HAW https://www.tiefgang.net Wed, 09 Jan 2019 16:36:42 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.2 Ab in den Gulli! https://www.tiefgang.net/ab-in-den-gulli/ Fri, 04 Jan 2019 23:26:46 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4720 [...]]]> „Mit William Lindley mobil durch Hamburg“ ist das Motto einer neuen App, die nun zu einer besonderen Reise durch Hamburgs Unterwelt einlädt …

In der Mitteilung der Behörde für Kultur und Medien heißt es:

„Augmented Reality-App des Denkmalschutzamtes und der HAW stellt den großen Ingenieur vor, der Hamburg im 19. Jahrhundert entscheidend prägte

Eine neue App des Denkmalschutzamtes und der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) erweckt den englischen Ingenieur William Lindley mit Elementen der Augmented Reality (AR) zum Leben und gibt anschaulich einen Einblick in Lindleys Wirken in Hamburg. Lindley prägte Hamburg nach dem Großen Brand 1842 entscheidend. Er stellte die Weichen dafür, dass sich die Stadt zu einer modernen Metropole entwickeln konnte. In der App begleitet er als digitaler Charakter die Nutzerinnen und Nutzer durch die Stadt und erläutert seine Leistungen für Hamburg auf dem Weg zur Großstadt.

Die App wurde im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres 2018 entwickelt, in dem auf vielfältige Weise das reichhaltige europäische Erbe in das Bewusstsein gerückt und für mehr Denkmalbewusstsein geworben wurde. Die App ist kostenlos im App Store unter „William Lindley AR. Sharing Heritage AR App“ verfügbar. Entwickelt wurde sie vom Denkmalschutzamt Hamburg gemeinsam mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW), der Firma Shape-Shift und den Kulturvermittlern Silvia Hartel und Wolfgang Wiedey.

Jana Schiedek, Staatsrätin für Kultur und Medien: „Die App macht europäische Stadt- und Kulturgeschichte greifbar. Straße um Straße können wir dem Wiederaufbau Hamburgs nach dem Großen Brand nachspüren und folgen mit William Lindley nicht nur einem Pionier der modernen Stadtentwicklung, sondern auch einer Persönlichkeit, die in zahlreichen europäischen Städten heimisch war und für eine offene und tolerante Gesellschaft steht. Die App bietet einen spannenden Streifzug durch ein wichtiges Kapitel der Hamburger Geschichte, das es ohne den europäischen Austausch so nie gegeben hätte.“

Hamburg als Auswanderer- und Ankunftsstadt mit jahrhundertealten Handelsbeziehungen bietet vielfältige Anknüpfungspunkte, unser gemeinsames europäisches Kulturerbe erlebbar zu machen. So stellten technische Innovationen aus England im 19. Jahrhundert die Weichen auf dem Weg zur modernen Großstadt. Die bis heute prägendste Figur dieser Zeit ist der Londoner Ingenieur William Lindley (1808-1900), der Hamburgs Infrastrukturen nach dem Großen Brand von 1842 revolutioniert hat. Mit der Augmented Reality-App können Interessierte auf Lindleys Spuren wandeln. Bauwerke wie die Badeanstalt nahe des Hauptbahnhofs sind digital nachgebaut. Nutzerinnen und Nutzer können diese virtuell besuchen, im Detail anschauen und spielerisch deren Geschichte und Funktion erfahren.

Die Entwicklung der App

Das Projekt „Mit Lindley durch Hamburg: Englisches Know-How in der Hansestadt digital erleben“ wurde vom Denkmalschutzamt Hamburg initiiert. Das Konzept und die technische Umsetzung stammen von einem Team der Fakultät Design, Medien und Information der HAW Hamburg in Kooperation mit der Firma Shape Shift, einer Ausgründung aus der HAW. Texte, Bilder und historische Hintergrundinformationen steuerten die Kulturvermittler Silvia Hartel und Wolfgang Wiedey bei, die unter anderem Norddeutschlands größte Ausstellung zur Wasserver- und Abwasserentsorgung im Hamburger Wasserforum kuratiert haben. Der Schauspieler Ciaran McVeigh leiht dem digitalen Lindley Stimme, Mimik und Gestik.

Die App wurde für iOS entwickelt und funktioniert ab Version iOS 11.3 (kompatibel mit iPhone 6s oder neuer). Eine Portierung für Android-Geräte ist angedacht.

