Kultur- und Tourismustaxe https://www.tiefgang.net Fri, 06 Sep 2024 11:07:53 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 „Mischen is possible“ https://www.tiefgang.net/mischen-is-possible-2/ Fri, 30 Aug 2024 22:14:43 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11119 [...]]]> Für Kultur gilt in Hamburg „Mischen is possible“!So jedenfalls von offizieller Seite …

Die Behörde für Kultur und Medien setzt mit der Hamburg Marketing GmbH in diesem Jahr die gemeinsame Kampagne für die Kulturstadt Hamburg fort, die Ende 2023 startete. Die Grundidee der Kampagne basiert auf den Ergebnissen einer umfangreichen Besucherbefragung in den Hamburger Kultureinrichtungen und einer Nichtbesucherbefragung, die die Behörde für Kultur und Medien 2023 realisiert hatte. Die Kampagne „Mischen is possible“ hat ihre digitale Heimat auf dem Instagram-Account @kulturstadthamburg und der Webseite www.kulturstadt.hamburg. In einem neuen Kampagnen-Look soll insbesondere eine junge Zielgruppe inspiriert werden, die vielfältige Kultur der Hansestadt zu entdecken und neue Kulturorte und -veranstaltungen zu besuchen. Die Kampagne wurde in enger Abstimmung mit vielen Hamburger Kultureinrichtungen entwickelt. Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, stellte heute die Ergebnisse der Besucherbefragung und die Kulturstadt-Kampagne vor.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Vielfältig und attraktiv – so nimmt das Publikum der Hamburger Kulturinstitutionen die Kulturstadt Hamburg wahr. Die Besucherbefragung hat uns umfassende Erkenntnisse darüber geliefert, wie die Kulturstadt Hamburg wirkt und wer unsere Kultureinrichtungen besucht. Die Ergebnisse zeigen, dass das Angebot unserer Museen, Theater oder Konzerthäuser viele Hamburgerinnen und Hamburger begeistert. Und ein Großteil der Touristinnen und Touristen kommt extra wegen des Kulturangebots nach Hamburg. Die Befragung macht aber auch deutlich, wo wir besser werden müssen. Das Kulturangebot erreicht nicht alle und viele neigen dazu, nur die Kultur zu genießen, die ihnen vertraut ist. Diese Beobachtungen kennen wir auch aus anderen Städten. Das Ziel der Kulturbehörde und der Kulturinstitutionen ist es deshalb, Kulturangebote für alle Menschen zu machen und den Kreis des Publikums zu erweitern. Auf Basis der Befragungsergebnisse können wir daran sehr gezielt arbeiten. Hier setzen wir auch mit der Kampagne ‚Mischen is possible‘ für die Kulturstadt Hamburg an: Sie richtet sich besonders an junge Menschen, spricht diese über Social Media an und setzt auf Themen, die für eine junge, diverse Zielgruppe interessant sind. Nicht zuletzt wollen wir allen Lust machen, Kultur in ihrer ganzen Vielfalt erstmals oder ganz neu zu erleben.“

Dr. Rolf Strittmatter, Vorsitzender der Geschäftsführung Hamburg Marketing GmbH: „Kultur in Hamburg ist mehr als nur Elbphilharmonie und Musicals. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen Befragung und die Erfahrungen, die wir mit der Kulturstadt-Hamburg-Kampagne machen. Mit ‚Mischen is Possible‘ sollen insbesondere jüngere Bewohnerinnen und Bewohner der Metropolregion Hamburg auf das kontrastreiche und vielfältige Kulturangebot aufmerksam gemacht werden. Hier gibt es gemeinsam viel Neues zu entdecken.“

Besucherbefragung in Hamburger Kultureinrichtungen

Mit einer umfassenden Besucherbefragung hat die Behörde für Kultur und Medien 2023 repräsentative Daten zum Publikum der Hamburger Kultureinrichtungen erhoben. Ziel war es, Erkenntnisse über die Publikumsstruktur in den Kultureinrichtungen und zur Wahrnehmung Hamburgs als Kulturstadt zu erhalten.

Die Befragung der Besucherinnen und Besucher war ursprünglich für das Jahr 2020 geplant und musste wegen der Corona-Pandemie verschoben werden. Sie wurde in enger Abstimmung mit den Kultureinrichtungen konzipiert und vom Leipziger Marktforschungsunternehmen CONOSCOPE durchgeführt. Über das gesamte Jahr 2023 haben geschulte Interviewer und Interviewerinnen rund 13.600 Besucherinnen und Besucher auf Basis eines Fragebogens interviewt. Der Fragebogen konnte analog oder digital ausgefüllt werden. Befragt wurde in den staatlichen Kulturinstitutionen (Archäologisches Museum Hamburg, Bergedorfer Museumslandschaft, Deichtorhallen Hamburg, Deutsches Schauspielhaus, Hamburg Musik: Elbphilharmonie, Plaza und Laeiszhalle, Hamburger Kunsthalle, Hamburgische Staatsoper, Kampnagel, KZ-Gedenkstätte Neuengamme, MARKK – Museum am Rothenbaum, Museum für Kunst und Gewerbe, Philharmonisches Staatsorchester, Planetarium Hamburg, Thalia Theater und die Häuser der Stiftung Historische Museen Hamburg). Zusätzlich haben sich einige private Kultureinrichtungen angeschlossen: das Bucerius Kunst Forum, das Internationale Maritime Museum und das Ernst-Deutsch-Theater sowie das Filmfest Hamburg als städtische Gesellschaft. Insgesamt wurde in 25 Kultureinrichtungen befragt. Jede Kultureinrichtung hat eine ausführliche Auswertung der Befragung im eigenen Haus erhalten.

