Dr. Ulrike Pluschke https://www.tiefgang.net Fri, 18 Aug 2023 09:14:56 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 Versteckte Talente https://www.tiefgang.net/versteckte-talente/ Fri, 18 Aug 2023 22:25:49 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10187 [...]]]> Unter dem Motto „Talent Monument“ haben die Denkmäler am zweiten Sonntag im September zum Tag des offenen Denkmals® bundesweit ihren großen Auftritt. Das Programm steht – nun auch online.

Manchmal sind diese Talente versteckt, mitunter stechen sie direkt ins Auge oder lassen sich zumindest erahnen. In Hamburg, wo der Denkmaltag auf das gesamte Wochenende ausgeweitet wird, können sich Interessierte bei einem vielfältigen Programm, bestehend aus Vorträgen, Rundgängen sowie Kultur- und Familienangeboten, über die Denkmalkultur der Stadt informieren. Das vollständige Programm gibt es unter www.denkmalstiftung.de/denkmaltag.

Hamburgs Denkmäler sind über die ganze Stadt verteilt und prägen sie auf eine besondere Art und Weise. Das kann ganz offensichtlich geschehen, wenn es sich beispielsweise um bekannte Sehenswürdigkeiten handelt. Es kann aber auch ganz unterschwellig sein. Die Talente jener Denkmäler offenbaren sich mitunter erst auf dem zweiten Blick oder benötigen eine entsprechende Vermittlung. Der Tag des offenen Denkmals gibt Interessierten an einem ganzen Wochenende die Möglichkeit, die Besonderheiten in Hamburgs Baukultur zu entdecken. Das Programm mit seinem vielfältigen Angebot ist dabei ein hilfreicher Wegbegleiter und Ideengeber. Ganz individuell können sich Besucherinnen und Besucher daraus eine Route durch die Stadt zusammenstellen und die Denkmäler erkunden.

Gemeinsam mit Eigentümerinnen und Eigentümern und vielen anderen Aktiven des Denkmalschutzes machen Stiftung Denkmalpflege Hamburg und Denkmalschutzamt am Wochenende vom 8. bis 10. September die vielen Talente der Denkmäler sichtbar und zeigen, wie vielfältig, herausfordernd und gesellschaftlich relevant die Denkmalpflege ist.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Der Tag des offenen Denkmals gehört in Hamburg fest zu den kulturellen Höhepunkten der Stadt. Das vielfältige Programm öffnet uns jedes Jahr aufs Neue nicht nur die Türen zu Hamburgs Denkmälern, sondern hält auch wertvolle Informationen über die Baukultur bereit. Auch in diesem Jahr ist es wieder reich gefüllt und unter dem Motto ‚Talent Monument‘ lässt sich bereits beim Lesen des Programms erahnen, dass in diesem Jahr so manch einem Denkmal ein verborgenes Talent entlockt werden wird. Das Programm macht jetzt schon Lust auf das zweite Wochenende im September und das Entdecken unserer außergewöhnlichen Baukultur.“

Dr. Ulrike Pluschke, Stiftung Denkmalpflege Hamburg: „Rund 170 Veranstaltungen laden in diesem Jahr dazu ein, die Hamburger Denkmallandschaft zu entdecken. Unter dem bundesweiten Motto „Talent Monument“ dreht sich beim diesjährigen Tag des offenen Denkmals alles um die außergewöhnlichen und versteckten Eigenschaften, die Denkmäler ausmachen: Ob groß oder klein, ob glanzvoll oder unscheinbar – was macht ein Denkmal einzigartig und besonders? Eine große Anzahl der präsentierten Denkmäler wurde mit Unterstützung der Stiftung Denkmalpflege Hamburg restauriert oder erhalten. Im Programmheft des Denkmaltags sind sie mit einem Türmchen markiert.“

Eröffnet wird der Denkmaltag in Hamburg am Freitag, den 8. September, mit der Auftaktveranstaltung des Denkmalschutzamtes in der Hauptverwaltung der Techniker Krankenkasse in Barmbek-Nord. Das Gebäude wurde im Zuge des Inventarisationsprojekts „Architektur in Hamburg von 1975-1995“ unter Schutz gestellt und gehört damit zu einem der jungen Denkmäler der Postmoderne. Über die Talente dieses Gebäudes können sich Interessierte direkt am Freitag, dem 8. September, in Führungen ab 16.30 Uhr informieren. Ab 18 Uhr stimmen Vorträge und ein Podiumsgespräch zu aktuellen Denkmalthemen weiter auf das Wochenende ein. Teilnahme nur nach Anmeldung per E-Mail bis 31. August unter dapublic@bkm.hamburg.de möglich.

