dive in – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Sat, 27 Mar 2021 14:07:18 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.3 Hoffnung auf Kultursommer 2021 https://www.tiefgang.net/hoffnung-auf-kultursommer-2021/ Fri, 02 Apr 2021 22:02:53 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7778 [...]]]> Die Aussichten sind trübe, aber an Hoffnungsmeldungen mangelt es nicht. So wird nun wieder Geld in die „Wiederbelebung“ der Städte gepumpt. Anträge können Landkresie und Städte stellen.

In seiner Sitzung am 15. März 2021 verabschiedete der Stiftungsrat der Kulturstiftung des Bundes unter Vorsitz von Kulturstaatsministerin Monika Grütters zwei neue Vorhaben: das bundesweite Programm Kultursommer 2021, das zu einer Rückkehr zum kulturellen Leben im öffentlichen Raum beitragen soll, sowie die Fortführung des erfolgreichen Förderprogramms dive in, das gegenwartsorientierte Kultureinrichtungen aller Sparten mit Sitz in Deutschland bei der Umsetzung innovativer, digitaler Vermittlungsformate unterstützt. Für die Fördermaßnahmen stellt der Bund insgesamt bis zu 51,8 Millionen Euro aus dem Rettungs- und Zukunftsprogramm NEUSTART KULTUR bereit. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat die Mittel freigegeben.

Um Künstlerinnen und Künstlern Perspektiven für Auftrittsmöglichkeiten zu eröffnen, lobt die Kulturstiftung des Bundes kurzfristig das antragsoffene Förderprogramm Kultursommer 2021 aus dem Zukunftsprogramm NEUSTART KULTUR der Bundesregierung aus. Ausgestattet mit einem Gesamtvolumen von bis zu 30,5 Millionen Euro werden mit dem Programm bundesweit mehr als 100 kreisfreie Städte und Landkreise bei der Gestaltung eines neu entwickelten, vielfältigen Kulturprogramms für die Zeit nach dem Lockdown unterstützt. Gefördert werden unter anderem Open-Air-Konzerte, Theateraufführungen, Lesungen, Performances und Ausstellungen im öffentlichen Stadtraum.

Dazu Kulturstaatsministerin Monika Grütters: „Nach einem Jahr der Pandemie setzen wir alles daran, die Künste überall in unseren Städten wiederzubeleben. Die Sehnsucht nach Kulturgenuss ist groß – beim Publikum, vor allem aber bei den Künstlerinnen, Künstlern und Kreativen, die endlich wieder zum Einsatz kommen wollen. Der Kultursommer soll helfen, verantwortungsbewusst Kultur neu zu starten. Vor allem aber ist der Kultursommer Ausdruck der Wertschätzung für die Kreativen und eine Anerkennung ihres großartigen Beitrags für unser Gemeinwesen.“

Antragsberechtigt sind kreisfreie Städte und Landkreise. Das Förderprogramm soll insbesondere Künstlerinnen und Künstlern der Freien Szenen, lokalen Akteuren und Bündnissen sowie der Kultur- und Veranstaltungsbranche zugutekommen. Voraussetzung ist, dass die Antragsteller neben dem Kunst- und Kulturprogramm ein Hygienekonzept für die geplanten Veranstaltungen umsetzen. Förderanträge können bis zum 22. April 2021 über die Website der Kulturstiftung des Bundes gestellt werden.

Neue digitale Formate für Austausch und Vermittlung erproben

Zur weiteren Unterstützung von Kultureinrichtungen in der Corona-Pandemie bewilligte der Stiftungsrat der Kulturstiftung des Bundes außerdem die Fortführung des Förderprogramms dive in. Programm für digitale Interaktionen. Damit unterstützt die Kulturstiftung des Bundes aktuell 68 Kulturinstitutionen bei der Entwicklung und Umsetzung digitaler Vermittlungsformate, die neue Formen des Austauschs und innovative Zugänge zu künstlerischen Angeboten ermöglichen. Für das Programm stellt der Bund nun zusätzlich bis zu 21,3 Millionen Euro aus NEUSTART KULTUR zur Verfügung.

