Jan Zunke – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Thu, 17 Jul 2025 09:53:30 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Im Gefüge von Kunst, Kommerz und Politik https://www.tiefgang.net/im-gefuege-von-kunst-kommerz-und-politik/ Fri, 18 Jul 2025 22:46:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=12142 [...]]]> Das fünfzehnjährige Bestehen der Hamburg Kreativ Gesellschaft ist ein Jubiläum, kann und sollte vielleicht aber auch ein Moment der Reflexion über die strategische Rolle der Kultur- und Kreativwirtschaft in der urbanen Ökonomie und Gesellschaft sein.

Denn seit ihrer Gründung vor anderthalb Jahrzehnten hat sich die Hamburg Kreativ Gesellschaft als eine zentrale Säule der Kulturinfrastruktur der Hansestadt etabliert und ist, wie es der Kulturpolitik zuweilen eigen ist, zu einem Referenzmodell über die Landesgrenzen hinaus avanciert. Doch jenseits der offiziellen Feierlichkeiten lohnt sich die fundamentalen Transformationen dieser Institution im Gefüge von Kunst, Kommerz und Politik zu betrachten: was hat die Kreativgesellschaft tatsächlich bewirkt und welche Herausforderungen hält die Zukunft bereit?

Die Einrichtung der Hamburg Kreativ Gesellschaft als hundertprozentige Tochter der Freien und Hansestadt Hamburg im Jahr 2010 markierte ein frühes kulturpolitisches Bekenntnis zur wirtschaftlichen Potenz der Kreativbranche. Senator Dr. Carsten Brosda betont, dass „Hamburg früh erkannt (hat), welche Bedeutung die Kreativwirtschaft für den Wirtschaftsstandort, aber auch für die Lebensqualität in der Stadt hat. Dieser wachsende Wirtschaftszweig hat häufig ganz eigene Bedürfnisse und Bedarfe.“ Die Kreativ Gesellschaft fungiert dabei als „Motor, mit dem wir die Kreativen in der Stadt auf ihrem Weg von der Idee zum erfolgreichen Geschäftsmodell unterstützen.“ Diese Mittlerfunktion, wie sie Geschäftsführer Egbert Rühl beschreibt – eine Einrichtung, die „zudem eine wichtige Funktion als Mittlerin und Übersetzerin zwischen den jeweils sehr besonderen Milieus der Kreativen und den Anforderungen der Verwaltung, der Finanzsphäre, der Immobilienakteure, der Politik und der Kammern ein(nimmt)“ – ist in ihrer Komplexität nicht zu unterschätzen. Der Anspruch, bundesweit als Vorbild für Cross-Innovation-Programme, kreative Immobilienstrategien und Strukturförderung zu dienen, zeugt von einem strategischen Selbstverständnis, das über rein lokale Effekte hinausweist. Rühl ist da auch selbstkritisch: „Entscheidend bleibt jedoch, dass die Akteurinnen und Akteure der Hamburger Kreativwirtschaft unsere Angebote nutzen, um sich weiterzuentwickeln. Unsere Aufgabe ist es, diese Entwicklung stets neu zu ermöglichen – mit den richtigen Formaten, zur richtigen Zeit, an den richtigen Orten und immer im engen Austausch mit den Kreativen dieser Stadt.“

Wirtschaftsfaktor Kreativwirtschaft

Die Fakten der Geschäftsberichte unterstreichen die Relevanz der Kreativwirtschaft: Mit rund zwei Millionen Erwerbstätigen und 204,6 Milliarden Euro Umsatz bundesweit im Jahr 2023, sowie einer Bruttowertschöpfung, die 2022 mit klassischen Industriezweigen wie dem Maschinenbau konkurrierte, ist der Sektor ein signifikanter Wirtschaftsfaktor. In Hamburg selbst tragen über 100.000 Erwerbstätige und 11,4 Milliarden Euro Jahresumsatz zur gesamtstädtischen Wirtschaft bei. Die Hamburg Kreativ Gesellschaft hat diese Entwicklung durch rund 3.000 Einzelberatungen, über 600 Coachings und etwa 2.000 Veranstaltungen mit mehr als 100.000 Teilnehmenden maßgeblich begleitet. Die Integration von Initiativen wie nextMedia.Hamburg, Gamecity Hamburg und designxport (heute Design Zentrum Hamburg) seit 2018 zeugt von einer konsequenten Konsolidierung der Förderlandschaft, die Effizienz und Reichweite steigern soll. Brosdas Resümee: „Die Hamburg Kreativ Gesellschaft hat in den letzten 15 Jahren eine großartige Erfolgsgeschichte in und für Hamburg geschrieben.“

Das operative Wirken der Gesellschaft, aufgeteilt in acht Bereiche von Beratung & Weiterbildung bis hin zu Immobilien & Stadtentwicklung, manifestiert sich in einer beeindruckenden Zahl an Aktivitäten. Allein im Jahr 2024 wurden 339 Veranstaltungen mit über 13.500 Teilnehmenden sowie zahlreiche Beratungen und Coachings realisiert. Diese quantitativen Erfolge sind jedoch stets im Kontext der qualitativen Wirkung zu bewerten: Gelingt es, die kreativen Ökosysteme nachhaltig zu stärken und Innovationen nicht nur anzustoßen, sondern auch zu verankern?

