Joe Merz https://www.tiefgang.net Wed, 16 Oct 2019 09:59:32 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.2 Wonach wir suchen … https://www.tiefgang.net/wonach-wir-suchen/ Fri, 27 Sep 2019 22:52:36 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5812 [...]]]> Am 19. Oktober rockt zum zum 9. Mal die SuedKultur Music-Night den Hamburger Süden! 16 Locations laden zu gut 40 Konzerten. Und das Ganze für 5€ Eintritt! Da braucht man Orientierung. Wir helfen. Der Verein ContraZt e.V. etwa lädt nach Heimfeld …

Letztes Jahr gab es das ContraZt-Programm ganz groß in der leerstehenden Kirche im Rahmen des Kulturprojektes „3falt“. Die soll aber weiter leerstehen, also ab ins Treffpunkthaus in der Heimfelder Friedrich-Naumann-Straße. Und da geht´s von Schnulze bis Punk, vom Wald- zum Schöngeist. Los geht´s …

17.00 Uhr Joe Merz (Singer/Songwriter) aus Moorbug

Aus den Rauchschwaden des Moorburger Kohlekraftwerks erklingt eine Stimme, die man gehört haben sollte. Und sie ist vielfarbiger als man ahnt.

18.00 Uhr Janina Dunklau (Singer/Songwriter) aus Harburg

Rau und trotzdem gefühlvoll – diesen Gegensatz findet man nicht nur im Leben, sondern auch in der Musik von Singer-Songwriterin Janina Dunklau. Klar, kommt ja direkt aus Harburg.

Das ´Abendblatt` schrieb mal über sie:

„Wer Janina ansieht, blickt in das Gesicht einer schmalen, scheinbar zerbrechlichen Frau. Hört man ihr mit geschlossenen Augen zu, wird dieser Eindruck verfälscht. Tief, hoch, ruhig, laut, voluminös und flüsternd, ihre Stimme verbindet alle Elemente und formt sie zu Melodien, Klängen und Silben.“ 

19.00 Uhr Marlo Grosshardt und Viktor (Singer/Songwriter)

Marlo Grosshardt lebt seiner Meinung nach in der schönsten Stadt der Welt, nämlich Hamburg. Schon lange spielt er leidenschaftlich Gitarre und singt dazu. Im Frühjahr nun hat er seine erste EP veröffentlicht. Auf dieser sind Coversongs wie auch eigene zu finden. Er selbst: „Ich bin ein Singer-Songwriter welcher sich in der Popgegend herumtreibt. Meine Reise hat gerade begonnen und ich würde mich freuen, wenn du Teil dieser wirst!“

20.15 Uhr Wonach wir suchen (Akustik Punk aus Leipzig)

Gitarre, Schlagzeug, Bass… klingt nach der klassischen Punkband. Was aber passiert, wenn der Bass und die Gitarre akustisch sind, sich immer wieder eine Mundharmonika dazwischen schiebt und die Texte nicht vom Saufen und von Randalen, sondern von „Traumbaumschlössern“, „Künstlerinnen“ und vom „lieber lieb“- oder Dagegensein handeln? Dann seid ihr bei wonach wir suchen gelandet.

Seit Bob Dylan seine Gitarre in die Hand genommen hat, haben Singer-Songwriter immer schon die Gesellschaft, sich selbst und ihren Platz in der Gesellschaft in ihren Texten verarbeitet. Musik ist nicht nur etwas zum Tanzen, sondern auch zum Denken.

Getreu diesem Motto verarbeiten wonach wir suchen ihre Gedanken und Gefühle und ziehen damit in ihren Bann – mit ganz viel Dampf, noch mehr Emotion, Ehrlichkeit und immer einem Gefühl von Demut. Musikalisch und stilistisch bewegen sich die drei Leipziger irgendwo zwischen Singer-Songwriter-Pop und Akustik-Punk und genau da gehören sie auch hin. Inhaltlich berühren sie dabei mit Texten, die vom Leben, der Liebe, der inneren Zerrissenheit und vom „großen Ganzen“ – unseren gesellschaftlichen Zuständen – handeln.

Das Ganze fesselt, ohne irgendwie besonders dick aufgetragen zu sein – vielleicht gerade deswegen. Hier treffen eine Drei-Akkorde-Punk Akustikgitarre, auf einen warm knarzenden, perkussiv gespielten Akustikbass, eine punktuell wiederkehrende Mundharmonika und erfrischend kreative Schlagzeug-Beats. Alles schlicht instrumentiert und doch durchdacht und immer mit dem Ziel, Pirrs markant rauer und dennoch so gefühlvoller Stimme die perfekte Grundlage zu bereiten.

Alles sehr erdig und deshalb wohl nicht ganz grundlos auch schon oft als die härtere und direktere Version von AnnenMayKantereit beschrieben.

wonach wir suchen haben dabei den Anspruch der Zuhörer*in ein gutes Gefühl zu vermitteln, aber gleichzeitig auch zum kritischen Denken anzuregen und beziehen dabei ganz klar Stellung gegen jede Form von Ausgrenzung, Rassismus, Homophobie und Sexismus. Das ist den Dreien wichtig, nicht nur musikalisch, sondern vor allem persönlich!

