Collagen – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Fri, 03 May 2024 08:52:03 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 „Oh schöne Welt!“ https://www.tiefgang.net/oh-schoene-welt/ Fri, 03 May 2024 22:39:16 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10799 [...]]]> Seit einiger Zeit bereichert die Galerie 1565 im alten Bornemannschen Haus im Harbruger Hafen das kulturelle Leben. Jetzt ist dort Franz Kaiser´s „Oh schöne Welt!“ zu sehen.

Die GALERIE1565 ist ein Raum für zeitgenössische Kunst, eine der größten privaten Galerien Hamburgs mit über 660qm Ausstellungsfläche. Seit Frühjahr 2023 hat sich die GALERIE1565 mit monatlich wechselnden Ausstellungen zu einem etablierten Ort für zeitgenössische Kunst lokaler und internationaler Künstler in Hamburg gemacht. Aktuell sind nun gleich zwei Ausstellungen zu sehen.

Franz Kaiser (1888-1971) war ein vielseitiger Künstler mit einer ungewöhnlichen Biografie. Als kritisch kommentierender Zeitgenosse erlebte er zwei Weltkriege, die bewegten zwanziger Jahre, die NS-Zeit und die Jahre nach 1945, in denen sein Hauptwerk entstand. Seine künstlerische Vielfalt präsentiert sich in Malerei, Collagen, Zeichnungen, Skulpturen, Keramik- und Holz-Arbeiten sowie Textilien. In einigen Sparten entwickelte er spezifische Techniken, um seine Ideen zu vertiefen, z.B. eine Brandtechnik für Collagen. Schon zu Lebzeiten fanden seine Werke interessierte Sammler, die wohl Bekanntesten waren Helmut und Loki Schmidt. Kaisers umfangreiches Werk wurde nach seinem Tod von Dr. Jürgen Winzer in Hamburg bewahrt, der ihm als Freund und Arzt nahestand.
Der seit Frühjahr 2017 aktive Freundeskreis Franz Kaiser setzt sich dafür ein, den heute vergessenen Künstler und sein großes Werk, das über 1500 Arbeiten umfasst, an die Öffentlichkeit zu bringen und zu würdigen.

Der Sammler und Freund von Franz Kaiser, Herr. Dr. Jürgen Winzer führt uns durch die einzigartige Sammlung.

Termine: 7. Mai, 17 Uhr | 18. Juni, 12:30 Uhr | 25. Juni, 17.30 Uhr

Anmeldung über: office@galerie1565.de | Tel: 0162 – 26 26 720

Parallel ist zudem eine Gruppenausstellung zeitgenössischer Künstler*innen zu sehen:

Gruppenausstellung: Elena Bulycheva | Daniel Hörner | Stephanie Jacobs | Sandrine Mahéo

Elena Bulycheva (Hamburg) studiert an der HFBK bei Prof. Anselm Reyle. Charakteristisch für ihr Werk sind abstrakte Gemälde, die durch ein Zusammenspiel von lebendigen Farben, Texturen und ungewöhnlichen Formen gekennzeichnet sind. Unkonventionelle Prozesse, zum Beispiel das bearbeiten der Leinwand in einer Waschmaschine, führen zu Rissen und Spalten im Material. So werden die darunterliegenden Farben oder Oberflächen sichtbar.

Daniel Hörner (Hamburg) studierte Kunst an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel bei Prof. Ludger Gerdes. Er malt seine farbintensiven, oft monochromen Bilder mit selbstgemachter Ölkreide, die er in einem aufwändigen Prozess und in beeindruckender Farbvielfalt herstellt. Er zieht präzise Linien, um Kästen und Streifen für die Farbverläufe zu schaffen. Diese Technik ist sein Alleinstellungsmerkmal und beschäftigt Hörner seit über 10 Jahren. Er arbeitet in seinem Atelier in Hamburg und betreibt dort gemeinsam mit anderen Künstlern auch den Ausstellungsraum „Lycra“.

