Gedenkstätte Bullenhuser Damm – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Fri, 18 Oct 2024 08:02:07 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.5 #seeforfree 2024 https://www.tiefgang.net/see-for-free-2024/ Fri, 18 Oct 2024 22:45:43 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11263 [...]]]> Am diesjährigen Tag der Reformation öffnen 47 Museen und Ausstellungsorte ihre Türen bei freiem Eintritt – das sind mehr Häuser als in den Jahren zuvor.

Für den Aktionstag haben die Museen, Ausstellungshäuser, Lern- und Gedenkorte wieder ein umfangreiches Programm mit Führungen in verschiedenen Sprachen, Veranstaltungen für Kinder und Familien oder Mitmachaktionen zusammengestellt, um am Tag der Reformation alle Hamburgerinnen und Hamburger einzuladen und ihnen ein besonders vielfältiges Angebot zu machen. Die Bürgerschaft hatte den freien Zugang zu den Museen am Tag der Reformation beschlossen, um eine Brücke zwischen Religionen und Weltanschauungen zu schlagen und allen Menschen ein spannendes Kulturerlebnis zu ermöglichen. Das Achilles-Stiftung Glasmuseum, das FC St. Pauli Museum, das Film- und Fernsehmuseum Hamburg, das WasserForum in Rothenburgsort sowie das Woods Art Institute sind zum ersten Mal dabei.

Alle Informationen zu den teilnehmenden Häusern und dem Begleitprogramm gibt es unter www.seeforfree.de. Eine individuelle Museumstour für den Tag der Reformation kann man sich unter www.seeforfree.de/meine-tour zusammenstellen.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „seeforfree 2024 wird mit freiem Eintritt in 47 Museen, Ausstellungshäusern und Gedenkstätten der bisher umfangreichste Aktionstag seit seiner Einführung werden: Fast doppelt so viele Häuser wie zum Beginn im Jahr 2018 können in diesem Jahr am 31. Oktober bei freiem Eintritt besucht werden. Das zeigt, wie erfolgreich sich die Idee von seeforfree entwickelt hat. Die Hamburger Museen und Ausstellungsorte bieten am Tag der Reformation besonders vielfältige Anlässe zum Entdecken, zum Austausch und zur Auseinandersetzung mit verschiedensten Themen. Ob auf der ‚Peking‘ zurück in die Vergangenheit reisen, mit Pippi Langstrumpf die Kolonialgeschichte verstehen oder queere Blickwinkel auf die Kunstgeschichte entdecken – seeforfree bietet Inspiration und neue Perspektiven bei freiem Eintritt für alle.“

Neben den ständigen Sammlungen der Museen können auch aktuelle Sonderausstellungen wie zum Beispiel „Flowers Forever“ im Bucerius Kunst Forum, „Isa Mona Lisa“ in der Kunsthalle, „Pippis Papa“ im MARKK oder „Deutschland um 1980“ im Altonaer Museum besucht werden.

Neu dabei sind diese Häuser:

  • das Achilles-Stiftung Glasmuseum, das in Barmbek seit 2022 zeitgenössische Glaskunst präsentiert,
  • das FC St. Pauli Museum im Millerntor-Stadion, das sich mit Dauer- und Sonderausstellungen ganz der Geschichte und Gegenwart des Hamburger Fußballvereins widmet,
  • das Film- und Fernsehmuseum Hamburg, in dem spannende Ausstellungsstücke zur Geschichte des Films und des Fernsehens in Hamburg und Umgebung ausgestellt werden,
  • das WasserForum, das im ehemaligen Pumpenhaus in Rothenburgsort aus dem Jahr 1848 Norddeutschlands größte Ausstellung zur heutigen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung zeigt, sowie
  • das Woods Art Institute, in dem Arbeiten aus der Sammlung Reinking zu entdecken sind, von klassischen Positionen der Gegenwartskunst bis hin zu Beiträgen der jüngsten Künstler- und Künstlerinnengeneration.

