzählung der unter Märchen versammelten Beschreibungen jener Ereignisse, wie ich es bevorzugt habe, sie zu schildern, fordert doch schlußendlich ein Höchstmaß an Fantasie, wollte man ihnen denn folgen.

TG: Band 1 wartet mit geheimnisvoller Verwobenheit auf, was sich wohl im zweiten Teil „Die wilde Jagd“ fortsetzen dürfte. Sind die unglaublichen Erlebnisse erfunden oder vielleicht doch wahr? Gerade die Ungewissheit vermag die Leser/Zuhörer in den Bann zu ziehen. Ist dieser Effekt bewusst geplant und in Szene gesetzt oder bist du deiner Intuition gefolgt?

 Helmut Barthel:  Gerade dieser Frage war ich in der vorangegangenen Antwort aufs angemessenste bemüht, umfassend gerecht zu werden.

TG: Geschichten sind immer auch eine Einladung, sich gedanklich auf Neuland einzulassen, in Gefühlswelten versetzt zu werden oder selber Bilder zu empfangen. Gibt es ein Buch, das dich maßgeblich beeinflusst hat?

Helmut Barthel: Besonders beeindruckt haben mich in dieser Hinsicht die Erzählungen von Carlos Castaneda mit dem abenteuerlichen Entwurf seiner Welt der Neuen- und der Alten Seher, begünstigt durch die Tradition mexikanischer Ureinwohner, und seinem Versprechen auf uraltes toltekisches Erkenntnis- und Überlebenswissen.

TG: Welcher Part liegt dir mehr am Herzen, das Schreiben oder das Lesen?

Helmut Barthel: Wenn ich schreibe, dann nicht, ohne Gelesenes dabei zu reflektieren, und wenn ich lese, regt mich das manchmal auch zum Verfassen unterschiedlichster Texte an.

TG: Was würde Verlust von Sprache für dich bedeuten?

Helmut Barthel: Mit dem Verlust sprachlicher Kommunikationsfähigkeit würde ich mich vermutlich sehr auf meine schriftlichen Ausdruckmöglichkeiten verlegen.

TG: Noch eine letzte Frage, die nicht im Zusammenhang mit der Neuerscheinung „Die wilde Jagd“ aus der Trilogie steht. Beim Thema Lyrik winken leider viele ab, sowohl Verlage als auch Leser / Zuhörer. Welche Erfahrungen hast du diesbezüglich gemacht?

Helmut Barthel: Da habe ich in der Regel doch eher positive Erfahrungen gemacht. Vielleicht kommt das sehr auf die Gesprächspartner an.

TG: Wir bedanken uns ganz herzlich!

Termin: Helmut Barthel – Autorenlesung mit Gitarrenmusik von Stephen Foley

Do., 11. April um 20 Uhr im Kulturcafé Komm du, Buxethuder Str. 13, 21073 Hamburg

(Das Interview für ´Tiefgang` führte Sonja Alphonso)

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Die Wichtigkeit von Zusammenhalt https://www.tiefgang.net/die-wichtigkeit-von-zusammenhalt/ Fri, 22 Mar 2019 23:47:28 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4862 [...]]]> Für ihre Krimis wie „Tod in Harvestehude“ wurde sie preisgekrönt. Zur 4. SuedLese kommt sie mit ihrer „Jahrhundert Triologie“ nach Harburg: Carmen Korn. ´Tiefgang` sprach sie vorab.

Carmen Korn arbeitete viele Jahre als freiberufliche Journalistin, widmet sich mittlerweile aber vor allem der Schriftstellerei. Nach ihrer Ausbildung an der Henri-Nannen-Schule in Hamburg war sie zunächst als Redakteurin für den „Stern“ tätig, anschließend schrieb sie regelmäßig für „Brigitte“, „Viva“ und „Die Zeit“ und wurde Buchautorin.

1999 wurde sie von der Raymond-Chandler-Gesellschaft für „Tod in Harvestehude“ mit dem Marlowe-Preis ausgezeichnet. Sie überzeugte in der Kategorie „Beste Kriminalkurzgeschichte – National“. 2004 erhielt sie den Friedrich-Glauser-Preis vom Syndikat e. V. für „Unter Partisanen“ in der Kategorie Kurz-Krimi. Neben Kriminalromanen und Kurzgeschichten veröffentlichte sie seit 2002 etliche Romane.

Im Mittelpunkt ihrer im letzten Jahr abgerundeten „Jahrhundert Trilogie“ stehen vier Frauen, die sich in Hamburg trotz unterschiedlicher Herkunft anfreunden und fortan Höhen und Tiefen miteinander teilen, persönliche Schicksalsschläge und die Verwerfungen der Weltpolitik miterleben. Carmen Korn begleitet diese vier Frauen, ihre Kinder und Enkelkinder durch das 20. Jahrhundert und verleiht der Zeitgeschichte Leben.

