Duckomenta https://www.tiefgang.net Wed, 20 Dec 2017 07:24:50 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 Die Kunst von Entenhausen https://www.tiefgang.net/die-kunst-von-entenhausen/ Fri, 15 Dec 2017 23:01:58 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=2730 [...]]]> Donald Duck als Kunstmäzen? Dafür hat ihm wohl jeher das nötige Kleingeld gefehlt. Aber ob man es glaubt oder nicht: Kenner sprechen gar von einem Donaldismus. Und in Harburg geht man dem in Kürze auf den Grund.

In der Pressemitteilung des Archäologischen Museums Hamburg heißt es:

„Im Rahmen der Sonderausstellung „DUCKOMENTA – MomEnte der Weltgeschichte“ bietet das Archäologische Museum Hamburg eine spannende Vortragsreihe an, die sich mit den neuesten Forschungsergebnissen aus dem Entenuniversum beschäftigt. Am 20. Dezember, um 18:00 Uhr, stellt Andreas Platthaus, Ehrenmitglied der D.O.N.A.L.D. und Erforscher der Ästhetik in Entenhausen, das Kunstverständnis der Familie Duck vor. Dabei zeigt er die Kunstgeschichte aus Entenhausener Perspektive.

Eine der vermutlich kuriosesten Vereinigung in der Bundesrepublik ist wohl die „Deutsche Organisation der nichtkommerziellen Anhänger des lauteren Donaldismus“, kurz D.O.N.A.L.D. genannt. Die Familie Duck und die Welt, in der sie leben, liegt den Donaldisten besonders am Herzen. Die Person Donald Duck, sein Leben und seine Schicksalsschläge, seine Niederlagen und seine Erfolge stehen im Mittelpunkt ihres Interesses. Pflege und Förderung donaldistischen Sinn- und Gedankengutes und deren Verkündung in allen Bereichen der Gesellschaft haben sie zu ihrem Ziel erklärt. Der Referent, Andreas Platthaus, ist Ehrenmitglied der D.O.N.A.L.D. sowie Erforscher der Ästhetik in Entenhausen und gleichzeitig Redakteur im Feuilleton der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ („FAZ“). In Deutschlands wichtigster Tageszeitung hinterlässt er immer wieder „donaldistische“ Spuren. Ebenso bereichert mit seinen Beiträgen das Vereinsblatt „Der Donaldist“, wo Experten die onomatopoetischen Äußerungen („krächz“, „würg“, „schnurch“) der anthropomorphen Tiergestalten analysieren oder mit wissenschaftlicher Akribie nahe liegenden Fragen nachgehen – etwa warum Enten nur in Entenhausen, nicht aber in der realen Welt Zähne haben.

In seinem Vortrag im Archäologischen Museum Hamburg wird er am 20. Dezember, um 18:00 Uhr darüber sprechen, was in Entenhausen an den Wänden hängt. Eine Anmeldung zu der Vortragsveranstaltung ist erforderlich unter 040/42871-2497. Der Vortrag findet im Theatersaal des Museums am Museumsplatz 2 statt.

Im Archäologischen Museum Hamburg sind im Rahmen der Ausstellung „DUCKOMENTA – MomEnte der Weltgeschichte“ noch bis zum 4. Februar 2018 mehr als 200 Kunst-Klassiker aus allen Epochen, wohlvertraut und doch gänzlich neu, zu sehen.“

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie unter www.duckomenta.com und www.amh.de.

]]>
Die Enten sind los! https://www.tiefgang.net/die-enten-sind-los/ Sat, 01 Jul 2017 06:24:34 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=1527 [...]]]>

Die Enten sind los im Archäologischen Museum Hamburg. Weltgeschichte mit Schnabel ist das Motto. Quer durch die Jahrtausende, künstlerische Genres und museale Fachgebiete geht die Reise. Immer dem Schnabel nach und mit einem Augenzwinkern. Wir sprachen mit Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss, dem Direktor des Archäologischen Museums Hamburg und Anke Doepner von interDuck, die diese Ausstellung entwickelt hat.

]]>
Auf den Spuren von Missionar Ansgar https://www.tiefgang.net/auf-den-spuren-von-missionar-ansgar/ Sat, 01 Jul 2017 06:15:34 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=1488 [...]]]> In Ramelsloh wurden interessante Ausgrabungen beendet. Die Geschichte handelt von Brunnen, Wikingern und auch einem Enterich.

