Film – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Fri, 19 Apr 2024 14:14:40 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.3 Ein neues Zuhause für Künstlernachlässe https://www.tiefgang.net/ein-neues-zuhause-fuer-kuenstlernachlaesse/ Fri, 12 Apr 2024 22:30:32 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10750 [...]]]> Künstlerische Nachlässe zu sichern, wird zunehmend eine Herausforderung. Hamburg hat sie angenommen.

Wie die Behörde für Kultur und Medien Hamburg nun miteilt, soll eigens auf dem Grundstück Sootbörn 22 in Hamburg-Niendorf ein Neubau als Archivgebäude entstehen.  Der zweigeschossige Neubau soll neben dem bestehenden Künstlerhaus Sootbörn errichtet werden und ein Ort zum Bewahren, Erforschen und Ausstellen von Kunstwerken werden. Senat und Bürgerschaft wollen das Projekt des Forums für Künstlernachlässe mit 800.000 Euro aus dem Sanierungsfonds unterstützen und stellen das Grundstück für den Archivneubau unentgeltlich zur Verfügung, die Zustimmung der Bürgerschaft vorausgesetzt.

2003 gründeten engagierte Hamburger Bürgerinnen und Bürger den gemeinnützigen Verein Forum für Künstlernachlässe (FKN), der es sich zur Aufgabe gemacht hat, künstlerische Vor- und Nachlässe zu sichern, aufzuarbeiten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Seitdem entstanden deutschlandweit zahlreiche Einrichtungen mit gleicher Zielsetzung, die sich 2017 zum Bundesverband Künstlernachlässe (BKN) zusammenschlossen und dessen Vorsitz Hamburg anvertraut wurde.

Seit 2005 hat das FKN seinen Sitz im Künstlerhaus Sootbörn, ein Atelier- und Ausstellungshaus, das sich bereits seit 30 Jahren in dem ehemaligen Schulgebäude in Niendorf befindet. Das FKN macht durch das Bewahren und Erforschen der vielfältigen Nach- und Vorlässe die außerordentliche Bedeutung des künstlerischen Erbes sichtbar, das Malerei, Grafik, Bildhauerei, Objektkunst, angewandte Kunst, Fotografie, Film und vieles mehr umfasst. Mit dem Archivneubau bekommen diese Kunstschätze einen würdigen Ort für die wissenschaftliche Erforschung der Hamburger Kunst- und Kulturgeschichte und ihre Vermittlung durch Publikationen und Ausstellungen.

Die Stadt Hamburg stellt das Grundstück für den Archivneubau in einem unentgeltlichen Erbbaurecht zur Verfügung, die Zustimmung der Bürgerschaft vorausgesetzt. Die Bürgerschaft hat ihre Unterstützung zugesagt und wird die Stiftung Forum für Künstlernachlässe (SFKN) mit einem Zuschuss für den Bau des Gebäudes aus dem Sanierungsfonds in Höhe von 800.000 Euro unterstützen.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien Hamburg: „Mit dem Archivbau erhält das Forum für Künstlernachlässe nun die passenden Räume, um seine hervorragende Arbeit fortzusetzen und auszubauen. Der Verein leistet seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung und Erforschung künstlerischer Nachlässe und nimmt hier bundesweit eine Vorreiterrolle ein. Das wollen wir unterstützen. Damit das Forum eine langfristige Perspektive erhält, stellt die Stadt einen Grundstücksteil im Erbbaurecht sowie einen Zuschuss zu den ansonsten mäzenatisch getragenen Baukosten zur Verfügung. Ich hoffe auf eine fruchtbare Symbiose zwischen dem Künstlerhaus Sootbörn und dem Forum für Künstlernachlässe. Das Schaffen und das Bewahren von Kunstwerken rücken so schließlich noch enger zueinander.“

Prof. Dr. Gora Jain, Vorsitzende Forum für Künstlernachlässe e.V.: „Erinnerungskultur durch Künstlernachlässe lautet das Credo des Forum für Künstlernachlässe, denn künstlerisches Erbe ist kulturelles Erbe und seine Vielfalt gilt es zu bewahren! Wir freuen uns sehr, dass unsere langjährige Arbeit nunmehr gekrönt wird mit einem würdigen Ort und offenem Haus für die Hamburger Kunst- und Kulturgeschichte. Denn eines muss betont werden: Kunst(nachlass)archive sind keine passiven Sammelstellen, sondern aktive Zentren zielgerichteten Handelns zum Quellenerhalt, zum Schutz von Kulturgut und seiner Erforschung. Vor dem Hintergrund einer zunehmend digitalen und KI-generierten Visualität werden Archive und Museen immer mehr zu Orten der Sehnsucht auf der Suche nach Authentizität und real erfahrbarer Überlieferung. Für die Erinnerungskultur bilden sie als Schutzraum der Vergangenheitspflege die Basis für Gegenwartsreflexion und Zukunftsgestaltung. Unser Publikum bestätigt das, denn dicht dran an der Kunst, das ist man bei uns!“

Thomas Sello, Vorsitzender Stiftung Forum Künstlernachlässe Hamburg: „Die Zeit ist reif, nach über zwanzig Jahren seit Gründung des gemeinnützigen Vereins Forum für Künstlernachlässe ein Archivgebäude zu errichten. Denn die Sammlung ist inzwischen auf Werke von über neunzig Künstlerinnen und Künstlern angewachsen, konzentriert auf die Hamburger Kunstszene. Wir brauchen viel Platz, denn es geht ja nicht nur um die sachgerechte Lagerung und Archivierung der Bestände, sondern unsere Schätze sollen auch gesehen werden durch Angebote für Besucherinnen und Besucher: wechselnde Ausstellungen und die Möglichkeit, einzelne Werke im Archiv anzuschauen, insbesondere für die wissenschaftliche Arbeit. Es soll einen Atelierraum geben, wo (Schul-)Gruppen künstlerisch aktiv werden können, angeregt durch die Kunstbetrachtung ausgewählter Werke, angeleitet auch von Künstlerinnen und Künstlern des Hauses. Für diese Vision habe ich das von meinen Eltern 1939 zur Hochzeit erworbene Gemälde ‚Brücke‘ von Max Pechstein an das Zwickauer Pechsteinmuseum verkauft und von dem Erlös die Stiftung für den Neubau gegründet. Nun freue ich mich als einstiger Abteilungsleiter der Museumspädagogik der Hamburger Kunsthalle auf einen lebendigen Ort für die Kunstvermittlung.

