Käthe Kollwitz https://www.tiefgang.net Fri, 02 Feb 2024 16:23:37 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 Expressionismus in Kunst und Film https://www.tiefgang.net/expressionismus-in-kunst-und-film/ Fri, 02 Feb 2024 23:16:23 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10558 [...]]]> Der Expressionismus ist eine der bekanntesten Kunstbewegungen des frühen 20. Jahrhunderts.Das lohnt bald einen Besuch in Stade …Im Expressionimus spiegeln sich die gesellschaftlichen Veränderungen einer bewegten Epoche. Quer durch die Kunstgattungen reflektiert der Expressionismus eine kulturelle Moderne, die ebenso faszinierend wie ambivalent und bedrohlich ist. Kritik, Tabu, Dekadenz, Sehnsucht und Aufbruchsstimmung prägen in den 1920er-Jahren die Gesellschaft und sind zentrale Motive in Kunst und Film. Otto Dix’ einfühlsame Porträts von Zuhältern und Prostituierten, Käthe Kollwitz’ ikonische Darstellungen von trauernden Müttern und Opfern des Krieges oder Fritz Langs zusammen mit Thea von Harbou entstandenes Filmepos „Metropolis“ (1927) einer futuristischen Zweiklassengesellschaft sind hierfür Beispiele.

Die 1920er-Jahre sind genährt vom nervösen Gefühl des Krieges und von politischen Umbrüchen, aus denen die Künste ihre Themen beziehen. Der Beginn des 20. Jahrhunderts ist jedoch auch eine Zeit lebhafter intellektueller Fruchtbarkeit: In den Kaffeehäusern treffen sich die künstlerische Avantgarde und ein gewöhnliches Publikum. Die deutschen Großstädte und insbesondere Berlin sind ein Eldorado der Variétés, Tanzsäle, Kinopaläste, Sportereignisse, Theater, Orte sexueller Befreiung und homoerotischer Subkulturen. Zwischen einem Ringen um Demokratie, gesellschaftliche Visionen, dem Sog neuer Medien sowie Errungenschaften zur Emanzipation der Frau, ist der Expressionismus revolutionärer Antrieb und Spiegel seiner Zeit.

Ausstellung und Katalog

In über 120 Gemälden, Zeichnungen, Druckgrafiken und Filmsequenzen präsentiert die Ausstellung wechselseitige Einflüsse von Kunst und Film. Das Kino der 1920er-Jahre löst mit seinen neuen technischen Möglichkeiten vieles von dem ein, was die expressionistischen Maler*innen bereits zuvor begonnen hatten – ein naheliegender Anlass, beide Kunstformen erstmals gegenüberzustellen und ihre engen Beziehungen aufzuzeigen. Mit Arbeiten von Paula Modersohn-Becker, Otto Dix, Franz Marc, Gabriele Münter, Wilhelm Morgner und Filmen von Fritz Lang oder Lotte Reiniger werden die 1920er-Jahre in drei Episoden vorgestellt: „Aufbruch und Bruch“, „Traum und Trauma“, „Form und Deformation“ werfen Schlaglichter auf das, was die Menschen damals erlebten. Kunst und Film verleihen diesen Themen einen lautstarken Ausdruck und lassen den Expressionismus auf neue Weise entdecken.

Künstler*innen

Max Ackermann, Max Beckmann, Rudolf Belling, Rüdiger Berlit, Heinrich Maria Davringhausen, Walter Dexel, Otto Dix, Erich Drechsler, Lyonel Feininger, Conrad Felixmüller, Lis Goebel, Arthur Goetz, Erich Heckel, Ludwig von Hofmann, Franz M. Jansen, Alexej von Jawlensky, Alexander Kanoldt, Käthe Kollwitz, Bernhard Kretzschmar, Wilhelm Lachnit, Fritz Lang, Otto Lange, Ernst Lubitsch, Paula Modersohn-Becker, August Macke, Karlheinz Martin, Franz Marc, Frans Masereel, Ludwig Meidner, Moritz Melzer, Wilhelm Morgner, Otto Mueller, Gabriele Münter, Friedrich Wilhelm Murnau, Heinrich Nauen, Emil Nolde, G. W. Pabst, Max Pechstein, Robert Reinert, Lotte Reiniger, Christian Rohlfs, Josef Scharl, Martel Schwichtenberg, Arthur Segal, Arnold Topp, Paul Wegener, Robert Wiene