Am 3. April wird sie in der Bücherhalle Harburg lesen. In Kooperation mit der Hamburger Volkshochschule wurde die Schriftstellerin eingeladen, um mit einem literarischen Blick auf das vergangene Jahrhundert zu schauen. Denn auch die VHS und das Frauenwahlrecht feiern in diesem Jahr einen runden Geburtstag. Was könnte also stimmiger sein, als eine Lesung mit Carmen Korn und ihren vier Zeitzeuginnen?

Tiefgang (TG): Sie haben im vergangenen September Ihre Jahrhundert-Trilogie mit dem dritten und letzten Band „Zeitenwende“ vollendet. Die LeserInnen erwartet wieder persönliches Erleben vor geschichtlichem Hintergrund mit Lokalkolorit. Liegt Ihr Schwerpunkt auf den Lebenswegen ihrer Protagonistinnen?

Carmen Korn: Die Lebenswege der Frauen und Männer, von denen ich erzähle, sind die roten Fäden, an denen entlang ich von den Zeitläufen berichte. Also lässt sich sagen, der Schwerpunkt liegt dort, die große Geschichte findet immer auch in den kleinen Leben statt.

TG: Am Rande erfährt man auch etwas über die gesellschaftlichen Umstände. Wie wichtig war Ihnen der Bezug zur Zeitgeschichte? Nach welchen Kriterien wählten Sie einzelne Aspekte aus?

Carmen Korn: Der Bezug zur großen Zeitgeschichte war mir sehr wichtig. Siehe oben. Doch da gibt es auch die zeitgeschichtlichen Aspekte, die in den individuellen Schicksalen meiner Figuren quälend und prägend waren. Zum Beispiel der Paragraph 175 im Leben von Hennys Sohn Klaus und dessen Gefährten Alex.

TG: Sie haben zuvor diverse Krimis, aber auch Kinder- und Jugendliteratur veröffentlicht. Wie kam es zu der Jahrhundert-Trilogie?

Carmen Korn: Meine ersten beiden Bücher waren weder das eine noch das andere, sie waren Kammerspiele. In die Kriminalgeschichten bin ich nicht ungern reingerutscht, doch im Frühling 2015 wurde mir klar, dass ich nicht bis zum Ende meiner Tage Morde produzieren wollte. Familienthemen waren mir schon immer wichtig, auch in den Krimis. Und ich hatte im Laufe der Jahrzehnte einen großen Fundus angelegt, mit dem diese Familiengeschichten ausgestattet werden konnten. Wahrscheinlich war das schon immer mein Herzensthema.

TG: Haben Sie einen Liebling unter den drei Bänden „Töchter einer neuen Zeit“ (2016),  „Zeiten des Aufbruchs“ (2017) und „Zeitenwende“ (2018)?

Carmen Korn: Der aktuellste ist mir erst einmal der nächste Band, weil noch so sehr präsent. Doch jeder Band steht für sich und liegt mir am Herzen.

TG: Gibt es eine Kernaussage, die Sie gerne vermitteln wollten?

Carmen Korn: Die Wichtigkeit von Zusammenhalt. Sei es im familiären Bereich oder unter Freunden. Und dass ich politisch eher linksliberal und friedlich eingestellt bin, schimmert wohl auch durch.

TG: Die Hamburger Volkshochschule feiert dieses Jahr auch hundertjähriges Bestehen. Was denken Sie persönlich über die Errungenschaften dieser Epoche?

Carmen Korn: Die erste Hälfte des vergangenen Jahrhunderts war gewaltig und gewaltsam für die Menschen, die es erleben mussten. Dann kam viel Gutes: die deutschfranzösische Freundschaft, der europäische Gedanke, die Abrüstung, das Ende des Kalten Krieges. Ich hoffe sehr, dass wir nicht wieder alles verspielen.

TG: Wir bedanken uns ganz herzlich für das Interview!

(das Interview für ´Tiefgang` führte Sonja Alphonso)

Lesung am 03. April 2019 um 20 Uhr in der Bücherhalle Harburg, Eddelbüttelstr. 47a, 21073 Hamburg-Harburg; Eintritt 10,- €

Kooperation von Bücherhalle Harburg, Hamburger Volkshochschule Harburg & Buchhandlung am Sand Harburg.

Die Trilogie:

 

Band 1 „Töchter einer neuen Zeit“, Kindler Taschenbuch  2016, 10,99 € 

Band 2 „ Zeiten des Aufbruchs“, Kindler Taschenbuch 2017, 10,99 €

Band 3 „Zeitenwende“, Kindler Taschenbuch 2018, 10,99 €

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Unter Palmen … https://www.tiefgang.net/4858-2/ Fri, 22 Mar 2019 23:32:29 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4858 [...]]]> Joachim Frank lebt seit knapp 20 Jahren im hohen Norden von Hamburg, wird jedoch eigens zur SuedLese die Elbe überqueren und gleich an zwei Orten in Harburg zu Gast sein

und Kostproben seines Könnens bieten. Denn er ist kein unbeschriebenes Blatt, publizierte über 60 Geschichten in Anthologien, Zeitungen und Zeitschriften und nahm erfolgreich an verschiedenen Literaturwettbewerben teil. Die letzte Auszeichnung bekam er 2017 auf der literatur altonale – Lesebühne. Bei der Book Oldesloe war er einer der Autoren der langen Nacht des Lesens im November 2018, die auf die Buchmesse im Kultur- und Bildungszentrum Bad Oldesloe einstimmte mit weihnachtlichen Geschichten.

