Barmbek – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Tue, 18 Aug 2020 12:23:32 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.5 Von wegen Amateure! https://www.tiefgang.net/von-wegen-amateure/ Fri, 21 Aug 2020 22:58:01 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7175 [...]]]> Hunderte Amateur*innen musizierten letzte Woche zusammen aber auf Abstand und verteilt in der ganzen Stadt. Denn sie wollten sich mal wieder Gehör verschaffen …

Am Freitag, 14. Aug. – also genau 5 Monate nach dem offiziellen Lockdown – gingen unter dem Motto „Wir verschaffen uns Gehör!“ an elf verschiedenen Orten der Stadt gut 20 Ensembles für diese Aktion auf die Straße. Ihr Ziel: auf Abstand, aber zusammen musizieren. Mitbekommen konnte man es nur, wenn man zufällig in der Nähe war, denn ein organisiertes Konzert war, konnte und sollte es nicht sein.

Unter Federführung des Hamburger Landesmusikrates wiesen die im Verband organisierten Amateurmusiker*innen auf ihre spezielle Situation in Zeiten der Pandemie hin. Und die Idee sorgte allerorten für spontane Aufmerksamkeit und abwechslungsreiche Unterhaltung. Während etwa nahe der Hamburger Einkaufsmeile Mönckebergstraße an der St. Jacobi-Kirche erst das klassische Orchester‘91 spielte, dann von dem Seniorenchor Älter und Besser und dem Nachwuchs-Männerchor The Baritones mit völlig unterschiedlichen Repertoires abgelöst wurde, jazzte es im Schroedinger‘s nahe dem Fernsehturm mit den Alabama Hot Six und der Traditional Old Merry Tale Jazzband. siehe TV-Bericht auf „Hamburg1“

In Barmbek gaben an der Zinnschmelze stimmgewaltig der MusicAlive und der Belle Alliance Chor ihr Können zum Besten, ein paar Straßen weiter fragte sich auch der Hauschor der autofreien Wohnsiedlung Saarlandstraße: „Wo sollen wir singen?“. Zeitgleich überraschten im Bergedorfer Schlosspark das Ensemble Variante und der Chor Schall & Rauch. In Altona traten ein Jodelchor, ein Teil des Landesjugendorchesters und der Vokalkreis Reinbek auf, während sich in St. Georg das Mandolinenorchester SOL und die Oriental Band im Hartwig Hesse Quartier zusammenfanden. Weiteren Jazz konnte man in Sasel von der Southland New Orleans Jazzband und von den BilleBläsern auf der Kulturachse Billstedt hören. Auch in Langenhorn wurde musiziert, dort erfreute das Norddeutsche Zupforchester die Passanten im Einkaufszentrum.

„Wir haben die Auftritte nicht ankündigen wollen“, so Landesmusikrat-Geschäftsführer Thomas Prisching, „denn es hätte vermutlich jede Menge Publikum angezogen und dafür können wir keine Sicherheit garantieren.“ Also hatte man sich für Spontankonzerte entschieden, die nur vorbeieilende Passanten bemerken konnten.

Und noch etwas Besonderes hatten die musikalischen Darbietungen inne: überall waren Markierungen zwischen den weit auseinander stehenden Musizierenden zu sehen. Denn und gerade bei Chören und Blasmusikensembles ist ein Abstand von 2 Metern zwischen den Personen einzuhalten, was ein „Miteinander“ eines Ensembles sowohl vor ein Platzproblem als auch ein akustisches stellt, da einzelne Stimmen dann auch weit auseinanderliegen und die Abstimmung untereinander schwieriger wird.

Auf verteilten Handzetteln war zu lesen, dass viele der über ganz Hamburg verteilten Ensembles nicht über ausreichend große Räume zum Proben verfügen und auf bürgerliche Mithilfe hoffen. Gefragt sind daher alle Bürger*innen der Stadt, denen leere Gebäude, Hallen und große Räume bekannt sind, diese an den Landesmusikrat unter rudat@lmr-hh.de zu melden, um den betroffenen Chören, Orchestern und Ensembles zu helfen. „Kommerzielle Mieten sind für die Betroffenen nicht leistbar“, so Matthias Rieger, Vizepräsident des Landesmusikrates. „Aber wir arbeiten mit Hochdruck daran, andere kreative Lösungen zu finden, wie z. B. die Übernahme von Patenschaften für Hamburger Ensembles durch Hamburger Unternehmen.“

