Crowdfunding – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Sat, 03 Aug 2024 09:25:23 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.5 Horror fürs Horror-Theater https://www.tiefgang.net/horror-fuers-horror-theater/ Fri, 02 Aug 2024 22:37:17 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11066 [...]]]>

Helft dem Miskatonic Theater, den durch Einbruch verursachten Schaden auszugleichen, damit die Eröffnung wie geplant stattfinden kann!

Sie starteten mit dem antikyno an der Neuen Straße, entdeckten das Theater für sich und wollten in den größeren Räumen des Pleite gegangenen aber größeren ehemaligen „Komm du“ an der Buxtehuder Straße zum September neu durchstarten. Doch ein Einbruch bringt die Pläne der Mikatonic-Machenden ins Wanken. Jetzt ist die Solidarität von Kulturfans gefragt.
Im Aufruf heißt es: „In Harburg eröffnet im September das einzige Horror-Theater der Welt: Das beliebte Kulturzentrum antikyno zieht in größere Räumlichkeiten, konzentriert sich ganz und gar auf Horror-Theater und startet im September mit „Der Ruf des Cthulhu“! Doch das scheint nicht allen zu gefallen: Arme Seelen sind in unser Theater eingebrochen und haben sämtliche Veranstaltungstechnik gestohlen. Mindestens 15.000€ Schaden. Helft uns, das abzufedern, damit das Miskatonic Theater nicht stirbt, bevor es losgeht!  Uns wurden Technik und Instrumente im Wert von mindestens rund 15.000€ gestohlen. Diesen Wert versuchen wir, wieder rein zu kriegen.“
Zur Spendenplattform geht es hier: www.startnext.com

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Kohle für die Kunst https://www.tiefgang.net/kohle-fuer-die-kunst-2/ Fri, 18 Sep 2020 22:33:32 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7242 [...]]]> Die Harburger Kunstleihe verleiht Kunst aus Harburg, doch meist sind es Leihgaben der Kunstschaffenden selbst. Das will sei nun ändern und startet eine Spendenaktion.

Die Kunstleihe Harburg, in der seit Anfang 2019 zeitgenössische lokale Kunst aus Harburg für 3 Monate und für nur 6 € für Zuhause, das Büro oder homeoffice leihbar ist, startet jetzt eine Crowdfunding-Kampagne unter dem Slogan „Kohle für die Kunst“.

Denn die Kunstleihe Harburg hat seit ihrem Bestehen nunmehr mehr als 200 Werke im Ausleihefundus und so eine recht breite Anzahl und Vielfalt an zeitgenössischer Harburger Kunst vertreten. Doch ein Großteil sind Dauerleihgaben der Harburger Künstlerinnen und Künstler selbst. Sie unterstützen also das Projekt mit eigener Arbeit und eigenem Material. „Besser wäre es, wir könnten ein Teil der Werke erwerben und dann zur Leihe ausgeben. Damit ist den Künstlerinnen und Künstlern gerade jetzt in der ausstellungslosen Corona-Zeit geholfen als auch uns, da wir für diese Werke selbst verantwortlich sind“, so Sabine Schnell vom Team, der Kunstleihe Harburg.  Das machten die gut 130 Artotheken – wie sonst Kunstleihen bundesweit gerne genannt werden – sonst auch und bekämen dafür von kommunaler Seite meist einen Etat von gut 5.000 Euro jährlich zur Verfügung gestellt. Denn so wird das Schaffen der lokalen Künstler*innen eben gewürdigt.

„Aber Hamburg tut sich noch sehr schwer mit dieser im Grunde simplen Form an Kunstwürdigung gegenüber den Urheber*innen als auch der Kunstvermittlung. Unsere Kunstinteressierten hingegen nicht. Seit wir zur Corona-Kontaktsperre darauf hinwiesen, dass mit dem Kauf einiger Leihgaben unsere lokalen Künstler*innen direkt gefördert würden, gab es etliche Anfragen und auch schon fünf Verkäufe. Die Kunstleihe ist also ein gutes Medium, um zwischen Kunstschaffenden und Kunstinteressierten zu vermitteln“, so Sabine Schnell.

Nun aber will das gut 5-köpfige engere Team der Kunstleihe mit einer Crowdfunding-Kampagne sich selbst an Kunstinteressierte wenden, um den der angestrebten Jahresetat von 5.000,- € durch Spenden zusammen zu bekommen. „Davon könnten in etwa 8-10 Werke jährlich in unseren Bestand wechseln und die Künstler*innen wären dafür angemessen vergütet worden“, so Schnell.

Unterstützung bekam die Kunstleihe dabei über einen Fördertopf der Kreativgesellschaft Hamburg. Die gab nun 1.000,- €, mit der die Kunstleihe nun in Zusammenarbeit mit dem Harburger Filmemacher Dennis Albrecht kleine Videoclips zu Harburger Künstler*innen erstellt und so für die Kampagne wirbt. „Ein spannendes kreatives Projekt, das ich gerne unterstütze“, so Dennis Albrecht.

Die Aktion hat den Titel „Kohle für die Kunst“ und trifft so den Nagel ganz gut auf den Kopf. Und: Spendende bekommen im Gegenzug auch etwas – nämlich kleine Dankeschöns. So etwa für eine Spende von 50,- € einen Gutschein zur Kunstleihe etwa zum Verschenken oder – wenn man noch nicht Kunstleihender ist – für sich selbst und inkl. 4 Quartalen Leihgebühren.

Wer 100,- € spendet, bekommt ein lokales Kunstwerk in Form eines Puzzles geschenkt. So etwa ist das beliebte Werk „veggie spa“  von der Harburger Künstlerin Yvonne Lautenschläger zu puzzeln und die Auseinandersetzung mit dem Werk im wahrsten spielerisch aufs Neue in Gang gesetzt.