Ein Blick auf die Innovationsfelder der Hamburg Kreativ Gesellschaft zeigt eine ambitionierte Agenda. Drei spezialisierte Inkubatoren – Media Lift, Games Lift und Music WorX – zielen darauf ab, Startups gezielt zu fördern, indem sie Mentoring, Workshops und finanzielle Unterstützung mit Branchennetzwerken verknüpfen. Das Weiterbildungs- und Netzwerkprogramm Creative Business Academy 2025–2028 bildet die nachhaltige Entwicklung von Geschäftsmodellen ab. Besonders hervorzuheben ist etwa der SPACE, der Innovationsraum von nextMedia.Hamburg, der auf 630 Quadratmetern in der Speicherstadt einen interdisziplinären Arbeitsort für die Medien- und Digitalbranche schafft. Solche physischen Räume sind zuweilen entscheidend für das Entstehen von Communities und die Förderung von Experimentierfreude – elementare Voraussetzungen für genuin kreative Prozesse.

Der 2016 initiierte Cross Innovation Hub positioniert Hamburg bundesweit als Vorreiter in der branchenübergreifenden Zusammenarbeit zwischen Kreativwirtschaft und klassischen Industriezweigen. Egbert Rühl betont: „Unsere größten Erfolge zeigen sich dort, wo unsere Arbeit Wirkung weit über Hamburg hinaus entfaltet – wenn wir bundesweit als Vorbild dienen: mit Cross-Innovation-Programmen, kreativen Immobilienstrategien und der Strukturförderung für Teilmärkte. Dass andere unsere Modelle übernehmen, ist die beste Bestätigung für unsere Arbeit.“ Die Transferleistung kreativen Potenzials in Sektoren wie Luftfahrt, Mobilität oder Gesundheitswesen, gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), ist ein Indikator für das Verständnis der Kreativwirtschaft als Treiber für breit angelegte Transformationsprozesse. Hier verschwimmen die Grenzen zwischen Kultur- und Wirtschaftsförderung auf fruchtbare Weise, und der Wert der Kreativität wird jenseits ästhetischer Kategorien als Innovationskompetenz begriffen.

Alte Schule in der Seilerstraße

Auch im Bereich der Stadtentwicklung setzt die Kreativ Gesellschaft entscheidende Impulse. Jüngstes Beispiel hierfür ist die Anmietung der historischen Alten Schule in der Seilerstraße 41/43 auf St. Pauli. Dieses um 1888 entstandene, denkmalgeschützte Backstein-Bauwerk, das mit seinen getrennten Eingängen für „Mädchen“ und „Knaben“ und dem geschützten Innenhof eine frühere Bildungsphilosophie widerspiegelt, wird seit dem 16. Juli 2025 zu einem lebendigen Zentrum kreativen Schaffens. „Mit der jetzt geschlossenen Vereinbarung haben wir eine starke Perspektive für das Objekt im Herzen von St. Pauli gefunden“, so Finanzsenator und Sprinkenhof Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Andreas Dressel. Dr. Carsten Brosda ergänzt: „Mit der alten Schule in der Seilerstraße können wir dringend benötigten Raum anbieten, um den Kreativen in der Stadt den Platz zu geben, um ihre Ideen erfolgreich umzusetzen – dazu gehören auch Akteure aus den Sparten Bildende und Darstellende Künste sowie Musik.“ Das sei auch ein „wichtiges Signal für die Entwicklung St. Paulis“, das den Stadtteilcharakter bewahrt und die kreativen Szenen stärkt, um „einen Ort zu schaffen, der durch den gemeinsamen Austausch zu einem neuen Maschinenraum der Kreativwirtschaft werden kann.“

