Geschäftsführer der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Thu, 14 May 2020 07:33:09 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.5 Die Orte der Filmkunst https://www.tiefgang.net/die-orte-der-filmkunst/ Fri, 15 May 2020 22:25:51 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6903 [...]]]> Dass ein Kino doch etwas anderes ist als das heimische Sofa ist uns dieser Tage besonders bewusst. Um die Spielstätten zu Ehren wurden auch dieses Jahr Preise vergeben. Digital versteht sich.

In der Mitteilung der Behörde für Kultur und Medien heißt es:

„Am Dienstagabend hat Jana Schiedek, Staatsrätin für Kultur und Medien, die Hamburger Kinopreise verliehen. In einer digitalen „Home Edition” wurden 15 Programm- und Stadtteil-Kinos für ihr Programmjahr 2019 ausgezeichnet. Sonderpreise gab es erstmals für die Initiativen „A Wall is a Screen”, „Flexibles Flimmern” und das Schanzenkino 73.

Traditionell trifft sich die Hamburger Filmbranche im Spätsommer zur Verleihung der Hamburger Kinopreise. Dieses Jahr ist einiges anders: Um den Hamburger Programm- und Stadtteilkinos in der Corona-Krise stärker und schneller unter die Arme zu greifen, wurden die mit rund 100.000 Euro dotierten Kinopreise bereits am Dienstagabend per Videochat verliehen. Bei der digitalen “Home Edition” kamen etwa 40 Kinobesitzer*innen und Filmschaffende aus dem Norden zusammen, unter ihnen Regisseur und Jurymitglied Lars Jessen sowie Filmfest Hamburg-Leiter Albert Wiederspiel.

Die vorgezogene Verleihung der Kinopreise ist Teil des Rettungspakets der Stadt Hamburg. Anfang April hatte der Senat bereits die „Kino Hilfe Hamburg“ in Höhe von 550.000 Euro ins Leben gerufen, um die Auswirkungen der Corona-bedingten Kino-Schließungen abzufedern.

Jana Schiedek, Staatsrätin der Behörde für Kultur und Medien: „Auch wenn wir uns leider derzeit nur digital treffen können, ist die diesjährige Kinopreisverleihung eine gute Gelegenheit, den wunderbaren Programmkinos der Stadt gerade jetzt für ihr Engagement zu danken. Neben der ‚Kino Hilfe Hamburg‘, leistet die vorgezogene Verleihung der Kinopreise auch einen Beitrag, um den Kinos durch diese schwierige Zeit zu helfen. Die diesjährigen Preisträger zeigen, wie innovativ und kreativ die Branche ist. Eigenschaften, die wir gerade in den kommenden Wochen brauchen werden, wenn es verstärkt darum geht, die Kinos auch dabei zu unterstützen, unter den neuen Bedingungen Filmkunst wieder zeigen zu können. Dabei stehen wir weiter an der Seite der Kinos.“

Helge Albers, Geschäftsführer der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein: „Mit der vorgezogenen Preisverleihung wollen wir den Kinos für ihre Arbeit danken und sie in der aktuellen Krise weiter unterstützen – so wie es viele Hamburger Kinofans mit Gutscheinkäufen oder Crowdfunding-Spenden bereits tun. Diese großartige Welle der Solidarität zeigt: Das Kino lebt! Ich freue mich mehr denn je auf ein baldiges Wiedersehen in den Hamburger Kinobetrieben.“

Neben den 15 prämierten Kinos wurden in diesem Jahr zum ersten Mal drei innovative und unkonventionelle Kinoinitiativen ausgezeichnet. Zu den Preisträgern zählen die Filmnächte „A Wall Is A Screen“, das mobile Kino „Flexibles Flimmern“ und das Schanzenkino 73, das mit seinem bilingualen Kopfhörer-Konzept im Kinosaal und als Open Air gleich in zwei Kategorien gewann.