Dazu erklärt die Kulturstaatsministerin: „Mit der Fortsetzung des erfolgreichen Digitalprogramms dive in unterstützen wir zugleich Kultureinrichtungen in ganz Deutschland dabei, zeitgemäße Vermittlungs- und Ausstellungsformate zu entwickeln. So können sie mit ihrem Publikum auch auf digitalem Weg in Verbindung bleiben und neue Zielgruppen erreichen.“

Auch in der zweiten Förderrunde werden die Entwicklung und Umsetzung innovativer Projekte und Formate gefördert: Die digitalen Vorhaben, beispielsweise Games, Virtual- und Augmented-Reality-Anwendungen, Apps, interaktive Websites, KI- oder Citizen-Science-Projekte sollen neue Formate der Wissensvermittlung und künstlerischen Auseinandersetzung, der spielerischen Aneignung oder Partizipation erproben. Im Programm dive in können Fördermittel zwischen 50.000 und 200.000 Euro beantragt werden. Alle Informationen zum Antragsverfahren werden Anfang Mai auf der Website der Kulturstiftung des Bundes veröffentlicht.

Weitere Informationen zu den Förderprogrammen finden Sie unter www.kulturstiftung-des-bundes.de/kultursommer2021

und www.kulturstiftung-des-bundes.de/dive-in

Weitere Informationen zum Konjunkturprogramm NEUSTART KULTUR finden Sie unter www.kulturstaatsministerin.de/neustartkultur

 

 

 

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Escape Room hybrid https://www.tiefgang.net/escape-room-hybrid/ Fri, 04 Dec 2020 23:07:22 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7450 [...]]]> Verschiedene Förderprograme sollen Kulturschaffenden Wege in neue Arbeitsfelder ermöglichen. Nun wurden 68 Projekte im Programm „dive in“ bewilligt, das die digitale Vermittlung unterstützt. Dabei auch ein Ecape Room aus Hamburg.

In der Pressemitteilung der Kulturstaatsministerin heißt es:

„Pandemiebedingte Schließungen stellen Kulturinstitutionen und öffentliche Einrichtungen des kulturellen Lebens während der Corona-Zeit vor schwerwiegende Herausforderungen – stehen doch der direkte Kontakt mit dem Publikum, persönliche Begegnungen und unmittelbarer Austausch oft im Zentrum ihrer Tätigkeit. Viele Kultureinrichtungen, die sich in den vergangenen Jahren intensiv darum bemüht haben, zu „Dritten Orten“ der Stadtgesellschaft zu wachsen, beschäftigen sich nun damit, auf welche Weise sie unter den pandemiebedingten Umständen weiterhin ihr Publikum erreichen und mit ihm interagieren können.

Um Kultureinrichtungen in dieser schwierigen Lage zu unterstützen und sie zu motivieren, mit innovativen digitalen Dialog- und Vermittlungsformaten auf die aktuelle Situation zu reagieren, hatte die Kulturstiftung des Bundes kurzfristig das antragsoffene Sonderhilfsprogramm dive in. Programm für digitale Interaktionen aus dem Programm NEUSTART KULTUR der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien Monika Grütters ausgelobt, mit dem bundesweit Kulturinstitutionen aller künstlerischen Sparten sowie Gedenkstätten, Bibliotheken, Soziokulturelle Zentren, Archive und Festivals mit Sitz in Deutschland eine Förderung von bis zu 200.000 Euro zur Entwicklung digitaler Dialog- und Vermittlungsangebote erhalten können.

Bis zum Antragsschluss am 30. September 2020 erreichten die Kulturstiftung des Bundes insgesamt 564 gültige Förderanträge. Angesichts dieser überwältigenden Antragslage stellt die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien zusätzliche Mittel in Höhe von 5 Mio. Euro aus dem Rettungs- und Zukunftspaket NEUSTART KULTUR bereit und unterstützt das Programm der Kulturstiftung des Bundes nun mit einer Gesamtfördersumme von 10 Mio. Euro.

