Helge Albers – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Fri, 09 Sep 2022 15:47:47 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.5 Hamburg verlängert Serienförderung https://www.tiefgang.net/hamburg-verlaengert-serienfoerderung/ Fri, 09 Sep 2022 22:41:24 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9316 [...]]]> Serien-Fans können sich freuen: Fahri Yardim und Henriette Confurius drehen im Norden eine neue Thriller-Serie.

Die ersten zwei Hamburg-Serien feiern beim Filmfest Premiere – und die Filmförderung kann auch künftig spannende Serien in die Hansestadt holen, wie Kultursenator Dr. Carsten Brosda am Set von „Die Quellen des Bösen“ der Hamburger Produktionsfirma Wüste Medien bekanntgab.

Seit Ende 2019 stellt die Stadt Hamburg der MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein Sondermittel in Höhe von einer Million Euro pro Jahr zur Verfügung, um Highend-Serien in die Hansestadt zu holen.

Seitdem konnte die MOIN Filmförderung 35 Highend-Serienförderungen mit rund 3,7 Millionen Euro aussprechen. Acht Serien wurden in der Produktion unterstützt, 17 Drehbücher wurden gefördert, genauso wie zehn Serien in der Projektentwicklung. Diese Serien-Mittel soll es auch künftig weitergeben, wie Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, betont: „Die Serienförderung ist ein voller Erfolg für den Filmstandort Hamburg. Hochklassige Serien konnten so in der Stadt und im Norden produziert werden. Damit unterstützen wir nicht nur die Filmszene im Norden, sondern sind als Filmstandort auch auf renommierten Festivals erfolgreich präsent. Vor allem dem unabhängigen Produktionssektor können wir mit der Förderung wichtige Rückendeckung und Anreize bieten, Stoffe hier vor Ort zu entwickeln, zu produzieren und auf vielfältigen Wegen ans Publikum zu bringen. Diesen Erfolg wollen wir fortsetzen und machen uns daher in den aktuellen Haushaltsverhandlungen dafür stark, die Serienmittel in Höhe von einer Million Euro im Jahr auch künftig zur Verfügung zu stellen.“

Derzeit laufen in Hamburg und Schleswig-Holstein die Dreharbeiten der sechsteiligen Serie Die Quellen des Bösen, die 2023 bei RTL+ zu sehen sein wird. In der Thriller-Serie von Regisseur Stephan Rick, produziert von der Hamburger Firma Wüste Medien, jagen eine ostdeutsche Ermittlerin (Henriette Confurius) und ihr neuer Partner aus Hamburg (Fahri Yardim) einen Serienmörder, dessen Spur sie in die Abgründe der deutsch-deutschen Vergangenheit führt. Die Drehbücher zur Thriller-Serie stammen von der Head Autorin Catharina Junk sowie Elke Schuch. Das Team dreht aktuell rund zwei Wochen in Hamburg und Schleswig-Holstein. Die MOIN Filmförderung hat die Produktion der Wüste Medien mit 500.000 Euro unterstützt.

Björn Vosgerau, Produzent bei Wüste Medien, erklärt: „Die Quellen des Bösen‘ ist eine spannungsgeladene Thriller-Serie aus der Nachwendezeit, erdacht von der Hamburger Autorin Catharina Junk. Dank der hiesigen Serienförderung ist das Projekt schnell ins Rollen gekommen – so bleiben der Standort und wir als unabhängige Produktionsfirma aus Hamburg im Seriensegment wettbewerbsfähig.“

Helge Albers, Chef der MOIN Filmförderung, fährt fort: „Mit den Dreharbeiten zu ‚Die Quellen des Bösen‘ und zwei Serien-Premieren beim Filmfest Hamburg trägt unsere Serienförderung erste Früchte. Allein die Serie ‚Die Quellen des Bösen‘ erzielt einen äußerst hohen Regionaleffekt. Konkret heißt das: Die Produktion investiert während der Dreharbeiten mehr als das Sechsfache unserer Fördersumme wieder in die Region und ist damit Motor für Arbeitsplätze und Dienstleister bei uns.“

Die ersten zwei geförderten Serien, die Hamburg vor der Kamera zeigen, feiern nun beim Filmfest Hamburg ihre Premiere:

Die True Crime-Dokuserie Reeperbahn Spezialeinheit FD65, produziert von der Gebrueder Beetz Filmproduktion für die ARD, erzählt die Geschichte von Deutschlands erster Polizeieinheit zur Bekämpfung Organisierter Kriminalität – der Hamburger Fachdirektion 65 – und ihrem Kampf gegen rivalisierende Ludenbanden, Hells Angels und die US-Mafia. Die MOIN Filmförderung hat die Serie mit 250.000 Euro unterstützt.