Mit rund 2.282 m² Bürofläche, einer 282 m² großen Turnhalle und zusätzlichen Kellerflächen bietet die Alte Schule Raum für mehr als 50 Kreative aus vielfältigen Disziplinen. Design- und Illustrationsbüros, Modeateliers, Schmuck- und Keramikwerkstätten, Fotostudios, Einzelateliers für bildende Künstler*innen, Proberäume für darstellende Künste sowie Akteur*innen aus dem Musikbereich wie Tonstudios und Labels werden hier ein neues Zuhause finden. Egbert Rühl hebt hervor, dass dies das „16. Objekt ist, das die Hamburg Kreativ Gesellschaft aktuell im gesamten Stadtgebiet betreibt, um Arbeitsorte für die Kreativwirtschaft zu schaffen.“ Die Beendigung eines Leerstandes in zentraler Kiezlage sei „ein weiterer Beleg dafür, dass sich diese Nutzungen für alle Seiten lohnen.“ Jan Zunke, Geschäftsführer der Sprinkenhof GmbH, sieht, dass „das gesamte Areal mit seiner lebendigen Nachbarschaft nachhaltig gestärkt, indem die historische Bausubstanz kulturell belebt und weiterentwickelt wird – ein kreativer Ort, der den Stadtteil bereichern wird.“ Projekte wie „Frei_Fläche“ und die größte kreativwirtschaftliche Zwischennutzung Deutschlands, „Jupiter“ mit über 8.000 Quadratmetern, demonstrieren, wie kreative Zwischennutzungen urbane Räume beleben und neu definieren können. Der Pop-up Raum „Satellit“ und das 2024 eröffnete „Fabric – Future Fashion Lab“ in der Galleria-Passage veranschaulichen die konkrete Bereicherung des Stadtbildes und die Förderung nachhaltiger urbaner Produktion. Die Verlagerung der Aufmerksamkeit auf Erdgeschosszonen, ehemalige Einzelhandelsflächen und die aktive Beteiligung an Quartiersentwicklungen (neben der Seilerstraße auch Diebsteich, Paloma Viertel, Oberhafenquartier) zeigt, dass die Kreativwirtschaft zunehmend als integraler Bestandteil einer vorausschauenden Stadtplanung verstanden wird.

Bilanzielle Leerstelle Harburg

Doch gerade die Fokussierung auf derartige Leuchtturmprojekte und die wohlklingenden Worte der Senator*innen und der Geschäftsführung verstellen gerne auch den Blick auf die ungleichmäßige Verteilung der Kreativgesellschaft-Aktivitäten im Stadtgebiet. So bleibt der Hamburger Süden, insbesondere Harburg, von nennenswerten, sichtbar durch die Kreativgesellschaft initiierten Projekten weitgehend unberührt. Die Sprinkenhof GmbH, die nun die Alte Schule in St. Pauli einer kreativen Nutzung zuführt, ist beispielsweise auch für das seit zwei Jahren leerstehende und zentral gelegene Karstadt-Gebäude in Harburg verantwortlich. Obwohl im Kontext dieses prominenten Leerstands immer wieder die Möglichkeit einer kulturellen Zwischennutzung diskutiert wurde, prägt nach wie vor primär der Leerstand das Stadtbild Harburgs – eine Leerstelle in der ansonsten so positiv gezeichneten Bilanz der Raumentwicklung. Die dargelegten Erfolgsgeschichten und Zukunftsvisionen der Akteur*innen lassen demnach wesentliche Bereiche der Stadt abseits des Zentrums und etablierter Kulturquartiere unbeachtet.

Der Blick nach vorn ist geprägt von der Auseinandersetzung mit Schlüsseltechnologien und der strategischen Allianzbildung. Die kommende AI MEDIA LEADERS Konferenz am 27. November 2025 ist ein Indiz dafür, dass die Hamburg Kreativ Gesellschaft die Herausforderungen und Potenziale Künstlicher Intelligenz in der Branche proaktiv adressiert. Die Fortsetzung des German Creative Economy Summit 2026 unterstreicht zudem den Anspruch, Hamburg als nationalen Knotenpunkt für den Diskurs und die Vernetzung der Kreativwirtschaft zu etablieren.

Insgesamt zeigt das 15-jährige Bestehen der Hamburg Kreativ Gesellschaft also durchaus eine beeindruckende Entwicklung von einer jungen Fördereinrichtung zu einem etablierten Akteur, der maßgeblich zur Positionierung Hamburgs als Kreativstandort beiträgt. Die Herausforderung für die Zukunft wird darin liegen, die Balance zwischen wirtschaftlicher Effizienz, künstlerischer Freiheit und gesellschaftlicher Wirkung kontinuierlich zu justieren, um die Vitalität dieses dynamischen Sektors nachhaltig zu sichern. Das Engagement für „Stakeholder-Engagement“, eine robuste „Kulturinfrastruktur“ und ein lebendiger „öffentlicher Diskurs“ bleiben dabei die unentbehrlichen Koordinaten ihres Handelns, wobei die Frage nach einer gerechteren spatialen Verteilung der kreativen Impulse in der gesamten Stadt eine kritische Konstante bleiben muss.

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„Was lange währt, wird endlich gut“ https://www.tiefgang.net/was-lange-waehrt-wird-endlich-gut/ Fri, 09 Dec 2022 23:53:37 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9570 [...]]]> Nach langem Ringen um Planung und Finanzierung haben diese Woche Finanzsenator Dr. Andreas Dressel, Sprinkenhof-Geschäftsführer Jan Zunke, der 1. Vorsitzende des Vereins Museum Elbinsel Wilhelmsburg e. V., Gerd Nitzsche, sowie als Vertreterin vom Bezirksamt Hamburg-Mitte, Petra Lill, über den Beginn der Sanierungsarbeiten des denkmalgeschützten Museum Elbinsel Wilhelmsburg informiert.