Und ohne gemeinschaftliches Proben droht manches Ensembles auseinanderzufallen. Rosemarie Pritzkat, unter anderem Leiterin vom Hamburger Knabenchor „The Baritones“, die vor dem Kirchenportal der St. Jacobi-Kirche nahe der Mönckebergstraße imposant ihre Stimmkunst verdutzten Passanten darboten, weiß, wie schnell Amateure in probefreier Zeit sich ganz anderen Hobbies widmen können: „Gerade bei den Jugendlichen kann da schnell ein ganz anderes Interesse gefunden werden und manches Talent geht verloren!“ Das wiederum macht auch den Ensembleleitungen zu schaffen. Sie bekommen für ihre teils hochqualifizierte Arbeit bei den Proben meist ein geringes Entgelt, das nun aber auch oft in Frage steht. Und so zieht die Krise immer weitere Kreise. Gunnar Thielemann von der Oldtime-Jazzcombo „Alabama Hot Six“, die im „Schroedinger‘s“ auftraten, war daher froh, dass er mit seinen Kollegen überhaupt mal wieder auftreten konnte. „Es ist weit weg von Konzerten mit 200 Besuchern oder mehr. Aber wir sind ja schon glücklich, wenn wir überhaupt wieder zusammenspielen!“

Weiterführend: Landesmusikrat Hamburg e.V.

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„Unantastbar“ online https://www.tiefgang.net/unantastbar-online/ Fri, 24 Apr 2020 22:54:54 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6811 [...]]]> Besondere Umstände bedürfen besonderer Formate. Und so fand die diesjährige Verleihung des Stadtteilkulturpreises einfach online statt.

Diese Woche wurde der 17. Hamburger Stadtteilkulturpreis in einer Onlinezeremonie an die Projektreihe „Unantastbar. Grundrechte – Greif zu!“ der Zinnschmelze verliehen. Der Senator für Kultur und Medien Dr. Carsten Brosda überreichte den mit 12.000 Euro dotierten Preis stellvertretend für das Gremium der Preisgeber online an Sonja Engler von der Zinnschmelze.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Es sind besondere Umstände, unter denen wir den diesjährigen Stadtteilkulturpreis verleihen. Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, die eigentliche Preisverleihung in ein so gelungenes Online-Format zu bringen und die teilnehmenden Projekte sowie das Gewinnerprojekt virtuell, aber von Herzen zu ehren. Mit viel Elan und Engagement hat sich die Zinnschmelze samt Kooperationspartnern mit der Projektreihe ‚Unantastbar. Grundrechte – Greif zu!‘ dafür eingesetzt, die Auseinandersetzung mit unserer Demokratie zu fördern und das kulturelle Leben unserer Stadt noch zugänglicher, offener und vielfältiger zu gestalten. In Zeiten, in denen wir mit vielen Einschränkungen umgehen müssen, freue ich mich besonders, die Grundrechte in ihrer Unantastbarkeit zu würdigen und hoffe auf ein baldiges Wiedersehen in den Stadtteilen.“

Sonja Engler, Geschäftsführung von der Zinnschmelze: „Eigentlich ist das ja ein ganz trockener Text – ein Gesetzestext. Aber genau das war auch der Kitzel daran, den da rauszuholen, aus der Staubecke: Was heißt es für uns heute? Wir fanden es attraktiv, kulturell damit zu arbeiten. So, dass es Spaß macht. Wir holen das in den Alltag, wir sind keine Schule, wir machen Kulturprojekte, wo man selber tätig werden kann. Unser Anspruch hier als Haus ist es, Projekte zu machen, eine Arbeit zu leisten, wo wir einen gesellschaftlichen Zusammenhalt erzeugen.“