Nichtbesucherbefragung:

Um auch Erkenntnisse über die Gründe zu erhalten, warum Hamburgerinnen und Hamburger keine Kulturveranstaltungen besuchen, hat die Behörde für Kultur und Medien ergänzend zur Befragung in den Kulturinstitutionen zudem eine Nichtbesucherbefragung in Auftrag gegeben. An der Befragung über ein Online-Panel haben gut 1.000 Hamburgerinnen und Hamburger teilgenommen. Sie ist repräsentativ in Bezug auf Alter und Geschlecht.

Für die Besucherbefragung und die Nichtbesucherbefragung stand insgesamt ein Budget von 160.000 Euro zur Verfügung.

Zentrale Ergebnisse der Befragungen:

Wie wird die Kulturstadt Hamburg wahrgenommen?

Die Befragung zeigt, dass Hamburg als attraktive Kulturstadt wahrgenommen wird, die auch international bekannt ist für ihr vielfältiges kulturelles Angebot, insbesondere für die Elbphilharmonie und die Musicals – diesen Aussagen stimmen jeweils über 80 Prozent der befragten Besucherinnen und Besucher der Kultureinrichtungen zu. Über 80 Prozent der Befragten finden, dass sich durch die Elbphilharmonie in Hamburg viel verändert hat und die Hansestadt dadurch international bedeutender geworden ist. 77 Prozent sagen, dass es durch die Elbphilharmonie mehr Aufmerksamkeit für die gesamte Kultur gibt und immerhin 63 Prozent stellen fest, dass sich seit der Eröffnung des Konzerthauses das Interesse der Hamburger und Hamburgerinnen an Kultur erhöht hat.

Wer besucht die Hamburger Kultureinrichtungen?

Das Publikum in den Hamburger Kultureinrichtungen ist überwiegend weiblich (61 Prozent, männlich: 38 Prozent, divers: 1 Prozent), im Durchschnitt 51 Jahre alt und gut ausgebildet (64 Prozent der Befragten haben einen Hochschulabschluss, 26 Prozent das Abitur oder eine Ausbildung). Es ist zum großen Teil berufstätig (57 Prozent) oder im Ruhestand (27 Prozent) und verfügt überwiegend über ein mittleres (54 Prozent) oder hohes Einkommen (31 Prozent). 83 Prozent der Befragten haben keine Migrationsgeschichte.

51 Prozent der Besucherinnen und Besucher in den Kultureinrichtungen kommen aus Hamburg, 17 Prozent aus der Metropolregion. 32 Prozent sind Touristinnen und Touristen, davon kommen 5 Prozent aus dem Ausland. 42 Prozent der Touristinnen und Touristen geben an, für den Besuch der Kultureinrichtung nach Hamburg gekommen zu sein.

Wiederholungstäter und Gewohnheitstiere – wie werden Hamburgs Kulturangebote genutzt?

Die bekannteste Kulturinstitution in Hamburg ist die Elbphilharmonie: 94 Prozent der Befragten kennen sie, 55 Prozent waren auch schon einmal für einen Konzertbesuch dort.

Viele Besucherinnen und Besucher der Kultureinrichtungen sind Wiederholungstäter oder -täterinnen: 74 Prozent der Befragten wollen die besuchte Kulturinstitution noch einmal besuchen.

Die Befragung hat auch ergeben, dass rund ein Viertel der Kulturinteressierten gern unterschiedliche Kultureinrichtungen besucht und ein breites Interesse hat: Sie besuchen Theater- und Ballettaufführungen, Kunstausstellungen oder Lesungen ebenso gern wie Popmusikkonzerte, Filmfestivals und Poetry Slams.

Die anderen hingegen zählen eher zu den Gewohnheitstieren: 13 Prozent der Besucherinnen und Besucher von Kultureinrichtungen interessieren sich nur für Veranstaltungen der Hochkultur, während 18 Prozent der Befragten angeben, ausschließlich popkulturelle Veranstaltungen zu besuchen. Diese Gruppen und diejenigen, die keine oder sehr wenig Kulturangebote nutzen, soll die Kulturstadt-Kampagne „Mischen is possible“ besonders ansprechen und zum Ausprobieren neuer Kulturerlebnisse einladen.

Wer besucht keine Kultureinrichtungen?

In der Nichtbesucherbefragung gaben 38 Prozent der befragten Hamburgerinnen und Hamburger an, keine oder nur sehr selten Kultureinrichtungen zu besuchen. Diese Nichtbesuchenden sind durchschnittlich etwas jünger als das Publikum der Kulturinstitutionen, etwas weniger gebildet und verfügen über ein geringeres Einkommen.

Die Hälfte der Nichtbesuchenden nutzt in ihrer Freizeit andere Angebote wie Erlebniswelten oder Tierparks. Die andere Hälfte nutzt auch diese Angebote nicht, sondern verbringt die Freizeit eher zu Hause mit Freundinnen und Freunden oder der Familie.

Die Gruppe der Nichtbesuchenden nimmt die Hamburger Kultureinrichtungen zwar als positiv und sympathisch wahr, schätzt ihr Angebot aber als weit weg vom eigenen Alltag und unmodern ein. Als Gründe, weshalb sie Kultureinrichtungen nicht besuchen, nennen sie vor allem andere Freizeitinteressen (38 Prozent). Außerdem fühlen sich 36 Prozent nicht angesprochen durch das Angebot der Kultureinrichtungen. Ebenso viele nannten den Preis als Grund dafür, Kultureinrichtungen nicht zu besuchen.

In ihrer Freizeit wollen die Nichtbesuchenden vor allem eine angenehme Zeit verbringen (77 Prozent), etwas mit Freundinnen, Freunden oder der Familie unternehmen (63 Prozent), lachen und Spaß haben (73 Prozent). Inspiration durch Kunst und Kultur oder der Wunsch, Neues zu erfahren, wurden mit je 39 Prozent unterdurchschnittlich oft genannt.