Notwendig sind die denkmalgerechten Umbau- und Instandsetzungsarbeiten auf Grund einiger Schäden am Haus und der erforderlichen Anpassungen an eine zeitgemäße und nachhaltige Nutzung. Damit wird sichergestellt, dass das historische Gebäude langfristig für die kommenden Generationen erhalten werden kann und dem Verein eine langfristige Perspektive für die museale und ehrenamtliche Arbeit gegeben wird. Unter anderem ist geplant, die Flutkatastrophe von 1962 künftig in das Museumskonzept aufzunehmen und damit das erste Hamburger Flutmuseum zu schaffen.

Das ehemalige Wilhelmsburger Amtshaus, heute Sitz des Museum Elbinsel Wilhelmsburg, wurde 1724 auf den Grundmauern eines im Jahr 1620 errichteten Schlosses der Groten, dem ehemaligen Adeligen-Sitzes Stillhorn, erbaut. Das Amtshaus steht seit 1949 unter Denkmalschutz und bildet mit der benachbarten Kreuzkirche, dem Dorfkrug sowie weiteren alten Häusern das Milieuschutzgebiet Kirchdorf.

Das sanierungsbedürftige Gebäude soll denkmalgerecht instandgesetzt werden, um eine perspektivische und zeitgemäße Nutzung ermöglichen zu können. Die ursprüngliche Planung aus dem Jahre 2020 konnte wegen fehlender Finanzierungsmöglichkeiten aus dem Bundesprogramm leider nicht realisiert werden, so dass die Sanierung neu überplant werden musste. Durch diverse Anpassungen der grundlegenden Gebäudeauslegung hinsichtlich neuer Überlegungen zum Umgang mit Denkmalschutz, energetischer Gebäudeoptimierung und brandschutztechnischer Belange konnte nun eine Planung erarbeitet werden, welche dem neuen Budgetrahmen gerecht werden kann. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rd. 5,9 Mio. Euro brutto.

Dr. Andreas Dressel, Finanzsenator: „Was lange währt, wird endlich gut. Es war uns als Senat wichtig, im Jahr des 60. Jahrestages der furchtbaren Sturmflut 1962 auch den Startschuss für die dringend notwendige Sanierung des Elbinselmuseums geben zu können. Dadurch, dass die Sanierung aus Bundesmitteln nicht förderfähig ist, musste nach dem Grundsatz ´design to Budget´ eine neue Sanierungsplanung angefertigt werden. Diese setzen wir jetzt um und schaffen damit einen würdigen Rahmen auch für Informieren und Gedenken an die Flutkatastrophe von 1962. Mein Dank geht an Sprinkenhof, LIG und Bezirksamt für Begleitung und Umsetzung sowie an den Museumsverein MEW e. V. für die Geduld.“

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Die Sanierung des ehemaligen Wilhelmsburger Amtshauses ist ein Glücksfall für die Stadt. Gemeinsam schaffen wir es, das Denkmal in Kirchdorf dauerhaft zu erhalten und können hier künftig authentisch die Geschichte der Elbinseln erzählen. Ich danke dem Verein, ohne dessen Engagement dies nicht möglich gewesen wäre, und der mit dem Museum die Vergangenheit der Elbinsel lebendig hält.“

Bis zur Neueröffnung bleibt das Haus geschlossen. Eigentümer und Bauherr ist der zur Finanzbehörde gehörende Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG). Die Umsetzung übernimmt die Sprinkenhof GmbH als zentrale gewerbliche Immobiliengesellschaft der Freien und Hansestadt Hamburg und ist mit der Projektsteuerung der Baumaßnahmen beauftragt.

Jan Zunke, Geschäftsführung Sprinkenhof GmbH: „Wir freuen uns, ein weiteres denkmalgeschütztes Gebäude der Stadt Hamburg umfassend zu sanieren und zu modernisieren, um dieses wert- und nachhaltig für den Verein Museum Elbinsel e. V. als musealen Ort langfristig nutzbar zu machen. Wir danken allen Projektbeteiligten für die gute Zusammenarbeit und wünschen einen weiterhin erfolgreichen Verlauf der anstehenden Sanierung.“ 

Steffi Keller, Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen: „Wir freuen uns, dass nun gemeinsam ein tragfähiges Konzept entwickelt werden konnte und umgesetzt wird. Dieses stellt sicher, dass diese in vielerlei Hinsicht wertvolle Immobilie wieder vollständig genutzt werden kann und ihre Substanz nachhaltig erhalten bleibt. So leisten wir gemeinsam einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Sicherung dieser kulturhistorischen Einrichtung.“

