Hafenklang https://www.tiefgang.net Sat, 21 Mar 2020 16:49:29 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 S.O.S. – Save Our Sounds https://www.tiefgang.net/s-o-s-save-our-sounds/ Sat, 21 Mar 2020 16:49:29 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6544 [...]]]> „Save Our Sounds“ ist der Hilferuf der Clubs, die uns bis letzte Woche was auf die Ohren gegeben haben. Und es drängt.

In der Mitteilung zum Kampagnenstart „s.o.s“ heißt es:

„Genau wie viele andere Branchen ist auch die Hamburger Club- und Veranstalterszene durch die Coronakrise akut in ihrer Existenz und Vielfalt bedroht. Insbesondere kleine und mittelständische Kulturbetriebe sind ein äußerst fragiles Gebilde und einem Biotop gleichzusetzen: Wenn es einmal tot ist, geht es in der Form unwiederbringlich verloren. Einigen Hamburger Clubs – darunter Molotow, Uebel & Gefährlich, Hafenklang, Nochtspeicher, Astra Stube, Waagenbau, MS Stubnitz und Gängeviertel – bleiben nur noch wenige Tage bis zur Zahlungsunfähigkeit.

Um ein allgemeines Club- und Kultursterben unbekannten Ausmaßes zu verhindern, müssen wir jetzt handeln! Deswegen startet das Clubkombinat Hamburg in Kooperation mit der Clubkombinat Hamburg , kurz Clubstiftung Hamburg, heute die großangelegte Spendenkampagne Clubkombinat Hamburg . Wer die Hamburger Club- und Kulturlandschaft unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende auf das Spendenkonto der Clubstiftung Hamburg tun. „Für die Hamburger Clubs sind Spenden jetzt überlebenswichtig. Die Clubs brauchen dringend und sofort Hilfe, sonst werden die meisten noch nicht einmal die nächste Woche überleben“, sagt Terry Krug, Vorsitzende der Clubstiftung. „Wir als Clubstiftung versuchen nun schnell und unkompliziert zu helfen, um das zu verhindern. Helft bitte mit! Save Our Sounds!“

SPENDENKONTO CLUBSTIFTUNG

Stiftung zur Stärkung privater Musikbühnen Hamburg Hamburger Sparkasse

IBAN: DE79 200 50 550 1280 366 988

BIC: HASPDEHHXXX

Als Dankeschön an alle, die ab sofort über die Homepage der Clubstiftung 20 Euro oder mehr spenden, hat die Stiftung zusammen mit der Agentur loved ein Bandana designt. „Mit den Halstüchern wollen wir uns bei unseren Spendern bedanken. Wir freuen uns über jeden, der sie als Zeichen der Solidarität trägt. Nur gemeinsam sind wir stark“, so Terry Krug. Die Halstücher wurden gemeinsam mit der Hamburger Agentur loved designed. Für den kurzen Weg zum Bäcker oder den Einkauf-an-der-Tür-abgeben-Besuch bei Mutti einfach den Clubstiftung-Soli-Bandana über Nase und Mund ziehen. Einen professionellen Mundschutz ersetzen sie natürlich nicht, aber schick sind sie allemal. Außerdem können die Clubretter ihr Engagement damit unter den Hashtags #clubsupportHH, #clubretter und #clubstiftung in den Sozialen Medien zeigen. Die Tücher bestehen zu 100% aus Baumwolle und sind natürlich bei 60 Grad waschbar.

Die eingegangenen Spenden werden nach einem transparenten und gerechten Verteilungsschlüssel zwischen großen und kleinen Clubs sowie Veranstaltern ohne feste Spielstätte und

kleinen Festivals aufgeteilt. Wer mit seiner Spende einen bestimmten Musikclub unterstützen möchte, kann zur Zweckbindung den Clubnamen als Verwendungszweck angeben, ansonsten ist der Verwendungszweck „SaveOurSoundsHH“ zu wählen. Die Antragsformulare für Clubs und Veranstalter, die finanzielle Soforthilfe benötigen, finden sich ab sofort auf www.clubstiftung.de unter der Rubrik „für Clubs“.

In den kommenden Tagen und Wochen werden vielfältige Rettungsaktionen gestartet, die über die Dachmarke CLUB GOODS die einzelnen Soli-Aktionen verbinden und von der Hamburger Agentur EIGA realisiert wurden. Neben der Nothilfe für Kultur solidarisieren sich der Clubverband und seine Stiftung bei bestimmten Spendenaktionen mit anderen sozialen Organisationen und halten einen solidarischen Beitrag zurück, um gesellschaftlich relevante Projekte zu unterstützen.

Darüber hinaus appelliert das Clubkombinat an alle Bürger, auf Rückerstattungen von Ticket für nicht stattfindende Veranstaltungen sofern möglich zu verzichten. Bei vielen abgesagten Konzerten wird bereits an Nachholterminen gearbeitet. Sofern es diese nicht gibt, hilft jeder Verzicht auf Rückerstattung, die Clubs, Konzertveranstalter, Musiker*innen und Kartenverkaufsstelle am Leben zu halten.