Wie werden die Eintrittspreise eingeschätzt?

Die Besucherinnen und Besucher der Kultureinrichtungen schätzen die Eintrittspreise positiv ein: Auf die Frage, wie sie den Ticketpreis für die gerade besuchte Kulturveranstaltung beurteilten, gaben 61 Prozent der Befragten an, den Preis als angemessen zu empfinden. 24 Prozent fanden ihn sogar günstig oder sehr günstig.

Im Unterscheid dazu gaben 36 Prozent der Nichtbesuchenden an, dass sie die Eintrittspreise für Kulturveranstaltungen zu teuer finden. Die Befragung ergab jedoch auch, dass die Preise oftmals gar nicht bekannt sind.

Und nun?

Die Befragungen sind ein erster Teil eines längeren Prozesses. Alle beteiligten Kultureinrichtungen haben die Ergebnisse erhalten. Im nächsten Schritt werden sie in den Kultureinrichtungen und der Behörde diskutiert. Im Folgenden sollen auf dieser Basis konkrete Maßnahmen abgeleitet und umgesetzt werden. Das betrifft zum Beispiel die Bereiche Kommunikation oder Audience Development.

Die Behörde für Kultur und Medien hat die Ergebnisse bereits für die Konzeption der Kulturstadt-Kampagne genutzt.

Kulturstadt-Kampagne „Mischen is possible“

Morgens Museum, nachmittags Kino, abends Theater und nachts Club – Hamburg bietet alles für die perfekte Kultur-Mischung. Mit der Kampagne „Mischen is possible“ ruft die Kulturstadt Hamburg seit Ende 2023 dazu auf, neue Kulturorte und -veranstaltungen zu entdecken und mit Altbewährtem zu mischen. Auf Basis der Ergebnisse aus der Besucher- und der Nichtbesucherbefragung hat die Hamburger Agentur Karl Anders im Auftrag der Behörde für Kultur und Medien und der Hamburg Marketing GmbH die Kampagne für 2024 weiterentwickelt.

Da das Publikum der Kulturinstitutionen eher älter ist, liegt der Fokus der Kampagne auf einer jungen, diversen Zielgruppe: Die Generation Z steht im Mittelpunkt und wird, ihrem Mediennutzungsverhalten entsprechend, vor allem über Instagram adressiert. Mit zahlreichen neuen Formaten auf dem Instagram-Kanal @kulturstadthamburg soll Interesse an den vielfältigen Kulturangeboten Hamburgs geweckt, das Engagement gesteigert und die Community Kulturinteressierter aus Hamburg und der Metropolregion gestärkt werden, denn auch in der Gen Z spielen Empfehlungen von Freundinnen und Freunden bei der Wahl der Freizeitaktivitäten eine große Rolle.

Neben bunt gemischten Veranstaltungstipps am #Mischwoch und spannenden Blicken hinter die Kulissen der Kultureinrichtungen gibt es in diesem Jahr mit der „Kultur-Insiderin“ Daphne Sagner eine kulturbegeisterte Influencerin, die die Follower und Followerinnen der Kulturstadt Hamburg in ihren Reels regelmäßig mitnimmt auf spannende Streifzüge durch die Hamburger Kultur, Trends nachspürt und mit Hamburger Kulturakteurinnen und -akteuren ins Gespräch kommt.

Ergänzt werden die Social-Media-Aktivitäten durch die Website www.kulturstadt.hamburg und aufmerksamkeitsstarke analoge und digitale Out-of-Home-Werbung.

Für die Kulturstadt-Kampagne stehen 2024 150.000 Euro aus der Kultur- und Tourismustaxe zur Verfügung.

Mit „Mischen is possible“ entwickeln die Behörde für Kultur und Medien und die Hamburg Marketing GmbH die Kampagne für die Kulturstadt Hamburg weiter, die im Sommer 2021 mit dem Kultursommer Hamburg begann. Auch für den Neustart der Kultur nach Corona sowie den 5. Geburtstag der Elbphilharmonie wurde die Kampagne 2022 weiterentwickelt. Mit dem Ziel, nach dem Ende der Corona-Pandemie wieder Lust auf Live-Kulturerlebnisse zu machen, stand die Kampagne 2023 unter der Überschrift „Gönn Dir Kultur“. Zahlreiche Kommunikationsmaßnahmen sorgen in jeder Phase der Kampagne dafür, dass Hamburgs Kultur in der Stadt und darüber hinaus in ihrer Vielfalt wahrgenommen wird. Begleitet wird die Kampagne seit dem Start von der Hamburger Kreativagentur Karl Anders.

 

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Interkulturelle Projekte und Festivals 2024 https://www.tiefgang.net/interkulturelle-projekte-und-festivals-2024/ Fri, 02 Feb 2024 23:52:40 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10552 [...]]]> Die Behörde für Kultur und Medien fördert in diesem Jahr Projekte der interkulturellen Arbeit mit 90.000 Euro sowie interkulturelle Festivals mit 405.000 Euro aus der Kultur- und Tourismustaxe.