In einer Pressemitteilung des „Archäologisches Museum Hamburg“ vom 27. Jun. 2017 heißt es:

„Mitte Juni 2017 konnte das Archäologische Museum Hamburg eine archäologische Ausgrabung erfolgreich abschließen, die sich u.a. mit den Spuren des Hamburger Missionars Ansgar beschäftigt hat. Die Grabung wurde in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Harburg und der Grabungsfirma ArchON Bock & Höppner auf dem Grundstück einer alten Gärtnerei in Ramelsloh, südlich von Maschen, durchgeführt. Im Rahmen von Abrissarbeiten waren dort archäologische Spuren zu Tage getreten.

Flucht vor Wikingern

Es handelte sich um Baubefunde aus der Zeit des 8./9. Jahrhunderts sowie des 14./15. Jahrhunderts. Zum Abschluss der Grabung konnten die Archäologen noch die sehr gut erhaltenen Reste eines Holzkastenbrunnens freilegen. „Von größtem Interesse sind für uns vor allem die frühen Funde, da hier erstmals die Möglichkeit besteht, archäologisch in die Gründungszeit Ramelslohs vor rund 1200 Jahren vorzudringen“, sagt Kreisarchäologe Dr. Jochen Brandt. Die erste historische Erwähnung Ramelslohs datiert aus dem Jahr 845, als der Hamburger Erzbischof Ansgar vor einem Wikingerangriff aus Hamburg flüchten musste und zeitweilig in Ramelsloh Unterschlupf fand. Etliche der jetzt gefundenen Baustrukturen, darunter auch der Keller eines Hauses, könnten aus dieser Zeit stammen. Die Archäologen werden die Funde nun weiter auswerten. Das Grundstück, auf dem ausgegraben wurde, gehörte zum Stift Ramelsloh und beherbergte über lange Zeit, mindestens seit 1601, eine sogenannte Kurie, das Wohnhaus eines Stiftsangehörigen, das ab 1612 zugleich als Dorfschule diente. „Dass hier überhaupt Bebauungsspuren erhalten geblieben sind, grenzt schon an ein Wunder“, so Brandt, „denn das Grundstück ist in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder überbaut worden.“

Ansgar und sein Enterich

Für Interessierte, die gern mehr über das Verbleiben von Erzbischof Ansgar erfahren möchten, bietet das Archäologische Museum Hamburg zurzeit eine ganz besondere Gelegenheit: Im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung „DUCKOMENTA – MomEnte der Weltgeschichte“ präsentiert das Museum die Geschichte des Missionars Ansgars mit einem Augenzwinkern. Die DUCKOMENTA-Künstler haben einen Ausflug in die Hamburger Frühgeschichte unternommen und sich mit dem Leben und Wirken des Hamburger Missionars Ansgar sowie dem Wikingerüberfall auf Hamburg von 845 beschäftigt.

Missionar Ansgar samt Rimduck. (Foto: InterDUCK)

Das Ergebnis ist als Exponat in der Ausstellung zu sehen: „Ansgar war weit über die Grenzen des fränkischen Reichs dafür bekannt, immer in Begleitung seines Enterichs Rimduck zu reisen. Als die Wikinger 845 Hammaburg überfielen, plünderten und niederbrannten, entkamen Ansgar und Rimduck nur knapp. Während Ansgar schließlich nach Bremen floh, zog seine Ente sich als Einsiedler auf eine Elbinsel zurück. Noch heute erinnert der Name „Entenwerder“ an diesen besonderen Bewohner vor fast 1200 Jahren. Ein mittelalterlicher Künstler hat diese außergewöhnliche Freundschaft zwischen Ansgar und Rimduck ausdrucksstark auf einer gotischen Bildtafel um 1457 festgehalten“, so der Kurator der Ausstellung, Dr. Michael Merkel. Die Ausstellung bietet neben den amüsanten Kunstwerken auch ein vielfältiges Mitmachprogramm rund um die Welt der Enten.“

Weitere Informationen unter duckomenta.com und amh.de.

Informationen zum Ausstellungsbesuch: Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro, bis 17 Jahren frei

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10.00 -17.00 Uhr

Ort: Archäologisches Museum Hamburg, Museumsplatz 2, 21073 Hamburg und Archäologische Ausstellung, Harburger Rathausplatz 5, 21073 Hamburg Die Sonderausstellung ´Duckomenta` läuft noch bis 4. Februar 2018.

Hierzu auch: tiefgang.net

(27. Jun. 2017, TG)

 

]]>
Enten, Erpel und andere Räubergeschichten … https://www.tiefgang.net/enten-erpel-und-andere-raeubergeschichten/ Sat, 03 Jun 2017 06:00:17 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=1253 [...]]]> Alle Jahre wieder ist die Kunst-Szene in Aufruhr – denn dann kommt die Documenta nach Kassel. Dieses Jahr ist die Aufregung auch in Harburg zu spüren. Aber hier startet jetzt die DUCKOMENTA.  Ein Schreibfehler?