Wie haben sich ´wonach wir suchen` gefunden? 2009 ging die Suche zu zweit los. Zunächst mit zwei Akustikgitarren und Mundharmonika wurden die Geschichten auf der Straße erzählt. Später wurde eine Gitarre durch einen Akustikbass ersetzt und es wurden zunehmend die AZs, JUZs und ersten kleinen Festivals bereist. Nach fünf Jahren, zwei Alben und unzähligen Auftritten kam dann das Schlagzeug in den Proberaum. Bereits nach wenigen Monaten wurden ab Anfang 2015 die ersten gemeinsamen Konzerte gespielt und im April des Jahres die aktuelle EP veröffentlicht. Auf „Wer kippelt, steht!“ ist nun das Trio zu hören, welches sich so richtig eingroovt und es endlich geschafft hat, die Energie der Gigs auch auf Platte einzufangen. Wie alles zuvor, wurde auch dieser Tonträger selbst aufgenommen. Egal ob Platten oder Videos, wonach wir suchen legen großen Wert darauf, mit Unterstützung enger Freund*innen, alles selbstständig zu produzieren. Um Unabhängig zu bleiben und am Ende genau das in der Hand zu halten, was vorher entstanden ist.

So soll die Reise weitergehen. Zu kleinen und zu großen Bühnen, zu Locations in denen sie schon vor vier Jahren gespielt haben, genauso wie in neue Clubs und Festivals. Denn wer immer nur vor den gleichen Menschen spielt, hat irgendwann keine neuen Geschichten zu erzählen.

www.wonachwirsuchen.de

22.15 Uhr Waldgeist (Liedermacher)

Zwischen sanften und gefühlsbetonten Balladen und rotzigem Akustikpunk macht das Hamburger „Waldgeist-Kartell“ im Metier „Liedermacher“ so ziemlich genau das, worauf es Lust hat. Und nicht!

-Wilkommen in der Welt des Waldgeist-Kartells! Waldgeist, das sind 2 1/2 Träumer und eine Gitarre aus Hamburg. Irgendwo zwischen Liedermacher-Klängen und Punk-Attitüde gefangen, wollen wir vorallem mal eins: Musik machen!………………. ……. Und was sagen! …………  ´Ne Menge….

www.waldgeist-kartell.de

 23.30 Uhr Fredriksson und das Schusseltier

… singen lustige Lieder, die Spaß machen! Guter Abschluß!

Termin/Ort: Sa., 19. Oktober, Treffpunkthaus Heimfeld, Friedrich-Naumann-Straße 9, 21075 Hamburg, www.contrazt.de

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Musikbezirk Harburg! https://www.tiefgang.net/musikbezirk-harburg/ Fri, 20 Sep 2019 22:08:33 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5788 [...]]]> Wer hätte das 2010 gedacht? In diesem Jahr steigt am 19. Oktober die 9. SuedKultur Music-Night und belegt die Lebendigkeit nicht nur der Harburger Musikszene.

Als 2009 die Idee der noch recht jungen Initiative SuedKultur aufkam, eine Art „Nacht der Clubs“ im Süden Hamburgs auf die Beine zu stellen, war nicht absehbar,  wohin der Weg führen würde.

Damals gab es den Rieckhof, den Old Dubliner, den Jazzclub im Stellwerk, das Café Leben in Heimfeld. Das Consortium hatte gerade seine Pforten schließen müssen, dafür brachte sich das Marias Ballroom als Konzertlocation frisch ins Rennen. Hat Harburg überhaupt das Potenzial für eine echte Music-Night? Wohl schon, war man sich einig. Aber glaubt uns das jemand?

Tricky Panda heizt im Old Dubliner ein

Als der Vorstandsvorsitzende der Eisenbahnbauvereinsgenossenschaft Harburg, Joachim Bode davon erfuhr, war er als Live-Musik-Fan gleich davon angetan. Das ist doch endlich mal was für Harburg! Unvergessen damals seine spontane Zusage, die Music-Night mit sagenhaften 5.000,- € zu unterstützen – mit der Aussage: „aber bitte nicht nur einmal!“

Diese Aus- und zugleich Zusage hat bis heute gehalten und war zugleich Garant für die Grundstruktur des immer noch jung daher kommenden non-profit-Festivals.

Joachim Bode vom Eisenbahnbauverein: „Wenn wir den Wohn- und Lebensstandort Harburg auf diese Art und Weise ein Stück nach vorne bringen können, freut uns das sehr. Da machen wir gerne weiterhin mit. Die SuedKultur Music-Night wirkt nach unserem Eindruck bereits weit über den Bezirk hinaus und hat inzwischen viele ´Wiederholungstäter´!“

Schon der Start damals zeigte: Scharen von Leuten liefen von einem Club zum anderen, feierten die Musik, die Clubs und letztlich sich selbst. „Und es war immer friedlich, freundlich und ohne besondere Vorkommnisse“, so Projektleiter Heiko Langanke, der die Music-Night von ihren Anfängen her begleitet.