Für 200,- € bekommt man sowohl den Gutschein als auch ein Puzzle. Die jeweilige Spende sind zudem gegen Vorlage des Kontobelegs der Überweisung bei der Einkommenssteuererklärung abzugsfähig.

So macht die Kunst für Spendende, das Team der Kunstleihe wie auch den Kunstschaffenden Spaß.

Hier geht´s zur Spenden-Website: kunstleihe-harburg.de/kohle-fuer-kunst

 

 

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Digitale Spendenakquise https://www.tiefgang.net/digitale-spendenakquise/ Fri, 30 Nov 2018 23:46:27 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4566 [...]]]> Früher ging man mit dem Klingelbeutel von Tisch zu Tisch, heute macht man Crowdfunding im Internet. Auch über Facebook kann man nun Spenden sammeln.

 Das „Haus des Stiftens“ erklärt in einem Beitrag, worum es geht und wie man es einsetzen kann.  Ob es sich lohnt, musst Du selbst herausfinden.

 „Spenden für eine gemeinnützige Organisation über Facebook sammeln – das ist seit September 2017 auch in Europa möglich. Erstmals vorgestellt wurde der „Donate“-Button für Facebook-Seiten im Dezember 2013. Im November 2015 wurde das letzte große Update veröffentlicht und die Funktion komplett überarbeitet. Wie der Spenden-Button funktioniert, erklärt dieser Beitrag.

Laut einem Beitrag von Mark Zuckerberg vom 15. August 2018 sammelten allein Geburtstags-Fundraiser auf Facebook innerhalb eines Jahres über 300 Millionen US-Dollar für über 750.000 gemeinnützige Organisationen.

Facebook bietet gemeinnützigen Organisationen mehrere Möglichkeiten an, um Spenden zu sammeln. Organisationen, die die Zahlungsplattform von Facebook zur Verarbeitung der Spenden nutzen, zahlen keine Gebühr. 100 Prozent der Spenden gehen an die gemeinnützige Organisation.

Auch private Facebook-Nutzer können einen Spendenaufruf starten. Das geht zum Beispiel zum eigenen Geburtstag. Dabei geht es natürlich nicht darum, einen Spendenaufruf für sich selbst zu starten, sondern für eine der gemeinnützigen Organisationen auf Facebook. Dementsprechend ist die Funktion auf Facebook nur dann verfügbar, wenn man eine Organisation auf Facebook auswählt.

DIE SPENDEN-FUNKTION AUF FACEBOOK IM ÜBERBLICK

Der Spenden-Button im Kopfbereich der Seite
Gemeinnützige Organisationen können einen Spenden-Button in ihrer Seitenüberschrift sowie bei Werbeanzeigen hinzufügen und die Menschen so zum Spenden auf eine Webseite Ihrer Wahl weiterleiten.

Der Spenden-Button in Beiträgen
Berechtigte gemeinnützige Organisationen können zudem einen Spenden-Button in Seitenbeiträgen, in der Seitenüberschrift und in Live-Videos einfügen, sodass Nutzer in wenigen Schritten direkt auf Facebook spenden können.

Spendenaktionen
Über Spendenaktionen können Personen Geldmittel für eine gemeinnützige Organisation auf Facebook sammeln. Unterstützer richten eine spezielle Seite ein, auf der sie ihre Geschichte erzählen, Details zum guten Zweck der Organisation liefern und einen Spendenaufruf starten.

Facebook-Spendenaktionen sind einfach durchzuführen. Nach einer Registrierung klickt man auf den Spendenaktion-Tab in der linken Seitenleiste der Facebook-Startseite. Über das Erstellungstool von Facebook kann man die Aktion mit Dauer und Fundraisingziel angeben, und die Spendenaktion wird sofort veröffentlicht.

Was die Zukunft bringt
Facebook ist zudem dabei, eine wiederkehrende Spendenoption einzuführen. Mit dieser Funktion können sich Facebook-Spender dann für eine monatlich oder jährlich wiederkehrende Spende anmelden, genauso wie das auf einer Spendenplattform möglich ist.

Außerdem arbeitet Facebook an der Integration von Daten im Austausch zwischen Facebook und anderen Online-Fundraising-Tools. Bisher werden Informationen zu Spendenaktion auf der Facebook-Plattform nicht automatisch in andere CRM-Systeme übertragen, die sie für weitere Spendenaktionen verwenden.

Das soll sich bald ändern. Die Integration befindet sich derzeit im Beta-Test und soll den Benutzern ermöglichen, die Spendenverfolgung zwischen Facebook und anderen Spendenplattformen nahtlos zu spiegeln.

Das bedeutet: Spendenberechnungen sollen zukünftig zwischen mehreren Plattformen synchronisiert werden können. Non-Profits können damit dann alle Transaktionen innerhalb eines Systems verwalten – und gleichzeitig die Sichtbarkeit der Spendenkampagne auf Facebook erhöhen.“

Quelle: hausdesstiftens.org

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Dann eben anders! https://www.tiefgang.net/dann-eben-anders/ Fri, 26 Oct 2018 22:30:44 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4415 [...]]]> „Die sitzen doch da nur rum“, soll ein Politiker über das soziokulturelle Projekt gesagt haben. Nun stehen sie eben auf und packen es auch ohne Bezirkspolitik an. Sie können dabei helfen …

Im November 2017 kam die frohe Kunde: ein neues Kulturprojekt und von Studierenden des Kunstbereichs der Medical School Hamburg, der im Harburger Hafen zuvor ein neues Zuhause gefunden hatte eröffnete ein „KulturWohnZimmer“ im einstigen „Schmuddeltunnel“ zwischen Lüneburger Straße und Seevepassage. (´Tiefgang` berichtete im Nov. 2017 „Ein Wohnzimmer für Kultur“).

