Buxtehude https://www.tiefgang.net Fri, 19 Dec 2025 14:19:35 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.2 Raus auf die Bühnen! https://www.tiefgang.net/raus-auf-die-buehnen/ Fri, 19 Dec 2025 23:02:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=13030 [...]]]> Buxtehude hat einen Puls, und der schlägt im Takt von Bassdrums und Synthesizern. Wer glaubt, dass die große Musik-Karriere nur in den schummrigen Clubs der Reeperbahn startet, sollte den Blick Richtung Süden wenden.

Seit über einem Jahrzehnt beweist die Konzertreihe „My Six Stages“, dass die wahre Energie oft direkt vor der Haustür entsteht – im Freizeithaus Buxtehude.

Jetzt geht der Ruf wieder raus: Bis zum 5. Januar 2026 können sich Bands und Solokünstler*innen für die kommende Staffel bewerben. Es ist die Chance, den Proberaum-Muff gegen das Rampenlicht einer professionellen Arena zu tauschen.

Was „My Six Stages“ so besonders macht, ist das kompromisslose Bekenntnis zur Qualität. Hier wird kein „Jugendzentrum-Sound“ serviert. Wer hier auf die Bühne tritt, bekommt das volle Paket: Eine erstklassige PA-Anlage, professionelle Mikrofone und eine Lichtshow, die auch gestandene Festival-Acts blass aussehen lässt.

Für viele Newcomer*innen aus dem Landkreis Stade und Umgebung ist das der Moment der Wahrheit. Wenn der Sound perfekt ist, zählt nur noch die Musik – und der Mut, sie einem echten Publikum zu präsentieren.

Das Konzept der Veranstalter*innen von Buxte Sounds und der Stadtjugendpflege Buxtehude ist so simpel wie genial: Zwischen dem 2. Februar und dem 14. März 2026 verwandelt sich die Arena an sechs Abenden in einen Schmelztiegel der Genres. Pro Abend teilen sich bis zu drei Acts die Bühne.

Dabei gibt es keine Berührungsängste. In der Vergangenheit traf hier Metalcore auf sanftes Liedermaching, Hip Hop auf Indie-Pop. Es ist genau diese Unvorhersehbarkeit, die das Publikum seit Jahren anlockt. Es geht nicht darum, in eine Schublade zu passen, sondern darum, die eigene Nische mit Leidenschaft auszufüllen.

Die Macher*innen betonen: Bewerben kann sich jede*r! Zwar liegt der Fokus auf Talenten aus der Region Stade, Harburg und Umgebung, doch gute Musik kennt keine Grenzen. Wer den nächsten Schritt wagen will, muss jetzt liefern.

Der Fahrplan:

  • Bewerbungsschluss: 5. Januar 2026 online unter www.mysixstages.de
  • Was: Infos, Audio-Files oder Videos einreichen.

Reihen wei Six Stages wie diese sind das Rückgrat unserer Szene. Sie sind der Ort, an dem aus „Vielleicht-Musiker*innen“ echte Performer*innen werden. Man darf gespannt sein, wer 2026 die Arena zum Beben bringt. Meldet euch an – Buxtehude wartet auf euren Sound!

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Gegen die stille Gewalt https://www.tiefgang.net/gegen-die-stille-gewalt/ Fri, 12 Sep 2025 22:39:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=12403 [...]]]> Die Stadtbibliothek Buxtehude lädt zu einer Lesung, die mehr ist als eine bloße Buchvorstellung: Am 23. September um 19 Uhr präsentiert die Rechtsanwältin und Autorin Asha Hedayati ihr Werk „Die stille Gewalt“.

Was auf den ersten Blick wie eine gewöhnliche literarische Veranstaltung wirkt, ist in Wahrheit die Ankündigung einer schonungslosen Analyse – und ein Aufruf, nicht länger wegzusehen.

Hedayati beschäftigt sich in ihrem Buch mit einem Thema, das für den Leser und die Leserin oftmals nur eine abstrakte Statistik ist: Jede vierte Frau erlebt in ihrer Partnerschaft Gewalt. Die Autorin, die seit fast einem Jahrzehnt als Familienrechtsanwältin tätig ist, gibt Zahlen aber eine Stimme und ein Bild. Und sie legt eine scharfe Kritik an den Tag und zeigt, wie der Staat die betroffenen Frauen nicht nur unzureichend schützt, sondern in seinen eigenen Strukturen Teil des Problems wird.

Partnerschaftsgewalt ist, wie Hedayati es nennt, ein „blinder Fleck“ bei Familiengerichten, der Polizei und den Jugendämtern. „Strukturelle Probleme“, will heißen: es handelt sich nicht um Einzelfälle von Inkompetenz, sondern um tief verankerte, systemische Schwachstellen, die den Opfern den Weg aus der Gewalt unnötig erschweren. Es ist diese Praxisnähe, die Hedayati als Anwältin mitbringt, die ihr Werk so dringlich macht. Sie schreibt nicht aus einer theoretischen Distanz, sondern aus der konkreten Erfahrung, dem Leid der Frauen, die sie vertritt.

Asha Hedayati, die 1984 in Teheran geboren wurde und an der Humboldt-Universität Rechtswissenschaften studierte, nutzt ihre Expertise, um Ungerechtigkeiten sichtbar zu machen. Ihre Arbeit ist ein wichtiger Beitrag zur juristischen und gesellschaftlichen Aufklärung.

Die klare, analytische Stimme der Autorin findet auch in der Fachwelt Anklang. Die Journalistin Teresa Bücker lobt die entschiedene und präzise Beschreibung bei Hedayati, die Literaturwissenschaftlerin Asal Dardan die „klare, hellsichtige und bestärkende Stimme“ des Buches. Es sind diese Merkmale, die das Werk zu einer unverzichtbaren Lektüre für alle machen, die die gesellschaftliche Dimension häuslicher Gewalt verstehen und verändern möchten.

Die Lesung in Buxtehude, die in Kooperation mit dem Gleichstellungsbüro der Hansestadt stattfindet, ist Teil des bundesweiten Projektes „Land.schafft.Demokratie“. Dieses fördert Bibliotheken als Orte des Dialogs und der Vielfalt. In diesem Rahmen bietet die Veranstaltung eine wichtige Plattform, um die „stille Gewalt“ zu thematisieren.

Lesung mit Asha Hedayati aus „Die stille Gewalt“ | Do., 23. September, 19 Uhr, Stadtbibliothek Buxtehude, Fischerstraße 2. Eintritt frei, Anmeldung online oder direkt in der Stadtbibliothek ist erwünscht.

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Eintauchen in Buxtehudes Besonderheiten https://www.tiefgang.net/eintauchen-in-buxtehudes-besonderheiten/ Fri, 06 Jun 2025 22:28:01 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11910 [...]]]>

Buxtehude, die charmante Hansestadt, lockt im Juni mit einem abwechslungsreichen Programm für Entdecker*innen.

