Charlotte March https://www.tiefgang.net Fri, 22 Jul 2022 11:10:07 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1 Führungen durch Harburgs Kunstorte https://www.tiefgang.net/fuehrungen-durch-harburgs-kunstorte/ Fri, 22 Jul 2022 22:58:37 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9235 [...]]]> Harburg strotzt vor Kunst – man muss es nur kennen. Die Kunstleihe Harburg e.V. lädt daher auch in diesem Sommer wieder zur Ausstellungsreihe „Kunst vor Ort“. Los geht´s am Mittwoch, 27. Juli im Kunstverein Harburger Bahnhof.

Dort läuft bis Ende August die Ausstellung „If You Put the Question in Wrong, Will the Answer Come Out Right?“ von Nina Kuttler. In Videos, Sound, Text und Skulptur verbindet die Künstlerin kulturelles Wissen und Mythologien mit historischen Ansätzen der Naturwissenschaft
sowie zeitgenössischen Forschungsmethoden. Ihre Ausstellung im Kunstverein spürt zwei Pionierinnen der Wissenschaftsgeschichte nach, die zu Lebzeiten um Anerkennung kämpfen mussten, gleichwohl sie bis heute gültige grundlegende Erkenntnisse geschaffen haben. Die Führung erläutert, was es mit der Ausstellung auf sich hat, gibt aber auch wissenswerte Informationen zur Grundidee des Kunstvereins Harburger Bahnhof, zu den Räumen und zur künstlerischen Ausrichtung.
Treffpunkt ist am Mi., 27. Juli um 14 Uhr vor dem Kunstverein im Bahnhof Harburg über dem Fernzuggleis 3. Die Teilnahme ist kostenfrei, um Spende und aufgrund begrenzter Plätze auch Anmeldung wird aber gebeten. Anmeldung unter kontakt@kunstleihe-harburg.de oder Telefon: 040 – 300 969 48

Am Sonntag, 31. Juli um 14 Uhr kann dann der Harburger Kunstpfad beschritten werden. Seit nunmehr 15 Jahren führt der neue Kunstpfad Harburg quer durch die Harburger Innenstadt, leicht erkennbar an den gut 60 unübersehbaren bronzenen Bodenmarken. Museumsdirektor
und Mitinitiator Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss lädt gut zwei Stunden zur künstlerischen Entdeckungsreise Harburgs. Dabei sind spannende Kunstwerke, die die Kunstgeschichte vom Barock bis zur Gegenwart spiegeln und einen Abriss der Harburger Stadtgeschichte bieten. Zu sehen sind auch Werke berühmter Künstler aus Vergangenheit und Gegenwart – der Tubabläser auf dem Harburger Rathausplatz, Brunnen, Wandbilder, Skulpturen, Bauplastiken, Kriegerdenkmale bis hin zum Mahnmal des weltbekannten Künstlers Jochen
Gerz.

Treffpunkt ist am So., 31. Juli, 14 Uhr beim Tuba-Bläser auf dem Harburger Rathausplatz. Die Teilnahme ist kostenfrei, um Spende und aufgrund begrenzter Plätze auch Anmeldung wird aber gebeten. Anmeldung unter kontakt@kunstleihe-harburg.de oder Telefon: 040 – 300 969 48

Am Sonntag, 7. August geht es dann zu „Kunst im Garten“ nach Kirchdorf. Einmal im Jahr lädt der in Kirchdorf lebende und arbeitende Künstler Jürgen Weber in seinen Garten zu einer großen Kunstausstellung. Weber ist vielen Harburger Kunstleihenden durch seine Collagen bekannt, die in unserem Bestand sind. Aber seine Kreativität geht weiter. Wer also diesmal zum Jahresfest dabei sein will: eine ideale Chance, sich vom Künstler selbst Werk und Wirkern erklären zu lassen.