Da es sich um ein bedeutendes Werk des Künstlers handelt, das die Sammlung des Museums hervorragend ergänzt, und weil es zudem bekannt war, dass der Erlös in die ‚Stiftung Forum für Künstlernachlässe‘ gehen sollte, fanden sich drei Stiftungen, die das Museum beim Ankauf großzügig unterstützten: Ernst von Siemens Kunststiftung, HERMANN REEMTSMA STIFTUNG und Kulturstiftung der Länder. Nun ist die ‚Brücke‘ großformatig auf dem Flyer zur zehnjährigen Jubiläumsfeier des Pechstein-Museums (im April 2024) zu sehen.

Das Gemälde hatten meine Eltern zu ihrer Hochzeit 1939 erworben. Es war der Grundstock ihrer Kunstsammlung und der Impuls ihrer Berufskarriere für die Kunst. 1945-51 führten sie im Zentrum Hamburgs die ‚Galerie der Jugend‘, in der bereits 1947 eine umfangreiche Pechstein-Ausstellung stattfand. Danach war Gottfried Sello Kunstkritiker und Schriftsteller, während Ingeborg Sello ein Fotoatelier eröffnete, in dem sich internationale Künstlerinnen und Künstler nicht nur für das Portraitfoto trafen. Und meine ältere Schwester Katrin leitete von 1976 bis 1988 den Kunstverein Hannover.

Es ist für Sara und mich als einstige Kunstpädagogen eine glückliche Fügung, dass das Archivgebäude neben dem Künstlerhaus Sootbörn errichtet wird, in dem der Verein von Anfang an seinen Sitz hatte. Die Nähe zur aktuellen Kunstszene gibt gewiss noch besondere Anregungen, vor allem dann, wenn Künstlerinnen und Künstler des Hauses Praxisangebote des Nachlassforums kunstpädagogisch begleiten. Dann wird der Besuch des Nachlassforums zum kreativen Kunsterlebnis.“

Der Neubau

Das neue Gebäude wird dem FKN Raum für die Bewahrung und wissenschaftliche Erforschung der Künstlernachlässe bieten. Er wird auf zwei Geschossen über 680 Quadratmeter Nutzfläche verfügen, auf die sich Räume für Depot, Ausstellungsbereich und Arbeitsräume verteilen. Baubeginn wird voraussichtlich noch dieses Jahr sein, die Bauzeit soll ein gutes Jahr betragen. Als Bauherrin zeichnet sich die eigens zu diesem Zweck gegründete Stiftung Forum für Künstlernachlässe Hamburg (SFKN) verantwortlich. Sie bringt auch den Hauptanteil der Kosten in Höhe von rund zwei Millionen Euro für den Neubau auf.

20 Jahre Forum für Künstlernachlässe

Im Juni 2024 feiert das Forum für Künstlernachlässe seinen 20. Geburtstag. Unter dem Motto „Entdeckt & Bewahrt!“ lädt das FKN am Freitag, 7. Juni 2024 um 17 Uhr zu einem interdisziplinären Kulturfest mit Kunstausstellungen, Musik und Theater sowie einem Grußwort von Kultursenator Dr. Carsten Brosda ein. Eine große Jubiläumsausstellung wird vom 7. bis 23. Juni gezeigt.

Weitere Informationen unter www.kuenstlernachlaesse.de.

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Kunst ohne Kosten! https://www.tiefgang.net/kunst-ohne-kosten/ Fri, 05 May 2023 22:01:44 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9942 [...]]]> Teure Kunst für Alle! Ab dem 13. Mai 2023 laden die Deichtorhallen Hamburg jeden Samstag und Sonntag von 12 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt und ohne Anmeldung in die Sammlung Falckenberg ein.

Die Deichtorhallen möchten das Ausstellungshaus in den Phoenix-Fabrikhallen auf diesem Wege noch bekannter machen und Harburg als Kulturstandort stärken. Mit dem freien Eintritt öffnet sich das Ausstellungshaus weiter in die Stadt auch südlich der Elbe hinein und bietet auf diesem Wege noch mehr Menschen einen Zugang zu zeitgenössischer Kunst und Kultur.
Die Sammlung Falckenberg, die den Deichtorhallen seit 2010 als Dauerleihgabe zur Verfügung steht, umfasst über 2.200 Werke der zeitgenössischen Kunst. Ihr Schwerpunkt liegt auf deutscher und amerikanischer Gegenwartskunst der letzten vierzig Jahre. Mit ihren Ausstellungen richten sie sich an Fachpublikum genauso wie an fachfremde Interessierte und bietet einen idealen Einstieg in den Kunstdiskurs. Neben umfassenden, multimedialen Rauminstallationen sind in den großzügigen Räumlichkeiten der denkmalgeschützten Industriearchitektur regelmäßig Wechselausstellungen zu sehen. Ausgewählte Positionen werden im Rahmen thematisch wechselnder Sonder- und Wanderausstellungen weltweit präsentiert, so u.a. im Museum of Modern Art, New York; Centre Pompidou, Paris; Reina Sofia, Madrid oder im Louisiana, Humlebaek, Kopenhagen.

Die epochenübergreifende Ausstellung ERNSTHAFT?! ALBERNHEIT UND ENTHUSIASMUS IN DER KUNST in der Sammlung Falckenberg umfasst Werke von rund 100 Künstler*innen aus der ganzen Welt und spannt einen Bogen von der frühen Moderne bis in die unmittelbare Gegenwart. Eine der wichtigsten Haltungen, die der modernen und zeitgenössischen Kunst zugrunde liegt, ist die enthusiastische Albernheit, die auch vor der Unvernunft nicht zurückschreckt und die mit einer Vorstellung von humorvoller Unbeschwertheit verbunden ist. Die Werke dieser Ausstellung reichen von Fotografie, Malerei und Grafik über Skulptur und Installation bis hin zu Video und Film. Es sind zahlreiche namhafte Künstler*innen vertreten: von Marcel Duchamp und Francis Picabia, René Magritte, Giorgio de Chirico und Sturtevant, Alfred Jarry, Sigmar Polke und Martin Kippenberger bis hin zu zeitgenössischen Positionen der Gegenwartskunst wie zum Beispiel Paul McCarthy, Nicole Eisenman, Fischli & Weiss, Isa Genzken, Pauline Curnier Jardin, Kiluanji Kia Henda oder Ming Wong. Ein großer Teil der Exponate stammt aus dem Sammlungsbestand der Sammlung Falckenberg.