Und wahrlich – es kam Leben in die Durchgangsgruft. Es wurde neugierig beäugt, gesprochen und letztlich gemalt, gesungen und gemacht.

All das kostet Zeit. Und Zeit ist Geld und als für die meisten Studierenden das Ende der Lehrjahre vor der Tür stand, war man der Überzeugung: man hat was bewegt, man hat gezeigt: da geht doch was!

Weit gefehlt.

Mehrere Anträge im Bezirksparlament Harburg liefen ins Leere. Nicht, dass es nicht hätte Pro- und Kontra-Argumente für den Finanzierungsantrag geben können. Denn „wer hat das bestellt?“, „Ist es das wert?“, „Ist das angemessen im Vergleich zur auch von Haus aus kümmerlichen Finanzierung alt eingesessener Kulturprojekte im Süden“ … Es wäre einen Austausch wert gewesen. Aber dazu kam es harburglike gar nicht erst, denn zwei Mal wurden die Anträge schlichtweg abgelehnt. Diskussionslos. (Siehe auch ´Tiefgang` vom 14. Juli 2018: ´Würdelos`)

Ein Politiker – so munkelte es sich aus dem nicht-öffentlichen Entscheidungsraum des Parlaments heraus – soll entgegnet haben: „Die sitzen doch da nur rum!“ Also ganz anders als ´gestandene` Parlamentarier.

Nun sind sie dennoch wieder da und scheinen sich zum Motto zu nehmen: kein Blabla – machen!

Und so haben sie gleich auch eine Crowdfunding-Kampagne im Gepäck.

Ziel: bis Ende November sollen 6.300 € gesammelt werden, um Materialien, Werbung, Versicherung, und professionelle Betreuung damit abzudecken.

In einer zweiten Etappe sollen noch mal 6.300,- € zusammenkommen, um das Kulturwohnzimmer bis Ende Februar 2019 in vollem personellen Umfang agieren zu lassen. Mit professioneller Betreuung an allen Öffnungstagen.

„Wir möchten Menschen neue Räume für Kommunikation eröffnen“, heißt es auf der website der Kampagne. „Dies geschieht im Kontext des Kulturwohnzimmers durch unterschiedliche künstlerische Methoden. Das Kulturwohnzimmer ist Dienstag bis Donnerstag im Gloriatunnel in Harburg von 14 bis 20 Uhr geöffnet. Dies ist die Basis des Kulturwohnzimmers. Es kann sich aber auch frei im öffentlichen Raum bewegen. So zum Beispiel bei Spray-Aktionen mit einer mobilen Spraywand. Das Kulturwohnzimmer ist immer dort, wo durch künstlerische Aktivitäten ein Raum für Begegnung, Austausch und gemeinsames Schaffen geöffnet wird.“

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Das Ziel des Projektes ist, durch künstlerische und kunstanaloge Methoden Austausch und Begegnung zwischen Menschen in Hamburg-Harburg zu fördern. Eingeladen sind alle Menschen – ausnahmslos.

Finanzielle Hürden gibt es keine, sprachliche Barrieren sind im gemeinsamen künstlerischen Arbeiten untergeordnet. Es gibt Möglichkeiten der Teilhabe für Menschen allen Alters.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Das Projekt Kulturwohnzimmer kann einen Beitrag leisten zu einem guten Zusammenleben in Hamburg-Harburg. Das haben wir in der ersten Phase des Kulturwohnzimmers in unzähligen Aktionen und verschiedensten Formen erlebt. Damit sich jedoch etwas nachhaltig verändern kann, bedarf es Kontinuität. „Das wollen wir durch diese Kampagne gewährleisten und gleichzeitig möchten wir unabhängig von staatlichen Geldern und parteilichen Einflüssen agieren“, so die Lehren der Akteur*innen aus der Harburger Politiklandschaft.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Von dem Geld werden Materialien zum künstlerischen Arbeiten, Werbemittel für Veranstaltungen, Versicherungskosten und Honorare für eine professionelle Begleitung des Projektes finanziert.

In dieser zweiten Phase des Kulturwohnzimmers setzt sich das Team aus den mittlerweile fertig ausgebildeten GründerInnen und Studierenden im Praxissemester zusammen. Es ist uns ein Anliegen, die bisher gemachten Erfahrungen weiter zu geben.
„Wenn das erste Fundingziel erfüllt wird, dann können wir die PraktikantInnen an einem Tag der Woche professionell unterstützen. Das Kulturwohnzimmer kann somit in seiner gewohnten Form öffnen.
Sollte das zweite Fundingziel erreicht werden, könnten wir das Kulturwohnzimmer stetig weiterentwickeln und auf einen guten Mix an Ausgelernten und Studierenden BetreiberInnen bauen. Außerdem könnten wir den PraktikantInnen eine gerechtfertigte Aufwandsentschädigung zahlen.“

Wer steht hinter dem Projekt?

Das Kulturwohnzimmer wird betrieben von AbsolventInnen und Studierenden der Expressive Arts in Social Transformation an der Medical School Hamburg. Zu diesem Zweck wurde der Verein Kulturwohnzimmer gegründet. Die Räumlichkeiten werden freundlicher Weise von der Stadterneuerungs- und entwicklungsgesellschaft zur Verfügung gestellt.

Sie können das Projekt unterstützen – schon mit wenigen Euro und ganz simpel mit Direktüberweisung über das Crowdfunding-Portal.

Weiterführender Link: startnext.com/kuwozi

 

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Hilfe von Profis https://www.tiefgang.net/hilfe-von-profis/ Fri, 14 Sep 2018 22:25:48 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4053 [...]]]> Wie kommt man sinnvoll und sicher zu mehr Spendern, Einnahmen oder Ertrag und erzielt positive Wirkung? Im Internet wird´s bald erklärt.

