Klaus Barnick – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Sun, 19 Aug 2018 12:10:54 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.3 20 Jahre Gedenken, 15 Jahre Stolpern https://www.tiefgang.net/20-jahre-gedenken-15-jahre-stolpern/ Fri, 17 Aug 2018 22:42:33 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4016 [...]]]> Die „Initiative Gedenken in Harburg“ feiert in Kürze gleich zwei Jubiläen. Eigentlich ein Grund zum Feiern, wären die Anlässe nicht so tragisch …

Die `Initiative Gedenken in Harburg´ wurde im Herbst 1998 gegründet und stellt sich seitdem der Aufgabe, die Geschichte des Nationalsozialismus in Harburg zu beleuchten, das nationalsozialistische Unrecht vorbehaltlos aufzuzeigen und der Harburger Opfer des NS-Regimes zu gedenken. Dieses Engagement ist mit der Hoffnung verbunden, aus der Vergangenheit für die Zukunft zu lernen.

Die Erinnerungsarbeit der `Initiative Gedenken in Harburg´ umfasst u.a.:

  • die Koordination der jährlichen Harburger Gedenktage,
  • die Unterstützung des Stolperstein-Projekts vor Ort,
  • die Erforschung der Lebenswege von Harburgerinnen und Harburgern, die widerständig waren oder nicht dem nationalsozialistischen Weltbild entsprachen,
  • die Aufarbeitung der Geschichte der jüdischen Frauen, die im Winter 1944/1945 grauenvolle Tage im KZ-Außenlager Neugraben erlebten,
  • die intensive Pflege von Kontakten und die Begegnung mit Menschen, die in der NS-Zeit in Harburg verfolgt wurden und noch heute darunter leiden,
  • die Betreuung von Schulprojekten zur NS-Vergangenheit vor Ort.

Die `Initiative Gedenken in Harburg´ ist dem Ev.-Luth. Kirchenkreis Hamburg-Ost angegliedert und wird von der Harburger Bezirksversammlung unterstützt. Für ihr gesellschaftspolitisches Engagement wurden die Mitglieder 2009 mit dem Harburger Bürgerpreis, 2015 mit dem Sonderpreis der Harburger Bezirksversammlung und der Harburger Bezirksverwaltung für ehrenamtliches Engagement und 2016 mit dem Hans-Frankenthal-Preis der Stiftung Auschwitz-Komitee ausgezeichnet.

`Stolpersteine – Spuren und Wege´ mit Gunter Demnig, Freitag, d. 21. September 2018, 19.30 Uhr, St. Trinitatis-Kirchengemeinde, Bremer Str. 9, 21073 Hamburg, Eintritt frei

Gedenkveranstaltung

anlässlich der Einweihung von 24 weiteren STOLPERSTEINEN für Harburger Opfer Nationalsozialismus, Mittwoch, d. 26. 9. 2018, 11.00 Uhr, Kulturzentrum Riekhof, Rieckhoffstraße 12, 21073 Hamburg.

Die `Initiative Gedenken in Harburg´ und die Oberschule Neu Wulmstorf laden zu einer weiteren Gedenkveranstaltung für Harburger Opfer des Nationalsozialismus ein. Sie findet am Mittwoch, 26. September, um 11.00 Uhr im Kulturzentrum Rieckhof, Rieckhofstraße 12, 21073 Hamburg, statt. Eintritt frei.

24 neue STOLPERSTEINE erinnern an das Schicksal von Menschen, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Ihre Geschichte haben auch diesmal wieder Mitglieder der `Initiative Gedenken in Harburg´ erforscht und aufgezeichnet. Dass die Ermordeten nicht in Vergessenheit geraten, ist erneut dem Engagement vieler Freunde dieses Erinnerungsprojekts zu verdanken, die abermals die Herstellung und Verlegung weiterer STOLPERSTEINE im Süden Hamburgs finanziell ermöglichten. Zu diesen engagierten Menschen gehören in diesem Jahr erneut viele Jugendliche. Allein 14 dieser neuen STOLPERSTEINE (à 120,- €) wurden von Schülerinnen und Schülern der Oberschule Neu Wulmstorf und des regionalen Bildungs- und Beratungszentrums Harburg in Auftrag gegeben.

Diese jungen STOLPERSTEIN-Freunde werden den Künstler im Samstagvormittag, 22. September 2018, bei der Verlegung dieser Mini-Denkmale mit den Namen der Ermordeten und Hinweisen zu ihrem Verfolgungsschicksal begleiten und sie dann vier Tage später im Rahmen der oben genannten Gedenkveranstaltung im Kulturzentrum Rieckhof offiziell einweihen und der Öffentlichkeit übergeben.

