Demokratie-Projekt – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Fri, 20 Dec 2024 13:47:37 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Wähl die Demokratie! https://www.tiefgang.net/waehl-die-demokratie/ Fri, 20 Dec 2024 23:23:46 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11393 [...]]]> Demokratie ist mehr als ein politisches System. Daher geht nun die Initiative Go Vote! in Hamburg an den Start!

Hamburgs größtes Bündnis für Demokratie vereint über 100 Organisationen aus Kultur, Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Sport und Kirchen mit der Initiative „GoVote“, um die Demokratie zu stärken und die Wahlbeteiligung zu erhöhen. Gemeinsam setzen sie ein klares Zeichen für gesellschaftliches Engagement und die Bedeutung demokratischer Prozesse. Der Artikel im Hamburger Abendblatt beleuchtet die Hintergründe dieser einzigartigen Kooperation, zeigt die verschiedenen Aktionen der Partner und wie sie Bürgerinnen und Bürger aktiv zum Wählen motivieren.

Die Initiative erklärt:

Die Herausforderung

„Unsere Demokratie ist bedroht – nicht nur durch extreme Parteien, sondern auch durch ihre scheinbare Selbstverständlichkeit. Viele denken, Demokratie bleibe erhalten, auch wenn ihre Abschaffung bereits in Planung ist. Eine plurale, tolerante Gesellschaft braucht das Engagement von vielen! Wahlergebnisse wie in Thüringen, Sachsen und Brandenburg, aber auch in den USA, sind Warnzeichen.

Mit dem Bündnis „GoVote“ vor der Europawahl im Juni 2024 gab es bereits einen erfolgreichen Schulterschluss von Kultur, Zivilgesellschaft und Wirtschaft, um Wählen zum unüberhörbaren Stadtgespräch zu machen. Klar ist aber auch: Demokratie ist mehr als Wählen – sie ist das „Betriebssystem“ einer offenen Gesellschaft, das Kompromisse und Fortschritt ermöglicht.

Die Idee

Demokratie muss sich zeigen: oft, überraschend und prägnant. Wir laden Kultur, Sport, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und engagierte Einzelpersonen ein, Demokratie auf kreative Weise erlebbar zu machen – in Hamburg und darüber hinaus. Mit Humor, Engagement und Ideenreichtum.

Drei Formate im Fokus:

1. Demokratische Zugabe: Wir schaffen demokratische Interventionen, d.h. Störmomente, im Alltag der Menschen, die unprätentiös und mit einem Lächeln auf Demokratie aufmerksam machen – das kann im Theater sein, beim Konzert oder im Sportverein. Alle Beteiligten können kreativ werden!

2. Online-Kommunikationskampagne: Mit einem TikTok-Kanal, unserer aktualisierten GoVote-Website und anderen Social-Media-Plattformen wird unsere Botschaft verbreitet: Demokratie ist nicht selbstverständlich. Parallel sind die beteiligten Organisationen dazu eingeladen, ihre eigenen Social-Media-Accounts oder analogen Kanäle mit Inhalten zu bespielen. Hierfür werden Vorlagen zur Verfügung gestellt, die individuell auf die eigene Institution angepasst werden können. Höhepunkt ist ein digitaler Flashmob kurz vor der Bundestagswahl, bei dem alle teilnehmenden Kanäle das gleiche Posting mit einer Kernbotschaft im gleichen Design posten, um so aufmerksamkeitsstark auf die Demokratie hinzuweisen.

3. Förderfonds: Betreut durch die BürgerStiftung Hamburg können kleinere Organisationen hier finanzielle Unterstützung für ihre Aktivitäten beantragen.

Wie kann ich mich beteiligen?

Engagieren
Gehören Sie einer kulturellen Einrichtung, einem Sportverband, einem Verein oder Bündnis, einer Religionsgemeinschaft oder sonstigen (sozio-) kulturellen oder zivilgesellschaftlichen Ak- teuren an? Bringen Sie sich mit einer demokratischen Intervention ein.