In der sechsteiligen Amazon Prime-Serie „German Crime Story: Gefesselt“ stellt Regisseur Florian Schwarz die Taten des Säurefassmörders Raik Doormann (gespielt von Oliver Masucci) in den Fokus, der Anfang der 80er- und 90er-Jahre in und um Hamburg sein Unwesen treibt. Die Serie wurde produziert von Neue Bioskop Television für Amazon Prime, die MOIN Filmförderung hat sie mit 350.000 Euro unterstützt.

Ebenso gefördert und bereits in der ZDF Mediathek zu sehen, ist die siebenteilige Dramaserie Tod von Freunden von Friedemann Fromm mit Jan Josef Liefers in einer der Hauptrollen. Produziert wurde die Serie von der Letterbox Filmproduktion.

Mehr zu „Die Quellen des Bösen“

1993, Ostdeutschland. Auf einem Bett aus Blütenzweigen und den Körper übersät mit in die Haut geritzten germanischen Runen – so wird in einem abgelegenen Waldstück nahe der Kleinstadt Wussnitz eine Mädchenleiche gefunden. Die resolute junge Kommissarin Ulrike Bandow (Henriette Confurius) und ihr neuer erfahrener Kollege aus Hamburg, Koray Larssen (Fahri Yardim), übernehmen ihren ersten gemeinsamen Fall. Rätselhafte Spuren führen das ungleiche Ermittlerpaar bis in die deutsch-deutsche Vergangenheit, wo sie auf eine bisher unentdeckte, bizarre Mordserie stoßen. Jetzt ist der Täter zurückgekehrt, an den Ort, an dem alles begann. Um ihn aufzuhalten, müssen die Ermittler lernen, einander zu vertrauen. Doch das ist nicht einfach, denn Ulrikes eigene Schuld führt zu einem tiefen Abgrund, in den sie niemals schauen wollte und auch Koray verbirgt ein Geheimnis.

 

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Die Orte der Filmkunst https://www.tiefgang.net/die-orte-der-filmkunst/ Fri, 15 May 2020 22:25:51 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6903 [...]]]> Dass ein Kino doch etwas anderes ist als das heimische Sofa ist uns dieser Tage besonders bewusst. Um die Spielstätten zu Ehren wurden auch dieses Jahr Preise vergeben. Digital versteht sich.

In der Mitteilung der Behörde für Kultur und Medien heißt es:

„Am Dienstagabend hat Jana Schiedek, Staatsrätin für Kultur und Medien, die Hamburger Kinopreise verliehen. In einer digitalen „Home Edition” wurden 15 Programm- und Stadtteil-Kinos für ihr Programmjahr 2019 ausgezeichnet. Sonderpreise gab es erstmals für die Initiativen „A Wall is a Screen”, „Flexibles Flimmern” und das Schanzenkino 73.

Traditionell trifft sich die Hamburger Filmbranche im Spätsommer zur Verleihung der Hamburger Kinopreise. Dieses Jahr ist einiges anders: Um den Hamburger Programm- und Stadtteilkinos in der Corona-Krise stärker und schneller unter die Arme zu greifen, wurden die mit rund 100.000 Euro dotierten Kinopreise bereits am Dienstagabend per Videochat verliehen. Bei der digitalen “Home Edition” kamen etwa 40 Kinobesitzer*innen und Filmschaffende aus dem Norden zusammen, unter ihnen Regisseur und Jurymitglied Lars Jessen sowie Filmfest Hamburg-Leiter Albert Wiederspiel.

