der Kunstverein in Buchholz / Nordheide. https://www.tiefgang.net Tue, 18 Jun 2024 16:34:16 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 Der Kunstmarathon kommt auf die Zielgerade! https://www.tiefgang.net/der-kunstmarathon-kommt-auf-die-zielgerade/ Tue, 18 Jun 2024 22:21:15 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10941 [...]]]> Die einzigartige Kooperation von gut 25 Kunstinstitutionen der südlichen Metropolregion Hamburgs geht am 24. Juni in die letzte der vier Festwochen! Und da geht es nochmal richtig zur Sache!

Schon den ganzen Juni über präsentiert die SuedArt24 gut 25 Kunstinstitutionen, ihre Orte, Geschichte, Ausrichtung und eben aktuellen Künstler*innen in der südlichen Metropolregion Hamburgs. Hunderte Kunstinteressierte zog es schon in Führungen, Ausstellungen und Kursangebote von Stade bis Hamburg-Harburg. Und meist mit der S-Bahn! „Die Resonanz ist schon jetzt großartig“, so Heiko Langanke, Vorsitzender der Kunstleihe Hamburg e.V.“ und Initiatorin der SuedArt. „Kunstorte und ihre Ausstellungen sind ein echtes Gesprächsthema geworden. Der Blick hinter die Kulissen der Kunststätten wie Kunsthaus Stade, Falckenberg-Sammlung, Schloss Agathenburg oder Galerie1565 aber auch die Unterschiedlichkeit der Kunstpositionen auf so dichtem Raum zu erleben, hat Menschen aus der Metropolregion erstaunt und neugierig gemacht. Viele sind von der Menge, Qualität und Vielfalt positiv überrascht. Andere wiederum konnten ihr Blickfeld über die angestammten Interessen hinaus deutlich erweitern.“ Und so lohnt es sich, auch die letzte Woche nochmal intensiv die Kunst des Südens Hamburgs zu inhalieren! Los geht es in der Harburger Lämmertwiete …

Mo., 24. Jun., 13 Uhr: Mayr´sches Haus / Künstler zu Gast in Harburg e.V., Lämmertwiete 14, 21073 Hamburg-Harburg

Atelierbesuch bei Stipendiatin Uzma Sultan

Dass in Harburg jedes Jahr Stipendien für Bildenden Künstler*innen vergeben werden, ist vielen nicht bekannt. Dabei gibt es seit den 80er Jahren gar einen Verein namens „Künstler zu Gast in Harburg e.V.“ und der verfügt sogar über ein eigenes Haus – das Mayr´sche –  samt Atelier und Künstler*innenwohnung an prominenter Stelle. Dieses Jahr etwa ist die eigentlich in London lebende und arbeitenden Künstlerin Uzma Sultan zu Gast. Uzma Sultan lebt und arbeitet in London und ist eine der nominierten Künstlerinnen für den Moth Art Prize 2021, eine Gewinnerin des Newsprint Open 2021 und steht auf der Longlist des Jacksons Painting Prize 2022. Zu den jüngsten Ausstellungen gehören Artspace’23 im Old Pacels Office, Scarborough, Townhouse Open ’23, Stardust, Edition X, Museo Archealogico, Atri, Abruzzo, A Generous Space 3, Huddersfield Art Gallery

Uzma Sultan ist die aktuelle „Künstlerin zu Gast in Harburg“

In ihren Arbeiten spiegeln sich ihre multikulturellen Einflüsse wider. Da Sultan hat in vielen Ecken der Welt gemalt und Materialien und Inspirationen während ihrer Reisen bezogen. Ihre Bilder bestehen aus detaillierten Innenräumen, hellen Farbpaletten und einer großen Aufmerksamkeit für Muster.

Typische Materialien ihrer Arbeit sind Plexiglas, Aluminium und Vinyl bis hin zu traditionellen Leinwand und Leinen. Die Materialien findet sie oft auf den Märkten ihrer Heimatstadt Karachi. In einer Welt, in der Dinge nur noch aus Plastik sind, sieht Uzma Sultan auch die Notwendigkeit Kunst aus ihm zu machen.

www.Uzmasultan.com, www.singulart.com

Die., 25. Jun., 14 Uhr – Harburger Rathausplatz (beim Tubaspieler), 21073 Hamburg-Harburg,

Führung mit Hans-Ulrich Niels

Eintritt frei! Anmeldung erbeten unter: 040 / 42871 2497

Das hat kein anderer Hamburger Stadtteil zu bieten: Einen Kunstpfad, der sich durch die Innenstadt schlängelt und die markantesten 27 Kunstwerke des öffentlichen Raumes miteinander verbindet.