Ein Thema für alle Non-Profits: Das Geld. Wie kommt man sinnvoll und sicher zu mehr Spendern, Einnahmen oder Ertrag und erzielt positive Wirkung? Vom 24. bis 28. September 2018 greift die Online-Stiftungswoche vom Haus des Stiftens diese Fragen in 10 Webinaren auf.

Namhafte Referent*innen vermitteln unter dem Motto „Aus der Praxis für die Praxis“ Wissen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Die Online-Stiftungswoche findet im Vorfeld des „Tages der Stiftungen“ am 1. Oktober 2018 statt. Sie ist eine Initiative der Stiftung Stifter für Stifter mit Unterstützung des Bundesverbands Deutscher Stiftungen, dem Stifterverband, der Deutschen StiftungsAkademie und dem BMZ. Projektträger ist die Haus des Stiftens gGmbH.

Die Themen und Termine im Einzelnen:

 Crowdfunding 1×1

Beispiele für erfolgreiche Crowdfunding-Kampagnen gibt es viele. Doch wie funktioniert das eigentlich und was macht eine erfolgreiche Kampagne aus? Das Webinar bringt Ihnen das 1×1 des Crowdfundings näher und zeigt auf, wie Sie möglichst viele Unterstützer für Ihre Idee gewinnen.

Inhalte:

  • Voraussetzungen für ein erfolgreiches Crowdfunding
  • Schritt für Schritt vom Konzept zur Kampagne
  • Aufbau einer Community

Referent/in: Anna Theil / Datum: 24. September 2018 / Uhrzeit: 10:00 – 11:00 Uhr

Vier Fehler in der Vermögensanlage

Bei der Vermögensanlage passiert es immer wieder, dass Stiftungen mit der erreichten Rendite unzufrieden sind oder auch mal ein unglückliches Händchen bei der Auswahl von Titeln oder Verwaltern haben. Solche Sachen sind oft ärgerlich und manchmal nicht mehr zu ändern. Viel wichtiger ist es aber, sich über die großen Risiken klar zu werden und diese zu vermeiden.

Inhalte:

  • Kompetenzen in Stiftungsgremien
  • Auswahlkriterien für Fonds
  • Auswahlkriterien für Kosten
  • Nachhaltigkeit und Ethik

 

 Referent/in: Frank Wieser / Datum: 24. September 2018 / Uhrzeit: 11:30 – 12:30 Uhr

Positive Wirkung mit Impact Investing

Durch sogenanntes „Impact Investing“ können Stiftungen ihre Kapitalanlage als Wirkungshebel nutzen und so mit ihrem Vermögen nicht nur eine finanzielle Rendite, sondern auch eine gesellschaftliche Wirkung erzielen. Vor allem vor dem Hintergrund der anhaltenden Niedrigzinsphase scheint dies ein vielversprechender Ansatz zu sein. Im Webinar erfahren Sie, welche Chancen das Impact Investing bietet und welche Herausforderungen sich für den Non-Profit-Sektor daraus ergeben.

Inhalte:

  • Wann eignet sich Impact Investing?
  • Worauf müssen Organisationen achten?
  • Welche Voraussetzungen sollten erfüllt werden?

Referent/in: Johannes P. Weber / Datum: 25. September 2018 / Uhrzeit: 16:30 – 17:30 Uhr

Finanzierung von kleinen NPOs

Kleine Vereine und Initiativen brauchen für ihre Arbeit meistens keine riesigen Summen, eher einige Hundert oder Tausend Euro im Jahr. Wenn die Mitgliedsbeiträge und Spenden nicht mehr reichen, beginnt die Suche nach neuen Quellen. Im Webinar betrachten wir verschiedene Ansätze und ihre Erfolgsaussichten.

Inhalte:

  • Mitgliedsbeiträge – Differenzierung schafft Mehrwert
  • Fundraising – Klasse statt Masse bei der Spendenkampagne
  • Geld verdienen – Fallstricke und Tipps bei Fundraising-Dinner und Flohmarkt
  • Mit Unternehmen arbeiten – selbstbewusst in die Partnerschaft
  • Lokale Töpfe finden – bei der Bank gibt’s Geld statt Zinsen

Referent/in: Dr. Christian Meyn / Datum: 25. September 2018 / Uhrzeit: 18:00 – 19:00 Uhr

Geld für internationales Engagement

Sie wollen sich als gemeinnützige Organisation für Projekte im Globalen Süden engagieren, aber Ihre Organisation stößt an finanzielle Grenzen? Dieses Webinar bietet einen Überblick über die deutsche Förderlandschaft und geht konkret auf Fördermittel für Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern ein. Es richtet sich an Stiftungen, Vereine und weitere gemeinnützige Organisationen, die bisher noch wenig Erfahrung mit der Recherche zu und Akquise von Fördermitteln haben. Aufgezeigt wird, welche Fördergelder es u.a. für Entwicklungszusammenarbeit gibt, an welche Institutionen Sie sich wenden können und wie ein Einstieg in die Projektförderung gelingen kann.

Inhalte:

  • Überblick der deutschen Förderlandschaft für Auslandsprojekte
  • Informationsquellen und Recherche zu passenden Förderquellen
  • Ausgewählte Staatliche Förderinstrumente für Entwicklungszusammenarbeit
  • Nicht-staatliche Förderquellen für Entwicklungszusammenarbeit

Referent/in: Julia Seitz, Sylvia Becker / Datum: 26. September 2018 / Uhrzeit: 10:00 – 11:00 Uhr

Testamente: Erbe für das Gemeinwohl

Das Vermögen der Nachkriegsgeneration steht zur Vererbung an und oft sind keine direkten Erben vorhanden. So werden dann gemeinnützige Organisationen und Stiftungen zunehmend zu Erben. Als Erben treffen Sie aber alle Rechte und Pflichten des Erblassers. Welche Rechtsfolgen damit auf gemeinnützige Organisationen und Stiftungen zukommen und welche Verantwortung damit einhergeht, erfahren Sie im Webinar.