Ob klassische Stadtführung, thematische Entdeckungstour oder entspannte Barkassenfahrt – hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Wer Buxtehude in seiner ganzen Vielfalt kennenlernen möchte, ist bei den klassischen Stadtführungen genau richtig. Die Gästeführer*innen nehmen Besucher*innen mit auf einen 90-minütigen Spaziergang durch die historische Altstadt, vorbei an der St. Petri-Kirche, durch schmale Gassen und zur Flethmühle mit dem Ewer Margareta. Dabei erfahren die Teilnehmer*innen nicht nur viel über die Geschichte der Stadt, sondern auch, warum in Buxtehude die Hunde mit dem Schwanz bellen.

Eintauchen in Buxtehudes Besonderheiten

Neben den Klassikern bietet Buxtehude im Juni auch eine Reihe spannender Themenführungen an, die tiefer in die Geschichte und Kultur der Stadt eintauchen:

  • Mit Has‘ und Igel durch Buxtehude: Diese humorvolle Führung entführt in die Welt des berühmten Wettlaufs zwischen Hase und Igel, bietet aber auch weitere charmante Anekdoten und kuriose Geschichten aus Buxtehude.
  • Mit dem Hansekaufmann durch Buxtehude: Eine Zeitreise ins Jahr 1500, bei der der Hansekaufmann Hinrich Friedrichsen das lebhafte Treiben am Fleth, dem ehemaligen innerstädtischen Hafen, lebendig werden lässt.
  • Mit dem Nachtwächter durch Buxtehude: Bei dieser abendlichen Führung erkunden die Teilnehmer*innen die Geheimnisse der historischen Gemäuer und lassen sich von der einzigartigen Atmosphäre der Nacht verzaubern.
  • Buxtehude im Nationalsozialismus: Dr. Norbert Fischer von der Universität Hamburg führt zu Schauplätzen der NS-Gewaltherrschaft und erläutert die Strukturen der Diktatur.
  • Hexenprozesse in Buxtehude: Diese Führung taucht ein in das düstere Kapitel der Hexenverfolgung im 16. und 17. Jahrhundert.
  • Klassische Stadtführung auf Französisch: Für französischsprachige Besucher*innen wird die klassische Stadtführung auch in französischer Sprache angeboten.
  • Unterwegs mit Marie auf Brautschau: Eine unterhaltsame und romantische Stadtführung, die Marie auf ihrer Suche nach der großen Liebe begleitet und Einblicke in Buxtehude um 1900 gewährt.

Barkassenfahrt auf Este und Elbe: Entspannung auf dem Wasser

Wer die Seele baumeln lassen möchte, kann bei einer Barkassenfahrt auf Este und Elbe die Großstadt hinter sich lassen. Die Fahrt beginnt an den Hamburger Überseebrücken und führt vorbei an Hafenkränen, großen Pötten und den Airbus-Hallen in Richtung Estemündung. Entlang der Este geht es vorbei an reetgedeckten Fachwerkhäusern und kleinen Obstplantagen bis nach Buxtehude.

Alle Infos auf einen Blick:

Klassische Stadtführungen:

  • Termine: 8., 15., 22., 29. Juni um 11 Uhr; 10., 12., 17., 19., 24., 26. Juni um 14 Uhr; 14., 21. (Schwerpunkt Backsteingotik), 28. Juni um 14 Uhr; 28. Juni um 17 Uhr (auf Französisch); 9. Juni um 11 Uhr (Pfingstmontag)
  • Dauer: 90 Minuten
  • Preis: Erwachsene 7 Euro / Kinder (bis 16 J.) 3,50 Euro

Themenführungen:

  • Mit dem Nachtwächter durch Buxtehude: 20. Juni um 21 Uhr, 120 Minuten, 12 Euro / 6 Euro
  • Buxtehude im Nationalsozialismus: 22. Juni um 11 Uhr, 120 Minuten, 7 Euro / 3,50 Euro (Jugendliche ab 14 J.)
  • Hexenprozesse in Buxtehude: 27. Juni um 18 Uhr, 90 Minuten, 10 Euro / 5 Euro
  • Unterwegs mit Marie auf Brautschau: 29. Juni um 17 Uhr, 90 Minuten, 10 Euro / 5 Euro
  • Treffpunkt für alle Führungen: Historisches Rathaus, Breite Straße 2 (außer „Buxtehude im Nationalsozialismus“: FZH, Geschwister-Scholl-Platz 1)

Barkassenfahrt auf Este und Elbe:

  • Termin: 22. Juni um 8:30 Uhr (ab Hamburg, Überseebrücke)
  • Preis: 39 Euro / 19,50 Euro (Kinder, Schülerinnen, Studentinnen, Schwerbehinderte bis 80%)
  • Rückfahrt: individuell mit S-Bahn/Nahverkehr (nicht im Preis enthalten)

Weitere Informationen und Buchung:

Hinweis:

  • Für die Stadtführungen ist eine vorherige Anmeldung erwünscht, eine spontane Teilnahme ist möglich, sofern die maximale Teilnehmerzahl nicht überschritten ist.
  • Für die Barkassenfahrten ist eine Reservierung zwingend erforderlich.
  • Besucher*innen des Buxtehude Museums erhalten bei Vorlage eines tagesaktuellen Stadtführungstickets einen ermäßigten Eintritt von vier Euro.

 

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Entdeckungsreisen zwischen Historie, Kunst und musikalischem Aufbruch https://www.tiefgang.net/entdeckungsreisen-zwischen-historie-kunst-und-musikalischem-aufbruch/ Fri, 02 May 2025 22:04:12 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11731 [...]]]>

Die beschauliche Hansestadt Buxtehude erweist sich im Wonnemonat Mai und darüber hinaus als ein überraschend vielseitiger Ort der Begegnung und Entdeckung.

Während die Natur in voller Blüte steht, lädt die Stadt ihre Bürger*innen und Besucher*innen zu einem bunten Reigen an Veranstaltungen ein, die Geschichte lebendig werden lassen, zum Nachdenken anregen und die lokale Kunst- und Musikszene feiern.

Wer Buxtehude auf klassische Weise kennenlernen möchte, dem stehen im Mai zahlreiche öffentliche Stadtführungen offen. Nahezu täglich, so scheint es, kann man sich auf eine 90-minütige Reise durch die Gassen begeben und die charmante Atmosphäre der Hansestadt aufsaugen. Doch das Angebot geht weit über den touristischen Standard hinaus.

Besonders hervorzuheben sind die thematischen Führungen, die tiefer in die Geschichte und das Wesen Buxtehudes eintauchen. Am 8. Mai beispielsweise führt Dr. Norbert Fischer von der Universität Hamburg auf den Spuren des Nationalsozialismus durch die Stadt und beleuchtet dabei „Personen, Ereignisse und die Strukturen der Diktatur“ anhand noch heute sichtbarer Schauplätze.