Zu erkennen ist der Pfad an den bronzenen Bodenmarkierungen mit dem Schriftzug „Kunstpfad“. Die klassischen wie auch zeitgenössischen Werke sind nicht nur ein Spiegel der Kunstgeschichte, sie sind vor allem lesbare Stadtgeschichte. Prominente Künstler der Gegenwart reihen sich an die nun vergessenen, aber einst berühmten Künstler vergangener Zeiten – gemeinsam ist ihnen die enge Verbundenheit mit Harburg.

Anlässlich der SuedArt bietet das Stadtmuseum Harburg eine geführte Tour an, die spannende Details und Hintergründe zu den Kunstwerken vermittelt.

Der Harburger Kunstpfad wurde erstmals 1994 als Rundgang zu Kunstwerken im öffentlichen Raum ins Leben gerufen. Nachdem er einige Zeit in Vergessenheit geriet, wurde er 2007 durch die Initiative des einstigen Kulturredakteurs Ernst Brennecke, dem Kulturpolitik Siegfried Bonhagen und dem seinerzeit neuen Museumsdirektor Rainer-Maria Weiss wieder belebt und vergrößerte sich sogar. Mit Unterstützung der „Norddeutschen Affinerie“ (heute Aurubis) wurden tropfenförmige Wegweiser aus Kupfer gegossen und in den Boden gesetzt und führen heute zu knapp 30 Kunstwerken mit eigener Ge-schichte, eigener Position und eigener Zeit.

Eine Broschüre des Museums aber auch eine Kulturrouten-App erläutern Hintergründe zur Kunst und ihren Urheber*innen.

Mi., 26. Jun., 19 Uhr: Altes Rathaus Buxtehude, Breite Str. 2, 21614 Buxtehude: 40 Jahre Artothek Buxtehude

Gespräch mit Torsten R. Lange (Kulturbüro Buxtehude), Marie-Theres Beinroth (Artothek Buchholz i.d.N.), Heiko Langanke (Kunstleihe Hamburg e.V.)

Artotheken: Zeit für Kunst – Kunst auf Zeit

In Buxtehude, Buchholz i.d.N. und Hamburg-Heimfeld gibt es Artotheken, also Kunstverleihe. Die Artothek Buxtehude feiert aktuell gar ihr 40-jähriges Bestehen. Grund genug über die Rolle des Kunstverleihs im allgemeinen Kunstbetrieb mal ausführlicher zu reden.

Collage: Hansestadt Buxtehude

Das Verleihen von Kunst entstammt einer Idee der 1920er Jahre, Kunst zu demokratisieren und allen zur Verfügung zu stellen. Für eine Weile nimmt man die Kunst ins persönliche Umfeld auf, setzt sich ganz individuell mit Technik, Motiv, Position auseinander und erhält zugleich einen Einblick in die meist lokale zeitgenössische Kunstszene. Die Ansätze sind verschieden und reichen vom Aspekt der Würdigung der lokalen Kunstszene bis hin zur niedrigschwelligen Kunstvermittlung. In Zeiten der share economy also ein hochaktuelles Thema.

Das 40jährige Bestehen der Buxtehuder Artothek ist uns Anlass, alle drei Kunstverleihe der südlichen Metropolregion zu Wort und Bild kommen zu lassen, ihre unterschiedlichen Grundlagen und Arbeitsweisen kennen zu lernen und einen tieferen Einblick in ihre ergänzende Rolle zu im allgemeinen Kunstbetrieb bekommen.

Do., 27. Jun., 18:30 Uhr: MSH (Medical School HH), Schellerdamm 22 (3. OG),  21079 HH-Harburg:

Abschlussgespräch mit Sebastian Dannenberg / Michael Ganß zur Kunstaktion „Traces of Human Presence“

Mit „Traces of Human Presence“ loten Michael Ganß und Sebastian Dannenberg die Möglichkeit von bildnerischen Mitteln im Stadtraum aus. Traces of Human Presence ist eine performative Aktion im Stadtraum Harburg, die immer ausgehend vom Campus am Schellerdamm den Stadtraum mit gemalten Pinselspuren vermisst.

Ganß und Dannenberg arbeiten dazu während der gesamten Laufzeit mit Studierendengruppen des Arts and Social Change Campus zusammen und malen ephemere Linien mit Kreide auf Bürgersteige und Wege. Dabei wird der Stadtraum erkundet und sich auf eine ungewöhnliche Weise zeigen gemacht. Die Künstler greifen dabei auf gewohnte Seherfahrungen des Urbanen zurück, allerdings auf eine absurde, spielerische Weise. Die Linie irritiert, sie hat keine Funktion, sie teilt nicht, sie leitet nicht, sie regelt nicht und erfüllt damit keine der Gesetzmäßigkeiten mit den wird im Stadtraum konfrontiert sind.  Seien sie gespannt wo diese Linien erscheinen werden, und fühlen sie sich eingeladen den Spuren ein Stück zu folgen um zu sehen wohin sie führen.