Stephanie Jacobs (Hamburg) studierte an der HFBK in Hamburg bei Prof. Werner Büttner. Jacobs erzählt uns durch ihre Malereien auf Leinwand oder auf Keramiken von rätselhaften Nachtwelten, Giftpflanzen und Körpern in Not. Sie untersucht die Wirkmacht des Symbolismus und dessen Effekt auf den Betrachtenden. Zunächst nähert sie sich ihren Fragen auf theoretischer Ebene an. So beeinflussen kulturwissenschaftliche und anthroposophische Texte, aber auch Werke und Motive aus Popkultur und Kunst Jacobs Oeuvre.

Sandrine Mahéo (Berlin) studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Montpellier, Frankreich. Die großformatigen Leinwände der französischen Künstlerin sind eine lebendige Feier der Farbe und des Kontrastes. Wie der Akt der Schöpfung wird die Farbe auf die Leinwand gesprüht, auf eine Weise, die an Künstler wie Hartung und K. Grosse erinnert. Diese Technik, vielleicht beeinflusst von einer Neigung zu weitläufigen Gesten, schafft ein Gefühl von Tiefe innerhalb des Kunstwerks. Dabei werden gewollte Unschärfen genutzt, um diese Tiefenwirkung zu intensivieren.

Ort: Galerie 1565, Harburger Schloßstraße 13, 21079 Hamburg
ÖFFNUNGSZEITEN: DI – FR 12 – 18 UHR | SA 12-16 UHR

 

 

 

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Künstler*innen vom Harburger Kunstfest angetan https://www.tiefgang.net/kuenstlerinnen-vom-harburger-kunstfest-angetan/ Fri, 13 Aug 2021 22:26:37 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8271 [...]]]> Die Kunstleihe Harburg e.V. hatte im Rahmen des SuedKulturSommers vom 3. bis 8. August auf dem Harburger Schwarzenbergplatz das 1. Harburger Kunstfest als Open-Air-Event ausgerichtet und sieht Potenzial zur Wiederholung.

 Um auch die Bildende Kunst im Hamburger Kultursommer zu repräsentieren, hatten die Vereine ´Kunstleihe Hamburg` und ´Alles wird schön` gemeinsam und eine ganze Woche das Harburger Kunstfest ausgerichtet. Das Wetter war mehr als launisch, doch die eigens aufgestellten 10 Zelte, gefüllt mit unterschiedlichster Kunst vor allem aus Harburg, hielten Stand. „Wir hatten vor einigen Jahren gute Erfahrungen auf dem leider nun eingestellten Buxtehuder Kunstfest sammeln können und waren daher überzeugt davon, dass  die Bildende Kunst auch als Open-Air-Format machbar ist“, so Sabine Schnell von der Harburger Kunstleihe. „Und es ging nicht allein um eine geeignete Ansprache des kunstinteressierten Publikums. Vielmehr ist es im Moment wichtig, die vielen Künstlerinnen und Künstler wieder in ihrem Tun zu aktivieren und zu würdigen.“ 

Künstlerin Freya Burmeister war eine der vielen Künstler*innen.

Und das funktionierte bestens: während die Hälfte der zehn Zelte mit Kunstgruppen wie wattenbergART, dem Habibi Atelier, der Kunstkarawane, Alles wird schön und der Kunstleihe Harburg verschiedenste Künstler*innen und Werke zeigte, waren je fünf weitere Zelte  für Einzelausstellungen vergeben, die täglich wechselten. „So konnten wir gut 50 Künstler*innen ein Forum bieten und auch ein Honorar zahlen“, so Anabell Fuchs, die just zum Kunstfest ihren Bundesfreiwilligendienst in der Kunstleihe begann. Sie war selbst überrascht über die Vielzahl an vor allem Harburger Künstler*innen und ihre verschiedenen Ansätze. „Die anfängliche Skepsis vieler Künstler*innen schlug vor Ort recht schnell um in Begeisterung! Fast alle waren angetan von der professionellen Ausrichtung des gesamten SuedKulturSommers und der ungewöhnlich angenehmen Atmosphäre auf dem Schwarzenbergplatz.“