Links

Kostenloser Download im App Store: itunes.apple.com

Website der Lindley-App: williamlindley.eu

Making of der Lindley-App: denkmal-europa.de

Quelle: www.hamburg.de/bkm

 

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Der Speicher für Kreatives https://www.tiefgang.net/der-speicher-fuer-kreatives/ Fri, 22 Jun 2018 22:40:53 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3774 [...]]]> Die Hamburger Speicherstadt ist längst nicht mehr nur dem Handel vorbehalten. Jetzt wurde gar ein rein kreativer Ort geschaffen: M28!

In der Pressemitteilung der Behörde für Kultur und Medien heißt es:

„Mit der Fertigstellung der Sanierungsarbeiten im Speicherblock M28 in der historischen Speicherstadt durch die Hamburger Hafen und Logistik AG fällt der Startschuss für ein neues Zentrum für Hamburgs Kultur- und Kreativwirtschaft. Als Hauptmieterin übergibt die Hamburg Kreativ Gesellschaft das Erdgeschoss und sechs weitere Böden des Speicherblocks mit insgesamt rund 4.200 Quadratmetern an ihre Mieter. In den kommenden Wochen entstehen dort unter anderem Studios für Musik- und Tonproduktionen sowie Künstler- und Kreativateliers. Mehr als drei Böden stehen dabei für Projekte aus dem Bereich der Virtual-Reality-Technologie (VR) zur Verfügung. Dort entstehen unter anderem Arbeits- und Präsentationsräume mehrerer Soft- und Hardwareproduzenten sowie ein VR-Forschungs- und Transferzentrum der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW).

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Innovative Ideen und kreative Konzepte brauchen den nötigen Raum, um sich entwickeln zu können – der Kreativspeicher M28 schafft hierfür ideale Voraussetzungen. Die vielfältigen Arbeitsbereiche der Untermieter von Malerei über Fotografie und Film bis zu Virtual Reality zeugen von der Bandbreite der Kunst- und Kreativszene in Hamburg. Die Übergabe von M28 an die Hamburg Kreativ Gesellschaft ist ein weiterer wichtiger Baustein, mit dem die Kunst und Kreativwirtschaft zu einem immer wichtigeren Teil der Speicherstadt wird. Für die Kulturstadt Hamburg ist dieser Ort des kreativen Schaffens und Miteinanders ein großer Gewinn.“

Dr. Roland Lappin, Vorstandsmitglied der Hamburger Hafen und Logistik AG: „Ideen brauchen Orte, an denen sie sich entfalten können. Die Speicherstadt war zu allen Zeiten ein Platz für Neues. Deshalb passt das Projekt der Hamburg Kreativ Gesellschaft in den von der HHLA hergerichteten Speicher M28. Nach der denkmalgerechten Sanierung sind Räume entstanden, in denen Inspiration und Kreativität ein Zuhause finden sollen. Wir wünschen den neuen Mietern viel Erfolg und freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit.“

Egbert Rühl, Geschäftsführer der Hamburg Kreativ Gesellschaft: „Wir freuen uns sehr, dass mit der Umsetzung der ersten Phase der kulturellen und kreativwirtschaftlichen Belebung der historischen Speicherstadt sich die Erkenntnis manifestiert, dass die Kreativwirtschaft, ihrer Bedeutung und ihren Potenzialen entsprechend, selbstverständlich auch in die innere Stadt und die Premiumlagen gehört.“

Die HHLA hat als Eigentümerin den Speicherblock M28 für seine zukünftige Nutzung aufwendig saniert. Dafür wurde das Gebäude energetisch gedämmt. Das Mansardendach wurde in Kupfer eingedeckt, Fenster und charakteristische Lukentüren denkmalgerecht saniert oder erneuert. Es sind moderne Sanitärräume und Pantries entstanden. Zudem wurde die gesamte Gebäudetechnik auf den aktuellen Stand gebracht. Ein neues Treppenhaus mit Aufzügen gewährleistet einen barrierefreien Zugang. Viele Details wie die historische Beschilderung, alte Fenstergitter und Handläufe hat die HHLA im Original erhalten. Der Kreativspeicher M28 zeichnet sich durch seinen einzigartigen Loftcharakter aus, der einen reizvollen Kontrast zwischen Alt und Neu bietet.