Fr., 28. Jun., 17 Uhr: Alles wird schön e.V., Friedrich-Naumann-Str. 27, 21075 Hamburg-Heimfeld, Vernissage „Zodel-Cut“

Kunst und Fußball-EM – das kann sich auf ungewöhnliche Art und Weise befruchten. „Möge das Beste gut abschneiden“, hat sich also auch Dietmar Schaz alias Willi Zodel gesagt und die Schere zerteilt die Fußballsticker zu langen Schlangen und schafft dadurch Raum. Von der Nasenspitze über die Augenhöhle zum Haarscheitel hin zu uniformierten Nationaltrikots.

Beim Stein: der Stein wird eingeschnitten, mit einer Flex brechen die Einschnitte die Runde Form des Steins gibt dem Stein Gesicht. In wenigen Sekunden schneidet die Trennscheibe die Form der durch Eiszeiten und dem Weg hierher abgerundeten Form, schafft einen neuen Blick wie auf Flusssteine, diese kleinen Findlinge. Dietmar Schaz zerschneidet den Stein und Willi Zodel den Fußballsticker, so dass sich alles wieder zu einer Person fügt: Der Person des Bildhauers.

Die Leichtigkeit in der Arbeit mit Papier und Schere ist für Zodel Erholung und Inspiration zugleich für die Arbeit in Stein. Der Ball schnitt sich seinen Weg zwischen den Gegenspielern ins gegnerische TOR!

Dietmar Schaz alias Willi Zodel lebt und arbeitet in Hamburg als Bildhauer, Steinmetz und freier Künstler. Er wurde 1965 in Tuttlingen/Donau geboren und machte in Meßkirch seien Ausbildung zum Steinmetz. Kunst studierte er erst ab Mitte der 90er Jahre in München und Hamburg. Zuvor initiierte er einige Jahre das Projekt „Walddörfer Wanderwege – WWW“, das Wanderwege mit Findlingen kunstvoll ausschmückte. Er war 2016 Mitbegründer des Comic-Büros Hamburg und stellt seit Jahren regelmäßig an diversen Orten in Hamburg aus.

Während der Ausstellung finden auch Live-Übertragungen der Fußball EM in der Galerie statt und es bietet sich auch die Möglichkeit Panini-Sammelbildchen zu tauschen oder zu zerschneiden. Die Ausstellung ist dann noch bis zum 14. Juli zu sehen.

Sa., 29. Jun., 16 Uhr: MSH, Schellerdamm 22 (3. OG), 21079 Hamburg-Harburg:

KAP – Künstlerische Abschluss Präsentation der Studiengänge der MSH

Die Ausstellung KAP24, Künstlerische Abschluss Präsentation 2024, gibt einen Einblick in die diversen künstlerisch-sozial oder künstlerisch-therapeutischen Studiengänge der Medical School Hamburg in den Räumen des Arts and Social Change Campus im Schellerdamm 22 in Hamburg Harburg. Die Studierenden der Studiengänge EAST BA (Expressive Arts in Social Trans-formation), Kunsttherapie BA, Musiktherapie BA und Intermediale Kunsttherapie MA zeigen im Rahmen dieser Veranstaltung ihre künstlerischen Abschlussarbeiten. Zu erleben sind diverse künstlerische Arbeiten aus den Bereichen Bildender Kunst, Musik, Sound, Poesie, und Performance. Seien sie gespannt mit welchen Strategien und Werken die Student*innen sich dem öffentlichen Diskurs stellen.

Sa., 29. Jun., 18:30 Uhr: Kulturhaus Süderelbe, Am Johannisland 2, 21149 Hamburg-Neugraben:

Führung zur Finissage “Iryna Kogan – Vilnius”

Entdecken Sie die faszinierende Welt von Vilnius in einer Ausstellung, die dem Glanz und der Liebe zur Hauptstadt Litauens gewidmet ist. Die Bilder zeigen Vilnius, eine Stadt, eingebettet in Mythen, Kunst und dem Drang nach Freiheit. Tauchen Sie ein in die Legende um den litauischen König Gedemin und den eisernen Wolf, dessen mystisches Heulen einst den Grundstein für die Gründung Vilnius’ legte.