Einzigartig am Tag der Reformation ist das umfangreiche Sonderprogramm:

So bietet die Kunsthalle ein buntes Programm mit Führungen über queere Perspektiven in der Kunstgeschichte und mit verschiedenen Welcome-Führungen für Geflüchtete in verschiedenen Sprachen. In der KZ-Gedenkstätte Neuengamme gibt es eine Führung für Menschen mit Lernschwierigkeiten in einfacher Sprache und das WasserForum hat ein vielfältiges Programm für Kinder und Familien. Auch das Deutsche Hafenmuseum spricht insbesondere Familien mit einem Programm unter dem Motto „Genuss im Hafen“ an. Im Museum der Arbeit gibt es viele Vorführungen, Mitmachaktionen und Führungen durch die Sonderausstellung „Dein Paket ist da. Shoppen auf Bestellung“, das Universitätsmuseum bietet Formate wie „Fakt oder Fiktion?“, „Campus Schnipseljagd“ und „Beats, Rhymes & History“. Im Woods Art Institute gibt es Führungen, kreative Mitmachformate und Blicke hinter die Kulissen.

Neben Führungen auf Deutsch werden Führungen auf Englisch, Spanisch, Arabisch, Farsi, Ukrainisch, Russisch, Plattdeutsch und in Deutscher Gebärdensprache angeboten.

Seit dem Bürgerschaftsbeschluss aus dem Jahre 2018 bieten die staatlichen Museen in Hamburg am Tag der Reformation grundsätzlich kostenfreien Eintritt an. Der Feiertag soll somit dazu dienen, gesellschaftlichen Debatten nachzuspüren und in den gemeinsamen Austausch zu treten. In den letzten Jahren haben sich immer mehr private Museen der Initiative angeschlossen.

Der Museumsdienst Hamburg koordiniert im Auftrag der Behörde für Kultur und Medien diesen Aktionstag.

Folgende Museen bieten am Tag der Reformation freien Eintritt:

  • Altonaer Museum
  • Archäologisches Museum Hamburg und Stadtmuseum Harburg
  • Bargheer Museum
  • Bergedorf Museum
  • Bucerius Kunst Forum
  • Computer-Museum der Universität Hamburg
  • Deichtorhallen Hamburg
  • denk.mal Hannoverscher Bahnhof
  • Deutsches Hafenmuseum (im Aufbau) – Standort Schuppen 50A
  • Deutsches Zollmuseum
  • Deutsches Zusatzstoffmuseum
  • FC St. Pauli Museum
  • Film- und Fernsehmuseum Hamburg
  • Freilichtmuseum Rieck Haus
  • Gedenkstätte Bullenhuser Damm
  • Gedenkstätte Fuhlsbüttel
  • Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel
  • Gefängnismuseum Hamburg
  • Geschichtsort Stadthaus
  • Gipsabgusssammlung der Universität Hamburg
  • Hamburger Genossenschafts-Museum
  • Hamburger Kunsthalle
  • Hamburger Schulmuseum
  • Helmut-Schmidt-Forum
  • HSV-Museum
  • Informationszentrum Energieberg Georgswerder
  • Jenisch Haus
  • KomponistenQuartier Hamburg
  • Kunsthaus Hamburg
  • Kunstverein Harburger Bahnhof
  • Kunstverein in Hamburg
  • KZ-Gedenkstätte Neuengamme
  • Medizinhistorisches Museum Hamburg
  • MONTBLANC HAUS
  • Museum am Rothenbaum. Kulturen und Künste der Welt (MARKK)
  • Museum der Arbeit
  • Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
  • Museum Mahnmal St. Nikolai
  • Retro Spiele Club
  • Sammlung Falckenberg
  • Stiftung Hamburg Maritim
  • Universitätsmuseum Hamburg
  • vor—gänge. museum für alternative stadt
  • WasserForum
  • Woods Art Institute
  • Zaubermuseum Bellachini

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Die Kinder vom Bullenhuser Damm https://www.tiefgang.net/die-kinder-vom-bullenhuser-damm/ Sun, 19 Apr 2020 22:38:11 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6773 [...]]]> Auch in Zeiten der Pandemie darf das erinnern nicht zu kurz kommen. Heute für die Kinder vom Bullenhusener Damm.

Die für den 20. April 2020 geplante Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag der Ermordung der Kinder vom Bullenhuser Damm musste auf Grund der Covid-19-Epidemie abgesagt werden. Der Senat, die Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte sowie die Vereinigung Kinder vom Bullenhuser Damm werden dennoch dafür Sorge tragen, dass an diesen bedeutsamen Tag erinnert wird.