Ziel der spartenübergreifenden Förderung ist es, interkulturelle künstlerische Positionen zu stärken und dadurch den interkulturellen Dialog in der Stadtgesellschaft erlebbar zu machen. Eine Fachjury hat dazu die Behörde für Kultur und Medien beraten und Projekte für die Förderung ausgewählt.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Unsere Gesellschaft ist vielfältig und wird geprägt von unterschiedlichen kulturellen Lebensrealitäten. Diese wollen wir mit den interkulturellen Projekten und Festivals sichtbar machen und zum gesellschaftlichen Austausch anregen. In einer Zeit, in der unsere offene Gesellschaft immer mehr unter Druck gerät, wollen wir damit auch Haltung zeigen: gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, für eine Gesellschaft, in der unterschiedliche Kulturen, Religionen und Menschen friedlich miteinander leben können. Dass alle Menschen unabhängig von ihrer Herkunft oder sexuellen Orientierung gleich sind, ist fest in unserem Grundgesetz verankert. Künstlerische Projekte leisten einen wichtigen Beitrag, da sie Menschen zusammenbringen und Neugierde auf andere Ausdrucksweisen wecken. Wir sind gespannt auf die Umsetzung der vielfältigen Projekte, die unsere Stadtgesellschaft beleben!“

Projektförderung

Mit der Förderung interkultureller Projekte unterstützt die Behörde für Kultur und Medien in Hamburg wohnende Künstlerinnen und Künstler mit internationaler Geschichte sowie Personen, Vereine und Gruppen, die künstlerisch zu interkulturellen Themen arbeiten. Für 2024 stehen 90.000 Euro zur Verfügung. Der Fachjury gehörten an: Mohammed Ghunaim, Referent für Diversität des Thalia Theaters, Dr. Nana Kintz, Kunsthistorikerin, Programmabteilung Kultur, Diversity, der Hamburger Volkshochschule, und Pascal Schmidt, Tänzer*in, Workshopleiter*in und Choreograf*in.

Bei der Auswahl der Förderungen standen für die Jury die Fragen und auch Sorgen einer kulturell vielfältigen Gesellschaft im Vordergrund. So berücksichtigte sie insbesondere Projekte, die viele unterschiedliche Akteure und Akteurinnen beteiligten und sichtbar machen. Auch die Verteilung von Machtverhältnissen sowie die Nachhaltigkeit der künstlerischen Konzepte wurden in die Entscheidung einbezogen. Eine ausführliche Bewertung der Projekte durch die Jurorinnen und Juroren finden Sie unter: Förderung des interkulturellen Kulturaustausches in Hamburg – hamburg.de.

 

Projektförderung 2024:

Thomas Schlottmann Screening-Reihe Filmclub Hamburg-Ukraine 4.000 €
fluxus² e.V. mezehane – Ein musikalischer Ort der kulturellen Begegnung 4.500 €
ISD Bund e.V. Black History Month – Hamburg 2024 10.000 €
Ali Sirwan BLCK WRK 6.000 €
Stiftung Bürgerhaus Wilhelmsburg Female Voices – Was uns zum Leuchten bringt 8.000 €
Wasiu Oyegoke AfroWAKENING: Queer Fashion and Music Night 6.000 €
Zwischenräume e.V. 22. Afrikafestival-Hamburg, Alafia 8.000 €
Interkulturelle Denkfabrik Interkulturelle Denkfabrik Literatur- und Theatertage 2024 10.000 €
Lee Hielscher Wessen Stimmen finden Gehör? 7.500 €
Caglar Yigitogullari Der Kreis 8.000 €
Yolanda Gutierrez Bobadilla Podcast und Publikation „Dekolonisierung als künstlerische Praxis im Theater“ 4.000 €
Goldbekhaus Arabisches Kulturforum 2024 6.000 €
NaJe Verein NaJe Festival – Vielfalt durch Kunst und Sport 8.000 €

Förderung aus der Kultur- und Tourismustaxe

Mit insgesamt 405.000 Euro aus der Kultur- und Tourismustaxe werden Festivals mit überregionaler Strahlkraft zu interkulturellen Themen gefördert, darunter das transkulturelle Festival „fluctoplasma – 96 Stunden Kunst. Diskurs. Diversität“, das auf Kampnagel stattfindende „KRASS Kultur Crash“ Festival, die „altonale/STAMP“ sowie das deutsch-türkische „Theaterbrückenfestival“ im MUT Theater. Für ihr Programm „in:szene“ erhält die W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik ebenfalls Mittel aus der Kultur- und Tourismustaxe.

Förderung interkultureller Projekte aus der Kultur- und Tourismustaxe:

Fluxus 2 e.V. Fluctoplasma – 96 Stunden Kunst. Diversität. Diskurs. 60.000 €
Altonale GmbH Altonale/STAMP 115.000 €
Kunstwerk e.V. KRASS Kultur Crash Festival 150.000 €
W3 – Werkstatt für int. Kultur und Politik e.V. In:szene; Programmförderung 70.000 €
MUT Theater e.V. Deutsch/Türkisches Theaterbrücken Festival 10.000 €

 

 

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21 interkulturelle Projekte https://www.tiefgang.net/21-interkulturelle-projekte/ Fri, 03 Mar 2023 23:21:23 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9773 [...]]]> In diesem Jahr werden 21 Projekte im interkulturellen Bereich aus Projektmitteln (85.000 Euro) sowie der Kultur- und Tourismustaxe (310.000 Euro) gefördert. Die spartenübergreifende Förderung schafft  die künstlerische Auseinandersetzung mit kultureller Vielfalt und Räume für den transkulturellen Dialog.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Unsere Gesellschaft wird immer diverser. Auch Hamburg bietet vielen Menschen Schutz, die ihre Heimat verlieren und ein neues Zuhause brauchen. Künstlerische Produktionen können einen wichtigen Beitrag leisten, um ein Gefühl von Verbundenheit nicht nur punktuell und anlässlich erschütternder Ereignisse, sondern darüber hinaus im kulturellen Alltag unserer Stadt sichtbar und erfahrbar zu machen. Die Behörde für Kultur und Medien fördert daher seit Mitte der achtziger Jahre Kulturprojekte, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt unserer Stadt stärken und bietet dadurch eine Basis für den interkulturellen Austausch. Die verschiedenen Hamburger Communities, Akteurinnen und Akteure sowie Künstlerinnen und Künstler leisten dabei wichtige Arbeit, ihnen allen gilt mein großer Dank und meine Anerkennung dafür. Mit ihren Projekten ermöglichen sie den Hamburgerinnen und Hamburgern immer wieder Perspektivwechsel auf die Formen unseres Zusammenlebens in der Stadt einzunehmen.“

Projektförderung

Mit der Förderung interkultureller Projekte unterstützt die Behörde für Kultur und Medien in Hamburg wohnende Künstlerinnen und Künstler mit internationaler Geschichte sowie Personen, Vereine und Gruppen, die künstlerisch zu interkulturellen Themen arbeiten. Für 2023 stehen 85.000 Euro zur Verfügung.