Die Ukrainerin Iryna Kogan lebt seit 2007 in Deutschland und führt mit der Ausstellung durch ihre persönliche Reise der Verzauberung und Zuneigung zu Vilnius. Als Hausärztin mit einer brennenden Leidenschaft für Kunst und Malerei, schöpft Kogan ihre Inspiration aus der Natur, antiken Städten, Mythologie und Geschichte. Die ausdrucksstarken Ölgemälde der Autodidaktin laden dazu ein, eine tiefe Verbindung zur Stadt Vilnius zu knüpfen. Die Ausstellung endet dann am 30. Juni.

So., 30. Jun., 11 Uhr: Kunstverein Buchholz i.d.N., Kirchenstr. 6, 21244 Buchholz i.d.N.:

Elke Kegel-Judis – Finissage

Elke Kegel-Judis (Jg. 1938) wurde in Berlin geboren, studierte an den Kunsthochschulen Hamburg (Prof. Kurt Kranz, Karl Kluth) und Berlin (Prof. Hann Trier) sowie der Universität Hamburg. Sie leitete von 1973 bis in die 90er Jahre die GALERIE JOLKA in Buchholz, die regionale Künstler mit Ausstellungen im eigenen Wohnraum förderte. Sie war Dozentin für Malerei an der Volkshoch-schule in Hittfeld, Kunsterzieherin am Gymnasium Am Kattenberge, Buchholz hatte seit 1989 ein Sommeratelier in Vissec im franz. Languedoc, lebt und arbeitet in Buchholz.

Der Kunstverein Buchholz ehrt sie mit der Ausstellung „Spuren von Zeit“ für ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement für Kunst und Kultur. Elke Kegel-Judis war Ideengeberin für Kunstausstellungen, für Gründungen von Künstlergruppen oder Buchveröffentlichungen. Ihre eigene Kunst (Öl, Acryl, Aquarell, Radierung) hat sie nie in den Vordergrund gestellt. Vielmehr war ihr daran gelegen, junge aufstrebende Künstler zu unterstützen und zu fördern. Sie war beteiligt an Katalogveröffentlichungen des BBK Hamburg, der SEEVETALER Künstler und am Buch „Kunst in Buchholz“ sowie an weiteren Büchern wie „Bildende Kunst im Landkreis Harburg“ und der Sammlung hit-Technopark Hamburg Kunst verbindet.

Ihre Bilder sind im Besitz der Stadt Buchholz und den Buchholzer Partnerstädten Canteleu und Järvenpää. Seit 2001 ist sie in der Artothek der Stadtbücherei Buchholz vertreten.

Im Kunstverein Buchholz und im Geschichts- und Museumsverein ist Elke Kegel-Judis‘ Rat gefragt und gewünscht.

 Zur SuedArt24:

SuedArt24 ist eine neuartige Kooperation der bedeutendsten Kunstorte im Süden Hamburgs. Sie stellt Künstler*innen und aktuelle Ausstellungen aber vor allem auch die Kunstorte, ihre Geschichte und Entwicklungen vor. Sie wird dabei von der Adalbert Zajadacz- und Claussen-Simon-Stiftung, der Sparkasse Harburg-Buxtehude und der Hamburger Kulturbehörde unterstützt.

Zum Event, das den ganzen Juni über läuft, gibt es neben einer ausführlichen Website www.sued-art.de auch ein gedrucktes Programmheft, das haptisch hochwertig gestaltet auch ein Statement der Kunstregion abgibt. Und auch dies ist online abrufbar. Und wer den einen oder anderen Termin nicht wahrnehmen kann: das Programm gibt auch Hinweise, wann und wie lange welche Ausstellungen wo auch so zu besuchen sind.

Teilnehmende Institutionen: Kunsthaus Stade, Schloß Agahtenburg, Kunststätte Bossard, der Marschtorzwinger und die Artothek Buxtehude, die Buxtehuder Kunstinsel, die kleine Flethphilharmonie wie auch die Kunströsterei Buxtehude, das Neugrabener Kulturhaus Süderelbe, die Heimfelder Hall, die MSH Hamburg, die Kunstinitiative der TUHH, die Kunstleihe Harburg, der Kunstverein „Alles wird schön“ in Heimfeld, die Harburger Galerie 1565, das Mayr´sche Haus Harburg, der Harburger Kunstpfad, das Harburger HabibiAtelier, die Freiluftgalerie Walls Can Dance, das Stadtmuseum Harburg, das Harburger Kulturwohnzimmer, der Kunstverein Harburger Bahnhof, die Sammlung Falckenberg in Harburg, die Artothek und der Kunstverein in Buchholz / Nordheide.