Die vorgezogene Verleihung der Kinopreise ist Teil des Rettungspakets der Stadt Hamburg. Anfang April hatte der Senat bereits die „Kino Hilfe Hamburg“ in Höhe von 550.000 Euro ins Leben gerufen, um die Auswirkungen der Corona-bedingten Kino-Schließungen abzufedern.

Jana Schiedek, Staatsrätin der Behörde für Kultur und Medien: „Auch wenn wir uns leider derzeit nur digital treffen können, ist die diesjährige Kinopreisverleihung eine gute Gelegenheit, den wunderbaren Programmkinos der Stadt gerade jetzt für ihr Engagement zu danken. Neben der ‚Kino Hilfe Hamburg‘, leistet die vorgezogene Verleihung der Kinopreise auch einen Beitrag, um den Kinos durch diese schwierige Zeit zu helfen. Die diesjährigen Preisträger zeigen, wie innovativ und kreativ die Branche ist. Eigenschaften, die wir gerade in den kommenden Wochen brauchen werden, wenn es verstärkt darum geht, die Kinos auch dabei zu unterstützen, unter den neuen Bedingungen Filmkunst wieder zeigen zu können. Dabei stehen wir weiter an der Seite der Kinos.“

Helge Albers, Geschäftsführer der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein: „Mit der vorgezogenen Preisverleihung wollen wir den Kinos für ihre Arbeit danken und sie in der aktuellen Krise weiter unterstützen – so wie es viele Hamburger Kinofans mit Gutscheinkäufen oder Crowdfunding-Spenden bereits tun. Diese großartige Welle der Solidarität zeigt: Das Kino lebt! Ich freue mich mehr denn je auf ein baldiges Wiedersehen in den Hamburger Kinobetrieben.“

Neben den 15 prämierten Kinos wurden in diesem Jahr zum ersten Mal drei innovative und unkonventionelle Kinoinitiativen ausgezeichnet. Zu den Preisträgern zählen die Filmnächte „A Wall Is A Screen“, das mobile Kino „Flexibles Flimmern“ und das Schanzenkino 73, das mit seinem bilingualen Kopfhörer-Konzept im Kinosaal und als Open Air gleich in zwei Kategorien gewann.

Übersicht der Preisträger*innen:

  • Abaton, Rotherbaum: 13.000 Euro
  • 3001 Kino, Sternschanze: 13.000 Euro
  • Zeise Kinos, Ottensen: 10.000 Euro
  • Magazin Filmkunsttheater, Winterhude: 8.000 Euro
  • Studio-Kino, Altona-Altstadt: 8.000 Euro
  • Koralle, Volksdorf: 8.000 Euro
  • Savoy Filmtheater, St. Georg: 7.500 Euro
  • Alabama, Winterhude: 7.000 Euro
  • B-Movie, St. Pauli: 7.000 Euro
  • Passage Kino, Altstadt: 4.000 Euro
  • Lichtmeß-Kino, Ottensen: 4.000 Euro
  • Elbe Filmtheater, Osdorf: 3.000 Euro
  • Blankeneser Kino, Blankenese: 3.000 Euro
  • Filmraum, Eimsbüttel: 3.000 Euro
  • Schanzenkino 73, Sternschanze: 1.500 Euro

Übersicht der Sonderpreisträger*innen

  • Flexibles Flimmern: 3.000 Euro
  • A Wall Is A Screen: 3.000 Euro
  • Schanzenkino 73: 2.000 Euro

Über die Kinopreis-Jury:

Der Filmproduzent und Regisseur Lars Jessen („Wildes Herz“, „Fraktus“, „Dorfpunks“), die Kinobetreiberin Verena von Stackelberg (Wolf Kino, Berlin) und die Hamburger Filmjournalistin Britta Schmeis haben in diesem Jahr über die Vergabe der Hamburger Kinopreise entschieden. Die drei Branchenexpert*innen bilden die aktuelle Kinopreis-Jury.