In einem unbefristeten Mietvertrag übernimmt die Hamburg Kreativ Gesellschaft die Flächen zur etagenweisen Weitervermietung an Kreativschaffende. Alle Mieter und Nutzer des Speichers M28 wurden im Rahmen eines Interessensbekundungsverfahrens ermittelt und von einer fachkundigen Jury ausgewählt.

Einen Schwerpunkt in der Belegung des Speichers M28 bildet die Virtual-Reality-Technologie. Mit dem Virtual Reality Head Quarter (VRHQ), das auf drei Böden vertreten sein wird, entsteht ein Ort, an dem sich Menschen mit modernen VR-Anwendungen beschäftigen und sich offen mit anderen Interessierten austauschen können. Die Initiatoren des VRHQ, die vier Hamburger Start-ups Noys VR, Spice VR, Spherie und VR Nerds, richten im Kreativspeicher Am Sandtorkai eine gemeinsame Arbeits- und Ausstellungsfläche ein, auf der sie neue Anwendungsgebiete für VR erschließen und publikumswirksam einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen.

Ergänzt wird dieser Schwerpunkt durch das Forschungs- und Transferzentrum Digital Reality der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg. Studierende und Absolventen aus unterschiedlichen Disziplinen (Games, Künstliche Intelligenz, 3D-Tongestaltung, User Interface und User Experience Design, Human Machine Interaction, Design, Netzwerktechnik, Datenbanken, Illustration, 3D-Modellierung, Reality Capture, Animation und Storytelling) können hier an neuen Virtual-Reality-, Augmented-Reality- oder Mixed-Reality-Anwendungen arbeiten, die sowohl der Wissenschaft als auch der Wirtschaft zur Verfügung gestellt werden sollen.

Die weiteren Böden werden unter anderem von Studiogemeinschaften zur Design-, Film- und Musikproduktion (XYZ Space) und jungen Labels für nachhaltiges Modedesign (Jan’n June) belegt sowie als Ateliers und Arbeitsplätze für Kreativschaffende der Sparten Grafik, Illustration, Malerei, Bildhauerei und Fotografie, Architektur, Objektbau und Film genutzt.

Mit dem Kreativspeicher M28 wird der erste Teilabschnitt der 2012 im Senat beschlossenen 10.000 Quadratmeter für Kultur und kreativwirtschaftliche Nutzung in der Speicherstadt verwirklicht.

Weitere Fakten zum Projekt sowie ausführlichere Projektbeschreibungen mit Web-Links zu den einzelnen Mietern finden Sie im Anhang. Bildmaterial ist auf Anfrage verfügbar.“

Quelle: www.hamburg.de/bkm

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SpeicherStickCity Hamburg https://www.tiefgang.net/speicherstickcity-hamburg/ Fri, 29 Dec 2017 23:06:18 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=2801 [...]]]> Schon irre, was die Digitalisierung so alles möglich macht. Das zeigt in Hamburg jetzt das Projekt „Speicherstadt digital“. Trifft es aber auch den Punkt?

Die Hamburger Speicherstadt digital für alle erlebbar zu machen, ist das Ziel des Projekts „Speicherstadt digital“, das die Behörde für Kultur und Medien initiiert hat und kurz vor den Feiertagen der Öffentlichkeit nicht ihne Stolz präsentierte. Und zu Recht: eine App fürs Smartphoe und man kann sich historische Fotos jener Orte ansehen, an denen man gerade in der Speicherstadt steht. Die Verbindung zum GPS-System macht´s möglich. Dazu gut aufbereitete Hintergrundinformationen und sogar Hörspiele, in denen Schauerleute plaudern oder auch schimpfen.

„Augmented Reality“, „Virtual-Reality“ – das sind die Zauberbegriffe, mit denen nun auch die Speicherstadt ernst macht. Und man muß kein Technikfreak sein, um sich beeindrucken zu lassen.