Tiefgang (TG): Herzlich willkommen bei SuedKultur! Wir freuen uns, dass die Literaturtage in Harburg offenbar an Renommee gewinnen und auch „überregional“ Autoren anziehen. Oder Sie reisen einfach gerne. Daraus ergibt sich die erste neugierige Frage: Wie kommen Sie zur SuedLese?

Joachim Frank: Eine Freundin, die in Harburg lebt, erzählte mir von der SuedLese und fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, dort einmal mitzumachen. Ich rief Herrn Langanke an, und dann ging alles ganz schnell.

TG: Sie sind tatsächlich viel gereist, lernten Länder und Leute kennen, fanden Themen an den Wegesrändern und fingen mit dem Schreiben von Kurzgeschichten an. Was für Geschichten haben Sie zur SuedLese im Gepäck?

Joachim Frank: Ich werde eine bunte Mischung zusammenstellen. Geschichten aus aller Welt werden ebenso dabei sein wie solche, die in der S-Bahn oder gleich um die Ecke spielen. Heiteres wird nicht fehlen, aber mein Schwerpunkt ist eher ein nachdenklicher Blick, mit dem ich versuche, das Besondere im Alltäglichen sichtbar werden zu lassen.

TG: Ich konnte mich sowohl bei der langen Lesenacht auf der Book Oldesloe als auch in der Hörprobe https://www.literaturinhamburg.de/mp3/les647.mp3 davon überzeugen, dass Sie auch gut lesen können (was nicht selbstverständlich ist). Fiel Ihnen das schon immer leicht oder mussten Sie es erst lernen bzw. lange üben?

Joachim Frank: Ich habe über 30 Jahre lang als Lehrer die Fächer Deutsch und Sport unterrichtet. Vorlesen und reden können sind da zwangsläufige Voraussetzungen. Aber es ist ein großer Unterschied, ob man Schülern etwas erzählt oder einem Publikum die eigenen Geschichten vorliest. Ich trainiere das regelmäßig und überprüfe mich mithilfe eines Diktiergerätes. Das Publikum hat eine Erwartungshaltung, der ich als Autor gerecht werden möchte. Fehler inklusive, die machen schließlich auch den Charme einer Lesung aus.

TG: Gibt es ein Erlebnis, das Sie besonders geprägt oder beeindruckt hat, das quasi das Feuer für die Schriftstellerei in Ihnen entfacht hat?

Joachim Frank: Am Ende einer Reise nach Malaysia hatten meine Frau und ich uns entschieden – wir waren als Rucksack-Touristen unterwegs –, die letzte Woche auf einer fast einsamen Insel zu verbringen. Bevor die kleine Fähre ablegen sollte, besorgte ich mir noch schnell einen Schreibblock, weil ich den Eindruck hatte, dass Fotos das Erlebte nur unzureichend festhalten, denn das wirklich Prägende sind oft Begegnungen und Erlebnisse mit anderen Menschen. Unter Palmen schrieb ich dann also kleine Geschichten von unseren diversen Reisen auf, jeden Tag eine. Das ist nun fast 30 Jahre her, und seitdem sind viele weitere Geschichten zu diversen Themen entstanden.

TG: Haben Sie eine Lieblingsgeschichte, und wenn ja, warum?

Joachim Frank: Nein. Natürlich gibt es Geschichten, die mir näher sind, mehr mit mir – meinem Inneren – zu tun haben als andere. Wenn´s zu nahe geht, verfremde ich, bis eine Distanz zwischen mir und der Geschichte entsteht. Schließlich geht es den Lesern und Hörern nicht um meine Befindlichkeit, sondern um gute Geschichten, in denen sie auch etwas von sich wiederfinden. Darum bemühe ich mich.

TG: Recht herzlichen Dank für dieses Interview! Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen und unseren Lesern beim Zuhören!

Termin: So., 07. Apr, 19h – Joachim Frank – „Kleine Momente, gemischte Gefühle“ (Kurzgeschichten), Eintritt frei, Elbdeich e.V., Moorburger Elbdeich 249, 21079 Hamburg-Moorburg

weitere Infos zum Autor www.joachimfrank.info

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Tatort Falkenberg https://www.tiefgang.net/tatort-falkenberg/ Fri, 22 Mar 2019 23:16:09 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4870 [...]]]> Sie lebt in Neugraben, lässt dort Morden und Ermitteln und liest nun auch: Krimi-Autorin Regine Seemann kommt zur 4. SuedLese an den Falkenberg.

