Brozilla https://www.tiefgang.net Fri, 19 Dec 2025 13:45:45 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 Sommer im Park – mit Hape und dem Doktor https://www.tiefgang.net/sommer-im-park-mit-hape-und-dem-doktor/ Sun, 21 Dec 2025 23:40:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=13024 [...]]]> Das dritte Quartal 2025 fühlte sich in Harburg wie ein tiefes, befreiendes Durchatmen an – ein Sommer, der die politische Schwere und die bürokratische Starre des Frühjahrs mit einer Mischung aus bürgerschaftlicher Wärme, intellektuellem Anspruch und einer überraschenden Prise Glamour wegspülte.

Während die Hamburger City noch immer mit den Scherben der Ära Volpi und den Debatten um den Milliarden-Opernneubau beschäftigt war, bewies der Süden, dass wahre kulturelle Relevanz nicht in Marmor gemeißelt wird, sondern in der Begegnung auf Augenhöhe entsteht.

Ein leuchtendes Beispiel für diese Harburger Lebensfreude war das Fest „Sommer im Park“. Inmitten der grünen Lunge des Bezirks wurde spürbar, wie sehr die Menschen nach Orten lechzen, an denen Kultur ohne Barrieren und ohne Dresscode stattfindet. Es war ein Fest der Zwischentöne: Hier trafen lokale Musikgrößen auf Familienpicknicks, und die Stimmung war geprägt von jener unaufgeregten Nahbarkeit, die man nördlich der Elbe oft vergeblich sucht. Genau in diese entspannte Atmosphäre platzte eine Nachricht, die wie ein Lauffeuer durch den Bezirk ging: Hape Kerkeling wurde gesichtet! Der Entertainer, bekannt für sein feines Gespür für Milieus und seine Liebe zum Authentischen, schien sichtlich Gefallen an der unprätentiösen Harburger Art zu finden. Sein Auftauchen als „Horst Schlemmer“ wirkte fast wie ein inoffizieller Ritterschlag für die Szene – ein Signal, dass man hier nicht nur „Problemchen“ wälzt, sondern eine Lebensqualität pflegt, die selbst prominente Beobachter*innen anzieht, die das echte Hamburg jenseits der Elbphilharmonie-Postkarten suchen.

Doch Harburg beließ es nicht beim Feiern, sondern nutzte die Sommerhitze für eine gesellschaftliche Abkühlung der besonderen Art. Mit der neuen Tiefgang-Reihe „Dr. Sommer der Demokratie“ startete ein Projekt, das wie ein Erste-Hilfe-Kurs für das gesellschaftliche Miteinander wirkte. In einer Zeit, in der die politische Debatte oft zwischen Resignation und Eskalation schwankt, bietet dieses Format seither den nötigen Raum, um über demokratische Werte zu sprechen. Es war die konsequente Weiterführung jener Fragen, die die Gruppe Interurban bereits im Winter an die Karstadt-Fassade projiziert hatte: Wer ist die Stadt, und wie wollen wir in ihr leben? „Dr. Sommer“ nimmt diese Fäden auf und webt sie in einen Dialog ein, der neugierig und begeisterungsfähig statt belehrend ist. Es geht um die Heilung kleinerer und größerer demokratischer Blessuren – eine Therapieform, die Harburg mit seinem Mix aus unterschiedlichsten Biografien gut zu Gesicht steht.

Diese demokratische Praxis spiegelte sich auch in der unermüdlichen Arbeit der Kunstleihe Harburg wider. Die Reihe „Kunst vor Ort“ nutzte die Sommermonate, um die Schwellenängste vor der Kunst endgültig abzubauen. Im Juli bot die letzte Depot-Führung in der Sammlung Falckenberg einen faszinierenden Blick in die Schatzkammern der Malerei, bevor im August der Graffitikünstler Brozilla die Heimfeld Hall Graffiti-Wand zum Gegenstand eines visuellen Spektakels machte. Es ist diese Form der Vermittlung, die den Hamburger Süden auszeichnet: Kunst wird nicht nur gezeigt, sie wird erklärt, angefasst und buchstäblich von der Wand genommen, um sie in die Wohnzimmer der Bürger*innen zu tragen. Während man in der HafenCity noch über exklusive Stiftungsverträge ohne Bürgerbeteiligung brütete, wurde in Harburg die Teilhabe längst gelebt.

Parallel dazu hielt der Sommer auch Momente der kritischen Selbstreflexion bereit. In Buxtehude wurde die Geschichte lebendig gehalten, indem thematische Führungen die Strukturen des Nationalsozialismus beleuchteten. Diese historische Tiefenbohrung bildete das notwendige Fundament für die modernen Freiheitswerte, die gleichzeitig beim Nachwuchswettbewerb „Local Heroes“ gefeiert wurden. Junge Bands und Solokünstler*innen aus der Region erhielten hier die Bühne, die ihnen zusteht – ein nachhaltiger musikalischer Aufbruch, der weit über den Sommer hinauswirken wird.

