Jugendkulturpreis Harburg – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Thu, 26 Sep 2019 08:44:37 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Harburg bekommt eigenen Kulturausschuss! https://www.tiefgang.net/harburg-bekommt-eigenen-kulturausschuss/ Fri, 20 Sep 2019 22:30:26 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5873 [...]]]> Diese Woche es soweit: die neue Koalition aus SPD und Grünen in Harburg hatte sich geeinigt und setzt für die kommende Legislatur 2019-2024 die Ausschüsse fest. Neu: ein ganz eigener Kulturausschuss!

Das hat es lange nicht oder gar überhaupt schon gegeben: Harburg wird im neu gewählten Bezirksparlament einen Ausschuss nur für Kultur bekommen. Bisher war Kultur neben Freizeit und Sport in einem Ausschuss abgefeiert und noch davor gar mit Bildung und anderem. Dass nun also ein Ausschuss sich nur mit dem Thema Kultur befasst, könnte ein gutes Zeichen sein. Und schaut man sich an, welche Aufgaben dem Ausschuss zugewiesen werden, zeigt sich: da kommt allerhand zusammen.

Auszug zum Thema Kultur im Koalitionsvertrag:

„Die große Anzahl von Aktiven, die sich in Kulturinitiativen und Sportvereinen, sei es ehren- oder hauptamtlich, engagieren, prägen das Zusammenleben in unserem Bezirk maßgeblich. Die Möglichkeit der gemeinsamen Freizeitgestaltung, sei es beim künstlerischen Gestalten oder in der Musik oder auf dem Sportplatz, ist wichtiger Standortfaktor für einen lebenswerten Bezirk. Die Koalition begrüßt die vielfältige Landschaft der Initiativen, Vereinen, Kulturzentren und Kulturschaffenden im Bezirk.

Urbane Stadtteilentwicklung beinhaltet die Berücksichtigung von Erfordernissen kultureller (Frei)Räume, damit das städtische Wachstum mit wachsender Lebensqualität einhergeht.

Räume für Kultur schaffen

  • Räume für kulturelle Nutzungen müssen frühzeitig in die Stadtentwicklung implementiert werden. Die Koalitionspartner sind sich darüber einig, dass die räumliche Kulturentwicklungsplanung für jedes Gebiet angepasst und eine Berücksichtigung der Interessen der Kulturschaffenden an der Errichtung und dem Betrieb von Kulturräumen/flächen von der ersten Planung bis zur Realisierung gewährleisten soll.
  • Die Koalition begrüßt die Errichtung und den Betrieb eines Kulturkatasters zur räumlichen Erfassung der bestehenden kulturellen Vielfalt (Parameter u.a. Lage, Art der Nutzung/en, Flächengröße, Indoor/Outdoor, Programmangebote, Förderungsstatus der FHH) durch die Kulturbehörde. Diese Bestandserfassung dient auch zur Früherkennung von Problemlagen bei Ausschreibungen und zukünftigen Bauplanungen in Hinblick auf vor Ort ansässige Kulturstätten.
  • Für den Bezirk soll eine Plattform für die Raumerfassung entstehen, analog zu der vorhandenen Plattform für die Sporthallen- und Sportplatznutzung, die sich an den Bedürfnissen der Nutzer und Nutzerinnen orientiert.
  • Die Kreativgesellschaft wird aufgefordert, gemäß ihrem Auftrag, auch für den Bezirk Harburg für Kulturschaffende zur Verfügung zu stehen. Besonders für die Zwischennutzung leerstehender Ladenlokale ist die Kreativgesellschaft für die Vertragsgestaltung ein wichtiger Kooperationspartner für Mieter und Vermieter.
  • Das neu entstehende Areal „Harburger Höfe“ bietet ideale Voraussetzungen, urbanes Leben und kulturelle Nutzung zu vereinen. Die Koalition wird sich beim Investor für ein Konzept einsetzen, dass diese Idee weiterentwickelt wird.
  • Die Koalition wird sich dafür einsetzen, dass im Zuge der Entwicklung der Stadtteilkultur im Bezirk, auch die Möglichkeiten für die Schaffung eines weiteren Kulturzentrums geprüft werden.