Kommunizieren
Bespielen Sie mit Ihrer Organisation Kommunikationskanäle? Nutzen Sie Ihre Reichweite im analogen und digitalen Raum, um auf die Botschaften der Kampagne aufmerksam zu machen und unterstützen Sie dabei, Tiktok und andere Kanäle demokratischer zu gestalten.

Weitertragen
Ihnen fallen Organisationen oder Persönlichkeiten ein, die unbedingt Teil der Initiative werden sollten? Sprechen Sie darüber und machen Sie gerne auf Möglichkeiten der Beteiligung aufmerksam.“

Um dies breit aufzustellen, wurde sogar ein eigener Fonds zusammengetragen, der Projekte und Ideen auch finanziell unterstützt.

Die BürgerStiftung Hamburg koordiniert den Gemeinschaftsfonds und verwaltet das Antragsverfahren sowie die Mittelbewilligung. In einem niedrigschwelligen Antragsverfahren können Förderungen von bis zu 3.000 € beantragt werden. Fördermittel können für Honorar- und Sachkosten beantragt werden, z. B. für Veranstaltungen, Workshops, Dialogformate, kreativ-künstlerische Beiträge, Vorträge, Ausflüge sowie weitere Aktivitäten, die das Engagement für die Demokratie fördern. Weitere Details entnehmen Sie bitte den Förderkriterien. Der Fonds wird von Hamburger Stiftungen getragen und ist Teil der Aktivitäten des Bündnisses GoVote – einem Zusammenschluss von Kultur, Zivilgesellschaft und Wirtschaft.

Anträge können seti dem 19. Dezember gestellt werden. Das Antragsverfahren ist fortlaufend. Entscheidungen über eine Förderung werden i. d. R. innerhalb von 10 Tagen getroffen (ab Januar 2025).

Förderkriterien herunterladen

 

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Web gegen extrem https://www.tiefgang.net/web-gegen-extrem/ Fri, 10 Aug 2018 22:53:56 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3997 [...]]]> Die Bundeszentrale für politische Bildung schreibt jetzt einen Ideenwettbewerb aus – gegen Extremismus.

In der Ausschreibung heißt es:

„Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb hat einen Ideenwettbewerb für die Entwicklung und Umsetzung von partizipativen und interaktiven Webvideo-/Social-Web-Formaten zur Extremismusprävention gestartet. Produktionsfirmen, Produzenten und Medienschaffende können sich bis zum 26. August 2018 mit einem Grobkonzept bewerben. Für die Umsetzung von maximal sechs Formaten stehen insgesamt rund 850.000 € zur Verfügung.

Die Formate sollen sich an unterschiedliche junge Zielgruppen zwischen 14 und 29 Jahren richten, die sich überwiegend im Social Web über gesellschaftliche und politische Zusammenhänge informieren.
Sie sollen dazu beitragen, ein selbstbestimmtes Handeln von jungen Menschen in ihrer digitalen Lebenswelt zu unterstützen.

Mit den Formaten soll insbesondere die kritische Auseinandersetzung mit einem sich religiös begründenden Extremismus gefördert werden. Auch phänomenübergreifend verschiedene Formen des Extremismus, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Diskriminierung, Hassrede oder Verschwörungstheorien können behandelt werden. Denkbar sind auch Formate, die zum Ziel haben, eine demokratische und plurale Gesellschaft zu stärken, ein Bewusstsein für Demokratie und ihre Werte zu schaffen sowie gesellschaftliche Teilhabe von jungen Zielgruppen zu fördern.

Bewerbungsschluss ist der 26. August 2018. Weitere Informationen unter: www.bpb.de/webvideo

Quelle: www.bpb.de

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Haltet der Demokratie den Spiegel vor! https://www.tiefgang.net/haltet-der-demokratie-den-spiegel-vor/ Fri, 06 Apr 2018 22:14:06 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3417 [...]]]> Spieglein, Spieglein an der Wand, zeig mir das engagierteste Demokratieprojekt im Land! Das ist das Motto eines Wettbewerbs, zu dem nun Jugendliche bis 27 Jahre eingeladen sind.

