Kulturcafé „komm du“ https://www.tiefgang.net Sat, 03 Aug 2024 09:25:23 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.2 Horror fürs Horror-Theater https://www.tiefgang.net/horror-fuers-horror-theater/ Fri, 02 Aug 2024 22:37:17 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11066 [...]]]>

Helft dem Miskatonic Theater, den durch Einbruch verursachten Schaden auszugleichen, damit die Eröffnung wie geplant stattfinden kann!

Sie starteten mit dem antikyno an der Neuen Straße, entdeckten das Theater für sich und wollten in den größeren Räumen des Pleite gegangenen aber größeren ehemaligen „Komm du“ an der Buxtehuder Straße zum September neu durchstarten. Doch ein Einbruch bringt die Pläne der Mikatonic-Machenden ins Wanken. Jetzt ist die Solidarität von Kulturfans gefragt.
Im Aufruf heißt es: „In Harburg eröffnet im September das einzige Horror-Theater der Welt: Das beliebte Kulturzentrum antikyno zieht in größere Räumlichkeiten, konzentriert sich ganz und gar auf Horror-Theater und startet im September mit „Der Ruf des Cthulhu“! Doch das scheint nicht allen zu gefallen: Arme Seelen sind in unser Theater eingebrochen und haben sämtliche Veranstaltungstechnik gestohlen. Mindestens 15.000€ Schaden. Helft uns, das abzufedern, damit das Miskatonic Theater nicht stirbt, bevor es losgeht!  Uns wurden Technik und Instrumente im Wert von mindestens rund 15.000€ gestohlen. Diesen Wert versuchen wir, wieder rein zu kriegen.“
Zur Spendenplattform geht es hier: www.startnext.com

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Der halbe Apfel im Komm du https://www.tiefgang.net/der-halbe-apfel-im-komm-du/ Fri, 28 Oct 2022 22:33:32 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9430 [...]]]> Autorin Marie-Alice Schultz ist gerade für den Hamburger Literaturpreis 2022 nominiert. Grund genug, sie bei der Spezialausgabe der SuedLese aus dem Roman „Der halbe Apfel“ lesen zu lassen …

Marie-Alice Schultz wird aktuell als Literaturpreisträgerin Hamburgs gehandelt. 1980 geboren, lebt sie in Hamburg, studierte Theaterwissenschaften, Germanistik sowie Bildende Kunst. Schon für ihren Debütroman Mikadowälder (2019) wurde sie mit dem Hamburger Förderpreis für Literatur ausgezeichnet.

Worum geht´s? Eines Morgens steht Ben da und platzt nach sieben Jahren Abhandensein unangekündigt in das Wiener Leben von Pia, Vinz und dem 7jährigen Janis, dessen leiblicher Vater Ben ist. Janis hat auf einmal zwei Väter, Pia fragt sich , warum eigentlich nur die anderen kommen und gehen können, wann sie wollen und Marie-Alice, die Erzählerin, erfährt in Hamburg davon. Mit Vinz war da für Momente mehr, aber drei waren Eine zu viel. Nun ist da ein neues Drei-Eck, doch diesmal liegen die Dinge anders. Marie-Alice selbst ist Schriftstellerin und hängt in der Luft: zwischen Projekten und Lockdowns und in der Erinnerung an ihre französische Mutter, die vor Jahren noch einen halben Apfel aß, bevor sie sehr plötzlich verstarb. Sie beginnt, sich in das Leben von Pia, Vinz, Ben und Janis hineinzudenken, als wären sie ihre Romanfiguren. Fragen nach Familie , Verantwortung und Vererbung, Glück und Identität. Bis eintritt, womit niemand gerechnet hat …

Termin: So., 06. Nov., 15 Uhr, Komm du, Buxtehuder Str. 13, 21073 Hamburg-Harburg

Marie-Alice Schultz: Der halbe Apfel

Eintritt frei, Spende erbeten

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Richtig ins Zeug gelegt! https://www.tiefgang.net/richtig-ins-zeug-gelegt/ Tue, 12 Jan 2021 23:51:19 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7559 [...]]]> War 2020 einfach nur für die Tonne? Wir haben bei Kulturschaffenden nachgefragt. Heute die Betreiber des Kulturcafés ´Komm du`

Wie hat sich die Pandemie im Arbeitsalltag 2020 bemerkbar gemacht?