Am 28. November 1944 traf im Konzentrationslager Neuengamme ein Transport mit 20 jüdischen Kindern aus dem Konzentrationslager Auschwitz ein. Die zehn Mädchen und zehn Jungen waren zwischen fünf und zwölf Jahre alt und kamen aus Polen, den Niederlanden, Frankreich, Italien und der Slowakei. Der Arzt Dr. Kurt Heißmeyer führte an diesen gesunden Kindern medizinische Experimente mit Tuberkulose-Erregern durch. Als die britischen Truppen Hamburg näher rückten, brachten SS-Männer die inzwischen schwerkranken Kinder am 20. April 1945 in das bis wenige Tage zuvor als KZ-Außenlager genutzte Schulgebäude am Bullenhuser Damm in Hamburg-Rothenburgsort. Die Männer töteten die Kinder, um die pseudomedizinischen Versuche zu vertuschen. Außerdem erhängte die SS in dieser Nacht zwei zur Betreuung der Kinder eingesetzte niederländische Häftlingspfleger und zwei französische Häftlingsärzte, die als Widerstandskämpfer im KZ Neuengamme inhaftiert waren. In derselben Nacht wurden im Schulgebäude auch mindestens 24 sowjetische Häftlinge ermordet, deren Identität bis heute unbekannt ist.

Die „Gedenkstätte Bullenhuser Damm“ mit dem Rosengarten zur Erinnerung an die Kinder vom Bullenhuser Damm ist heute nicht nur für Hamburg ein wichtiger Erinnerungsort. Über die Geschichte der Kinder vom Bullenhuser Damm wird weltweit in Holocaust-Museen, mit Filmen, Theaterstücken und in zahlreichen Schulprojekten berichtet. In vielen Ländern sind Schulen, Kindergärten, Parks und Straßen nach den Kindern benannt.

Jedes Jahr reisen Angehörige der Ermordeten aus der ganzen Welt an, um am 20. April der Kinder zu gedenken. Auch in diesem Jahr hat die Vereinigung Kinder vom Bullenhuser Damm e.V. die Angehörigen eingeladen, die jedoch auf Grund der Covid-19-Epidemie nicht nach Hamburg kommen können. Mit einem stillen Gedenken und dem Niederlegen von Blumen durch die Vereinigung Kinder vom Bullenhuser Damm e.V.  wird an diesem Tag dennoch an die Kinder erinnert werden. Senatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt und Senator Dr. Carsten Brosda legen einen Kranz nieder. Die Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte wird über Social Media an diesem Tag berichten.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien sowie Vorstand Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte: „Auch in diesen außergewöhnlichen Zeiten ist es wichtig, dass das Gedenken anlässlich des 75. Jahrestags der Ermordung der Kinder vom Bullenhuser Damm stattfindet und die Kinder und ihr Schicksal unvergessen bleiben. Die Absage der offiziellen Gedenkveranstaltung darf nicht gleichbedeutend sein mit einem Ausbleiben des gemeinsamen Erinnerns an dieses abscheuliche Verbrechen der Nationalsozialisten. Ich bedaure sehr, dass Angehörige aus aller Welt in diesem Jahr nicht zu dem so wichtigen Ort der Erinnerung reisen können. Doch zusammen mit ihnen gedenken wir der Opfer und erneuern das gemeinsame Versprechen, immer wieder für eine freie und offene Gesellschaft einzutreten.“

Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Kinder zu beschützen, ist zu allen Zeiten eine der wichtigsten Aufgaben in einer Gesellschaft, denn Kinder sind unsere Zukunft. Die grausamen Experimente und die Ermordung von zwanzig wehrlosen Kindern ist daher ein besonders schändliches Verbrechen. Die feigen Mörder wollten am 20. April 1945 dafür sorgen, dass ihre Taten unentdeckt bleiben. Dies ist ihnen nicht gelungen und wird ihnen auch niemals gelingen. Zusammen mit den Angehörigen der Opfer sowie der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte gedenkt der Senat daher auch in diesem Jahr der Kinder, ihrer vier Begleiter und der unbekannten sowjetischen Häftlinge, die an diesem Ort ermordet wurden. Ihr Tod mahnt uns heute und zukünftig wachsam zu sein. Jeder Form von Rassismus, Antisemitismus und Menschenhass werden wir uns in Hamburg entschieden entgegenstellen. Das schulden wir auch den Opfern vom Bullenhuser Damm.“