Für kulinarisch interessierte Geschichtsfreunde empfiehlt sich die Führung „Butter bei die Fische!“ am 10. Mai. Hier wird die Geschichte der Hanse und des städtischen Alltags mit kleinen Köstlichkeiten verbunden. „Hat he denn ok Butter bi de Fische?“ – diese Frage aus der Hansezeit wird dabei lebendig und mit hanseatischen Häppchen untermalt. Eine vorherige Anmeldung ist hier ratsam, um diesen besonderen Gaumenschmaus mit historischem Kontext zu genießen.

Einblicke in die ältesten Wurzeln Buxtehudes bietet der Spaziergang durch Altkloster am 11. Mai. Hier, wo die Siedlungsgeschichte bis ins Jahr 959 zurückreicht, erfahren die Teilnehmenden von einem „Altklosteraner“ die spannende Historie des Benediktiner-Nonnenklosters und der späteren Papierfabrik. Man entdeckt verborgene Geschichten hinter Namen wie „Hohe Luft“ und erfährt vom einstigen Dasein einer Rennbahn.

Wer es märchenhaft mag, sollte sich den 16. Mai notieren. Dann nimmt eine charmante Gästeführerin, im Kostüm des schnellen Hasen oder des schlauen Igels, die Besucher mit auf eine „Entdeckungstour durch die Stadt“. Im Mittelpunkt steht natürlich der legendäre Wettlauf, aber auch „wundersame Erzählungen, humorvolle Kuriositäten und weitere kleine Anekdoten“ versprechen einen unterhaltsamen Nachmittag.

Eine Zeitreise ins Jahr 1500 unternimmt man am 17. Mai mit dem „Hansekaufmann durch Buxtehude“. Am historischen Fleth beginnend, wird die bedeutende Rolle der Hanse für die Stadt lebendig. „Erfahren Sie, warum die Hanse und ihre Kaufleute eine so bedeutende Rolle für Buxtehude spielten und lassen Sie sich von den Geschichten über Handel, Seefahrt und den Reichtum vergangener Zeiten begeistern“, heißt es in der Ankündigung.

Mystisch wird es am 28. Mai, wenn der Nachtwächter mit Laterne und Horn durch die Gassen zieht und „Hört ihr Leut‘ und lasst euch sagen…“ ruft. Diese nächtliche Führung verspricht „spannende Einblicke in die Geschichte Buxtehudes“ und eine „einzigartige Atmosphäre unter dem nächtlichen Himmel“.

Ein dunkles Kapitel der Stadtgeschichte wird am 30. Mai beleuchtet: die Hexenprozesse im 16. und 17. Jahrhundert. Hier wird die erschütternde Realität einer Zeit des Aberglaubens und der Verfolgung auf bewegende Weise thematisiert.

Doch Buxtehude erkundet man nicht nur zu Fuß. Im Mai bietet das Servicecenter Kultur & Tourismus auch Barkassenfahrten auf Este und Elbe an. Hier kann man „einfach die Seele baumeln lassen und die Großstadt hinter sich lassen“, während die Barkasse gemächlich vorbei an Hafenkränen, Airbus und reetgedeckten Fachwerkhäusern in Richtung Buxtehude tuckert. Eine einfache Fahrt, die die Schönheit der Region vom Wasser aus erschließt.

Ein ganz anderes, aber ebenso spannendes Angebot erwartet Kunstinteressierte ab dem 8. Mai. Dann wird die Buxtehuder Kunstinsel auf dem Viver mit der Skulptur „Meister Lampe Dusa“ von Klaus Noormann eröffnet. Der Künstler nimmt „kraftvoll und tiefgründig Stellung zur gegenwärtigen Gesellschaft und zum Thema Flüchtlingskrise“. Die Skulptur eines eingesperrten Hasen, so der Künstler, stehe sowohl für die „Hybris der westlichen Welt“ als auch für die „Notlage von Geflüchteten“ und verweist auf die italienische Insel Lampedusa als Symbol für Hoffnung und Vertreibung. Die Kunstinsel, initiiert von Jürgen K.F. Rohde, bereichert seit Jahren die Stadtlandschaft und regt zum Nachdenken an.

Und wer selbst aktiv werden möchte, insbesondere im musikalischen Bereich, sollte sich den 16. August notieren. Dann macht der Nachwuchswettbewerb „Local Heroes“ Station in der „Arena“ im Freizeithaus Buxtehude. Junge Bands und Solokünstler aus der Region haben hier die Chance, ihr Können zu zeigen und den Sprung auf größere Bühnen zu schaffen. „Local Heroes als Wettbewerbsformat ergänzt hervorragend die Projekte von BuxteSounds – wir wollen nachhaltig fördern und die lokale Musikszene stärken“, betont Gabriel Braun, Stadtjugendpfleger der Hansestadt Buxtehude. Anmeldungen sind noch bis zum 30. Juni möglich.

So präsentiert sich Buxtehude im Frühjahr und Sommer als ein lebendiger Ort, der seine reiche Geschichte pflegt, zeitgenössische Kunst in den öffentlichen Raum trägt und jungen Talenten eine Bühne bietet. Zwischen historischen Mauern und modernen Klängen pulsiert das Leben in dieser charmanten Hansestadt – eine Einladung, sich auf vielfältige Weise auf Entdeckungsreise zu begeben.

weitere Informationen hier: www.buxtehude.de

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Von Hansestadt Buxtehude in die Hansestadt Pskov https://www.tiefgang.net/von-hansestadt-buxtehude-in-die-hansestadt-pskov/ Fri, 18 Apr 2025 22:27:07 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11688 [...]]]> Von Buxtehude bis Russland – bald im Marschtorzwinger …

„Entlang alter Handelsrouten auf Straßenmeeren, vorbei an Landsäumen und den Gestaden der Dörfer und Städte“, so beschreibt der Künstler Michael Järnecke seine fotografische Streckenaufzeichnung zur Ausstellung „Reise nach Russland – von der Hansestadt Buxtehude in die Hansestadt Pskov/Pleskau 2019“.

Die Ausstellung zu Järneckes experimentellen Aufnahmen wird am Samstag, 10. Mai, um 15 Uhr im Marschtorzwinger von Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt eröffnet. Die Laudatio hält Ulrich Rüter, Vorsitzender des Freundeskreises des Hauses der Photographie, Deichtorhallen Hamburg. Michael Järnecke dokumentierte eine nahezu 2000 Kilometer lange Autofahrt von Issendorf im Landkreis Stade bis ins westliche Russland mit einer im Honda Jazz installierten Großformat-Kamera.