Die Ausstellung wird von einem umfassenden Rahmenprogramm begleitet. Neben einer eigens für die Ausstellung konzipierten B-Movie Reihe im Metropolis-Kino stehen erstmalig auch türkischsprachige Führungen im Programm. Im Rahmen des integrativen Kunstprojektes KUNST FÜR HARBURG, das Dank großzügiger Förderung der Freien und Hansestadt Hamburg, Bezirk Harburg nach dem großen Erfolg 2019 in diesem Jahr in eine neue Runde geht, laden zudem zahlreiche Sonderaktionen und Gratisangebote dazu ein, Gegenwartskunst unkompliziert und aus nächster Nähe zu erleben. Dazu gehören neben Aktionen insbesondere für Harburger Schulen auch It’s Art Baby-Führungen für Eltern mit Kleinkind oder Kaleidoskop-Führungen für Menschen mit Demenz.

Im Herbst präsentiert die Sammlung Falckenberg der Deichtorhallen Hamburg in der Ausstellung ANTI-FASHION ab dem 7. Oktober Werke der US-amerikanischen Fotografin CINDY SHERMAN. Sherman zählt zu den bekanntesten und faszinierendsten Fotograf*innen der Gegenwart, ihre Werke wurden weltweit ausgestellt. Daher ist es ein ganz besonderes Highlight, ihre Fotografien nun bei freiem Eintritt in der Sammlung Falckenberg einer noch breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Ausstellung, die vorher in der Staatsgalerie Stuttgart zu sehen war, macht das Wechselspiel von Kunst und Mode deutlich, welches sich seit knapp 50 Jahren wie ein roter Faden durch das Schaffen der Künstlerin zieht. Durch das Medium der Fotografie stehen Kunst und Mode seit jeher im Dialog. Cindy Sherman stellt in dieser Ausstellung das ganze System mit all seinen Abgründen in Frage – beleuchtet Stereotype, Schönheitsideale, die Vorstellungen von Haute Couture und letztlich auch des guten Geschmacks.

Jeden Samstag & Sonntag, 12 – 17 Uhr, Eintritt frei, ohne Anmeldung 
Sowie jeden Freitag um 15 und 17 Uhr im Rahmen von 90-minütigen Führungen, für die die Sammlung exklusiv geöffnet wird. Dann Eintritt 12 Euro/erm. 9 Euro. Aufgrund begrenzter Teilnahmezahl ist eine Buchung erforderlich unter tickets.deichtorhallen.de 

ADRESSE 
Sammlung Falckenberg, in den Phoenix-Fabrikhallen, Wilstorfer Str. 71, Tor 2, 21073 Hamburg-Harburg
Tel. 040- 32506762, sammlungfalckenberg@deichtorhallen.de

WWW. DEICHTORHALLEN.DE
WWW.SAMMLUNG-FALCKENBERG.DE

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Wer will in die Villa in L.A.? https://www.tiefgang.net/wer-will-in-die-villa-in-l-a/ Fri, 10 Mar 2023 23:27:56 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9778 [...]]]> Noch bis 30. März 2023 können sich Künstler*innen aus Literatur, Komposition und Film für einen Aufenthalt in Los Angeles bewerben.

Für einen Aufenthalt in der Villa Aurora im Jahr 2024 können sich Künstler*innen der Bereiche Literatur, Komposition und Film bis Ende März bewerben. Das ehemalige Exil-Wohnhaus von Lion und Marta Feuchtwanger in Los Angeles dient jährlich bis zu 20 Stipendiat*innen für jeweils bis zu drei Monate als Wohn- und Arbeitsstätte. Während Lion Feuchtwanger als einer der meistgelesenen Autoren des 20. Jahrhunderts gilt, dessen Roman Die Geschwister Oppermann erst kürzlich von Joshua Cohen in der New York Times als eines der letzten Meisterwerke deutsch-jüdischer Kultur bezeichnet wurde, hatte Marta Feuchtwanger als Kritikerin und Lektorin ihres Mannes maßgeblichen Anteil an seinem literarischen Erfolg und trat außerdem als Aktivistin und Salonistin in Erscheinung. Mehr als 400 Künstler*innen waren seit 1995 Stipendiat*innen an der Villa Aurora. Inspiriert wurden sie in ihrer dortigen Arbeit von der dynamischen US-amerikanischen Kultur, der einzigartigen kalifornischen Landschaft, den zahlreichen Spuren deutscher Exilant:innen in Los Angeles oder den vielen anderen Künstler*innen, die mit ihnen in der Villa Aurora gelebt und gearbeitet haben.
Die Bewerbungsfrist für Stipendien im Jahr 2024 ist der 30. März 2023. Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren sowie die Bewerbungsunterlagen können auf www.vatmh.org abgerufen werden.

Villa Aurora & Thomas Mann House e. V. fördert als unabhängiger und parteipolitisch ungebundener Mittler der Bundesrepublik Deutschland den geistigen und kulturellen Austausch zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika.
Der Verein vergibt Stipendien in den beiden Residenzen Villa Aurora und Thomas Mann House in Pacific Palisades, einem Stadtteil von Los Angeles im US-Bundesstaat Kalifornien, und veranstaltet Kulturprogramme in den Vereinigten Staaten und in Deutschland. Er hält die Erinnerung an die europäische Exilgeschichte in Kalifornien wach, vermittelt ein zeitgemäßes, vielfältiges Deutschlandbild und ermöglicht ein gemeinsames Nachdenken über gesellschaftliche, kulturelle und politische Herausforderungen.

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Kultursommer Hamburg mit über 1.800 Veranstaltungen https://www.tiefgang.net/kultursommer-hamburg-mit-ueber-1-800-veranstaltungen/ Fri, 20 Aug 2021 22:00:27 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8290 [...]]]> Vier Wochen lang haben Hamburgs Kulturveranstalterinnen und -veranstalter, Künstlerinnen, Künstler und Kreative die Hansestadt in einen regelrechten Kulturrausch versetzt. Mitte August nun endete der Kultursommer Hamburg.

Über 1.800 Veranstaltungen an rund 200 Orten in 55 Hamburger Stadtteilen fanden im Rahmen des Kultursommers statt. Die Abschlussveranstaltung zeigt, dass ein Abschluss auch ein Anfang sein kann: Das Philharmonische Staatsorchester Hamburg eröffnete am 14. und 15. August 2021 mit dem Rathausmarkt Open-Air die neue Konzertsaison 2021/22. Zugleich war die Vorstellung am 15. August um 20.30 Uhr der feierliche Abschluss des Kultursommers Hamburg. Generalmusikdirektor Kent Nagano dirigierte eine Hommage an Jacques Offenbach. Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher, Kultursenator Dr. Carsten Brosda und Kulturstaatsrätin Jana Schiedek besuchten das Konzert auf dem Rathausmarkt.

Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher: „Mit dem Kultursommer haben Kunst und Kultur in Hamburg einen Neustart erfahren. Mit über 1.800 Veranstaltungen in vier Wochen ist Hamburg kulturell wieder aufgelebt. Die Freude darüber ist in der ganzen Stadt zu spüren. Ich danke den Veranstaltern, den Künstlerinnen und Künstlern und allen anderen, die diesen Kultursommer unterstützt haben, sehr herzlich für ihr Engagement. In den nächsten Monaten stehen weitere Konzerte, Festivals und Kultur-Events auf dem Programm. Doch weiterhin gilt: Corona-Infektionsschutz ist wichtig, und den erreicht man am besten durch eine Impfung.“

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Ob Musik im Park, Oper am Hafen, Ausstellungen in Bahnhöfen oder Lesungen auf dem Alsterdampfer: In den letzten vier Wochen blieben in Hamburg kulturell keine Wünsche offen. Der Kultursommer Hamburg hat uns wieder spüren lassen, welche Kraft in der Kunst liegt. Über 100 kreative Projekte haben die gesamte Stadt erobert, Räume wieder geöffnet, in denen wir Kunst und Kultur gemeinsam erleben können, oder neue geschaffen. Ob geplant oder nicht, nahezu überall konnten Hamburgerinnen und Hamburger Kultur entdecken und sich in diesen wunderbaren Rausch versetzen lassen, den nur Kultur auslösen kann. Und dieser endet nicht mit dem Kultursommer, denn danach geht es weiter: Die Spielzeiteröffnungen der Theater und Konzerthäuser, die Festivals und Ausstellungshighlights versprechen einen kulturell ebenso berauschenden Herbst in der Hansestadt. Auch mit Blick auf diese Perspektive gilt: Impfen schützt die Kultur. Wer sich impfen lässt, sichert den Weg zurück in ein unbeschränktes unbeschwertes kulturelles Leben.“

Ausblick

Der Kultursommer Hamburg markiert den Anfang des Neustarts der Kultur nach dem langen Lockdown im Winter und Frühling 2020/2021. Mit dem umfangreichen Förderprogramm hat die Behörde für Kultur und Medien einen Impuls für den Neubeginn des kulturellen Lebens gesetzt. Künstlerinnen und Künstler sowie Kulturveranstalterinnen und -veranstalter haben eine Perspektive erhalten und konnten ihre Projekte realisieren.

Auch nach dem offiziellen Ende Mitte August sind noch einige Kultursommer-Veranstaltungen zu erleben (Termine unter www.kultursommer.hamburg). Und nach dem Kultursommer geht Hamburg einen weiteren Schritt in Richtung neue kulturelle Normalität: Die fortschreitende Impfkampagne macht es möglich, dass die Hamburger Kultureinrichtungen im August und September in die neue Spielzeit starten. Festivals wie das Reeperbahn Festival, das Harbour Front Literaturfestival und das Filmfest Hamburg stehen ebenfalls auf dem Programm für diesen Herbst.

Und auch das Jahr 2022 wird mit einem kulturellen Highlight beginnen: Am 11. Januar feiert die Elbphilharmonie ihren fünften Geburtstag.

Kultursommer Hamburg

Mit dem Kultursommer Hamburg feierte die Hansestadt vom 15. Juli bis zum 16. August 2021 den Neustart der Kultur. Unter dem Motto „Play out loud“ war in der ganzen Stadt die Vielfalt und Lebendigkeit der Kultur erlebbar. Die Behörde für Kultur und Medien hat ein umfangreiches Förderprogramm aufgelegt, durch das mehr als 100 Veranstaltungsformate aller Sparten in allen Hamburger Bezirken realisiert werden konnten. An rund 200 Orten fand ein vielfältiges Programm mit über 1.800 Veranstaltungen aus den Bereichen Musik, Kunst, Film, Literatur, Theater, Kinder- und Jugendkultur statt – zumeist unter freiem Himmel. Die Vielzahl der Spielorte erstreckte sich dabei vom Rathausmarkt bis zum Garten einer Kirchengemeinde – öffentliche Plätze und Parks wurden genauso bespielt wie ungewöhnliche Orte, darunter Alsterdampfer, Pontons auf dem Fleet oder Schaufenster.

Kultursommer Hamburg – Zahlen, Fakten, unnützes Wissen

  • 1.800 Veranstaltungen
  • in vier Wochen
  • in 7 Bezirken
  • und 55 Stadtteilen
  • mehr als 185.000 Besucherinnen und Besucher
  • rund 115 Kulturveranstalterinnen und -veranstalter
  • 5.700 Künstlerinnen und Künstler
  • an 200 Veranstaltungsorten
  • 25.000 Meter „Play out loud“-Flatterband
  • 3.000 verschenktes Kultursommer-Eis
  • 20 Quadratmeter „Play out loud“-Teppich …
  • … der an 5 Locations für die Kultur ausgerollt wurde
  • es fielen insgesamt ca. 74 Liter Regen pro Quadratmeter
  • es gab 168 Stunden Sonnenschein
  • Temperaturen erreichten Höchstwert von 28,6°C (25.07) und dem Tiefstwert von 10,6°C (20.07)

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„Künstlerische Überforderung!“ https://www.tiefgang.net/kuenstlerische-ueberforderung/ Fri, 16 Jul 2021 22:16:52 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8223 [...]]]> Bühne frei für die Kultur! Auf dem Spielbudenplatz wurde am vergangenen Donnerstag der Kultursommer Hamburg  eröffnet, der die Hansestadt in den nächsten vier Wochen in einen Kulturrausch versetzen wird. Zahlreicher Kulturgrößen nahmen das Kultursommer-Motto „Play out loud“ wörtlich.