Übersicht der Preisträger*innen:

  • Abaton, Rotherbaum: 13.000 Euro
  • 3001 Kino, Sternschanze: 13.000 Euro
  • Zeise Kinos, Ottensen: 10.000 Euro
  • Magazin Filmkunsttheater, Winterhude: 8.000 Euro
  • Studio-Kino, Altona-Altstadt: 8.000 Euro
  • Koralle, Volksdorf: 8.000 Euro
  • Savoy Filmtheater, St. Georg: 7.500 Euro
  • Alabama, Winterhude: 7.000 Euro
  • B-Movie, St. Pauli: 7.000 Euro
  • Passage Kino, Altstadt: 4.000 Euro
  • Lichtmeß-Kino, Ottensen: 4.000 Euro
  • Elbe Filmtheater, Osdorf: 3.000 Euro
  • Blankeneser Kino, Blankenese: 3.000 Euro
  • Filmraum, Eimsbüttel: 3.000 Euro
  • Schanzenkino 73, Sternschanze: 1.500 Euro

Übersicht der Sonderpreisträger*innen

  • Flexibles Flimmern: 3.000 Euro
  • A Wall Is A Screen: 3.000 Euro
  • Schanzenkino 73: 2.000 Euro

Über die Kinopreis-Jury:

Der Filmproduzent und Regisseur Lars Jessen („Wildes Herz“, „Fraktus“, „Dorfpunks“), die Kinobetreiberin Verena von Stackelberg (Wolf Kino, Berlin) und die Hamburger Filmjournalistin Britta Schmeis haben in diesem Jahr über die Vergabe der Hamburger Kinopreise entschieden. Die drei Branchenexpert*innen bilden die aktuelle Kinopreis-Jury.

Über die Hamburger Kinopreise:

Die Hamburger Kinopreise werden seit 1993 für qualitativ herausragende Filmprogramme oder andere Maßnahmen, die die Kinokultur fördern, an Hamburger Kinos und Abspielstätten vergeben. Initiator sind die Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg und die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein.“

Quelle: www.hamburg.de/bkm

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„Herzkammern der Filmkunst“ https://www.tiefgang.net/herzkammern-der-filmkunst/ Fri, 28 Feb 2020 23:15:26 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6390 [...]]]> Hamburg stellt für das laufende Haushaltsjahr kurzfristig 200.000 Euro zusätzlich für die Kinoförderung zur Verfügung.

Die Stadt legt damit den Grundstein für ein Hamburger Kinoinvestitionsprogramm und beteiligt sich auf diesem Weg mit einer Kofinanzierung am Zukunftsprogramm Kino des Bundes, das im ersten Quartal 2020 aufgelegt werden soll und mit dem auf vielfältige Weise in die Zukunft der Kinos investiert werden soll.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Kinos sind die Herzkammer der Filmkunst und auch wichtige Kulturorte in den Stadtteilen. Mit der Beteiligung am Zukunftsprogramm Kino wollen wir die Kinokultur in dieser Stadt und den Film auf der großen Leinwand stärken und eine langfristige Perspektive geben. Die engagierte Programmarbeit vieler Hamburger Kinobetreiberinnen und -betreiber würdigen wir bereits seit vielen Jahren mit dem Hamburger Kinopreis. Mit den zusätzlichen Mitteln wollen wir den Kinos ermöglichen, mit den Entwicklungen der Zeit zu gehen und in die Zukunftsfähigkeit ihrer Häuser zu investieren.“

Helge Albers, Geschäftsführer der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein: „Keine Kulturstadt ohne Kinos. Hamburg hat eine lebendige und vielfältige Kinolandschaft, deren Erhalt und Entwicklung uns am Herzen liegt. Wir freuen uns daher sehr über die Unterstützung durch die Stadt. Das ist ein starkes Signal für die Zukunft der Kinostadt Hamburg.“

Mit der Zusage der Stadt, ein Kinoinvestitionsprogramm aufzulegen, wird den Kinos in Hamburg die Möglichkeit gegeben, sich auch an dem Zukunftsprogramm des Bundes zu beteiligen. Weitere Details zu Kriterien und Vergabe werden zum Start des Zukunftsprogramms des Bundes von der Filmförderung Hamburg Schleswig Holstein veröffentlicht.

Quelle: Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein GmbH

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Warner Bros.´ Herz fürs Lokale https://www.tiefgang.net/warner-bros-herz-fuers-lokale/ Fri, 07 Feb 2020 23:51:43 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6283 [...]]]> Warner Brothers sieht es als solidarische Grundidee und Talentförderung. Vermutlich ist es aber auch ein guter Zugriff auf Stars von Morgen: die Filmförderung im Norden.

