Elbkulturfonds 2020 https://www.tiefgang.net Thu, 03 Sep 2020 09:11:55 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.2 „Dringende Impulse!“ https://www.tiefgang.net/dringende-impulse/ Fri, 04 Sep 2020 22:05:06 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7213 [...]]]> Die Behörde für Kultur und Medien fördert in 2021 elf Projekte freischaffender Künstlerinnen und Künstler aus dem Elbkulturfonds und hat den Etat nochmal aufgestockt.

Die Projekte setzen sich mit einem weiten Spektrum gesellschaftlich und politisch aktuell relevanter Themen wie Dekolonisierung auseinander. Die Fördermittel in Höhe einer halben Million Euro stammen aus der Hamburger Kultur- und Tourismustaxe. Da die Freie Szene besonders stark von den coronabedingten Einschränkungen betroffen ist, stockt die Behörde für Kultur und Medien dieses Jahr die bestehende Summe um 250.000 Euro auf 750.000 Euro auf. Die zusätzlichen Mittel stammen aus dem Hilfspaket Kultur. Mit der spartenübergreifenden Förderung sollen Vielfalt und Qualität der Freien Szene in Hamburg gestärkt werden.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Die geförderten Projekte setzen sich kritisch mit aktuellen Fragen unseres Zusammenlebens auseinander und spiegeln den künstlerischen Ideenreichtum der Freien Szene in Hamburg wider. Die Künstlerinnen und Künstler fordern dabei zu Teilhabe auf und reflektieren etablierte Denkstrukturen. Die Freie Szene zu unterstützen ist besonders während der Corona-Krise wichtig, denn sie setzt Impulse, die wir gerade jetzt dringend brauchen. Die zukunftsweisenden Themen der ausgewählten Projekte leisten einen essenziellen Beitrag zu einem kritischen und dennoch gestalterischen gesellschaftlichen Diskurs.“

Folgende Projekte werden aus dem Elbkulturfonds 2021 gefördert:

  • Das now** let´s Be ANTI-racist!-Fairstival ersetzt Schuldzuweisungen durch die Bündelung von Ressourcen mit dem Ziel, rassistische und sexistische Denkmuster sowohl im Privaten als auch auf institutioneller Ebene zu verlernen.

now** let´s Be ANTI-racist! – Das Fairstival; Mable Opoku Preach / LUKULULE; Fördersumme: 94.300 Euro

  •   Von Grenzen und Gärten oder the space between erforscht im Sommer 2021 den Diana Garten im Hamburger Stadtpark und schlägt ein neues Alphabet der gemeinsamen Handlung vor, das die Einzelnen als Individuen respektiert, eingebettet in eine komplexe Welt von nahen und fernen Beziehungen.

Von Grenzen und Gärten oder THE SPACE BETWEEN; Sabine Glenz; Fördersumme: 91.700 Euro

  • Das democratic boot camp untersucht aktuelle Fragen des Zusammenlebens in einer sich immer weiter ausdifferenzierenden Gesellschaft und erkundet diese im Rahmen einer performativen Spielshow mit der vereinten Kraft kollektiver Lösungsstrategien.

democratic boot camp (Arbeitstitel); Jutta Schubert / EUCREA Verband Kunst und Behinderung; Fördersumme: 90.000 Euro

  • Die Multimedia-Installation to live in the echo of other places macht die an das subjektive Erleben erinnerter Orte gebundene Stimmung akustisch und visuell im gegenwärtigen Hamburger Stadtraum erlebbar.

to live in the echo of other places (Arbeitstitel); Annika Kahrs; Fördersumme: 81.256 Euro

  • House of Hope – Taking to the streets bietet Menschen, die in unserer Gesellschaft oft marginalisiert werden, die Möglichkeiten, ihr Wissen zu vermitteln, ihre Belange zu formulieren und will ein größeres Bewusstsein bei der Mehrheitsgesellschaft dafür schaffen, dass dieses Wissen allen Menschen zu Gute kommt.

House of Hope – Taking to the Streets; Daniel Chelminiak; Fördersumme: 67.540 Euro

  • Tansania-Zombie-Park ist ein antikoloniales, interdisziplinäres Horror-Trash-Empowertainment-Projekt. Ausgangspunkt, Austragungsort und Kulisse der Live-Performance des interdisziplinären und transkulturellen Teams ist der real existierende, aber geschlossene sogenannte „Tansania-Park“ in Hamburg-Jenfeld.

