Achim deBuhr https://www.tiefgang.net Fri, 08 Jan 2021 12:15:54 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1 Richtig ins Zeug gelegt! https://www.tiefgang.net/richtig-ins-zeug-gelegt/ Tue, 12 Jan 2021 23:51:19 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7559 [...]]]> War 2020 einfach nur für die Tonne? Wir haben bei Kulturschaffenden nachgefragt. Heute die Betreiber des Kulturcafés ´Komm du`

Wie hat sich die Pandemie im Arbeitsalltag 2020 bemerkbar gemacht?

Durch das ständige hin und her mit Lockdown, Lockdown light und Hygienemaßnahmen ist eine Planung quasi unmöglich geworden. Ständig neue Regeln, Maßnahmen und Hygienekonzepte haben uns viel Geld gekostet, die wir nicht mal wieder erwirtschaften konnten. Mitarbeiter haben Angst Ihren Job zu verlieren und wir unsere Existenz.

Wie weit werden die Nachwirkungen nachhallen?

Da habe ich 2 Meinungen zu:

  1. Die Menschen freuen sich, dass es vorbei ist und werden dementsprechend bei uns einströmen, feiern, trinken und essen. Die Hoffnung basiert darauf, dass die Regierung alles lockern wird und die, die zu viel Angst vor dem Covid Virus haben zuhause bleiben.
  2. Die Menschen haben noch zu viel Angst vor dem Virus, so dass der größte Teil der Menschen zuhause verbringen wird.

Was waren 2020 die gravierendsten Entwicklungen?

Das ständige hin und her. Weil Politiker sich nicht entscheiden konnten wie Sie vorgehen sollen.

Der Lockdown light war am überflüssigsten. Da konnte man genau erkennen, dass die Gastronomie nicht für die hohen Zahlen verantwortlich war.

Was hat 2020 an neuer Kreativität hervorgebracht?

Künstler haben sich richtig ins Zeug gelegt. Mit Livestreams haben wir nicht wirklich Umsatz gemacht. Aber wir hatten ein gutes Gewissen, Künstler damit zu unterstützen. Zudem konnten wir Erfahrungen im Open Air Bereich sammeln (Fight for Live) was uns sehr entgegen gekommen ist.

Was war das persönlich einschneidenste Erlebnis in 2020?

Ganz einfach. Fight for Live. Die Gelder die wir von den Behörden bekommen haben, konnten wir gut unter Künstler, Bühnenbauer, Security etc. verteilen. Das hat uns allen sehr geholfen.

Was ist für 2021 absehbar?

Eine schwache Wirtschaft, die wir erst einmal wieder aufbauen müssen. Clubs, die der Insolvenz entgegen treten und bekämpfen müssen. Entstandene Schulden, die abgebaut werden müssen.

Was wäre in 2021 wünschenswert?

Weniger Anträge auszufüllen, da wir selber wieder wirtschaftlich arbeiten können und dürfen.

Was wird von 2020 bleiben?

Schulden und die Ungewissheit, ob der Staat Pandemien ausnutzen wird, um Grundgesetze oder ähnliches ändern zu dürfen.

 

Britta Barthel und Achim de Buhr vom Kulturcafé Komm du

www.komm-du.de

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Der heiße Harburger Musik-Herbst https://www.tiefgang.net/der-heisse-harburger-musik-herbst/ Fri, 04 Sep 2020 22:20:51 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7207 [...]]]> Dieses Jahr feiert die SuedKultur Music-Night ihr 10jähriges Bestehen? Aber die Clubs müssen dicht bleiben. Also geht´s ab vor die Tür. Ein heiße Herbst steht an!

Die Initiative SuedKultur wäre nicht eben dieses ungewöhnliche Hamburger Netzwerk im Süden der Stadt, wenn es nicht auf die geschlossenen Musikclubs während der Corona-Pandemie eine Antwort wüsste: „Wir gehen nochmal intensiv nach Draußen. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes“, so Heimo Rademaker vom Marias Ballroom und zugleich Sprecher der 13 Jahre alten Initiative SuedKultur. „Erst planten wir ein ungewöhnliches Livestream-Festival und hatten auch eine gute Konzeption auf dem Weg. Nun aber bot die Hamburger Behörde für Kultur und Medien an, noch bis zum Kälteeinbruch Outdoor-Konzerte zu unterstützen. Da platzte der Knoten und live ist eben immer noch das Beste von allen!“, so Rademaker.

Der Titel der Harburger Festivalreihe lautet „Fight for live!“ und trifft die Not von Clubs, Bands und Fans gleichermaßen. Am Ende der Reihe steht dann als krönender Abschluss die SuedKultur Music-Night.

Und so scharte Heimo die Clubs und Eventaustatter zusammen und nun steht eine Kooperation der drei recht unterschiedlich ausgerichteten Clubs The Old Dubliner, Kulturcafé Komm du und Marias Ballroom und den beiden Eventfirmen Sub-Event und Groh PA, die Harburg nochmal einen ungewöhnlich heißen Live-Konzert-Herbst bescheren. Denn die Unterstützung durch die Kulturbehörde steht ebenso wie die des von Anbeginn helfenden Sponsorpartners Eisenbahn Bauverein Harburg eG. Und so werden noch ab September bis Ende Oktober an mehr als 11 Tagen (v.a. freitags  und samstags) gut 50 Live-Auftritte an völlig unterschiedlichen Plätzen Harburgs für einen Live-Konzert-Marathon sorgen. Und im Grunde kann jeder mal einen Platz der begrenzten Plätze ergattern und vor allem die lokale Musikerszene unterstützen. „Ein Hygienekonzept liegt vor und so  gehen wir von gut 200 -250 Plätzen je Ort aus. Die einzelnen Konzerte werden wir  nochmal splitten, so dass jeder Musikfan zumindest seine Lieblingsband oder –musik mal ganz für sich live erleben kann“, so Heimo Rademaker . Christina Lürken vom Irish-Pub „The Old Dubliner“: „Als Harburger Clubs waren wir bisher schon im steten Austausch, um uns gegenseitig  durch die Krisenzeit zu helfen. Diese Unterstützung von der Hamburger Kulturbehörde nun ist ein erstes Licht im finsteren Tunnel der Live-Musik-Szene Harburgs und es zeigt einmal mehr: gemeinsam sind wir stark!“ Und Achim deBuhr vom Komm du: „Ich denke, gerade auch die inhaltliche Mischung unserer drei sehr unterschiedlich ausgerichteten Clubs, spiegelt die Ur-Idee der SuedKultur Music-Night bestens wieder.“ Während  sich das Old Dubliner also um die irischen Töne sorgt, wird vom Komm du von Jazz bis Alternative beigesteuert und Marias Ballroom präsentiert erwartungsgemäß Rock`n`Roll in allen Farben.

Klar, das Tingeln von Club zu Club, um mal hier und dort reinzuschauen und in enger Menge zu schwitzen und zu feiern, wird es nicht. Aber eine Leistungsschau mit Überraschungen und dem großen Wunsch von Band und Publikum Musik miteinander zum Erlebnis zu machen, wird nach langer Durststrecke und dann noch zum Music-Night-Jubiläum nachgekommen. Und gut auch, dass die vor allem lokalen Music-Acts wieder Bühnenluft schnuppern können.

Die genauen Programmpunkte werden in Kürze bekannt gegeben werden wie auch der Ticket-Vorverkauf.

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