Durch das ständige hin und her mit Lockdown, Lockdown light und Hygienemaßnahmen ist eine Planung quasi unmöglich geworden. Ständig neue Regeln, Maßnahmen und Hygienekonzepte haben uns viel Geld gekostet, die wir nicht mal wieder erwirtschaften konnten. Mitarbeiter haben Angst Ihren Job zu verlieren und wir unsere Existenz.

Wie weit werden die Nachwirkungen nachhallen?

Da habe ich 2 Meinungen zu:

  1. Die Menschen freuen sich, dass es vorbei ist und werden dementsprechend bei uns einströmen, feiern, trinken und essen. Die Hoffnung basiert darauf, dass die Regierung alles lockern wird und die, die zu viel Angst vor dem Covid Virus haben zuhause bleiben.
  2. Die Menschen haben noch zu viel Angst vor dem Virus, so dass der größte Teil der Menschen zuhause verbringen wird.

Was waren 2020 die gravierendsten Entwicklungen?

Das ständige hin und her. Weil Politiker sich nicht entscheiden konnten wie Sie vorgehen sollen.

Der Lockdown light war am überflüssigsten. Da konnte man genau erkennen, dass die Gastronomie nicht für die hohen Zahlen verantwortlich war.

Was hat 2020 an neuer Kreativität hervorgebracht?

Künstler haben sich richtig ins Zeug gelegt. Mit Livestreams haben wir nicht wirklich Umsatz gemacht. Aber wir hatten ein gutes Gewissen, Künstler damit zu unterstützen. Zudem konnten wir Erfahrungen im Open Air Bereich sammeln (Fight for Live) was uns sehr entgegen gekommen ist.

Was war das persönlich einschneidenste Erlebnis in 2020?

Ganz einfach. Fight for Live. Die Gelder die wir von den Behörden bekommen haben, konnten wir gut unter Künstler, Bühnenbauer, Security etc. verteilen. Das hat uns allen sehr geholfen.

Was ist für 2021 absehbar?

Eine schwache Wirtschaft, die wir erst einmal wieder aufbauen müssen. Clubs, die der Insolvenz entgegen treten und bekämpfen müssen. Entstandene Schulden, die abgebaut werden müssen.

Was wäre in 2021 wünschenswert?

Weniger Anträge auszufüllen, da wir selber wieder wirtschaftlich arbeiten können und dürfen.

Was wird von 2020 bleiben?

Schulden und die Ungewissheit, ob der Staat Pandemien ausnutzen wird, um Grundgesetze oder ähnliches ändern zu dürfen.

 

Britta Barthel und Achim de Buhr vom Kulturcafé Komm du

www.komm-du.de

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Fight for Live! https://www.tiefgang.net/7230-2/ Fri, 18 Sep 2020 22:12:59 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7230 [...]]]> Seit 10 Jahren ist die SuedKultur Music-Night die große Leistungsschau der wachsenden Zahl an Harburger Live-Musik-Clubs und ausgerechnet zum Jubiläum  zählt vor allem eines: dicht bleiben! Also geht´s nun ab vor die Tür. Und das Programm steht und kann sich sehen und hören lassen!

Gut 50 Bands fast aller Facetten des Musikgenres treten an elf Festivaltagen in Harburg auf. Mal auf dem Schwarzenberg, mal vor dem Rathaus, mal im Hafen! Und mal organisiert vom Irish Pub The Old Dubliner (Lämmertwiete), Marias Ballroom (Lasallestraße) oder dem Kulturcafé Komm du (Buxtehuder Straße). Und alle eint eines: der Kampf für die Live-Musik! Und so lautet auch der Titel der Marathon-Open-Airs „Fight for Live!“.

Möglich wurde dies durch eine ad hoc-Förderung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg, um zumindest den Kulturbetrieb noch möglich zu machen so lange das Wetter es zulässt. Die Chance haben sich die Drei von der SuedKultur-Initiative nicht nehmen lassen und haben mit einem enormen Kraftaufwand etwas auf die Beine gestellt, was Harburg so noch nicht erlebt haben dürfte.