Die diesjährig ausgewählten Kulturprojekte befassen sich mutig und innovativ mit Themen wie Empowerment und Repräsentanz, Rassismus und der kolonialen Vergangenheit unserer Stadt. Stark vertreten sind hier besonders Projekte schwarzer Künstlerinnen und Künstler.

Zusätzlich erwarten die Hamburger und Hamburgerinnen unter anderem eine Kino-Reihe mit Produktionen ukrainischer Filmemacherinnen und Filmemacher, eine postkoloniale Rap-Führung durch den sogenannten „Tansania-Park“ und ein Kulturcafé, welches sich der Literatur der Sinti und Roma widmet.

Der Fachjury gehören Fernanda Ortiz (Tänzerin, Choreografin, Vorstand DfdK Hamburg), Sylvia Linneberg, (bis Ende 2022 Agentin für Diversität HÖB) und Verónica Inés Orsi (bis Januar 2023 W3_ Bildungsreferentin für Diversität) an.

Verónica Inés Orsi, Fernanda Ortiz, Sylvia Linneberg: „Mit unseren Entscheidungen möchten wir die Vielfalt der freien Szene Hamburgs unterstützen. Bei der Entscheidungsfindung war für uns neben den Inhalten sowie der thematischen und gesellschaftlichen Relevanz die Sichtbarkeit unterrepräsentierter Communities ein wichtiges Kriterium und hier wiederum auch die Frage, wer für wen spricht.“

Förderung aus der Kultur- und Tourismustaxe

Mit insgesamt 310.000 Euro aus der Kultur- und Tourismustaxe werden Festivals mit überregionaler Strahlkraft zu interkulturellen Themen gefördert. Darunter das transkulturelle Festival „fluctoplasma – 96 Stunden Kunst. Diskurs. Diversität.“, das auf Kampnagel stattfindende „KRASS Kultur Crash“ Festival, die „altonale/STAMP“ sowie das deutsch-türkische „Theaterbrückenfestival“ im MUT Theater. Für ihr Programm „in:szene“ erhält die W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik ebenfalls Mittel aus der Kultur- und Tourismustaxe.

 

Projektförderung 2023: 

Thomas Schlottmann Screening-Reihe, Filmclub Hamburg-Ukraine 6.000,00 €
fluxus² e. V. Amaro Goradipe – Unser Geheimnis 8.000,00 €
Gambian People Union e. V. Gambian Cultural Week 2023 6.500,00 €
Mohammed Khalifa 17. Arabische Kulturwochen Hamburg 2023 5.000,00 €
Salon International e. V. Beats, Rhymes & History: Postkoloniale Rap-Führung durch den Tansania Park Jenfeld 8.000,00 €
Stiftung Bürgerhaus Wilhelmsburg Female Voices – Was uns zum Leuchten bringt 6.000,00 €
Zwischenräume e. V. 21. Afrikafestival-Hamburg, Alafia 2023 5.000,00 €
Interkulturelle Denkfabrik e. V. Interkulturelle Denkfabrik Literatur- und Theatertage 2023 5.000,00 €
M.Bassy e. V. »Afrikanische« und afrodiasporische Literatur als Performance 5.000,00 €
MUT Theater e. V. 14. Kurdisches Filmfest Hamburg 3.000,00 €
Stadtteilprojekt Sonnenland e. V. mer rakra – wir reden Kulturcafé Sonnenland 2023 6.500,00 €
Terra Africa e. V. Goldgrube Afrika – Der Stoff, aus dem Konflikte sind 4.000,00 €
Interkulturelle Kunst im Austausch e. V. Moderation des Interkulturellen Forums Hamburg und Midsummerfest 3.000,00 €
Kampnagel Black Cultural Journalism 5.000,00 €
Honigfabrik Kommunikationszentrum e. V. Afrofusion 5.000,00 €
Dayan Kodua-Scherer My Black Skin, Lebensreisen – Die Ausstellung 3.000,00 €

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„Vielfalt sichtbar machen“ https://www.tiefgang.net/vielfalt-sichtbar-machen/ Fri, 14 Feb 2020 23:39:07 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6377 [...]]]> Gut eine halbe Millionen Euro stehen dieses Jahr wieder durch die Kultur- und Tourismus-, oder kurz Betten-Steuer der Kultur zur Verfügung. Nach Harburg geht kein Cent.

In der Mitteilung der Behörde für Kultur und Medien heißt es:

„Um die Vielfalt der Kulturstadt Hamburg nachhaltig sichtbar zu machen, werden auch in diesem Jahr wieder spartenübergreifend Projekte gefördert, die den interkulturellen Dialog in Hamburgs vielfältiger Gesellschaft befördern. Unterstützt werden Projekte aus Projektmitteln (rund 80.000 Euro), fünf Projekte aus der Kultur- und Tourismustaxe (310.000 Euro) und eines aus dem Elbkulturfonds (95.000 Euro).