Inhalte:

  • Wie müssen Testamente gestaltet sein?
  • Was sind Rechte und Pflichten der Erben?
  • Welche Rolle spielen ggf. Testamentsvollstrecker?

Referent/in: Matthias Pruns / Datum: 26. September 2018 / Uhrzeit: 11:30 – 12:30 Uhr

Datenschutzgrundverordnung

Seit dem 25. Mai 2018 gilt die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) für jede Stiftung und Einrichtung, die personenbezogene Daten von EU-Bürgern verarbeitet. Stiftungen stehen vor komplexen Anforderungen, wie sie mit den Daten von natürlichen Personen umzugehen haben. Hinzu kommt eine allgemeine Verunsicherung, da der Bußgeldrahmen deutlich erhöht wurde und bei Verstößen auch Abmahnungen drohen. Das Webinar führt in die Grundbegriffe und Grundsätze der DS-GVO ein und möchte Sie für Risiken sensibilisieren.

Inhalte:

  • Welche Neuerungen ergeben sich durch die DS-GVO?
  • Was ist erlaubt und was nicht?

Referent/in: Constantin Meraneos / Datum: 27. September 2018 / Uhrzeit: 16:30 – 17:30 Uhr 

Pro-bono-Leistungen und IT-Spenden

Sie wollen auch mit kleinem Budget und überschaubarem Aufwand einen Flyer gestalten lassen, einen transparenten Finanzbericht erstellen oder Ihre IT professionalisieren? In diesem Webinar stellen sich drei Organisationen vor, die Stiftungen Unterstützung in ihrem Arbeitsalltag und bei besonderen Herausforderungen anbieten: von der Vermittlung von kreativen Köpfen für Ihr Projekt, zur qualifizierten Hilfe bei der transparenten Darstellung Ihrer NPO bis hin zu Software-Spenden namhafter IT-Unternehmen.

Inhalte:

  • org:
    Pro-Bono-Unterstützung von kreativen Köpfen aus dem Design-, Kommunikations- und Digitalbereich
  • Deutscher Spendenrat e.V. /(Transparenz-leicht-gemacht):
    Workshops, Beratung und Know-how zum Thema Transparenz
  • Stifter-helfen:
    Software und Hardware als Spende oder zu Sonderkonditionen

Referent/in: Anne-Sophie Pahl, Louisa Muehlenberg, Lisa Gerstner / Datum: 27. September 2018 / Uhrzeit: 18:00 – 19:00 Uhr

Steuerfallen bei Veranstaltungen

Um ihre Einnahmesituation zu verbessern, lassen sich gemeinnützige Einrichtungen einiges einfallen und gehen neue Wege bei der Zweckverwirklichung. Sie planen und organisieren Aktionen wie Benefizveranstaltungen, Theaterabende oder Versteigerungen. So akquirieren sie neue Spender und binden gleichzeitig Mitglieder und Unterstützer stärker an sich.  Aber Augen auf! Stiftungen sollten dabei steuerliche Fragen nicht aus dem Blick verlieren – denn wenn Aktionen die Gemeinnützigkeit gefährden, zahlen sich Veranstaltungen unter Umständen nicht aus. Vielmehr zahlen Stiftungen stattdessen drauf. Das Webinar hilft Ihnen dabei, Veranstaltungen auch unter steuerrechtlichen Gesichtspunkten richtig zu planen und durchzuführen.

Inhalte:

  • Worauf Sie bei der Organisation von Veranstaltungen achten müssen
  • Wie Sie Ihre Einnahmen durch Verkaufsaktionen steigern können
  • Mögliche Risiken und steuerliche Fallstricke

Referent/in: Stephanie Berger, Dr. Anna Kraftsoff / Datum: 28. September 2018 / Uhrzeit: 10:00 – 11:00 Uhr

Dos & Don’ts bei Förderanträgen

Fördermittel sind eine attraktive Quelle für die Projektfinanzierung. Doch Ausschreibungen und Förderbedingungen sind häufig kompliziert formuliert und jeder Förderantrag braucht eine spezifische Ausrichtung. Ziel des Webinars ist es, Sie zu sensibilisieren, worauf Sie bei der Formulierung Ihrer Anträge unbedingt achten sollten.

Inhalte:

  • Welcher Fördertopf ist geeignet?
  • Die wichtigsten Kriterien bei der Formulierung von Anträgen
  • Was ein Konzept beinhalten muss – Textarbeit, Inhaltstiefe, Länge, Aufbau, Struktur
  • Was Sie auf keinen Fall vergessen dürfen
  • Fazit: 10 Dos & Don’ts

Referent/in: Rosita Kuerbis / Datum: 28. September 2018 / Uhrzeit: 11:30 – 12:30 Uhr

Quelle: www.stiftungswoche.online

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Crowdfunding nicht ohne Fiskus https://www.tiefgang.net/crowdfunding-nicht-ohne-fiskus/ Fri, 02 Feb 2018 23:21:57 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=2936 [...]]]> Häufig wird davon ausgegangen, dass Crowdfunding wie eine Schenkung der Finanzierung steuerfrei sei. Dies ist allerdings nicht der Fall. Es gibt Hilfe …

Wer eine reward-based Crowdfunding Kampagne plant, sollte sich vorher gut beraten lassen, welche steuerlichen Aspekte relevant sind. Die Kreativgesellschaft Hamburg bietet dazu ein Seminar mit dem versierten Steuerberater Lars Hoffmann an.

Lars Hofmann, Steuerberater, gibt eine Einführung in das Thema und nimmt sich anschließend Zeit für individuelle Fragen.

Was sind die Inhalte und was lerne ich?

  • Gibt es steuerliche Gesetze für Crowdfunding?
  • Wie müssen Crowdfunding-Einnahmen versteuert werden?
  • Welcher Steuersatz gilt für welches „Dankeschön“ (Gegenleistung)?