Treffpunkt ist am So., 07. August, um 12 und um 14 Uhr Kunst im Garten bei Jürgen Weber, Siedenfelder Weg 93, 21 109 Kirchdorf. Die Teilnahme ist kostenfrei, um Spende und aufgrund begrenzter Plätze auch Anmeldung wird aber gebeten. Anmeldung unter kontakt@kunstleihe-harburg.de oder Telefon: 040 – 300 969 48

weitere Termine:

  • Sammlung Falckenberg – Ausstellung Charlotte March (Museumsgespräch)

Treffpunkt ist am Do., 11. August, um 15 an der Sammlung Falckenberg, Wilstorfer Straße 71, 21079 HH-Harburg um 15 Uhr. Die Teilnahme kostet hier 10,- € p.P. und eine Anmeldung ist aufgrund begrenzter Plätze unbedingt erforderlich. Anmeldung unter kontakt@kunstleihe-harburg.de oder Telefon: 040 – 300 969 48

  • Sammlung Falckenberg – eine kuratierte Führung zur Sammlung, dem Gebäude, ihrer Geschichte und dem Initiator Falckenberg

Treffpunkt ist am Mi., 24. August, um 15 an der Sammlung Falckenberg, Wilstorfer Straße 71, 21079 HH-Harburg um 15 Uhr. Die Teilnahme kostet hier 10,- € p.P. und eine Anmeldung ist aufgrund begrenzter Plätze unbedingt erforderlich. Anmeldung unter kontakt@kunstleihe-harburg.de oder Telefon: 040 – 300 969 48

  •  „Kunst im Garten“ in Moorburg: jährlich lädt die Moorburger Pflanzenkünstlerin zu einer künstlerischen Ausstellung in ihren Garten

Treffpunkt ist am So., 28. August, um 12 Uhr Kunst im Garten, Moorburger Kirchdeich 56, 21 079 HH-Moorburg. Die Teilnahme ist kostenfrei, um Spende und aufgrund begrenzter Plätze auch Anmeldung wird aber gebeten. Anmeldung unter kontakt@kunstleihe-harburg.de oder Telefon: 040 – 300 969 48 

  • Kunstverein Harburger Bahnhof – Ausstellung Jeremy Hutchison “The Never Never”

Treffpunkt ist am Mi., 07. Sept um 14 Uhr vor dem Kunstverein im Bahnhof Harburg über dem Fernzuggleis 3. Die Teilnahme ist kostenfrei, um Spende und aufgrund begrenzter Plätze auch Anmeldung wird aber gebeten. Anmeldung unter kontakt@kunstleihe-harburg.de oder Telefon: 040 – 300 969 48

Weitere Führungen etwa zur Open-Air-Galerie „walls can dance“ werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Vom 19.-21. August veranstaltet die Kunstleihe Harburg e.V. zudem das Harburger Kunstfest SuedArt 22 in den Foyers der Friedrich-Ebert-Halle.  Mehr dazu in Kürze.

„Wir wollen die Kunstorte und Schaffenden dahinter sichtbar machen, ihre Eigentümlichkeiten, besonderen Räume und Entwicklungsgeschichten. Der Süden Hamburgs ist ein unentdecktes El Dorado an Kunstorten, die alle ihre ganz eigene Sicht auf die Dinge der Kunst werfen“, so Heiko Langanke von der Kunstleihe Harburg e.V. in Heimfeld. „Wir wollen Interessierte auch außerhalb des engeren Kunstzirkels quasi an die Hand nehmen und sie in die Orte und an die Kunst führen. Da schon letztes Jahr das Interesse riesig war, ist es naheliegend, diese Reihe fortzuführen. Und da Harburg auch ganz viel Kunst open air hat, wird auch dieser Sommer zur Jahreszeit der Kunst.“

weitere Infos: www.kunstleihe-harburg.de/ausstellungen

Die Reihe „Kunst vor Ort“ wurde möglich durch die freundliche Unterstützung des Förderprogramms NEUSTART Kultur der Bundesbeauftragten für Kultur sowie des Bundesverbandes Soziokultur.