Stadtteilkultur fördern

Die Koalition setzt sich dafür ein:

  • Dass die kulturellen Einrichtungen bedarfsgerecht und auskömmlich finanziert
  • Dass erfolgreiche Formate, wie z.B. Suedlese, Wall of Fame, Music Night, Kunstleihe, Kulturtag, Sommer im Park, u.a. gesichert und gefördert werden.
  • Dass Stadtteilkulturzentren, wie z.B. der Riekhof und das Kulturhaus Süderelbe ihre Potentiale entwickeln können und Raum für neue Konzepte haben.
  • Dass die Stadtteilkulturmittel der wachsenden Bevölkerung im Bezirk Harburg angepasst werden
  • Dass die Sammlung Falkenberg in Harburg erhalten bleibt und eine Ausweitung der Öffnungszeiten in Richtung eines regulären Museumsbetriebs geprüft wird.
  • Dass bestehende Kunstwerke, z.B. das „Mahnmal gegen den Faschismus“ und der „Harburger Kunstpfad“, im öffentlichen Raum angemessen präsentiert und kommuniziert werden. Dazu gehören u.a. neue Hinweisschilder im Straßenraum.
  • Dass temporäre Kunstprojekte, z.B. das Projekt „Hamburg/Maschine“ der Stadtkuratorin auch in Harburg stattfinden
  • Dass der Jugendkulturpreis erhalten bleibt und weiterentwickelt wird

 Stadtteilkultur braucht Kommunikation und Mitbestimmung

  • Wir begrüßen die Zusammenschlüsse lokaler Netzwerke von Kulturschaffenden, wie z.B. Suedkultur.
  • Die Koalitionspartner werden veranlassen, dass zukünftig zur besseren Vernetzung von Kultur, Politik und Verwaltung für den Kulturausschuss, analog zum Integrationsbeirat oder Seniorenbeirat, beratende Mitglieder benannt werden.
  • Zusätzlich wird ein „Runder Tisch“ zur Entwicklung von Handlungsfeldern, Zielen und Maßnahmen der Kulturentwicklung im Bezirk eingerichtet. Dieser „Runde Tisch“ besteht aus Mitgliedern der Fraktionen, der Verwaltung und Kulturschaffenden im Bezirk. Der Runde Tisch soll an der Erstellung eines Kulturentwicklungsplans für den Bezirk mitwirken.
  • Für eine Verbesserung in der Zusammenarbeit von den vielen Aktiven aus Kultur und Sport mit der Harburger Bezirksverwaltung ist es notwendig, auch dort die Ressourcen zu stärken. Die steigenden Anforderungen und die wachsende Bevölkerungszahl haben sich bisher nicht im Stellenplan wiedergefunden. Die Koalition wird sich dafür einsetzen, dass im Bezirksamt eine Stelle geschaffen wird, die sich u.a. mit dem Einwerben von Drittmitteln für den Bezirk und auch mit der Unterstützung von Ehrenamtlichen in der Mittelbeschaffung befasst.“

So sollen konkret im Kulturausschuss in den kommenden Jahren folgende Themenbereiche behandelt werden:

  • Stadtteilkultur / Stadtteilkulturmittel
  • Kunst- und Kultureinrichtungen
  • Bürgerhäuser / Stadtteilkulturzentren
  • Kunst
  • Kunst im öffentlichen Raum
  • Museen (auch Hanne Darboven)
  • Kunstvereine
  • Harburger Schloss (soweit nicht RISE)
  • Kulturpfad
  • Geschichtswerkstatt
  • Geschichtspfad
  • Kulturbeirat
  • Denkmalschutz (soweit nicht SPA)
  • Kinder- und Jugendkulturpreis
  • Stadtfeste und öffentliche Veranstaltungen

Nun: Pläne sind das eine und deren Umsetzung das andere. Aber die Liste an Themen und Arbeitsfeldern zeigt: die Arbeit aller Aktiven in der Initiative SuedKultur wurde endlich wahrgenommen und erkannt. Raumnot, Unterfinanzierung und mangelnde Präsenz im Raum und Bewusstsein – es gibt viel zu tun.

Die erste Sitzung des Ausschusses für Kultur ist für den Mo., 7. Oktober angesetzt. Man darf gespannt sein.