Corinne Eichner, Geschäftsführung von STADTKULTUR HAMBURG: „Mit dem Preisträgerprojekt „Unantastbar. Grundrechte – Greif zu!“ zeichnet die Jury des Hamburger Stadtteilkulturpreises in diesem Jahr ein Projekt aus, dessen Thematik nicht aktueller sein könnte. Das Projekt der Zinnschmelze und ihrer Kooperationspartner macht mit den Grundrechten ein Thema von so universaler Bedeutung zum Gegenstand seiner Arbeit und für eine breite Zielgruppe zugänglich, dass es geradezu paradigmatisch für die Qualitäten und Wirksamkeit stadtteilkultureller Arbeit und ihre politische und kulturelle Relevanz für die offene Gesellschaft steht. Wir freuen uns, dass es dank der Unterstützung und Flexibilität aller Beteiligten gelungen ist, die Preisverleihung als Film umzusetzen und trotz social distancing diese wichtige Arbeit zu feiern!“

Über die Projektreihe „Unantastbar. Grundrechte – Greif zu!“ der Zinnschmelze

Die Projektreihe „Unantastbar. Grundrechte – Greif zu!“ der Zinnschmelze befasst sich mit den verschiedenen Artikeln des Grundgesetztes. Diese werden in diversen Kulturveranstaltungen wie Performances, Tanzworkshops, multimedialen Theatervorstellungen oder Diskussionsveranstaltungen thematisiert. Ganz nach dem Motto „Demokratie geht alle etwas an“ gab es Kooperationen mit verschiedenen Projektpartnern wie dem Kulturschloss Wandsbek, dem Goldbekhaus, Lukulule und dem Jugendinformationszentrum (JiZ).

Die Jury sieht das Projekt „Unantastbar. Grundrechte – Greift zu!“ der Zinnschmelze in Barmbek als besonders preiswürdig an, da es die Auseinandersetzung mit den Grundlagen unserer Demokratie fördert und damit für eine breite Zielgruppe und alle Bevölkerungsgruppen und sozialen Milieus zugänglich macht. In Zeiten, in denen die absolute Geltung der Grundrechte nicht mehr von Allen akzeptiert wird, zeigt das Projekt die besondere politische und kulturelle Relevanz von Stadtteilkultur für eine offene, vielfältige Gesellschaft und bezieht gleichzeitig unterschiedlichste Kooperationspartner ein.

Der Stadtteilkulturpreis 2020

Gestiftet und unterstützt wird der Hamburger Stadtteilkulturpreis von der Hamburgischen Kulturstiftung, der Gabriele Fink Stiftung, der Patriotischen Gesellschaft von 1765 und der Behörde für Kultur und Medien. Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. unterstützt die Umsetzung. STADTKULTUR HAMBURG, der Dachverband für Lokale Kultur und Kulturelle Bildung, ist als Experte und Szenekenner für Konzeption und Durchführung des Wettbewerbs zuständig. Von Anfang Oktober bis Anfang Dezember 2019 konnten sich kulturelle Initiativen, Zentren und Vereine sowie Einzelpersonen, die sich in der Stadtteilkulturarbeit in Hamburg engagieren, für den Preis bewerben. Nach einer Vorauswahl der Teilnehmenden durch die Preisstifter ermittelte eine unabhängige Jury – bestehend aus Robert Hillmanns vom zakk Düsseldorf, der ehemalige Direktorin der Bücherhallen Hamburg Hella Schwemer-Martienßen und der Geschäftsführerin der Klaus und Lore Rating Stiftung Caroline Sassmannshausen – den Preisträger. Gerade in schweren Zeiten wie diesen braucht es Kultur, die den Zusammenhalt stärkt. Die Stadtteilkultur fungiert auch virtuell als Brückenbauer und stärkt Teilhabe, Vielfalt und das Miteinander durch innovative Kultur- und Bildungsangebote.

So wurde am Dienstag, den 21. April 2020 auch der mit 12.000 Euro dotierte Hamburger Stadtteilkulturpreis vom Senator für Kultur und Medien Dr. Carsten Brosda virtuell übergeben. Die Moderation der Veranstaltung übernahm auch 2020 wieder Daniel Kaiser, Leiter der Kulturredaktion von NDR 90,3.

Das Verleihungsvideo: 

 

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Barmbeks kulturelle Hoffnung https://www.tiefgang.net/barmbeks-kulturelle-hoffnung/ Fri, 29 Nov 2019 23:31:30 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6109 [...]]]> Kultur braucht Orte, um blühen zu können. In Barmbek ensteht so einer und birgt allerlei Hoffnungen.