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Hamburg wird immer vielfältiger. Mit den spartenübergreifenden Kulturprojekten wollen wir diese Vielfalt sichtbar machen und den Dialog zwischen den Kulturen fördern. Die unterschiedlichen Projekte tragen mit Mitteln der Kunst zur Klärung der Frage bei, wie wir als Gesellschaft jetzt und zukünftig zusammen leben wollen. Mit mutigen Herangehensweisen setzen sich die Projekte aber auch mit unserer kolonialen Vergangenheit auseinander. Die ausgewählten Theaterstücke, Poetry Slams, Filme, Radiosendungen und Konzerte machen zudem das jüdische Leben in Hamburg sichtbar und zeigen kurdische Frauen im Widerstand oder Projekte der Black Community.“

Projektförderung

Mit der Förderung interkultureller Projekte unterstützt die Behörde für Kultur und Medien in Hamburg wohnende Künstlerinnen und Künstler mit Migrationshintergrund sowie Personen, Vereine und Gruppen, die künstlerisch zu interkulturellen Themen arbeiten. Für 2020 standen rund 80.000 Euro Projektmittel zur Verfügung.

Förderung aus der Kultur- und Tourismustaxe

Mit insgesamt 310.000 Euro aus der Kultur- und Tourismustaxe werden Festivals mit überregionaler Strahlkraft zu interkulturellen Themen gefördert. Darunter ist auch das in 2020 erstmalig stattfindende neue Festival „Fluctoplasma – 96 Stunden Kunst. Diskurs. Diversität.“. Außerdem wird das auf Kampnagel stattfindende „KRASS Kultur Crash“ Festival, die „altonale/STAMP“ sowie das deutsch-türkische „Theaterbrückenfestival“ im MUT Theater gefördert. Für ihr Programm „in:szene“, erhält auch die „W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik“ Mittel aus der Kultur- und Tourismustaxe.

Förderung aus dem Elbkulturfonds

Mit „Female Decolonisation“ entwickeln Bisrat Negassi (M. Bassy) und Claude Jansen (unter anderem Gründungsmitglied She She Pop und Hajusom) ein künstlerisches Dekolonisierungs-Projekt, das ausschließlich von und mit Frauen zwischen Hamburg und Ländern Afrikas konzipiert und durchgeführt wird und eine künstlerische Aufarbeitung Hamburger Kolonialgeschichte aus weiblicher Perspektive vorsieht.

Projektförderung 2020:

  • Tatiana Calasans, Black History Month Hamburg- Black Poetry Night: 4.000 Euro
  • IMIC e.V., Interkulturelle Lesereihe der Begegnungsbibliothek Globales Afrika: 4.000 Euro
  • Bürgerhaus Wilhelmsburg, 10. Elbinsel Frauenfest: 3.000 Euro
  • Jelena Dabić, SILK::ROAD – room_experience 3 & 4: 5.000 Euro
  • Evgeni Mestetschkin, Von Schmerz, Lust, und Weiterleben im Weißen Hotel: 5.000 Euro
  • Interkulturelle Denkfabrik e.V., Aziz Nesin Literatur- und Theatertage: 5.000 Euro
  • CJD e.V., Act with us: 4.000 Euro
  • Company Follown, Bon voyage! (Arbeitstitel): 5.000 Euro
  • RIMA GbR, SELVA, Aktuelle Klänge und Bilder aus Iberoamerika: 4.000 Euro
  • Lukulule e.V., KOMM**Unity. divers in der City: 5.000 Euro
  • Babak Radmehr, Illusionen: 6.000 Euro
  • Zwischenräume e.V., Afrika Festival Alafia 2020: 8.000 Euro
  • Judy Engelhard, Midsummerfestival Interkulturelles Forum: 3.000 Euro
  • Serfiraz Vural, Das nackte Leben: 5.500 Euro
  • Top Afric e.V., WE 2020: 3.500 Euro
  • Branko Simić, Infarkt Global: 5.000 Euro
  • Wasiu Oyegoke, Tansania Zombie Park: 7.500 Euro 

Förderung interkultureller Projekte aus der Kultur- und Tourismustaxe:

  • Fluxus2 e.V., Fluctoplasma – 96 Stunden Kunst. Diversität. Diskurs: 60.000 Euro
  • altonale GmbH, Altonale / STAMP: 70.000 Euro
  • Kunstwerk e.V., KRASS Kultur Crash Festival: 100.000 Euro
  • W3 – Werkstatt für int. Kultur und Politik e.V., In:szene Programmförderung: 70.000 Euro
  • MUT! Theater e.V., Deutsch/Türkisches Theaterbrücken Festival: 10.000 Euro

Förderung interkultureller Projekte aus dem Elbkulturfonds:

  • Crossings e.V., Female Decolonisation: 95.000 Euro“

Quelle: www.stadtkultur-hh.de

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Elbkulturfonds 2020 https://www.tiefgang.net/elbkulturfonds-2020/ Fri, 10 May 2019 22:08:26 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5230 [...]]]> Die Behörde für Kultur und Medien fördert innovative Projekte der Freien Szene wieder mit einer halben Million Euro. Die Ausschreibung läuft.

In der Mitteilung der Behörde für Kultur und Medien heißt es:

„Bereits im achten Jahr unterstützt die Behörde für Kultur und Medien mit dem Elbkulturfonds qualitativ hochrangige, auch spartenübergreifende Projekte der Freien Szene mit insgesamt 500.000 Euro. Die Projektanträge für die Fördermittel, die aus der Kultur- und Tourismustaxe der Stadt stammen, können bis zum 3. Juni 2019 online eingereicht werden. Die Ausschreibung richtet sich an freischaffende Hamburger Künstlerinnen und Künstler aus sämtlichen kreativen Bereichen von Bildender Kunst über Performance bis zu Literatur.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Die Projekte der Freien Szene in Hamburg zeichnen sich durch herausragende künstlerische Qualität und kreative Originalität aus. Um ihre Entwicklung zu unterstützen, hat die Stadt mit dem Elbkulturfonds ein Instrument aufgelegt, das insbesondere die Innovationskraft, Vielseitigkeit und Strahlkraft der Szene in den Fokus stellt. So haben wir bereits zahlreiche Projekte gefördert, die mit visionären wie gesellschaftskritischen Tönen ein starkes Echo erzeugt haben – und diese kreativen Impulse werden sich sicherlich auch im Zuge der kommenden Förderrunde weiter fortsetzen.“

Eine unabhängige, regelmäßig wechselnde Fachjury aus unterschiedlichen Fachbereichen entscheidet über die Vergabe der beantragten Fördersummen, die im Antragsvolumen zwischen 50.000 und 100.000 Euro liegen sollten. Die Projektanträge können in diesem Jahr erstmals online eingereicht werden unter serviceportal.hamburg.de.