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Wände, Welten und Winter-Kunst https://www.tiefgang.net/waende-welten-und-winter-kunst/ Tue, 04 Jun 2024 22:53:27 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10910 [...]]]> Die einzigartige Kooperation von gut 25 Kunstinstitutionen der südlichen Metropolregion Hamburgs geht am 10. Juni in die 2. Woche und startet an einer Betonwand …

Mo., 10. Jun., 15 Uhr: Heimfeld-Hall, S-Bahn Heimfeld (Kirchenplatz) | 21075 Hamburg-Heimfeld

Foto: Brozilla

Der Harburger Graffiti-Künstler Brozilla führt zur und an der Heimfeld Hall vorbei durch die Welt der Hamburger Graffiti-Kunst. Eintritt frei – Spende erbeten!

Graffiti-Kunst nahm in den 1970er Jahren Schwung auf, gilt als klassische StreetArt und hat mit Banksy aktuell wohl den berühmtesten Repräsentanten. Dabei musste Graffiti lange gegen das Vorurteil der Schmiererei ankämpfen.

Die Idee kam 2008 bei einem Spaziergang entlang des Bostelbeker Hauptdeichs. Nandor Olah (Erziehungs-wissenschaftler), Alexander Grieschat (Veranstaltungs-kaufmann) und Stefan Hoch (Grafiker) – allesamt aktiv in subkulturellen Projekten in Harburg – malten sich aus, wie schön eine große, triste und graue Flutschutzwand wirken könnte, wäre sie bunt und voller malerischer Geschichten. Aber wem gehört eigentlich die Wand? Wer verwaltet sie? Wen müsste man fragen?

Man wandte sich an lokale Politiker und dann an den Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) und sandte ein Konzept. Ergebnis: Absage. Farbe könnte den Beton angreifen und die optische Wirkung als Flutschutzwand dürfe nicht verloren gehen.

Zwei Jahre und viele Gespräche und Medienartikel später aber wurde der Idee nachgegeben. Und mit der Gründung des Vereins GroßstadtRaum e.V. wurde dieser dann berechtigt, Künstler*innen zur offiziellen Wandgestaltung einzuladen.

Seither ist der Bostelbeker Hauptdeich zur größten offiziellen Graffiti-Wand Hamburgs geworden. Auf 500 Meter Länge haben seither Künstler*innen aus ganz Deutschland ihre temporäre StreetArt praktiziert. Und weder hat es dem Beton geschadet noch ist es den Ordnungskräften ein Dorn im Auge. Im Gegenteil: in einer Zwischenbilanz wurde attestiert, wie ordentlich und kontrolliert Graffiti dort praktiziert wird.

Und auch wenn die Kunst immer nur temporär zu sehen ist: sie ist steter Ausdruck des Zeitgeistes.

Mi., 12. Jun., 18 Uhr: Alles wird schön e.V.: „Sanna Duschek – Flüchtige Landschaften“,

Friedrich-Naumannstr. 27 | 21075 Hamburg-Heimfeld

Sanna Duschek ist eine finnische Künstlerin und lebt und arbeitet in Hamburg seit 10 Jahren. Sie beschäftigt hauptsächlich in ihren Werken mit Natur, Umwelt, Klimawandeln wie auch Veränderung und Vergänglichkeit. Erinnerungen und Träumen spielen eine wichtige Rolle in ihre Werke. Unsichtbar zu sichtbar machen und umkehrt. Bedeutend in ihren Werken sind Farben und Strukturen.

Sanna Duschek arbeitet hauptsächlich mit Öl, Acryl und Aquarell. Ihr Atelier liegt in der Friedrich-Naumann-Staße 32, das sie zusammen mit dem Bildhauer Dietmar Schaz nutzt.

Sanna Duschek – Abend, 2024

Die „Flüchtigen Landschaften“ der aktuellen Ausstellung bilden sich aus Erinnerungen von Bahnreisen, Wanderungen und Spaziergängen. Flüchtig wie Träume und Wahrnehmungen von außen in Bewegung und Stillstand.

Wie fühlt es sich an in der Bahn zu sitzen mit augenblicklich sich verändernden Landschaften? Aus dem Zugfenster in schneller Fahrt sich verbindende einzelne Punkte zu Linien und einzelne Farben zu etwas Neuem. Verändern wir uns auch dabei? Wie viel unserer gesehenen Landschaften beeinflusst uns? In Gegenwart und in Vergangenheit. Wir leben in unfertigen Gegenden. Die Künstlerin Sanna Duschek ist am 12. Juni vor Ort. Es wird sowohl über die künstlerische Ausrichtung des Vereins „Alles wird schön e.V.“ als auch über Hintergründe der Ausstellung informiert.