Zum Ende des Quartals im September verdichtete sich die Stimmung schließlich im Stadtmuseum Harburg. Die Ausstellung des Stadtmalers Ralf Schwinge, die bereits seit Mai die Seele des Bezirks dokumentierte, erreichte ihren Höhepunkt. Schwinge, der als Chronist den Wandel zwischen Abriss und Neubau festhält, wurde in seinen Künstlergesprächen zum Moderator einer ganzen Stadtgesellschaft. Hier wurde deutlich, dass die Harburger*innen ihren Stadtteil nicht nur als Wohnort, sondern als Gestaltungsraum begreifen.

Rückblickend war das dritte Quartal 2025 der Beweis dafür, dass Harburg keine goldenen Opernhäuser braucht, um kulturell zu strahlen. Die Mischung aus dem „Sommer im Park“, der klugen Provokation von „Dr. Sommer der Demokratie“ und der unverhofften Prise Prominenz durch Hape Kerkeling hat gezeigt: Der Hamburger Süden ist ein Ort, an dem Kultur atmet, Fragen stellt und vor allem die Menschen zusammenbringt. Während Hamburg-Mitte noch über das monumentale Erbe der Vergangenheit rätselte, tanzte Harburg bereits in die Zukunft – locker, nahbar und mit einem unerschütterlichen Glauben an die Kraft des Dialogs.

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Harburgs Kunstszene hautnah erleben! https://www.tiefgang.net/harburgs-kunstszene-hautnah-erleben/ Fri, 13 Jun 2025 22:07:17 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11963 [...]]]>

Nach den Erfolgen der Vorjahre lädt der Kunstleihe Hamburg e.V. auch 2025 wieder zu seiner beliebten Reihe „Kunst vor Ort“ ein.

Der Sommer 2025 lädt wieder auf eine faszinierende Reise durch die vielfältige Kunstszene Harburgs ein, die begeistert, inspiriert und völlig neue Perspektiven auf die lokalen Kulturschätze eröffnet!

Was einst aus der Not der Pandemiezeit geboren wurde, um dem Mangel an zugänglichen Kunstausstellungen und anregenden Kunstgesprächen entgegenzuwirken, hat sich zu einem wahren Highlight im Harburger Kulturkalender entwickelt. „Kunst vor Ort“ bietet eine einzigartige Gelegenheit, hinter die Kulissen etablierter Kunstinstitutionen zu blicken und die pulsierende Kreativität des Hamburger Südens aus nächster Nähe zu erleben. Heiko Langanke, Vorsitzender des Kunstleihe Harburg e.V., bringt es auf den Punkt: „Was ist die Kunst ohne Orte, wo sie zu sehen ist? Mit den ‚Kunst vor Ort‘-Führungen geben wir die Möglichkeit, mal hinter die Kulissen und Wände der Kunstorte zu schauen und so mal einen ganz anderen Blick auf Kunst in Harburg zu erlangen.“

Diese Reihe „Kunst vor Ort“ ist nicht nur eine Führung, sondern ein Erlebnis, das Wissen vermittelt, zum Dialog anregt und die Schönheit und Bedeutung von Kunst in unserer unmittelbaren Umgebung sichtbar macht. Es ist die perfekte Gelegenheit, Harburg neu zu entdecken und sich von der Kreativität der Stadt mitreißen zu lassen. Diese einzigartige Möglichkeit sollte man sich nicht entgehen lassen! Die Teilnehmer*innenzahlen sind begrenzt, daher ist eine frühzeitige Anmeldung dringend empfohlen. Die Touren gehen etwa 1,5 bis 2 Stunden. Sichern Sie sich Ihren Platz für unvergessliche Einblicke in die Harburger Kunstwelt.

Freuen Sie sich also auf ein abwechslungsreiches Programm, das die Vielfalt Harburger Kunst in den Mittelpunkt rückt und Sie Woche für Woche in neue Welten entführt:

Die Termine

  • Samstag, 28. Juni, 14 Uhr: Das Stadtmuseum Harburg öffnet seine Türen für die Ausstellung „Ralf Schwinge – Harburg in neuen Ansichten“. Erleben Sie im Beisein des Künstlers rund 150 Skizzen, Zeichnungen und Gemälde, die den Bezirk aus ganz aktuellen Perspektiven zeigen. Ein faszinierender Dialog zwischen Tradition und Moderne. (Teilnehmer auf 10 begrenzt, 8,- € pro Person)

  • Freitag, 4. Juli, 15 Uhr: Erkunden Sie die beeindruckende Heimfeld Hall Graffiti-Wand bei einem speziellen Rundgang mit dem Graffiti-Künstler Brozilla. Treffpunkt ist die Kirche S-Bahnstation Heimfeld. Lassen Sie sich von der lebendigen Streetart-Szene Harburgs begeistern. (Spende erbeten)