Das Clubkombinat hat zudem begonnen, Unterstützungsangebote und Informationen für Hamburger Musikveranstalter*innen in Zeiten der Corona-Pandemie online zu bündeln. Weitere Infos unter clubkombinat.de/corona-support. Auf der Homepage des Clubkombinats werden in Zukunft die verschiedenen Spendenaktionen und Aufrufe der bedrohten Clubs gebündelt aufgelistet, Termine für Soli-Aktionen werden in der CLUBPLAN APP veröffentlicht. Darüber hinaus ist eine Sonderausgabe der monatliche erscheinenden CLUBPLAN Broschüre geplant.

www.clubstiftung.de www.clubkombinat.de www.facebook.com/clubkombinat www.instagram.com/clubkombinat www.twitter.com/ClubkombinatHH (Corona CK-Live-Ticker)

www.youtube.com

 

ÜBER DAS CLUBKOMBINAT

Das Clubkombinat ist der Interessenverband der Clubbetreiber*innen, Veranstalter*innen, Booker*innen & Agenturen aus Hamburg. Als Schnittstelle zwischen kreativer Subkultur und etablierten Szeneclubs, dient es als Sprachrohr aller aus Musik und Kultur. Das Clubkombinat vertritt die Interessen seiner Mitglieder in Politik und Wirtschaft und moderiert die Kommunikation zwischen den offiziellen Gremien der Stadt. Die vitale Club- und Musiklandschaft Hamburg zeichnet sich nicht allein durch die großen, international renommierten Läden aus. Sie überzeugt ebenso durch die kleinen, innovativen Clubs, Konzerte und Parties. Denn diese entwickeln jenseits des Mainstreams neue Kulturwerte. Diese gilt es zu fördern und zu fordern. Denn so wird Hamburg, als Kulturmetropole und Musikwirtschaftsstandort ebenso gefördert und gefordert. Und das Beste: Durch die unterschiedlichen Programme und Szenen unserer Mitglieder werden alle Genres von Avantgarde bis Mainstream vertreten. Denn jeder Club bietet sein Bestes – für alle!

ÜBER DIE CLUBSTIFTUNG

Musikclubs üben einen bedeutenden Einfluss auf die Kultur einer Stadt aus und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Erlebbarkeit und Progressivität. Hamburg profitiert von seiner lebendigen und vielseitigen Musikclub-Szene, die es zu schützen und zu fördern gilt. Die gemeinnützige „Stiftung zur Stärkung privater Musikbühnen Hamburg“, kurz Clubstiftung, wurde im Jahr 2010 gemeinsam mit der Stadt Hamburg und dem Clubkombinat Hamburg e.V. ins Leben gerufen, um die musikalische Attraktivität der Stadt zu sichern und für sinnvolle Investitionen die Liquidität zur Verfügung zu stellen. Stifterin ist die Freie und Hansestadt Hamburg. Ziel der Stiftung ist es, mit Fördermodellen die erheblichen Kosten für Hamburger Musikclubs abzumildern.“

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You´ll never rock alone https://www.tiefgang.net/youll-never-rock-alone/ Fri, 26 Jul 2019 22:16:38 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5595 [...]]]> Fast 170 Clubs und Veranstalter der Hamburger Musikszene bilden mittlerweile das „Clubkombinat“. Ein Rückblick auf 15 Jahre Lobbyarbeit.

Im Juli 2019 existiert der Verein Clubkombinat Hamburg e. V. 15 Jahre und bildet somit nach der Berliner Clubcommission die zweitälteste Vereinigung von Musikspielstätten in Deutschland. Am 06. Juli 2004 fand die offizielle Gründungsversammlung des Hamburger Clubverbands im Waagenbau statt. Neben Hafenklang, Zinnschmelze, Fundbureau, Astra Stube, Edelfettwerk,  Markthalle  und  Molotow nahmen nahmen auch leider längst stillgelegte, teils abgerissene Perlen wie beispielsweise Click, Schilleroper, Egal Bar,  Mandarin Casino und Tanzhalle St. Pauli an dem Treffen unter der Sternbrücke teil. Rund 20 Geschäftsführer*innen und Booker*innen gehörten der Gründungsgeneration an, die sich vereinte, um Probleme der Szene im Kollektiv zu benennen, Ideen zu entwickeln und Lösungen zu erarbeiten. An der Aufgabenstellung hat sich bis heute nichts geändert. Inzwischen verbindet das Clubkombinat knapp 170 Vereinsmitglieder. Das Jubiläum zum fünfzehnjährigen Bestehen bietet Anlass, um mit drei Aktionen einige Rückblicke, Einblicke und Ausblicke auf die Verbandsarbeit zu werfen:

“15 Jahre Clubkombinat – You´ll never walk alone”

Ein Feature in Schrift und Bewegtbild dokumentiert die Anfänge, Meilensteine, Arbeit und Visionen des Club-Kollektivs. Der erste Teil der viergliedrigen Serie von Birgit Reuther wured auf der Verbands-Homepage am Samstag, den 06. Juli veröffentlicht. Zeitzeugen, Gründungsmitglieder, ehemalige und aktuelle Clubbetreiber*innen und Unterstützer*innen wie Andrea Rothaug (Rock City e.V.), Wolfgang Landt (Markthalle), Andi Schmidt (Molotow), Terry Krug (Tanzhalle St.Pauli), Karsten Schölermann (Knust), John Schierhorn (Waagebau) sowie Dr. Carsten Brosda (Senator der Behörde für Kultur und Medien) kommen dabei zu Wort.

Hamburger Club-Türen Poster veröffentlicht

81 Türen, hinter denen unzählige unvergessliche Abende und Nächte verbracht wurden, sind für das neue Club-Türen Poster abgelichtet worden (´Tiefgang` berichtete). Von Aalhaus bis Yoko, Altona bis Wandsbek und Anarcho-Punk-Laden bis Weltmusik-Bühne ist alles dabei. So bunt die Türen, so vielfältig sind auch die Musikbühnen dahinter. Auch Türen, die für immer geschlossen bleiben werden, wie die der Kogge und der BarRock, wurden hier für die Ewigkeit festgehalten. Ab sofort sind die Poster (A1) für 10 Euro im St. Pauli Tourist Office (Wohlwillstraße 1 und auch per Online-Bestellung unter info@sanktpaulioffice.de zzgl. Versand) sowie beim Clubkombinat Hamburg (Kastanienallee 9) erhältlich. Eine digitale Variante, die noch weitere Club-Türen zeigt und auch die jeweiligen Websites und viele Club-Portraits bereithält, ist unter club-tueren.clubkombinat.de zu finden.