Die Ausstellung läuft vom 1. bis zum 15. Juni 2024.

Do., 13. Jun., 17 Uhr: Kunstverein Harburger Bahnhof e.V.: „Noémi Barbaglia – The Hallway“,

Hannoversche Str. 85 (über Fernzuggleis 3) | 21079 Hamburg-Harburg

Eine kostenfreie Führung durch die Ausstellung „The Hallway“: Die junge Bildhauerin Noémi Barbaglia feiert im Kunstverein Harburger Bahnhof ihre erste institutionelle Einzelausstellung. Für die Ausstellung entsteht eine neue Arbeit, die sich mit den Besonder-heiten des Kunstvereins im Bahnhof auseinandersetzt und zugleich die Eigenschaft des Ausstellungsraums als Heterotopie thematisiert. Barbaglias großformatige Skulpturen aus Glasfaser und Kunstharz sind in einem Schwebezustand zwischen Leichtigkeit und Gewicht, Transparenz und Opazität.

typische Arbeit: Noemi Barbaglia: Serious SedictionII,2022 (Foto: Helge Mundt)

Mit seiner gläsernen Eingangstür und dem prinzipiell freien Eintritt scheint der Kunstverein ein durchlässiger und zugänglicher Ort zu sein. Gleichwohl muss man beim Betreten unsichtbare Schwellen übertreten, die den institutionellen Rahmen abstecken und das spezifische Regelwerk eines Kunstortes vom umgebenden Alltag abgrenzen. Michel Foucault hat für solche Orte den Begriff der Heterotopie geprägt, Orte, an denen in besonderer Weise gesellschaftliche Verhältnisse reflektiert, repräsentiert, negiert oder umgekehrt werden. Im Kunstverein Harburger Bahnhof kommt die Architektur des Ausstellungsraumes hinzu, die noch von seiner einstigen Nutzung als Wartesaal der 1. und 2. Klasse spricht – große Pilaster zwischen den riesigen Fenstern, reichhaltige Stuckornamente und eine bemalte Holzkassettendecke. Zugleich liegt dem Saal der Grund-riss einer einfachen Hallenkirche zugrunde, sodass der Raum eine spürbare Sichtachse und Theatralität besitzt. Barbaglia wird sich in einer neuen raumgreifenden Installation mit diesen Eigenheiten des Ortes, seinen Einschreibungen und Regeln auseinandersetzen.

Als zentrale Metapher nutzt Barbaglia den Schleier, der das Innen und Außen, das Davor und Dahinter sowie unsere eigene Position zu ihm thematisiert, was sich in Harburg auf den Ausstellungsraum übertragen wird.

Noémi Barbaglia (Jg. 1993) stammt aus Luxemburg. Sie studierte bei Andreas Smolinski an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg mit Masterabschluss, lebt und arbeitet in Hamburg.

Sie hatte bereits zahlreiche nationale und internationale Ausstellungen, erhielt 2019 den Karl-H.-Ditze-Preis in Hamburg und den Kunstpreis „junger Westen 2023“, Recklinghausen.

Die Objektserien von Noémi Barbaglia beeindrucken durch eine außergewöhnlich feine, konzise Formen-sprache, die sich einer narrativen Auflösung verwehrt. Robust wirkende Körper aus Glasfaser und Epoxidharz sind bei Barbaglia beständig in Auflösung begriffen, zerfasern, fransen aus. Texturen, Flächen und Figuren gehen in präzisen Kompositionen permanent ineinander über und ergeben so ein komplexes Verweissystem.
Barbaglia sagt über ihre Arbeit selbst: Die Frage der Konstruktion von Zugehörigkeit und Verortung ist zentrales Moment meiner künstlerischen Praxis.

Ausstellungsdauer: 01. Jun. – 25. Aug. 2024

Das Depot (Foto: Deichtorhallen ( Sammlung Falckenberg)

 Fr., 14. Jun., 14 Uhr: Sammlung Falckenberg: Depot-Führung der Sammlung Falckenberg,

Wilstorfer Str. 71 | 21073 Hamburg-Harburg

Eintritt: 10,- €; Anmeldung über post@sued-art.de; begrenzte Teilnehmerzahl!

Die Sammlung Falckenberg umfasst mehr als 2.200 Werke von 450 Künstler*innen. Ihr Schwerpunkt liegt auf deutscher und amerikanischer Gegenwartskunst der letzten 40 Jahre, die nach dem Zweiten Weltkrieg als Aufstand gegen die Eliten und das Kunstestablishment insbesondere in den USA und Deutschland entstanden ist. Die großzügigen Räume machen es möglich, größere Installationen und multimediale Projekte von Künstler *innen wie John Bock, General Idea, Thomas Hirschhorn, Mike Kelley, Jon Kessler, Sarah Lucas, Jonathan Meese und Gregor Schneider zu präsentieren. Neben der Sammlung werden auch hier regelmäßig umfangreiche Wechselausstellungen gezeigt. Ein umfangreiches Rahmenprogramm ergänzt die Ausstellungen.