Parallel zur Schau im Marschtorzwinger zeigt das Kulturforum Buxtehude (Hafenbrücke 1) eine Neuinszenierung von Michael Järneckes Ausstellung „Wirklich? Buxtehude? Fotografische Aufzeichnung einer Märchenstadt“, jetzt unter dem Titel „once more“. Die Eröffnung findet Samstag, 10. Mai um 19 Uhr statt. Beide Ausstellungen sind bis zum 15. Juni zu sehen.

Die zwei Bildergalerien bieten den Besucher:innen tiefgehende Einblicke in die Arbeiten von Michael Järnecke. Mit seiner einzigartigen Methode, Langzeitbelichtungen und Kamerabewegungen zu verbinden, zeigt sich eine völlig neue Sichtweise auf vertraute Städte, Landschaften und Wegeverbindungen.

Über Michael Järnecke:

Michael Järnecke wurde 1951 in Hitzacker geboren und absolvierte eine Ausbildung zum Bibliothekar. 1983 gründete er die Fritz Albert Presse in Issendorf, wo er heute lebt und arbeitet. Seine Arbeiten befassen sich mit experimenteller Fotografie, in der er Raum und Zeit auf innovative Weise ins Bild setzt. Järnecke hat zahlreiche Ausstellungen und Kunstpreise erhalten und ist vor allem für seine einzigartigen Lichttopografien und Langzeitbelichtungen bekannt.

Järnecke vertrat die Hansestadt Buxtehude bei den HanseARTWorks 2019 in Pskov. Dort präsentierte er den 3-Minuten-Film „Auf der Suche nach der nicht verlorenen Zeit“, eine eindrucksvolle Diaschau mit fotografischen Aufzeichnungen von Buxtehude. Diese Arbeit war seinerzeit im Rahmen des Kunstpreises der Hansestadt Buxtehude im Jahr 2015 entstanden.

Ausstellungsdaten:
Eröffnung: Samstag, 10. Mai 2025, 15 Uhr
Ausstellungsdauer: 10. Mai bis 15. Juni 2025

Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag: 15 – 18 Uhr

Samstag und Sonntag: 11 – 18 Uhr

Ort
Marschtorzwinger, Liebfrauenkirchhof, 21614 Buxtehude

Eintritt frei.

Alle Infos auf www.buxtehude.de/ausstellungen

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Ein Wochenende im Zeichen der Archäologie https://www.tiefgang.net/ein-wochenende-im-zeichen-der-archaeologie/ Fri, 07 Jun 2024 22:57:44 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10922 [...]]]> Am 15. und 16. Juni dreht sich im Buxtehude Museum alles um die Archäologie.

Die kleinen und großen Besuchenden erwartet an diesem Wochenende ein Kreativ-Angebot für Kinder, Kurzführungen durch die archäologische Ausstellung sowie ein Museumsgespräch mit der Buxtehuder Stadtarchäologin Casha Ipach. Alle Angebote und der Eintritt in das Museum sind an diesen beiden Tagen kostenlos.

Die Ausstellung des Buxtehude Museums zum sächsischen Gräberfeld von Immenbeck ist seit der Neueröffnung des Museums ein Highlight und echter Publikumsliebling. Die große Perlenvitrine, die außergewöhnlichen Rüsselbecher aus Glas sowie die zahlreichen Informationen zum Arbeitsalltag der Archäolog*innen faszinieren die Gäste. Daher liegt es dem Museum besonders am Herzen, für die europäischen Archäologietage ein abwechslungsreiches und interessantes Angebot zusammenzustellen.

Am Samstag, 15. Juni können Kinder ab sechs Jahren im Rahmen des KINDERkunstFEST auf dem Stavenort neben dem Museum von 12-18 Uhr selbst Perlen herstellen. Inspiration dafür finden sie bei den über 1.400 Perlen in der eigens dafür konzipierten Vitrine, die in der archäologischen Ausstellung steht. Die Perlenvielfalt reicht von stecknadelkopfkleinen bis aprikosenkerngroßen Exemplaren, die überwiegend aus Glas, aber auch aus Bernstein sowie vereinzelt aus Bronze und vergoldetem Silberblech bestehen. Sie alle wurden in den Gräbern von Immenbeck gefunden.

Am Sonntag, 16. Juni bietet das Museum gleich zwei spannende und informative Veranstaltungen zur Archäologie an. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Tanja Gissel M.A. nimmt die Besuchenden zu drei halbstündigen Kurzführungen um 12, 14 und 15 Uhr durch die Ausstellung mit. Die Buxtehuder Stadtarchäologin Casha Ipach M.A. ist von 12 bis 16 Uhr im Museum und unterhält sich bei einem Museumsgespräch mit allen Interessierten. Woher wissen Archäologinnen und Archäologen eigentlich, wo sie graben müssen? Gehört Hellsehen zum Studium? „Leider nicht, es hat ganz viel mit Handwerk zu tun.“ erklärt Casha Ipach und ergänzt: „Prospektionen gehören in der Archäologie zum Alltag. Das beginnt im Kleinen mit Aktendurchsicht, Landkarten- und Luftbildanalyse und geht bis ins Moderne und Aufwändige, wenn geophysikalischen Verfahren, Laserscan und weitere Prospektionstechniken zum Einsatz kommen.“ Im Gespräch erzählt die Archäologin über Methoden, Fehlschläge, glückliche Fügungen und warum jeder und jede selbst beim Spaziergang prospektieren kann.

Alle Angebote und der Eintritt in das Museum sind an diesen beiden Tagen kostenlos. Weitere Informationen finden Sie in unserem Halbjahresprogramm, unter www.buxtehudemuseum.de oder unter Telefon 04161 50797-0.

Der besondere Tipp: Am Donnerstag, 20. Juni startet das Straßenkunstfest des Altstadtvereins auf dem St.-Petri-Platz. Bis zum 05. September gibt es dann jeden Donnerstag Musik und Straßenkunst auf dem Platz. Das Museum bietet an diesen Tagen ab 14 Uhr freien Eintritt in seine Ausstellungen.

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Butter, Brautschau und Barkassenfahrten https://www.tiefgang.net/butter-brautschau-und-barkassenfahrten/ Thu, 28 Mar 2024 23:57:32 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10702 [...]]]> Zu und ab Ostern lädt die Stadt Buxtehude wieder mit Themen- und Stadtführungen die Hansestadt zu erkunden.

Öffentliche Stadt- und Themenführungen durch die Hansestadt Buxtehude und Barkassenfahrten auf Este und Elbe

Buxtehude. Die Hansestadt Buxtehude bietet am Osterwochenende und im April folgende öffentliche Stadt- und Themenführungen sowie Barkassenfahrten an.