Und so waren Skulpturen, Lichtobjekte, Grafiken, Malereien und Collagen zu sehen, aufschlussreiche Gespräche mit und unter Künstler*innen möglich und auch das ständig wechselnde Wetter tat dem keinen Abbruch. „Fast alle Künstler*innen fragten gleich von sich aus an, wo es denn nächste Jahr stattfinden werde“, so Sabine Schnell vom Vorstand des Kunstleihe-Vereins. „Aber so weit sind wir noch nicht. Dass es dieses Jahr überhaupt dazu kam, ist bedauerlicherweise vor allem der Pandemie zu ´verdanken`, die eine Finanzierung eines solchen Festes möglich machte. Sicher aber werden wir nach einer Verschnaufpause mal darüber nachdenken, ob so etwas im Bezirk Harburg auch ohne Pandemie denkbar ist. Dass es funktioniert, steht zumindest schon außer Frage!“

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Art to go – Kunst zum Leihen https://www.tiefgang.net/art-to-go-kunst-zum-leihen/ Fri, 15 Nov 2019 23:25:46 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6054 [...]]]> Sechs Neuankäufe bereichern ab sofort die Buxtehuder Artothek. Dabei Werke von Vondamme, Duwe, Marx und Meyer.

Buxtehude. Seit inzwischen 35 Jahren können Kunstinteressierte aus über 500 Exponaten wählen, darunter zeitgenössische Grafik, Collagen, Radierungen, Aquarelle, einige Ölbilder, Bleistiftzeichnungen und Kleinplastiken, und diese, gegen ein geringes Entgelt für zuhause, für Büro- oder Praxisräume zeitweise entleihen. Die neuen Kunstwerke stammen von der Künstlerin und Farbdesignerin Ute Vorndamme, der Malerin Heide Duwe, dem Berliner Popart-Künstler Stefan Marx und der Hamburger Künstlerin Heidi Meyer.

„Ich möchte lieber ein Fisch sein“ hat Meyer ihr Kunstwerk genannt. Sie mag die Vorstellung von seiner Ruhe und Balance im Wasser, wo ihm die Schrillheit, Geldgier und Lautstärke unserer Zeit nichts anhaben können. Sie könne sich gut „reinfühlen“ in diesen Zustand, und habe „diese Spiegelungen auf Papier gebracht“. „Leise Bilder“  – ein Kontra gegen das ‚Jetzt‘“ heißt, diesen Gedanken weiter folgend, auch ihre nächste Ausstellung. Eröffnet wird sie am Samstag, 16. November um 14 Uhr, in ihrem eigenen Atelier, Am Geesttor 4, in Buxtehude.

Landschaften und Naturelemente sind für die in Berlin geborene Künstlerin Heide Duwe ständige Inspirationsquellen. Aus ihrer Serie „Herbstsuite 2018“ sind nun zwei Tuschezeichnungen in den Leihbestand der Artothek aufgenommen worden.

Weiße Typografie auf schwarzem Grund – nicht nur auf Leinwand, sondern auch auf Alltagsgegenständen –  das ist inzwischen zu seinem Markenzeichen geworden. Seine Kunst wird international gezeigt und längst ist Stefan Marx über die Skater-und Graffitiszene hinaus bekannt und außerordentlich erfolgreich. „I Remember the Happiest Day of my Life“, so der Titel des Neuerwerbs in der Artothek, „(…) beschreibt eine Erinnerung an den Happiest Day in der Vergangenheit, jeder Betrachter und somit auch Leser dieses Bildes ist mit seinem persönlichen Gedanken an diesen Tag konfrontiert, es wird ein Gefühl ausgelöst. Gleichzeitig stellt sich der Gedanke auf, warum nicht auch heute, am Tag der Betrachtung, der nächste, happiest Day sein kann.“

Von ausgesprochener Farbigkeit bestimmt werden hingegen die Werke der Farbdesignerin und Malerin Ute Vorndamme, die neu angekauft wurden.