Antragsschluss ist Montag, 3. Juni 2019. Informationen zu den Förderkriterien des Elbkulturfonds, Antragsunterlagen, bisher geförderten Projekten und zur Jury finden Sie unter elbkulturfonds.hamburg.“

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Frei und feminin! https://www.tiefgang.net/frei-und-feminin/ Fri, 07 Sep 2018 22:18:04 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4150 [...]]]> Jedes Jahr schüttet die Kulturbehörde Hamburgs eine halbe Millionen Euro für Projekte aus, die es künstlerisch in sich haben. Dieses Jahr kommen Projekte von und für Frauen besonders zum Zuge …

In der Mitteilung der Behörde für Kultur und Medien heißt es:

 

„Aus Mitteln der Kultur- und Tourismustaxe fördert die Behörde für Kultur und Medien bereits im siebten Jahr Projekte von freien Künstlerinnen und Künstlern in Hamburg mit 500.000 Euro. Eine unabhängige Jury, bestehend aus Fachleuten der Kulturszene, bewertete die Anträge nach den Förderkriterien Innovation, Vielseitigkeit und überregionale Strahlkraft und hat sich jetzt für acht Projekte entschieden. Ein Schwerpunkt liegt dieses Jahr auf feministisch ausgerichteten Projekten und geförderten Künstlerinnen.

 

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Der Elbkulturfonds hat sich zu einem bedeutenden Fördermittel für die Freie Szene in Hamburg entwickelt. Die Vielschichtigkeit der neu ausgewählten Projekte spiegelt die Vielfalt der künstlerischen Auseinandersetzung in Hamburg wieder. Die geförderten Projekte wagen sich einfallsreich an mutige Themen, die gesellschaftspolitisch relevant sind. Sie reflektieren künstlerisch und kritisch das Verhältnis von Mensch und Digitalisierung, Fragen der Geschlechtergerechtigkeit oder untersuchen die Stadt als öffentlichen und transkulturellen Raum in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.“

 

Die Projekte weisen auch in diesem Jahr ein hohes Maß an Originalität in der künstlerischen Vision auf. Gefördert werden mit Mitteln des Elbkulturfonds 2019 Projekte aus den Bereichen Bildende und Darstellende Kunst, Literatur und dem interkulturellen Bereich. Mit „REVOLUTIONARY SOUK – EIN IMMERSIVES REENACTMENT“ wird eine viertägige Performance gefördert, die den Verlauf der gescheiterten syrischen Revolution rekonstruiert. Die transkulturelle Auseinandersetzung spielt auch beim Jugendfestival „FORMATION***NOW NOW STAY WOKE“ eine wichtige Rolle: Hier wird der Jugendkulturszene eine reale Plattform geboten, Rassismus und Diskriminierung künstlerisch zu verhandeln. Mit „THE GREAT REPORT: A CHOREO-LOGISTIC CONSTELLATION“ wird eine Performance gefördert, die sich mit der Choreographie von globalisierten Algorithmen auseinandersetzt. In „EIN KOMPLEXES ERBE: ECHOS AUS DEM KOLONIALARCHIV (AT)“ wird das (post)koloniale Erbe von Hamburg aufgearbeitet. Mit dem geförderten Projekt „DIE WELT ZUM TEILEN“ wird anhand von diversen Kunstinstallationen auf dem Heiligengeistfeld die Stadtentwicklung hinterfragt. Das ebenfalls auf St. Pauli geplante Projekt “ONE/ONE – CLUB OF LOVE. PERFORMANCES, TALKS & LIEBE FÜR FRAUEN AUF ST. PAULI“ ist eine partizipative Performance zum Thema weibliches Begehren. Die geförderte Performance „DIGIFEM! QUEERFEMINISTISCHE POSITIONEN ZUR ÜBERWINDUNG DES DIGITALEN STEINZEITALTERS“ nimmt eine queerfeministische Perspektive auf digitale Medien ein und versucht die Männerdomäne Technik zu durchbrechen. Im Bereich Literatur wird mit „ERSTER FIXPOETRY LYRIKPREIS (NUR FÜR FRAUEN)“ ein Literaturpreis gefördert, der sich ausschließlich an Lyrikerinnen richtet.

Zur Jury gehörten in diesem Jahr Felix Bayer (Kulturredakteur bei Spiegel Online), Prof. Kerstin Hof (Professorin für Kunst und Gesellschaft, Schwerpunkt Poesie, MSH Medical School Hamburg,), Prof. Dr. Florian Matzner (Akad. d. Bildenden Künste, München, Kunstwissenschaftler und Ausstellungsmacher), Barbara Riecke (Dramaturgin, Künstlerische Leitung, Hamburg), Prof. Susanne Vincenz (Dramaturgin, Gastprofessorin MA Choreographie am HZT, Berlin).