In der Ausschreibung der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) heißt es:

„Demokratie wird (nicht nur) in Deutschland immer wieder auf die Probe gestellt, kritisiert und auch angegriffen. Gescheiterte Sondierungsgespräche, stetig steigender Politikverdruss, ein Rechtsruck im kleinen Ort von nebenan; egal wie man es dreht und wendet, die Demokratie benötigt Unterstützung – und das am besten von Dir!

Wir, die Jugendjury des Jugenddemokratiepreises, schreiben DEMOKRATIE groß und ehren auch dieses Jahr wieder Projekte, Initiativen und Aktionen von jungen Menschen für junge Menschen, die sich nicht nur für Demokratie einsetzen, sondern ihr auch den Spiegel vorhalten. Denn demokratische Strukturen sollten weltweit keine Selbstverständlichkeit darstellen, sondern stetig weiterentwickelt und durchdacht werden. Ob allein, zu zweit oder als ganze Fußballmannschaft. Dabei ist es egal, welches Projekt Ihr auf die Beine gestellt habt. Ob Demo, YouTube-Video, Theaterstück oder etwas ganz Anderes. Alle Anliegen werden hier in den Fokus gerückt, ganz gleich ob Ihr euch gegen Homophobie, Rassismus und Sexismus oder zum Beispiel für Menschen mit Handicap einsetzt. Eurer Fantasie und vor allem Eurem Engagement sind keine Grenzen gesetzt!

Die Entscheidung, welches Projekt den mit bis zu 3000 Euro dotierten Jugenddemokratiepreis 2018 gewinnt, liegt dabei in den Händen der Jugendjury und wird Ende Juni 2018 bekannt gegeben. Die Jugendjury, besteht aus Schüler*innen, Auszubildenden, FSJlern und Studierenden zwischen 14 und 27 Jahren. Wenn uns euer Projekt vom Hocker haut und es zu unseren drei Favoriten zählt, dann werdet ihr im Rahmen der Preisverleihung des Internationalen Demokratiepreises, die zwischen September und Dezember 2018 in Bonn stattfinden wird, ausgezeichnet.

Die Bewerbungsfrist endet am 15.04.2018

Halte der Demokratie den Spiegel vor! ist eine Initiative der Jugendjury des Jugenddemokratiepreises und ein Projekt der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb.

Hier noch ein paar Eckdaten, die euer Projekt erfüllen muss:

Ihr seid als Projektmacher*innen zwischen 14 und 27 Jahre alt. Ihr organisiert euch als Jugendliche primär selbst, könnt aber auch Unterstützung von hauptamtlichen Mitarbeiter*innen erhalten.

Ihr beteiligt euch aktiv innerhalb des Projekts, ihr möchtet gesellschaftlich aktiv werden und in anderen Jugendlichen Interesse an der Demokratie wecken. (Unter „Demokratie“ verstehen wir den sog. „weiten Demokratiebegriff“. Mehr dazu findet ihr hier: www.bpb.de)

  • Euer Projekt kann eine Jugendbegegnung, die Erstellung eines Videoclips, die Organisation eines Sportturniers, ein monatliches Stadtteilcafé oder auch etwas ganz anderes sein. Hier sind Eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt, wir lassen uns gerne überraschen!
  • Euer Projekt leistet einen nachhaltigen und wirkungsvollen Beitrag zum Thema 2018, das heißt es setzt sich für die Stärkung und Verbesserung der Demokratie ein.
  • Der Zeitrahmen Eures Projekts kann von einem Tag über einige Monate bis hin zu einigen Jahren reichen. Abgeschlossene Projekte dürfen nicht länger als ein Jahr (15.04.2018) zurückliegen.
  • Euer Projekt kommt aus einem europäischen Land (EU und Nicht-EU).
  • Die Tätigkeiten eures Projektes und der Projektträger*innen stehen im Einklang mit demokratischen Grundsätzen.