Je Band sind bis zu 200 Gäste nach Hygienekonzept zugelassen. Der Online-Vorverkauf startet in Kürze unter www.fightforlive.de

Das Programm:

25.09.2020 auf dem Schwarzenberg          

The Old Dubliner präsentiert:

18.00 Uhr: MacPiet – Irish & Scottish Folk / Rock-Pop

19.30 Uhr: Dennis Adamus – Singer/Songwriter & Famous Guitarist

21.00 Uhr: Delta Doppelkorn Blues Band – Harburgs Urgesteine

22.15 Uhr: Falke Collective – Trio born in Old Dubliner

26.09.2020 auf dem Schwarzenberg          

Marias Ballroom präsentiert:         

16.00 Uhr: Blind Man´s Gun- Heavy Rock

17.30 Uhr: Betty Fort Houseband – Old School Classics

19.15 Uhr: Bon Scott – AC7DC-Tribute-Band

21.00 Uhr: Lord Bishop Rocks – Hardrock, Funk, Blues, Jazz, Reggae

22.45 Uhr: Sign X – prämierte Classic-Rockband

02.10.2020 auf dem Kanalplatz

Kulturcafé Komm du präsentiert:

17.00 Uhr: Tom Jack & The Big Harmonicaman – Blues

18.30 Uhr: The Night Walkers – Blues

20.00 Uhr: Joseh – Indie-Folk

21.30 Uhr: Abi Wallenstein & Hobo – Blues

 03.10.2020 auf dem Kanalplatz

The Old Dubliner präsentiert:

16:00 Uhr: evtl. singING

18.00 Uhr: evtl. Veermaster

19.30 Uhr: Pickville

21.00 Uhr: Die Geilen Partyvirtuosen

09.10.2020 auf dem Harburger Rathausplatz

Marias Ballroom präsentiert:

18:00 Uhr: Davee Jones – fuckin´ Rock´n`Roll

19.30 Uhr: CC-Top – Cover-Band

21.15 Uhr: Exile (NL) – Rolling Stones Tribute

22.45 Uhr: Hardbone – Hardrock

 10.10.2020 auf dem Harburger Rathausplatz

Kulturcafé Komm du präsentiert:

17.00 Uhr: Selva Negra – Flamenco

18.30 Uhr: Charlotte & Ralf – Improtheater

20.00 Uhr: Zariza Gitara – Gipsy

21.30 Uhr: tba

 16.10.2020 auf dem Schwarzenberg

Marias Ballroom präsentiert:

18:00 Uhr: Sloppy Joe´s  – Heavy Rock

19.30 Uhr: Frollein Motte – Herzpop, Rock

21.15 Uhr: Songs to U2 – Coverband

22.45 Uhr: 5th Avenue – Rock auf Deutsch

17.10.2020 auf dem Schwarzenberg          

The Old Dubliner präsentiert:

17:30 Uhr: Irish Gatherin – Folk

19:00 Uhr: Mikel OneTwo – Rock´n´Roll, Rockabilly und Blues

20:45 Uhr: Gain7 – Bluesrock

22:00 Uhr: Rock Departement – Rock

23.10.2020 auf dem Kanalplatz

The Old Dubliner präsentiert:

17.30 Uhr: tba

19.15 Uhr: Querbreit – Rock-Cover-Band

20.45 Uhr: Steve Kavanagh – Irish Folk & Rock

22.00 Uhr: Jack in the Green – Irish Folk & Rock

24.10.2020 auf dem Kanalplatz      

Marias Ballroom präsentiert:

16.00 Uhr: Sammy Barry feat. Fred Zahl – Rock

17.30 Uhr: Van Wolfen – Rock

19.15 Uhr: Marios Westernhagen Tribute

20.45 Uhr: Jimmy Cornett & The Deadmen – Southern-Rock

22.45 Uhr: AC/Dynamite – AC/DC-Covers

25.10.2020 auf dem Kanalplatz

Kulturcafé Komm du präsentiert:

15.00 Uhr: Folky June – female Bluegrass

16.30 Uhr: In2Blues – Blues

18.00 Uhr: Stew ´n` Haggis – Irish & Scottish Folk

19.30 Uhr: Gypsy Swing – Gipsy

 

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… let there be rock! https://www.tiefgang.net/let-there-be-rock/ Fri, 11 Sep 2020 22:32:55 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7236 [...]]]> Was da auf Harburgs Live-Konzert-Fans in den kommenden Wochen zukommt, gleicht einem Tsnunami der Extraklasse. Oder nennt man es besser „Live-Konzert-Stau“? Am 18. September geht es im Akkord los!