Folgende Projekte werden aus Mitteln des Elbkulturfonds 2019 gefördert:

  • One/One – Club of Love. Performances, Talks & Liebe für Frauen auf St. Pauli

Antragstellerin: Sibylle Peters

Fördersumme: 88.020 Euro

  • Welt in Teilen

Antragstellerin: Kunstverein St. Pauli, Franziska Nast

Fördersumme: 85.000 Euro

  • Digifem! Querfeministische Positionen zur Überwindung des digitalen Steinzeitalters

Antragstellerin: Leyla Yenirce

Fördersumme: 76.620 Euro

  • THE GREAT REPORT: A Choreo-Logistic Constellation

Antragsteller: Moritz Frischkorn

Fördersumme: 66.000 Euro

  • Erster Fixpoetry Lyrikpreis (nur für Frauen)

Antragsteller: Fixpoetry – wir reden über Literatur, Julietta Fix-Bähre

Fördersumme: 62.840 Euro

  • REVOLUTIONARY SOUK – EIN IMMERSIVES REENACTMENT

Antragsteller: Rabea Alsayed

Fördersumme: 52.620 Euro

  • Formation***NOW – NOW Stay Woke

Antragstellerin: Lukulele e.V, Mable Preach

Fördersumme: 40.000 Euro

  • Ein komplexes Erbe: Echos aus dem Kolonialarchiv (AT)

Antragsteller: UHH Forschungsstelle Hamburgs (post)koloniales Erbe (Prof. Dr. Zimmerer)

Fördersumme: 28.900 Euro“

Quelle: www.hamburg.de/bkm

 

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Brücken zwischen den Kulturen https://www.tiefgang.net/bruecken-zwischen-den-kulturen/ Thu, 29 Mar 2018 22:46:29 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3333 [...]]]> Um eine andere Kultur verstehen zu können, braucht es Berührungspunkte. Kultur kann dies leisten und wird deshalb auch gefördert. Bis nach Harburg reicht es aber nicht.

Die Kulturbehörde Hamburg hat auch dieses Jahr wieder Geld für interkulturelle Projekte bereit gestellt und die Liste der in der Förderung berücksichtigten Projekte ist lang und eindrucksvoll. Ein Harburger Projekt ist zwar nicht dabei und überhaupt ging nur ein Antrag aus dem südlichen Bezirk ein. Aber Wilhelmsburg mischt kräftig mit.

In der Pressemitteilung der Behörde für Kultur und Medien heißt es:

„Die Projektförderung im interkulturellen Bereich konzentriert sich auf die Förderung von Künstlerinnen und Künstlern mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen. Ziel dieser Förderung ist es, im Rahmen künstlerischer Praxis den interkulturellen Dialog zu befördern, ihn als kulturellen Reichtum der Gesellschaft erfahrbar zu machen und Räume für interkulturelle Begegnungen zu schaffen. Im Jahr 2018 werden 15 Projekte mit insgesamt 77.650 Euro gefördert. Hinzu kommt die Förderung der Festivals KRASS Junior, eigenarten und der altonale20 sowie des deutsch-türkischen „1. Theaterbrückenfestivals“ des MUT! Theaters aus der Kultur- und Tourismustaxe.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit zu geben, sich künstlerisch mit der interkulturellen Gesellschaft auseinander zu setzen, ist von hochaktueller gesellschaftlicher Relevanz und Dringlichkeit. Die interkulturellen Projekte zeigen die Vielfalt unserer Gesellschaft und bauen Brücken zwischen den Kulturen. Das Zusammenleben und die Kunstproduktion unterschiedlicher Kulturen ist und bleibt ein spannendes Feld, welches die Behörde für Kultur und Medien durch Projektförderung gerne unterstützt.“

Die Anträge auf Förderung kommen aus den Bereichen Musik, Regie, Schauspiel, Tanz und Festivals oder arbeiten interdisziplinär. Für das Jahr 2018 sind mehrere Projekte von neu gegründeten Vereinen und jungen Künstlerinnen und Künstlern eingereicht worden, die sich in ihren Arbeiten verstärkt mit den Themen Teilhabe und Partizipation in diversen Stadtgesellschaften beschäftigen wollen. Die geförderten Kunst- und Kulturprojekte tragen darüber hinaus zur Vernetzung innerhalb der Hamburger Kunstszene bei und zeichnen sich durch eine hohe Qualität aus. Projekte, die in 2018 gefördert werden:

Aus der Kultur- und Tourismustaxe

  • KUNSTWERK e.V./Branko – Šimić KRASS junior; Kampnagel 65.000 Euro
  • peeng e.V. eigenarten Interkulturelles -Festival Hamburg 60.000 Euro
  • MUT! Theater 1. Theaterbrückenfestival 10.000 Euro
  • altonale GmbH altonale20/STAMP 50.000 Euro

Aus der Projektförderung

  • HAJUSOM e.V. HAJUSOM Lab 18.600 Euro
  • Alafia e.V./Zwischenräume – e.V. Afrikafestival 10.000 Euro
  • Viele Grüße von e.V. Vom Skript zur Premierenfeier 3.000 Euro
  • Emilie Girardin Transcorner Festival 4.000 Euro
  • Arabisches Kulturforum – Hamburg e.V. Arabische Kulturwochen 2018 5.000 Euro
  • Positive Life Global – Empowerment e.V. Interkulturelles farbenfrohes Fest 2018 2.050 Euro
  • Stiftung Bürgerhaus – Wilhelmsburg Interkulturelles Frauenfest 2018 3.000 Euro
  • ARCA Afrikanisches – Bildungszentrum APPEAR 4.000 Euro
  • ISD Bund e.V. Black History Month 4.000 Euro
  • Branko Šimić – KRASS Eröffnungsinszenierung 6.000 Euro
  • Carlos Rico SELVA 4.000 Euro
  • Bürgerhaus Wilhelmsburg Weltkapelle Wilhelmsburg 3.000 Euro
  • Bürgerhaus Wilhelmsburg 10. Elbinsel-Gipsy-Festival 3.000 Euro
  • Mestetschkin, Evgeni Szenen aus Marias Leben 4.000 Euro
  • Meyer, Emma Louise sa’wa Amy Gdala 4.000 Euro“

Quelle: www.hamburg.de/bkm

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