Prof. Detlef Garbe, Vorstand Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte: „Das Zeichen des Gedenkens zum 75. Jahrestag des Kindermords ist ein wichtiges Bekenntnis zur bleibenden historischen Verantwortung. Die Menschen müssen wissen, was am Bullenhuser Damm am 20. April 1945 geschehen ist, wozu Menschen aus ideologischer Verblendung und Rassenwahn fähig waren. Die medizinischen Verbrechen gewissenloser Ärzte und die Mordtaten der SS erzeugen Betroffenheit, die Versäumnisse der juristischen Aufarbeitung und die langjährige Gleichgültigkeit rufen Wut hervor, doch das heute existierende Netzwerk der Erinnerung stimmt auch hoffnungsvoll. Betroffenheit, Wut, Hoffnung – mögen alle drei Empfindungen dazu bewegen, nicht zu schweigen, wo immer rassistische und antisemitische Vorstellungen geäußert werden.“

Quelle: www.hamburg.de/bkm

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Kunst, Kuchen und Astrid Klein https://www.tiefgang.net/kunst-kuchen-und-astrid-klein/ Fri, 20 Apr 2018 22:13:44 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3513 [...]]]> Am heutigen Samstag können sich neugierige Nachtschwärmer bei der 18. Langen Nacht der Museen wieder auf Entdeckertour durch Hamburgs Häuser begeben. Und allein der Süden hat es in sich …

Am heutigen Samstag, 21. April 2018, ab 18h und unter dem Motto FORSCH DICH DURCH DIE NACHT! öffnen Hamburgweit 59 teilnehmenden Museen von 18 bis 2 Uhr ihre Türen. Aus 870 Mitmachaktionen, Kuratoren-Führungen, Vorträgen, Konzerten, Filmen und Theaterdarbietungen kann man sich seine eigene Forschungsreise zusammenstellen.

Im Altonaer Museum begeben sich Besucher auf die Spur von Giftmischerinnen oder lauschen dem Sprecher der Drei-Fragezeichen, Jens Wawrczeck. Das Hafenmuseum erreichen Forscher mit Fernweh via Elbbarkasse und erleben dort eine riesige „Reeperbahn“, an der für die Peking getakelt wird. Ob uns durch Meteoriten Gefahr aus dem All droht, klärt man im Mineralogischen Museum. Das Museum für Völkerkunde spiegelt selbstkritisch und unterhaltsam die Forschungspraxis in Westafrika-Expeditionen von 1955. Das FC St. Pauli Museum ist 2018 zum ersten Mal dabei: Zum 18. Geburtstag der Langen Nacht der Museen liest Ex-Stadionsprecher Rainer Wulff eigene Satiren über Perlen des Alltags. Ein besonderes Angebot für Familien ist die „Lange Nacht für Kurze“ im KL!CK Kindermuseum: Hier übernachten Kinder – nach Anmeldung unter 040/41 09 97 77 – in Themen-Zelten ohne Eltern.

11 Shuttlebuslinien fahren zur Museumsnacht alle 59 teilnehmenden Museen in ganz Hamburg an. Auch Alsterdampfer, Elbbarkassen, die Historische S-Bahn und StadtRAD-Leihräder können kostenfrei genutzt werden. Erstmalig gelten die Lange-Nacht-Tickets die ganze Nacht für alle HVV-Linien, von U- und S-Bahn über alle Busse bis zu den HADAG-Fähren. Tickets kosten EUR 17,-/12,-.

Vera Neukirchen, Leiterin Museumsdienst Hamburg: „Das Forschen ist eine der Kernaufgaben von Museen und bleibt den Besuchern normalerweise verborgen. Was die Museumsmitarbeiter im restlichen Jahr erforschen, ist in dieser Nacht sicht-, hör- und fühlbar und strahlt weit über Hamburg hinaus – für Norddeutsche ebenso wie internationale Gäste dank unseres breiten mehrsprachigen Angebots.“

Jennifer Wieckhorst, British American Tobacco in Deutschland: „Mit der Unterstützung der Langen Nacht der Museen möchten wir bleibende Akzente im kulturellen Angebot der Hansestadt setzen. 2018 nehmen wir unsere 13-jährige Partnerschaft mit der Museumsnacht zudem zum Anlass, um 130 Eintrittskarten in einer Verlosungsaktion der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.“

British American Tobacco Germany ist der Hauptsponsor der 18. Langen Nacht der Museen – und das bereits zum 13. Mal.

Speziell für den Süden der Stadt werden zwei Buslinien als Shuttles eingesetzt: die Linien 306 und 307. Die Linie 306 führt von den Deichtorhallen über die Gedenkstätte Bullenhuser Damm zum Deutschen Zusatzstoffmuseum, dann zur Ballinstadt, den Energieberg Georgswerder, zum Wälderhaus in Wilhelmsburg und letztlich zum Museum Elbinsel Wilhelmsburg.