Tansania Zombie Park – An anticolonial Fantasy; Wasiu Oyegoke; Fördersumme: 54.200 Euro

  • Decolonycities entwirft als Koproduktion zwischen Kigali und Hamburg mit Performerinnen und Performern eine städtische postkoloniale Utopie.

DECOLONYCITIES KIGALI-HAMBURG; Yolanda Gutiérrez; Fördersumme: 50.000 Euro

  • Das interdisziplinäre Kunstprojekt sentimental bits befasst sich mit künstlicher Emotions-Intelligenz und Glitch Art, einer Kunstform, deren ästhetisches Mittel der digitale Fehler ist, in diesem Falle jedoch wird der Körper selbst als Fehlerquelle und Unruhestifter untersucht.

Sentimental Bits – Ein Kunstprojekt mit künstlicher Emotions Intelligenz; Gloria Höckner; Fördersumme: 50.000 Euro

  • Der Poetry Slam möchte sich weiterentwickeln zu einem hochwertigen, konsequent interaktiven Online-Format, das seine Zuschauerinnen und Zuschauer direkt in den Livestream miteinbezieht und Menschen aus ganz Deutschland den Zugang zu Kultur ermöglicht.

Poetry Slam Livestream – präsentiert von Kampf der Künste; Jan-Oliver Lange; Fördersumme: 50.000 Euro

  • Das Ensemble Resonanz ergreift mit whistle blower die Gelegenheit, seine Erfahrungen auf dem Feld der Verschränkung von klassischer und zeitgenössischer Musikkultur mit digitalen Medien zu vertiefen und gängige Formen und Hierarchien in der Musikproduktion zu hinterfragen.

„whistle blower“ – Neue Medien und klassische Musikproduktion; Julia Kohlmeier / Ensemble Resonanz; Fördersumme: 33.029 Euro

  • Im Projekt Über/Leben – Menschliche Strategien der Krisenbewältigung berichtet eine 91jährige Hamburgerin aus Hamburg-Barmbek von ihren Überlebensstrategien. Sie ist eine Stimme der Generation, die weiß, wie man Hoffnung aus dem Nichts generiert und im Rückblick sagen kann, welche Entscheidungen die falschen gewesen sind.

„Über/Leben“ – Menschliche Strategien der Krisenbewältigung; Judith Wilske; Fördersumme: 87.975 Euro

Quelle: www.hamburg.de/bkm

 

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„Vielfalt sichtbar machen“ https://www.tiefgang.net/vielfalt-sichtbar-machen/ Fri, 14 Feb 2020 23:39:07 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6377 [...]]]> Gut eine halbe Millionen Euro stehen dieses Jahr wieder durch die Kultur- und Tourismus-, oder kurz Betten-Steuer der Kultur zur Verfügung. Nach Harburg geht kein Cent.

In der Mitteilung der Behörde für Kultur und Medien heißt es:

„Um die Vielfalt der Kulturstadt Hamburg nachhaltig sichtbar zu machen, werden auch in diesem Jahr wieder spartenübergreifend Projekte gefördert, die den interkulturellen Dialog in Hamburgs vielfältiger Gesellschaft befördern. Unterstützt werden Projekte aus Projektmitteln (rund 80.000 Euro), fünf Projekte aus der Kultur- und Tourismustaxe (310.000 Euro) und eines aus dem Elbkulturfonds (95.000 Euro).

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Hamburg wird immer vielfältiger. Mit den spartenübergreifenden Kulturprojekten wollen wir diese Vielfalt sichtbar machen und den Dialog zwischen den Kulturen fördern. Die unterschiedlichen Projekte tragen mit Mitteln der Kunst zur Klärung der Frage bei, wie wir als Gesellschaft jetzt und zukünftig zusammen leben wollen. Mit mutigen Herangehensweisen setzen sich die Projekte aber auch mit unserer kolonialen Vergangenheit auseinander. Die ausgewählten Theaterstücke, Poetry Slams, Filme, Radiosendungen und Konzerte machen zudem das jüdische Leben in Hamburg sichtbar und zeigen kurdische Frauen im Widerstand oder Projekte der Black Community.“

Projektförderung

Mit der Förderung interkultureller Projekte unterstützt die Behörde für Kultur und Medien in Hamburg wohnende Künstlerinnen und Künstler mit Migrationshintergrund sowie Personen, Vereine und Gruppen, die künstlerisch zu interkulturellen Themen arbeiten. Für 2020 standen rund 80.000 Euro Projektmittel zur Verfügung.