Als Kind ging Regine Seemann, die auch heute noch am Rande der Fischbeker Heide lebt, gerne mit Eimer und Plastikschaufel bewaffnet in die Natur hinaus, um nach Schätzen zu graben. Was sie dort fand, ließ das Kinderherz höher schlagen: alte, rostige Schlüssel zum Beispiel, oder interessant bemalte Porzellanscherben. Die Schatzsuche beflügelte ihre Fantasie. „Meine Mutter und meine Großmutter haben mir früher oft vom Seeräuber Störtebeker erzählt, der ja angeblich auf dem Falkenberg gehaust haben soll“, berichtet Seemann. „Ich fand das unglaublich spannend.“ Auch eine Schallplatte mit einem Störtebeker-Hörspiel gab es in ihrem Elternhaus. „Die haben wir rauf und runter gehört. Für uns Kinder war Störtebeker eine Art Robin Hood.“ Gut 40 Jahre später ist Seemann, heute Leiterin der Schule an der Burgweide, zu den Helden ihrer Kindheit zurückgekehrt und vor genau einem Jahr erschien im Gmeiner Verlag ihr erster Kriminalroman.

Das Buch „Falkenberg“ beginnt mit einer grausam zugerichteten Leiche, auf die Kinder bei einem Schulausflug stoßen. Eine der Wunden des Toten lässt einen rechtsradikalen Hintergrund vermuten. Doch die beiden Kommissarinnen Stella Brandes und Banu Kurtoglu haben ihre Zweifel. Denn immer wieder stoßen sie auf die Legende um Klaus Störtebeker, der am Falkenberg seinen Schatz vergraben haben soll. „Die Geschichte spielt sich auf zwei Zeitebenen ab“, verrät Seemann, die privat gerne Krimis von Henning Mankell und Camilla Läckberg liest. „Die erste Ebene ist die Gegenwart, die zweite die Nazizeit. Je mehr die Story voranschreitet, desto mehr beziehen sich die beiden Ebenen aufeinander.“ Eigentlich mehr als „Beschäftigungstherapie“ begann Regine Seemann vor zwei Jahren zu schreiben. „Wegen einer Fuß-OP war ich sechs Wochen krank geschrieben“ berichtet sie. Sechs Wochen lang lesen? Das war ihr zu langweilig. Also fing sie selbst an zu fantasieren und Geschichten zu erfinden – ganz wie früher. „Einen Krimi zu schreiben, ist wie eine großes Puzzlespiel“, findet sie. „Er muss vielschichtig sein und auch Nebenschauplätze haben.“ Das Buch „Falkenberg“ ist mit 280 Seiten ein richtig dicker Schmöker geworden. Und weil der Verlag sie ermuntert habe, eine Serie daraus zu machen, bleibt sie weiter dran.

„Meine beiden Kommissarinnen Stella Brandes und Banu Kurtoglu sind ein sich gut ergänzendes Team und führen den Leser sowohl durch die Ermittlungen in der wunderschönen Stadt Hamburg als auch durch ihr zuweilen turbulentes Privatleben.

Mein zweiter Hamburg-Krimi wird im Herbst 2019 ebenfalls im Gmeiner-Verlag erscheinen. Natürlich sind die ermittelnden Kommissarinnen wieder Banu und Stella.“

Und wo kann man besser den Krimi „Falkenberg“ lesen als direkt am Ort des Geschehens? Daher findet sich die Autorin nun in der Seniorenresidenz Neugraben am Falkenbergsweg ein. Nah dran!

Termin: Do., 4. April, 18.30h, Seniorenresidenz Neugraben, Falkenbergsweg 1-3, 21149 Hamburg-Neugraben

Anmeldung erforderlich unter Tel.: 040 – 70 11 20 00. Für Bewohner kostet der Eintritt 7 Euro, für Gäste 10 Euro.

Das Buch:

Regine Seemann: Falkenberg; Kriminalroman, 283 S. / 12 x 20 cm / Paperback, veröff. April 2018,
ISBN 978-3-8392-2209-6; Preis: 12,- €;

 

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Frei wie das Meer https://www.tiefgang.net/frei-wie-das-meer/ Fri, 22 Mar 2019 23:04:54 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4955 [...]]]> Ute Olk hat eine Stimme. Wenn sie spricht, weiß man sofort, sie hat etwas zu sagen. Als Mitglied im Ensemble von „Gutes Theater“ überzeugt sie mit Bühnenpräsens.

Ein unbeschriebenes Blatt ist sie wahrlich nicht: Ute Olk. Bei der 4. SuedLese wird sie am 4. April im Kulturcafé ´Komm du` eine weitere Seite von sich aufblättern.

Tiefgang (TG): Worauf dürfen wir uns freuen, wenn Du bei der „SuedLese“ dabei bist?

Ute Olk: Auf eine facettenreiche, inspirierende, lustvolle Lyrik-Performance.

TG: Das klingt vielversprechend.

Ute Olk: Das stimmt –auf alle Fälle trifft dies für mich zu. Mir macht es jedes Mal eine Riesenfreude, meine Texte vor Publikum zu präsentieren. Sie werden dann lebendig, und ich bin oft selbst überrascht über ihre Wirkung.

TG: Warum ausgerechnet Lyrik – der man doch gemeinhin ein „Nischendasein“ nachsagt…?