Michel Abdollahi führte durch das Programm, Udo Lindenberg und Corny Littmann plauderten auf der Bühne und bunt gemischte Musikacts, von den Alphornbläsern der Dresdner Sinfoniker über Saxophonistin Stephanie Lottermoser bis hin zu Le Fly und Das Bo, gaben einen kleinen Vorgeschmack auf all das, was in den kommenden vier Wochen kulturell zu erleben sein wird.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Endlich ist es soweit, der Kultursommer  Hamburg beginnt! Wir feiern den Anfang vom Anfang, den Neustart der Kultur nach Corona. Hamburgs Kulturszene hat heute spektakulär gezeigt, dass sie nicht verlernt hat zu begeistern. Dies wird in den nächsten vier Wochen in der ganzen Stadt zu spüren sein. Zu verdanken haben wir dies vor allem dem Engagement der Beteiligten, von Künstlerinnen und Künstlern über Veranstalterinnen und Veranstalter bis hin zu den Bezirken und unserem Kooperationspartner STADTKULTUR HAMBURG. Mit dem Kultursommer zeigt die Hamburger Kultur, dass viele in der Krise noch enger zusammengerückt sind, um jetzt gemeinsam Herausragendes auf die Beine zu stellen. Eine kreative Explosion, eine künstlerische Überforderung – das ist genau, was wir jetzt brauchen. Was für ein Signal für die Kulturstadt Hamburg!“

Die Eröffnungsveranstaltung bereitete der Vielfalt der Kultur eine Bühne, die in Hamburg in den nächsten Wochen zu erleben sein wird. Den Auftakt machten die Alphornbläserinnen und -bläser der Dresdner Sinfoniker, die am Samstag mit „Himmel über Hamburg“, einem Kultursommer-Projekt von Elbphilharmonie und Kampnagel, auf den Dächern der Lenz-Siedlung spielen werden. Saxophonistin und Sängerin Stephanie Lottermoser, die bereits zum Auftakt des SuedKulturSommers auf dem Harburger Kanalplatz spielte, eröffnet die Konzertreihe „Hope’n’Air“ auf dem Vorplatz der Elbphilharmonie und gab heute schon einen Vorgeschmack auf ihr Konzert. DAS BO und Le Fly zeigten weitere Facetten der Musikstadt Hamburg und begeisterten das – sitzende – Publikum. Durch den Abend führte Moderator Michel Abdollahi, zum Gespräch zu Gast waren neben Udo Lindenberg und Corny Littmann auch Amelie Deuflhard, Kampnagel-Intendantin, Christoph Lieben-Seutter, Generalintendant Laeiszhalle und Elbphilharmonie, Corinne Eichner, Geschäftsführerin von STADTKULTUR HAMBURG, Julia Staron, Spielbudenplatz, und Andreas Muhme, Fotograf der Outdoor-Ausstellung „Faces of St. Pauli“.

Der Kultursommer Hamburg

Vom 15.7. bis 16.8. setzen über 100 Hamburger und darüber hinaus Kulturveranstalterinnen und -veranstalter, gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien, ein vielfältiges Programm in der ganzen Stadt. Über 1.200 Veranstaltungen sind bereits angekündigt, täglich werden es mehr. In 39 Stadtteilen, die sich über alle sieben Hamburger Bezirke verteilen, beginnt ab heute der Hamburger Kultursommer mit vier Wochen voller Kultur sämtlicher Sparten: Musik, Kunst, Film, Literatur, Theater sowie Kinder- und Jugendkultur und vieles mehr wird geboten. Hamburgerinnen und Hamburgern wird auf diese Weise ein breit gefächertes Angebot von Live-Kultur geboten, das dazu einlädt, auch unter Corona-Bedingungen wieder gemeinsam zu erleben. Gleichzeitig erhalten Künstlerinnen und Künstler sowie Veranstalterinnen und Veranstalter eine Perspektive.

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Das neue Leben https://www.tiefgang.net/das-neue-leben/ Fri, 16 Nov 2018 23:49:36 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4494 [...]]]> Hundertausende Flüchtlinge kamen auch nach Deutschland. So einfach wir sie „Flüchtlinge“ nennen können, so wenig wird es ihren eigenen Biografien gerecht. Der Film „Newcomers“ schärft den Blick fürs Individuelle und ist bald in Harburg zu sehen.

Flüchtlinge – das assoziiert oft Menschenmassen, Armut, Sprachprobleme und Andersartigkeit. Ma´an Mouslli stammt aus Syrien, wo er IT-Manager war. Auch er kam nach Deutschland, lernte die deutsche Sprache und begann sich dem Filmgenre zu widmen. Sein Sujet: Flüchtlinge wie er. Aber mit Persönlichkeit, eigener Geschichte und eigenem Gesicht. Es entstand der Film „Newcomers“ und gibt einen faszinierenden und berührenden Einblick in die Individuen hinter dem pauschalen Terminus vom „Flüchtling“. Der Film wird nun am Freitag, den 07. Dezember um 20 Uhr im Projekt „3falt – Kunst, Kultur, Kreativität“ in der leerstehenden Harburger Dreifaltigkeitskirche in der Neuen Straße 44 gezeigt. Und der Filmemacher wird selbst dabei sein und ins Gespräch mit dem Publikum bringen.

Der preisgekrönte Dokumentarfilm „Newcomers“ ist kein nüchterner Dokumentarfilm. Sondern einer, der jenen ein Gesicht und eine Stimme gibt, die aus der Not Zuflucht bei uns suchen. Wie fühlt es sich für sie an, in einem Land zu leben, das schwankt zwischen Angst und Hilfsbereitschaft, zwischen mitfühlendem Verständnis und Neofaschismus? Was bedeutet es, „Flüchtling“ zu sein? Um diese Frage zu beantworten hatte sich ein interdisziplinär zusammengesetztes Filmteam aus Geflüchteten und Einheimischen auf eine Reise quer durch Deutschland gemacht. Das Team setzte sich zusammen aus überwiegend ehrenamtlich engagierten Menschen, die länger und kürzer in Deutschland leben, teils noch studieren, teils im Berufsleben stehen, einige mit mehr, andere mit weniger Erfahrung in der Film- und Medienbranche. Jeder „Flüchtling“ eine eigene Biographie, eigener Lebensweg, eigenes Empfinden.

In 29 Interviews erzählen die geflüchtete Menschen vom Tragischen, aber auch vom Schönen und Hoffnungsvollen: Von Verfolgung, Krieg und den Umständen der Flucht, aber auch von Träumen und Kindheitserinnerungen, vom stetigen Kampf für Freiheit und Würde.