Wer gleich am Freitag noch mehr von Hamburgs Denkmallandschaft erkunden möchte, kann bei der St.-Michaelis-Kirche in Sülldorf, die nach einem Entwurf von Otto Rehder erbaut wurde, vorbeischauen und an einer Führung teilnehmen oder sich am Nachmittag einem Rundgang durch den Alten Elbpark anschließen. Dort entstand übrigens die große Tradition der Gartenbauausstellungen mit der ersten 1869 eröffneten „Internationalen Gartenbau-Ausstellung zu Hamburg“.

Am Sonnabend, den 9. September, geht es mit einem vielfältigen Programm weiter, das viele Möglichkeiten offeriert, die Talente der Denkmäler in der Stadt auszuloten: Die Pavillons Bahrenfelder Marktplatz, die 1928/29 nach Plänen von Karl Schneider und Karl Zöllner erbaut wurden, gehören mit den gebogenen Ganzglasfenstern dazu. In Rundgängen können sich Interessierte von der denkmalgerechten Sanierung selbst überzeugen. Ein Kulturdenkmal deutsch-jüdischer Geschichte ist das Ensemble des ehemaligen Israelitischen Krankenhauses, das 1841 bis 1843 auf dem Gelände eines ehemaligen Pesthofes entstand und 1939 von den Nationalsozialisten enteignet wurde. In Rundgängen über das Gelände wird diese Geschichte zum Tag des offenen Denkmals erzählt. Quizvorträge, ein Virtual Reality Kino und sogar einen Goldbarren zum Anfassen gibt es am Sonnabend in der Deutschen Bundesbank Hamburg in der Altstadt zu bestaunen. Der Solitär, ein freistehendes Gebäude, wurde 1981 im Stil des Brutalismus erbaut. Sein Grundriss basiert auf dem Konstruktionsraster eines gleichseitigen Dreiecks, das sich auch in den Deckenelementen im Foyer, Kasino und Vorstandsbereich wiederfindet.

Am Sonntag, den 10. September, können Interessierte musikalisch in den letzten Tag des Hamburger Denkmalwochenendes starten und in der 1873 geweihten Kirche St. Johannis in Altona Orgelmusik mit anschließendem Rundgang lauschen. Für Interessierte an Industriedenkmälern kann eine Führung zum Liebherr Portalkran von 1972 spannend sein. Dieser symbolisiert die industriell-gewerbliche Epoche der etwa 1.000-jährigen Geschichte des Harburger Binnenhafens. Bis 2006 von der Firma Mulch Güterservice für Schüttgutumschlag genutzt, wurde er von der KulturWerkstatt Harburg gerettet und ist nun integriert in den Museumshafen Harburg. Den Kran sowie andere Harburger Denkmäler erreicht man zum Tag des offenen Denkmals übrigens bequem mit einem Shuttle mit der Barkasse Buenos Aires.

Zusätzlich bieten ein buntes Kulturprogramm und Angebote für Familien die Möglichkeit, ausgewählte Denkmäler neu zu erleben. Ein besonderes Angebot ist unter anderem die „DenkMalNachtRadTour“ am Freitag, bei der Interessierte auf einer geführten Radtour zu Denkmälern radeln, die ein besonderes Talent zeigen. Während der Tour mit dem eigenen Fahrrad werden Erläuterungen per Telefonkonferenz übertragen. In der ehemaligen Kirche St. Maximilian Kolbe in Wilhelmsburg wird am Freitag anlässlich des Denkmaltags ein Film gezeigt, zu dem eine Live Performance aufgeführt wird. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, an einem Trommelworkshop teilzunehmen. Wer Hamburgs Denkmäler gern vom Wasser aus betrachten möchte, kann am Sonnabend an einer alternativen Alsterfahrt teilnehmen und während einer zweistündigen Kanalfahrt über Binnen- und Außenalster schippern. Unter dem Motto „Nationalsozialistische Gewaltherrschaft, Widerstand und Verfolgung 1933–45“ berichtet der Historiker Herbert Diercks über Industriegeschichte und Kriegswirtschaft, Macht und Opportunismus, aber auch von resistentem Verhalten bis zum Widerstand. Zudem lädt die Restaurierungswerkstatt St. Jacobi am Sonntag Kinder und ihre Begleitung in die Mini-Werkstatt ein, bei der eine mittelalterliche Steinskulptur untersucht, erforscht und restauriert wird.

Das ausführliche und tagesaktuelle Programm aus Hamburg ist unter www.denkmalstiftung.de/denkmaltag zu finden. Im Programm finden Sie auch alle Informationen zur Auftaktveranstaltung des Denkmalschutzamtes am Freitag, dem 8. September, sowie zu den Anmeldebedingungen der einzelnen Veranstaltungen.

