Dr. Gudula Mayr – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Tue, 29 Dec 2020 15:29:26 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Völlig losgelöst https://www.tiefgang.net/voellig-losgeloest/ Sun, 03 Jan 2021 08:25:21 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7503 [...]]]> Elf Jahre bestimmte sie die Geschicke der Kunststätte Bossard. Nun verabschiedet sich  Gudula Mayr und eine wissenschaftliche Nachfolge wird gesucht.

Zum Jahresende verlässt die langjährige Leiterin der Kunststätte Bossard, Frau Dr. Gudula Mayr, das Museum. Elf Jahre lang hat sie das Museumsprofil der Kunststätte gestärkt sowie die fachliche Forschung und das Publikumsprogramm erweitert.

„Ich freue mich, dass es in den vergangenen elf Jahren trotz schwieriger Rahmenbedingungen gelungen ist, für die Kunststätte Bossard hervorragende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen. Sie haben die Arbeit der Kunststätte Bossard maßgeblich mitgeprägt und für große Erfolge gesorgt“, so Dr. Gudula Mayr bei ihrem Abschied an der Kunststätte. Zu den Erfolgen gehören ohne Frage der Gewinn des „Europa Nostra Preis für das Europäische Kulturerbe“ 2012 und die Verleihung des Museumsgütesiegel des Museumsverbandes für Niedersachsen und Bremen im selben Jahr. In den vergangenen Monaten hat Frau Dr. Mayr intensiv an der Verlängerung dieses Siegels gearbeitet. Eine Entscheidung wird für Anfang 2021 erwartet.

„Mit dem Antritt an der Kunststätte 2009 übernahm Gudula Mayr auch die Aufgabe, die Neuorganisation der Kunststätte als eigenständiges Museum nach der Loslösung vom Freilichtmuseum am Kiekeberg zu vollziehen. Sie verhalf der Kunststätte schnell zu einer unabhängigen Außenwahrnehmung“, würdigt der Vorsitzende des Stiftungsrates Stiftung Kunststätte Johann und Jutta Bossard, Landrat Rainer Rempe, ihre Verdienste. Der Landkreis Harburg gehört neben der Sparkasse Harburg-Buxtehude und der Gemeinde Jesteburg zu den Trägern der Stiftung Kunststätte Johann und Jutta Bossard, deren wesentlicher Zweck es ist, das Gesamtkunstwerk zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

„In den elf Jahren ihrer Leitungstätigkeit ist es Gudula Mayr gelungen, Fördergelder und private Spenden im Umfang von insgesamt rund 1,2 Mio Euro zu akquirieren. Damit wurden unter anderem wichtige Investitionen für die Kunststätte getätigt, beispielsweise für Brand- und Einbruchschutz sowie die Gartendenkmalpflege“, so Rempe weiter. Im kommenden Jahr beginnen an der Kunststätte aufwändige Sanierungsarbeiten am Kunsttempel. Die Sanierung hat Frau Dr. Mayr in den vergangenen Jahren maßgeblich vorbereitet und auch hierfür die Gelder eingeworben.

Zu den umfangreichsten Projekten der scheidenden Kunststättenleiterin gehört die Einrichtung eines modernen, großzügigen Schaudepots in Jesteburg, eine langfristige Lösung für die unzureichenden Depotmöglichen an der Kunststätte. Damit verfügt die Kunststätte jetzt über geeignete Lagerräume für die Kunst und das Archivgut sowie über eine kleine Restaurierungswerkstatt.

Neben dem hohen Verwaltungsaufwand für die Kunststätte kam die Grundlagenforschung nicht zu kurz. Frau Mayr erarbeitete einen Katalog zu Bossards Kleinplastiken, ein Digitales Werkverzeichnis von Bossards Druckgrafiken, verfasste zahlreiche zentrale Aufsätze wie für den wichtigen Katalog der Villa Stuck Im Tempel des Ichund entwickelte die Reihe der Freundeskreisvorträge von Direktoren und Kuratoren bedeutender Museen.

Für Gudula Mayr selbst sind vor allem die hochwertigen Sonderausstellungen im Neuen Atelier Höhepunkte ihrer Arbeit: Unter anderem „Die Malweiber von Paris“, eine Ausstellung von Werken Worpsweder Künstlern oder im kommenden Jahr eine Ausstellung mit Druckgrafiken von Käthe Kollwitz.