Sommerfest am 26. August 2019

In Kooperation mit pop-up records lädt das Clubkombinat Ende August auf das Festivalgelände von SOMMER IN ALTONA zum Sommerfest ein. Die geladenen Gäste erwarten verschiedene Beiträge zur fünfzehnjährigen Geschichte des Clubkombinats, u. a. ein Club-Talk zwischen dem Rapper DAS BO, Susanne “Leo” Leonhard (Docks/Prinzenbar), Holger Jass (Ex-Onkel Pö) und Claudia Mohr (Waagenbau). Die Moderation übernimmt Siri Keil (NDR Info Nachtclub).

Quelle: clubkombinat.de

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Die Hilfstickets https://www.tiefgang.net/die-hilfstickets/ Fri, 15 Feb 2019 23:03:04 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4865 [...]]]> Im siebten Jahr des Bestehens von FairTix erreichen 55.972 Euro über das solidarische Ticketing die Clubstiftung.

„Die Umsatzsteigerung zum Vorjahr von 17,6 Prozent unterstreicht, dass das faire Ticketing in Hamburg mehr und mehr KonzertbesucherInnen, sowie Clubs und VeranstalterInnen überzeugt.

Insgesamt 41 Hamburger Clubs und VeranstalterInnen nutzten 2018 das Vorverkaufsystem von TixforGigs zum Vertrieb von fairen Ticketkontingenten und konnten so mit knapp 1.500 Veranstaltungen 55.972 Euro für die Clubstiftung generieren. Damit wurden seit dem Start dieser Solidaraktion im Jahr 2012 über 250.000 faire Tickets von KonzertbesucherInnen gekauft.

Die meisten Verkäufe im Jahr 2018 erzielten das Knust, der Monkeys Music Club und das Uebel & Gefährlich. Ebenso erfreulich sind die neu seit 2018 teilnehmenden Clubs und VeranstalterInnen, hier sind exemplarisch der Nochtspeicher/Nochtwache, Cascadas und das SummerSoul/SummerJazz in Eppendorf zu nennen. Auch über Party-Veranstaltungen konnten wieder zahlreiche Tickets verkauft werden. So kamen allein durch die Silvesterpartys im Knust und im Molotow und dem Silvesterrave im Docks, mehr als 1.600 Tickets an einem Tag zusammen. Als erfolgreichste Konzerte gingen 2018 unter anderem Feine Sahne Fischfilet (Inselparkhalle), sowie das Jubiläumskonzert des Hamburger Kneipenchors (Knust) und Waving the Guns (Uebel & Gefährlich) in die FairTix-Statistik ein.

Für die Ticketverkäufe in 2018 konnte der Clubstiftung somit beim Club Award 2019 im DOCKS einen Scheck mit der stolzen Summe von 55.972 Euro von Tixfor-Gigs entgegen nehmen – die bislang höchste ClubEuro-Summe. Die Gelder fließen in Maßnahmen zur Förderung der Livemusik-Kultur, zum Beispiel in das Fortbildungsangebot der CLUB ACADEMY oder den Live Concert Account Plus – einem staatlichen Strukturfördermodell für privaten Musikspielstätten in Hamburg, das gezielt in Kleinst- und Nachwuchskonzerte investiert.

Auch konnten Förderungen im Rahmen des Ressourceneffizienzprogrammes realisiert werden. So freuen sich unter anderem der Marias Ballroom und das Westwerk über neue und energiesparende Geräte. Zusätzlich wurden Energie- und Rechtsberatungen bei sieben Clubs bezuschusst und Lärmgutachten erstellt. Auch der Blick in die Zukunft ist aussichtsreich: Die Millerntor Gallery hat bereits angekündigt ihr Ticketing im Jahr 2019 über FairTix abwickeln zu wollen.

Mit FairTix können KonzertbesucherInnen und Musikspielstätten ein Zeichen für faire Gebührenmodelle setzen. TixforGigs verzichtet auf die Hälfte der üblichen Vorverkaufsgebühren und führt stattdessen pro verkauftem Ticket einen Euro-  den sogenannten ClubEuro – an die Stiftung zur Stärkung privater Musikbühnen ab.

Liste der FairTix-NutzerInnen 2018:

Aalhaus, Alte Druckerei, Art & Techno, Astra Stube, Birdland, Brakula, Cascadas, Cotton Cub, Docks/Prinzenbar, Fundbureau, Goldbekhaus, Grenzen sind relativ, Grosse Freiheit 36, Gruenspan, Häkken, Hafenklang, Honigfabrik, Knust, kukuun, Kulturbedarf, Kurz Film Agentur Hamburg, Logo, Marias Ballroom, Markthalle, Menschenzoo, Molotow, Monkeys Music Club, MS Stubnitz, OHA! Music, Nochtspeicher/Nochtwache, Pakusisus Evens, Pooca Bar, Pop Up Records, Schanzenzelt, Stage Club, Stellwerk, Uebel & Gefährlich, Urban Wildlife, Wilfried Lottmann und Zinnschmelze“

Quelle:  www.clubstiftung.de

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Ausgezeichnete Clubs! https://www.tiefgang.net/ausgezeichnete-clubs/ Fri, 16 Nov 2018 23:05:19 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4540 [...]]]> Üblicherweise gibt es im Musikclub Applaus für die Bühnenkünstler. Aber einmal im Jahr dreht sich der Spieß und die Bühne selbst bekommt Applaus. Weil sie tolle Arbeit macht.