  • Freitag, 4. Juli, 16 Uhr: Entdecken Sie den Harburger Kunstpfad bei einem spannenden Rundgang mit Hans-Ulrich Niels. Startpunkt ist am Tubabläser auf dem Harburger Rathausplatz. Erkunden Sie Harburgs Kunst im öffentlichen Raum, von monumentalen Wandgemälden bis zu Skulpturen – diese Tour zeigt, wie Kunst das Stadtbild prägt und belebt. (Spende erbeten)

  • Sonntag, 6. Juli, 15 Uhr: Lassen Sie sich von der Open-Air Galerie Walls Can Dance verzaubern. Treffpunkt ist der Bahnhof Harburg, Ausgang Moorstraße/Innenstadt. Bestaunen Sie die faszinierenden Graffitis und Murals, die Harburg zu einer lebendigen Leinwand machen. (Spende erbeten)

  • Freitag, 18. Juli, 16 Uhr: Ein weiterer Rundgang auf dem Harburger Kunstpfad mit Hans-Ulrich Niels wartet auf Sie, ebenfalls startend am Tubabläser auf dem Harburger Rathausplatz. Nutzen Sie die Gelegenheit, vielleicht Neues zu entdecken oder sich noch einmal von den beeindruckenden Werken zu inspirieren. (Spende erbeten)

  • Sonntag, 20. Juli, 15 Uhr: Tauchen Sie erneut ein in die urbane Kunstszene bei einem weiteren Rundgang durch die Open-Air Galerie Walls Can Dance. Startpunkt ist wieder der Bahnhof Harburg, Ausgang Moorstraße/Innenstadt. (Spende erbeten)

Das Depot (Foto: Deichtorhallen / Sammlung Falckenberg)

  • Mittwoch, 23. Juli, 16 Uhr: Erhalten Sie eine weitere Gelegenheit für eine Depot-Führung in der Sammlung Falckenberg in der Wilstorfer Str. 71. Die begrenzten Plätze sind begehrt! (Eintritt 10,- €, bis 15 Personen)

  • Samstag, 26. Juli, 14 Uhr: Das Stadtmuseum Harburg öffnet erneut seine Türen für die Ausstellung „Ralf Schwinge – Harburg in neuen Ansichten“. Ein zweiter Termin im Beisein des Künstlers für alle, die das faszinierende Zusammenspiel von Kunst und Stadtleben nicht verpassen möchten. (Teilnehmer auf 10 begrenzt, 8,- € pro Person)

  • Mittwoch, 30. Juli, 16 Uhr: Die letzte Gelegenheit für eine Depot-Führung in der Sammlung Falckenberg in der Wilstorfer Str. 71 in dieser Reihe. Sichern Sie sich unbedingt Ihren Platz! (Eintritt 10,- €, bis 15 Personen)

  • Samstag, 2. August, 15 Uhr: Der letzte Termin für den Rundgang zur Heimfeld Hall Graffiti-Wand mit dem Graffitikünstler Brozilla. Treffpunkt ist die Kirche S-Bahnstation Heimfeld. Lassen Sie sich dieses visuelle Spektakel nicht entgehen! (Spende erbeten)

Das gesamte Programm hier zum Download. Anmeldung und weitere Informationen: Bitte melden Sie sich verbindlich per E-Mail unter kontakt@kunstleihe-harburg.de oder telefonisch unter 040-300 969 48 an.

Der Kunstleihe Hamburg e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, lokale, zeitgenössische Kunst von Harburger Künstler*innen zu verleihen und so einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Der Verein fördert das Verständnis und die Wertschätzung für Kunst in der Region.

Die Reihe „Kunst vor Ort“ wird gefördert vom „Verfügungsfonds Harburg Innenstadt / Eißendorf-Ost“.