Ute Olk: …und ist eine Nische nicht etwas Herrliches …? Menschen hetzen hin und her – dann kommen welche vorbeigeschlendert – schauen links und rechts, entdecken die „poetische Nische“ – staunen, träumen, genießen… Jetzt mal im Ernst – Reim und Dichtung gehören zu mir, seit ich lesen und schreiben kann. Ich liebte Wortspiele, ich träumte in Reimen, so ist es heute noch. Lyrik ist mein Medium, um mir die Welt anzueignen. Dieser „verdichtete“ Blick, die Freiheit des Ausdrucks, ist etwas Wunderbares. Es gibt kein „Richtig“ oder „Falsch“. In unserer Zeit des sich rentieren müssen, verwertbar zu sein, der festgelegten Kennziffer zu entsprechen, ist Poesie geradezu ein Lebensretter.

TG: Dein schauspielerisches Talent kommt Dir dabei sicherlich zu Gute … Die Texte erinnern zum Teil an Robert Gernhardt, Ringelnatz, Mascha Kaleko … und haben diese ganz eigene Färbung.

Ute Olk: Danke für die Blumen! Die von Dir genannten Künstler schätze ich sehr!!

TG: Was freut Dich besonders bei deinen Auftritten?

Ute Olk: Wenn mir am Ende ein „gestandener Mann“ sagt: „Ich bin heute Abend nur mitgeschleift worden und dachte immer, Gedichte sind nur etwas für kleine Mädchen…- aber das war so toll, ich möchte dein Buch kaufen…“

TG: Apropos Buch. Du hast bereits zwei Gedichtbände veröffentlicht, einzelne Gedichte haben Preise bekommen. In Anthropologien finden sich Gedichte von Dir. Was haben wir 2019 von Dir zu erwarten?

Ute Olk: Es stehen weitere Lesungen an – auch über Hamburgs Grenzen hinaus kommen Anfragen –sozusagen „Lyrik to go“… – Außerdem läuft meine Schublade vor „Lose-Blatt“-Sammlung über –die Veröffentlichung des 3. Gedichtbandes naht…

Ute Olk lebt und arbeitet im Hamburger Süden. »Die Inspiration lauert überall« … ist ihr Credo. So kann das morgendliche Staubkörnchen sie bereits in lyrische Hochstimmung versetzen. Sie rezitiert ihre Gedichte gekonnt und facettenreich vor der stetig wachsenden Fangemeinde. »Kann das Wort den Stein erweichen – Silben singen in den Fugen.«

Termin bei der 4. SuedLese: Do., 4. April, 20h, Kulturcafé Komm du, Buxtehuder Str. 13,21073 Hamburg-Habrug, www.komm-du.de, Eintritt frei, Hutspende erbeten!

Bisher im Handel:

Rosaroter Mond, Engelsdorfer Verlag, ISBN: 9783862682447

Wortmetz, Engelsdorfer Verlag, Preis: 8.80,- €; ISBN: 9783960084907

(Das Interview für ´Tiefgang` führte Sonja Alphonso)

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Der schreibende Hund https://www.tiefgang.net/der-schreibende-hund/ Fri, 15 Mar 2019 23:24:48 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4855 [...]]]> Susanne Bienwald lebt und arbeitet als Biografin. Die Spaziergänge mit ihrer Hündin Mina verleitete sie nun zu einer tierisch guten Biografie der anderen Art. 

Susanne Bienwald ist gebürtige Eutinerin und kam nach Auslandsaufenthalten in der Türkei, Griechenland und Spanien nach Hamburg, wo sie seit 2001 als Autorin und Lektorin arbeitet. Im Writers‘ Room in der Stresemannstraße 374 E bietet sie jeden ersten Sonntag im Monat eine offene Textwerkstatt an. Sie ist vom Fach, versteht ihr Handwerk, hat Erfahrung und gehört wohl auch aus diesen Gründen zur Hauptjury des Walter-Kempowski-Literaturpreises.

Sie studierte Philosophie, Germanistik, Romanistik und Soziologie in Konstanz, Berlin und Hamburg. Nachdem sie die Idee hatte, eine Biografie über den Dramatiker Hans Erich Nossack zu schreiben, wirkte sie zunächst federführend bei der Verfilmung im Auftrag vom Südwestrundfunk mit, und “Hans Erich Nossack. Innenansichten eines Außenseiters” gewann 2002 den Preis der LiteraVision, München.

Erst danach entstand das biografische Werk, das bei Hoffmann und Campe unter dem Titel „Hans Erich Nossack. Nachts auf der Lombardsbrücke“ (2007) erschien. Mit dem gleichen Verlag veröffentlichte sie 2008 dann auch die Biografie „Friedrich Hebbel und Hamburg. Lauter zerrissene Verhältnisse“.

Mit Friedrich Hebbel befasste sie sich nochmals in ihrem Roman „Da geht einer“ und versetzte sich in den seinerzeit noch unbekannten Dichter und schildert seine Hoffnungen und Zweifel während des beschwerlichen Fußmarsches von München nach Hamburg-Harburg.

Im Roman „Wittensee“ greift sie das Thema Hochsensibilität auf. Die Geschichte der Xenia erzählt einfühlsam vom Druck eines sensiblen und introvertierten Menschen, der sich jahrelang verstellte, um den Erwartungen der Gesellschaft zu entsprechen.

