Artothek Buxtehude – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Fri, 05 Jul 2024 16:18:17 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 SuedArt24: Ein voller Erfolg für Hamburgs Süden https://www.tiefgang.net/suedart24-ein-voller-erfolg-fuer-hamburgs-sueden/ Fri, 05 Jul 2024 22:04:49 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10986 [...]]]> Das Kunstfestival SuedArt24, das vom 1. bis 30. Juni 2024 in der südlichen Metropolregion Hamburg stattfand, war ein voller Erfolg.

Über 25 Kunstinstitutionen von Stade über Agathenburg, Jesteburg, Buxtehude, Buchholz bis Harburg nahmen an dem Festival teil, boten ein vielfältiges Programm aus Führungen, Ausstellungen, Workshops und anderen Veranstaltungen und brachten nicht nur ihre aktuellen Ausstellungen und Künstler*innen sondern auch die Geschichte ihrer Kunstorte näher.

„Ziel des Festivals war es, die vielfältige Kunstlandschaft im Süden Hamburgs zu präsentieren und neue Zielgruppen anzusprechen, aber auch aufzuzeigen, wie und warum manche Orte zu Kunststätten wurden und warum sie für ihre Art Kunst besonders gut geeignet sind“, so Heiko Langanke, Initiator der SuedArt24 und Vorsitzender der Kunstleihe Harburg. Dies gelang den Organisatoren durch die Auswahl ungewöhnlicher Orte für die Veranstaltungen, wie zum Beispiel Schloss Agathenburg, Marschtorzwinger Buxtehude oder der Freiluftgalerie Walls Can Dance. Und die Finissage der Ausstellung der Buchholzer Künstlerin Kegel-Judis am 30. Juni, die auch das Ende der SuedArt24 markierte, war vor vollem Haus im Buchholzer Kunstverein zugleich Sinnbild dieser Resonanz. Als Erfolg aber sehen die Kooperationspartner*innen vor allem auch die angeregten Gespräche unter den Besucher*innen. Die Nebeneinanderstellung völlig verschiedener Ansätze und Kunstperspektiven sorgten für eine ungewohnte Auseinandersetzung mit Kunst an sich.

Besonders beliebt unter mehr als 30 Programmpunkten waren die Führungen, die den Teilnehmern einen Einblick in die Geschichte oder auch Architektur der Kunstorte gaben. In den Workshops konnten die Teilnehmer selbst kreativ werden und Kunstwerke gestalten. Das Festival SuedArt24 hat gezeigt, welch großes kreatives Potenzial im Süden Hamburgs steckt. Es ist zu hoffen, dass es auch in Zukunft ähnliche Veranstaltungen geben wird, die die Kunst und Kultur der Region fördern. „Aktuell überlegen wir für das kommende Jahr eine große Ausstellung mit den regionalen Künstler*innen aus der südlichen Metropolregion zu initiieren, damit auch sie eine angemessene Bühne für ihr Schaffen erhalten“, so Langanke, der aktuell größere Räume dafür sondiert. „So könnten Orte und ihre Ausstellungen auf der einen Seite und die lokalen Künstler*innen auf der anderen Seite im jährlich wechselnden Modus die ganze Bandbreite an Kunst darstellen.“

Insgesamt war das SuedArt24 Festival ein voller Erfolg, der die Lust auf mehr geweckt hat. Und das Programmheft, das neben der Präsentation der aktuellen Ausstellungen sich auch als stilvolles Nachschlagewerk zur Kunstszene südlich der Elbe entpuppte, fand großen Zuspruch.

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„Red Bull“ nun in der Artothek https://www.tiefgang.net/red-bull-nun-in-der-artothek/ Fri, 05 Mar 2021 23:50:29 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7692 [...]]]> Buxtehude. Im Jubiläumsjahr des Jugendliteraturpreises Buxtehuder Bulle bietet die städtische Artothek der Hansestadt Buxtehude Kunst- wie Literaturinteressierten einen besonderen Neuankauf:  Die Buxtehuder Künstlerin Britta Lange ließ sich vom Bullen inspirieren und fertigte 2019 den Holzschnitt „Red Bull“ in einer limitierten Auflage. Das Kunstwerk (70 x 70 cm) kann, sobald die Artothek wieder für den Publikumsverkehr geöffnet ist, ausgeliehen werden.