Die App „Speicherstadt digital“ gibt es für die Betriebssysteme Android und iOS. Sie ist kostenlos und vermittelt bildhaft oder auch per „Hörspiel“ die Geschichte des Hamburger UNESCO-Welterbes. Viele historische Fotos, die zum Beispiel aus den Archiven der Stiftung Historische Museen Hamburg, der HHLA und aus dem Staatsarchiv stammen, lassen vergangene Zeiten in der historischen Speicherstadt lebendig werden. Durch erläuternde Texte und Zeitzeugenberichte erfährt man mehr über die Entstehung der Speicherstadt und das tägliche Leben dort. Eine Kartenansicht ermöglicht schnelle Orientierung und zeigt, wo sich Sehenswertes befindet. Hörspiele nehmen die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine Reise in die Vergangenheit. So wird zum Beispiel die Schlusssteinlegung durch Kaiser Wilhelm II. im Jahr 1888 oder der Arbeitsalltag der Schauerleute lebendig nachgestellt. Produziert wurden sie vom NDR Hörfunk. Ein Investment unserer Hörfunk-Beiträge.

Vor Ort kann jeder mittels Augmented Reality (zu deutsch „computergestützte erweiterte Realitätswahrnehmung“) auf dem eigenen Smartphone oder Tablet den direkten Vergleich zwischen Jetzt und Einst ziehen. Betrachten Besucher*innen durch die App ihre Umgebung, werden historische Aufnahmen eingespielt und zeigen, wie die Speicherstadt früher aussah. Mit einer Filterfunktion können außerdem Informationen und Material zu verschiedenen Themen wie „Vor dem Bau der Speicherstadt“, „Bauabschnitte“ oder auch den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg angezeigt werden.

Auch mit Virtual-Reality-Elementen, die von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) entwickelt wurden, wird das Vergangene erlebbar gemacht. Besucher*innen erfahren an Bildschirmen im Foyer des sogenannten Dialoghauses (Adresse: Alter Wandrahm 4) spielerisch, wie in der Speicherstadt vor etwa 100 Jahren gearbeitet wurde. Außerdem stehen spezielle Virtual-Reality-Brillen und Controller zur Verfügung, mit denen Besucher*innen zum Beispiel die Arbeit im Kesselhaus der Speicherstadt in einer virtuellen 3D-Welt nachspielen können. Kohle schaufeln, Waren verladen oder Maschinen bedienen – für einen Moment können sie in das Leben eines Hafenarbeiters vor rund 100 Jahren eintauchen. Zurück in die Zukunft!

Abgerundet wird das Erlebnis durch virtuelle Touren durch die Speicherstadt auf der Plattform „Google Arts & Culture“. Anhand von 360-Grad-Aufnahmen können Interessierte einen Blick in die historischen Speicher werfen, durch die Straßen und über Brücken flanieren und sogar eine virtuelle Fleetfahrt unternehmen.

Damit die neuen Angebote vor Ort optimal genutzt werden können, hat die Stadt gemeinsam mit dem Anbieter wilhelm.tel in der Speicherstadt ein flächendeckendes freies WLAN-Netz eingerichtet. Die Nutzung des „MobyKlick“-Netzes ist kostenfrei.

(Brooksbrücke – Foto: Johann Hamann um 1890)

Die Speicherstadt gehörte einst zu den innovativsten und modernsten Bauprojekten der Hansestadt und ist auch heute noch weltweit der größte zusammenhängende historische Lagerhauskomplex. Ende des 19. Jahrhunderts errichtet, wird sie heute nicht nur gewerblich genutzt. Eine Vielzahl von Museen präsentiert mit unterschiedlichen Schwerpunkten das kulturelle Erbe der Speicherstadt.

Das Projekt „Speicherstadt digital“ ist Teil der Digitalisierungsstrategie der Stadt im Kulturbereich. Ziel ist es, Kulturgüter für jedermann digital erlebbar zu machen und so einen umfassenden und übergreifenden Zugang zu unserem kulturellen Erbe zu schaffen.

Das ist auch durchaus sinnhaft erfahrbar. Ob es Geschichtsvermittlung im herkömmlichen Sinne ist, muß man sich allerdings schon fragen. Denn die Darstellung von Zusammenhängen weicht dem Wow-Erlebnis der Technik. Noch.  Noch ruckelt und wackelt die Technik ein wenig und steht am Anfang dessen, was sie andeutet. Sollte sie weiter ausreifen, bleibt zu hoffen, dass dann auch die Inhalte folgen. Denn Geschichte ist mehr als der Wechsel von Schwarz-Weiß-Bebilderung auf Farbe. Ob es also eher Richtung Disney-World geht oder Historische Moderne, bliebt abzuwarten. Die Federführung durch die Stiftung Historische Museen Hamburg macht zuversichtlich.

