Jonis Hartmann https://www.tiefgang.net Fri, 13 Dec 2024 11:14:08 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1 „Fragen, die wir vielleicht nie gestellt hätten“ https://www.tiefgang.net/fragen-die-wir-vielleicht-nie-gestellt-haetten/ Fri, 13 Dec 2024 23:07:22 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11373 [...]]]> Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger der Hamburger Literaturpreise haben jetzt die Auszeichnungen im Literaturhaus von Kultur- und Mediensenator Dr. Carsten Brosda erhalten.

Als Buch des Jahres kürte eine unabhängige Fachjury die Novelle „Ich kann dich noch sehen (an diesen Tagen)“ der Autorin Simoné Goldschmidt-Lechner, erschienen bei Matthes & Seitz. Der Sachbuchpreis der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS ging an die Historikerin Ruth Hoffmann für ihr Werk „Das deutsche Alibi. Mythos ‚Stauffenberg Attentat‘ – wie der 20. Juli 1944 verklärt und politisch instrumentalisiert wird“, erschienen bei Goldmann. Neben den Auszeichnungen als Buch sowie Sachbuch des Jahres wurden Preise in den Kategorien Roman, Erzählung, Lyrik/Drama/Experimentelles, Kinder- und Jugendbuch, Comic sowie für literarische Übersetzungen an Hamburger Autorinnen und Autoren sowie Übersetzerinnen und Übersetzer vergeben. Die Hamburger Literaturpreise umfassen eine Gesamtsumme von 84.000 Euro. Die Preise für Literatur sind jeweils mit 8.000 Euro dotiert, die Übersetzungspreise mit 4.000 Euro. In diesem Jahr hatten sich 276 Schreibende am Wettbewerb beteiligt.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Mit den Hamburger Literaturpreisen feiern wir das vielfältige literarische Schaffen in unserer Stadt. Auch in diesem Jahr zeigen die ausgezeichneten Texte, was Literatur kann: So unterschiedlich sie sind, zeigen uns alle Arbeiten neue Perspektiven und geben uns Antworten auf Fragen, die wir vielleicht nie gestellt hätten. Simoné Goldschmidt-Lechners als ‚Buch des Jahres‘ ausgezeichnete Novelle reflektiert in Deutschland herrschende Machtstrukturen und erzählt dabei die Geschichte einer Selbstermächtigung, die Hoffnung macht. Dabei ist das Buch ebenso aktuell wie literarisch, weil es ihr gelingt, Politik in Poesie zu verwandeln. Ruth Hoffmann analysiert in ihrem ‚Sachbuch des Jahres‘ präzise, wie der 20. Juli 1944 die deutsche Nachkriegszeit bestimmt hat und bis in die 1970er Jahre das deutsche Selbstbild prägte. Sie hält bundesdeutscher Verklärung, politischer Instrumentalisierung und rechtsextremen Verdrehungen nüchtern die Fakten entgegen und leistet damit einen starken Beitrag zur deutschen Erinnerungskultur. Die beiden Auszeichnungen und die Preise in allen anderen Kategorien sind hochverdient und ich gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern herzlich.“

Die mit je 8.000 Euro dotierten Hamburger Literaturpreise erhielten in der Kategorie:

  • Buch des Jahres: Simoné Goldschmidt-Lechner für „Ich kann dich noch sehen (an diesen Tagen)“ (Matthes & Seitz)
  • Sachbuchpreis der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS: Ruth Hoffmann für „Das deutsche Alibi. Mythos ‚Stauffenberg Attentat‘ – wie der 20. Juli 1944 verklärt und politisch instrumentalisiert wird“ (Goldmann)
  • Roman: Magdalena Saiger für „Traudel“ und Markus Schneider für „Du & ich & Martinez/Scheffel“
  • Erzählung: Anna Bytom für „Einsamkeit“ und Lara M. Gahlow für „Vorwiegend festkochend“
  • Lyrik, Drama, Experimentelles: Carsten Brandau für „2 (theater)“ (Drama)
  • Kinder- und Jugendbuch: Silas Matthes für „Kein Netz“
  • Comic: Eva Müller für „Anna“

Die mit jeweils 4.000 Euro dotierten Preise für literarische Übersetzungen gingen an:

  • Cornelius Hartz: „Oben in den Wäldern“ / „North Woods“ von Daniel Mason aus dem amerikanischen Englisch (C. H. Beck)
  • Jonis Hartmann: „Haiku“ von Richard Wright aus dem amerikanischen Englisch (Matthes & Seitz)
  • Markus Lemke: „Aus dem Nichts kommt die Flut“ von Uri Jitzchak Katz aus dem Hebräischen (Hoffmann und Campe)

Die unabhängige Jury hat 235 anonymisierte Bewerbungen für Literatur, 28 Comic-Projekte sowie 13 literarische Übersetzungen geprüft. In diesem Jahr waren die Buchbloggerin Tuana Atay (tuanas.books), die Lektorin Jasmin Camenzind (Arche Verlag), der Autor Anselm Neft (Preisträger 2023), der Buchhändler Frank Menden (stories!) und die Literaturübersetzerin Henrike Schmidt (Preisträgerin des Jahres 2023) als Jury tätig.