APPLAUS ist die „Auszeichnung der Programmplanung unabhängiger Spielstätten“, die Clubbetreiber*innen und Veranstalter*innen für ihre herausragenden Livemusikprogramme aus allen Genres der Popularmusik – von Rock, HipHop über Elektro und Jazz bis zu experimenteller Popmusik würdigt. Diese Woche vergab sie wieder jede Menge Förderpreise und mach einer ging auch nach Hamburg. So für die Reihe „FatJazz urban exchange“, die einst auch im Harburger ´Jazzclub im Stellwerk` gastierte, für den Club „Hafenklang“ und die „Halle424“ im Oberhafen.

In den drei Hauptkategorien wurden in diesem, dem sechsten Jahr des Preises, insgesamt 94 Preise vergeben. Die Gesamtsumme der von der Initiative Musik verteilten Fördergelder beläuft sich auf 1,8 Millionen Euro, was den APPLAUS erneut zum höchstdotierten Bundesmusikpreis macht. Die Preisverleihung findet in Mannheim statt – einer Stadt, in der die Würdigung des kulturellen Lebens in Pop und Clubkultur mit dem ersten Nachtbürgermeister eine besondere Verankerung in der Lokalpolitik gefunden hat.

Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters: „Der APPLAUS ist vor allem den vielen kleinen Musikclubs gewidmet, die mit ihren ambitionierten und innovativen Rock-, Pop- oder Jazz-Angeboten für eine lebendige und vielseitige Musiklandschaft im ganzen Land sorgen. Mit dem Preis wollen wir diese Clubs dafür auszeichnen und weiter ermutigen, noch häufiger jenseits des Mainstreams jungen, unbekannten Künstlerinnen und Künstlern eine Bühne für ihre kreativen Ideen zu bieten. Genau damit hat sich der APPLAUS einen guten Ruf erworben. Denn nur so gelingt es, eine lebendige Musik- und Clubszene mit vielen Facetten in Deutschland zu erhalten.“

Die Staatssekretärin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg Petra Olschowski ist stolz auf die lebendige Rock-, Pop- und Jazzszene des Bundeslandes, das in diesem Jahr auf 14 Auszeichnungen blicken kann: „Es sind Orte, an denen ganz unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen zusammenkommen, unabhängig von Alter, sozialem Status oder Herkunft. Interkulturelle Begegnungen finden in der Musik und über Musik ganz selbstverständlich statt. Rock, Pop und Jazz stehen für Weltoffenheit und Internationalität. In Zeiten, in denen die digitalen Medien an Einfluss gewinnen, ermöglichen Clubs und Spielstätten darüber hinaus das Live-Erlebnis vor Ort. Das Publikum ist nah dran an den Musikerinnen und Musikern und erlebt den Zauber des Augenblicks: wenn der Klang entsteht und der gemeinsame Rhythmus den Raum füllt. Auch aus diesem Grund sind unsere Clubs ein wichtiger Baustein für eine offene Kunst- und Kulturszene.“

Der Veranstaltungsort der diesjährigen APPLAUS-Verleihung war Mannheim, eine der Städte in Deutschland, die in Sachen Förderung und Würdigung der Popmusik eine Vorreiterrolle einnimmt. Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz: „Ich freue mich sehr, dass die Stadt Mannheim Gastgeber der Verleihung des APPLAUS ist. Als UNESCO City of Music spielte und spielt die Musik in Mannheim eine herausragende Rolle. Musik ist in Mannheim als Kulturgut, Wirtschaftsfaktor und Impulsgeber ein zentrales Anliegen, was die aktive Kreativwirtschaftsförderung und Institutionen wie die Popakademie, der Musikpark und die Beauftragte für Musik und Popkultur der Stadt belegen. Kultur insgesamt ist in unserer Stadt ein wesentlicher Treiber für gesellschaftliche Prozesse und die konsequente Weiterentwicklung Mannheims als Kulturstadt.“

Prof. Dieter Gorny, Aufsichtsratsvorsitzender der Initiative Musik, sagte als Vorsitzender der Jury: „Der APPLAUS hat in den letzten Jahren nicht nur an Statur gewonnen, der Preis ist ein Bestandteil der Kulturszene geworden. Er ist wichtig für die Clubmacher*innen, weil er einmal im Jahr Aufmerksamkeit auf das Phänomen lenkt, dass sie kulturelle Produktionsstätten und Kulturorte sind, die hochgradig zur Standortqualität beitragen. Mit ihren Programmen bieten sie Präsentationsräume für Künstler*innen und leisten so einen wesentlichen Beitrag zur kulturellen Vielfalt im Kulturland Deutschland. Es ist wichtig, das immer wieder zu verdeutlichen, weil hier Kultur entsteht, die traditionell nicht zum subventionierten Kanon gehört. Da ist der APPLAUS ein wichtiger Leuchtturm.“

Neben der konkreten finanziellen Unterstützung schafft APPLAUS Aufmerksamkeit für all jene Musikclubs, die seit Jahren unter schwierigen Bedingungen unser Kulturleben durch ihr mutiges, leidenschaftliches Programm beleben und bereichern – sei es in den Metropolen oder im ländlichen Raum. Der APPLAUS darf also wörtlich genommen werden, denn diesem Engagement gebührt ebenjener.

Bei der APPLAUS-Verleihung im Rosengarten in Mannheim am 14. November wurden neben den 94 Preisträgern der Kategorien I, II und III außerdem folgende Auszeichnungen vergeben:

Spielstätte des Jahres, Kategorie I

Spielstätte des Jahres, Kategorie II

Spielstätte bzw. Programm des Jahres, Kategorie III

Zwei Preise für „Gleichstellung“ und ein Preis für „Bestes Programm im ländlichen Raum“, jeweils 5.000 Euro

Zwei Sonderpreise der Jury, jeweils 2.500 Euro

 

Die Initiative Musik realisierte den Programmpreis APPLAUS bereits zum sechsten Mal mit Projektmitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst in Baden-Württemberg sowie die Stadt Mannheim unterstützten die Preisverleihung. Als beratende Fachpartner wirkten die Bundeskonferenz Jazz (BK Jazz) und die LiveMusikKommission, Verband der Musikspielstätten in Deutschland e.V. (LiveKomm), mit. Die Initiative Musik wird finanziell unterstützt von der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) und der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA).