Die Sammlung ist international mehrfach ausgezeichnet und setzt Akzente auf Querdenker und Außenseiter des Kunstbetriebs, die mit subversiven, oft genug ironischen bis hin zu sarkastisch-zynischen Betrachtungsweisen die traditionellen Vorstellungen einer Repräsentationskunst des Guten, Wahren und Schönen unterlaufen.

Fr., 14. Jun., 15 Uhr: HabibiAtelier: Vernissage „Winter Kunst“,

Lüneburger Str. 39 (Harburg Arcaden, OG) | 21073 Hamburg-Harburg

In der Ausstellung “Winter” werden um die 8-10 Künstler*innen des Habibi-Ateliers ihre Werke präsentieren. Im letzten Jahr ist im Habibi-Atelier viel passiert, es fanden mehrere Ausstellungen und Projekte statt. Zudem wurde das Atelier renoviert. Darum hat sich das Team seit Januar neben seinen täglichen Aufgaben zurückgezogen. Jetzt kann die Crew es kaum erwarten, die im Winter entstandenen Projekte zeigen zu können!
Gemalt wurde in Öl und Pastell. Außerdem wird es Collagen zu sehen geben!
Die Ausstellung wird am 14.06 um 15:00 im Habibi Atelier in den Arcaden Harburg eröffnet. Valerie, eine der sogenannten Habibis, wird eine Eröffnungsrede halten und in die Ausstellung einführen und wer will bekommt auch einen Wein. Am Montag, den 17.06, wird Luka einen Pastell Workshop anbieten, der offen ist für alle die teilnehmen möchten. Atelier-Initiator und -Leiter Sly wird der Ansprechpartner für alles weitere sein.
Insgesamt dauert die Ausstellung eine Woche.

Aus dem Habibi-Atelier: Reise von Künstler Sly

Ausstellungsdauer: Fr., 14. Jun. – 20. Jun

Fr., 14. Jun., 17:30 Uhr: S-Bahnstation Harburg (Ausgang Moorstraße):

Mural Walk zu „walls can dance“ | 21073 Hamburg-Harburg

Mural Walk mit Rudolf Klöckner, Anmeldung: HIER; Teilnahme frei – Spende erbeten

Walls Can Dance will Brücken schlagen: Der Hamburger Stadtteil Harburg steht seit Jahren vor einer großen Herausforderung: Wie lässt sich die räumliche Trennung der zwei zentralen Stadtteile “Innenstadt” und “Binnenhafen” durch eine Bahn- und Autotrasse aufheben? Mit Walls Can Dance entstehen beidseitig der Trasse künstlerische Fassadengestaltungen und schaffen so symbolisch eine Verbindung. Gemeinsam mit den InitiatorInnen von Walls Can Dance geht es im Rahmen der Führung, den Kunstwerken folgend, von der Harburger Innenstadt hinüber in den Binnenhafen. Die Macher*innen berichten dabei über Hintergründe und Wissenswertes zu den einzelnen Kunstwerken und Künstler*innen.

Sa., 15. Jun., 15 Uhr: Schloß Agathenburg: Workshop „In die Luft gezeichnet“, Hauptstraße | 21684 Agathenburg

Kunst-Werkstatt mit Anne Dingkuhn, Sa., 15. Juni, 15-17.30 Uhr, Gebühr: 15,- €

Anmeldung unter www.schlossagathenburg.de

Zeichnen ist Vieles: Denken, Träumen und Raumnehmen. Als Spur macht die Zeichnung innere und äußere Be-wegung sichtbar. Als Gebilde ist sie aber auch Trägerin neuer Möglichkeiten, Ideen und Träume. Dazu muss sie nicht klassisch auf das Papier gebannt sein. Sie kann sich von der Fläche lösen, luftig werden oder sich mit Licht und Schatten in den Raum einschreiben…

Anlässlich der Ausstellung LUFTSCHLÖSSER werden wir das Medium Zeichnung experimentell nutzen, um unseren Tagträumen und Luftschlössern Raum zu geben. Licht, Luft und Bewegung sind dabei unsere Gestaltungs-mittel; ebenso wie durchsichtige Folien, auf denen wir zeichnen, oder Fundstücke und mehr, die wir zu hängenden Mobiles verarbeiten. Wer mag, bringt eine Taschenlampe mit!