In der Mitteilung der Behörde für Kultur und Medien heißt es:

„Am Wiesendamm entsteht derzeit ein neues Theaterzentrum, in dem künftig das Junge SchauSpielHaus, die Theaterakademie und das Institut für Kultur- und Medienmanagement der Hochschule für Musik und Theater (HfMT) beheimatet sein werden. Im Auftrag der Stadt Hamburg baut die Sprinkenhof GmbH in den Hallen der ehemaligen Werkzeugmaschinenfabrik Heidenreich & Harbeck auf rund 9.000 Quadratmetern neue Räume für Aufführungen, Proben, Lehre und Forschung. Die ersten Umbauten sind nun im Rohbau fertiggestellt.

Der Senat hatte im September 2018 die Weichen für das neue kulturelle Herz Barmbeks gestellt. Heute haben Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, Jan Zunke, Geschäftsführer der Sprinkenhof GmbH, Klaus Schumacher, Leiter des Jungen SchauSpielHauses, und Prof. Elmar Lampson, Präsident der HfMT, mit den bauausführenden Firmen das Richtfest des Gebäudes gefeiert. Ab Herbst 2020 werden die künftigen Mieter voraussichtlich mit den eigenen Einbauten beginnen können und den Ort nach und nach mit Leben füllen. Die Projektkosten liegen bei rund 36,4 Millionen Euro. Zusammen mit dem in direkter Nachbarschaft befindlichen neuen Räumlichkeiten des Freien Theaterzentrums Wiese eG entsteht so mitten in Barmbek ein neues kulturelles Zentrum.

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Mit dem Theaterzentrum Wiesendamm entsteht ein einmaliger und hochattraktiver Kultur- und Studienort, der die exzellente Ausbildung der zukünftigen Künstlerinnen und Künstler verbessern wird. Die räumliche Nähe von Theaterakademie, dem Institut für Kultur- und Medienmanagement und dem Jungen SchauSpielHaus bietet für alle Beteiligten hervorragende Möglichkeiten für gemeinsame Projekte – und stärkt das kulturelle Leben in Barmbek. Das Zusammenspiel von Ausbildung, Studium und Darstellung fördert zudem den künstlerischen Austausch und erhöht die Strahlkraft Hamburgs als Kultur- und Wissenschaftsmetropole. Hiervon werden Studierende und Theaterfans gleichermaßen profitieren.“

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „In der ehemaligen Werkzeugmaschinenfabrik am Wiesendamm entsteht ein ganz neues und vielfältiges kulturelles Zentrum. Zusammen mit anderen Kultureinrichtungen in Barmbek wird es nicht nur den Stadtteil, sondern die ganze Kulturstadt Hamburg prägen. Diese erfolgreiche Entwicklung war nur möglich, weil viele Beteiligte auf unterschiedlichen Ebenen kreativ an einem Ziel zusammengearbeitet haben. Aus dieser Zusammenarbeit können ganz neue und inspirierende Impulse für die Stadt entstehen. Kultur und Wissenschaft finden künftig am Wiesendamm hervorragende Arbeitsbedingungen und vor allem eine langfristige Entwicklungsperspektive.“

Jan Zunke, Geschäftsführer Sprinkenhof GmbH: „Wir freuen uns, als Bauherr und Eigentümer der Immobilie mit dem Jungen SchauSpielHaus und der Theaterakademie für das Gebäude der ehemaligen Eisengießerei und dem Quartier eine neue und vor allem nachhaltige Nutzung zu erhalten und damit zur kulturellen Weiterentwicklung des Stadtteils beizutragen.“

Klaus Schumacher, Leiter des Jungen SchauSpielHauses: „Wir können es kaum erwarten, das neue Theater am Wiesendamm zu beziehen. Das Junge SchauSpielHaus wird nach einer Zeit der Interimslösungen ein wunderbares Haus beziehen, das nicht nur jetzigen Verhältnissen gerecht wird, sondern auch neue Möglichkeiten für Theater für junges Publikum bietet. Barmbek ist ein toller Standort mit vielen Familien und Schulen. Das direkte Umfeld wird sehr inspirierend und wir hoffen, dass der neue Hotspot für junge Theaterkunst viele Hamburger anlocken wird.“ 