 

Die Preisträger*innen im Einzelnen

 

Kategorie I

26 Auszeichnungen für Spielstätten, die im Jahr 2017 ein kulturell herausragendes Programm mit mindestens 104 Konzerten im Jahr angeboten haben, erhalten eine Urkunde sowie 40.000 Euro Förderung.

  • Altes Spital, Viechtach, Bayern
  • b flat, Berlin
  • Badehaus, Berlin
  • Bunker Ulmenwall, Bielefeld, Nordrhein-Westfalen
  • Cafe Central Weinheim, Baden-Würrtemberg
  • Cafe Glocksee,Hannover, Niedersachsen
  • Cafe Museum Passau, Bayern
  • Chemiefabrik Dresden, Sachsen
  • Club Bahnhof Ehrenfeld / YUCA, Köln, Nordrhein-Westfalen
  • Colos-Saal, Aschaffenburg, Bayern
  • Hafenklang, Hamburg
  • Horns Erben, Leipzig, Sachsen
  • Institut fuer Zukunft, Leipzig, Sachsen
  • Jazz Club A-Trane, Berlin
  • Jazzhaus Freiburg, Baden-Württemberg
  • Jazzkeller Frankfurt, Hessen
  • Jazzkeller Krefeld, Nordrhein-Westfalen
  • Kunstfabrik Schlot, Berlin
  • Motorschiff Stubnitz, Rostock, Mecklenburg-Vorpommern
  • Museumskeller Erfurt, Thüringen
  • Objekt 5, Halle, Sachsen-Anhalt
  • saxstall Pohrsdorf, Sachsen
  • Sonic Ballroom, Köln, Nordrhein-Westfalen
  • Steinbruch, Duisburg, Nordrhein-Westfalen
  • Theaterstübchen Kassel, Hessen
  • Zig Zag Jazz Club, Berlin

 

Kategorie II

20 Auszeichnungen für Spielstätten, die im Jahr 2017 ein kulturell herausragendes Programm mit mindestens 52 Konzerten im Jahr angeboten haben, erhalten eine Urkunde sowie 20.000 Euro Förderung.

  • Club Bastion, Kirchheim unter Teck, Baden-Württemberg
  • Feinkost Lampe, Hannover, Niedersachsen
  • Hafen 2, Offenbach, Hessen
  • Jazz Club Minden, Nordrhein-Westfalen
  • Jazzclub Augsburg, Bayern
  • Jazzclub Bamberg, Bayern
  • Jazzclub Hannover, Niedersachsen
  • Jazzclub Regensburg, Bayern
  • Jazz-Schmiede Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen
  • Kaiserkeller Detmold, Nordrhein-Westfalen
  • Konzerte im C.Keller, Weimar, Thüringen
  • Kulturwerkstatt Disharmonie, Schweinfurt, Bayern
  • Live im CVJM, Lübeck, Schleswig-Holstein
  • LOCH, Wuppertal, Nordrhein-Westfalen
  • M.A.U. Club, Rostock, Mecklenburg-Vorpommern
  • P8 – Panorama, Karlsruhe, Baden-Württemberg
  • Sendesaal Bremen
  • Substanz, Osnabrück, Niedersachsen
  • Tonhalle Hannover, Niedersachsen
  • UT Connewitz, Leipzig, Sachsen

 

Kategorie III

48 Auszeichnungen für Veranstalter*innen und Spielstätten, die im Jahr 2017 mindestens 10 Konzerte durchführten, erhalten eine Urkunde sowie 7.500 Euro Förderung.

 

  • ACHTER (früher „Jazz im Rudersport“), Wiesbaden, Hessen
  • Alte Brauerei, Annaberg-Buchholz, Sachsen
  • Club Manufaktur, Schorndorf, Baden-Württemberg
  • club w71, Weikersheim, Baden-Württemberg
  • Comment Dire, Bonn, Nordrhein-Westfalen
  • Die Sünde, Weiden in der Oberpfalz, Bayern
  • Dumont, Aachen, Nordrhein-Westfalen
  • FatJazz urban exchange, Hamburg
  • Freiraum, Köln, Nordrhein-Westfalen
  • Glashaus, Bayreuth, Bayern
  • Guten-Morgen-Eberswalde, Brandenburg
  • Halle424 im Oberhafen, Hamburg
  • Handiclapped-Kultur Barrierefrei, Berlin
  • Hauskonzerte, München, Bayern
  • HoRsT, Frankfurt am Main, Hessen
  • In Situ Art Society, Bonn, Nordrhein-Westfalen
  • Jazz am Bahnhof, Kalchreuth, Bayern
  • Jazz am Schießberg, Calw, Baden-Württemberg
  • jazz and beyond, München, Bayern
  • Jazz in der Stadt, Bad Kreuznach, Rheinland-Pfalz
  • Jazz in Frankfurt, Frankfurt am Main, Hessen
  • Jazz Montez, Frankfurt am Main, Hessen
  • Jazz+, München, Bayern
  • Jazzclub Biberach, Baden-Württemberg
  • Jazzclub Heidelberg, Baden-Württemberg
  • Jazzclub Ilmenau, Thüringen
  • Jazzclub Karlsruhe, Baden-Württemberg
  • Jazzclub Leipzig, Sachsen
  • Jazzclub Singen, Baden-Württemberg
  • Jazzforum Bayreuth, Bayern
  • jazzGAP, Garmisch-Partenkirchen, Bayern
  • Jazzinitiative Mainz, Rheinland-Pfalz
  • Jazzkeller 69 e.V. für „Jazzszene Berlin“, Berlin
  • Jazzkongress, Freiburg, Baden-Württemberg
  • „jazzwerkstatt in Berlin“, Wuppertal, Nordrhein-Westfalen (Sitz des Veranstalters der Programmreihe)
  • Jugendcafe Zwiesel, Bayern
  • KIT Water Music, Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen
  • Klever Jazzfreunde, Kleve, Nordrhein-Westfalen
  • Komma – Jugend und Kultur in Esslingen, Wendlingen, Baden-Württemberg
  • Kreativquartier Ruhrort, Duisburg, Nordrhein-Westfalen
  • Kultur im Esel, Einbeck, Niedersachsen
  • New and Used, Bremen
  • ORT, Wuppertal, Nordrhein-Westfalen
  • Philleicht Jazz, Ladenburg, Baden-Württemberg
  • Real Live Jazz, Köln, Nordrhein-Westfalen
  • Side-Ways Series, Berlin
  • Verein zur Förderung des zeitgenössischen Jazz in Darmstadt, Hessen
  • WirGarten Erfurt, Thüringen