Termine für die klassische Stadtführung:

Donnerstag, 28. März, um 14 Uhr

Karfreitag, 29. März, um 11 Uhr

Ostersamstag, 30. März, um 14 Uhr
Ostersonntag, 31. März, um 11 Uhr

Ostermontag, 1. April, um 11 Uhr

Dienstag, 2. April, um 14 Uhr

Donnerstag, 4. April, um 14 Uhr
Samstag, 6. April, um 14 Uhr
Sonntag, 7. April, um 11 Uhr

Dienstag, 9. April, um 14 Uhr

Donnerstag, 11. April, um 14 Uhr

Samstag, 13. April, um 14 Uhr
Sonntag, 14. April, um 11 Uhr

Dienstag, 16. April, um 14 Uhr

Donnerstag, 18. April, um 14 Uhr

Samstag, 20. April, um 14 Uhr
Sonntag, 21. April, um 11 Uhr

Dienstag, 23. April, um 14 Uhr

Donnerstag, 25. April, um 14 Uhr

Samstag, 27. April, um 14 Uhr
Sonntag, 28. April, um 11 Uhr
Dienstag, 30. April, um 14 Uhr

Dauer: 90 Minuten, Preis: Erwachsene 7 Euro / Kinder (bis 16 J.) 3,50 Euro

Die Themenführungen zu Ostern und im April:

Mit dem Nachtwächter durch Buxtehude, Ostersamstag, 30. März um 18.30 Uhr

„Hört ihr Leut‘ und lasst euch sagen…“ ruft der Nachtwächter in den Gassen. Einst warnte der Nachtwächter die schlafende Bevölkerung vor Feuer und zog mit Hellebarde, Laterne und Feuerhorn ausgerüstet durch die Buxtehuder Altstadt. Erfahren Sie, welche Geheimnisse sich hinter den historischen Gemäuern verbergen und lassen Sie sich von der einzigartigen Atmosphäre der Nacht verführen. Die Stadtführung verspricht nicht nur spannende Einblicke in die Geschichte Buxtehudes, sondern auch unvergessliche Momente unter dem nächtlichen Himmel.
Treffpunkt: Historisches Rathaus, Breite Straße 2 | Dauer: 120 Minuten | Preis: Erwachsene 12 Euro / Kinder (bis 16 J.) 6 Euro

Unterwegs mit Marie auf Brautschau, Freitag, 5. April um 17 Uhr

Marie ist noch immer auf der Suche nach der großen Liebe und wurde von ihren Eltern in den Haushalt des wohlhabenden Seifenfabrikanten Kähler geschickt, mit dem wohlwollenden Hinweis, in Buxtehude einen passenden Partner zu finden.
Begleiten Sie Marie auf diesem unterhaltsamen Stadtrundgang, der nicht nur mit charmanten Anekdoten aus ihrem Leben gespickt ist, sondern auch einen Einblick in das Buxtehude um 1900 und ihre Heimat, das Alte Land, bietet. Ein kurzweiliges und romantisches Erlebnis mit einem herzerwärmenden Finale erwartet Sie auf dieser Stadtführung.
Treffpunkt: Historisches Rathaus, Breite Straße 2 | Dauer: 90 Minuten |Preis: Erwachsene 10 Euro/ Kinder (bis 16 J.) 5 Euro

„Butter bei die Fische!“, Samstag, 6. April, um 10.30 Uhr

Begeben Sie sich bei dieser kulinarischen Stadtführung auf eine historische Entdeckungsreise. „Hat he denn ok Butter bi de Fische?“ war eine allseits bekannte Frage zu Zeiten der Hanse. Die Führung vermittelt Einblicke in die Geschichte der Hanse und der Stadt sowie dem damaligen Alltagsleben der Menschen. Erfahren Sie, welche Stoffe und Gewandungen damals en vogue waren und lassen Sie sich von den Erzählungen über das pulsierende Leben während der Hansezeit mitreißen. An ausgewählten Stationen präsentieren wir Ihnen während der etwa zweistündigen Tour drei kleine kulinarische Kostproben. Zum Abschluss dürfen Sie sich auf einen hanseatischen Happen in gemütlicher Runde freuen. Eine Voranmeldung ist im Servicecenter Kultur & Tourismus erforderlich.

Dauer: 120 Minuten |Preis: Erwachsene 39 Euro

Hexenprozesse in Buxtehude, Freitag, 12. April um 18 Uhr
„…dat man eyn pynlich Guding hegen und holden mag.“

Tauchen Sie ein in die düstere Vergangenheit Buxtehudes und begeben Sie sich auf eine Reise zurück in das 16. und 17. Jahrhundert – eine Zeit, die zu den dunkelsten Kapiteln der Stadtgeschichte zählt. Zwischen 1540 und 1644 wurden insgesamt zwanzig Frauen unter dem Vorwurf der Hexerei oder Zauberei angeklagt. Von den Anfängen und Verdächtigungen über Anklage, Verhör, Folter und der Urteilsverkündung bis zur Hinrichtung erfahren Sie alles, was zu jener Zeit als gesundes Rechtsempfinden galt.
Treffpunkt: Historisches Rathaus, Breite Straße 2 | Dauer: 90 Minuten |Preis: Erwachsene 10 Euro / Kinder (bis 16 J.) 5 Euro

Mit dem Hansekaufmann durch Buxtehude, Mittwoch, 17. April um 18 Uhr

Reisen Sie zurück ins Jahr 1500 und erleben Sie mit dem Hansekaufmann Hinrich Friedrichsen das lebhafte Treiben in Buxtehude! Die Zeitreise beginnt am Fleth, Buxtehudes ehemaligem innerstädtischen Hafen, der damals als eine der modernsten Hafengründungen Norddeutschlands galt. Erfahren Sie, warum die Hanse und ihre Kaufleute eine so bedeutende Rolle für Buxtehude spielten und lassen Sie sich von den Geschichten über Handel, Seefahrt und den Reichtum vergangener Zeiten begeistern. Diese Stadtführung bietet nicht nur einen Einblick in die historische Bedeutung Buxtehudes, sondern auch in das aufregende Leben eines Hansekaufmanns im 16. Jahrhundert.
Treffpunkt: Historisches Rathaus, Breite Straße 2 | Dauer: 90 Minuten | Preis: Erwachsene 10 Euro / Kinder (bis 16 J.) 5 Euro

Mit dem Nachtwächter durch Buxtehude, Freitag, 26. April um 20.30 Uhr

„Hört ihr Leut‘ und lasst euch sagen…“ ruft der Nachtwächter in den Gassen. Einst warnte der Nachtwächter die schlafende Bevölkerung vor Feuer und zog mit Hellebarde, Laterne und Feuerhorn ausgerüstet durch die Buxtehuder Altstadt. Erfahren Sie, welche Geheimnisse sich hinter den historischen Gemäuern verbergen und lassen Sie sich von der einzigartigen Atmosphäre der Nacht verführen. Die Stadtführung verspricht nicht nur spannende Einblicke in die Geschichte Buxtehudes, sondern auch unvergessliche Momente unter dem nächtlichen Himmel.
Treffpunkt: Historisches Rathaus, Breite Straße 2 | Dauer: 120 Minuten | Preis: Erwachsene 12 Euro / Kinder (bis 16 J.) 6 Euro

Ab April bietet das Servicecenter Kultur & Tourismus auch wieder die beliebten Barkassenfahrten auf Este und Elbe an:

Barkassenfahrt auf Este und Elbe

Einfach die Seele baumeln lassen und die Großstadt hinter sich lassen: Ihre Fahrt mit der traditionellen Barkasse beginnt an der Hamburger Überseebrücke.
Vorbei an den gewaltigen Hafenkränen, den großen Pötten und den riesigen Flugzeughallen von Airbus tuckert das Schiff mit Ihnen weiter in Richtung Estemündung. Sie passiert die Hamburger Stadtteile Cranz und Blankenese und schippert hinein in die schöne Este. Vorbei an reetgedeckten Fachwerkhäusern, kleinen Obstplantagen und unter mehreren Brücken hindurch, geht es weiter über den kurvigen Fluss in Richtung Buxtehude.

