Helge Albers – Chef der MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein https://www.tiefgang.net Sat, 09 Aug 2025 09:03:36 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.2 Die beste Inszenierung sind die Kinos selbst https://www.tiefgang.net/die-beste-inszenierung-sind-die-kinos-selbst/ Fri, 08 Aug 2025 22:44:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=12235 [...]]]> In der Geschichte der Filmförderung gibt es Momente, die sich wie ein wohlplatzierter Plot-Twist anfühlen. Hamburg, die Hansestadt, schreibt gerade ein solches Kapitel.

Mit der Einführung des „MOIN Kinobonus“ verdoppelt sie kurzerhand das Preisgeld für die Hamburger Kinopreise und sendet ein unmissverständliches Signal: Nicht nur das Werk verdient eine Prämie, sondern auch der Ort, an dem es zum Leben erweckt wird. Die Gesamtsumme für die Programm- und Stadtteilkinos steigt von 100.000 auf 200.000 Euro – ein Bekenntnis, das die Leinwand des städtischen Kulturlebens in einem besonders warmen Licht erscheinen lässt.

Es ist eine Mise-en-scène der klugen Sorte. Denn was wäre ein Regiewerk ohne den dunklen Kinosaal, der es erst zur kollektiven Erfahrung macht? Staatsrätin Jana Schiedek brachte es auf den Punkt: „Gute Filme brauchen gute Orte, an denen sie gesehen werden können.“ Die Freude über die zusätzlichen Mittel ist spürbar, denn sie sieht in ihnen „Rückenwind für die Filmkultur in unserer Stadt.“ Es ist das Bekenntnis, dass die kleinen Spielstätten mit ihren leidenschaftlichen Programmen das Rückgrat der städtischen Filmlandschaft sind.

Aus der MOIN Filmförderung selbst kommt der entscheidende Impuls. Geschäftsführer Helge Albers spricht nicht ohne Grund davon, dass die Programmkinos das „Herzstück der Hamburger Filmkultur“ seien. Ihr Engagement, MOIN-geförderte Filme in die Säle zu bringen und ein Publikum für sie zu finden, sei von unschätzbarem Wert. Mit dem Kinobonus will die Förderung dieses Engagement nun gezielt „unterstützen und feiern“.

Und die Art der Unterstützung ist ebenso durchdacht wie das Vorhaben selbst. Der Bonus von bis zu 10.000 Euro pro Kino wird nicht nach Gutdünken vergeben. Vielmehr richtet sich die Höhe nach der Anzahl der MOIN-geförderten Filme im Programm und den dazugehörigen Zuschauer*innenzahlen des vergangenen Jahres. Um dabei faire Bedingungen zu schaffen, fließen auch Faktoren wie Saalkapazität und Kinogröße in die Bewertung ein – ein kluger Subtext, der sicherstellt, dass auch die kleineren, unabhängigen Filmschaffenden eine echte Chance haben.

Die diesjährigen Kinopreise werden am 8. September im Magazin Filmkunsttheater verliehen. Kultursenator Dr. Carsten Brosda wird die Ehrungen vornehmen und damit symbolisch einen symbolträchtigen Rahmen für diesen wichtigen Akt setzen. In einer Zeit, in der das Kino als Kulturort immer wieder um seine Existenz kämpft, ist diese Geste mehr als nur eine finanzielle Spritze. Sie ist die Bestätigung, dass die wahre Kunst der Filmvermittlung in den Händen der engagierten Kinobetreibenden liegt und von der Stadt als das erkannt wird, was sie ist: unverzichtbar für die Filmkultur.

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Hamburger Kinopreise 2023 https://www.tiefgang.net/hamburger-kinopreise-2023/ Fri, 15 Sep 2023 22:45:15 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10275 [...]]]> Insgesamt 16 Kinopreis-Auszeichnungen hat Kulturstaatsrätin Jana Schiedek am Dienstagabend im Savoy Kino vergeben.

Unter die ersten Plätze schafften es in diesem Jahr die Zeise Kinos, das 3001, das B-Movie sowie das Abaton. Ein Sonderpreis ging an die Initiative „Flexibles Flimmern“.

Jana Schiedek, Hamburgs Staatsrätin für Kultur und Medien: „Die Hamburger Programmkinos bieten ihrem Publikum eine wunderbare Vielfalt: liebevoll kuratierte Filmreihen für Kinder, originalsprachiges Kino, Kurzfilmprogramme und so viel mehr. Ihr herausragendes Engagement haben sie auch über die schwierigen letzten Jahre nicht verloren und uns mit Ideenreichtum und großer Liebe zum Film für das Kulturgut Kino begeistert. Dieses gilt es schließlich nicht zuletzt als wichtigen Teil unseres gesellschaftlichen Miteinanders zu bewahren. Mit den Kinopreisen zeichnen wir dieses große Engagement aus und sprechen den vielen Engagierten unseren Dank aus.“

Helge Albers, Chef der MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein: „Die Hamburger Kinos haben sich im vergangenen Jahr ordentlich ins Zeug gelegt und konnten mit spannenden Programmreihen und Events das Publikum zurück in Kino holen – nicht zuletzt dank MOIN-geförderter Kassenerfolge wie ‚Rheingold‘, ‚Mittagsstunde‘ oder ‚Triangle of Sadness‘. Auch wenn die Auswirkungen durch Corona 2022 noch spürbar waren, hat Hamburgs Kinoszene sich zurückgekämpft. Chapeau für diese Leistung und das Durchhalten! Was im Kino alles möglich ist, hat ‚Barbenheimer‘ gerade eindrucksvoll gezeigt.“

Die Filmproduzentin Nurhan Sekerci-Porst („Rheingold“, „Aus dem Nichts“), die Kinobetreiberin Wiebke Thomsen (Lodderbast Kino), sowie Zeit-Journalist Oskar Piegsa haben in diesem Jahr über die Vergabe der Hamburger Kinopreise entschieden. Die drei Branchenexpert:innen bilden die aktuelle Kinopreis-Jury.

Die Hamburger Kinopreise werden jährlich von der Behörde für Kultur und Medien zusammen mit der MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein vergeben. Die Hamburger Programm- und Stadtteilkinos sowie Initiativen werden dabei jeweils für das vorangegangene Programmjahr ausgezeichnet.

Übersicht der Preisträger:innen:

Zeise Kinos, Ottensen: 15.000 Euro

3001 Kino, Sternschanze: 13.000 Euro

B-Movie, St. Pauli: 12.000 Euro

Abaton, Rotherbaum: 11.000 Euro

Alabama, Winterhude: 6.000 Euro

Koralle, Volksdorf: 6.000 Euro

Savoy Filmtheater, St. Georg: 6.000 Euro

Studio-Kino, Altona-Altstadt: 6.000 Euro

Filmraum, Eimsbüttel: 5.000 Euro

Magazin Filmkunsttheater, Winterhude: 4.000 Euro

Passage Kino, Altstadt: 4.000 Euro

Blankeneser Kino, Blankenese: 3.000 Euro

Elbe Filmtheater, Osdorf: 3.000 Euro

Lichtmeß-Kino, Ottensen: 3.000 Euro

Schanzenkino 73, Sternschanze: 3.000 Euro

Sonderpreis „Flexibles Flimmern“: 3.000 Euro

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