Geschichtswerkstätten https://www.tiefgang.net Sat, 31 Oct 2020 11:15:36 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.2 Auf den Hund gekommen https://www.tiefgang.net/auf-den-hund-gekommen/ Fri, 22 Dec 2017 23:41:39 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=2806 [...]]]> Kultur in der Stadt und vor allem den Bezirken ist doch selbstverständlich? Dem war nicht immer so. Teil 5: Die Nuller Jahre

Der Dachverband STADTKULTUR HAMBURG feiert gerade sein 40jähriges Bestehen und weiß so manches über die Stadt und ihre Kultur zu erzählen. Und wir geben es Euch – mit freundlicher Genehmigung des Dachverbandes – zur Lektüre.

STADTKULTUR Geschichte(n): Die Nuller-Jahre

Zur Aktion „Frischer Wind aus wechselnden Richtungen“ anlässlich der Bürgerschaftswahl erblickt ein kleiner Dackel 2000 das Licht der Welt auf satt-roten Plakaten. 2001 wird die AG Stadtteilkultur wird zum Landesverband Soziokultur.

Der „Held“ der „Soziokultur: Wow!“-Kampagne

Die „Soziokultur: Wow!“-Kampagne startet 2002: Im Mittelpunkt der Kampagne steht optisch ein kleiner blauer Dackel. Die Kampagne ist umstritten: Witzig finden sie die Einen – inhaltsleer die Anderen. Die Kampagne bleibt aber im Verbandsgedächtnis.

Die Kulturbehörde unter Führung von Dana Horáková kürzt 2003 die Förderung der Geschichtswerkstätten für das Jahr 2004 von 539.000 Euro auf null Euro. Nach öffentlichen Protesten, Widerstand der FDP im Senat und einem Machtwort von Bürgermeister Ole von Beust bekommen die Geschichtswerkstätten im Jahr 2004 doch eine Weiterförderung in Höhe von etwa 75 Prozent (400.000 Euro).

Die Geschichtswerkstätten feiern ihr Weiterbestehen im nächsten Jahr mit dem Rundgang-Programm „Kiek mol“.

2005 präsentieren zehn prominente Künstler*innen „ihr“ Stadtteilkulturzentrum im Hamburger Abendblatt im Rahmen einer neuen Kampagne des Dachverbandes.

Schon 2006 wird der Landesverband Soziokultur wird zu STADTKULTUR HAMBURG. Die Webseite www.kultur-hamburg.de geht online. Der Verband wird auch als Agentur im Bereich Kulturmanagement tätig, akquiriert Aufträge und entwickelt einen neuen Briefkopf: „STADTKULTUR HAMBURG service | impulse | management“.

Aus der Verbandszeitschrift querlight wird das stadtkultur magazin, das Anfang Juli  2007 zum ersten Mal erscheint. Thema der ersten Ausgabe ist „Urbane Kultur“.

Im Verband gibt es 2008 eine große Strukturdebatte zum Thema Agenturtätigkeit vs. Verbandstätigkeit. Soll der Verband Dienstleistungen im Bereich Kulturmanagement anbieten, um Geld zu verdienen? Oder soll der Verband sich auf seine Verbandstätigkeiten konzentrieren?

Die Jahreskonferenz 2009 widmet sich dem Thema „STADTKULTUR 2020“. Der Verband ist in diesem Jahr – als Konsequenz aus der Strukturdebatte – auch damit beschäftigt, seinen Agenturbereich in eine eigenständige Trägerschaft zu überführen.

STADTKULTUR Geschichte(n)

Im Dezember vor 40 Jahren wurde der Dachverband für Lokale Kultur und Kulturellen Bildung unter dem Namen „Arbeitsgemeinschaft Stadtteilkultur“ gegründet. Wir werfen deshalb den Blick zurück in die Verbandsgeschichte: Wir haben Unterhaltsames und Informatives aus alten Aktenordner, verfärbten Zeitungsartikeln, angestaubten Diakästen und mäßig kompatiblen Datenträgern zusammengetragen und präsentieren die Ergebnisse wöchentlich auf unserer Webseite – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Quelle: www.stadtkultur-hh.de

]]>
Arbeits- oder Frei-Zeit? https://www.tiefgang.net/arbeits-oder-frei-zeit/ Fri, 08 Dec 2017 23:33:25 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=2657 [...]]]> Kultur in der Stadt und vor allem den Bezirken ist doch selbstverständlich? Dem war nicht immer so. Teil 3: Was ist eigentlich Soziokultur?