Das Portal programmkino.de: „Mouslli weiß genau, wie viel er den Zuschauern zumuten kann. Und er arbeitet geschickt mit Kontrasten, sodass jede Geschichte wieder neu die Neugier weckt und sie sich alle zu einer Essenz der Flüchtlingserfahrung verdichten.“

Darüber, wie schwierig die Reisen nach Deutschland waren, wird so gut wie nichts erzählt. Für Mouslli sind diese abenteuerlichen Geschichten, über die andere so gern berichten, nicht wichtig. Stattdessen erzählen seine Protagonisten von ihrem neuen Leben in Deutschland.“

„Newcomers“ ist das bereits dritte Regie-Werk des in Osnabrück lebenden syrischen Regisseurs Ma’an Mouslli. Mit der Dokumentation „Shakespeare in Zaatari” über geflüchtete Kinder im jordanischen Flüchtlingslager Zaatari gewann er 2016 schon den Preis „Bester Film Non Professional“ beim Film Festival Cologne. „Shakespeare in Zaatari“ sorgte auch international für Aufsehen: Er lief unter anderem bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes, dem Los Angeles CineFest, dem Human Rights Film Festival Barcelona, dem International Scandinavian Film Festival und dem Roma Cinema Doc. (Quelle: Pressetext newcomers.de)

In einer AG des Osnabrücker Zentrums für Flüchtlinge „Exil“ traf er dann dessen Geschäftsführerin Sara Höweler, mit der er zusammen dann das Konzept von „Newcomers“ entwickelte. Ohne Erfahrungen und ohne Förderung. Und da es ja auch kein kommerzielles Projekt sein sollte, war und ist, beteiligten sich dennoch zahlreiche Stiftungen und Firmen an der Finanzierung, sodass schließlich ein Budget von 130.000 Euro aufgebracht wurde.

In Harburg unterstützt die steg Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft Hamburg mbH die Vorführung im Quartier, weil der Film einen Beitrag leisten kann, indem er zum Hinsehen, Zuhören und Einfühlen auffordert. Zuschauer werden statt des Fremden den Mitmenschen sehen.

Fr., 7. Dez., 20h: Newcomers, Deutschland 2018. Regie: Ma’an Mouslli, 63 Min., ab 12 J., die Vorführung ist kostenlos. Einlass ab 19.30 Uhr. Ort: 3falt, Neue Straße 44, 21073 Hamburg

Weiterführender Link: ´Tiefgang` vom 30. Jun. 2018: „Hört doch mal einfach zu!“

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Große Ideen – große Töpfe https://www.tiefgang.net/grosse-ideen-grosse-toepfe/ Fri, 27 Apr 2018 22:25:21 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3518 [...]]]> Es gibt Kultur-Projekte, die sind nicht so eindeutig einzustufen und um an Fördergelder zu kommen, ist es entsprechend schwer.  Eine Co-Finanzierung ist aber über Bundesmittel möglich. Und die nächste Bewerbungsphase läuft …

In der Ausschreibung der Kulturstiftung des Bundes heißt es:

„Im Bereich Allgemeine Projektförderung können Kulturschaffende zwei Mal im Jahr Fördergelder für Projekte aus allen künstlerischen Sparten beantragen, für Bildende und Darstellende Kunst, Literatur, Musik, Tanz, Film, Fotografie, Architektur oder Neue Medien. Die Allgemeine Projektförderung der Kulturstiftung des Bundes zeichnet sich dadurch aus, dass sie nicht auf die Förderung einer bestimmten Sparte oder eines bestimmten Themas festgelegt ist. Es sind große, innovative Projekte im internationalen Kontext, die hier berücksichtigt werden können.

Fördergrundsätze

Wenn Sie sich mit Ihrem Projekt bei uns bewerben möchten, lesen Sie bitte sorgfältig die auf unserer Website veröffentlichten Allgemeinen Förderrichtlinien der Kulturstiftung des Bundes und die Fördergrundsätze für die Allgemeine Projektförderung sowie die Häufig gestellten Fragen und prüfen Sie vor Antragstellung, ob Ihr Projekt für eine Förderung durch die Kulturstiftung des Bundes in Frage kommt.

Bitte beachten Sie, dass in der Allgemeinen Projektförderung die Antragssumme mindestens 50.000€ beträgt und dass mindestens 20% an Eigen- und/oder Drittmitteln bei Antragsstellung gesichert sein müssen. Die Kulturstiftung des Bundes fördert in der Allgemeinen Projektförderung ausschließlich Projekte im internationalen Kontext.

Für Ihren Förderantrag verwenden Sie bitte das hier angebotene Online-Formular.
Das Muster eines Kosten-und Finanzierungsplans sowie weitere wichtige Muster und Formulare finden Sie unter der Rubrik Downloads.

 Ansprechpartner

Für Fragen zu unseren Fördergrundsätzen und zum Antragsformular steht Ihnen die Abteilung „Allgemeine Projektförderung“ unter der Rufnummer 0345/2997-115 und für alle inhaltlichen Fragen zu Ihrem Antrag Frau Marie Cathleen Haff, Leiterin der Allgemeinen Projektförderung, unter 0345/2997-123 zur Verfügung.

Einsendeschluss: Der Einsendeschluss für die 34. Jurysitzung ist der 31. Juli 2018.

Termine der Jurysitzung

Über die in der Allgemeinen Förderung eingehenden Anträge entscheidet zweimal jährlich eine unabhängige Fachjury. Über Anträge, die bis zum 31. Juli 2018 eingegangen, entscheidet die Jury auf ihrer 34. Sitzung am 06. / 07. November 2018. Bitte beachten Sie, dass der Projektbeginn nicht vor dem Termin der Jurysitzung liegen darf.

Kontakt: Dr. Marie Cathleen Haff, Leiterin Allgemeine Projektförderung, Kulturstiftung des Bundes, Franckeplatz 2, 06110 Halle (Saale), Tel.: 0345 – 2997 123, E-Mail

Quelle: kulturstiftung-des-bundes.de

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Nach dem Brexit kommt das große Sparen https://www.tiefgang.net/nach-dem-brexit-kommt-das-grosse-sparen/ Fri, 02 Mar 2018 23:59:56 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3200 [...]]]> Mit dem Brexit wird ein Beitragszahler in der EU fehlen. Und es ist zu erwarten, dass nicht umgeschichtet, sondern eingespart wird. Und wo? Kultur. Geht ja immer. Noch kann gegengehalten werden …

Die Beauftrage der Bundesregierung für Medien und Kultur, Monika Grütters (CDU), ließ nun einen Aufruf versenden. Nicht zum Protest. Das wäre wohl nicht zunftgemäß. Aber man möge sich doch an einer Umfrage beteiligen. Ob das was bringt …?