 

Quelle: www.initiative-musik.de

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Hamburgs Moloch https://www.tiefgang.net/hamburgs-moloch/ Fri, 02 Feb 2018 23:59:59 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=2942 [...]]]> Ein Moloch bezeichnete einst Opfer – und wird nun in der Clublandschaft wieder aktuell. In doppeltem Sinne. 

Ende Januar verlieh der Hamburger Clubverband Clubkombinat Hamburg e.V. bereits zum achten Male Preise für besondere Musikclubs der Stadt. Dabei erhielt der Club „Moloch“ gleich zwei Auszeichnungen. Das ´Hafenklang` wurde der innovativste Club des Jahres. Und ein Preis des Protestes wurde auch wieder ausgegeben: die „zerbrochene Gitarre“.

In der Pressemitteilung heißt es:

„Am 25. Jan 2018 wurde im DOCKS der Hamburger Club Award verliehen. Unterstützt durch die Behörde für Kultur und Medien wurden bereits zum achten Mal Preise für herausragende Leistungen in der Livemusikszene vergeben. Zwei der zehn Auszeichnungen gingen an das Moloch.

In einem Online-Abstimmungsverfahren votierte die Jury aus 70 Bewerbungen für die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger in den verschiedenen Kategorien. In der Jury waren in diesem Jahr über 180 Personen aus allen Bereichen der Hamburger Musik- und Veranstaltungsbranche vertreten, zum Beispiel Clubbetreiberinnen und -betreiber, Veranstalterinnen und Veranstalter, Künstlerinnen und Künstler sowie Vertreterinnen und Vertreter von Labels, Agenturen, Medien, Plattenläden oder Verbänden. Vor über 800 geladenen Gästen aus der Musikszene unterstrich Jana Schiedek, Hamburger Staatsrätin für Kultur und Medien, in ihrem Grußwort die große Bedeutung der Clubszene für Hamburg.

Jana Schiedek, Staatsrätin für Kultur und Medien: „Hamburg ist seit vielen Jahren zu Recht für die Qualität und Vielfalt seiner Livemusik-Szene bekannt. Mit wie viel Leidenschaft Hamburgs Clubbetreiberinnen und Clubbetreiber das Musikleben unserer Stadt prägen, zeigt auch die Auszeichnung für den Hafenklang als innovativster Club des Jahres. Hamburgs Clubszene kennt keinen Stillstand! Dies feiern wir mit dem Club Award einmal pro Jahr. Ich gratuliere den Preisträgerinnen und Preisträgern des Abends.“

Susanne Leonhard, stellvertretende Vorsitzende des Clubkombinat Hamburg e.V., resümiert zur Preisverleihung: „Gerade in schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass die Leistungen von Clubbetreibern und Veranstaltern angemessen gewürdigt werden. Unser Dank geht an die vielen Jury-Mitglieder, die im Schwarm zu diesen authentischen Ergebnissen geführt haben. Glückwunsch an alle Preisträger!“

Der Preis für den Musikclub des Jahres mit dem innovativsten Konzertprogramm ging an den Hafenklang, knapp vor dem Gängeviertel und dem Uebel & Gefährlich. Trotz seines über 20-jährigen Bestehens erfindet sich der Hafenklang stetig neu und findet eine ausgewogene Balance zwischen bekannten Stars und Underground-Künstlern. Das Programm umfasst neben Konzerten, Festivals und Parties in den unterschiedlichsten Bereichen wie z.B. Punk, Rock, Pop, Metal, HipHop, Indie und Techno auch Bingo-Abende, Lesungen, Wrestling, Filmabende, Tischtennisrundlauf, Kunstausstellungen und Flohmärkte.

Für die beste Newcomerförderung des Jahres 2017 wurde die Astra Stube ausgezeichnet, gefolgt vom Molotow und dem Nochtspeicher/Nochtwache. Überreicht wurde der Preis von Ex-Betreiber Holger Jass, der im Onkel Pö einst Bands wie U2 erste Auftrittsmöglichkeiten in Deutschland bot.

Der Preis für das Konzert des Jahres ging an das Uebel & Gefährlich für das Konzert von Trettmann am 10. Oktober 2017. Auf Platz 2 landete das Hafenklang mit dem Konzert von Ho99o9 und auf Platz 3 das Molotow mit dem Aufritt der Garage-Band Black Lips.

Ausgezeichnet mit dem Award für den besten neuen Club wurde die Nochtwache, die als neu konzipierte Live Location für rund 150 Personen seit 2017 das Nochtspeicher-Programm offiziell ergänzt.

Kein Ehrenpreis: die zerbrochene Gitarre

Geehrt mit der Trophäe für den besten Fremdveranstalter wurde das Veranstalterkollektiv OHA Music, das vor Broken Forms und der éspassiert landete.