Der Dachverband STADTKULTUR HAMBURG feiert gerade sein 40jähriges Bestehen und weiß so manches über die Stadt und ihre Kultur zu erzählen. Und wir geben es Euch – mit freundlicher Genehmigung des Dachverbandes – zur Lektüre.

STADTKULTUR Geschichte(n): Die 80er Jahre

Anfang der 80er Jahre überlegen die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Stadtteilkultur, wie sie die Stadtteilkultur den Bürger*innen näher bringen können. Der Vorstand der AG findet, Freizeit sei Voraussetzung und Grundlage aller stadtteilkultureller Aktivitäten. Die Mitglieder sehen das zu einem großen Teil anders: Kulturelle Stadtteilarbeit sei mehr als nur ein Ausfüllen freier Zeit. Viel mehr ginge es um die Kultivierung des Miteinanderlebens und – in ferner Zukunft – darum, dass sich die Arbeit so verändert, dass es das Gegensatzpaar „Arbeitszeit – Freizeit“ nicht mehr braucht.

Das „Stadtteilkultur-Dschungelbuch“ von Dagmar Fohl

Es geht „ums Geld“ in der AG Stadtteilkultur, unter anderem um die Frage: Staatsknete – ja oder nein? Darf man Geld vom Staat nehmen? Soll man es sogar? Oder ist der Staat als Geldgeber schlecht, falsch oder unmöglich?

Die Mitarbeiter*innen in den Stadtteilkulturzentren möchten, dass die Stadtteilkultur von Politik, Öffentlichkeit und Verwaltung als relevanter Arbeitsbereich anerkannt wird. Eine Hürde dabei: Noch gibt es keine Ausbildung für die Arbeit in den Häusern. Erste Versuche, eine Ausbildung an den Universitäten zu implementieren, finden im Fachbereich Freizeitpädagogik statt.

Diskussion im Vorstand der AG: Machen wir „Soziokultur“ oder „Stadtteilkultur“? Welcher der beiden Begriffe ist besser? Niemand weiß zu der Zeit, was „Soziokultur“ genau bedeuten soll.

Die Geschäftsstelle befindet sich mittlerweile in der Bornstraße. Es ist ein Souterrain-Büro mit einem Abfluss vor der Tür. Ein starker Regen verstopft den Abfluss mit Blättern und sorgt für eine Überschwemmung im Büro. Das Team beschließt, neue Räumlichkeiten zu suchen, und zieht 1989 um in den Herrengraben um.

Die Geschichtswerkstätten erleben Ende der 1980er Jahre einen Aufschwung und debattieren erneut: „Staatsknete – ja oder nein?“.

Dagmar Fohl veröffentlicht für den Dachverband Ende der 1980er das „Stadtteilkultur-Dschungelbuch“ – ein Anleitungsbuch, wie man Gelder beantragt. Das Buch wird auch an Stadtteilkulturzentren außerhalb Hamburgs geschickt.

STADTKULTUR Geschichte(n)

Im Dezember vor 40 Jahren wurde der Dachverband für Lokale Kultur und Kulturellen Bildung unter dem Namen „Arbeitsgemeinschaft Stadtteilkultur“ gegründet. Wir werfen deshalb den Blick zurück in die Verbandsgeschichte: Wir haben Unterhaltsames und Informatives aus alten Aktenordner, verfärbten Zeitungsartikeln, angestaubten Diakästen und mäßig kompatiblen Datenträgern zusammengetragen und präsentieren die Ergebnisse wöchentlich auf unserer Webseite – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Quelle: stadtkultur-hh.de

 

]]>