Über die Hamburger Kinopreise:

Die Hamburger Kinopreise werden seit 1993 für qualitativ herausragende Filmprogramme oder andere Maßnahmen, die die Kinokultur fördern, an Hamburger Kinos und Abspielstätten vergeben. Initiator sind die Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg und die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein.“

Quelle: www.hamburg.de/bkm

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„Herzkammern der Filmkunst“ https://www.tiefgang.net/herzkammern-der-filmkunst/ Fri, 28 Feb 2020 23:15:26 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6390 [...]]]> Hamburg stellt für das laufende Haushaltsjahr kurzfristig 200.000 Euro zusätzlich für die Kinoförderung zur Verfügung.

Die Stadt legt damit den Grundstein für ein Hamburger Kinoinvestitionsprogramm und beteiligt sich auf diesem Weg mit einer Kofinanzierung am Zukunftsprogramm Kino des Bundes, das im ersten Quartal 2020 aufgelegt werden soll und mit dem auf vielfältige Weise in die Zukunft der Kinos investiert werden soll.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Kinos sind die Herzkammer der Filmkunst und auch wichtige Kulturorte in den Stadtteilen. Mit der Beteiligung am Zukunftsprogramm Kino wollen wir die Kinokultur in dieser Stadt und den Film auf der großen Leinwand stärken und eine langfristige Perspektive geben. Die engagierte Programmarbeit vieler Hamburger Kinobetreiberinnen und -betreiber würdigen wir bereits seit vielen Jahren mit dem Hamburger Kinopreis. Mit den zusätzlichen Mitteln wollen wir den Kinos ermöglichen, mit den Entwicklungen der Zeit zu gehen und in die Zukunftsfähigkeit ihrer Häuser zu investieren.“

Helge Albers, Geschäftsführer der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein: „Keine Kulturstadt ohne Kinos. Hamburg hat eine lebendige und vielfältige Kinolandschaft, deren Erhalt und Entwicklung uns am Herzen liegt. Wir freuen uns daher sehr über die Unterstützung durch die Stadt. Das ist ein starkes Signal für die Zukunft der Kinostadt Hamburg.“

Mit der Zusage der Stadt, ein Kinoinvestitionsprogramm aufzulegen, wird den Kinos in Hamburg die Möglichkeit gegeben, sich auch an dem Zukunftsprogramm des Bundes zu beteiligen. Weitere Details zu Kriterien und Vergabe werden zum Start des Zukunftsprogramms des Bundes von der Filmförderung Hamburg Schleswig Holstein veröffentlicht.

Quelle: Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein GmbH

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Warner Bros.´ Herz fürs Lokale https://www.tiefgang.net/warner-bros-herz-fuers-lokale/ Fri, 07 Feb 2020 23:51:43 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6283 [...]]]> Warner Brothers sieht es als solidarische Grundidee und Talentförderung. Vermutlich ist es aber auch ein guter Zugriff auf Stars von Morgen: die Filmförderung im Norden.

In der Mitteilung des Filmförderung Hamburg-Schleswig-Holstein heißt es:  

„Rückenwind für den Filmnorden: Die in Hamburg ansässige Warner Bros. Entertainment GmbH beteiligt sich erstmals an einer Länderförderung in Deutschland und wird den Förderetat der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (FFHSH) künftig um eine Million Euro pro Jahr aufstocken. Um die Talententwicklung zu stärken werden mindestens 25 Prozent der Summe an Nachwuchsprojekte vergeben. Eine entsprechende Vereinbarung haben Warner und FFHSH heute unterzeichnet. Die Fördermittel werden ab April 2020 von einem neuen FFHSH-Gremium vergeben.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien und Vorsitzender des Aufsichtsrates der FFHSH: „Der Film im Norden hat in den letzten Jahren mit zahlreichen Produktionen auch international für Aufsehen gesorgt. Mit Warner hat die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein einen starken Partner gewonnen, mit dem der Filmstandort noch weiter ausgebaut werden kann. Diese Zusammenarbeit zeigt, was möglich ist, wenn man innovative Wege geht. Das ist beispielhaft. Dank der Unterstützung von Warner können wir neue Filmfördersysteme erproben und die Talententwicklung am Standort weiter ausbauen. Eine Zusammenarbeit, die das Genre Film und die Filmwirtschaft gleichermaßen stärkt und den Weg für qualitätsvolle Kinoproduktionen made im Norden ebnet.“