Koordiniert wird der Tag des offenen Denkmals in Hamburg gemeinsam von der Stiftung Denkmalpflege Hamburg und dem Denkmalschutzamt. Bundesweit wird der Denkmaltag von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordiniert. Er steht als Teil der „European Heritage Days“ unter der Schirmherrschaft des Europarats und findet jedes Jahr europaweit im September statt.

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Die Neue bei der Stiftung Denkmalpflege https://www.tiefgang.net/die-neue-bei-der-stiftung-denkmalpflege/ Fri, 31 Mar 2023 22:37:44 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9863 [...]]]> Am 1. April 2023 übernimmt Dr. Ulrike Pluschke die Geschäftsführung der Stiftung Denkmalpflege Hamburg. Sie tritt damit die Nachfolge von Irina von Jagow an, die zum 30. Juni nach 28 Jahren in den Ruhestand geht.

Pluschke bringt als Volljuristin und Kulturmanagerin vielfältige Erfahrungen in Theorie und Praxis des Stiftungswesens mit. Zuletzt war sie Geschäftsführerin der Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein und als Referatsleiterin „Kulturelle Infrastruktur“ im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur in Kiel tätig.

An der von der ZEIT-Stiftung getragenen Bucerius Law School in Hamburg wirkte Ulrike Pluschke am Aufbau und an der Weiterentwicklung der Hochschule mit, u.a. als Gründungsdirektorin des Zentrums für Studium generale und Persönlichkeitsentwicklung. Sie war Lehrbeauftragte für Kulturmanagement an der Universität Tübingen und hat an der Universität Köln zu vertragsrechtlichen Fragen des Kultursponsorings promoviert.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Mit Dr. Ulrike Pluschke wird die Stiftung Denkmalpflege in kundige Hände übergeben. Ich freue mich, dass sie mit ihrer langjährigen Leitungserfahrung in Management und Verwaltung an der Schnittstelle von Bildung, Kultur und Stiftungswesen die Stiftung mit großem Engagement voranbringen wird und damit die langfristige Förderung der Denkmalpflege in der Stadt gesichert werden kann. Zugleich danke ich Irina von Jagow für ihre lange engagierte Arbeit für die Denkmalpflege in Hamburg. Sie hat über fast drei Jahrzehnte zahlreiche Denkmalprojekte in der Hansestadt maßgeblich unterstützt und sich erfolgreich für den Erhalt unseres baukulturellen Erbes eingesetzt.“

Dr. Ulrike Pluschke (Foto: Seplu)

Dr. Ulrike Pluschke, Geschäftsführerin der Stiftung Denkmalpflege Hamburg: „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und werde mich mit Leidenschaft und Enthusiasmus für den Erhalt der Kulturdenkmäler meiner Heimatstadt Hamburg einsetzen. Gemeinsam mit dem Vorstand möchte ich die strategische Weiterentwicklung der Stiftung Denkmalpflege vorantreiben und die erfolgreiche Arbeit mit neuen Impulsen fortsetzen.“

Die 1978 gegründete Stiftung Denkmalpflege Hamburg hat die Aufgabe, die Erhaltung und Pflege von Bau-, Kunst- und Gartendenkmälern in der Hansestadt zu fördern. Sie wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, der staatlichen Denkmalpflege eine private Institution an die Seite zu geben, um im besten Sinne öffentliche Hand und bürgerliches Engagement in den Dienst der Denkmalpflege zu stellen. Mit eigenen und eingeworbenen Mitteln konnten bisher weit über 200 Denkmalprojekte gefördert werden.

Irina von Jagow wird Ende Juni nach 28 Jahren als Geschäftsführerin in den Ruhestand gehen. In ihrer Amtszeit konnte der historische Immobilienbestand der Stiftung um das Kanzlerhaus Harburg, die Bergedorfer Mühle und die Fontenay‘schen Häuser erweitert werden. Sie verhalf mit der Stiftung hunderten von Denkmalförderprojekten – bauliche Maßnahmen an Privathäusern, Kirchen, Schulen und Museen – zum Erfolg und engagierte sich darüber hinaus für die Öffnung des jüdischen Friedhofs Königstrasse und den Bau des Besucherzentrums sowie für die Versetzung und Wasserführung des Stuhlmannbrunnens. In Stadtpark, Volkspark und Jenischpark konnten Brunnen, Tempel, Tore und Gebäude wie Torhäuser denkmalgerecht instandgesetzt und restauriert werden. Zudem sicherte sie zusammen mit dem Vorstand durch eine frühzeitige Umschichtung des Stiftungsvermögens in Immobilien dessen dauerhaften Bestand. Seit Beginn ihrer Tätigkeit veranstaltet die Stiftung den Tag des offenen Denkmals zusammen mit dem Denkmalschutzamt Hamburg, der seit der Pandemie von ihr um ein digitales Format erweitert wurde, und regelmäßige Veranstaltungen in und zu Hamburgs Denkmälern.

 

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