Noch bis Mitte März ist der Holzschnitt als Teil einer Schaufenster-Präsentation zu „50 Jahre Buxtehuder Bulle“ bei Optiker Büsch, Zwischen den Brücken 2, in Buxtehude zu sehen.

Über die Künstlerin Britta Lange:

Sie ist am 16. Juni 1968 in Lüneburg geboren und hat ihre Kindheit und Jugend in Buxtehude verbracht. Nach dem Studium als Kommunikationsdesignerin in Hamburg mit den Schwerpunkten Illustration, Fotografie und Typografie war sie von 1992 bis 2001 als Art-Direktorin und Kreativ-Direktorin in verschiedenen Werbeagenturen in Hamburg tätig. Seit 2002 arbeitet sie als freischaffende Künstlerin und Art-Direktorin.

An der VHS Buxtehude gibt sie seit 2010 Kurse für Kinder und Erwachsene im künstlerischen Bereich. Im Februar 2016 gründete sie die Druckwerkstatt & Atelier. In meinem eigenen Atelier und meiner Werkstatt unterrichtet sie Druck- und Maltechniken für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Seit Dezember 2020 ist sie Mitglied im Bund Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) der Bezirksgruppe Stade-Cuxhaven.

www.leseorte.de/artothek-der-stadt-buxtehude

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Kraftvolle Kunst-Präsenz https://www.tiefgang.net/kraftvolle-kunst-praesenz/ Fri, 06 Sep 2019 22:29:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5733 [...]]]> Die Kunstszene Harburgs ist vielfältig und breit. Dies zeigte sie nun einmal mehr – aber in Buxtehude.

Harburg Kunstleihe ist noch jung, da sie erst Anfang diesen Jahres als eine Artothek ins Leben gerufen wurde. Doch sie machte es nicht nur erstmals in Hamburg möglich, für wenig Geld zeitgenössische lokale Kunst für Zuhause, das Büro oder die Praxis leihen zu können, sondern vernetzte auch die Harburger Künstlerinnen und Künstler auf neue Art und Weise.

Bei 3. Buxtehuder Kunstfest präsentierte sich nun der Kunstzirkel erstmals an einem gemeinsamen Stand und offenbarte die Stärke ihrer Vielfalt. Direkt neben dem Alten Rathaus Buxtehudes, in dem die städtische Buxtehuder Artothek gerade ihr 35jähriges Bestehen feiert, zeigten 15 Künstlerinnen und Künstler aus Harburg ihre Positionen der Kunst. Zu sehen farbstarke Landschaftsbilder von Christine Waldbüßer oder Jan Ratschat, digitale Fotoarbeiten von Petra Hagedorn oder Philipp Meuser, Acrylarbeiten von Anne Flad, Yvonne Lautenschläger oder Gabriele Wendtland oder auch Zeichnungen von Irmgard Gottschlich oder Pflanzenarbeiten von Antje C. Gerdts oder Harald Finke und viele andere mehr. Beide Festtage waren  trotz der Hitze sehr gut besucht und viele Gäste waren überrascht von der beeindruckenden Vielfalt aus der Nachbarschaft.

Aufgebaut: der Stand der Harburger Kunstgruppe (Foto: Sonja Alphonso)

„Der Buxtehuder Artothek sind wir sehr verbunden  und es war uns eine Freude, in direkter Nachbarschaft mit einem Stand neben dem Alten Rathaus auch die Harburger Kunstszene zeigen zu können“, so Sabine Schnell vom Kunstzirkel der SuedKultur. „Manche Buxtehuder waren überrascht, dass Hamburg erst jetzt – 35 Jahre später – eine Kunstleihe etabliert. Auf der anderen Seite war es für viele Harburger Künstler beeindruckend, die Buxtehuder Artothek mit ihrer Vielfalt und doch jung gebliebenen Kunst erstmals zu besuchen. Und auch der Austausch mit anderen Kunstschaffenden auf dem Fest hat alle Seiten bereichert“, so Schnell weiter.