Helge Albers, Geschäftsführer der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein: „Wir freuen uns sehr, dass mit Warner Bros. ein großer Major am Standort gezielt die Filmbranche vor der eigenen Haustür unterstützt. Die Mittel aus diesem Fördertopf werden in Projekte mit starkem regionalem Fokus fließen und ein Viertel des Geldes ist für Nachwuchsprojekte reserviert. Der Treuhandfonds ist ein neues, innovatives Förderinstrument, mit dem wir ab 2020 noch mehr Projekte in unserer Region unterstützen können und dessen solidarischen Grundgedanken ich sehr schätze. Ich danke ausdrücklich meiner Vorgängerin Maria Köpf für den Impuls zu dieser Initiative.“

Willi Geike, President & Managing Director Warner Bros. Entertainment GmbH: „Warner Bros. engagiert sich seit 1995 für den deutschen Film durch Investments als Koproduzent und Verleiher. Besonders wichtig ist uns die Förderung junger Nachwuchstalente wie unsere Zusammenarbeit bei ‚First Steps‘ und ‚Into The Wild‘ zeigt. Mit unserer neuen Initiative bei der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (FFHSH) wollen wir insbesondere junge Drehbuchtalente und Filmemacher aus der Region unterstützen, die Herstellung innovativer Kinofilme ermöglichen und den Standort stärken.“

Mehr zur Kooperation

Die Warner Bros. Entertainment GmbH wird der FFHSH die Summe von einer Million Euro pro Jahr zur treuhänderischen Verwaltung zur Verfügung stellen. Die Vereinbarung hat zunächst eine Laufzeit von drei Jahren. Gefördert werden Drehbuchentwicklungen und Produktionen für Kinofilme aus bzw. in Hamburg und Schleswig-Holstein. Die Projekte müssen dabei eine besondere inhaltliche, künstlerische und/oder kulturwirtschaftliche Bedeutung vorweisen. Mindestens 25 Prozent der Summe werden an Nachwuchsprojekte vergeben, um die Talententwicklung am Standort zu stärken.

Der Betrag wird dieses Jahr auf drei Gremiumssitzungen aufgeteilt und ab April vergeben, im Jahr 2021 wird es vier Gremiumssitzungen geben.

Das Gremium setzt sich aus drei Personen zusammen, von denen zwei von der FFHSH benannt werden. Die dritte Person wird von Warner Bros. gestellt, darf allerdings in keinem direkten Abhängigkeitsverhältnis zur Firma stehen. FFHSH-Chef Helge Albers wird eine beratende Funktion haben.“

 Quelle: www.ffhsh.de

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´Pelikanblut` in Kanada https://www.tiefgang.net/pelikanblut-in-kanada/ Fri, 30 Aug 2019 22:49:07 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5685 [...]]]> Viermal Grund zum Feiern: Zur 44. Ausgabe des Toronto International Film Festivals werden vier Filme aus der Filmförderung HH-Schleswig-Holstein zu sehen sein. Darunter „Pelikanblut“ von der Hamburger Regisseurin Katrin Gebbe sowie „My Zoe“ von Frankreichs Star Julie Delpy.

Helge Albers, Geschäftsführer der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein: „Der Filmnorden ist dieses Jahr gleich viermal auf einem der renommiertesten Festivals der Welt vertreten: ‚Pelikanblut‘ von der Hamburger Filmemacherin Katrin Gebbe und Produzentin Verena Gräfe-Höft hat einen starken Festivalstart und wird zuvor beim Filmfestival in Venedig die Reihe ‚Orrizonti‘ eröffnen. Frankreichs Star Julie Delpy bringt mit ‚My Zoe‘ ein Familiendrama ins Kino, das von der Hamburger Firma Amusement Park produziert wurde. Keren Yedayas ‚Red Fields‘ konnte bereits zwei Preise beim Filmfestival in Jerusalem abräumen und wurde von der Hamburger Riva Film produziert. Und last but not least freue ich mich natürlich sehr für Alla Kovgan und mein altes Team bei ‚Achtung Panda!‘, dass ‚Cunningham‘ im Festivalprogramm seine Weltpremiere haben wird. Glückwünsche an alle vier Filmteams!“