Ein nicht-profitorientierter Hintergrund ist Voraussetzung. Projekte, die ausschließlich über die Bundeszentrale für politische Bildung finanziert und von ihr durchgeführt werden, können nicht berücksichtigt werden.

… und das ist wünschenswert:

  • Ihr führt das Projekt als Projektmacher*innen komplett eigenständig durch.
  • Euer Projekt ist kreativ und setzt neue Ideen und Ansätze um.
  • Ihr seid freiwillig und mit Spaß am Projekt beteiligt.
  • Euer Projekt kann mit wenig Mitteln viel erreichen.

Nicht nur ihr, sondern auch andere Jugendliche erfahren von den Projektinhalten.

Auswahlverfahren:

  • Unvollständige Bewerbungen werden ausgeschlossen, das heißt jeder Punkt im Bewerbungsformular muss bearbeitet werden.
  • Die Auswahl der Preisträger*innen wird allein auf Basis des Bewerbungsformulars getroffen. Weiteres Material kann aus Gründen der Fairness nicht berücksichtigt werden.
  • Bewerbungen, die stark von den Vorgaben (Wörteranzahl) abweichen, werden nicht berücksichtigt.
  • Die Bewerbungen der Projekte müssen auf Deutsch oder Englisch und per online-Formular oder per E-Mail eingereicht werden.
  • Die Auswahl erfolgt durch eine 20-köpfige Jugendjury. Projekte, in die einzelne Jury-Mitglieder involviert sind, werden von den jeweiligen Jury-Mitgliedern nicht bewertet

BEWERBUNGSFORMULAR: Bewerbungsbogen

Schickt Eure Bewerbungen bitte per E-Mail bis zum 15. April 2018 (Eingang bei der bpb) an:
Jugenddemokratiepreis

Man könnte denken, Preise und Auszeichnungen für starke Projekte gibt es wie Sand am Meer. Stimmt auch, aber der  Jugenddemokratiepreis funktioniert ein bisschen anders als andere Preise: 2008 kamen ein paar junge Köpfe der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) auf die Idee, dass die Preis-Landschaft revolutioniert werden müsse, und zwar mit einem Preis, der von Jugendliche an Jugendliche verliehen wird und eine Jury besitzt, die ebenfalls aus Jugendlichen aller Altersklassen (16-27) und sozialen Hintergründen besteht Projekte auszeichnet, die sich explizit für die Stärkung der Demokratie in Deutschland und der EU einsetzen, denn politisches Engagement aus Jugendreihen kommt in der Wertschätzung häufig zu kurz absolut transparente Bewertungskriterien besitzt.

Außerdem gab es bereits den Internationalen Demokratiepreis, der in Bonn an herausragende Personen, Organisationen und Projekte verliehen wird – da lag die Idee, sich mit einem ähnlichen Preis für die jugendlichen Köpfe unter uns anzuschließen, nicht fern.

Tja, und daraus ist der Jugenddemokratiepreis entstanden, der 2016 im achten Jahr in Folge (mit kleinen Kunstpausen) von uns Jugendlichen und der bpb verliehen wird. Es lohnt sich tatsächlich ganz kräftig für euch, mit eurem Projekt mitzumachen, denn der Preis ist mit sage und schreibe 3000 Euronentalern (€) dotiert, die ihr bunt verwenden könnt.

Ausgeschrieben wird der Preis jedes bis jedes zweite Jahr im Januar – das hängt immer ein bisschen von der Kooperation mit dem Internationalen Demokratiepreis und unserer jungen personellen Besetzung ab, dann könnt ihr euch ungefähr bis März/ April bewerben. Anschließend geht es rund für uns, denn dann wird auf’s diskursivste diskutiert, Bewerbungen gelesen, wieder diskutiert, online bewertet, ausgewertet, zusammengetragen, konferiert und wieder diskutiert, bis wir am Ende ein sagenhaftes Projekt küren können!“

Quelle: http://www.bpb.de/veranstaltungen/format/wettbewerb/202952/jugenddemokratiepreis

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