Sonja Alphonso, die ebenfalls  am Stand der Initiative SuedKultur beteiligt war: „Man merkt dem Buxtehuder Kunstfest an, dass der Cheforganisator Sven Brauer selbst Künstler ist. Das Fest ist mit viel Umsicht und Charme entwickelt und somit vorbildlich, wie man zeitgenössische Kunst einer breiten Öffentlichkeit nahe bringt.“ Als Zeichen der Verbundenheit kündigte der Leiter des Buxtehuder Kunstfestes, Sven Brauer, dem SuedKultur-Team an, in Kürze selbst der Harburger Kunstleihe einen Besuch abzustatten und auch ein eigenes Werk zur Ausliehe mitzubringen.

Nach dem künstlerischen „Ausflug“ will das Kunst-Team der SuedKultur sich nun aber wieder voll auf die Kunstleihe Harburgs konzentrieren. Dort sind derweil mehr als 40 Werke an diverse Haushalte und Büros verliehen und so wird es Zeit die Sammlung wieder „aufzufüllen“. Einige Drucke, die aus einer privaten Sammlung überlassen wurden, sind frisch gerahmt. Die Kunstinitiative der Technischen Uni Hamburg will einige ihrer Bestandswerke über die Kunstleihe einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen und auch das Fernsehen hat sich angekündigt, um in Kürze einen filmischen Bericht über die Tätigkeit der Harburger Kunstleihe zu machen. Es ist also viel zu tun.

Wer Interesse hat, kann die rund 150 Werke umfassende Ausstellung der Kunstleihe jeden Sonntag von 12-17h in der ehemaligen Filiale der Sparkasse Harburg-Buxtehude, Eißendorfer Straße 124 besuchen. Dort stehen dann auch meist Kaffee, Kuchen oder ein Glas Sekt bereit und laden zum Austausch.

Wer ein Werk leihen möchte, tut dies für 3 Monate und für 6,- € Leihgebühr. Ein Personalausweis sollte unbedingt mitgebracht werden.

Just Anfang dieser Woche besuchte das NDR-Fernsehen die Harburger Kunstleihe für das Hamburg Journal:

Weiterführende Links: www.sued-kultur.de/kunstleihe; facebook.com/KunstleiheHarburg; instagram.com/kunstleihe

 

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Harburger Kunst goes Buxtehude https://www.tiefgang.net/harburger-kunst-goes-buxtehude/ Fri, 09 Aug 2019 22:44:32 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5585 [...]]]> Am Wochenende (24./25. August) wird zum dritten Mal die Buxtehuder Innenstadt zur Kunstmeile. Und eine Gruppe Künstler*innen aus Harburg sind dabei.

Es war einfach mal eine Idee, die aber so gut einschlug, dass sie nun bereits zum dritten Mal in Folge umgesetzt wird. Am letzten August-Wochenende präsentieren sich wieder 30 Stände mit Künstlerinnen und Künstlern sowie Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerkern beim Buxtehuder Kunstfest. Buxtehude wird an dem Wochenende zwischen dem Historischem Rathaus und dem Ostfleth zur einzigen Kunstmeile.

Wie erfolgreich so ein Konzept aufgeht, zeigt, dass es in diesem Jahr mehr Bewerbungen für die Pavillons gab, als Plätze zu vergeben waren. Eine vierköpfige Fachjury hat lokale wie europäische Künstlerinnen und Künstler ausgewählt und setzt dabei auf eine Mischung aus bekannten Ausstellenden und denjenigen, die sich an den zwei Tagen zum ersten Mal in Buxtehude präsentieren möchten. Ein Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf Zeichnungen und Illustrationen. Auch digitale Kunst wird zu entdecken sein, erklärt Künstler und Mitorganisator Sven Brauer. Aus seiner Feder stammt erneut das Veranstaltungsplakat, das, wie im Urban Sketching üblich, mit Fineliner und Aquarell gezeichnet wurde.