 

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Neue Literaturzeitschrift „Tau“ https://www.tiefgang.net/neue-literaturzeitschrift-tau/ Fri, 20 Apr 2018 22:20:33 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3510 [...]]]> Die Behörde für Kultur und Medien hat sich entschieden, ein neues Literaturprojekt in Hamburg zu unterstützen. Denn man „Tau“!

Ein Kollektiv von Autor*innen hat die Idee entwickelt, die zum Mitmachen und –schreiben einlädt und die sie auf der frisch online gegangenen website wie folgt umschreibt:

tau möchte das literarische schaffen einer metropole und darüber hinaus abbilden – als plattform für literarische entwicklungen, tendenzen und perspektiven, öffentlich und permanent.

tau publiziert prosa, lyrik, essays, dramatisches und gattungsfreies und möchte über lesungen autor*innen und leser*innen zusammenführen. dabei tritt tau in dialog zu anderen kunstformen und verlässt abgesteckte gebiete der literatur: zu jeder ausgabe lädt tau eine*n künstler*in resp. illustrator*in ein.

tau widmet sich der zusammenführung von literatur und leser*innen über die hanseatisch-nordische perspektive hamburgs. uns vereint das gemeinsame interesse an neuentdeckungen sowie neuem von bereits bekannten autor*innen, dazu das anliegen, zeuge und förderin eines spannenden umschlagplatzes frischer texte – des literarischen pendants zum hamburger hafen – zu sein.“

Im  März gab es dann eine „Geburtslesung“ im ´mindspace` am Rödingsmarkt und nun ist sie da und kann auch abonniert werden: „tau“.

In der Pressemitteilung der Behörde für Kultur und Medien heißt es:

„Hamburg hat eine neue Literaturzeitschrift: Gefördert mit 60.000 Euro von der Behörde für Kultur und Medien  erscheint im April 2018 die erste Ausgabe von „Tau – Die Literaturzeitschrift“. Das erste Heft enthält literarische Beiträge aus verschiedenen europäischen Ländern. Die erste Ausgabe wird von einem Lesungsprogramm flankiert.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Ohne das Tau geht im Hafen und bei der Seefahrt nichts. Es steht für Stabilität und Sicherheit. Der Tau hingegen symbolisiert Frische, einen Neuanfang. Hamburgs neue Literaturzeitschrift spielt mit beiden Bedeutungen und will Umschlagplatz für neue Texte aller Genres sein. Die Hamburger Autorinnen und Autoren haben mit ‚Tau‘ ein innovatives Projekt vom Stapel gelassen, das der Literatur eine neue Bühne bietet, Lust auf Lesen macht und den Blick auf andere Genres weitet.“

Die Redaktion von „Tau“: „,Tau‘ bezieht Stellung, steht für Anfang und Neues, ist physischer Fluchtpunkt für Texte, mit regelmäßigen Lesungen Sammelpunkt für Schreibende und Lesende in Hamburg und darüber hinaus, publiziert Essays, Prosa, Lyrik, Dramatisches und Gattungsfreies, tritt in Dialog zu anderen Kunstformen und verlässt abgesteckte Gebiete der Literatur.“

Hinter „Tau – Zeitschrift für Literatur“ steht ein Hamburger Autorenkollektiv, bestehend aus Jonis Hartmann, Sascha Preiß, Marie-Alice Schultz und Nathalie Keigel. Autorinnen und Autoren der ersten Ausgabe sind Tugen Ghayath Almadhoun (Schweden), Mirko Božić (Bosnien-Herzegowina), Leen Pil (Belgien), Stephan Roiss (Österreich) sowie aus Deutschland Lütfiye Güzel, Lars Henken, Jessica Kasimir, Melanie Khoshmashrab, Sascha Kokot, Mariusz Lata, Angela Lehner, André Patten, Andreas Reichelsdorfer, Sebastian Andreas Rouget, Mercedes Spannagel und Johannes Witek.

Sie reichten Texte zum Thema „Akute Langwaffen“ ein und wurden aus 160 Bewerberinnen und Bewerbern zur Veröffentlichung ausgewählt.

Künftig soll „Tau“ in einem Umfang von 120 bis 180 Seiten und mit Texten von 10 bis 15 Autoren und Autorinnen alle neun Monate erscheinen, jeweils mit einem neuen Thema, das auf provokante oder verblüffende Weise Texte aus Hamburg und darüber hinaus versammelt und die Perspektive auf bildende Kunst erweitert. Jede Ausgabe wird von einem anderen Künstler oder Künstlerin gestaltet. Für die erste Ausgabe lieferte der Hamburger Künstler Sebastian von Papp seine modularen Zeichnungen. Die Gestaltung des Heftes stammt von Steffen Budke.

„Tau“ ist ab sofort unter anderem in der Buchhandlung & Antiquariat Lüders in Eimsbüttel (Heußweg 33) und im Nachladen auf St. Pauli (Sternstraße 17) sowie online unter www.tau-texte.de/abo  erhältlich. Die Ausgabe kostet 10,00 Euro. Weitere Informationen gibt es unter www.tau-texte.de.“

Quelle: www.hamburg.de/bkm

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