So., 16. Jun., 11 Uhr: Stadtmuseum HH-Harburg: „Brigitte Nolden – Parallele Welten“,  Museumsplatz 2 | 21073 Hamburg-Harburg

Aus Anlass ihres 80. Geburtstages zeigt das Stadtmuseum Harburg eine große Retrospektive des künstlerischen Schaffens der Hamburger Künstlerin Brigitte Nolden. Als besonderes Erlebnis für Besucher anlässlich der SuedArt24 bietet der geführte Rundgang mit der Künstlerin Brigitte Nolden. Die Künstlerin führt durch ihre Ausstellung „Parallele Welten“, gibt Einblicke in ihre künstlerische Arbeit und lädt Besucher dazu ein, sich mit ihr über ihr Werk auszutauschen.

Kosten: 8 Euro (nur Eintritt) Anmeldung: 040 / 42871 2497

Brigitte Nolden wurde als Tochter des Silhouettisten Harry Nolden 1944 in Celle geboren. Sie besuchte die Werkkunstschule Hamburg (1962-66), hielt sich in Rom und Prag auf und gründete 1969 das ATELIER NOLDEN. 1972 erhielt sie den Lehrauftrag „Farbe und Form“ an der Fachhochschule Hamburg, 1990 besuchte sie Indiana (USA), ab 2002 mehrfach Peloponnes. Seit 2009 lebt sie in Rosengarten. Sie hat seit 1982 zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland, Europa und auch den USA.

Harburg ist die Stadt, in der Brigitte Nolden aufwuchs und der sie bis heute verbunden ist. Die Industrielandschaft dieses Stadtteils faszinierte sie schon als Kind, und ist immer noch eine stetige Inspiration für ihre Arbeit: Der Harburger Hafen mit seiner Industrie- und Maschinenthematik flossen ebenso in ihre Bilder ein, wie mythologische Themen. In der Ausstellung erwartet die Besucherinnen und Besucher ein vielfältiger Bilderkosmos: Gemälde aus der Harburger Frühzeit der Künstlerin werden aktuellen Arbeiten gegenübergestellt.

Brigitte Nolden ist dem Museum seit vielen Jahren eng verbunden und schon 1994 und 2014 wurden in Sonderausstellungen ihre Werke präsentiert. In der neuen Schau „Brigitte Nolden – Parallele Welten“ zeigt das Museum nun auf drei Etagen mehr als hundert ihrer Werke aus über sechs Jahrzehnten.

Die Ausstellung läuft vom 31. Mai bis zum 8. Sept.

Das Beste: fast alle Orte sind leicht mit der S-Bahnlinie 5 erreichbar

Zur SuedArt24:

SuedArt24 ist eine neuartige Kooperation der bedeutendsten Kunstorte im Süden Hamburgs. Sie stellt Künstler*innen und aktuelle Ausstellungen aber vor allem auch die Kunstorte, ihre Geschichte und Entwicklungen vor. Sie wird dabei von der Adalbert Zajadacz- und Claussen-Simon-Stiftung, der Sparkasse Harburg-Buxtehude und der Hamburger Kulturbehörde unterstützt.

Zum Event, das den ganzen Juni über läuft, gibt es neben einer ausführlichen Website www.sued-art.de auch ein gedrucktes Programmheft, das haptisch hochwertig gestaltet auch ein Statement der Kunstregion abgibt. Und auch dies ist online abrufbar. Und wer den einen oder anderen Termin nicht wahrnehmen kann: das Programm gibt auch Hinweise, wann und wie lange welche Ausstellungen wo auch so zu besuchen sind.

Teilnehmende Institutionen: Kunsthaus Stade, Schloß Agahtenburg, Kunststätte Bossard, der Marschtorzwinger und die Artothek Buxtehude, die Buxtehuder Kunstinsel, die kleine Flethphilharmonie wie auch die Kunströsterei Buxtehude, das Neugrabener Kulturhaus Süderelbe, die Heimfelder Hall, die MSH Hamburg, die Kunstinitiative der TUHH, die Kunstleihe Harburg, der Kunstverein „Alles wird schön“ in Heimfeld, die Harburger Galerie 1565, das Mayr´sche Haus Harburg, der Harburger Kunstpfad, das Harburger HabibiAtelier, die Freiluftgalerie Walls Can Dance, das Stadtmuseum Harburg, das Harburger Kulturwohnzimmer, der Kunstverein Harburger Bahnhof, die Sammlung Falckenberg in Harburg, die Artothek und der Kunstverein in Buchholz / Nordheide.

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