„Wir wollen Kunst niedrigschwellig präsentieren und dabei für eine lauschige, familiäre Atmosphäre in der Stadt sorgen“, so Torsten Lange, Fachgruppenleiter Kultur, Tourismus und Marketing der Hansestadt Buxtehude. Deshalb habe man sich in diesem Jahr gegen die große Bühne und lieber für kleinere Podeste für das abwechslungsreiche Rahmenprogramm in der Fußgängerzone entschieden.

Und auch etliche Künstler*innen rund um die zu Jahresbeginn gegründete „Kunstleihe Harburg“ – derweil als Projekt in einen Verein überführt – nehmen erstmals kollektiv teil. Denn die Kunstleihe, die jeden Sonntag im Nachbarschaftstreff Eißendorfer Straße 124 von 12-17 Uhr nicht nur rund 150 Werke vorwiegend lokaler Künstler*innen ausstellt sondern bei Interesse auch für kleines Geld verleiht, ist zugleich ein eigenes Netzwerk der lokalen Kunst geworden. „Und dies ist erstmals die Idee, mal zusammen eine Ausstellung zu organisieren und solidarische Präsenz zu zeigen“, so Sabine Schnell von der Kunstleihe Harburg. „Es ist eine Menge Arbeit für ein*e einzelne*n Künstler*in, an solchen Kunstevents teilzunehmen: es braucht ein Vielzahl an Werken, Organisation, Eigenvermarktung, Transport und natürlich die Präsenz vor Ort. Das ist nicht jedem gegeben und nicht regelmäßig übers Jahr zu schaffen“, ergänzt sie. Da macht es Sinn, als Kollektiv aufzutreten und einen Stand für alle zu belegen.

„Und dem Buxtehuder Kunstfest merkt man an, dass es mit Liebe und Leidenschaft konzipiert ist. Da findet sich ebenso eine Gemeinsamkeit wie auch Buxtehude stolz auf seine jetzt 35jährige Artothek sein kann. Da sind wir die greenhorns und den Kunstverleihern. Und Frau Wiegel von der Buxtehuder Artothek hatte uns im Vorfeld gute Tipps gegeben und auch Mut gemacht. Auch das verbindet uns mit Buxtehude!“

Das Gute an der gemeinsamen Ausstellung der Harburger*innen in Buxtehude ist aber auch, dass die Betrachter eine recht gute Auswahl an verschiedenen Werken, Techniken und Ansätzen vorfinden. Und dort können sie eben mal nicht geliehen sondern auch gekauft werden. Unter den Künstler*innen finden sich unter anderen Anne Flad, Jürgen Havlik, Irmgard Gottschlich, Antje Gerdts, Harald Finke, Jan Ratschat, Christine Waldbüßer, Sabine Schnell oder auch Gabriele Wendland. Der Stand/Pavillon des Kunstteams Harburg wird an beiden Tagen direkt neben dem Alten Rathaus Buxtehude zu besuchen sein, in dem auch die Buxtehuder Artothek geöffnet  haben wird.

Also, für Kunstinteressierte mehr als ein Grund, sich mal nach Buxtehude aufzumachen. An dem Sonntag, 25. August, bleibt dann allerdings die Kunstleihe in Harburg geschlossen …

Beim Kunstfest ist auch die Buxtehuder Artothek im Historischen Rathaus geöffnet. Also eine Chance, sich anzuschauen, was eine gestandene Artothek an Kunst so im Bestand hat.

Ein weiteres Highlight des Buxtehuder Kunstfestes ist die Kinderkulturkarawane „Sosolya Undugu Dance Academy“. Sie tritt am Samstag 25. August, um 14.30 Uhr und am Sonntag, 25. August, um 11.30 Uhr auf dem Rathausmarkt auf. Das Projekt ist Teil der „Undugu -Bewegung“, die mittels Musik und Tanz für Respekt und Verständnis zwischen den verschiedenen Stammeskulturen in dem afrikanischen Land einsetzt. Im Brückenschlag zwischen Künsten, Traditionen und Bräuchen thematisiert die „Sosolya Undugu Dance Academy“ z.B. brisante Rituale wie die Genitalverstümmelung in Uganda und fordert zum gesellschaftlichen Umdenken auf.
Für die musikalische Unterhaltung sorgen außerdem die  Straßenmusikbank FREAKAZ und Max Kratz mit seiner Violine.
Musikalisch geht es auch nach dem Kunstgenuss weiter. Dann lädt das Stadtjugendorchester Buxtehude am Samstag, 24. August von 17 – 19 Uhr in den Buxtehuder Stadtpark zum Picknickkonzert. Mit selbstmitgebrachtem Picknickkorb oder mit einer von dem Stadtjugendorchester gefüllten Picknicktasche für 18 Euro, der Lunch-Bag für zwei für 13 Euro oder der Single-Bag für acht Euro, die vor Ort erhältlich sind, können Besucherinnen und Besucher den Nachmittag auf einer Decke bei moderner Blasmusik ausklingen lassen.