Prof. Elmar Lampson, Präsident der Hochschule für Musik und Theater: „Seit der Gründung der Theaterakademie im Jahr 2005 war es unser Ziel, alle theaterrelevanten Studiengänge in einem Haus zu vereinen. Dass unser Institut für Kultur- und Medienmanagement mit in das Haus ziehen wird, ist angesichts der sich daraus ergebenden Möglichkeiten für intensive Zusammenarbeit und interessante Synergieeffekte von herausragender Bedeutung für die Ausbildung. Mit dem Theaterzentrum am Wiesendamm wird ein einzigartiger Ausbildungs- und Veranstaltungsort mit großer öffentlicher Ausstrahlung entstehen. Ich danke dem Senat der Freien und Hansestadt Hamburg und der Thörl Stiftung dafür, dass aus diesem Ziel endlich Realität wird.“

Mit dem Umzug der Theaterakademie und des Jungen SchauSpielHauses vom ehemaligen gemeinsamen Standort in der Gaußstraße an den Wiesendamm in Barmbek, entsteht ein neuer Ort für junge Darstellende Kunst. Die Einrichtungen bekommen eine langfristige Perspektive und der gemeinsame Standort ermöglicht weiter den kreativen Austausch. Zudem wird künftig auch das Institut für Kultur- und Medienmanagement (KMM) am Wiesendamm ansässig sein, wodurch wertvolle Synergien für die Studierenden, wie gemeinsame Lehrveranstaltungen, geschaffen werden.

Das Theaterzentrum befindet sich in unmittelbare Nähe des ebenfalls neuen Freien Theaterzentrums Wiese eG, mit weiteren Aufführungs- und Probenräumen, und von Kampnagel, der Zinnschmelze, dem Museum der Arbeit und dem Hamburger Puppentheater. Diese Vielzahl an kulturellen Einrichtungen ermöglicht einen ganz neuen kulturellen Austausch unterschiedlicher Sparten.

Das Junge SchauSpielHaus Hamburg

Das Junge SchauSpielHaus Hamburg zählt zu den renommiertesten Kinder- und Jugendtheatern im deutschsprachigen Raum. 2005 als eigenständige Sparte des Deutschen SchauSpielHauses gegründet, erreichen seine Produktionen ein großes Publikum und wurden vielfach ausgezeichnet. Spielstätte ist aktuell die Große Probebühne im Deutschen SchauSpielHaus.

In der neuen Spielstätte am Wiesendamm entstehen für das Junge SchauSpielHaus auf insgesamt rund 3.500 Quadratmetern, davon gut 3.000 Quadratmeter im Erdgeschoss, zwei Bühnen und zwei Probebühnen sowie Werkstätten, Büros, Lagerflächen und die notwendigen Sozialräume. Die Bühnen werden nach jetziger Planung rund 170 beziehungsweise 70 Plätze haben. Die technische Ausstattung wird den optimalen Einsatz von künstlerischen Mitteln wie Bühnenbild, Licht, Ton und Video ermöglichen. Alle für das Publikum zugänglichen Räume sind barrierefrei erreichbar.

Am neuen Standort werden so die Bedingungen für die Weiterentwicklung und die Erweiterung des künstlerischen und theaterpädagogischen Angebots geschaffen. Künftig können umfangreiche partizipative Projekte durchgeführt werden, es gibt auch Raum für weitere theaterpädagogische oder inklusive Projekte und offene Formate wie Jugendtheaterclubs.

Die Theaterakademie Hamburg der Hochschule für Musik und Theater

Die Theaterakademie der HfMT wurde vor mehr als zehn Jahren gegründet und zählt zu den renommiertesten Ausbildungsstätten für Regie, Schauspiel, Operngesang und Dramaturgie in Deutschland. Am neuen Standort am Wiesendamm entsteht auf knapp 5.800 Quadratmetern Raum für transdisziplinäres, selbstorganisiertes und forschendes Lernen.

Die Regiestudiengänge erhalten mit zwei Bühnen und fünf Probebühnen die notwendigen Räumlichkeiten, um für Studienprojekte und Abschlussinszenierungen zu proben und erste Inszenierungen vor Publikum zu präsentieren. Der Schauspielbereich bekommt zudem eigene Studios auf einer alten Zwischenebene der Halle. Für den Masterstudiengang Oper werden Räume mit entsprechender raumakustischer Ausstattung errichtet. Die Bühnen und Probebühnen werden dabei mit neuer Bühnen-, Beleuchtungs- Ton- und Videotechnik ausgestattet, sodass die künstlerische Auseinandersetzung und Arbeit mit unterschiedlichen Medien ermöglicht wird.

