Ausbildung – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Fri, 13 Apr 2018 07:34:30 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.3 Poesie goes EAST https://www.tiefgang.net/poesie-goes-east/ Fri, 06 Apr 2018 22:38:09 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3436 [...]]]> Manches im Leben ist so schön wie ein Gedicht. Wer davon mehr haben will, kann dies nun auch studieren: Poesie als Studium. Und zwar direkt in Harburg …

Ab dem Wintersemester 2018/19 ist es möglich, den Studiengang EAST mit dem Schwerpunkt  ‚Poesie‘ zu studieren. Bewerber*innen, die sich insbesondere in poetischem Arbeiten und Gestalten ausbilden möchten, also insbesondere mit dem Schreiben, Lesen und verschiedenen Formaten von Literatur beschäftigen wollen, absolvieren etwa 30% des Studiums in poetisch-künstlerischer Theorie und Praxis. Darüber hinaus lernen sie auch die Grundlagen anderer Künste kennen: Musik, Performing Arts, Bildende Kunst, Digitale Medien.

Poesie in sozialen Veränderungsprozessen

Worte, Sprache, Schreiben und Lesen sind Universalien unserer Kultur und stellen zentrale Kompetenzen in Kommunikationsprozessen und für Beziehungsgestaltungen zur Verfügung. Das ‚In Worte fassen können‘ ermöglicht es, subjektive Wahrnehmungen von Welt zur Sprache zu bringen und damit in einen Dialog mit anderen und der Welt einzutreten. So können wir persönliche, soziale und gesellschaftspolitische Verhältnisse gestalten und Teilhabe erleben. 

Wir kreieren und ordnen unser Leben in Geschichten

Das Verfassen und Erfassen von ästhetisch gestalteter Schrift und Sprache in ihren unterschiedlichen Genres ermöglicht die Erfahrung von individueller Autor*innenschaft. Im Sinne eines kunstanalogen Prozesses sind diese Erfahrungen von Selbstwirksamkeit und Kohärenz übertragbar und ermöglichen es, sich als aktive Gestalterin nicht nur auto-biografischer oder fiktionaler Texte zu erleben und zu verstehen, sondern auch als aktiver Teil einer poiesis von Lebenswelt.

Daher eignet sich ein derart intermediales, angewandt-literarisches Studium zur erfolgreichen Arbeit in verschiedenen sozial-kulturellen Feldern, in kulturellen Bildungsprojekten aber auch der gesundheitlichen Vorsorge und Selbstfürsorge. Über die fachliche Qualifikation hinaus bietet es ein professionelles Netzwerk mit interessanten beruflichen Anknüpfungsmöglichkeiten und Perspektiven.

  • Studieninhalte und Aufbau
  • Zulassungsvoraussetzungen
  • Berufliche Perspektiven
  • Studieninhalte und Aufbau

Ca. 30% des Unterrichts findet im Schwerpunkt Poesie statt. Die verbleibenden 70% bestehen aus gemeinsamem Studium mit den Studierenden der anderen künstlerischen Schwerpunkte.

Das Schwerpunktstudium umfasst vor allem die Vermittlung einer erfahrungsgesättigten und soliden poetisch-künstlerischer Praxis und Theorie in Bezug auf unterschiedliche Praxisfelder:

 

Kontexte I

  • Die Kultur- und Entwicklungsgeschichte des Schreibens und Lesens sowie der Poesie
  • Literatursoziologischer und anthropologisch-philosophischer Bezugsrahmen
  • Autorinnen- und Poesie-Begriff: Positionen, Haltungen und Selbstverständnisse

Kontexte II

  • Handwerkskoffer des Kreativen Schreibens und des Einsatzes von Poesie, Literatur und Storytelling
  • Strategien und Konzepte poetischen Gestaltens beim Schreiben und Lesen
  • Intermedial-schriftstellerische Strategien und deren Anwendung
  • Performative und partizipatorische poetische Strategien
  • Poetische Projektarbeit: Von der Idee zum Konzept und in die Umsetzung
  • Autor*innenschaft, Textproduktions und -publikationsverfahren

Kontexte III

  • Wahrnehmung und Selbstwirksamkeit in poetischen Veränderungsprozessen
  • Literaturpädagogik, Poesie- und Bibliotherapie, Schreib-, Lese- bzw. Graphotherapie, Graphologie
  • Berufliche Perspektiven, konkrete Anwendungsfelder und Netzwerken mit professionellen Akteurinnen

Verantwortlich und Ansprechperson: Professorin Kerstin Hof, M.A., eMail an kerstin.hof(at)medicalschool-hamburg.de

als PDF-Download: arts-and-change.de

Quelle: arts-and-change.de/east-schwerpunkt-poesie

 

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Theater, Theater, der Vorhang geht auf … https://www.tiefgang.net/theater-theater-der-vorhang-geht-auf/ Sat, 10 Jun 2017 08:00:16 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=1310 [...]]]> Was Katja Ebstein einst besang, hat an Reiz nie verloren. Insbesondere die Augen der Kleine werden groß, wenn im Zirkus erstmals Akrobaten, Jongleure und Artisten zu bewunden sind und manchen wird es ein Leben lang alles andere als langweilig. Jetzt kann man es auch in Hamburg lernen.

In Freiburg im Breisgau gibt es schon seit Jahren diesen Ausbildungsweg. Nun kommt er auch erstmals nach Hamburg. „In den frühen 90er Jahren gehörten wir zu den Pionieren der gerade entstehenden zirkuspädagogischen Landschaft und haben durch unser Angebot die Zirkuspädagogik im deutschsprachigen Raum maßgeblich mitgeprägt“, so Bruno Zühlke vom Zentrum für Artistik & Theater namens JoJo. „Deshalb freuen wir uns ganz besonders, dass die Weiterbildung in Kooperation mit dem Circus Abrax Kadabrax (Zirkus der Evangelischen Jugend Hamburg) sich nun auch im „Hohen Norden“ etabliert hat.“

Aus dem großen Interesse an Zirkus und Zirkuskunst hat sich in den vergangenen 25 Jahren die Zirkuspädagogik als eigenständiger Bereich entwickelt. „Unsere Angebote vermitteln allen ZirkusTheater-Interessierten eine qualifizierte Weiterbildung in diesen Bereichen. Neben der Vermittlung von Zirkustechniken stellt die Verbindung mit theatralischen Mitteln einen besonderen Schwerpunkt dar.“ Alle Kursleiter*innen der Weiterbildung verfügen über jahrelange Unterrichts-, Bühnen- und Zirkuserfahrung und sind so auch gefragte Referenten im In- und Ausland.

Aber was genau lernt man?

Anliegen der Weiterbildungen ist es, ausgehend vom eigenen spielerischen, theatralischen und artistischen Handeln, den Teilnehmenden Grundelemente der einzelnen Bereiche zu vermitteln. „Learning by doing“ ist dabei der erste Grundsatz unserer Kursarbeit. Die eigenen spielerischen Fähigkeiten werden gefördert und vertieft. In allen Phasen wird der Spielprozess und die angewandten Techniken reflektiert, sowie auf die Umsetzung in dem jeweiligen Arbeitsfeld der Teilnehmenden eingegangen. Die speziellen methodischen und didaktischen Erfordernisse der Zirkuspädagogik werden vermittelt und erlernt.

Los geht´s im Oktober 2017. Genaue Infos, Lerninhalte, Module, Kosten etc. finden sich in einem 20seitigen PDF samt Anmeldeformular auf der website: stadtkultur-hh.de

(09. Jun 2017, hl)

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