Die Clubnacht des Jahres wurde auch prämiert: Hier setzte sich das Moloch mit der „200 Jahre Kunstverein trifft 21 Jahre Equinox“ vom 22. bis 24. September 2017 vor dem Uebel & Gefährlich mit „MOVE mit Laurent Garnier & Awesome Tapes From Africa“ und dem Hafenklang mit 10 Jahre WobWob! durch.

Der Preis für das Festival des Jahres – klein aber fein ging an das Gängeviertel mit dem „8 Jahre Gängeviertel!“ (24. – 27. August 2017), gefolgt vom Molotow („Burger Invasion“) und dem Knust („15 Jahre Tapete Records“) auf den Plätzen 2 und 3.

Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten neben der Trophäe Preisgelder in Höhe von insgesamt 10.000 Euro, davon 8.000 Euro bereitgestellt von der Behörde für Kultur und Medien.

Der vom Vorstand des Clubkombinat vergebene Ehrenpreis wurde an Karl-Hermann Günther verliehen, der nach Einschätzung des Vorstands mit seinem Engagement und Betrieb der Grossen Freiheit 36, Kaiserkeller, Galeria 36, Docks und Prinzenbar die Entwicklung der Hamburger Clubkultur maßgeblich beeinflusst hat.

Ebenfalls in Eigenverantwortung des Vorstandes des Clubkombinat Hamburg e.V. wurde der Negativpreis “Die zerbrochene Gitarre” vergeben – an „die geräuschempfindlichen BeschwerdeführerInnen in den Hamburger Szene- und Ausgehvierteln“. In seiner Begründung (veröffentlicht auf www.clubkombinat.de) verweist der Clubverband unter anderem auf eine spürbare Zunahme von Lärmbeschwerden, deren Ursachen er in einer zunehmenden Nachverdichtung und scheinbar sinkenden Toleranzgrenzen sieht.

Der Publikumspreis wurde mittels eines Online-Votings ermittelt, an dem sich über 4.000 Hamburger Clubgängerinnen und Clubgänger beteiligten. Die meisten Stimmen erhielt hierbei das Moloch im Oberhafenquartier, das sich gegen den Monkeys Music Club und das freundlich + kompetent behaupten konnte.

Als Moderatorin führte die Hamburger Musikerin Catharina Boutari durch den Abend. Für das musikalische Programm sorgten die Hamburger Live-Acts AROMA, ILGEN-NUR und eine Allstars-Band, aus Musikern der Bands FINDUS, JUPITER JONES und LOVE A.

WEITERE INFORMATIONEN ZU DEN PREISTRÄGERN DES JURY-VOTINGS

KATEGORIE: Musikclub des Jahres mit dem innovativsten Konzertprogramm

Hafenklang, www.hafenklang.com

Trotz seines über 20-jährigen Bestehens erfindet sich der Hafenklang stetig neu. Das Programm umfasst Konzerte, Festivals und Partys in den unterschiedlichsten Bereichen wie z.B. Punk, Rock, Pop, Metal, HipHop, Indie, Techno. Doch das Angebot umfasst noch viel mehr: Es werden auch Bingo-Abende, Lesungen, Wrestling, Filmabende, Tischtennisrundlauf, Kunstausstellungen und Flohmärkte veranstaltet. Dem Hafenklang ist es wichtig, bei einer Auslastung von über 300 Veranstaltungen pro Jahr eine ausgewogene Balance zwischen bekannten Stars und Underground-Künstlern zu halten.

KATEGORIE: Club des Jahres mit der stärksten Hamburger Newcomerförderung

Astra Stube, www.astra-stube.de

Die Astra Stube hat einen besonderen Platz für Newcomer mit den unterschiedlichsten Stilrichtungen. Hier treten internationale Bands auf, die anderswo große Clubs füllen, in Deutschland aber noch als Geheimtipp gehandelt werden, ebenso wie lokale und nationale Acts. Auch Künstler, die sich den eher abseitigen Genres des musikalischen Spektrums widmen, finden hier ihren Platz und ihr Publikum. Unter dem Motto „Newcomer fördern Newcomer“ bietet die Astra Stube jungen Leuten in ihrem Team die Möglichkeit in den Bereichen Tontechnik, Eventmanagement und Booking aktiv ein kreatives und abwechslungsreiches Nachtleben in Hamburg mitzugestalten.

KATEGORIE: Konzert des Jahres

Uebel & Gefährlich, Trettmann, www.uebelundgefaehrlich.com

Das Konzert des Chemnitzer HipHop- und R´n´B-Sängers Trettmann am 10.10.2017 ist das Sinnbild eines gemeinsamen Erfolges von Club und Künstler. Hatte das Konzert im Vorjahr noch vor 150 Gästen stattgefunden, so zahlte sich der Glauben an die Qualität der Sängers im Folgejahr mit einem ausverkauften Haus vor 1.000 begeisterten Fans aus. Auch dank der zahlreichen Live-Gäste auf der Bühne erzeugte die Show eine Gänsehautatmosphäre.

KATEGORIE: Bester neuer Club

Nochtwache, www.nochtspeicher.de/nochtwache

Die Nochtwache, das Kellergewölbe des Nochtspeichers, bietet eine einzigartige, gemütliche Atmosphäre und auch bei wenigen Zuschauern immer eine wohlige, familiäre Stimmung. Viele englische Bands haben die Nochtwache, anlehnend an den Kultclub in Liverpool, schon liebevoll als „Little Cavern Club“ bezeichnet. Nach einem Umbau ergänzt sie als neu konzipierte Live-Location seit 2017 für rund 150 Personen das Nochtspeicher-Programm offiziell.

