Hortensia Völckers https://www.tiefgang.net Thu, 13 Jun 2019 07:22:41 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.2 Kulturagenten überzeugten https://www.tiefgang.net/kulturagenten-ueberzeugten/ Fri, 21 Jun 2019 22:37:01 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5444 [...]]]> Die Vermittlung kultureller Kompetenzen in den allgemeinbildenden Schulen in fünf Bundesländern wird fortgesetzt. Denn das Programm „Kulturagenten für kreative Schulen“ konnte Politiker überzeugen.

In der Mitteilung heißt es:

„Vor acht Jahren startete das Modellprogramm „Kulturagenten für kreative Schulen“ in fünf Bundesländern. Mehr als 100.000 Kinder und Jugendliche an 250 Schulen konnten seitdem vom Engagement von mehr als 50 Kulturagentinnen und -agenten, von ihren kulturellen Kompetenzen und Erfahrungen in der Vermittlung profitieren. Die Kulturagent/innen schufen Kontakte zu den Kulturszenen vor Ort und bahnten einen intensiven Austausch mit unterschiedlichen Kulturinstitutionen an. Die Kulturstiftung des Bundes und die Stiftung Mercator hatten das Programm gemeinsam entwickelt und insgesamt 20 Mio. Euro für die vierjährige Erprobungsphase bis 2015 zur Verfügung gestellt. Die am Programm beteiligten Bundesländer Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen unterstützten das Programm durch eine Kofinanzierung und waren eng eingebunden in die Umsetzung.

Den Kulturagent/innen gelang es, kulturelle Bildung zum inzwischen unverzichtbaren Bestandteil des Schulalltags zu machen und die Schulen darin zu unterstützen, eigene kulturelle Profile zu entwickeln. Deshalb startete mit dem Schuljahr 2015/16 die zweite Phase des Programms in den jeweiligen Bundesländern. Der Schwerpunkt lag dabei in seiner Ausweitung und der Übertragung der Ergebnisse aus der Modellphase auf die Landesstrukturen und damit auf weitere Schulen. Die Länder und ihre zuständigen Ministerien übernahmen die Steuerung dieses Prozesses, den die Kulturstiftung des Bundes und die Stiftung Mercator noch einmal insgesamt mit 9 Mio. Euro förderten. Diese Phase wurde durch den Gewinn etlicher Preise und Auszeichnungen für Projekte im Rahmen des Kulturagentenprogramms gekrönt. Umso mehr freut es die Initiatoren des Programms, die Leitung des Programms in der MUTIK gGmbH und die vielen Partner in den Ländern, dass es ausnahmslos in allen Bundesländern auch nach dem Auslaufen der Förderungen durch die Kulturstiftung des Bundes und die Stiftung Mercator weiterhin Kulturagent/innen geben wird.

Der Vorstand der Kulturstiftung des Bundes, Hortensia Völckers und Alexander Farenholtz, rechnen diese Entscheidung den Verantwortlichen in den Ländern hoch an: „Uns ist bewusst, dass die intensive Zusammenarbeit zwischen Schule und Kultur eine Flexibilisierung von Strukturen verlangt, die viel Überzeugungsarbeit kostet. Das Kulturagentenprogramm ist nicht zuletzt durch den Rückenwind aus der Politik zu einem Erfolgsmodell geworden. Die Rolle von ‚Agenten‘ als Kulturvermittler hat sich so sehr bewährt, dass sie inzwischen ein eigenes Berufsprofil herausgebildet haben. Wir können also in jeder Hinsicht und bei allen Beteiligten von einer Professionalisierung sprechen, die sich einer fruchtbaren Kombination von Bedarfsanalyse, Innovation, Passgenauigkeit und Qualität verdankt.“ 

Winfried Kneip, Geschäftsführer der Stiftung Mercator, ist von dem Erfolg und der Nachhaltigkeit des Kulturagentenprogramms überzeugt: „Die Kulturagentinnen und -agenten sind zu einer unverzichtbaren Größe in Kommunen, Schulen und Kulturinstitutionen geworden: Sie bringen ihre Expertise bei landesweiten Lehrerweiterbildungen ebenso ein wie in der Beratung kommunaler Gesamtkonzepte. Sie füllen eine Leerstelle als Brückenbauer und Vermittler zwischen Bildung und Kultur. Damit tragen sie wesentlich dazu bei, dass kulturelle Bildung als Teil allgemeiner Bildung verstanden wird und unterstützen Kinder und Jugendliche darin, selbstwirksam und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.“

„Kulturagenten für kreative Schulen“ ist ein Programm der MUTIK gGmbH sowie der Förderpartner Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) e.V., Arbeitsstelle Kulturelle Bildung in Schule und Jugendarbeit NRW, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, conecco gUG – Kultur, Entwicklung und Management, Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Baden-Württemberg und Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Thüringen. Gefördert wird das Programm durch die Kulturstiftung des Bundes und die Stiftung Mercator sowie die Länder Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen.“

Mehr Informationen: www.kulturagenten-programm.de

Auch aus dem Süden Hamburgs waren etliche Schulen beteiligt. So die Stadtteilschule Süderelbe, die Goethe-Schule Harburg und die Stadtteilschule Fischbek-Falkenberg.