Förderung aus der Kultur- und Tourismustaxe

Mit insgesamt 310.000 Euro aus der Kultur- und Tourismustaxe werden Festivals mit überregionaler Strahlkraft zu interkulturellen Themen gefördert. Darunter ist auch das in 2020 erstmalig stattfindende neue Festival „Fluctoplasma – 96 Stunden Kunst. Diskurs. Diversität.“. Außerdem wird das auf Kampnagel stattfindende „KRASS Kultur Crash“ Festival, die „altonale/STAMP“ sowie das deutsch-türkische „Theaterbrückenfestival“ im MUT Theater gefördert. Für ihr Programm „in:szene“, erhält auch die „W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik“ Mittel aus der Kultur- und Tourismustaxe.

Förderung aus dem Elbkulturfonds

Mit „Female Decolonisation“ entwickeln Bisrat Negassi (M. Bassy) und Claude Jansen (unter anderem Gründungsmitglied She She Pop und Hajusom) ein künstlerisches Dekolonisierungs-Projekt, das ausschließlich von und mit Frauen zwischen Hamburg und Ländern Afrikas konzipiert und durchgeführt wird und eine künstlerische Aufarbeitung Hamburger Kolonialgeschichte aus weiblicher Perspektive vorsieht.

Projektförderung 2020:

  • Tatiana Calasans, Black History Month Hamburg- Black Poetry Night: 4.000 Euro
  • IMIC e.V., Interkulturelle Lesereihe der Begegnungsbibliothek Globales Afrika: 4.000 Euro
  • Bürgerhaus Wilhelmsburg, 10. Elbinsel Frauenfest: 3.000 Euro
  • Jelena Dabić, SILK::ROAD – room_experience 3 & 4: 5.000 Euro
  • Evgeni Mestetschkin, Von Schmerz, Lust, und Weiterleben im Weißen Hotel: 5.000 Euro
  • Interkulturelle Denkfabrik e.V., Aziz Nesin Literatur- und Theatertage: 5.000 Euro
  • CJD e.V., Act with us: 4.000 Euro
  • Company Follown, Bon voyage! (Arbeitstitel): 5.000 Euro
  • RIMA GbR, SELVA, Aktuelle Klänge und Bilder aus Iberoamerika: 4.000 Euro
  • Lukulule e.V., KOMM**Unity. divers in der City: 5.000 Euro
  • Babak Radmehr, Illusionen: 6.000 Euro
  • Zwischenräume e.V., Afrika Festival Alafia 2020: 8.000 Euro
  • Judy Engelhard, Midsummerfestival Interkulturelles Forum: 3.000 Euro
  • Serfiraz Vural, Das nackte Leben: 5.500 Euro
  • Top Afric e.V., WE 2020: 3.500 Euro
  • Branko Simić, Infarkt Global: 5.000 Euro
  • Wasiu Oyegoke, Tansania Zombie Park: 7.500 Euro 

Förderung interkultureller Projekte aus der Kultur- und Tourismustaxe:

  • Fluxus2 e.V., Fluctoplasma – 96 Stunden Kunst. Diversität. Diskurs: 60.000 Euro
  • altonale GmbH, Altonale / STAMP: 70.000 Euro
  • Kunstwerk e.V., KRASS Kultur Crash Festival: 100.000 Euro
  • W3 – Werkstatt für int. Kultur und Politik e.V., In:szene Programmförderung: 70.000 Euro
  • MUT! Theater e.V., Deutsch/Türkisches Theaterbrücken Festival: 10.000 Euro

Förderung interkultureller Projekte aus dem Elbkulturfonds:

  • Crossings e.V., Female Decolonisation: 95.000 Euro“

Quelle: www.stadtkultur-hh.de

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Die Hafen- und Kolonialstadt als Kunst https://www.tiefgang.net/die-hafen-und-kolonialstadt-als-kunst/ Fri, 20 Sep 2019 22:16:51 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5863 [...]]]> Eine fünfköpfige, unabhängige Jury hatte lange recherchiert, diskutiert und dann doch entschieden: sieben Projekte von Künstlerinnen und Künstlern werden nächstes Jahr mit insgesamt 500.000 Euro unterstützt.