Petra Lill, Bezirksamt Hamburg-Mitte: „Mit der Sanierung erhält die Sammlung des Museums einen modernen zeitgemäßen Rahmen in den altehrwürdigen Mauern unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes. Im kommenden Jahr sind Gespräche des Bezirksamts Hamburg-Mitte zusammen mit dem Museumsverein und der Behörde für Kultur und Medien über ein neues Betriebs- und Trägerkonzept geplant, das nach der Wiedereröffnung des Museums eine langfristige Absicherung des Betriebs gewährleisten soll. Wir danken dem Verein für sein Engagement und die hervorragende Arbeit zur Dokumentation und Präsentation der Wilhelmsburger Alltagsgeschichte und werden jetzt zusammen mit dem Verein weitere neue Kapitel in der Geschichte des Museums Elbinsel Wilhelmsburg schreiben.“

Das Museum Elbinsel Wilhelmsburg (MEW) wurde im Jahr 1907 gegründet und ist seit mehr als 50 Jahren im Amtshaus untergebracht. Der Gewölbekeller von 1620 sowie Teile vom Burggraben des Schlosses sind noch vorhanden und können besichtigt werden. Ziel ist es, die wertvollen Befunde an Wand und Böden sowie diversen Einbauten zu sichern und nach der Sanierung zeigen zu können.

Gerd Nitzsche, 1. Vorsitzender des Vereins Museum Elbinsel Wilhelmsburg (MEW): „Seit über 50 Jahren haben wir das Museum ehrenamtlich betrieben und seit sechs Jahren haben wir uns um eine Sanierung und Neugestaltung des Museums bemüht. Aber wir haben durchgehalten und begrüßen den Anfang der Baumaßnahmen sehr. Der engere Budgetrahmen aufgrund der nicht verfügbaren Bundesmittel hat auch zu Einschränkungen bei den Maßnahmen geführt. Wichtig aber ist, dass das Museum in ein paar Jahren wieder in neuem Glanz die Geschichte von Wilhelmsburg zeigen kann. Was wir uns noch wünschen, ist, dass das Nebengebäude noch in die Baumaßnahmen einbezogen wird. Für das Archiv, die Bibliothek und Teile des Depots wird es dringend benötigt. Mit der Auslagerung dieser Teile würde im Haupthaus genug Ausstellungsfläche, gerade für die Flutausstellung von 1962, zur Verfügung stehen. Wir hoffen im weiteren Verfahren auf eine Finanzierung auch des Nebengebäudes, die der Verein gern mittragen würde.“

Das Museum wird ehrenamtlich vom Museum Elbinsel Wilhelmsburg e. V. (MEW) betrieben. Pro Jahr haben in der Vergangenheit mehr als 10.000 Besucher das Haus besucht. Darüber hinaus hat die kulturhistorische Einrichtung auch für den Nachwuchs der Region eine hohe Bedeutung. Jedes Jahr nutzen etwa 100 Vorschul- und Grundschulklassen das Museum im Rahmen der Heimatkunde für verschiedene Führungen und regionale Aktivitäten. Das MEW ist auch ein fester Bestandteil der Kulturszene und veranstaltet regelmäßig kulturelle Veranstaltungen wie z. B. Lesungen, Liederabende und kleine Theaterstücke.

 

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Barmbeks kulturelle Hoffnung https://www.tiefgang.net/barmbeks-kulturelle-hoffnung/ Fri, 29 Nov 2019 23:31:30 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6109 [...]]]> Kultur braucht Orte, um blühen zu können. In Barmbek ensteht so einer und birgt allerlei Hoffnungen.

In der Mitteilung der Behörde für Kultur und Medien heißt es:

„Am Wiesendamm entsteht derzeit ein neues Theaterzentrum, in dem künftig das Junge SchauSpielHaus, die Theaterakademie und das Institut für Kultur- und Medienmanagement der Hochschule für Musik und Theater (HfMT) beheimatet sein werden. Im Auftrag der Stadt Hamburg baut die Sprinkenhof GmbH in den Hallen der ehemaligen Werkzeugmaschinenfabrik Heidenreich & Harbeck auf rund 9.000 Quadratmetern neue Räume für Aufführungen, Proben, Lehre und Forschung. Die ersten Umbauten sind nun im Rohbau fertiggestellt.

Der Senat hatte im September 2018 die Weichen für das neue kulturelle Herz Barmbeks gestellt. Heute haben Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, Jan Zunke, Geschäftsführer der Sprinkenhof GmbH, Klaus Schumacher, Leiter des Jungen SchauSpielHauses, und Prof. Elmar Lampson, Präsident der HfMT, mit den bauausführenden Firmen das Richtfest des Gebäudes gefeiert. Ab Herbst 2020 werden die künftigen Mieter voraussichtlich mit den eigenen Einbauten beginnen können und den Ort nach und nach mit Leben füllen. Die Projektkosten liegen bei rund 36,4 Millionen Euro. Zusammen mit dem in direkter Nachbarschaft befindlichen neuen Räumlichkeiten des Freien Theaterzentrums Wiese eG entsteht so mitten in Barmbek ein neues kulturelles Zentrum.