Zur Ausstellung erscheint der reich bebilderte Katalog Expressionismus in Kunst und Film / Expressionism in Art and Film, Silvana Editoriale, 40 €

EXPRESSIONISMUS IN KUNST UND FILM – Kunsthaus Stade | 9. März – 20. Mai 2024

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Figuren, Porträts und Landschaften https://www.tiefgang.net/8430-2/ Fri, 24 Sep 2021 22:27:57 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8430 [...]]]> Figur, Porträt, Landschaft: Das thematische Spektrum der Sammlung Sorst ist rasch umrissen. Doch dahinter verbirgt sich ein Kaldeidoskop der Kunst. Jetzt im Ernst Barlach Museum zu sehen …

Jenseits der Pauschalbegriffe eröffnen sechzig Werke, die der Hannoveraner Unternehmer ErnstJoachim Sorst (1931–2012) zusammentrug, ein Kaleidoskop druckgrafischer Stile, Motive und Techniken in der Kunst der 1910er bis 1960er Jahre. Die Natursehnsucht der Brücke-Expressionisten Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff trifft auf Biblisches und Erotisches der französischen Modernen Marc Chagall und Pablo Picasso, und Bildsatiren der Neuen Sachlichkeit von Otto Dix, Rudolf Schlichter oder Jeanne Mammen begegnen den farbstarken Abstraktionen von HAP Grieshaber.
Die fünfzehn Künstlerinnen und Künstler der Sammlung Sorst sind zumeist mit kleineren Werkgruppen vertreten; eine besondere Rolle nimmt Gerhard Marcks ein, dessen Holzschnitt-Konvolut durch drei plastische Werke ergänzt wird. Neben Klassikern aus Picassos Suite Vollard oder dem Repertoire der frühen Brücke-Grafik sind auch charmante Solitäre zu entdecken, etwa der zart kolorierte Junge im Matrosenanzug von Rolf Nesch.
Nach dem Tod von Ernst-Joachim Sorst im November 2012 ging seine Sammlung zunächst als Dauerleihgabe an das Sprengel Museum Hannover. Nun setzt ihre Präsentation im Ernst Barlach Haus eine Ausstellungsreihe fort, in der wir zuletzt die privaten Schätze von Helmut und Loki Schmidt gezeigt haben.

Zu sehen sind: Ernst Barlach, Marc Chagall. Otto Dix, HAP Grieshaber, Erich Heckel, Horst Janssen, Oskar Kokoschka, Käthe Kollwitz, Jeanne Mammen, Gerhard Marcks, Rolf Nesch, Pablo Picasso, Rudolf Schlichter, Karl Schmidt-Rottluff, A. Paul Weber

Kostenlose öffentliche Führungen immer sonntags 12 Uhr.
Sonntag, 31. Oktober, 12 Uhr Bildergeschichten
Karsten Müller im Gespräch mit Bernhard und Harald Sorst, den Söhnen des Sammlers
Sonntag, 24. Oktober 2021, 11–18 Uhr Familientag
Fröhliche Aktionen im Stundentakt
Dienstag, 26. Oktober und 16. November 2021, 11. Januar 2022, jeweils 18 Uhr Kuratorenführungen
Ausstellungsrundgänge mit Karsten Müller

ERNST BARLACH HAUS (STIFTUNG HERMANN F. REEMTSMA), Jenischpark; Baron-Voght-Straße 50a, 22609 Hamburg

www.barlach-haus.de

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