In dem Aufruf heißt es:

„Das EU-Förderprogramm „Kreatives Europa“, in dem seit 2014 die Programme Kultur, MEDIA und MEDIA Mundus zusammengefasst und um das Instrument des Garantiefonds für die Kultur- und Kreativbranche ergänzt sind, läuft Ende 2020 aus. Die Europäische Kommission arbeitet derzeit am Entwurf für ein Folgeprogramm. Voraussetzung für eine Fortführung des Programmes ist, dass in den Verhandlungen zum mehrjährigen Finanzrahmen ab 2021 Mittel für „Kreatives Europa“ bereitgestellt wer- den.

Vor dem Hintergrund der mit dem Brexit zu erwartenden empfindlichen Einschnitte im EU-Haushalt werden auf europäischer Ebene sämtliche Förderprogramme auf den Prüfstand gestellt. Ziel der Europäischen Kommission ist es, sich zukünftig auf diejenigen Programme zu konzentrieren, die die vorrangigen politischen Herausforderungen effektiv und zukunftsgerichtet adressieren.

Die EU-Kommission führt dazu bis zum 8. März 2018 eine öffentliche Konsultation zur Zukunft der Förderinstrumente im Bereich Mobilität und Werte und damit auch zur Zukunft des Programms „Kreatives Europa“ ab 2021 durch. Die Umfrage richtet sich sowohl an Einzelpersonen, als auch an Unternehmen und Institutionen und ist unter folgendem Link abrufbar: ec.europa.eu/info

Mithilfe des im Link enthaltenen kurzen Fragebogens (15-20 Min.) soll die Bedeutung der Programme für spezifische politische Herausforderungen, ihre Effektivität und ihr europäischen Mehrwert bewertet werden. Es können außerdem Änderungs-vorschläge gemacht und eigene Stellungnahmen (max. 1 MB) hochgeladen werden.

Aus Sicht der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien ist das Programm „Kreatives Europa“ von großer Bedeutung für den Kultur- und Kreativsektor. Sein Schwerpunkt liegt in der Förderung der kulturellen Vielfalt und des kulturellen Erbes in Europa und der Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Kultur- und Kreativbranche. Es trägt aber auch zur Förderung einer europäischen Identi-tät und zur Bildung gemeinsamer Werte bei. Ebenso werden neben Mobilität und Kompetenzbildung auch Innovation und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit gefördert.

Wir rufen daher alle Akteure dazu auf, sich in möglichst großer Zahl an dieser wichtigen Umfrage zu beteiligen. Sie ist ein wesentlicher Baustein für die Überlegungen zur Zukunft des Programms „Kreatives Europa“. Bitte leiten Sie die Informationen über die Umfrage auch an andere geeignete Akteure weiter, um eine möglichst breite Teilnahme der Bereiche Kultur, Film und Kreativwirtschaft zu erreichen.

Berlin, den 22.02.2018“

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Film ab für Produzenten! https://www.tiefgang.net/film-ab-fuer-produzenten/ Fri, 23 Feb 2018 23:59:54 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3088 [...]]]> Während viele junge Filmemacher*innen auch in Hamburg sich von TV-Zwängen frei machen und für einen Appel und ein Ei skurille Web-Serien produzieren (müssen), wird im Establishment das Fernsehen hoch gehalten. Und gefördert.

In der Pressemitteilung der Hamburger Behörde für Kultur und Medieen heißt es jetzt:

„Der seit 2014 bestehende Hamburger Produzentenpreis würdigt die besonderen Leistungen von deutschen Produzentinnen und Produzenten und von Film- und Fernsehproduktionsfirmen. Der Preis mit einer Gesamtdotierung von bisher 50.000 Euro wird im Rahmen von Filmfest Hamburg bislang in den beiden Filmfest-Wettbewerbskategorien „Europäische Kino-Koproduktion“ und „Deutsche Fernsehproduktion“ vergeben. 2018 werden diese beiden Kategorien erstmals um die dritte Wettbewerbskategorie „Deutsche Kinoproduktion“ ergänzt. Finanziert wird das Preisgeld in Höhe von ebenfalls 25.000 Euro für die neue Kategorie von der Behörde für Kultur und Medien.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Der Film aus dem Norden war in den vergangenen Monaten außerordentlich erfolgreich. Im Rahmen des Hamburger Produzentenpreises wollen wir künftig mit einem eigenen, ebenfalls mit 25.000 Euro dotierten Einzelpreis auch die herausragende deutsche Kinoproduktion durch die Auszeichnung ihrer kreativen Produzenten stärken. Mit nun insgesamt 75.000 Euro setzt der Hamburger Produzentenpreis in künftig drei Kategorien ein Signal für die besonderen Leistungen deutscher Kino- und Fernsehproduzenten.“

Signal für den Filmstandort Hamburg

Maria Köpf, Geschäftsführerin der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein: „Das Filmfest Hamburg ist um ein Highlight reicher: Mit der neuen Sektion und dem mit 25.000 Euro dotierten Preis kommt die deutsche Filmszene wirklich nicht mehr an Hamburg vorbei. Die Auszeichnung für den besten Kinospielfilm rundet das Paket des Hamburger Produzentenpreises perfekt ab. Ausdrücklich danken möchte ich Senator Dr. Carsten Brosda und Albert Wiederspiel für ihr Engagement.“

Albert Wiederspiel, Leiter von FILMFEST HAMBURG: „Wir freuen uns über die Erweiterung des Hamburger Produzentenpreises um die Kategorie ‚Deutsche Kinoproduktion‘ und danken der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg sehr herzlich. Mit dem Preis wird der deutsche Kinofilm bei FILMFEST HAMBURG beflügelt und gestärkt sowie der Mut deutscher Kinoproduzenten gewürdigt. Der neue Preis ist zugleich ein wichtiges Signal für den Filmstandort Hamburg, der immer ein Ort für neues und inspirierendes Filmschaffen war und ist. Dabei arbeiten wir Hand in Hand mit der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein zusammen, mit der die Idee für eine noch zu benennende neue Sektion für deutsche Kinospielfilme bei FILMFEST HAMBURG geboren wurde.“