In der Gedenkstätte Bullenhuser Damm erfährt man einiges über die bekannt gewordenen „Kinder vom Bullenhuser Damm“ aber auch die aktuelle Arbeit gegen Rechtsextremismus.

Im Deutschen Zusatzstoffemuseum geht es um Lebensmittel und auch die Frage ob Labor und Essen zwei verschiedenen Welten sind.

In der Ballinstadt kann man auf einem Rundgang einen Überblick über das Museumsgelände und seine Historie bekommen, aber auch viel über die Person Albert Ballin erfahren.

Auf dem Energieberg Georgswerder kann man sowohl über die leidvolle Dioxin-Geschichte des Bergs als Müllhalde erfahren aber auch über derzeitige Ansätze der Müllwirtschaft und den Anforderungen an den Klimaschutz erfahren.

Im Wälderhaus bekommt man Eindrücke von Wald und Vögeln. Aber auch naturverbundene Märchen wie auch ein Poetry-Slam sind zu erleben.

Energieberg Georgswerder bei Nacht

Das Museum Elbinsel Wilhelmsburg hat besondere Vielfalt im Angebot. Ob es um die Traditionsküche rund um den Kohl geht, die plattdeutsche Sprache, das Museum selbst oder 500 Jahre Reformation und was dies mit Wilhelmsburg zu tun hat – das Café Eléonore lädt auch zu einer schönen Kaffeepause samt Kuchen ein.

Die Linie 307 kommt von den Deichtorhallen zum Nachhaltigkeitspavillon in der Hafencity, dem Internationalen Maritimen Museum und dem Info-Pavillon am Denkmal Hannoverscher Bahnhof. Dann geht es zum Hafenmuseum Hamburg und dort auch dem Stückgutfrachter MS Bleichen. Dann geht es nach Harburg zum Kunstverein Harburger Bahnhof, dann der Sammlung Falckenberg in den Phoenix-Fabrikhallen, von dort weiter zum Archäologischen Museum Harburg  und letztlich in den Harburger Hafen zum „electrum“.

Im Info-Pavillon am Denkmal Hannoverscher Bahnhof in der Hafencity geht es sowohl um die Geschichte des Ortes während des Nationalsozialismus als auch Deportationslisten von dort. Aber auch aktuelle Fragen zur Gedenkarbeit werden thematisiert.

Im Hafenmuseum geht es natürlich viel um die traditionellen Arbeiten im Hafen aber es gibt auch Tauchgänge mit dem Kupferhelm und andere spannende Ideen.

Auf der benachbarten MS Bleichen ist nicht nur das Schiff und seien Geschichte erfahrbar sondern es wird vor allem Musikalisch: konzertante Gitarrenmusik wird zu hören sein.

Im Kunstverein Harburger Bahnhof ist die aktuelle Ausstellung „Stockholm Syndrom“ zu erkunden und Fachkundige laden auch zum Drink und Diskurs.

„electrum“ – Museum der Elektrizität in Harburg

In der Sammlung Falckenberg kann man die derzeitige Ausstellung von Künstlerin Astrid Klein sehen aber sich auch erklären lassen. Aber auch Historisches zu den Phoenixhallen als einstige Werkbank Harburgs kommt zur Geltung.

Das Archäologische Museum in Harburg wartet gerade mit der frisch eröffneten Sonderausstellung zu 2 Millionen Jahren Migration auf, birgt aber Wissenswertes zur norddeutsche Ur-Geschichte und bietet Anschauliches zu Perlenketten sächsischer Frauen von anno dazumal.

Das „electrum“ wiederum ist ein spannender Ort für Elektro-Techno-Freaks: das Museum zur Elektrizität bietet Rückblicke in Drehscheibentelefone, analoge Grammophone – und das zuweilen auf Platt.

Fazit: ein mehr als reichhaltiges Angebot, das einem die Nacht versüßt – egal wonach einem gerade ist.

Auf der Website ist es auch möglich, sich durch die Fülle der Museen durchzuklicken und interessante Themen jeweils in den „Tageskalender“ zu übertragen. So entsteht nach und nach ein ganz persönliches „Fahrtenbuch“ zur Nacht. Ob man es zeitlich und konditionell schafft, kann leider nicht digital angezeigt werden. Aber ein Versuch ist es sicher wert.

Mehr Informationen: www.langenachtdermuseen-hamburg.de

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