Ihre Geschichten gehen nahe. Sie sind berührend und tiefsinnig.

Nun wandelt die gestandene Autorin überraschend auf vier Pfoten. In ihrem kürzlich veröffentlichten Buch “Ich, Mina aus der Gärtnerstraße“ versetzt sie sich nämlich einmal in das helle Köpfchen ihrer Mischlingshündin und beschreibt, was der beste Freund des Menschen wohl über uns denken mag. Es entstand ein humorvolles Buch wider den tierischen Ernst mit allerlei Gedankengut.

“Als Biografin ist es ja mein täglich Brot, mich in andere Köpfe zu begeben. Warum also nicht in den meines kleinen Hundes?”, sagt Bienwald. Normalerweise arbeite sie kontinuierlich an einem Werk. Wenn sie ein Thema habe, beginne eine literarische Recherche, es entstehe ein vorläufiges Exposé, dann folge die Schreibtischarbeit. Das “Mina-Buch” sei dagegen über drei, vier Jahre hinweg nebenbei beim Spaziergang durch Eimsbüttel entstanden.

„Seit Loriot wissen wir, dass Hunde sprechen können, jetzt der erneute Quantensprung: Sie können schreiben! Und wie!“ meint Wolfgang Knuth, ein begeisterter Leser aus Sylt.

Freuen wir uns also auf eine völlig neue Seite der Autorin und tierische Einsichten auf hohem Niveau.

Termin bei der 4. SuedLese: 28. März, 20h – Susanne Bienwald : „Ich, Mina aus der Gärtnerstraße“, Kulturcafé „Komm du“, Buxtehuder Straße 13, 21073 Hamburg-Harburg, Eintritt frei / Hutspende

Weiterführend: www.schattenblick.de/infopool/d-brille/veranst/dbvl6293.html

Das Buch:

Susanne Bienwald: „Ich, Mina aus der Gärtnerstraße“, Roman, EBOOK, 108 SEITEN, LIT VERLAG EXPEDITIONEN, VÖ: 04. Nov. 2018, ISBN 13: 978-3-947911-06-6, PREIS: € 3,99

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Literatur mit Horizonten https://www.tiefgang.net/literatur-mit-horizonten/ Fri, 08 Mar 2019 23:20:12 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4989 [...]]]> Die Literaturtage des Hamburger Südens starten am kommenden Donnerstag als „4. SuedLese“ und führen gleich in die „Höhle des Löwen“ nach Afrika.

Das Kulturcafé „Komm du“ lädt am Donnerstag, den 14. März ab 20 Uhr zu einer Autorenlesung mit afrikanischen Djembé-Rhythmen mit dem Reise-Autor Wolf-Ulrich Cropp. Das Buch: „Im Schatten des Löwen. Namibia, Botswana, Simbabwe – Von Horizont zu Horizont“.

Der Autor und begeisterte Weltreisende war wieder unterwegs. In seinem neuesten, bei DuMont erschienen Buch, berichtet er aus drei Ländern des südlichen Afrika von grandioser Tier- und Pflanzenwelt, faszinierenden Naturgemeinschaften: den San und Himba, die es bald so nicht mehr geben wird.

Cropp ohne Löwen und Schatten. (Foto: Cropp)

Und er liest und erzählt von Begegnungen, Erlebnissen und Abenteuern, die mitreißen, zum Nachdenken anregen und lange nachschwingen werden. Begleitet von lauernden Krokodilen, dem Grunzen angriffslustiger Flusspferde, dem Trompeten der Elefantenbullen und dem Beat schwarzer Trommeln der Kalahari folgen wir Cropp bis an das tobende Gestade der Skelettküste Namibias … bis es uns packt, das afrikanische Reisefieber. Musikalisch untermalt wird die Lesung von Maria Ishola von der Gruppe Tubaba mit afrikanischen Djembé-Rhythmen.

Maren Schönfeld (die-auswaertige-presse.de) schrieb darüber: „Wenn Wolf-Ulrich Cropp eine Lesung hält, kann man die berühmte Stecknadel zu Boden fallen hören. Dieser Mann schlägt mit seinen ebenso kenntnisreichen wie abenteuerlichen Geschichten sein Publikum in den Bann.“

Über das Buch

Namibia, Botswana, Simbabwe – Von Horizont zu Horizont

„Hier ist Afrika am schönsten.“ Mit diesen Worten nimmt uns der Schriftsteller und intime Afrika-Kenner Wolf-Ulrich Cropp mit auf seine jüngste Reise durch drei Länder des südlichen Afrika. Gemeinsam mit ihm lauschen wir den schwarzen Trommeln der Kalahari und erleben den Tanz der Ockermenschen vom Omumborombonga-Baum der Himba. Begleitet von dem Geheul der Hyänen, vom Gebrüll hungriger Löwen, dem tiefen Grunzen der Flusspferde und dem Trompetenstoß der Elefantenbullen erkunden wir magische Tierwelten. Wir erleben mit Cropp das Diamantenfieber Namibias und bangen mit ihm auf seinem Marsch durch die Wüste Namib am tobenden Gestade der Skelettküste. Und spätestens bei der Ankunft am Atlantik packt auch den letzten Leser das afrikanische Reisefieber. Cropps schillernder und kenntnisreicher Bericht ist zugleich eine Hommage an die letzten Naturgesellschaften Afrikas.