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Digitalität im Theater https://www.tiefgang.net/digitalitaet-im-theater/ Fri, 05 Apr 2019 22:01:08 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5086 [...]]]> Es wird viel Theater um die Digitalität gemacht. Dabei ist sie auch Teil des Theaters der Zukunft. In Dortmund wird hierzu nun erstmals ausgebildet.

In der Mitteilung heißt es:

„Die vom Dortmunder Schauspielintendanten Kay Voges initiierte und von der Stadt Dortmund, dem Land Nordrhein-Westfalen und der Kulturstiftung des Bundes geförderte Akademie für Theater und Digitalität nimmt nach anderthalbjähriger Entwicklungsphase den Betrieb auf.

Künstlerischer Leiter für die künftig als sechste Sparte des Theater Dortmund fungierende Akademie ist Regisseur Marcus Lobbes, der gemeinsam mit Gründungsdirektor Kay Voges und einem Beirat die Jury für die Auswahl von insgesamt 54 Stipendiat_innen beruft. Unterstützt werden sie von Kai Festersen als Betriebsdirektor und Veronika Ortmayr als Re-ferentin der Künstlerischen Leitung.

„Mit der neu gegründeten Akademie“, so Hortensia Völckers, Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes, „entsteht ein in Europa in dieser Form einzigartiger neuer Ort, an dem über Jahre künstlerische und technische Expertise im Bereich digitaler Theaterproduktion aufgebaut wird. Durch die enge Verzahnung von künstlerischem und technischem Know How bieten sich neue ästhetische Optionen für Theaterproduktionen, von denen letztlich alle Theaterschaffenden profitieren.“

Die ersten der insgesamt 54 Stipendien, mit denen Forschungsprojekte an der Schnittstelle von Theater und Digitalität unterstützt und von der Kulturstiftung des Bundes mit einem Gesamtbetrag von 1 Million Euro finanziert werden, sind ausgeschrieben. Die Fellows, die sich ab sofort bis 28. April bewerben können, werden im Herbst 2019 zum Beginn der Spielzeit in Dortmund erwartet. Die Bewerbungsunterlagen sind unter www.theater.digitalabzurufen.
„Ich freue mich sehr, dass durch das gemeinsame Engagement von Stadt, Land, Bund, Theater Dortmund, Deutschem Bühnenverein und Deutscher Theatertechnischer Gesellschaft sowie vielen weiteren Partnern das erste Stadttheater eine eigene Sparte mit Schwerpunkt im Bereich Digitalität begründet. Die Akademie erforscht, wie eine uns allen noch unbekannte Form des Theaters und der Künste im 21. Jahrhundert aussehen könnte. Sie bietet Theaterschaffenden einen Resonanzraum zwischen Kunst und Technik, Analogem und Digitalem, in dem zukunftsweisende Wege für die Darstellenden Künste erprobt werden können“, sagte Isabel Pfeiffer-Poensgen, Kultur- und Wissenschaftsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen.
Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt die Akademie für Digitalität und Theater maßgeblich. Für die Pilotphase der ersten drei Jahre stehen bereits Mittel in Höhe von 1,3 Millionen Euro zur Verfügung. Neben Personalkosten und Kosten für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit werden damit insbesondere die Kunstproduktion mit digitalen Technologien sowie der Bereich der digitalen Forschung gefördert, der die Basis für die Arbeit der Akademie für Theater und Digitalität bildet.
Die 800 Quadratmeter bietende ehemalige Schreinerei innerhalb des Theaters, ausgestattet mit modernster Digitaltechnik, überbrückt die Zeit bis zur Fertigstellung des von der Stadt Dortmund in Auftrag gegebenen Neubaus im Hafen der Stadt. „Seit September sind wir durch die Auszeichnung der Stiftung Lebendige Stadt die digitalste Stadt Deutschlands – nun entsteht am Hafen der nächste Meilenstein im Rahmen unserer Digitalisierungsstrategie, der d.-port. Die Akademie wird dort ein bedeutender Anker“, sagt Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau. So beschloss der Rat der Stadt Dortmund am 28. März 2019 die Planung des Neubaus der Akademie im künftigen d.-port.

Akademie für Digitalität und Theater

Zudem bietet die Akademie ab Frühsommer 2019 in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Theatertechnischen Gesellschaft (DThG) und dem Deutschen Bühnenverein Workshops, Seminare und Fortbildungen für theatertechnische Berufe an. Marc Grandmontagne, Geschäftsführender Direktor des Deutschen Bühnenvereins: „Die Digitalisierung hat Auswirkungen auf alle Bereiche des Theaters und verändert viele Berufe und Berufsbilder. Aus- und Weiterbildung sind daher zentrale Stellschrauben, um insbesondere die technischen Berufe angemessen weiterzuentwickeln. Das gilt umso mehr in Zeiten akuten Fachkräftemangels.“ Wesko Rohde, Vorstandsvorsitzender der DThG: „Theater sind traditionell Orte einer kreativen Symbiose künstlerischer Innovation und technischen Forschergeists. Gemeinsames Studieren und Forschen schafft die besten Grundlagen für eine zukunftsfähige Entwicklung der Theater. Künstler und Techniker lernen, Netzwerke der Innovation zu bilden und tragen die Erkenntnisse auf und hinter die Bühnen.“

Quelle: Theater Dortmund

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