Für das leibliche Wohl der angereisten Künstlerinnen und Künstler ist Mitorganisator Olaf Iwersen von der Rösterei am Fleth an beiden Kunstfesttagen zwischen Fleth und Rathaus mit seinem Bollerwagen unterwegs. Seine Rösterei lädt an beiden Tagen zum Kaffeegenuss ein.

Im Marschtorzwinger werden Zeichnungen, Bilder, Objekte von Jürgen K.F. Rohde gezeigt. Die Ausstellung unter dem Titel „sowohl – als – auch“ ist vom 20. August bis zum 29. September zu sehen. Der Künstler, dem anlässlich seines 80. Geburtstag in diesem Jahr, diese Retrospektive gewidmet ist, wird während des Kunstfestes an beiden Tagen jeweils von 15 – 17 Uhr persönlich im Marschtorzwinger anwesend sein.

Das 3. Buxtehuder Kunstfest findet am Samstag, 24. August, von 11 – 18 Uhr und am Sonntag, 25. August, von 11 – 17 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

Weiterführende Links:

www.buxtehude-kunstfest.de; www.sued-kultur.de/kunstleihe; www.facebook.com/KunstleiheHarburg; www.instagram.com/kunstleihe

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„Wertschätzung regionaler Künstler!“ https://www.tiefgang.net/wertschaetzung-regionaler-kuenstler/ Sat, 18 Mar 2017 08:00:21 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=768 [...]]]> Alle reden von Kunst – in Buxtehude und anderswo leiht man sie auch. In der Artothek. Einfach so und für wenig Geld. Und gibt damit den regionalen Künstlern nicht nur gebührende Wertschätzung. ´Tiefgang` fragte mal nach bei der Leiterin Susanne Wiegel – und stieß auf ein offenes Ohr und Herz für die Kunst!

Tiefgang (TG): Die Artothek Buxtehude, die Sie leiten, besteht bereits seit 1984. Wie und von wem kam seinerzeit die Idee auf?

Susanne Wiegel: Zwei Buxtehuder Künstler haben die Idee an die Stadt herangetragen. Die Idee wurde vom Kulturamt und dem Kulturausschuss dankend aufgenommen. Der Anfangsbestand betrug 58 Bilder und stammte aus dem eigenen Bestand der Verwaltung.

TG: Wie genau darf ich mir als kunstinteressierter Nutzer die Nutzung der Artothek vorstellen?

Wiegel: Das ist den Nutzungsbedingungen zu entnehmen.

TG: Welche Künstler finden sich vorrangig im Inventar der Ausleihe?

Wiegel: Regionale Künstler.

TG: Wie viele Bilder stehen zur Auswahl und wie viele Nutzer können Sie mittlerweile zu Ihren „Kunden“ zählen?

Wiegel: 524 Exponate, die aus Bildern, Skulpturen und Kleinplastiken bestehen. Zur Zeit haben wir 33 Nutzer und Kolleginnen und Kollegen der Hansestadt Buxtehude für die Büroräume.

TG: Wie ist der Kunstbestand zustande gekommen oder wie wird er erweitert?

Wiegel: Der Bestand setzte sich anfänglich aus 58 Bildern zusammen, ausschließlich aus bereits bestehenden Ankäufen der Stadtverwaltung. Es werden Werke aus Ausstellungen, Galerien und Messen angekauft. Jährlich allerdings höchstens zwei Bilder. Erweiternd kommen dann Leihgaben von Künstlerinnen und Künstler hinzu. 