Dazu sagt Kulturstaatsministerin Monika Grütters: „Attraktive digitale Austausch- und Vermittlungsformate sind in diesen schwierigen Zeiten für viele Kultureinrichtungen der Schlüssel zum Erfolg. Die riesige Resonanz auf das „dive in“-Programm ist beeindruckend und zeigt, dass die Kulturstiftung des Bundes hier einen Nerv getroffen hat. Um möglichst viele kreative Projektideen fördern zu können und den Digitalisierungsschub deutlich zu verstärken, haben wir die Förderung für „dive in“ aus unserem Zukunftspaket NEUSTART KULTUR noch einmal verdoppelt. Denn viele der geförderten Projekte wirken auch über die Krise hinaus nachhaltig und setzen beispielgebende Impulse für die Digitalisierung des Kulturbereichs.“

Auf Empfehlung einer unabhängigen Jury (Janine Burger, Leiterin Museumskommunikation, ZKM – Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe; Maxie Götze, Designerin, Vermittlerin und vormals Bauhaus Agentin in Weimar, David Weigend, Leiter Bildung und Partizipation, Futurium; Friedrich Kirschner, Prof. für Digitale Medien, Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch) wählte der Vorstand der Kulturstiftung des Bundes von den bis Antragsschluss eingereichten Anträgen 68 Projekte zur Förderung aus.

Bemerkenswert ist, dass die zur Förderung bewilligten Anträge nicht nur von großen Kulturinstitutionen, sondern auch von vielen mittleren und kleinen Einrichtungen wie soziokulturellen Zentren stammen, die diese Sondermittel aus dem Programm NEUSTART KULTUR nutzen möchten, um während der Pandemiezeit, aber auch danach digital den Kontakt mit dem Publikum zu gewährleisten oder zu intensivieren und neue Formate der Partizipation und Vermittlung zu erproben.

Zu den geförderten Institutionen gehören u.a. das Historische Museum in Frankfurt am Main, das Haus der Kulturen der Welt (HKW), die Galerie für Zeitgenössische Kunst in Leipzig, das NS-Dokumentationszentrum München, die Bücherhallen Hamburg sowie der Verein Second Attempt aus Görlitz, die Museen der Stadt Lüdenscheid, die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, die Thüringer Bachwochen, die Kleinkunstbühne K3 in Winterlingen, das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt oder der Verein Aktion Musik / local heroes aus Salzwedel.

Nicht nur mit Blick auf die Größe und regionale Verteilung der Kultureinrichtungen, auch hinsichtlich der künstlerischen Sparten, Themenbereiche und Zielgruppen, die mit den zu entwickelnden Dialog- und Austauschformaten angesprochen sind, bezeugen die Förderprojekte eine enorme Vielfalt: So will bspw. das Krass Kultur Crash Festival / Kunstwerk e.V. aus Hamburg einen hybriden Escape Room schaffen, der es Jugendlichen ermöglicht, sich spielerisch und interaktiv mit antidiskriminierenden Haltungen auseinanderzusetzen; das Citizen Science and Arts-Projekt des BIOTOPIA-Naturkundemuseum München lädt weltweit dazu ein, Vogelstimmen aufzunehmen, die sowohl wissenschaftlichen Forschungsprojekten zur Biodiversitätsentwicklung zur Verfügung gestellt werden als auch Grundlage für interdisziplinäre künstlerische Projekte bilden sollen; der Verein Neuköllner Oper möchte mit „Opera Advantage“ die digital-experimentelle Teilhabe an einer Jahresoper in 4 Akten ermöglichen und das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt will gemeinsam mit verschiedenen Communities der Stadtgesellschaft, darunter Kinder und Jugendliche, basierend auf dem Spiel Minecraft eine Vision der Stadt der Zukunft entwerfen: Frankfurt 2099.“

Eine Liste aller geförderten Projekte und weitere Informationen zum Programm finden Sie unter www.kulturstiftung-des-bundes.de/dive-in

Weitere Informationen zum Konjunkturprogramm NEUSTART KULTUR finden Sie unter www.kulturstaatsministerin.de/neustartkultur

 

 

 

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