Wolf-Ulrich Cropp : Im Schatten des Löwen, 440 Seiten,  DuMont Reiseabenteuer ISBN: 9783770182954; Preis: 14,99 €

Über den Autor:

Wolf-Ulrich Cropp, der Ex-Manager aus Hamburg, ist seit 1997 als reisender Schriftsteller unterwegs. Bisher flossen 25 Bücher und viele Kurzgeschichten, Erzählungen und Features – auch unter Pseudonym – aus seiner Feder. Bei Malik/National Geographic erschien unter anderen der Bestseller „Alaska-Fieber“. DUMONT brachte „Dschungelfieber und Wüstenkoller“ und „Wie ich die Prinzessin von Sansibar suchte…“ heraus. „Goldrausch in der Karibik“ (Delius Klasing) wurde „Buch des Jahres 2000“, DIE WELT-Leserliste. Viel diskutiert wurde sein Buch „Treffpunkt Kabul“. In Meldorf 2013 und Schleswig 2015 gewann er den jeweils dotierten Publikumspreis für die beste Kurzgeschichte. Im Verlag Kadera erschien gerade auch das Buch „Jenseits der Westwelt“ mit spannenden, nachdenklich-poetischen Storys von unterwegs aus Ozeanen, von wilden Flüssen, Wüsten, dem ewigen Eis und fremden Kulturen.

Cropp ist stellvertretender Vorsitzender der Hamburger Autorenvereinigung e.V. (HAV) und Jurymitglied zweier renommierter Literaturpreise.

Weitere Informationen: www.wolf-ulrich-cropp.de

Zum Ort:

Hier vereinen sich die Frische der Küche mit dem Feuer der Künstler und einem Hauch von Nostalgie. Das „Komm du“ in Harburg ist vor allem eines: Ein Ort für Kunst und Künstler. Ob Live Musik, Literatur, Theater oder Tanz, aber auch Pantomime oder Puppentheater – hier haben sie ihren Platz. Nicht zu vergessen die Maler, Fotografen und Objektkünstler – ihnen gehören die Wände des Cafés für regelmäßig wechselnde Ausstellungen. Britta Barthel gibt mit ihrem Kulturcafé der Kunst eine Bühne und Raum. Mit der eigenen Erfahrung als Künstler und Eindrücken aus einigen Jahren Leben in der Kulturmetropole London im Gepäck, hat sie sich bewusst für den rauen und ungemein liebenswerten Stadtteil Harburg entschieden. Für Künstler und Kulturfreunde, für hungrige und durstige Gäste gibt es im Komm du exzellente Kaffeespezialitäten, täglich wechselnden frischen Mittagstisch, hausgemachten Kuchen, warme Speisen, Salate und viele Leckereien während der Veranstaltungen und vor allem jede Menge Raum und Zeit …

Das Komm du ist geöffnet von Montag bis Freitag 7:30 bis 17:00 Uhr, Samstag von 9:00 bis 17:00 Uhr und an Eventabenden open end.

Näheres unter: www.komm-du.de

Start der 4. SuedLese (Literaturtage des Hamburger Südens):

Donnerstag, den 14.03.2019, 20.00 bis 22.00 Uhr

Die Lesung im Kulturcafé Komm du beginnt um 20:00 Uhr.

Platzreservierungen per Telefon: 040 / 57 22 89 52 oder E-Mail: kommdu@gmx.de

Eintritt frei / Hutspende

 

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Programm der SuedLese 2019 steht! https://www.tiefgang.net/programm-der-suedlese-2019-steht/ Fri, 22 Feb 2019 23:02:31 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4895 [...]]]> Ob im Tunnel oder auf dem Deich, ob im Kulturcafé oder in der Kirche – die vierwöchigen Literaturtage „SuedLese“ der Initiative SuedKultur führen Literaturinteressierte ab Mitte März wieder quer durch den Bezirk … und auf die Elbinsel Wilhelmsburg und zu Orten, die ein Herz für Lesungen und vor allem lokale Autorinnen und Autoren der Nachbarschaft haben. Und der Süden hat reichlich! 29 Lese-Termine unterschiedlichster Art und Themen machen eine wahre Literatur-Tour möglich. (Programm ab sofort hier zum download)

Der Hamburger Autor Wolf-Ulrich Cropp etwa führt am 16. März im „Komm du“-Café in ferne Länder Afrikas – nach Namibia, Botswana und Simbabwe und wird dabei von afrikanischer Musik umrahmt.

Von der Literaturgruppe des Kunst- und Kulturvereins ´Alles wird schön` werden Autorin Sonja Alphonso sowie Wolf Puschmann, Wilfried Abels und Christoph Nerger an verschiedenen Abenden lesen und auch die Arbeit und neuen Ergebnisse des eigenen Verlages awsLiteratur vorstellen.