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Mit dem Theaterzentrum Wiesendamm entsteht ein einmaliger und hochattraktiver Kultur- und Studienort, der die exzellente Ausbildung der zukünftigen Künstlerinnen und Künstler verbessern wird. Die räumliche Nähe von Theaterakademie, dem Institut für Kultur- und Medienmanagement und dem Jungen SchauSpielHaus bietet für alle Beteiligten hervorragende Möglichkeiten für gemeinsame Projekte – und stärkt das kulturelle Leben in Barmbek. Das Zusammenspiel von Ausbildung, Studium und Darstellung fördert zudem den künstlerischen Austausch und erhöht die Strahlkraft Hamburgs als Kultur- und Wissenschaftsmetropole. Hiervon werden Studierende und Theaterfans gleichermaßen profitieren.“

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „In der ehemaligen Werkzeugmaschinenfabrik am Wiesendamm entsteht ein ganz neues und vielfältiges kulturelles Zentrum. Zusammen mit anderen Kultureinrichtungen in Barmbek wird es nicht nur den Stadtteil, sondern die ganze Kulturstadt Hamburg prägen. Diese erfolgreiche Entwicklung war nur möglich, weil viele Beteiligte auf unterschiedlichen Ebenen kreativ an einem Ziel zusammengearbeitet haben. Aus dieser Zusammenarbeit können ganz neue und inspirierende Impulse für die Stadt entstehen. Kultur und Wissenschaft finden künftig am Wiesendamm hervorragende Arbeitsbedingungen und vor allem eine langfristige Entwicklungsperspektive.“

Jan Zunke, Geschäftsführer Sprinkenhof GmbH: „Wir freuen uns, als Bauherr und Eigentümer der Immobilie mit dem Jungen SchauSpielHaus und der Theaterakademie für das Gebäude der ehemaligen Eisengießerei und dem Quartier eine neue und vor allem nachhaltige Nutzung zu erhalten und damit zur kulturellen Weiterentwicklung des Stadtteils beizutragen.“

Klaus Schumacher, Leiter des Jungen SchauSpielHauses: „Wir können es kaum erwarten, das neue Theater am Wiesendamm zu beziehen. Das Junge SchauSpielHaus wird nach einer Zeit der Interimslösungen ein wunderbares Haus beziehen, das nicht nur jetzigen Verhältnissen gerecht wird, sondern auch neue Möglichkeiten für Theater für junges Publikum bietet. Barmbek ist ein toller Standort mit vielen Familien und Schulen. Das direkte Umfeld wird sehr inspirierend und wir hoffen, dass der neue Hotspot für junge Theaterkunst viele Hamburger anlocken wird.“ 

Prof. Elmar Lampson, Präsident der Hochschule für Musik und Theater: „Seit der Gründung der Theaterakademie im Jahr 2005 war es unser Ziel, alle theaterrelevanten Studiengänge in einem Haus zu vereinen. Dass unser Institut für Kultur- und Medienmanagement mit in das Haus ziehen wird, ist angesichts der sich daraus ergebenden Möglichkeiten für intensive Zusammenarbeit und interessante Synergieeffekte von herausragender Bedeutung für die Ausbildung. Mit dem Theaterzentrum am Wiesendamm wird ein einzigartiger Ausbildungs- und Veranstaltungsort mit großer öffentlicher Ausstrahlung entstehen. Ich danke dem Senat der Freien und Hansestadt Hamburg und der Thörl Stiftung dafür, dass aus diesem Ziel endlich Realität wird.“

Mit dem Umzug der Theaterakademie und des Jungen SchauSpielHauses vom ehemaligen gemeinsamen Standort in der Gaußstraße an den Wiesendamm in Barmbek, entsteht ein neuer Ort für junge Darstellende Kunst. Die Einrichtungen bekommen eine langfristige Perspektive und der gemeinsame Standort ermöglicht weiter den kreativen Austausch. Zudem wird künftig auch das Institut für Kultur- und Medienmanagement (KMM) am Wiesendamm ansässig sein, wodurch wertvolle Synergien für die Studierenden, wie gemeinsame Lehrveranstaltungen, geschaffen werden.

Das Theaterzentrum befindet sich in unmittelbare Nähe des ebenfalls neuen Freien Theaterzentrums Wiese eG, mit weiteren Aufführungs- und Probenräumen, und von Kampnagel, der Zinnschmelze, dem Museum der Arbeit und dem Hamburger Puppentheater. Diese Vielzahl an kulturellen Einrichtungen ermöglicht einen ganz neuen kulturellen Austausch unterschiedlicher Sparten.

Das Junge SchauSpielHaus Hamburg

Das Junge SchauSpielHaus Hamburg zählt zu den renommiertesten Kinder- und Jugendtheatern im deutschsprachigen Raum. 2005 als eigenständige Sparte des Deutschen SchauSpielHauses gegründet, erreichen seine Produktionen ein großes Publikum und wurden vielfach ausgezeichnet. Spielstätte ist aktuell die Große Probebühne im Deutschen SchauSpielHaus.