Der seit 2014 bestehende Hamburger Produzentenpreis in der Kategorie „Europäische Kino-Koproduktionen“ ist mit 25.000 Euro dotiert, die von der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg zur Verfügung gestellt werden. Der Preis wird an deutsche Koproduzenten vergeben. Der ebenfalls 2014 ins Leben gerufene Hamburger Produzentenpreis in der Kategorie „Deutsche Fernsehproduktionen“ wird in der TV-Sektion 16:9 vergeben und ist auch mit 25.000 Euro dotiert. Das Preisgeld wird von der Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten (VFF) gestiftet.“

Quelle: www.hamburg.de/bkm

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Dreht Filme, was das Zeug hält! https://www.tiefgang.net/dreht-filme-was-das-zeug-haelt/ Sat, 19 Aug 2017 06:59:06 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=1796 [...]]]> Filme glotzen können viele. Filme produzieren schon nicht mehr. Wer´s drauf hat, sollte jetzt die Chance nutzen …

Denn noch bis zum 1. Oktober 2017 können Schüler*innen, Studierende und junge Erwachsene bis 27 Jahre aus Hamburg und der Metropolregion ihre Kurzfilme für das 29. Hamburger Nachwuchs Filmfestival abgedreht einreichen.

In der Ausschreibung heißt es:
„Nach dem Motto »Filme gehören auf die Leinwand« sind aktuelle, in 2016/2017 entstandene Filme aller Genres erwünscht. Das Hamburger Nachwuchsfilmfestival abgedreht möchte die gesamte Bandbreite der in Hamburg und in der Metropolregion produzierten Filmprojekte zeigen. Das können Filme sein, die im Kunstunterricht in der Schule, in Jugendeinrichtungen oder in Hochschulen entstanden sind oder von freien Gruppen produziert wurden.

Das 29. Hamburger Nachwuchs Filmfestival abgedreht findet in diesem Jahr vom 14. bis 15. Dezember 2017 im Metropolis Kino statt. An zwei Tagen werden alle ausgewählten Filme vor Publikum und auf der großen Leinwand gezeigt und die Filmemacher*innen nach den Screenings vorgestellt.

Für Festivalleiter Lars Hertling ist die Vernetzung mit anderen Festivals und der Branche wichtig: „Viele erfahrene Festivalmacher*innen, Drehbuchautor*innen, Regisseur*innen und Produzent*innen unterstützen unser Festival und damit die Nachwuchsarbeit für den Film seit Jahren mit großer Leidenschaft. Sie stehen als Ansprechpartner*innen zur Verfügung und geben ihr Wissen gerne weiter.“

So haben bereits Filmemacher*innen wie Angelina Maccarone, Fatih Akin, Özgür Yildirim und Janek Rieke beim Filmfestival abgedreht ihre Erstlingswerke präsentieren können.

Das Hamburger Nachwuchsfilmfestival wird dabei vom jaf – Verein für medienpädagogische Praxis Hamburg e.V., vom Jugendinformationszentrum (JIZ) Hamburg und dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung veranstaltet. Weitere Unterstützer sind das Metropolis Kino, das Mediennetz Hamburg e.V. und das up-and-coming Internationales Film Festival Hannover.

 Produziert Filme, was das Zeug hält!

Bei abgedreht werden Kurzfilme aller Genres gezeigt, die von Hamburger*innen oder in Hamburg (inkl. Metropolregion) entstanden sind. Uns ist es wichtig, dass die Filmemacher*innen zum Zeitpunkt der Präsentation nicht älter als 27 Jahre waren und bei der Aufführung im Kino anwesend sind.

Bis zum 1. Oktober 2017 könnt ihr eure Filme schicken. Bitte nutzt das Anmeldeformular hier: Anmeldeformular 2017. Es kann ausgedruckt und handschriftlich ausgefüllt werden. Das Ausfüllen am PC (bessere Lesbarkeit) wird empfohlen, dann ausdrucken, unterschreiben und zusammen mit der Filmkopie an abgedreht schicken.
Habt ihr mehrere Filme, die ihr einsenden wollt, dann benutzt bitte für jeden Film ein eigenes Anmeldeformular. Die Filme können auch zum Download angeboten werden.

Teilnahmebedingungen
Kurzfilme aller Genres aus Hamburg und Umgebung bzw. von Hamburgern realisiert.
Die Filme sollten 2016/2017 entstanden sein und die Filmemacher waren zum Zeitpunkt der Dreharbeiten nicht älter als 27 Jahre.
Anwesenheit von mindestens einem Teammitglied bei der Vorführung im Metropolis Kino am 14. oder 15. Dezember 2017.

Technisches
Die Sichtungs- bzw. Vorführkopie sollte entweder auf Video-DVD sein oder als Datei (MOV oder MP4, Codec möglichst h.264) vorliegen, in bestmöglicher Qualität.
Oder ihr könnt eine oder mehrere Dateien auch per WeTransfer senden oder zum Download anbieten.

Was kann eingereicht werden?

Kurzfilme aller Genres, die 2016/2017 entstanden sind. Es gibt keine vorgegebenen Themen und keine Längenbeschränkung. Die Filme sind von Hamburgern gemacht bzw. in Hamburg entstanden (einschließlich Metropolregion).
Die Sichtungs- bzw. Vorführkopie sollte entweder auf Video-DVD sein oder als Datei (MOV oder MP4, Codec möglichst h.264) vorliegen, in bestmöglicher Qualität.
Oder ihr könnt eine oder mehrere Dateien auch per WeTransfer senden oder zum Download anbieten.

Wie läuft das ganze ab?

Die eingesandten Filme werden erfasst und vom Organisationsteam und Außenstehenden gesichtet und diskutiert. Im Laufe des Oktobers wird dann das Programm zusammen gestellt und die Filmemacher werden informiert, ob ihr Film laufen wird und wenn ja, wird ihnen vor allem mitgeteilt, wann genau ihr Film laufen wird.

So können sich die Filmemacher*innen und ihr Team den Termin rechtzeitig frei halten. Denn die Filme werden nicht nur einfach gezeigt, sondern anmoderiert und diskutiert. Das Publikum will und soll sehen, wer hinter einem Film steht und mehr erfahren und ihr bekommt euren verdienten Applaus. Das ganze Programm für die beiden Festivaltage wird dann auf dieser Seite erst online erscheinen und etwas später in gedruckter Form vorliegen.“

Downloads: Anmeldeformular 2017
Adresse:
abgedreht
c/o jaf – Verein für medienpädagogische Praxis Hamburg e.V., Wiesendamm 59, 22305 Hamburg
www.abgedreht-hamburg.de; info(at)abgedreht-hamburg.de

(Quelle: abgedreht-hamburg.de)

 

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