Viele Kunstwerke lokaler zeitgenössischer Künstler*innen sind in der Harburger Kunstleihe, Meyerstr. 26, Hamburg-Heimfeld, für eine geringe Gebühr leihbar, so dass man sich auch in seinem ganz persönlichen Umfeld mit lokaler Kunst auseinandersetzen kann. Weitere Informationen unter www.kunstleihe-harburg.de

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Neuentdeckung einer Fotografin https://www.tiefgang.net/neuentdeckung-einer-fotografin/ Fri, 06 May 2022 22:02:58 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8942 [...]]]> Die in Harburg ansässige Sammlung Falckenberg wartet im Mai mit Fotografien von Charlotte March auf …

Die groß angelegte Werkschau über CHARLOTTE MARCH (1929–2005) in der Sammlung Falckenberg legt den Fokus auf die bisher wenig bekannten Arbeiten der für ihre Mode- und Werbeaufnahmen anerkannten Hamburger Fotografin. Der zur Sammlung Falckenberg gehörende Nachlass Charlotte Marchs bildet die Grundlage für eine Neuentdeckung der Fotografin, die für Magazine wie Brigitte, Stern, Elle, Vogue Italia, Vanity Fair, Harper’s Bazaar und twen gearbeitet hat. Das 1977 veröffentlichte Buch Mann, oh Mann – Ein Vorschlag zur Emanzipation des attraktiven Mannes wurde breit diskutiert, zeigte es doch erstmalig explizit eine weibliche Sicht auf den männlichen Körper.

Die Ausstellung zeigt mit rund 300 Werken einen Querschnitt durch alle Schaffensphasen der Künstlerin, von ihren frühen dokumentarischen Fotografien im Hamburg der 1950er-Jahre über Aufnahmen von ihren Aufenthalten auf der damals vom Massentourismus noch unberührten Insel Ischia bis hin zu den späteren internationalen Mode- und Werbeaufträgen.

Charlotte March: House of Prince Enrico d ´Assia

Das weitgehend unbekannte fotografische Frühwerk Marchs aus den 1950er Jahren knüpft an die »humanistische Fotografie« jener Zeit an und bildet einen wichtigen, bisher wenig beachteten Beitrag zum kulturellen Gedächtnis der Stadt Hamburg. Ihr hochsensibler Blick auch auf die Ränder der Gesellschaft im Nachkriegs-Hamburg führt sie an marginalisierte, gänzlich unglamouröse Orte der sich im Wandel befindenden Stadt. March lässt uns hinter die Kulissen blicken, zeigt den Alltag von Bonbon-Machern und Händler*innen wie auch das Leben auf der Reeperbahn.

In späteren Auftragsarbeiten verweist Marchs Blick auf eine emanzipatorische Haltung sowie ein Lebensgefühl der Freiheit und des gesellschaftlichen Aufbruchs. Charlotte March wollte ihre Modelle anders aussehen lassen als damals üblich. Die Fotografin kommunizierte über das Fotografieren mit ihren Modellen, deren modernes, ungebundenes Lebensgefühl sie teilte – mit einem offenen Blick für das, was der Alltag oder auch der Zufall ihr bei der Aufnahme zuspielte. Sie zeigte Frauen, die vor der Kamera rauchten oder Werbung für Bier machten. Sie propagierte ein modernes Frauenbild, war revolutionär und stilbildend, auch weil sie als eine der ersten Fotograf*innen in Deutschland wie selbstverständlich mit Schwarzen Models zusammenarbeitete.

Nach dem Tod des Lebensgefährten Charlotte Marchs, dem Hamburger Künstler und Schauspieler Balduin Baas, übernahm Harald Falckenberg 2006 den Nachlass der Fotografin und sorgte für die Archivierung und Aufarbeitung des Werkes. Der Nachlass Charlotte March umfasst ca. 30.000 Aufnahmen und wird heute in der Sammlung Falckenberg verwahrt.

Die Ausstellung in der Sammlung Falckenberg wurde von Goesta Diercks und Dirk Luckow in enger Zusammenarbeit mit Manju Sahwney, Fotografin und langjährige Assistentin Marchs sowie Archivarin des Nachlasses, im Rahmen der 8. Triennale der Photographie Hamburg 2022 kuratiert. Die Werkschau wird von einer Auswahl fotografischer Positionen aus der Sammlung Falckenberg begleitet – darunter Werke von Larry Clark, Philip-Lorca diCorcia, William Eggleston, Fergus Greer, Irving Penn und Nan Goldin.

CHARLOTTE MARCH
20. MAI – 4. SEPTEMBER 2022
DEICHTORHALLEN HAMBURG / SAMMLUNG FALCKENBERG

Phoenix Fabrikhallen, Wilstorfer Straße 71, Tor 2, 21073 Hamburg – Harburg
Tel. 040-32506762, besucherbuero@deichtorhallen.de

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