Die Rückfahrt erfolgt mit der S-Bahn oder Nahverkehr zurück nach Hamburg (nicht im Preis enthalten).

Preis für die einfache Fahrt: Erwachsene 39 Euro / Kinder 19,50 Euro (sowie Schüler:innen, Studierende, Schwerbehinderte bis 80%)

Für den folgenden Termin sind in Richtung Hamburg-Buxtehude noch Tickets zu bekommen:

Samstag, 20. April 11.00 Uhr ab Hamburg (Überseebrücke)

Die weiteren Termine der Barkassenfahrten 2024 sind über das Servicecenter Kultur & Tourismus oder online unter: www.buxtehude.de/barkassenfahrten buchbar.

Eine vorherige Anmeldung zu den öffentlichen Führungen ist gewünscht, eine spontane Teilnahme ist möglich sofern die max. Teilnehmerzahl nicht erreicht ist.

Zur Führung „Butter bei die Fische“ und zu den Barkassenfahrten ist eine Reservierung vorab zwingend notwendig.

Das Servicecenter Kultur & Tourismus, Breite Straße 2 ist zu folgenden Zeiten geöffnet:
Montag – Freitag von 10 – 17 Uhr, Sonnabend von 10 – 15 Uhr.
Telefonisch erreichen Sie das Servicecenter unter der Telefonnummer 04161 / 501-2345 oder per E-Mail an stadtinfo@stadt.buxtehude.de.

Tickets für die Stadtführungen sind auch online unter www.buxtehude.de/stadtfuehrung buchbar.

Ermäßigter Museumsbesuch

Ein Tipp: Wer im Anschluss an eine Stadtführung das Buxtehude Museum besucht, erhält gegen Vorlage des tagesaktuellen Tickets einen ermäßigten Eintritt von vier Euro.

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„Literatur macht das Leben reicher“ https://www.tiefgang.net/literatur-macht-das-leben-reicher/ Fri, 23 Feb 2024 23:12:38 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10581 [...]]]> Stadtschreiber*in zu sein heißt in eine fremde Stadt zu kommen, sie kennen zu lernen und die gesammelten Eindrücke literarisch zu verarbeiten. Dies wird nun bei den 9. SuedLese-Literaturtagen erstmals einem breiten Publikum vorgestellt.

Katelijne Gillis kommt aus dem belgischen Antwerpen und der flämische Maler Rubens, der von 1577 bis 1640 gelebt hat, gehört in direkter Linie zu ihrer Ahnenreihe. Katelijne Gillis nutzte 2019 das Hamburger Literatur-Stipendium „Hamburger Gast“ dazu, neue Werke zu schreiben und sich von der Hansestadt und auch Harburg inspirieren zu lassen, arbeitete im Schloss Bergedorf aber auch der Harburger Kulturwerkstatt. (siehe auch „Rubens Nachfahrin wird Hamburger Gast 2019“, Tiefgang vom 15. Jun. 2019 und „´Hamburger Gast` in Harburg“, Tiefgang vom 28. Sept. 2019) Nun hat sie das Konzept „Hamburger Stadtschreiber*in“ übernommen und stellt es auf ungewohnte Weise bei den 9. SuedLese-Literaturtagen in Buxtehude vor. Grund genug, mal nachzuhaken …

Tiefgang (TG): Frau Gillis, das Buxtehuder Kulturforum ist zum ersten Mal bei den SuedLese Literaturtagen dabei und auch die Hamburger Stadtschreiber*in. Was hat Sie dazu bewogen, sich für ein Hamburger Literaturformat ausgerechnet dann in Buxtehude zu engagieren?

Katelijne Gillis: Als ich zum ersten Mal in Buxtehude war, hat diese kleine Stadt mich sofort bezaubert. Ich fühlte mich in Holland am Meer, mit den wunderschönen Holzschiffen, den kleinen Häusern, den Fleeten. Dabei ist es eine Hansestadt, die jede Menge Kultur bietet und reich an Geschichte ist.

Das Kulturforum am Fleet ist romantisch, frisch, originell und sehr herzlich. Es ist der ideale Ort für den Anfang eines Schreibstipendiums.

Eigentlich sollte es auch eine Stadtschreiberin Buxtehude geben.

TG: Was genau ist dieses Format der Stadtschreiber*in eigentlich und wie sind Sie dazu gekommen?

Katelijne Gillis: Stadtschreiberin ist ein dreimonatiges Schreibstipendium, man nimmt anhand einer Kurzgeschichte teil. Der Gewinner, die Gewinnerin wird nach Hamburg eingeladen, bekommt eine Wohnung, Taschengeld und jede Menge Möglichkeiten, zu schreiben und das Geschriebene an einem Publikum zu testen.

Ich habe 2019 ein ähnliches Stipendium gewonnen, Hamburger Gast. Als es dann aber auslief, habe ich es weiterentwickelt und unter dem Namen Stadtschreiberin neu organisiert. Ich fand es zu schade, es einfach so in den Elbsand versickern zu lassen.

TG: Sie veranstalten eine Lesung zu Bewerbungstexten für das Hamburger Stipendium. Welche Autorinnen und Autoren werden Sie dort präsentieren und was für eine Art Potpourri erwartet die Zuhörenden?

Katelijne Gillis:  Zusammen mit der Theaterpädagogin Petra Max werde ich Teile der eingesendeten Texte interpretieren und vortragen. Die Kurzgeschichten sind oft so schön, traurig, witzig oder krass geschrieben, dass sie nicht einfach gelöscht werden können. Wir werden die entsprechenden Autor*innen kontaktieren und um die Freigabe der Textteile bitten. So entsteht eine neue Geschichte. Vielleicht hat das Publikum auch etwas dazu zu sagen, so dass eine interaktive Geschichte entsteht.

Für die musikalische Umrahmung der Texte wird uns der Singer/ Songwriter Jan Schröder begleiten.