TG: Kann ich auch als Hamburger die Artothek Buxtehudes nutzen?

Wiegel: Ja! Auch Hamburger beziehungsweise Nicht-Buxtehuder sind herzlich willkommen!

TG: Welche Rolle spielen die regionalen Künstler für die Artothek?

Wiegel: Eine sehr große. Der Anspruch unserer Artothek ist, im Rahmen der Künstlerförderung möglichst jeden regionalen Künstler mit einem Exponat in der Artothek vertreten zu haben.

„Fanny und Franny“ des Künstlers Ralf-Rainer Odenwald können Sie problemlos zuhause bestaunen. (Quelle: Artothek Buxtehude)

TG: Wie sehen die Künstler selbst das „Spielfeld“ Artothek? Gibt es einen regelmäßigen Austausch, werden Ideen eingebracht, Ausstellungen initiiert?

Wiegel: Ja gibt es. Ideen können eingebracht werden und es werden fünf Ausstellungen im Jahr organisiert.

TG: Heutzutage wird gerne und immer alles an Zahlen festgemacht. Gibt es Zahlen zu den Kosten aber auch zum Kunstbestand der Artothek? Worüber wird die Artothek finanziert? Ist dies regelmäßig ein „kritisches Thema“?

Wiegel: Wir haben ein Budget von 5.500,- Euro im Jahr. Davon werden die Versicherung, die Ankäufe und Reparaturen beglichen. Für 524 Exponate insgesamt. Es wird alle paar Jahre wieder in der Politik über die Kosten neu diskutiert. Allerdings wird es immer sehr schnell fallengelassen. Durch die Feststellung, dass der Kostenaufwand zum Nutzen sehr gering ist. Die letzte Diskussion wurde 2011 geführt. (Anm. d. Red.: Personal und Räume sind in dem Budget nicht einbezogen und werden von der Hansestadt Buxtehude bestritten).

TG: Werden Bilder regelmäßig und für wie viel Geld erworben? Woran wird ein Preis festgemacht?

Wiegel: Zwei Bilder pro Jahr. Der Preis wird gar nicht so genau festgemacht. Wir entscheiden das recht individuell.

 TG: Ist die „Wertschätzung“ der Kunst durch die Artothek gestiegen? Und wenn, woran lässt sich das festmachen? Gibt es „Anekdötchen“?

Wiegel: Ich denke, dass es eine gute Möglichkeit ist, sich mit Kunst auseinanderzusetzen und das alle halbe Jahr neu. Die Wertschätzung ist die Förderung der regionalen Künstler. Es kommen auch immer wieder Kindergärten oder Grundschulen zu uns, die sich bei uns Kunst ausleihen. Also auch eine gute Möglichkeit sich mit Kunst bereits in jungen Jahren zu beschäftigen. Es war mal ein Kindergarten bei uns. Die Kinder haben mehrere Bilder gemeinsam gewählt. Ein Mädchen war dann ganz traurig, da ihr Bild nicht ausgesucht worden ist. Am nächsten Tag kam dieses Mädchen mit den Eltern in die Artothek und das Bild wurde für das Kinderzimmer mitgenommen.

TG: Wie sind die Perspektiven der Buxtehuder Artothek in den kommenden Monaten und Jahren?

Wiegel: Meiner Meinung nach sehr gut. Die Artothek hat einen guten Ruf.

TG: Was würden sich noch wünschen für die Kunst in Buxtehude?

Wiegel: Ich denke für die Kunst wird in Buxtehude viel getan.

 TG: Vielen Dank für das Gespräch und die Erkenntnisse …

 

Termin:

Im Rahmen des Verkaufsoffenen Sonntages am 2.4.2017 von 13.00 – 18.00 Uhr hat die Artothek Buxtehude, Breite Straße 2, 21614 Buxtehude geöffnet. Es werden dort die Ankäufe von 2015 und 2016 präsentiert.

Zum Künstler Ralf-Rainer Odenwald finden Sie weitere Informationen hier: ralfrainerodenwald.de

(Die Fragen für ´Tiefgang` stellte Heiko Langanke)

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