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Harburg – what´s up? https://www.tiefgang.net/harburg-whats-up/ Fri, 01 Sep 2017 22:35:30 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=1953 [...]]]> Was ist Harburg, was ist Heimat für Dich? Dies ist das Leitmotiv des diesjährigen Jugendkulturpreises, der nun ausgeschrieben wird. Es winken Ruhm, Ehre und 1.000,- €.

In der Pressemitteilung des Bezirksamtes vom 31. Aug. 2017 heißt es:

„Der diesjährige Preis steht unter dem Motto „HeimatHafenHarburg“ und richtet sich an Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 21 Jahren.

Der Jugendkulturpreis der Bezirksversammlung Harburg geht in die vierte Runde. Der jährliche Kunstwettbewerb dient zur Auszeichnung der künstlerischen Arbeiten von Kindern und Jugendlichen im Bezirk Harburg.

Bild: Christiane Hansen

Harburg ist bunt. Die Menschen, die hier leben, arbeiten oder ihre Freizeit verbringen, haben unterschiedliche kulturelle Wurzeln. Das zeigt sich nicht zuletzt in kreativen und künstlerischen Aktivitäten von Kindern und Jugendlichen. Um diese öffentlich anzuerkennen, beschloss die Harburger Bezirksversammlung im März 2013, den Harburger Jugendkulturpreis als jährlichen Kunstwettbewerb ins Leben zu rufen.

Der diesjährige Harburger Jugendkulturpreis steht unter dem Motto „HeimatHafenHarburg“ und richtet sich an Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 21 Jahren.

Ideen müssen her!

Was bedeutet Heimat für dich? Wo bist du verankert? Ist Harburg deine Heimat? Die Kinder oder Jugendlichen sollen dazu animiert werden, ihre kreativen Ideen rund um das Motto zu gestalten. Das kann grundsätzlich frei interpretiert werden, aber ein Bezug zu Harburg sollte erkennbar sein. Jegliche Form der künstlerischen Darstellung ist möglich: Von der Malerei bis hin zu audiovisuellen Medien, wie beispielsweise Schauspiel, Theater, Musik, Klang-Collage, Hörspiel, Fotografie oder Film. Es können Gruppen- sowie Einzelarbeiten eingereicht werden. Das Preisgeld in Höhe von insgesamt 1.000 Euro wird in zwei Altersgruppen (jüngere und ältere Kinder/Jugendliche) vergeben und unter allen Gewinnenden aufgeteilt.

Kein Platz zum Werken?

Wer Lust hätte mitzumachen, aber noch auf der Suche nach einem Ort ist, wo das Kunstwerk gestaltet werden kann, hat die Möglichkeit montags bis donnerstags, 10 – 18 Uhr in das offene „Habibi“ Atelier ins Einkaufszentrum Harburg Arcaden (1. Obergeschoss) zu kommen. Bei Interesse kann man sich gerne vorher beim Künstler Sly (sly@habibiatelier.de) melden.

Die Arbeiten sind mit dem Anmeldeformular bis Mittwoch, 1. November 2017 einzusenden an: Bezirksamt Harburg, Jugendkulturpreis, Harburger Rathausplatz 1, 21073 Hamburg

Für weitere Informationen sowie Teilnahmebedingungen wenden Sie sich gerne an Lina Knipfer, Bezirksamt Harburg, Fachamt Sozialraummanagement, Telefon: +49 40 428 71 2520.

Hintergrundinformationen

Gemeinsam mit Vertretern der Verwaltung, Mitgliedern der Fraktionen und Vertretern von SuedKultur wurden der Name „Harburger Jugendkulturpreis“ und die Rahmenbedingungen für den Kulturpreis vereinbart:

  • Es soll ein Harburg Bezug vorliegen. Dieser ist gegeben, wenn die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen in Harburg wohnen, eine Harburger Schule oder auch eine Jugendeinrichtung in Harburg besuchen beziehungsweise wenn sich das gestaltete Thema auf Harburg bezieht.
  • Es gibt jährlich wechselnde Themen sowie gegebenenfalls andere Genres und / oder unterschiedliche Altersbegrenzungen.
  • Es können sich Einzelpersonen oder Gruppen bewerben.“

Quelle: hamburg.de/harburg/jugendkulturpreis-harburg

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