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„Harburgs Zukunft liegt in den Händen seiner Jugend!“ https://www.tiefgang.net/harburgs-zukunft-liegt-in-den-haenden-seiner-jugend/ Fri, 13 Dec 2024 23:22:39 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11376 [...]]]> Über Harburgs Zukunft reden ohne die, die sie haben werden? Ein Projekt lud zur Ideensammlung.Seit Mitte 2023 prägt ein leeres Kaufhaus das Bild der Harburger Innenstadt. Während die Diskussion um die zukünftige Nutzung des Gebäudes in vollem Gange ist, werden die Stimmen derjenigen, die am meisten davon betroffen sind, oft überhört. Junge Menschen gehören maßgeblich zu den zukünftigen Nutzer*innen des Schippsee-Quartiers und sollten ihre Ideen und Wünsche in den Prozess mit einbringen dürfen!
Das Projekt „Junge Stimmen – Harburgs Zukunft gestalten!“ der Harburger Künstler*innen Claudia Kulenkampff und Brozilla bringt genau diese jungen Menschen an den Tisch und gibt ihnen eine Plattform, ihre Ideen und Wünsche für die Zukunft ihrer Stadt zu äußern.
In zweitägigen Workshops mit Jugendlichen und Jungerwachsenen erkundeten sie gemeinsam die Harburger Innenstadt und sammelten ihre Eindrücke und Bedürfnisse. Mittels Fotografie hielten sie Leerstände und Orte fest, um diese dann als Motiv kreativ zu gestalten. Mittels kreativer Graffitis verliehen die Jugendlichen ihren Ideen Ausdruck. Sie gestalteten Schablonen, lernten Streetart-Techniken und beschäftigten sich intensiv mit ihrem Stadtteil.
Die jungen Künstlerinnen und Künstler wurden zu aktiven Akteuren der Stadtentwicklung und ihre Stimmen werden in die Diskussion um die Zukunft Harburgs einfließen. Das Projekt „Junge Stimmen – Harburgs Zukunft gestalten!“ förderte so nicht nur die künstlerische Ausdrucksfähigkeit und das Selbstbewusstsein der Jugendlichen, sondern stärkte auch ihr Verantwortungsbewusstsein für ihre Stadt.

„Wir sehen das Projekt als einen wichtigen Schritt, um die Zukunft Harburgs gemeinsam und generationenübergreifend zu gestalten und laden sie herzlich zu unserer Abschlussausstellung ein, bei der wir die Ergebnisse präsentieren werden“, so Claudia Kulenkampff.

Ausstellung am Montag, den 16. Dezember 2024
Uhrzeit 14.30 – 19.00 Uhr
Ladenfläche im UG Phoenixcenter, links neben Mediamarkt

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Frohes Fest! https://www.tiefgang.net/frohes-fest-2/ Fri, 23 Dec 2022 23:01:55 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9600 [...]]]> Auch dieses Jahr hat es sich der Harburger Künstler Brozilla nicht nehmen lassen, uns an seinem angestammten Ort an der Haake in Heimfeld einen bildlichen Weihnachtsgruß zu hinterlassen …

Und auch wir wünschen Euch ein Frohes Fest und auf dass alle 2023 wieder die Kultur auch im Süden der Stadt mit Tiefgang genießen!

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Kultur wird Jahre brauchen … https://www.tiefgang.net/kultur-wird-jahre-brauchen/ Sat, 09 Jan 2021 08:30:30 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7543 [...]]]> War 2020 einfach nur für die Tonne? Wir haben bei Kulturschaffenden nachgefragt. Heute der Harburger Künstler Brozilla.

Wie hat sich die Pandemie im Arbeitsalltag 2020 bemerkbar gemacht?

Sehr massiv. Mit dem ersten Lockdown entschwanden nach und nach auch nahezu alle Termine. Geplante Reisen, Workshops und Ausstellungen mussten verschoben bzw. gecancelled werden. Aus einer eher stressigen Jahresplanung galt es dann das Beste aus der Situation zu machen und mit der nicht ganz sorgenfreien Ruhe umzugehen.

Wie weit werden die Nachwirkungen nachhallen?

Das lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht ganz abschätzen. Sollten alle abgesagten Termine nachgeholt werden, steht mir eine arbeitsreiche Zeit nach dem Lockdown bevor. (lacht)

Was waren 2020 die gravierendsten Entwicklungen?

Zunächst einmal wohl der unhinterfragte Aufstieg von Amazon und google zu den alleinigen Marktführern mit schwindelerregend hohen, steuerfreien Umsatzrekorden. Eine Gesellschaft die sich immer mehr spaltet, isoliert und vor allem langweilt. Das Vermummen in der Öffentlichkeit ist per Gesetz von der Regierung angeordnet. Dass ich das noch erleben darf … (lacht)

Die Maschine der Weltwirtschaft stand für einen Moment nahezu still.

Was hat 2020 an neuer Kreativität hervorgebracht?

Ich finde wenig. Der Überlebenskampf in der Kulturszene hat eher dazu geführt, dass sich die Akteure bemüht haben mittels neuer Medien ein Angebot zu schaffen, mit dem sich der Lebensunterhalt finanzieren lässt. Ich hab da nichts gesehen, was besonders experimentell oder avantgardistisch daher kam. Nach dem anfänglichen Streamingboom und den Balkonkonzerten erfasste dann doch die Mehrheit die Lethargie.

Wirklich kreativ sind nur die neurechten Verschwörungskasper. (lacht)

Was war das persönlich einschneidenste Erlebnis in 2020?

Ich habe in 2020 unglaublich viel Solidarität erfahren. Mit dem Lockdown kamen die Anfragen für Auftragsleinwände. Mir schien es so, als wollten mich die Kunden und Sammler bewusst in diesen Zeiten unterstützen. Das haben sie auch und darüber freue ich mich sehr!

Was ist für 2021 absehbar?