In der neuen Spielstätte am Wiesendamm entstehen für das Junge SchauSpielHaus auf insgesamt rund 3.500 Quadratmetern, davon gut 3.000 Quadratmeter im Erdgeschoss, zwei Bühnen und zwei Probebühnen sowie Werkstätten, Büros, Lagerflächen und die notwendigen Sozialräume. Die Bühnen werden nach jetziger Planung rund 170 beziehungsweise 70 Plätze haben. Die technische Ausstattung wird den optimalen Einsatz von künstlerischen Mitteln wie Bühnenbild, Licht, Ton und Video ermöglichen. Alle für das Publikum zugänglichen Räume sind barrierefrei erreichbar.

Am neuen Standort werden so die Bedingungen für die Weiterentwicklung und die Erweiterung des künstlerischen und theaterpädagogischen Angebots geschaffen. Künftig können umfangreiche partizipative Projekte durchgeführt werden, es gibt auch Raum für weitere theaterpädagogische oder inklusive Projekte und offene Formate wie Jugendtheaterclubs.

Die Theaterakademie Hamburg der Hochschule für Musik und Theater

Die Theaterakademie der HfMT wurde vor mehr als zehn Jahren gegründet und zählt zu den renommiertesten Ausbildungsstätten für Regie, Schauspiel, Operngesang und Dramaturgie in Deutschland. Am neuen Standort am Wiesendamm entsteht auf knapp 5.800 Quadratmetern Raum für transdisziplinäres, selbstorganisiertes und forschendes Lernen.

Die Regiestudiengänge erhalten mit zwei Bühnen und fünf Probebühnen die notwendigen Räumlichkeiten, um für Studienprojekte und Abschlussinszenierungen zu proben und erste Inszenierungen vor Publikum zu präsentieren. Der Schauspielbereich bekommt zudem eigene Studios auf einer alten Zwischenebene der Halle. Für den Masterstudiengang Oper werden Räume mit entsprechender raumakustischer Ausstattung errichtet. Die Bühnen und Probebühnen werden dabei mit neuer Bühnen-, Beleuchtungs- Ton- und Videotechnik ausgestattet, sodass die künstlerische Auseinandersetzung und Arbeit mit unterschiedlichen Medien ermöglicht wird.

Das Institut für Kultur- und Medienmanagement der Hochschule für Musik und Theater

Das KMM wurde 1987 als Institut für Kulturmanagement gegründet und ist somit die älteste Einrichtung dieser Art in Deutschland. Heute bietet das Institut für Kultur- und Medienmanagement einen grundständigen Bachelor- und einen weiterbildenden Masterabschluss im Fernstudium an, dessen Lehrveranstaltungen in über 20 deutschen Städten stattfinden. Mitten im Herzen Hamburgs kann außerdem im Präsenzstudium in vier Semestern ein Masterabschluss erlangt werden. Mit seinen über 500 Fernstudierenden und etwa 45 Präsenzstudierenden ist das Institut KMM heute nicht nur der traditionsreichste, sondern auch der größte Anbieter von Kulturmanagement-Studiengängen in Deutschland. Das Institut befasst sich in Lehre und Forschung mit allen Aspekten des Kulturmanagements wie der Projektsteuerung, des Marketings, der Finanzierung u.a. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den Themenfeldern Führung, Innovation und Digitale Transformation. Die räumliche Nähe zur Theaterakademie schafft bisher ungeahnte Kooperationsmöglichkeiten zwischen künstlerischer und kulturmanagerialer Praxis direkt im eigenen Haus.“

Quelle: www.hamburg.de/bkm

 

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Das theatrale Richtfest https://www.tiefgang.net/das-theatrale-richtfest/ Fri, 03 May 2019 22:01:24 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5208 [...]]]> Was in Harburg nicht denkbar ist, ist in Barmbek bereits auf der Zielgeraden: auf 2.400 Quadratmetern entsteht am Wiesendamm ein neues kulturelles Zentrum.

In der Mitteilung der Behörde für Kultur und Medien heißt es:

„Am Wiesendamm 24 errichtet derzeit die Sprinkenhof GmbH für die „WIESE – theatrales Produktions- und Bildungszentrum eG“ sechs große Probenräume zwischen 100 und 300 Quadratmetern, einen großen Veranstaltungssaal und fünf kleinere Unterrichtsräume für künstlerische Ausbildung und Produktion. Das genossenschaftliche Zentrum befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem ebenfalls neu entstehenden Jungen SchauSpielHaus sowie der Theaterakademie der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Damit entsteht im Herzen von Barmbek ein ganz neues Kulturzentrum, das weit über den Stadtteil und in die Theaterszene hinein strahlen wird und die Attraktivität des RISE-Fördergebiets Fuhlsbüttler Straße steigert.