Das Institut für Kultur- und Medienmanagement der Hochschule für Musik und Theater

Das KMM wurde 1987 als Institut für Kulturmanagement gegründet und ist somit die älteste Einrichtung dieser Art in Deutschland. Heute bietet das Institut für Kultur- und Medienmanagement einen grundständigen Bachelor- und einen weiterbildenden Masterabschluss im Fernstudium an, dessen Lehrveranstaltungen in über 20 deutschen Städten stattfinden. Mitten im Herzen Hamburgs kann außerdem im Präsenzstudium in vier Semestern ein Masterabschluss erlangt werden. Mit seinen über 500 Fernstudierenden und etwa 45 Präsenzstudierenden ist das Institut KMM heute nicht nur der traditionsreichste, sondern auch der größte Anbieter von Kulturmanagement-Studiengängen in Deutschland. Das Institut befasst sich in Lehre und Forschung mit allen Aspekten des Kulturmanagements wie der Projektsteuerung, des Marketings, der Finanzierung u.a. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den Themenfeldern Führung, Innovation und Digitale Transformation. Die räumliche Nähe zur Theaterakademie schafft bisher ungeahnte Kooperationsmöglichkeiten zwischen künstlerischer und kulturmanagerialer Praxis direkt im eigenen Haus.“

Quelle: www.hamburg.de/bkm

 

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Kunstraum in Barmbek https://www.tiefgang.net/kunstraum-in-barmbek/ Fri, 15 Mar 2019 23:57:13 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5006 [...]]]> Während in Harburg die Initiative SuedKultur seit Jahren den Mangel an Ateliers und Musikproberäumen  thematisiert, werden anderswo aktiv welche geschaffen. Nun geht es auf nach Barmbek.

Die Hamburg Kreativ Gesellschaft vermietet ab sofort (März 2019) mehrere Räume als Atelier- oder Büroräume in einer zweigeschossigen, sanierten Gewerbefläche in Barmbek-Süd. Auf einer Fläche von insgesamt ca. 700 m² sind im Souterrain und Hochparterre der Hufnerstraße knapp 20 Büro- und Atelierflächen frei, die zunächst mit einer Laufzeit von 5 Jahren an Akteure aus der Kreativwirtschaft vermietet werden. (Für einzelne Räume gelten kürzere Laufzeiten). Die Mietfläche wurde komplett renoviert (Fassaden, Dächer, Innenräume, Sanitäre Einrichtungen). Insgesamt stehen 19 Büro-/Atelierräume zur Verfügung, davon 9 Räume im Souterrain (UG) und 10 Räume im Hochparterre (EG). Die einzelnen Nutzungseinheiten sind zwischen ca. 12 – 65 m² groß. Voraussichtlicher Mietpreis: ca. 12,50 € / m² inkl. aller Nebenkosten. Mietpreis berechnet sich aus individueller Nutzfläche (Raum) zzgl. anteiliger Gemeinschaftsfläche.

Neue Atelier- und Büroräume in Barmbek-Süd ab sofort

Adresse: Hufnerstraße , 22083 HH

Kategorie: Büro /Atelier

Verfügbar ab: 1.3.2019

Verfügbar bis: 31.1.2024

Fläche: ca. 700 m²

Deckenhöhe: ca. 3,5 m

Etage: Souoterrain + Hochparterre

Anzahl der Zimmer: 19

Zustand: saniert

Heizung: Zentralheizung

Wasser: ja

Strom: ja

WC: ja

Lautstärkenbegrenzung: ja

Sonstiges

BESICHTIGUNGSTERMINE: Adresse: Hufnerstraße 20, 22083 Hamburg || Mi. 20.03.2019 14:30 Uhr. Melden Sie sich bei Interesse an einem der Besichtigungstermine bitte per Mail an:

Ansprechparter/in: Lisa Spelge, Tel.: 040 87 97 986- 11, lisa.spelge@kreativgesellschaft.org

 

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