In der Mitteilung des Filmförderung Hamburg-Schleswig-Holstein heißt es:  

„Rückenwind für den Filmnorden: Die in Hamburg ansässige Warner Bros. Entertainment GmbH beteiligt sich erstmals an einer Länderförderung in Deutschland und wird den Förderetat der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (FFHSH) künftig um eine Million Euro pro Jahr aufstocken. Um die Talententwicklung zu stärken werden mindestens 25 Prozent der Summe an Nachwuchsprojekte vergeben. Eine entsprechende Vereinbarung haben Warner und FFHSH heute unterzeichnet. Die Fördermittel werden ab April 2020 von einem neuen FFHSH-Gremium vergeben.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien und Vorsitzender des Aufsichtsrates der FFHSH: „Der Film im Norden hat in den letzten Jahren mit zahlreichen Produktionen auch international für Aufsehen gesorgt. Mit Warner hat die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein einen starken Partner gewonnen, mit dem der Filmstandort noch weiter ausgebaut werden kann. Diese Zusammenarbeit zeigt, was möglich ist, wenn man innovative Wege geht. Das ist beispielhaft. Dank der Unterstützung von Warner können wir neue Filmfördersysteme erproben und die Talententwicklung am Standort weiter ausbauen. Eine Zusammenarbeit, die das Genre Film und die Filmwirtschaft gleichermaßen stärkt und den Weg für qualitätsvolle Kinoproduktionen made im Norden ebnet.“

Helge Albers, Geschäftsführer der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein: „Wir freuen uns sehr, dass mit Warner Bros. ein großer Major am Standort gezielt die Filmbranche vor der eigenen Haustür unterstützt. Die Mittel aus diesem Fördertopf werden in Projekte mit starkem regionalem Fokus fließen und ein Viertel des Geldes ist für Nachwuchsprojekte reserviert. Der Treuhandfonds ist ein neues, innovatives Förderinstrument, mit dem wir ab 2020 noch mehr Projekte in unserer Region unterstützen können und dessen solidarischen Grundgedanken ich sehr schätze. Ich danke ausdrücklich meiner Vorgängerin Maria Köpf für den Impuls zu dieser Initiative.“

Willi Geike, President & Managing Director Warner Bros. Entertainment GmbH: „Warner Bros. engagiert sich seit 1995 für den deutschen Film durch Investments als Koproduzent und Verleiher. Besonders wichtig ist uns die Förderung junger Nachwuchstalente wie unsere Zusammenarbeit bei ‚First Steps‘ und ‚Into The Wild‘ zeigt. Mit unserer neuen Initiative bei der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (FFHSH) wollen wir insbesondere junge Drehbuchtalente und Filmemacher aus der Region unterstützen, die Herstellung innovativer Kinofilme ermöglichen und den Standort stärken.“

Mehr zur Kooperation

Die Warner Bros. Entertainment GmbH wird der FFHSH die Summe von einer Million Euro pro Jahr zur treuhänderischen Verwaltung zur Verfügung stellen. Die Vereinbarung hat zunächst eine Laufzeit von drei Jahren. Gefördert werden Drehbuchentwicklungen und Produktionen für Kinofilme aus bzw. in Hamburg und Schleswig-Holstein. Die Projekte müssen dabei eine besondere inhaltliche, künstlerische und/oder kulturwirtschaftliche Bedeutung vorweisen. Mindestens 25 Prozent der Summe werden an Nachwuchsprojekte vergeben, um die Talententwicklung am Standort zu stärken.

Der Betrag wird dieses Jahr auf drei Gremiumssitzungen aufgeteilt und ab April vergeben, im Jahr 2021 wird es vier Gremiumssitzungen geben.

Das Gremium setzt sich aus drei Personen zusammen, von denen zwei von der FFHSH benannt werden. Die dritte Person wird von Warner Bros. gestellt, darf allerdings in keinem direkten Abhängigkeitsverhältnis zur Firma stehen. FFHSH-Chef Helge Albers wird eine beratende Funktion haben.“

 Quelle: www.ffhsh.de

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