Jana Schiedek, Staatsrätin für Kultur und Medien: „Mit dem heutigen Richtfest geht der Umbau der alten Maschinenfabrik zu einem spannenden neuen Kulturort auf die Zielgerade. Mitten in Barmbek entsteht in genossenschaftlicher Form ein neues Kreativzentrum, mit dem die vielfältigen Bedürfnisse der Freien und darstellenden Künste nach professionell ausgestatteten Kurs-, Proben- und Produktionsräumen bei kostengünstigen Mieten unter einem Dach zusammengefasst werden sollen. Der Wiesendamm wird mit den Nachbarn, dem Jungen SchauSpielHaus und der Theaterakademie der Hochschule für Musik und Theater, nicht nur wichtige neue Impulse in der Theaterlandschaft geben, sondern sich über die WIESE eG auch dem Stadtteil öffnen.“

Ralf Staack, Bezirksamtsleitung Hamburg-Nord: „Das Produktions- und Bildungszentrum der WIESE eG ist ein Jahrhundert-Projekt für den zukünftigen Kulturstandort Barmbek. Die WIESE eG übernimmt dabei eine Katalysator-Funktion für die schrittweise Umwandlung des Wiesendamms zu einer Kulturmeile. Hamburg-Nord könnte zum norddeutschen Zentrum der freien Tanz- und Theaterszene werden. Die Strahlkraft dieses Projekts geht weit über den Kulturbereich hinaus: Es ist auch ein weiterer Beitrag zur Stadtentwicklung in Barmbek.“

Jan Zunke, Geschäftsführer Sprinkenhof GmbH: „Mit dem Richtfest der WIESE eG wird ein Kulturprojekt für Hamburg bald erfolgreich realisiert sein, welches ein gelungenes Beispiel für das Zusammenwirken verschiedener Hamburger Partner ist. Der Weg war lang, ungewiss und steinig, so dass wir heute allen Grund zur Freude haben, dass wir diesen Weg gemeinsam geschafft haben. Wir wünschen allen Beteiligten für die kommenden Monate gutes Gelingen, um das Projekt zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.“

Andreas Lübbers, Vorstand WIESE eG: „Für die Genossenschaft ist das Richtfest ein weiterer Meilenstein! Jetzt wird die Umsetzung eines Projektes, an dem wir so viele Jahre geplant haben, immer greifbarer. Wir freuen uns über die nun zu erkennende neue Architektur und können schon erahnen, wie zukünftig in diesen neuen Räumen geprobt, trainiert, gelernt und produziert werden wird: ein inklusives Miteinander zwischen KITA-Kindern, Künstlern aller darstellenden Künste, Schauspielschülern und Tanzstudenten. Sie alle freuen sich auf ein Treffen mit neugierigen Nachbarn in inspirierender Atmosphäre bei einem Kaffee. Das ist unser Traum von der WIESE.“

Die 2012 gegründete Genossenschaft WIESE eG wird am Wiesendamm 24 zukünftig das modernste Theater- und Probezentrum Hamburgs beherbergen. Auf 2.400 Quadratmetern werden nach der Fertigstellung, neben sechs großen Probenräumen zwischen 100 und 300 Quadratmetern mit säulenfreien Schwingböden, fünf kleinere Unterrichtsäume, vier Büroräume für freie Produktionsbüros, Gastronomie und eine Kita zur Verfügung stehen. In der Mitte des Theaterzentrums befindet sich ein großer Raum, der auch für Veranstaltungen hervorragend geeignet ist.

Für den von der Sprinkenhof GmbH ausgeführten Umbau stehen insgesamt rund 4,1 Millionen Euro zur Verfügung. Die Genossenschaft WIESE eG als Nutzerin hat insgesamt 1,1 Millionen Euro eingebracht. Weitere rund 1,2 Millionen Euro kommen aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“.

470.000 Euro stammen von der Behörde für Kultur und Medien und 130.000 Euro von der Hamburgischen Bürgerschaft. Von der Sprinkenhof GmbH werden insgesamt rund 1,2 Millionen Euro in das Projekt investiert.

Durch einen kreativen Mix aus privaten Schauspielschulen, Freier Szene und öffentlichen Kursangeboten sollen die Räume mit einer maximalen Effizienz genutzt werden, um niedrige Mieten auch langfristig garantieren zu können. Der Umbau der WIESE zählt zu den wichtigen und großen Hamburger Bauprojekten für darstellende Kunst und Musik der letzten Jahre und bringt die verschiedensten Künste, Künstler und Künstlerinnen zusammen unter ein Dach. Nach wie vor ist es möglich, sich den bereits bestehenden 60 Genossinnen und Genossen anzuschließen und Anteile zu zeichnen. Ein Investitionsanteil beträgt 1.375 Euro.“

Weitere Infos unter: wiese-eg.de

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