Seit 1984 bietet die Artothek eine unkomplizierte Möglichkeit, Kunst zu leihen, sich in der Kunstausstellung im Historischen Rathaus umzuschauen und individuell beraten zu lassen.

Weitere Informationen zur Artothek unter: buxtehude.de/kultur

Öffnungszeiten Artothek: Mo. – Fr.: 10 – 17 Uhr; Sa.: 10 – 15 Uhr; Historisches Rathaus, Breite Straße 2, 21614 Buxtehude

 

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Lebendige lokale Kunst https://www.tiefgang.net/lebendige-lokale-kunst/ Fri, 13 Sep 2019 22:22:42 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5800 [...]]]> 35 Jahre schon gibt es in Buxtehude eine Artothek und würdigt so auch die lokale Kunst. Viele Künstler*innen geben nun ihren Dank zurück, mit offenen Ateliertagen.

Buxtehude. Die Artothek feiert in diesem Jahr ihr 35-jähriges Bestehen und bietet aus diesem Anlass Kunstinteressierten einen besonderen Kunstgenuss. Drei Künstlerinnen und Künstler öffnen bis zum Jahresende ihre Ateliers und geben dabei persönliche Einblicke in ihre Werkstatt und ihr künstlerisches Schaffen.

Am Donnerstag, 26. September, 18.30 Uhr, ist ein Besuch der Künstlerin und Farbpsychologin Ute Vorndamme in Buxtehude geplant. Seit dem Jahr 2000 befindet sich das Atelier des Künstlers und Grafikers Dirk Behrens in Issendorf, das er am Donnerstag, 17. Oktober, ab 18.30 Uhr für Besucherinnen und Besucher öffnet. Einblick in die Arbeit der Holzbildhauerin Barbara Uebel erhalten Interessierte am Donnerstag, 21. November um 18.30 Uhr.

Staunen erlaubt

Die Atelierbesuche sind kostenlos. Treffpunkt ist das jeweilige Atelier. Weitere Details erhalten Interessierte bei der Anmeldung im Servicecenter Kultur und Tourismus entweder telefonisch unter 04161 501 2345 oder bei Mail unter kulturbuero@stadt.buxtehude.de.

Seit 1984 gibt es in Buxtehude eine Artothek, d.h. einen städtischen Bilderverleih mit zurzeit ca. 500 Exponaten. Es handelt sich um zeitgenössische Grafik, Collagen, Radierungen, Aquarelle, einige Ölbilder, Bleistiftzeichnungen und Kleinplastiken. Für jedes ausgeliehene Kunstwerk wird ein Entgelt in Höhe von zurzeit 6,00 Euro für drei Monate bzw. 12,00 Euro für sechs Monate erhoben. In diesem Betrag ist die Versicherungsprämie enthalten.

Diese Einrichtung zur Belebung von Kunst und Kultur gibt den Benutzern die Möglichkeit, für ihre Wohn- und Arbeitsräume Kunstwerke über einen längeren Zeitraum gegen geringes Entgelt auszuleihen. Dadurch wird den Interessenten nicht nur ein Bild oder eine Skulptur zum Schmuck ihrer Räume an die Hand gegeben, sondern auch eine Gelegenheit zur längeren und intensiveren Betrachtung und Beschäftigung mit dem Exponat.
Der Gesamtbestand der Bilder ist in einem Katalog aufgeführt, der alle wichtigen Angaben zu den Werken, wie Maler, Titel, Technik, Entstehungsjahr und Größe enthält. (siehe auch ´Tiefgang`: „Wertschätzung regionaler Künstler!“,  März 2017)

Öffnungszeiten Artothek: Mo. – Fr.: 10 – 17 Uhr; Sa.: 10 – 15 Uhr; Historisches Rathaus, Breite Straße 2, 21614 Buxtehude, www.buxtehude.de/artothek