Crowdfunding Projekte können von Privatpersonen, Stiftungen, Vereinen, Unternehmen und anderen Organisationformen an den Start gebracht werden. Je nach Organisationsform gilt eine andere Versteuerung. Lars Hofmann erklärt die jeweiligen Versteuerungsarten und weist auf Ausnahmen hin. Außerdem wird anhand von Beispielen aus der Praxis erläutert, wann welcher Steuersatz bei den sogenannten „Dankeschöns“ (Gegenleistungen) einkalkuliert werden muss.

Wer ist der Referent?
Lars Hofmann ist Steuerberater, Musiker und Blogger. In seiner Hamburger Kanzlei hat er sich auf die steuerliche Beratung für Selbständige & Freiberufler, Existenzgründer sowie kleine bis mittelgroße Unternehmen spezialisiert, die in den Branchen Musik- und Kreativwirtschaft sowie in der IT zuhause sind.
Daneben ist er als Musiker tätig oder informiert auf seinem kreativen Blog steuerwelle.de zum deutschen Steuerrecht regelmäßig über Aktuelles zum Thema Steuern und Buchhaltung.

Termin: 6. März 2018, 19-21h, Oberhafenquartier, Stockmeyerstr. 41-43, 20457 Hamburg

Anmeldung + Tickets hier: eventbrite.de

Der Mittelstandverlag „markt intern“ weist auf ein Schreiben des Bundesministeriums für Finanzen hin. Dieses hat kürzlich ein Merkblatt zum Thema herausgegeben. Download hier: bundesfinanzministerium.de

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„Mehr als nur Klinkenputzen“ https://www.tiefgang.net/mehr-als-nur-klinkenputzen/ Fri, 13 Oct 2017 22:47:03 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=2278 [...]]]> Ohne Moos nix los – das zählt in der Kunst, Kultur und Bildung wie im normalen Leben. An Geld, Förderer oder Sponsoren zu kommen, setzt heutzutage Professionalität voraus. Ein Ratgeber hilft dabei.  

Das Handbuch „Der Förderratgeber“ ist jetzt in der bereits 4. überarbeiteten Auflage erschienen. Es ist schon eine Art Standardwerk geworden und bietet einen detaillierten Überblick über die Fundraising-Arbeit für Vereine, Verbände, Schulen und Organisationen. Aber auch an Initiativen und kleinere oder junge Unternehmen. Es gibt Orientierungshilfen zur Projektarbeit und Antragstellung sowie Einblick in verschiedene nationale und europäische Fördermöglichkeiten der aktuellen Förderperiode bis 2020.

Und – ob man es gut heißt oder – es ist zum Alltag in vielen Bereichen geworden, in denen man vor einigen Jahren nicht mal an Fundraising gedacht hätte. Wie etwa Schulen. Schule als rein staatliche Aufgabe, ist Vergangenheit. Die Lernmittelfreiheit ist abgeschafft, Klassenkassen werden von Eltern gefüllt. Räume werden auch schon mal von Eltern gestrichen und  oft bezahlen sie auch noch die Farbe selbst. Weil bei der Reinigung gespart wird, kommen Mütter und Väter manchmal auch zum putzen. Fördervereine sammeln Geld für Möbel, Sportgeräte, Spiele, Musikinstrumente oder besondere Projekte. Auch die wachsende Anzahl der Privatschulen zeigt einen Trend: Wer es sich leisten kann, bezahlt lieber für die Schulbildung seiner Kinder, statt sie einem stark unterfinanzierten System mit Lehrermangel und maroden Gebäuden zu überlassen.

Die Autoren und Herausgeber: Sabine und Gerhard Schwab. (Foto: Schwab)

„Bisher hat der Staat die Schulen komplett finanziert“, sagt Gerhard Schwab, einer der Herausgeber des Handbuches. „Und es gibt noch immer das Bewusstsein, das gehe immer so weiter.“ In der Realität  sind Schulen aber schon heute auf Drittmittel angewiesen. Fördervereine pumpen jährlich Millionen in die Schulen der Stadt. In der Zukunft müssen sich Schulen aufgrund rückläufiger Schülerzahlen auf mehr Wettbewerb einstellen. Wer es hier schafft, mit mehr finanziellem Spielraum das „gewisse Etwas“ bieten zu können, hat Vorteile. „Kontakte zu knüpfen und dauerhafte Partnerschaften aufzubauen braucht Zeit und langfristige Strategien“, erklärt Gerhard Schwab. Deshalb sei es wichtig, sich jetzt mit diesen Themen zu beschäftigen.

Die beiden Herausgeber und Verfasser, Sabine und Gerhard Schwab, haben mit dem Ratgeber im Grunde aus der eigenen Erfahrung heraus gearbeitet: „Wir kommen selbst aus der gemeinnützigen Arbeit und haben vor mehr als zehn Jahren einen Verein zum Kulturaustausch mit Kindern und Jugendlichen gegründet. Damals haben wir uns mit viel Engagement, aber doch ziemlich naiv in die Mittelakquise und die Projektarbeit gestürzt und die ersten drei Jahre sehr viel falsch gemacht. Wir hätten uns jemanden gewünscht, der uns an die Hand nimmt und uns Sicherheit gibt. Genau diese Unsicherheiten und Überforderungen sehen wir heute in den meisten Fördervereinen und Einrichtungen.“

Fundraising und Sponsoring sind eben mehr als nur „Klinkenputzen“. Es ist der Versuch, die starken Schultern der Gesellschaft für Themen wie etwa der Kultur zu gewinnen und sie in die Verantwortung zu nehmen. Zwar ist die öffentliche Hand im Bereich Kultur noch der größte Finanzier. Aber oft werden Gelder schon nur noch unter der Auflage bewilligt, dass sogenannte „Drittmittel“ – also Sponsorgelder oder andere Gelder beschafft werden.