Nein, ganz gewiss nicht. Ein Scherz, weil sich mal die ganze Welt- und Kulturgeschichte um das Federvieh dreht? Auch das wäre zu kurz gegriffen. Denn das Projekt hat mehr auf dem Kasten, als der erste Blick suggerieren mag.

Hinter der DUCKOMENTA steht ein erfahrenes und bewährtes Konzept. Ursprünglich wurde die Ausstellung „Überall ist Entenhausen“ für die Kunsthalle Rotterdam konzipiert, dann aber zu einer irrwitzigen Zeitreise durch die Kulturgeschichte von der Kreidezeit bis zum letzten Millenium weiter entwickelt. Schon seit 1986 ist die DUCKOMENTA eine Kunstausstellung, bei der die abgebildeten Dinge „anatiden“ (entenähnlichen) Ursprungs sind. Und so tourt sie auf einer internationalen Tournee durch Kunsthallen und Museen.

Dinge antiaden Ursprungs

Rätsel des alten Ägyptens (Bild: InterDuck)

Dahinter steckt die Berliner Künstlergruppe „InterDuck“. Eine junge Firma von Designern, Künstlern, Filmemachern, Architekten und Geisteswissenschaftlern. Sie entwickeln und realisieren Kunst- und Kulturevents. Die Aktivisten und auch Gesellschafter der Eventagentur sind mittlerweile honorige Damen und Herren: Prof. Dr. Eckhart Bauer, Anke Doepner, Prof. Volker Schönwart, Rüdiger Stanko und Ommo Wille. Zum Projekt DUCKOMENTA stellten sie sich die Frage, welche Werke die wichtigsten Künstler der Vergangenheit wohl hinterlassen hätten, hätten auch sie die Comic-Charaktere aus Entenhausen gekannt und geliebt. Die Kunst- und Kulturgeschichte müsste wohl umgeschrieben werden. Und genau das nahm sich interDuck dann auch vor. Dabei werden die Mittel des künstlerischen Zitats und der Verfremdung genutzt, ohne aber ihre Vorbilder nicht weniger ernst zu nehmen.

Eine ständig wachsende Sammlung

Bei den Bildern handelt es sich nicht um Computermanipulationen, sondern um reale Malerei, Graphik und Skulptur. Und so wächst die Wanderausstellung und –Sammlung seit 1986 ständig und wandert von Kunstvereinen zu Museen im In- und Ausland. Bisher haben sich mehrere hunderttausende Besucher überzeugen lassen: Die Ver-Entung der Welt ist nicht mehr aufzuhalten!

War die Kubanische Revolution doch nur eine Ente? (Bild: InterDuck)

Die InterDuck belässt es aber nicht beim Schnattern. Für Weimar als Kulturstadt Europas im Jahr 1999 konzipierte die Truppe etwa die erfolgreiche Ausstellung „Labor 20. Das Jahrhundert – ein Versuch“, ein satirischer Blick auf das vergangene Jahrhundert. Sie beschreiben das Konzept wie folgt:

„Bestimmten geheime Laboratorien das 20. Jahrhundert? War alles nur ein Versuch oder müssen wir die Geschichte neu schreiben? Das Labor 20, streng geheim verwahrt, wirft ein ungewohntes Licht auf das letzte Jahrhundert. Hier überwinden scheinbar Ereignisse, Dinge und Berühmtheiten des 20. Jahrhunderts mühelos Zeit und Raum: Lenin lagert in einem Kühlsarkopharg und Kaiser Wilhelm probt seine Flottenpolitik in der Badewanne. Mysteriöse Unfälle finden statt: Die Überreste der Karossen prominenter Opfer – von James Dean bis Falco und Lady Di – hält Labor 20 unter Verschluß.“
Aber warum nun der Name „DUCKOMENTA“? InterDuck erklärt auch dies: „Die DUCKOMENTA ist “Concept Art”, vermischt mit Anteilen der “Pop Art”. Die Silbe “DUCK” kommt von “Ente”, der Buchstabe “O” von “Staunen”, die Silbe “MENTA” verweist auf “Dokumente”, auf real vorliegende Beweisstücke.“

Die Ausstellung ist vom 9. Juni 2017 bis zum 4. Februar 2018 nun im Archäologischen Museum Hamburg, Museumsplatz 2, 21073 Hamburg zu besuchen.

Weiterführende Links:

Das Projekt DUCKOMENTA

Das Archäologische Museum Hamburg

(01. Jun. 2017, hl)

 

]]>