Doris Vetter – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Thu, 16 Sep 2021 13:17:49 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.3 Deutschland singt zur Einheit https://www.tiefgang.net/deutschland-singt-zur-einheit/ Fri, 17 Sep 2021 22:08:59 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8387 [...]]]> Durch Singen zur Einheit – das ist das Motto der Initiative „3. Oktober – Deutschland singt“ und alle können mitmachen!

Den Deutschen Musikrat und die Initiative „3. Oktober – Deutschland singt“ eint das Ziel, die Kulturelle Vielfalt in Anknüpfung an die UNESCO-Konvention zum Schutz und der Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen zu erhalten und die Bedeutung des gemeinsamen Musizierens, vokal wie instrumental, für eine offene und demokratische Gesellschaft sichtbar zu machen.
Hierzu Prof. Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Jede und jeder kann singen und damit ohne Hürden einen Zugang zur inspirierenden Welt der Musik finden. Das gemeinsame Musizieren ist auch ein Grundpfeiler des Engagements der über 14 Millionen Menschen, die in Deutschland in der Amateurmusik aktiv sind und die nach fast eineinhalb Jahren virtueller Begegnungen nun mit ihren Ensembles endlich Schritt für Schritt wieder die Probenarbeit aufnehmen können. Der Aktionstag der Initiative ‚3. Oktober – Deutschland singt‘ setzt bundesweit bedeutsame Impulse für das gemeinsame Musizieren – und steht damit auch in enger Verbindung zum ‚Tag der Musik‘, der am 21. Juni unter dem Motto #SchlussMitPause und im Zeichen eines endlich wieder aufblühenden Musiklebens und der Vorfreude auf eine klangvolle Zukunft begangen wird.“
Hierzu Bernd Oettinghaus für den Trägerkreis „3. Oktober – Deutschland singt“: „Gerade mit der ersten Überwindung der Pandemie haben wir allen Grund, dankbar mit allen Bürgerinnen und Bürgern aus allen Generationen und Kulturen richtig zu feiern. Mit Kerzen und Gebeten hatten die Junge Gemeinde in der DDR und viele Bürgerrechtler/innen mit dem Ruf ‚Keine Gewalt‘ dazu beigetragen, dass Mauern fielen und so Trennung, Hass und Hoffnungslosigkeit überwunden wurden. Dieses Wundergeschenk der Einheit ermutigt uns auch heute, sich weiter für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft zu engagieren trotz aller Polarisierung und den vielen neuen Unsicherheiten. Deshalb laden die Musikverbände, Kirchen, Netzwerke jetzt auch zusammen mit dem Deutschen Musikrat die Bürgerinnen und Bürger zu einem Offenen Singen und Musizieren auf die Marktplätze ein. Klasse, wenn noch weitere zivilgesellschaftliche Gruppen das Fest der Hoffnung überall dankbar mitfeiern.“
Die Initiative „3. Oktober – Deutschland singt“ will dezentral vor Ort im ganzen Land eine lokale Feiertradition mit partizipativen Musikerlebnissen anstoßen und damit den Zusammenhalt im ganzen Land stärken, Dankbarkeit für die Friedliche Revolution und die Deutsche Einheit vermitteln und die Hoffnung für eine von Kultureller Vielfalt geprägte Zukunft stärken. Dazu werden Chöre, Ensembles, Gemeinden, Vereine und Bands im ganzen Land eingeladen, am Tag der Deutschen Einheit um 19.00 Uhr auf ihren Marktplätzen gemeinsam zehn bekannte Lieder aus vielen Genres anzustimmen. Die Initiative steht unter der Schirmherrschaft von Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble.

Auch in Hamburg wird also am 3. Oktober gesungen und musiziert und die Einheit Deutschlands musikalisch gefeiert – und zwar vor dem Wahrzeichen der Stadt – dem Michel! Der Landesmusikrat Hamburg gründet unter der Leitung von Doris Vetter, Präsidiumsmitglied und Beauftragte für das Chorwesen, einen Projektchor.  Die Teilnahme ist kostenlos! Gemeinsam studieren wir 10 Chorsätze bekannter Songs, Lieder und eine Hymne ein: Kein schöner Land

  1. Kein schöner Land
  2. Spiritual Medley
  3. Nun danket Gott
  4. Thank you for the music
  5. Über Sieben Brücken musst du gehen
  6. Chöre
  7. Hevenu Shalom Alechem
  8. We shall overcome
  9. Von guten Mächten
  10. Der Mond ist aufgegangen

Das Notenmaterial wird von der Initiative kostenfrei auf der Website zur Verfügung gestellt, werden aber auch vor Ort ausgeteilt und wer möchte, kann sich zusätzlich zuhause mit den für die Aktion produzierten YouTube-Videos vorbereiten. Der Schirmherr der Aktion ist der Präsident des Deutschen Bundestages, Wolfgang Schäuble. Mit dem Deutschen Musikrat besteht eine offizielle Kooperationspartnerschaft. Das Projekt wird durch das Programm „Neustart Kultur“ über die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und den BMCO gefördert.