TG: Welche Rolle spielt die Verbindung vom Schreiben und Gast in einer bis dahin wenig bekannten Stadt zu sein?

Katelijne Gillis: Sobald eine Stadt beschrieben wird, ändert sie sich. Wir haben Lust, mit Buxtehude Energie auszutauschen. Die Stadt wird uns beeinflussen und wir sie. Wir haben eine Win-win-Strategie.

Das Thema für den Kurzgeschichtenwettbewerb ist „Auf zu neuen Ufern“. In Buxtehude fangen wir an. Die Kraft neuer Texte, die sich alle ums gleiche Thema drehen, werden die Zuhörer auf eine Reise ins Unbekannte mitgenommen. Neue Einsichten und Dialoge entstehen.

TG: Die SuedLese Literaturtage finden im Süden Hamburgs statt. Was macht diese Region aus Ihrer Sicht zu einem geeigneten Ort für ein Literaturfestival?

Katelijne Gillis: Hamburgs Süden steht für das wahre Hamburg. Hier sind die Schiffe, die Lotsen, die Industrie, es riecht hier nach Altöl und nach Meer. Gleichzeitig hat der Süden von Hamburg eine überraschend vielfältige Natur, mit Bergen und Wäldern. Die Elbe, die Este, die Heide und die Moorlandschaften inspirierten schon immer die Künstler. Das reiche Kulturangebot sorgt für Kreativität und Verbindung.

TG: Was ist Ihnen persönlich besonders wichtig, wenn es um die Vermittlung von Literatur geht?

Katelijne Gillis: Mir ist wichtig, dass jeder einen Zugang zu Literatur finden kann. Wenn genug gelesen, erzählt, geschrieben und ausgetauscht wird, gibt es eine inspirierte, kreative, tolerante Gesellschaft. Wenn man die Geschichten, die man in sich trägt, in Literatur spiegeln kann, wächst man über sich hinaus. Literatur macht das Leben reicher.

Die Augen des Künstlers interpretieren, was sie sehen. Ohne Kunst verstehen wir die Welt nicht. Ohne Kunst gibt es keine Verbindung zwischen den Menschen.

TG: Welche Rolle spielen lokale Autorinnen und Autoren in Ihrem Programm?

Katelijne Gillis: Couleur locale ist wichtig in einer globalen Welt. Wie äußert sich ein Ort? Wie beeinflusst die Umgebung die Leute, die dort wohnen? Schreibt man besser in einer Stadt oder auf dem Land? Der Austausch zwischen Stadtschreiberin und lokalen Autor*innen ist bereichernd und sehr spannend.

TG: Gibt es besondere Angebote für Kinder und Jugendliche?

Katelijne Gillis: Das Stipendium Stadtschreiberin arbeitet zusammen mit dem „Young Writer’s Club“ der „Fantastischen Teens“. Bei unseren Veranstaltungen motivieren und stimulieren wir Kinder und Jugendliche, mitzumachen. Wir laden sie ein, ihre eigenen Geschichten vor einem Publikum vorzutragen.

TG: Wie können sich Interessierte über die verschiedenen Veranstaltungen informieren und Tickets erwerben?

Katelijne Gillis: Dazu gibt es die Webseite www.stadtschreiberin.de, mit Möglichkeiten, Tickets zu erwerben, sich zu informieren und auszutauschen. Post empfangen wir gerne unter hamburg@stadtschreiberin.de

TG: Zum Abschluss: Was würden Sie einem Literaturliebhaber sagen, der noch nie an den SuedLese Literaturtagen teilgenommen hat, um ihn neugierig auf das Festival zu machen?

Katelijne Gillis: Es ist eine einzigartige Möglichkeit, Neues zu entdecken, Abenteuer zu erleben und etwas Unvorhergesehenes zuzulassen. Die eigene Kreativität wird geweckt, die Inspiration. Ein Festival ist ein Fest, eine Freude, ein Zusammensein.

Außerdem sind die Literaturtage ein Ansporn, die eigenen Quellen der Freude und Kreativität sprudeln zu lassen.

TG: Besten Dank für das Interview und den Appetit, den Sie uns dazu gemacht haben … 

Termine:

7. März, 17 Uhr, HinZimmer, Hinzeweg 1, 219075 HH-Heimfeld: Schreibwerkstatt des Young Writers Club – Fantastische Teens

14. März, 17 Uhr, HinZimmer, Hinzeweg 1, 21075 HH-Heimfeld: Young Writers Club: „Jetzt sind wir dran!“

25. März, 19 Uhr, KulturForum Buxtehude, Hafenbrücke 1, 21614 Buxtehude: Snippets aus dem Wettbewerb Stadtschreiber*in Hamburg 2024

(Das Interview führte Heiko Langanke)

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Bühne frei für Indie-Bands https://www.tiefgang.net/buehne-frei-fuer-indie-bands/ Fri, 17 Nov 2023 23:47:32 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10421 [...]]]> 6 Samstage – 6 Bühnen – das Buxtehuder Format für Nachwuchsbands hat sich bewährt. Und die Ausschreibung für 2024 läuft …

Buxtehude. Bands aufgepasst: Die Stadtjugendpflege Buxtehude bietet an sechs Samstagabenden im Freizeithaus, Geschwister-Scholl-Platz 1 in Buxtehude, Musiker:innen die Möglichkeit, sich live auf der Bühne einem Publikum zu präsentieren.

Bands fördern und Bühnenauftritt ermöglichen

Die sechs Konzerte in der Arena des Freizeithauses finden vom 10. Februar bis 16. März statt. Aufgepasst: Die Anmeldefrist endet am 17. Dezember. „My Six Stages“ richtet sich vor allem an junge Nachwuchsbands aus dem Landkreis Stade und Umgebung. Die Stilrichtungen der teilnehmenden Bands oder auch Einzelmusiker:innen können von Rock und Pop über Indie bis hin zu Metal und Subgenres reichen.

 Bereits mehr als 160 Bands bei 78 Konzertabenden aufgetreten

Die Konzertreihe „My Six Stages“ geht 2024 bereits in die elfte Runde. Seit 2013 findet die Livemusikveranstaltung der Stadtjugendpflege Buxtehude immer zu Jahresbeginn statt. Bei knapp 80 Konzertabenden haben bereits mehr als 160 lokale Bands live performed.

Das Ziel ist all‘ die Jahre gleichgeblieben: Regionale Bands werden gefördert und ihnen wird eine Plattform geboten; Bands sammeln in entspannter Atmosphäre Bühnenerfahrung. „Live Musik ist ein tolles verbindendes Element und prägt die Jugendphase wesentlich mit“, so Stadtjugendpfleger Gabriel Braun.