Mehr zu den Filmen:
Im Zentrum von Pelikanblut steht die emotionale und dramatische Beziehung zwischen einer Mutter – gespielt von Nina Hoss – und ihrer neuen Adoptivtochter: Eine berührende Geschichte, in der Katrin Gebbe das Publikum mit Verzweiflung, starken Gefühlen und Konflikten, aber auch seelischen Grenzen konfrontiert. Produziert wird das Drama von der Hamburgerin Verena Gräfe-Höft (Junafilm). Die SWR/ARTE-Koproduktion wird DCM voraussichtlich im Herbst 2019 in die Kinos bringen. Der Film hat von der FFHSH 550.000 Euro Produktionsförderung erhalten und läuft in Toronto in der Reihe Special Presentations.

Die französische Schauspielerin und Regisseurin Julie Delpy feiert mit ihrem neuen Drama My Zoe in der Sektion „Platform“ Premiere in Toronto. Im Film geht es um die Wissenschaftlerin Isabelle, die nach einer gescheiterten Ehe versucht, ein neues Leben aufzubauen. Getrennt lebend, ziehen sie und ihr Ex-Mann ihre gemeinsame kleine Tochter Zoe groß. Als ein Schicksalsschlag die zerbrochene Familie weiter zerrüttet, trifft Isabelle eine unerwartete Entscheidung. Als Hauptdarsteller werden neben Delpy, die auch für Regie und Drehbuch verantwortlich ist, unter anderem Daniel Brühl, Richard Armitage und Sophia Ally zu sehen sein. Die Postproduktion von Sound und Bild hat zum Großteil in Hamburg stattgefunden. „My Zoe“ wurde mit 175.000 Euro Produktionsförderung unterstützt und wird von Warner Bros. im November 2019 ins Kino gebracht.

Der Dokumentarfilm Cunningham von Filmemacherin Alla Kogvan erweckt die legendären Choreografien von Merce Cunningham – getanzt von den letzten Mitgliedern seiner berühmten Company – noch einmal zum Leben. In poetischen Bildern begleitet der Film Cunninghams künstlerischen Werdegang in der Zeit von 1944 bis 1972. Unterstützt durch die 3D-Technologie verbinden sich seine Geschichte und seine Ideen zu einer emotionalen Reise in die Welt des Choreografen. Die internationale Koproduktion hatte mehrere Drehtage in Hamburg und Schleswig-Holstein und war die letzte Produzentenarbeit des aktuellen FFHSH-Geschäftsführers Helge Albers, der bis Ende März 2019 die Produktionsfirma Achtung Panda! leitete. Der Film hat 120.000 Euro Produktionsförderung erhalten und wird von Camino Filmverleih am 19. Dezember in die deutschen Kinos gebracht. In Toronto läuft Cunningham in der Sektion „TIFF Docs“.

Red Fields ist eine Adaption der israelischen Rock Oper „Mami“ aus den 80ern, die dort mittlerweile Kult ist. In insgesamt 17 Songs wird die unglaubliche Geschichte von Mami erzählt, die aus ihrer heruntergekommen Stadt nach Tel Aviv flieht und nach einer wilden und abenteuerlichen Reise Premierministerin von Israel wird. Der Film von Regisseurin Keren Yedaya hat bereits zwei Preise beim Filmfestival in Israel gewonnen und wurde von Michael Eckelt und seiner Hamburger Firma Riva Filmproduktion koproduziert. Die Sound-Postproduktion hat in den Konken Studios in Hamburg stattgefunden. Die FFHSH hat den Film mit 80.000 Euro Produktionsförderung unterstützt, der in Toronto in der Sektion „Contemporary World Cinema“ läuft.

Das Festival
Die 44. Ausgabe des Toronto International Film Festivals findet vom 5. bis 15. September 2019 statt. Das 1976 gegründete Festival ist mit über 300 Filmen, 400.000 Zuschauern und über 5.000 Fachbesuchern eine der weltweit publikumsstärksten Filmveranstaltungen und gilt als Barometer für die jeweils kommende Oscar-Verleihung. Weitere Informationen zum Festival: www.tiff.net

Quelle: www.ffhsh.de

 

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