Weitere Informationen zum Projekt:3oktober.org  

Quelle: www.musikrat.de

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„Wir wollen wieder musizieren“ https://www.tiefgang.net/wir-wollen-wieder-musizieren/ Fri, 07 Aug 2020 22:47:30 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7157 [...]]]> „Musik macht alles besser“ lautet ein altbekannter Schlager. Das denken sicher auch alle Amateurmusikensembles der Stadt über ihr gemeinsames Musizieren. Die Pandemie stellt dies nun aber existenziell in Frage.  

Gut 200.000 Menschen in Hamburg gehen in ihrer Freizeit und teils hoch qualifiziert der Musik nach: in Chören, Ensembles, Zupf-, Blas- oder Orchestern jeder Couleur – sie sind die Kinderstube des Nachwuchses, aus dem manch großer Star von Morgen hervorgeht.

Jetzt aber stehen sie vor großen Herausforderungen. Trotz Lockerungen der Corona-Verordnungen, nach fast dreimonatigem Shut-Down, ist das gemeinschaftliche Musizieren stark beeinträchtigt und läuft nur langsam wieder an– es fehlt an Platz, Raum und passenden Auftrittsorten. Die Pandemie und die damit verbundene Angst vor Ansteckung erschweren das gemeinschaftliche Musizieren zusätzlich. Die Amateurmusikszene, eines der größten zivilgesellschaftlichen Bewegungen in Deutschland mit großem ehrenamtlichen Engagement, möchte in Hamburg trotzdem positiv in die Zukunft blicken und wieder regulär musizieren können.

„Chöre wie auch Blasorchester benötigen nach aktuellen Empfehlungen einen Mindestabstand von 2,5 m in geschlossenen Räumen und 1,5 m im Freien  zwischen ihren Ensemblemitgliedern, um der Aerosol-Verteilung Rechnung zu tragen. Da braucht es gutes Wetter und leere Parks im jetzigen Sommer. Aber spätestens im Herbst müssten große Räume her, um überhaupt gemeinsam und in normaler Besetzung musizieren zu können“, so Doris Vetter aus dem Präsidium des Landesmusikrates Hamburg und selbst in der Chorarbeit aktiv. „Ein gemeinsames Singen per Videokonferenz“, so ihre eigene Erfahrung, „ist eine gute Möglichkeit zur Überbrückung der akuten Situation. Nach vier Monaten auf Zoom wird es aber höchste Zeit für Präsenzproben. Diese kann kein Online-Tool ersetzen.“

Auch instrumentale Ensembles, Bands und Orchester kämpfen mit den vorgeschriebenen Abstands- und Kontaktregeln. Diese haben häufig auch keine adäquaten Räume, wo alle Mitspielenden unter den gegebenen Umständen proben können.

„Wir sind sehr dankbar, dass die Behörde für Kultur und Medien, vor allem auch Herr Senator Dr. Carsten Brosda, sich von Beginn der Corona-Pandemie an intensiv für die Musik in Hamburg einsetzt. Die BKM unterstützt derzeit die Amateurmusikszene auch aktiv bei der Raumsuche“, bedankt sich Thomas Prisching, Geschäftsführer.

Der Landesmusikrat Hamburg,  größter Dachverband der Musikstadt Hamburg,  möchte hierbei unterstützen. „Wir wären froh, wenn wir geeignete Räume in Hamburg hin und wieder und auf unkompliziertem Wege nutzen könnten“, so der 1. Vizepräsident Matthias Rieger. Und das im gesamten Stadtgebiet, denn „betroffene Chöre und Instrumental – Ensembles finden sich überall in dieser Stadt und wollen auch dort musizieren“.

 Aufruf:

Wenn Sie über private Räume, Säle und Hallen verfügen, die  frei und geeignet sein könnten, freuen sich der Landesmusikrat über eine Information an Frau Anita Rudat unter rudat@lmr-hh.de.

Quelle: www.lmr-hh.de

 

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