Das kann ich tatsächlich noch nicht sagen. Theoretisch könnte ich sofort nach Namibia fliegen oder nach Detroit. Ich vermisse auch meine Freunde in Armenien und in der Schweiz.

Ich steh´ also in den Startlöchern und warte auf den Startschuss.

 Was wäre in 2021 wünschenswert?

Dass die Menschen anfangen, sich an eine Welt mit weniger Lohnarbeit zu gewöhnen und die neugewonnene Zeit für sich zu nutzen. Nicht nur über die Einschränkungen im Amusementsektor zu klagen, sondern Gestalter des eigenen Lebens zu werden.

Was wird von 2020 bleiben?

Aktuell  Covid-19. (lacht)

Kurzfristig werden wir es wohl mit den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zu tun bekommen. Auch viele Kleinbetriebe werden wohl den Besitzer wechseln und die Kulturbranche wird auch Jahre brauchen um sich davon zu erholen.

Dauerhaft  wird sich vermutlich nur die Maske in Grippephasen bei einigen halten.

 

Gerrit Fischer alias Brozilla, Künstler

Die Idee, das künstlerische Werk unter dem Pseudonym BROZILLA zu veröffentlichen, entwickelte der 1979 geborene Hamburger Gerrit Fischer im Jahr 2008 und fußt auf den Wurzeln des Künstlers in der Graffiti-Szene.

Seit 1994 widmete er sich dem autodidaktischen Studium der Graffiti-Malerei und setzte sich dabei zunächst intensiv mit der ungefragten Umgestaltung des öffentlichen Raumes auseinander.

Seit 2012 zeigt Brozilla seine Leinwandarbeiten auf Ausstellungen, bietet Graffiti- Workshops an und verbreitet seinen Namen auf dem Globus.

brozilla.org

 

 

 

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Dennoch: Schönes Fest! https://www.tiefgang.net/dennoch-schoenes-fest/ Thu, 24 Dec 2020 11:37:52 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7495 [...]]]> Alle Jahre wieder… Die Spaziergänger in der Haake in Heimfeld haben schon darauf gewartet und Brozilla hat sie nicht enttäuscht: das Weihnachtsgraffiti.

Jedes Jahr gestaltet der Urban-Art-Künstler Gerrit Fischer alias BROZILLA die für ihn freigegebene Mauer in der Kuhtrift mit einem Weihnachtsmotiv. Dabei sorgte er durch seine kritischen Inhalte schon für manche Aufregung. Dieses Jahr stimmt er versöhnliche Töne an.

Wer seine sportlichen Aktivitäten aufgrund der Corona-Verordnungen in die Heimfelder Haake verlagert hat, wird in diesen Tagen einen ca. 6 Meter großen Weihnachtsmann im Wald entdecken können. Ausgestattet mit Farbrolle und Sprühdosen scheint er von Stadt zu Stadt zu ziehen um seine Weihnachtsbotschaft zu verkünden. “Dieses Jahr mal statt Konsum, Liebe und Zuversicht schenken“ steht in großen zerlaufenen Lettern an der Wand. “gez. Santa“ gibt den Hinweis auf den Verfasser.

„An seiner Technik im Umgang mit der Farbrolle könnte er noch ein wenig arbeiten, aber inhaltlich stimme ich dem Weihnachtsmann zu“, kommentiert BROZILLA die Arbeit seines vermeintlichen Mitstreiters augenzwinkernd. Hinter BROZILLA verbirgt sich der 41 Jährige Heimfelder Gerrit Fischer, der seit vielen Jahren in der Harburger Kulturszene aktiv ist und auch international für seine großformatigen Wandgemälde anerkannt ist.

Drei Tage hat er für die Gestaltung der ca. 40m langen und 6m hohen Wand gebraucht. „Ich möchte den Menschen in der diesjährigen Weihnachtszeit ein Stückchen Leichtigkeit zurück geben“, sagt Fischer. Die Einschränkungen durch die Corona Pandemie und jetzt der harte Lockdown vor Weihnachten würde viele Menschen schwer belasten und voller Sorge in die Zukunft blicken lassen. Auch dem Künstler haben die finanziellen Einbußen in diesem Jahr schwer zugesetzt. Und dennoch gestaltet er die Fläche vollkommen unentgeltlich.

„Mein diesjähriges Weihnachtsbild soll einfach nur Freude bereiten. Ich wünsche den Menschen in Harburg von Herzen ein besinnliches Weihnachtsfest“, begründet BROZILLA seine Motivation. Wer sein Werk vor Ort besuchen möchte, kann dies noch bis zum Frühjahr in der Straße Kuhtrift in Heimfeld in der Kurve vor der Autobahnbrücke tun. Wer die künstlerische Gestaltung der Mauer unterstützen möchte, kann sich an den Künstler selbst per email unter brozilla@gmx.de wenden.