Mit dem Ausscheiden von Gudula Mayr an der Kunststätte übernimmt die kaufmännische Geschäftsführerin Heike Duisberg-Schleier die alleinige Leitung des Museums. Neu besetzt wird eine Stelle für wissenschaftliche Mitarbeit. Das Bewerbungsverfahren läuft.

Kontakt: KUNSTSTÄTTE BOSSARD, Bossardweg 95, 21266 Jesteburg, www.bossard.de

 

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Willkommen in der Kunst https://www.tiefgang.net/willkommen-in-der-kunst/ Fri, 31 Jul 2020 22:57:32 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7137 [...]]]> Die zweite Jahreshälfte wird vielfältig und bunt an der Kunststätte Bossard: vier Museumssonntage, eine Ausstellungseröffnung, eine neue Themenführung, ein Leseabend, Kreativkurse und, und, und.

Der Veranstaltungskalender mit einer Übersicht der Veranstaltungen bis zum Jahresende ist jetzt online und liegt in vielen öffentlichen Einrichtungen in gedruckter Form zum Mitnehmen aus.„Wir haben ein abwechslungsreiches Programm für die Sommer- und Herbstmonate zusammengestellt“, versprechen Dr. Gudula Mayr, Leiterin der Kunststätte und Heike Duisberg-Schleier, kaufmännische Geschäftsführerin an der Kunststätte. „Einige neue Veranstaltungskonzepte konnten wir im Frühjahr wegen der Corona-Auflagen nicht durchführen. Umso mehr freuen wir uns jetzt, mit unseren Museumssonntagen einen Teil der Themen in einem anderen Format vorstellen zu können.“

Die Museumssonntage (16.08, 06.09, 04.10.,15.11.) mit den Schwerpunkten Kunst, Garten und Genuss sind Tagesveranstaltungen für die ganze Familie mit Führungen, kulinarischen Überraschungen, Kreativangeboten und Ausstellungsprogramm.

Der Veranstaltungskalender führt übersichtlich alle Veranstaltungen bis Dezember auf. Mit abgedruckt ist eine Übersicht über die täglichen Führungen an der Kunststätte, die Sonderführungen, Kinderkreativkurse, das Kreativprogramm für Erwachsene sowie eine Ankündigung auf die nächste Dauerausstellung im Neuen Atelier, denn ab Mitte September wird „Ernst Barlach als Briefeschreiber“ bis zum Ende des Jahres das Kunstprogramm ergänzen.

Kunststätte Bossard, Bossardweg 95, 21266 Jestburg; Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11.00 bis 18.00 Uhr; www.bossard.de

 

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„Bossards Schatz wird nun gehoben“ https://www.tiefgang.net/bossards-schatz-wird-nun-gehoben/ Fri, 10 Nov 2017 23:58:06 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=2444 [...]]]> Im Ortskern der Gemeinde Jesteburg hat die Kunststätte Bossard ihr neues Museumsdepot eröffnet. Es ist zugleich ein Schaumagazin und birgt viel Entdeckenswertes.

In Jesteburg hat die Kunststätte Bossard jetzt das gesamte Museumsdepot in einem ehemaligen Schulgebäude auf einer Fläche von 360 m2 eingerichtet. Rund 6.000 nicht-ortsgebundene Kunstwerke von Johann und Jutta Bossard sowie einige Arbeiten von Bossard-Schülern sind dort eingelagert. Darunter Gemälde, Drucke, Handzeichnungen, Baupläne, Gussformen und Plastiken sowie Architekturmodelle, Porzellan, Textilien, Mobiliar, außerdem ein Fotoarchiv, der Briefwechsel, theoretische Schriften und Notizen. In dem Depot wurde eine Restaurationswerkstatt eingerichtet und ein Leseplatz für das Nachlass-Archiv ermöglicht weitere Forschungen.