 Professionelle Unterstützung, Mitschnitt und Bandfoto inklusive

Malte Jenett ist von Anfang an für die technische Betreuung zuständig und hat so manches Mal erlebt wie ein Band ihren allerersten Soundcheck in der Arena gemacht hat. Denn neben kompetenter Betreuung wird auch professionelle Beschallungs- und Lichttechnik zur Verfügung gestellt. Bands bekommen auf Wunsch Fotoaufnahmen und Live-Mitschnitte zur eigenen Verwendung.

Mittlerweile hat sich die Veranstaltungsreihe bereits einen überregionalen Namen gemacht, so dass auch Bands aus Cuxhaven, Hamburg oder Bremen aufgetreten sind. „Es wird für unbekanntere Bands immer schwieriger gute Auftrittsmöglichkeiten zu finden, daher liegt mir ‚My Six Stages‘ so am Herzen“, so Mitorganisator Sascha Gotthard.

Die Organisatoren setzen sich für Live-Musik ein und freuen sich 2024 darauf wieder gemeinsam mit den circa 70 Musiker:innen tolle Abende gestalten zu dürfen.

Informationen und das Bewerbungsformular gibt unter www.mysixstages.de

 

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Mit dem Nachtwächter unterwegs https://www.tiefgang.net/mit-dem-nachtwaechter-unterwegs/ Fri, 27 Oct 2023 22:35:34 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10380 [...]]]> Buxtehude. Die Hansestadt Buxtehude bietet auch im November und Dezember folgende öffentlichen Themenführungen an.

„Butter bei die Fische!“, Samstag, 4. November um 10.30 Uhr
„Hat he denn ok Butter bi de Fische?“ war eine allseits bekannte Frage zu Zeiten der Hanse. Die Erlebnisführung vermittelt Einblicke in die Geschichte der Hanse und der Stadt sowie dem damaligen Alltagsleben der Menschen. So erfährt man u.a. welche Stoffe und Gewandungen zu dieser Zeit in Mode waren. Während der etwa zweistündigen Tour werden an ausgewählten Stationen kleine kulinarische Kostproben präsentiert. Zum Abschluss dürfen sich die Teilnehmenden auf einen hanseatischen Happen in gemütlicher Runde in einem Restaurant freuen.

Eine Voranmeldung ist im Servicecenter Kultur & Tourismus erforderlich.

Dauer: 120 Minuten, Preis: Erwachsene 39 Euro

Mit dem Nachtwächter durch Buxtehude, Freitag, 10. November um 18 Uhr
„Hört ihr Leut‘ und lasst euch sagen…“ Seinerzeit warnte der Nachtwächter die schlafende Bevölkerung vor Feuer und war mit Hellebarde, Laterne und Feuerhorn ausgestattet. Erkunden Sie mit dem Nachtwächter die beleuchtete Altstadt. Interessierte erwartet ein launiger Vortrag rund um die Stadtgeschichte, gespickt mit Pikantem und Interessantem aus Buxtehude.
Treffpunkt: Historisches Rathaus, Breite Straße 2

Dauer: 120 Minuten, Preis: Erwachsene 12 Euro / Kinder (bis 16 J.) 6 Euro


Hexenprozesse in Buxtehude, Samstag, 18. November um 14 Uhr
„…dat man eyn pynlich Guding hegen und holden mag.“

Begeben Sie sich in die Zeit des 16. und 17. Jahrhunderts – in eine Zeit, die zu den dunkelsten Kapiteln der Stadtgeschichte gehört.

Zwischen 1540 und 1644 wurden in Buxtehude insgesamt 20 Frauen als Hexen bzw. Zauberinnen angeklagt. Eine beachtliche Zahl für eine Kleinstadt in Norddeutschland, wo Hexenverfolgungen nicht besonders ausgeprägt waren. Von den Anfängen und Verdächtigungen über Anklage, Verhör, Folter und der Urteilsverkündung bis zur Hinrichtung erfahren Sie alles, was zu jener Zeit als gesundes Rechtsempfinden galt.
Treffpunkt: Historisches Rathaus, Breite Straße 2

Dauer: 90 Minuten, Preis: Erwachsene 10 Euro / Kinder (bis 16 J.) 5 Euro

 „Butter bei die Fische!“, Samstag, 25. November um 10.30 Uhr
„Hat he denn ok Butter bi de Fische?“ war eine allseits bekannte Frage zu Zeiten der Hanse. Die Erlebnisführung vermittelt Einblicke in die Geschichte der Hanse und der Stadt sowie dem damaligen Alltagsleben der Menschen.
So erfährt man u.a. welche Stoffe und Gewandungen zu dieser Zeit in Mode waren. Während der etwa zweistündigen Tour werden an ausgewählten Stationen kleine kulinarische Kostproben präsentiert.
Zum Abschluss dürfen sich die Teilnehmenden auf einen hanseatischen Happen in gemütlicher Runde in einem Restaurant freuen.

Eine Voranmeldung ist im Servicecenter Kultur & Tourismus erforderlich.

Dauer: 120 Minuten, Preis: Erwachsene 39 Euro

Während des Wintermärchens Buxtehude bietet das Servicecenter den „Märchenhaften Stadtspaziergang“ durch die beleuchtete Historische Altstadt an.

Bei einem weihnachtlichen Stadtrundgang, vorbei am winterlichen Fleth und durch die malerischen Gassen, erfahren Sie Interessantes über die Stadtgeschichte und die Sehenswürdigkeiten unserer Hansestadt.
Genießen Sie einen Apfelpunsch oder Glühwein und tauchen Sie ein in die märchenhafte Stimmung der Buxtehuder Altstadt.
Als Erinnerung erhalten Sie den Buxtehuder Weihnachtsbecher.

Dienstag, 5.12.2023 um 18.00 Uhr
Sonntag, 10.12.2023 um 14.00 Uhr
Mittwoch, 20.12.2023 um 18.00 Uhr

Dauer: 90 Minuten, Preis: Erwachsene 17,50 €


Eine vorherige Anmeldung zu der Führung „Butter bei die Fische“ und „Märchenhafter Stadtspaziergang“ ist vorab im Servicecenter Kultur & Tourismus notwendig.

Für die weiteren öffentlichen Führungen ist eine Voranmeldung gewünscht, eine spontane Teilnahme ist möglich sofern die max. Teilnehmerzahl nicht erreicht ist. Tickets für die Führungen sind auch online unter www.buxtehude.de/stadtfuehrung buchbar.

Das Servicecenter Kultur & Tourismus, Breite Straße 2 ist zu folgenden Zeiten geöffnet:
Montag – Freitag von 10 – 17 Uhr, Samstag von 10 – 15 Uhr.
Telefonisch erreichen Sie das Servicecenter unter der Telefonnummer 04161 501-2345 oder per E-Mail an stadtinfo@stadt.buxtehude.de.

Ermäßigter Museumsbesuch

Unser Tipp: Gegen Vorlage des tagesaktuellen Stadtführungstickets erhalten Sie einen ermäßigten Eintritt von vier Euro im Buxtehude Museum.

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