Gerrit Fischer alias BROZILLA

Die Idee, das künstlerische Werk unter dem Pseudonym BROZILLA zu veröffentlichen, entwickelte der 1979 geborene Hamburger Gerrit Fischer im Jahr 2008 und fußt auf den Wurzeln des Künstlers in der Graffiti-Szene.

Seit 1994 widmete er sich dem autodidaktischen Studium der Graffiti-Malerei und setzte sich dabei zunächst intensiv mit der ungefragten Umgestaltung des öffentlichen Raumes auseinander. Seit 2012 zeigt Brozilla seine Leinwandarbeiten auf Ausstellungen, bietet Graffiti- Workshops an und verbreitet seinen Namen auf dem Globus. Die Fläche an der Kuhtrift gestaltet der Künstler seit 2009. Mit den Besitzern der Fläche, der Immoforst ohg besteht ein individueller Nutzungsvertrag.

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Große Kunst im hohen Bunker https://www.tiefgang.net/grosse-kunst-im-hohen-bunker/ Fri, 16 Nov 2018 23:20:34 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4530 [...]]]> Die BunkerhillGalerie im Hochbunker in der Feldstraße ist seit Jahren ein HotSpot aktueller Kunst. Jetzt kommt sogar (fast) die „Dame mit dem Hermelin“.

Wer Abgedrehtes mag und den Diskurs in Sachen Kunst sucht, ist in der BUNKERHILLGalerie im Feldstraßenbunker an der richtigen Adresse. Aus dem Süden ist dort regelmäßig unser Star-Graffiti-Künstler Brozilla zugegen und aktiv.

Diesmal sind aber selbst die ganz Großen der Kunstgeschichte in der BUNKERHILLGalerie zugegen. Denn unter anderem wird das Gemälde „Dame mit dem Hermelin“ von Leonardo da Vinci exklusiv zu sehen sein, jedenfalls beinahe…
Denn namhafte Werke von Cranach, Warhol, Beckett, Lovecraft und da Vinci dienen den 15 KünstlerInnen der Ausstellung ART ABOUT ART lediglich als Rohmaterial. Mit Konzept, Technik, Technologie und der entsprechenden Ikonografie holen sie die Meister in die Gegenwart und in den Bunker.
Das Ausstellungsthema wird jedoch noch weiter gefasst, so etwa in zwei Videoarbeiten, in denen der Bild- und Kunstraum bzw. der sozioästhetische Raum vermessen werden. Eine anspruchsvolle wie überraschende Auseinandersetzung mit anscheinend Bekanntem.

Unter den ausstellenden Künstler*innen finden sich Anna Gawrilow, Ann-Sophie Lömker, Silvia von Pock, Alexander Wagner, Cihangir Gümüstürkmen, Marlen Schulz, Daniel Kulle, Sabine Schellin, Carina Chowanek, Seoyeon Choi, Maxim Brandt, Juli Schupa, Penny Monogiou, Till Knapp und Elisa Manig.
Die Vernissage ist am Samstag, 01. Dez. um 18 Uhr, die Ausstellung läuft dann vom 02. bis 13. Dezember2018. Öffnungszeiten: Mi – So, 17 – 21 Uhr, Ort: BUNKERHILLGalerie, 5. Stock im Bunker, Feldstr. 66, der Eintritt ist frei!

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Kunstgewordenes Fleisch https://www.tiefgang.net/kunstgewordenes-fleisch/ Fri, 18 May 2018 22:05:19 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3641 [...]]]> Kunst mag eine ebensolche brotlose sein. Aber mit Fleisch ist es auch nicht unbedingt besser, wie jetzt eine Ausstellung der BUNKERHILLGalerie zeigt.

Die Auseinandersetzung mit Fleisch reizt die Künstler der Gruppenausstellung „Fleisch Flesh Meat“ zu drastischen Darstellungen. Einige Arbeiten kritisieren den Fleischkonsum, andere feiern ihn geradezu. Dabei reißen sie das Sujet aus der Sterilität der Verpackung und servieren es beispielsweise fotografisch in seiner Rohheit oder sie kontrastieren es malerisch zu dekorativen Stillleben. Eine ästhetisch herausfordernde Ausstellung für Omnivore wie auch Veganer.

Die Ausstellung wird am Sa., 26. Mai um 18h eröffnet und ist dann bis zum 27. Juni zu sehen.

Seit über einem Jahr bespielt die BUNKERHILLGalerie,  featured by Hilldegarden e.V., den Bunker in der Feldstraße. Auf 270 qm Fläche, umfasst von zwei Meter dicken Wänden, haben die Ausstellungsmacher seitdem acht Gruppenausstellungen kuratiert und etablierte Künstler, wie etwa den mehrfachen documenta-Teilnehmer Florian Borkenhagen, mit Kunststudenten der HFBK gemeinsam unter das Bunkerdach gebracht.