St. Pauli und manche tiefe Abgründe sind Themen der Hamburger Autorinnen Susanne Groth (21. Mrz, „Komm Du“) wie auch von Tania Kibermanis (24. Mrz., Trinkhalle v. 1876 / Kulturkiosk). Die „Buchhandlung am Sand“ hat den bekannten Schauspieler und Autoren Christian Berkel eingeladen (16. Mrz) und weicht aufgrund des großen Andrangs in die Bücherhalle Harburg in die Eddelbüttelstraße aus. Sein Thema ist seine eigene Familiengeschichte, die zugleich die einer jüdischen Familie im Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieg ist.

Erfolgsautorin Carmen Korn kommt zur SuedLese 2019. (Foto: Jörg Brockstedt)

Die als Biografin bekannte Autorin und fast schon Stammleserin bei den SuedKultur-Literaturtagen Susanne Bienwald ist für ihr neues Buch in die Perspektive Ihrer Hündin Minna gewechselt (28. Mrz, „Komm du“) und die Erfolgsautorin Carmen Korn wir am 3. April in der Bücherhalle und in Kooperation der VHS und „Buchhandlung am Sand“ das Schlusswerk ihrer Jahrhundert-Trilogie „Zeitenwende“ vorstellen.

Des weiteren gibt es einen Speedwriting-Kursus, Kinderlesungen in Moorburg und Harburg sowie „Tunnelgeflüster“ im Gloria-Tunnel. Die Fischhalle sorgt gleich mit einem ganzen Literaturfestival „WortArt“ am 31. März für Lese-Stimmung und lässt die Lesenden zum Thema „Bitter-süß, Faszination im Gegensatz“ arbeiten. Auch der Speicher am Kaufhauskanal ist dieses Jahr wieder dabei und hat Claus Günther und seinen vielbeachteten Roman „Heile, heile, Hitler“ im Programm.

Lustiger geht es hingegen in Marmstorf zu, wo erstmals auch die Auferstehungskirche an der SuedLese teilnimmt und am 12. April Pastor Thomas von der Weppen Satiren von Ephraim Kishon zum Besten gibt. Von der SuedLese mitbekommen hat auch der preisgekrönte Reise-Autor Joachim Frank. „Ich wurde gleich ganz herzlich aufgenommen und bin überrascht, welch´ Enthusiasmus in diesen Literaturtagen liegt!“ Er liest sowohl bei „Alles wird schön“ (15. Mrz) als auch beim Elbdeich e.V. in Moorburg (7. April).

Und auch in der Seniorenresidenz Neugraben am Falkenbergsweg gibt es erstmals eine Lesung im Rahmen der 4. SuedLese: und zwar ausgerechnet den viel besprochenen Hamburg-Krimi „Falkenberg“ der Neugrabener Autorin Regine Seemann (4. April).

Die Programmhefte und Plakate sind nun in Druck und unter Hoch-Druck wird von Autoren und Autorinnen dieses SuedKultur-eigenen Online-Feuilletons „Tiefgang“ an Interviews und Hintergrundberichten gearbeitet, die vorab Interessierte Geschmack auf die Schreibenden und das Geschriebene machen.

SuedLese-Organisator Heiko Langanke von der SuedKultur zeigt sich glücklich mit dem bisherigen Verlauf: „Was hier an literarischer Lust und Laune zu spüren ist, zeigt wie stark die Literatur im Hamburger Süden verankert ist. Neben der SuedKultur Music-Night und der Kunstleihe Harburg das dritte starke Genre der SuedKultur!“

Möglich wird die SuedLese vor allem durch die Unterstützung der Stiftung Nachbarschaft und Behörde für Kultur und Medien aber auch lokalen Partnern im Anzeigenbereich. Das gut 60 Seiten umfassende Programmheft der 4. SuedLese ist ab Anfang März in etlichen Kulturorten der SuedKultur, beim Infopoint des Citymanagements in der Hölertwiete und eben den teilnehmenden Orten zu finden aber auch online abrufbar unter www.sued-kultur.de. Es listet chronologisch die Termine, zeigt die Orte auf, führt ein in Inhalt und Autorenschaft und ist haptisch und optisch eine schöne Lektüre, die mittlerweile von vielen Besuchern gar gesammelt wird.

Etliche Buchvorstellungen und Portraits wie Interviews zu SuedLese-Autor*innen finden sich zudem in Bälde und vorab im SuedKultur-Onlinefeuilleton ´Tiefgang`.

Die Initiative SuedKultur ist ein lockerer Zusammenschluss von derweil über 50 verschiedenen Kulturinstitutionen des Hamburger Südens. Sie besteht seit nunmehr 12 Jahren, stärkt die Wahrnehmung der Süderelbe-Kultur durch das Terminportal www.sued-kultur.de, seit acht Jahren mit einer jährlichen SuedKultur Music-Night (dieses Jahr am 19. Okt.), seit Ende Januar mit einer Kunstleihe Harburg und eben den nunmehr vierten Literaturtagen SuedLese.

 

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