Selbst erfahrene Antragsteller bekommen bei der Lektüre des Ratgebers Anregung. Denn er enthält Sätze wie „Vermeiden Sie es, zuerst bei den Personal- und Honorarkosten zu sparen.“ Ein Kontrapunkt zu fast allen Behördentipps. Oder „Beginnen Sie nie ein Projekt, welches nicht komplett durchfinanziert ist – egal wie groß oder wie klein es ist.“

Mit 220 Seiten Umfang wurde der Ratgeber jetzt um 80 Seiten erweitert und dabei alle Kapitel aktualisiert. Erstmals werden so in der neuen Auflage etwa die Chancen und Risiken des Crowdfunding sowie des Bildungssponsoring, die Stiftungslandschaften in Nachbarländern, aktuelle Programme der EU-Förderperiode 2014 – 2020, die Adressen zum Bußgeldmarketing für alle Bundesländer und praktische Tipps zum Aufbau der eigenen Datenbank vorgestellt.

Im Vergleich zu älteren Auflagen wurden aber nun auch z.B. Kapitel zu den einzelnen Schritten der Antragstellung von der Projektidee über die Projektbeschreibung und Finanzierung bis zur Umsetzung und Berichterstattung inklusive Checklisten hinzugefügt. Erweitert wurde ebenfalls der Teil mit Informationen zur Förderpraxis von Stiftungen, die Sammlung von Beispielstiftungen und Förderprogrammen einzelner Bundesländer und des Bundes sowie die Linksammlung zu vielfältigen Fördermöglichkeiten und Ansprechpartnern.

Zu bestellen ist der Förderratgeber auf www.foerderratgeber.de für 17,50€ als pdf zum sofortigen download und für 22,50€ plus Porto als Druck. Informationen Gerhard Schwab: kontakt(at)foerderratgeber.de Tel.: 030/854 00 861, foerderratgeber.de

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„Wir müssen unsere Ängste ablegen!“ https://www.tiefgang.net/wir-muessen-unsere-aengste-ablegen/ Sat, 24 Jun 2017 06:00:55 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=1401 [...]]]> Das Konto ist leer und der Kopf voller Sorgen. Was soll da das Gerede von Bio und besserer Welt? Das Team von ´Minitopia` sagt: kein Stress – wir haben alles im Überfluss! Das wollten wir genau wissen …

Minitopia – Spielplatz urbaner Selbstversorgung“ – so beschreibt sich ein Projekt in Wilhelmsburg, das gerade eine Crowdfunding-Kampagne über 12.000 Euro beendete. Ihr Ziel ist es eine neue Art Selbstversorgung auszutesten. Und wofür dann das Geld? Es müssen Toiletten und eine Spülküche eingebaut, Zäune gezogen, Bäume beschnitten und einige Leitungen verlegt werden. Sie machen fast alles selbst, aber für einiges müssen eben doch Profis ran. Und die kosten eben Geld. Mit den 12.000 € aus dem Crowdfunding hoffen sie, all das nun umzusetzen. Wir haben Stefanie Engelbrecht aus dem Team von ´Minitopia` ein paar Fragen gestellt, was genau es damit.

Tiefgang (TG): „Minitopia“ – was genau verbirgt sich nun hinter diesem Namen?

Stefanie Engelbrecht: Minitopia meint große Utopie in Klein. Utopie ist ja ein Wunschtraum, also etwas eigentlich Unerreichbares, aber wir wollen diese große Vision einer gerechten, freien, gesunden Welt in einer Miniversion – eben auf Minitopia – ausprobieren. Als eine Art Blaupause. Und vielleicht ist das Ganze ja gar nicht so utopisch.

TG: Euer Verein nennt sich Alternation e.V.. Was steckt hinter diesem Namen für eine Idee?

Engelbrecht: Ursprung von Alternation ist unsere Internetplattform www.alternation.info, auf der wir weltweit Community-Projekte portraitieren, die alternative Konzepte in Themenbereichen wie Bildung, Ernährung, Wohnen, Wirtschaften etc. ausprobieren. 2013 haben wir für unser Festival „Parallel Crossings“ zum Thema „Städte der Zukunft“ unseren Verein Alternation e.V. gegründet. Seitdem versuchen wir mit verschiedenen Formaten – Screenings, Showcases, Workshops etc. – Leute zu inspirieren und zu motivieren, ebenfalls aktiv zu werden. Mit Minitopia bauen wir nun an einer Alternation-Plattform im „realen“ Leben.

Foto: Minitopia

TG: Wann ist wem die Idee entstanden, wie lange ist es her und kann man es als eine Art „Lebensprojekt“ verstehen oder doch „nur“ auf Zeit?

Engelbrecht: Die Idee zu Minitopia ist Ende 2016 entstanden bei einem Spaziergang im Hinterland von Wilhelmsburg. Wir haben ein verwildertes Grundstück mit verlassenen Gebäuden entdeckt und hatten sofort die Vision, was an so einem Ort entstehen könnte. Das Grundstück ist es dann nicht geworden wegen Hochwassergefahr, Gebäudesubstanz etc. Aber die Idee zu Minitopia war geboren, wir haben das Konzept entwickelt, ein passendes Grundstück gesucht, Anträge geschrieben, Spenden gesammelt etc. und Mitte März losgelegt. Für uns persönlich ist Minitopia ein Lebensprojekt. Mit unserem Verein haben wir jetzt erstmal die Trägerschaft übernommen; langfristiges Ziel ist es aber, das Projekt als Community-Projekt mit einer selbstverwalteten Struktur dauerhaft zu betreiben. Das ist ein offener Prozess und wir sind sehr gespannt, wie sich alles entwickelt.