In der Mitteilung der Behörde für Kultur und Medien heißt es:

„Mit dem Elbkulturfonds 2020 werden im kommenden Jahr sieben Projekte der Freien Szene gefördert, die sich auf unterschiedlichste Weise mit drängenden gesellschaftlichen Fragen befassen – von der kolonialen Vergangenheit Hamburgs bis zum deutschen Rap. So werden dieses Jahr mit „The Portal/Das Portal“ von HafenCity Kuratorin Ellen Blumenstein und „Female Decolonisation: The Re-Enactment of Things“ von Claude Jansen zwei Projekte gefördert, die sich geschichtlich mit Hamburg als Hafen- und Kolonialstadt auseinandersetzen. Ziel des spartenübergreifenden Förderinstruments ist die Stärkung der Vielfalt und Qualität der Freien Szene in Hamburg. Die Projekte sollen innovativ und vielseitig sein und überregionale Strahlkraft entwickeln.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: Die eingereichten Projekten zeigen die künstlerische Vielfalt der Freien Szene in Hamburg und ihre sprudelnde Kreativität. Der Elbkulturfonds hat sich als wichtiges Förderinstrument für Hamburgs Freie Szene entwickelt und hilft spartenübergreifend unterschiedlichste Projekte zu realisieren. Die Themen und Inhalte der ausgewählten Projekte zeigen die hohe Relevanz der Freien Szene und leisten einen Beitrag zu einem dringend notwendigen gesellschaftlichen Diskurs.“  

Bereits zum achten Mal vergibt die Behörde für Kultur und Medien mit dem Elbkulturfonds Fördergelder für Projekte freischaffender Künstlerinnen und Künstler in Hamburg. Die Fördermittel in Höhe einer halben Million Euro stammen aus der Hamburger Kultur- und Tourismustaxe.

Die geförderten Projekte stammen in diesem Jahr aus den folgenden Genres: Kunst im öffentlichen Raum, Tanz, Performance, Musik und Literatur. Gefördert wird mit „THE PORTAL/DAS PORTAL“ ein künstlerischer Parcours entlang ehemaliger Kontrollpunkte durch den Hamburger Freihafen. Mit „TRANSGENERATOREN“ wird ein Festival für transgenerationelle Kunst gefördert und mit „DEUTSCH-RAP“ eine Radiosendung für Jugendliche, die sich kritisch mit dem deutschen Rap auseinandersetzt. Das geförderte Projekt „FEMALE DECOLONISATION: THE REENACTMENT OF THINGS“ setzt sich feministisch und performativ mit der Kolonialisierung auseinander. „IMPOSSIBLE LIBRARY“ versteht die Praxis des Publizierens explizit als Austauschformat, um gesellschaftliche Fragen öffentlich zu diskutieren. Im Bereich Tanz konnte das Konzept zum Projekt „QUEER IBERIA“ überzeugen, eine choreographische Auseinandersetzung mit der Pluralität von Kulturen und Sexualität. Ein weiteres gefördertes Projekt aus den performativen Künsten ist „DAS MISSVERSTÄNDNIS VON DER WELT“, welches sich der Frage widmet, was wir uns über den Zustand der Welt erzählen und warum wir dabei meist völlig daneben liegen.

Zur Fachjury gehörten in diesem Jahr: Oke Göttlich (Unternehmer im Musikvertrieb und Sportwissenschaftler, Hamburg), Prof. Kerstin Hof (Professorin für Kunst und Gesellschaft, Schwerpunkt Poesie an der Medical School Hamburg), Prof. Dr. Florian Matzner (Akademie der Bildenden Künste, München, Kunstwissenschaftler und Ausstellungsmacher), Barbara Riecke (Dramaturgin, Künstlerische Leitung, Hamburg) und Prof. Susanne Vincenz (Dramaturgin, Gastprofessorin MA Choreographie am hochschulübergreifenden Zentrum Tanz, Berlin).

 

Folgende Projekte werden 2020 gefördert:

  • THE PORTAL/DAS PORTAL, Antragstellerin: Ellen Blumenstein, Fördersumme:  80.000 Euro
  • Impossible Library, Antragstellerin: Annika Dorau, Fördersumme:  74.000 Euro
  • Queer Iberia (AT), Antragsteller: Josep Caballero Garcia, Fördersumme: 50.000 Euro
  • TRANSGENERATOREN: das Festival für transgenerationelle Kunst (AT), Antragstellerin: Gundula Hölty, Fördersumme:  86.000 Euro
  • Female Decolonisation: The Re-Enactment of THINGS, Antragstellerin: Claude Jansen, Fördersumme:  95.000 Euro
  • Deutsch-Rap – eine Radiosendung bei ByteFM, Antragsteller: Henning Kasbohm, Fördersumme: 40.000 Euro
  • Meyer&Kowski zeigt: DAS MISSVERSTÄNDNIS VON DER WELT, Antragstellerin: Susanne Reifenrath, Fördersumme:  75.000 Euro

 

Quelle:  www.hamburg.de/bkm

 

 

 

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