„Ich bin sehr glücklich und dankbar, dass es uns mit großzügigen Fördermitteln gelungen ist, das Erbe von Johann und Jutta Bossard hier fachgerecht und angemessen unterzubringen“, sagte Dr. Gudula Mayr, Leiterin der Kunststätte Bossard, anlässlich der Eröffnung. „Damit kann die Kunststätte Bossard ihren musealen Auftrag zum Sammeln, Bewahren, Erforschen und Vermitteln unter hervorragenden Bedingungen gerecht werden.“

Freunde und Förderer des neuen Depots (Foto: Bossard)

Möglich wurde die Einrichtung des neuen Depots durch Fördermittel der Stiftung Niedersachsen und der Hermann Reemtsma Stiftung sowie der Gemeinde Jesteburg, die das Gebäude mietfrei zur Verfügung stellt und baulich herrichtete.
Träger der Kunststätte Bossard sind der Landkreis Harburg, die Sparkasse Harburg-Buxtehude und die Gemeinde Jesteburg. „Mit dem Schaumagazin eröffnen wir im Zentrum der Gemeinde Jesteburg neue Wege zur Kunststätte Bossard“, sagte Landrat Rainer Rempe, Vorsitzender des Stiftungsrats der Kunststätte Bossard, zur Eröffnung. „Das war ein langer Weg, aber das Ergebnis ist eindrucksvoll und wir hoffen, dass mit dem Schaumagazin noch mehr Besucher die Schätze der Kunststätte Bossard entdecken.“

Zur Eröffnung sagte Dr. Sebastian Giesen, Geschäftsführer der Hermann Reemtsma Stiftung: „Das Depot ist der Kern, die Schatzkammer eines jeden Museums. Dort lagert der größte Teil der Sammlung, denn nur ein Bruchteil kann gezeigt werden. Wer sein Depot in Ordnung hat, seine Sammlung kennt, mit der nicht sichtbaren Sammlung arbeitet und dem Publikum öffnet, der macht gute Museumsarbeit. Bossards Schatz wird nun gehoben – Gratulation!“

Die Generalsekretärin der Stiftung Niedersachsen Lavinia Francke gratulierte ebenfalls zur Eröffnung: „Als Landeskulturstiftung nehmen wir besondere Orte von Kunst und Kultur jenseits der urbanen Zentren in den Blick. Sie eröffnen den Blick auf Traditionen und Persönlichkeiten, die Niedersachsen kulturell geprägt haben. Die Kunststätte Bossard ist ein solcher Ort. Mit dem neuen Schaudepot gelingt es Frau Mayr und ihrem Team, die gesammelten Schätze angemessen zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.“

Der Depotbestand der Kunststätte Bossard ist bereits umfassend inventarisiert, große Teile davon mussten jedoch extern ausgelagert werden und waren damit der Öffentlichkeit nicht zugänglich. „In dem neuen Depot werden wir sicher noch manche schlummernden Schätze heben und für Ausstellungen nutzen können“, freut sich Dr. Gudula Mayr. Sie dankte allen Förderern und Unterstützern, der Hermann Reemtsma Stiftung, der Stiftung Niedersachsen und der Gemeinde Jesteburg sowie den Mitarbeitern, besonders Stefanie Nagel, die als Restauratorin wesentlich an der Einrichtung des Schaumagazins beteiligt war.

Für die Öffentlichkeit wird das Schaumagazin ab Januar 2018 jeweils am zweiten Samstag im Monat in einer Führung um 15.15 Uhr zugänglich sein. Eintritt. 5 € pro Person. Anmeldung erforderlich: Tel. 04183 / 51 12.

Kunststätte Bossard, Bossardweg 95, 21266 Jesteburg, ist das einzigartige Gesamtkunstwerk in Jesteburg, Metropolregion Hamburg, 2012 ausgezeichnet mit dem Preis der Europäischen Union für das Kulturerbe „Europa-Nostra-Preis“, bietet einmaligen Kunst- und Naturgenuss. Auf einem ca. 3 ha großen Heidegrundstück, mitten im Wald gelegen, verwirklichten Johann Michael Bossard und seine Frau Jutta Bossard-Krull ihren Lebenstraum von einer Stätte, an der die verschiedenen Künste Architektur, Bildhauerei, Malerei, Kunstgewerbe und Gartenkunst zu einer Einheit verschmelzen.

Quelle: www.bossard.de

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