KATEGORIE: Fremdveranstalter/Clubpromoter

OHA Music, www.oha-music.com

Seit 2013 ist die Hamburger Agentur als Kollektiv aktiv, deren vier Gesellschafter trotz relativ jungen Alters selber reichlich Clubbetreibererfahrungen haben. 2017 veranstalteten sie über 80 OHA! Konzerte und vermittelten mit der hauseigenen Booking-Abteilung vielen Hamburger Live-Künstlern (u. a. Pecco Billo, Pool, Eljot Quent) und Djs (u .a. Suro, DJ Direction und Silly Walks Discotheque) bundesweit Aufritte.

KATEGORIE: Clubnacht des Jahres

Moloch, „200 Jahre Kunstverein trifft 21 Jahre Equinox Subversion“ (22.-24.09.), www.moloch.de

200 Jahre Kunstverein trifft 21 Jahre Equinox. Subversion traf Subvention. Aus dem Fauxpas einer Doppelbuchung wurde am Ende die Party des Jahres. Das Ganze hätte an keinem passenderen Ort als im Moloch stattfinden können. Manche Menschen zieht es in den etablierten Kunstbetrieb, manche eher auf die Tanzfläche, aber an diesem Wochenende konnten sich alle wunderbar mischen und gemeinsam im Moloch feiern, dem Club, der aus genau dieser Mischung von Menschen entstanden ist.

KATEGORIE: Festival des Jahres – klein, aber fein

FABRIQUE im Gängeviertel, 8 Jahre Gängeviertel (24.-27. August 2017), www.das-gaengeviertel.info

Das Gängeviertel feierte mit über 70 Künstlern mit Aktionen, Ausstellungen, Vorträgen, Konzerten drei Tage seinen achten Geburtstag. Auch Diskussionsrunden über die Verhandlungen mit dem Senat und die Aufarbeitung des G20-Gipfels standen im Fokus der Veranstaltung.

 

 

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Völker, hört die Musikclubs! https://www.tiefgang.net/voelker-hoert-die-musikclubs/ Fri, 15 Dec 2017 23:16:25 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=2747 [...]]]> Die einen können nicht, die anderen wollen nicht schlafen. Auch als Musikstadt hat Hamburg Aufgaben zu meistern. Das Clubkombinat wird nun laut und fordert die „#FutureMusicCityHH“. Ein Aufruf.

In der Mitteilung des Hamburger Clubkombinats, der Berufsverband der Musikclubs in Hamburg heißt es:

„Leuchtende Musikstadt Hamburg – und dennoch: Lärmbeschwerden von AnwohnerInnen und benachbarten Hotelgästen, Pflichtgebühren für unnötige Parkplätze, Mietsteigerungen, wachsenden Behördenauflagen und GEMA-Aufwänden nagen an der Substanz von Musikclubs.

Wenn wir nichts unternehmen, sind die Ausgehviertel in ein paar Jahren geprägt von eintöniger Konservenmusik oder liegen wahrscheinlich ganz am Stadtrand, wo Mieten eventuell noch bezahlbar sind und niemand sich von den Club-Sounds gestört fühlt. Der Immobilienboom verschärft Konflikt um nutzbare Flächen. Musikclubs können beim Wettbieten häufig nicht mithalten und werden verdrängt. Selten verfolgt Stadtentwicklung einen zielgerichteten Ansatz, um Musikstätten frühzeitig in die Planungen zu integrieren.

Fight um Flächen

Eine der vielfältigsten und lebendigsten Live-Musikszenen in Deutschland zu beherbergen, ist ein Pfund, das mehr in das Bewusstsein der politischen Entscheider verankert gehört. Viele KünstlerInnen starten auf unseren Musikbühnen ihre Karrieren und treten bei uns das erste Mal vor Publikum auf. Live-Musikclubs und kleinere Festivals sind Trendsetter und Brutstätten für die Stars von morgen. Künftig können sich selbst Menschen, mit Leidenschaft und Idealismus nicht mehr leisten in zentraler Lage einen Club zu eröffnen. Künstlerkarrieren wie Bosse, Deichkind, Jan Delay, Kettcar, BOY & Co können sich in Hamburg dann nur noch seltener entwickeln.

Wir sind über 140 Hamburger Musikclubs und Veranstalter, die sich im Clubkombinat Hamburg e.V. vereint haben – u.a. altonale, Cotton Club, Docks, freundlich & kompetent, Hafenklang, Knust, Logo, Moloch, Molotow, Prinzenbar, Uebel & Gefährlich und Waagenbau. Erhebe mit uns Deine Stimme für eine vielfältige und kreative Clublandschaft in Hamburg.

ZUR PETITION – HIER KLICKEN

Im Rahmen unserer Kampagne #FutureMusicCityHH wollen wir die Bedingungen, Anliegen und Perspektiven von Musikspielstätten in Hamburg gemeinsam mit ClubbetreiberInnen, VeranstalterInnen, KünstlerInnen, MusikliebhaberInnen, ClubgängerInnen, PolitikerInnen und JournalistInnen in den Fokus rücken und neue Ideen und Lösungsansätze diskutieren. Es geht um den gesellschaftlichen Wert von Musikclubs als soziale und kulturelle Orte. Wie wollen wir bestehende musikalische Bühnen für Freiräume, Experimente, Kreativität und musikalische Innovationen zu erschwinglichen Preisen erhalten, wie neue Räume schaffen?

Stimmen für Musik

Die gesammelten Unterschriften überreichen wir dem Ersten Bürgermeister Olaf Scholz. Eure Stimmen unterstützen uns in den Gesprächen über die Zukunft der Musikclubs in Hamburg, die wir derzeit intensiv mit der Politik und den Behörden führen.

Verbreite unsere Kampagne auf Facebook (#FutureMusicCityHH)! Schreibe uns einen Blog-Gastbeitrag! Kommentiere unsere Forderungen & debattiere dies in Deinen Freundeskreisen!“

Quelle: clubkombinat.de

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