Die Non-Profit-Galerie ist aus dem Verein Hilldegarden, der für die Begrünung des Feldstraßen-Bunkers verantwortlich sein wird, hervorgegangen. Der Künstler Errkaa hatte die Idee, die wunderbaren Räumlichkeiten Künstlern wie Interessierten unkonventionell zugänglich zu machen. Gemeinsam mit dem Harburger Urban-Art-Künstler Brozilla hat er bereits rund 60 Künstlern Öffentlichkeit und Aufmerksamkeit geschenkt. Die besonderen Räumlichkeiten, die thematischen Ausstellungsschwerpunkte wie auch die Mischung aus Jungtalenten und etablierten Kunstgrößen ziehen Menschen aus allen Stadtteilen an: St.-Paulianer betrachten neben Eppendorfern Werke, lauschen den Eröffnungsreden und tauschen sich mit den Kunstschaffenden an der improvisierten Bar aus. Ohne Hemmschwellen. Was will man mehr?!

Vernissage: Sa., 26. Mai um 18h, BUNKERHIL Galerie, Bunker Feldstraße 66, 20 359 Hamburg, 5. Etage (Fahrstuhl vorhanden). Ausstellungsdauer bis zum 27. Juni 2018.

Weitere Infos: facebook.com

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Mit Graffitis zu Geld kommen https://www.tiefgang.net/mit-graffitis-zu-geld/ Fri, 20 Apr 2018 22:44:57 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3488 [...]]]> In Harburg kennt man seine Spraykunst aus der Haake. In Namibia lernte man ihn und das Sprayen nun auch kennen. Und das nachhaltig.

Graffitis auf Häuserwänden und Zügen sind aus den weltweiten Metropolregionen kaum mehr weg zu denken. Überhaupt  gibt es nur noch wenige weiße  Flecken auf den Landkarten dieser Erde.

Namibia ist ein solch weißer Fleck. Trotz der unmittelbaren Nähe zu Südafrika und den gewachsenen Graffitiszenen in Kapstadt und Johannesburg und obwohl der  regen Tourismus seit Jahrzehnten boomt, ist der Bevölkerung “Graffiti“ ein Fremdwort.

„Ich konnte das zunächst gar nicht glauben, dass sich die Einheimischen unter dem Begriff gar nichts vorstellen konnten. Selbst im lokalen Baumarkt wurde ich mit neugierigen Blicken beäugt und von der  Kassiererin gefragt wofür ich denn so viele Sprühdosen bräuchte! Das wäre in Hamburg oder Berlin wohl eher nicht der Fall“ grinst Gerrit Fischer alias Brozilla.

50% Arbeitslosigkeit

Bildung international: Studenten von Brozilla.

Der 38 Jährige Urban Art-Künstler begann vor etwa vier Monaten mit der Planung seines Vorhabens.

Unterstützt durch den Norderstädter Bernhard Luther, der seit Jahren mit dem  „San Solar school project“ bedürftige Schulen in Namibia mit Solarenergie ausstattet, sowie dem ASB Ortsverband Hamburg Mitte und der namibischen NSDO, einer Organisation, die von Einheimischen initiiert, soziale Projekte fördert und jungen Menschen eine Perspektive bietet. Denn obwohl Namibia als eines der aufstrebenden Afrikanischen Staaten zählt, liegt die Arbeitslosigkeit bei rund 50% der Bevölkerung und die Armut ist groß.

„In der Vorbereitung wurde deutlich, dass in den Townships von Windhoek viele junge Menschen leben, die mit den unterschiedlichsten Begabungen schlichtweg keine Beschäftigung haben. So entstand die Idee, einen kostenlosen Graffiti-Workshop in den Räumen der NSDO anzubieten“, erklärt  Brozilla und ergänzt: „Wir mussten die Teilnehmerzahl dann auf 20 begrenzen, da es unmöglich gewesen wäre 100 Schüler in den Raum zu bekommen, geschweige denn alle mit Stift und Papier auszustatten.“

Erster besprühter Zug

Im Laufe des Workshops sind die Jugendlichen zu einer Gruppe zusammen gewachsen und haben sich vom ersten Zeichnen bis zu Wandgestaltungen mit dem Thema Graffiti theoretisch und praktisch auseinander gesetzt.

Trash-Art rollt künftig quer durch Namibia.

„Das hat riesig viel Spaß gemacht! Es ist aber auch belastend zu sehen, dass die Jugendlichen Graffiti lernen wollen um Geld zu verdienen. In Deutschland sprühen Jugendliche in erster Linie als Hobby, aber wer mit seiner Familie in einer Wellblechhütte am Stadtrand lebt, hat andere Sorgen als sich in der Freizeit zu beschäftigen“, so Brozilla nachdenklich.

Für seine eigene künstlerische Arbeit war dann allerdings auch noch Zeit. Krönender Abschluss der dreiwöchigen Reise war die von der namibianischen Eisenbahngesellschaft ´transnamib` genehmigte Umgestaltung eines Bahnwagons. Des ersten besprühten Zuges in Namibia überhaupt.