Zahlreiche Kooperationspartner haben am Projekt „Speicherstadt digital“ mitgearbeitet. Beteiligt waren neben der Behörde für Kultur und Medien, Dataport, die Stiftung Historische Museen Hamburg, der Norddeutsche Rundfunk, Google Arts & Culture, Fraunhofer FOKUS, die Hamburg Hafen und Logistik AG (HHLA), HITeC, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW), die IG Kulturquartier, die Universität Hamburg und wilhelm.tel.

Verwaltungsgebäude der HHLA zu Beginn des 20. Jhds.

Und klar: wieder ein Projekt, mit dem Hamburg sich als Weltstadt auch in technischen Belangen darstellt. Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „‚Speicherstadt digital‘ erlaubt jedem vertiefende Einblicke in die Geschichte und zeigt am Beispiel des größten zusammenhängenden Speicherensembles der Welt, wie die Verbindung von Kultur und Medien gelingen kann. Mit dem in der Speicherstadt flächendeckend eingerichteten freien WLAN-Netz steht vor Ort die ideale Infrastruktur dafür bereit.“

Börries von Notz, Alleinvorstand der Stiftung Historische Museen Hamburg: „Es wird immer wichtiger, dass Kulturgut auch digital von historisch Interessierten erschlossen werden kann. Das gilt insbesondere für Kulturgut von nationaler und internationaler Bedeutung. Mit der App ‚Speicherstadt digital‘ ist nun ein erster Schritt in diese Richtung für das UNESCO-Welterbe getan. Als Begleiter bei einem Besuch der Speicherstadt hält die App für den Nutzer in spielerischer und anschaulicher Art und Weise wertvolle Informationen zur Geschichte dieses besonderen Ortes bereit.“

Prof. Dr. Roland Greule, Department Medientechnik der HAW Hamburg: „Wir haben die Rekonstruktion und Modellierung des Kesselhauses und der Maschinenzentralstation zu einem 3D-Modell durch eine Virtual Reality Anwendung erweitert. Sie ermöglicht den Besuchern der Ausstellung, in einen Bereich des heutigen Welterbes einzutauchen und die technologisch innovative Nutzung der lokalen Energiegewinnung um 1910 zu erleben. Der Einsatz von Virtual Reality und Augmented Reality wird maßgeblich die Zukunft der Gesellschaft in den unterschiedlichsten Bereichen prägen. Vor diesem Hintergrund haben wir den Masterstudiengang ‚Digital Reality‘ entwickelt, um unserer Verantwortung gerecht zu werden, junge Menschen am Puls der technischen Entwicklungen mit Blick auf die Zukunft, innovativ und am Markt orientiert zu qualifizieren.“

Das IG Kulturquartier war inhaltlich und konzeptionell bei der Redaktion des Text- und Bildmaterials für das Projekt „Speicherstadt digital“ beteiligt. Thomas Hampel für die IG KulturQuartier Speicherstadt und HafenCity: „Hamburgs Welterbe geht online! Wer in Hamburg und der Welt an Architektur, Kultur oder Geschichte interessiert ist, hat jetzt die Möglichkeit, mobil und vor Ort mehr zu erleben. Mehr Texte, Töne und Bilder, mehr Hintergrundinformationen, mehr wissenschaftliche Einordnung und auch mehr Spaß und Unterhaltung. Das hanseatische Holodeck steht zur Erkundung bereit. Die 10 Ausstellungen und Museen im KulturQuartier Speicherstadt und HafenCity freuen sich auf die neue Dimension des Hamburger Welterbes!“

HITeC e.V., das Technologie Transfer-Center des Fachbereich Informatik der Universität Hamburg, hat die Entwicklung der Apps geleitet und weiterhin die Infrastruktur konzipiert und entwickelt. Lothar Hotz, Geschäftsführer von HITeC: „Mit der Speicherstadt Digital App und der dahinterstehenden Infrastruktur, welche die dargestellten Inhalte verwaltet, ist die Basis für zukünftige Zugänge auf kulturelle Objekte der Stadt geschaffen worden. Durch diese Entwicklung können nun weitergehende Forschungsaufgaben, die die Bereitstellung kultureller Inhalte für den Bürger vereinfachen, betrachtet werden.“

Quelle: speicherstadt-digital.de

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