Im Rahmen dieser öffentlichen Veranstaltung, die von Klaus Barnick, Sprecher der `Initiative Gedenken in Harburg´ moderiert wird, werden sie die Namen aller 24 Harburger Opfer, für die neue STOLPERSTEINE verlegt wurden, mit Hinweisen zu ihrem Verfolgungsschicksal verlesen. Darüber hinaus werden sie die musikalische Umrahmung der Gedenkstunde gestalten. Auf ihren Wunsch hin wird Pastor Dr. Florian Schneider, Ev.-Luth. Lutherkirche Neu Wulmstorf, zu den Anwesenden – darunter auch den Angehörigen zweier Harburger, die zu den Opfern des Nationalsozialismus zählen, – sprechen. Die Veranstaltung endet mit der Enthüllung des STOLPERSTEINS für Bernhard Schreiber in der Wilstorfer Straße 45 – stellvertretend für die Einweihung aller anderen 23 STOLPERSTEINE – durch einen Schüler der Oberschule Neu Wulmstorf.

Gedenkveranstaltung anlässlich der Einweihung von 24 Stolpersteinen für Harburger Opfer des Nationalsozialismus Mittwoch, d. 26. September 2018, 11.00 Uhr, Kulturzentrum Rieckhof, Rieckhoffstraße 12, 21073 Hamburg, Eintritt frei

Weiterführender Link: www.gedenken-in-harburg.de

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Diese Bahn ist abgefahr´n! https://www.tiefgang.net/diese-bahn-ist-abgefahrn/ Fri, 08 Sep 2017 22:31:23 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=1971 [...]]]> Will man von links nach rechts kommen, kann es nicht schnell genug gehen und in Hamburg geht man üblicherweise dafür in den Untergrund zur U- und S-Bahn. Das war nicht immer so.

Im Juni 2017 hat der Harburger Geschichtsforscher Klaus Barnick eine neue Broschüre mit dem Titel „Straßenbahnen und O-Busse in Harburg“ herausgebracht. Als Mitglied der Geschichtswerkstatt Harburg skizziert er darin die Geschichte des elektrischen Nahverkehrs anhand der fast 70 Jahre eingesetzten Straßenbahnen und Oberleitungsbusse in Harburg. Der Schwerpunkt seines Buches liegt dabei mehr auf der Entwicklung und Streckenführung ab 1902 als auf technischen Details. Zahlreiche, überwiegend farbige Abbildungen geben dabei fast beiläufig Einblicke in das historische Harburg und seine Straßen und Plätze.

Rührselige Geschichte einer vergangenen Zeit. Da konnte man von der Reeperbahn bis nach Rönneburg fahren. Es braucht nicht viel Fantasie, um sich vorstellen zu können, dass die heute veranschlagte halbe Stunde nicht gereicht haben dürfte. Dafür war der Ausblick umso schöner.

Der kleinformatigen Broschüre (50 Seiten) ist die DVD „Linie 12. Die letzte Straßenbahn in Harburg“ beigefügt. Die Schmalfilmaufnahmen des Amateurfilmers Ernst Voss von 1971 dokumentieren die Fahrt der Linie 12 von der Alten Harburger Elbbrücke bis nach Rönneburg. Joachim Hillmer hat die Szenen neu geschnitten und mit Kartenausschnitten und einem gesprochenen Kommentar versehen, DVD ca. 34 Min.

 

 

Klaus Barnick (Hg.): „Straßenbahnen und O-Busse in Harburg“, Taschenbuch: 50 Seiten, Geschichtswerkstatt Harburg; Auflage: 1, Erscheinungsdatum 10. Juni 2017, ISBN-10: 394356004X, ISBN-13: 978-3943560046, 10,- €

Die Broschüre ist auch in der Geschichtswerkstatt Harburg, Kanalplatz 16 (Fischhalle) erhältlich.

geschichtswerkstatt-harburg.de

 

Wer Glück und Interesse hat, findet im ein oder anderen (Online-)Archiv oder –Antiquariat auch noch das Taschenbuch von ´Detlev Lüder: Die Straßenbahnen in Harburg, ihre Vorläufer und Nachfahren` das der Forscher zum Eisenbahnwesen Mitte der 80er Jahr im Eigenverlag herausbrachte.

 

 

 

 

Fahren Sie doch mal mit und entdecken Harburg aus einer anderen Zeit:

 

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