Artothek Harburg https://www.tiefgang.net Fri, 12 Apr 2019 10:48:43 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.2 Die Kunstleihe zieht zu Ostern um https://www.tiefgang.net/die-kunstleihe-zieht-zu-ostern-um/ Fri, 12 Apr 2019 22:38:30 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5122 [...]]]> Sie öffnete erst Ende Januar ihre Türen im Kulturprojekt „3falt“ in der Neuen Straße. Doch die Dreifaltigkeitskirche soll bis zum Verkauf erstmal wieder leer stehen. Zum Glück hat die Kunstleihe nun ein „Asyl“ gefunden.

Die Kunstleihe Harburg – Hamburgs erste Artothek, in der man für wenig Geld lokale Kunst leihen kann – öffnet ab Sonntag, dem 28. April, 12h seine Türen an einem neuen Standort: dem Nachbarschaftstreff  Eißendorfer Straße 124 – der ehemaligen Filiale der Sparkasse Harburg-Buxtehude.

Am Ostersonntag (21.4.) hat die Kunstleihe somit geschlossen!

Nachdem die Harburger St.Trinitatis das Kulturprojekt „3falt“ in der leerstehenden Dreifaltigkeitskirche in der Neuen Straße für beendet erklärte, wurde auch der erst Ende Januar hergerichtete Saal im Obergeschoss des dortigen Gemeindehauses obsolet. Einen eigenen Raum und in guter Lage zu mieten, ist zum jetzigen Stand nicht möglich, da es noch an Mitteln für Ausstattungen und der Gründung einer eigenen Körperschaftsform fehlt. „Die Miete für einen ganzen Monat zu berappen und doch nur ehrenamtlich sonntags öffnen zu können, wäre wirtschaftlicher Blödsinn“, so Mitorganisator Heiko Langanke von der Initiative SuedKultur. „Daher sind wir froh, mit der Eisenbahnbauverein Harburg eG eine Partnerin  aus Harburg gefunden zu haben, mit der wir uns erst einmal auf die wesentlichen, nämlichen inhaltlichen Dinge konzentrieren können.“ Und da die Räume über ausreichend variablen Raum verfügen, ist eine Kooperation als provisorische Bleibe zunächst einmal für ein Jahr vereinbart.

Vorstandsvorsitzender der EBV, Joachim Bode: Da der von uns und der Baugenossenschaft Finkenwärder Hoffnung eG betriebene Nachbarschaftstreff noch neu ist und an den Wochenenden in der Regel nicht genutzt wird, bot es sich an, der Artothek „Asyl“ zu gewähren. Ich gehe davon aus, dass beide Projekte davon profitieren.“

Zu Ostern nun packen die Akteure der Kunstleihe in der Neuen Straße ihre Sachen, transportieren sie in die Eißendorfer Straße 124 und bringen dort auch Leisten zur temporären Hängung leihbarer Kunstwerke an. „Da auch etliche andere Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften diesen Nachbarschaftstreff für ihre Mieter nutzen, ist es eine klassische win-win-Situation. Denn Kunst auf eine gewisse Zeit zuhause wirken zu lassen, ist vielen noch unbekannt. Die, die es bisher nutzten, waren aber alle begeistert“, so Sonja Alphonso von der Kunstleihe.

Und so wird die Harburger Kunstleihe ab Sonntag, dem 28. April wieder von 12-17h geöffnet haben, Kunst ausstellen und bei Interesse zur Verleihung mitgeben. Die Leihgebühren betragen gerade einmal 6,- € für ein Vierteljahr.

Auch wer das Projekt in anderer Form unterstützen will, kann gerne vorbeikommen oder sich bei den Kunstleihe-Akteuren unter kunstleihe@sued-kultur.de oder per Telefon 040 – 300 969-48 melden. Bei Kaffee und Kuchen und manchmal auch Sekt treffen sich Interessierte und oftmals auch lokale Künstler*innen  selbst bei den Kunstleihe-Tagen und tauschen sich über Harburgs Kulturszene aus.

In Vorbereitung ist auch eine weitere Kooperation mit Studierenden der Abteilung „arts and change“ der in Harburgs Hafen sitzenden Medical School Hamburg. Hier sind Kurse und Seminare der Kunstvermittlung im Gespräch.

Weiterführender Link: www.sued-kultur.de/kunstleihe

]]>
Refugium Neuenfelde und Artothek https://www.tiefgang.net/refugium-neuenfelde-und-artothek/ Sat, 24 Jun 2017 06:27:37 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=1459 [...]]]> Am kommenden Donnerstag tagt der Harburger Kulturausschuss letztmalig vor der Sommerpause und es stehen zwei interessante Kulturthemen an: Neuenfelde und Artothek.

Die Sitzung findet am Do., 29. Jun. 2017 ab 18h im Mehrzwecksaal im Sozialen Dienstleistungszentrum Harburg, Harburger Rathausforum 1, 21073 Hamburg statt.

Als zweiter Tagesordnungspunkt ist das Projekt „Refugium für urban gestresste Menschen“ – Wie geht es nun weiter?“ Thema. (siehe auch Tiefgang-Artikel „Keep cool im Großstadtpfuhl“)

Hintergrund: Von März bis August 2016 hat der gemeinnützige Verein Stadtkultur Hafen e.V. zusammen mit dem Büro für Kunst Bauen Stadtentwicklung üNN auf eigene Initiative zwei Häuser in der Hasselwerder Straße in Neuenfelde ausgiebig erforscht. Es handelte sich um gut 120 Jahre alte Häuser, die seit einem Jahrzehnt aufgrund der Airbus Landebahnverlängerung leer standen. Insbesondere wurden die Eigenarten der Häuser, die Bausubstanz und der hübsch verwilderte Garten erkundet. Nun sind Vertreter von „Stadtkultur Hafen e.V.“ und „überNormalNull“ in den „Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit“ eingeladen, um dort über die weitere Entwicklung des Projektes zu berichten.

Als nächster Punkt der Tagesordnung ist dann das Thema „Artothek für Harburg?“ vorgesehen.

Auf Bestreben der Initiative SuedKultur (die selbst keine Anträge einbringen kann) hatte die CDU im April diesen Jahres das Thema in die Bezirksversammlung eingebracht. „In vielen Städten und Gemeinden, auch im Harburger Umland, bestehen Artotheken, bei denen Werke aktueller Kunst kostenlos oder gegen geringe Gebühr ausgeliehen werden können. Diese Einrichtungen dienen der Kunstvermittlung und der Künstlerförderung. Sie sind häufig öffentlichen Bibliotheken, Kunstvereinen, Kulturämtern, Museen oder Volkshochschulen angegliedert“, heißt es in der Drucksache

Darauf hin sollte eine Stellungnahme der Behörde für Kultur und Medien der Stadt Hamburg zum Thema eingeholt werden, welche Möglichkeiten der Kunstvermittlung und Künstlerförderung über Artotheken geschaffen oder verbessert werden können, welche Rahmenbedingungen dafür bestehen und in welchem Umfang die Frage der Einrichtung von Artotheken auch in den Bezirken in der Vergangenheit geprüft worden ist. Diese liegt nun schriftlich vor und wird nun thematisiert werden.

Die Sitzung ist zu einem Großteil öffentlich und kann von interessierten Bürger*innen besucht werden. Die Unterlagen zur Sitzung finden Sie hier online. sitzungsdienst-harburg

 

]]>