„Diese rollende Leinwand wird sich ab jetzt auf den Gleisen zwischen Namibia und Südafrika bewegen und den Leuten zeigen was für eine großartige Kultur das Graffitisprühen ist, bisher gab es auch nur beifallklatschende Reaktionen.“

Eins ist für den sprühenden Hamburger auf jeden Fall klar: „Graffiti ist in Namibia angekommen! Meine Schüler werden weitere Schüler in den Techniken unterrichten und das wird mit Sicherheit nicht das letzte Mal sein, das ich dieses großartige Land besuche!“

Schon für nächstes Jahr plant er einen durch Spenden finanzierten Container  mit Sprühdosen zu bestücken und das Projekt weiter wachsen zu lassen. Wer das Projekt unterstützen möchte, kann sich mit einem Geld-Betrag seiner Wahl auf folgendes Spendenkonto beteiligen:

ASB Ortsverband Hamburg-Mitte e.V.

IBAN DE9620080000 0054545400 / BIC DRESDEFF200

Stichwort: Brozilla + San solar school projekt

Auch Sachspenden werden gerne entgegen genommen, aber: „bitte nicht die rostigen Sprühdosen aus dem Keller…“, so Brozilla. Dann bitte per Mail an brozilla@gmx.de.

Namibia war in Hamburg zuletzt Thema beim transnationalen Kongress (´Tiefgang` berichtete). Vor allem weil Hamburgs Kultursenator um Vergebung bat für die kolonialen Greueltaten unter Beteiligung der Hansestadt: „Wir bitten Sie um Vergebung. Wir können nicht rückgängig machen, was passiert ist. Aber wir können nach Versöhnung streben.“

Denkmäler für deutsche Soldaten

Brozilla hat dies in Namibia aus einer anderen Perspektive miterlebt: „Die Vergebungsgeste war überhaupt kein Thema. Über die geforderten Entschädigungszahlungen der Hereros wird dagegen kontrovers diskutiert!“ Und weiter: „Es ist nicht ganz einfach sich diesbezüglich als weißer Europäer eine eigene Meinung zu bilden.“ Wohl aber habe er feststellen müssen, dass ein Großteil der  Ländereien und der Unternehmen Weißen gehörten, die dieses an ihre Nachkommen weiter geben und dafür sorgten, dass die Schwarzen günstige und ungebildete Arbeitskräfte bleiben. „Aussagen von Schwarzen, die mir sagen dass Weiße nicht gerne mit Schwarzen zusammen arbeiten weil sie ihnen misstrauen, klingt auf jeden Fall zynisch vor dem Hintergrund, dass die Weißen mal kamen und Länder besetzten in denen nun mal Schwarze leben. Ätzend sind dann noch diese merkwürdigen ´Traditionsdeutschen` die Denkmäler für die ´gefallenen deutschen Soldaten` dort aufstellen – mit denen hatte ich zum Glück keine Berührungspunkte!“

In Namibia läuft eben manches anders. Nur eines könnte bald auch dort häufiger zu sehen sein: Graffiti als Urban Art.

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Ein Frohes Fest 2017! https://www.tiefgang.net/ein-frohes-fest-2017/ Fri, 22 Dec 2017 23:54:04 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=2791 [...]]]> wünschen Euch Eure SuedKulturler*innen!

Und unsere liebgewonnen Grafitti-Künstler Broziall und Foks haben uns dazu auch wieder einen schönen Engel kreiiert!

Und dabei gibt Brozilla Folgendes bekannt:

BROZILLA goes NAMIBIA
Gemeinsam mit dem San Solar School Project, einem Hilfsprojekt des Arbeiter-Samariter-Bundes, das namibische Schulen in sozial schwachen und ländlichen Regionen, wie die der SAN und HIMBAS, mit Computern, Solaranlagen und Sachmitteln unterstützt, plane ich Anfang März nach Windhoek zu reisen und dort vor Ort mit den SAN einen Graffitiworkshop zu geben, gemeinsam Felsen zu bemalen und ein paar Fassaden zu verschönern. Bei den SAN gibt es die Tradition der Felsenmalerei und ich freue mich riesig auf den kulturell-künstlerischen Austausch!
Leider benötigen soziale Aktivitäten immer Geld, deshalb wäre es super wenn ihr das Projekt unterstützen könnt! Ich werde alle Spenden komplett in das Projekt fließen lassen-jede Form von Überschuss bleibt direkt bei den Menschen vor Ort!
ASB Ortsverband Hamburg-Mitte e.V.
IBAN DE9620080000 0054545400
BIC HASPDEHHXXX
Stichwort: Brozilla + San solar school projekt
Spendenbescheinigungen werden auf Wunsch gerne ausgestellt-einfach ne kurze Info + Adresse an mich und ich leite es dann weiter…

Mehr Infos über das San solar school projekt findet ihr hier:

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