Beim Dachverband der Hamburger Musikclubs, dem Clubkombinat Hamburg, wurde mit den Jahren auch wahrgenommen, dass die Live-Musik-Stadt Hamburg südlich der Elbe ein impulsives Eigenleben führt. Geschäftsführer Thore Debor: „Bereits um 9. Mal feiert der Hamburger Süden die SuedKultur Music-Night und sich selbst. Und das zu recht – denn wer es schafft ein Event mit 40 Bands auf 15 Bühnen für 5 € auf die Beine zu stellen, hat auch allen Grund dazu. Hut ab und weiter so!“

Janina Dunklau singt bei ContraZt in Heimfeld

In diesem Jahr nun also geht es am Sonnabend, den 19. Oktober in die 9. Runde und wieder sind es 15 Locations mit  40 Live-Acts, die für nur einmalig 5,- €  Eintritt erlebbar sind. Wie jedes Jahr ist auch 2019 klar: alle Gigs schafft niemand, aber doch ist für jeden etwas dabei.

So gibt es Jazz und Filmmusik in der Marmstorfer Auferstehungskirche, in der die Little BigBand spielt. Die Formation hat sich im Neugrabener Kulturhaus Süderelbe gegründet und sich ein hörenswertes Programm aus Film- und Jazzmusik aber auch Rock und Pop angeeignet.

Auch im Kulturcafé Komm du wird die Formation Bruder Schwarz mit Fusion Jazz zu hören sein und in der St. Paulus Kirche Heimfeld, die erstmals bei der Music-Night teilnimmt, zelebriert  das Blues-Urgestein Körrie Kantner mit seiner „not so BigBand“ einen vielstimmigen Kanon aus Blues, Swing, Funk und Soul.

Singer-Songwriter sind auch wieder reichlich vertreten. So im Gloria-Tunnel mit dem Duo cookies for the cat, im Sozialkontor Harburg an der Schwarzenbergstraße oder im Heimfelder Nachbarschaftstreff beim Verein ContraZt e.V. mit dem Duo Marlo Grosshardt und Viktor bzw. dem Moorburger Joe Merz.

Psychodelisches gibt es auch. Der Harburger Architekt Carsten Lünzmann baut sein Büro in der Buxtehuder Straße 56 kurzerhand um in den „Millimeterklub“ und dort spielen um 19.30h die Krautrocker „Voodoo Diodes“ auf. Im Marias Ballroom (Lasallestraße) hingegen übernimmt dieses Genre die eigens aus Frankfurt anreisende Band Nazca Space Fox, die sich in der bundesweiten Szene einen herausragenden Ruf erworben hat.

Klezmer und Tango bedient die Band „Zorro Gris“ in der Marmstorfer Auferstehungskirche, Reggae und Roots der Musiker Elan Zack im Café „Komm du“ und für suburbanen Tanzsound sorgt das Stellwerk im Haeburger Bahnhof mit der „Funk Soul Allnighter“-Nacht.

Bruder Schwarz jazt im Komm du

 

Das Ende seiner Europatour wird zudem im „Komm du“ der US-Amerikaner Christopher Worth mit seiner Band WORTH feiern. Wer selbst Musik machen will, ist zur Open-Mic-Bühne ins Heimfelder „Alles wird schön“ geladen, in der später auch eine Jam-Session läuft. Ebenso gejammt wird in der Kulturwerkstat Harburg am Kanalplatz oder im Gloria-Tunnel.

Weitere Top Acts finden sich in der Fischhalle Harburg mit dem US-Sänger Jay Kalian oder der Weltmusik-Formation Makatumbe, in der „Stumpfen Ecke“ mit der Partyband „Die Gäste“, in der Wilhelmsburger Deichdiele mit dem Skandinavier Flemming Borby sowie im Nachbarschaftstreff Heimfeld mit der Leipziger Punkband „wonach wir suchen“.

Pastor von der Weppen singt bei Marius Müler Willenlos in Marmstorf

Zwei Wermutstropfen gibt es leider auch: die Inselklause kann u.a. wegen des Open-Air-Live-Musik-Verbots dieses Jahr ebenso wenig mitmischen wie die Akademie für Musik und Kultur. Diese muß ihren TanzRaum zum Oktober an die Hamburger Stromnetz GmbH abgeben und hat neue Räume noch nicht in Aussicht. Das gesamte Programm wird etwa 2 Wochen vor der Music-Night in etlichen Kulturläden ausliegen und auch im Internet abrufbar sein. Am Abend selbst wählt man den Club seines Vertrauens, zahlt dort 5,- €, bekommt ein Music-Night-Armband und kann damit auch alle anderen Locations besuchen.

Der Hamburger Getränkehersteller Flora Power steuert auch dieses Jahr manche Mate-Drinks und Säfte bei. Unterstützung für Druckkosten und Plakatierung erfährt die Initiative SuedKultur durch die Eisenbahnbauvereinsgenossenschaft Harburg und den Verfügungsfonds Soziale Stadt des Bezirks Harburg.

Ab kommender Woche stellen wir bis zur Music-Night in einer Serie wieder einzelne Locations und Bands vor …

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