Die Vorher-Nachher-Show von Minitopia …
und fertig ist die Laube! (Fotos: Minitopia)

TG: Ein Leben ohne Supermarkt und Geld – klingt sympathisch. Aber geht das überhaupt?

Engelbrecht: Das ist utopisch. Aber wir sind ja Minitopia, also – ausprobieren!

 TG: Gibt es denn eine persönliche Erfahrung mit dem „Supermarkt“?

Engelbrecht: Wir wollen nicht den Supermärkten ihre Existenzberechtigung absprechen, das wäre ja verrückt. Und wir wollen auch gar nicht politisch werden, soweit das überhaupt möglich ist. Aber wenn ich weiß, wie ich im Hinterhof, auf dem Dach, auf dem Balkon oder auch nur auf der Fensterbank selbst Lebensmittel anbauen kann, schwindet vielleicht die Angst, verhungern zu müssen, wenn das Konto leer ist. Die Natur gibt alles im Überfluss, wir haben nur verlernt, uns diesen Überfluss nutzbar zu machen. Laut einer Studie der HCU könnte sich Hamburg mit seinen Bauern und Ackerflächen theoretisch komplett aus dem Umland ernähren. Das ist doch erstrebenswert. Und da sind auch die Supermärkte aufgefordert.

TG: Was ist Eure persönliche Erfahrung mit dem „Geld“?

Engelbrecht: Geld ist ein Tauschmittel, im Grunde nicht mehr und nicht weniger. Aus verschiedenen Gründen ist Geld für viele Menschen allerdings zum Selbstzweck geworden. Und für viele Menschen ist das Geldthema sehr problembehaftet. Ein sehr schwieriges Thema also. Aber Geld ist nicht das Problem. Natürlich wird viel manipuliert, aber unser Mangel- und Konkurrenzdenken, unsere Existenzängste haben einen großen Einfluss darauf, ob alles frei fließen kann. Wir möchten ausprobieren, ob wir wirklich so abhängig sind vom Geld, wie wir vielleicht denken.

TG: Ihr habt über ein crowdfunding 12.000,- € zusammen bekommen. Ganz ohne Geld geht es also doch nicht?!

Engelbrecht: Ganz ohne Geld geht gar nichts. Unser Vermieter möchte Geld, die Versicherungen möchten Geld, die Stromkonzerne und Wasserwerke möchten Geld, Telefon- und Internetanbieter möchten Geld etc. Wir leben ja nicht in einer Höhle, wir sind natürlich mit unserer Infrastruktur voll in dieses System eingebunden. Tatsächlich aber funktioniert das Leben auf Minitopia inhaltlich ziemlich gut ohne Geld. Wir teilen Material, Werkzeug, Tatkraft, Wissen und hoffentlich bald auch Essbares miteinander, ohne Geld einsetzen zu müssen. Es ist ja alles im Überfluss vorhanden, aber die monatlichen Kosten müssen natürlich gedeckt werden.

 TG: Was wäre aus Eurer Sicht nötig, um grundlegende gesellschaftliche Veränderungen einzuleiten?

Engelbrecht: Wir müssen unsere Ängste ablegen. Aufhören, Schuldige zu suchen, sondern selbst Verantwortung übernehmen – für uns selbst, für unser Handeln, aber auch für die Gemeinschaft. Mal wieder runterkommen vom „höher, schneller, weiter“ und uns wieder auf das Wesentliche konzentrieren: Was brauche ich wirklich? Was macht mich wirklich glücklich? Unser Mitgefühl aktivieren, auch für den blöden Nachbarn oder den korrupten Politiker. Vielleicht steht die Selbstliebe an erster Stelle, die Heilung unserer eigenen, inneren Konflikte. Dann könnte die Welt schon ganz anders aussehen.

 TG: Wenn ich Mitglied werde – was erwartet mich?

Engelbrecht: Viel unbezahlte Arbeit (lacht), viel Tatendrang, viele Gleichgesinnte und ganz viel Liebe für unseren Planeten.

Katrin Schäfer und Stefanie Engelbrecht (v.l.) – ein fantasierendes Team.

TG: Vielen Dank für die Impulse und das Gespräch und viel, viel Erfolg!

(18. Jun. 2017, Das Interview für `Tiefgang`führte Heiko Langanke)

Link zum Projekt Minitopa: minitopia.hamburg

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Ein Schlag ins Wasser … https://www.tiefgang.net/ein-schlag-ins-wasser/ Sat, 14 Jan 2017 08:00:40 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=427 [...]]]> Das war ein Schlag ins Wasser und Kontor – im wahrsten Sinne. Nun soll eine breit angelegte Spendenaktion das Schlimmsteausmerzen – und ein Dankeschön ist sicher …

Die Yeah Yeah Yeah Studios in Hamburg sind eine feste Größe in der Hamburger Musikszene geworden. Doch am 17.9.2016 sind die Studios unverschuldet durch einen Wasserschaden komplett zerstört worden. Kein Problem, denn der Verschulder ist ausgemacht. Aber wie es so ist: ein Streit mit der Versicherung frisst Zeit und Geld.

Daher haben die Macher der Studios nun eine Crowdfunding-Aktion ins Leben gerufen. Auch kleine Tröpfchen könnne hier schon beim Wachstum helfen: dass die Studios schnell wieder auf die Beine kommen.

 

Das Ziel ist es, möglichst schnell alle erforderlichen Maßnahmen für den Wiederaufbau des Studios ergreifen zu können. Hierzu gehören Reparaturen der Studiotechnik, Feuchtigkeitsbeseitigung in den Einbauten, Anwaltskosten und ggf Gerichtskosten. Dafür gibt es eine tolle Auswahl an Dankeschöns, von einer Vinylscheibe bis zur kompletten Studioproduktion. Viele befreundete Bands und Musiker haben tolle Dankeschöns zur Verfügung gestellt. zum Crowdfunding

 

(13.01.2017, TG)

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