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Wandern mit den Langobarden https://www.tiefgang.net/wandern-mit-den-langobarden/ Fri, 08 Jun 2018 22:38:18 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3681 [...]]]> Migration ist das Thema der derzeitigen Ausstellung des Archäologischen Museums Hamburg. Nun ist der Künstler Gaetano Gross zu Gast und wandert …

Seit dem 8. Juni und noch bis September 2018 ist der Künstler Gaetano Gross zu Gast im Archäologischen Museum Hamburg. Er präsentiert Collagen unter dem Titel „Wanderung und Wandlungen der Langobarden“ in der Archäologischen Dauerausstellung des Museums. Die Ausstellung baut zudem eine Brücke zur aktuellen Sonderausstellung des Museums „Zwei Millionen Jahre Migration“.

Die Langobarden sind bis heute eines der rätselhaftesten und faszinierendsten Völker in der europäischen Geschichte. Während ihrer langen Wanderung in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten aus dem Norden Germaniens bis in das warme Italien haben sie viele Spuren hinterlassen auch im Niederelberaum. Das Thema könnte aktueller kaum sein: Das Archäologische Museum Hamburg zeigt noch bis zum 2. September die Sonderausstellung „Zwei Millionen Jahre Migration“, an welche die Langobarden-Ausstellung thematisch bestens anknüpft. Unterstützt wird das Ausstellungsprojekt durch die „Associazione Longobardia“. Heidi Jung aus Garstedt und Ehrenpräsidentin dieses europäischen Verbandes, entdeckte während einer ihrer vielen Italienreisen ihre Liebe zu den Langobarden. Dort haben sich sieben Städte mit langobardischem Kulturerbe zu einer Vereinigung „Italia Langobardorum“ zusammengeschlossen und sind seit 2011 anerkanntes Weltkulturerbe der UNESCO. Seit 2006 unterstützte Heidi Jung die Kandidatur zur Anerkennung. Heidi Jung möchte einen „geschichtlichen Brückenschlag“ herstellen mit der Vision, den Süden Italiens mit Norddeutschland durch eine europäische Langobardenstraße zu verbinden. Die Ausstellung stellt dazu einen weiteren wichtigen Schritt dar.

„Die „Associazione Longobardia“ hat sich den Wanderweg der Langobarden als „Europäische Kulturstraße“ zum Ziel gesetzt. Sie arbeitet mit „Italia Longobardorum“ zusammen. Der Brückenschlag vom hiesigen ehemaligen Langobardengebiet bis in den Süden Italiens bot sich nachgerade an. Mit der Vision einer europäischen Kulturstraße ist schließlich die „Associazione Longobardorum“ entstanden“, erklärt Heidi Jung.

Die Besucher können bis zum 2. September bei einem Rundgang erleben, wie Kunst und Archäologie eine ganz besondere Verbindung eingehen. Collagen wie zum Beispiel die „Tangendorfer Scheibenfibel“ laden dazu ein, sich auf diese neue Verbindung einzulassen. Gaetano Gross verarbeitet in seinen aktuellen Werken viele archäologische Objekte. Dem Künstler gelingt es, sich durch sie inspirieren zu lassen und seinen eigenen Blickwinkel zu finden. Vorgeschichtliche Objekte sind für ihn nicht mehr nur historische Belege, Gaetano Gross gibt den Objekten ihre eigenen Inhalte und neue Bezüge. „Ich möchte die Besucher zu einer vielschichtigen Betrachtungsweise der originalen Funde anregen, damit sie ihren Blick für Details, für Formen und Farbspuren öffnen können“, erklärt der Künstler. Er wählte für seine Werke Grabbeigaben und Achitekturelemente der Langobardenzeit aus. So entstand eine Serie, die Hamburg mit Österreich, Ungarn und Italien verbindet.

Noch bis zum 2. September 2018 im Archäologischen Museum Hamburg, Harburger Rathausplatz 5, 21073 Hamburg; Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10.00 bis 17.00 Uhr

Eintritt: Während der Öffnungszeiten des Museums regulärer Museumseintritt: Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre haben freien Eintritt, Erwachsene 6,- Euro, ermäßigte Karte 4,- Euro

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