 Raus aus dem kulturellen Shut Down! So wünscht es die, die gesamte Clublandschaft, alle Bands und DJ`als  ein Lebenszeichen außerhalb von virtuellen Streams auf der Wohnzimmer Couch. Doch so langsam zeigt sich, zumindest für alle Konzertliebhaber, ein kleiner Hoffnungsschimmer. Denn Dank einer kurzfristig auf den Weg gebrachten Förderung für Outdoor-Konzerte „so lange das Wetter es hergibt“, konnten nun etliche Clubs nochmal die Lethargie abstreifen und die Schweißbänder anlegen. So auch im Süden: das Stellwerk, der Irish-Pub „The Old Dubliner“, das Kulturcafé Komm du und Marias Ballroom rocken bis Ende Oktober den Süden bis die Ohren dampfen.

Ein „Licht am Ende des Hafens“ nennt die dreitägige Konzertreihe das Stellwerk und funkelt auf dem Kanalplatz dem Dunkeln entgegen. Drei Tage voller Funk, Soul, Punk, Singer Songwriting, Kindertheater und Rockabilly Live Bands werden dem entwöhnten Publikum vom 18. bis 20. September am Kanalplatz im Harburger Hafen kredenzt.

Ein Hygienekonzept ist ausgearbeitet. Auf Grund der Verordnungen können aber nur Sitzplätze zum (Vor-)Verkauf gestellt. Die Kapazität ist auf etwa 250 Plätze limitiert.

Am Freitag  18. Sept., ist ab 18 Uhr Einlass. Zum eingrooven spielt DJ Suppe von der Incredible Soulfood Crew aus seiner mächtigen Plattensammlung einen Mix aus raren Scheiben des Soul Funk Genres. Die Incredible SoulfoodCrew stammt aus Kiel und Hamburg und ist seit über zwei Jahrzehnten dabei Clubbühnen aus ganz Norddeutschland zu bespielen.

Um 20 Uhr freuen wir uns dann auf Hamburgs feinste Soul/Funk-Band „Superbad!“. Während viele Hamburger die Gruppe als Band mit DJ statt einem Sänger kennen, ist seit letztem Jahr mit Mounir Brinsi  ein Frontmann in die Kombo integriert. Fleißig hat man neue Songs aufgenommen und ist hungrig diese endlich auf die Bühne zu bringen!

Superbad! aus Hamburg kombinieren die Soul- und Funk-Klassiker von James Brown mit aktuellen HipHop Sounds und Samples zu einer äußerst tanzbaren Mischung. In dieser innovativen Kombination spielen Superbad als Live Band bereits seit vielen Jahren zusammen. Ihre Mischung aus James-Brown-Grooves gepaart mit DJ-Elementen und der passenden Power an Lead-Vocals ist auf Verlass ansteckend (oder „zu 100% mitreissend“). Daher sind Superbad! nicht nur ein gefragter Act in den Clubs der Republik, sondern werden auch immer wieder als Vorprogramm internationaler Soul-Stars (z.B. Sharon Jones, Osaka Monaurail, Lyn Collins, Blowfly) gebucht. Zum Abschluss wird DJ Suppe ein zweites Set zum besten geben, bis wir uhrzeitbedingt den Sound runterfahren müssen, um die Anwohner nicht zu lange wach zu halten.

Tickets hier: www.tixforgigs.com

Am Sa., den 19. September geht es dann mit „Zack Bumm Krach Peng!“ weiter.

Die Veranstalter dazu: „Denn so schön können die berühmten 3 Akkorde klingen, die seit der Erfindung der Radiowellen unsere Herzen verzaubern und unsere Seelen heilen. Aaaamen, Borthers and Sisters, Amen! Am Samstag werden diese 3, und vielleicht auch wenn das Wetter mitspielt ein 4ter Akkord, in ihrer ganzen völkerverständigenden Systemrelevanz von Mumien & Pharaonen, Bondgirls & Bösewichten, Schlips- & Trainingsanzugträgern, sowie angry young men, angry old men und very old, aber nicht mehr sooo angry men ze-le-briert.

Beat, Garage, Trash, Punk, Power-Pop, Surf, Alternative, Ska und Rrrrock heissen die farbenfrohen Blüten die sich aus der Saat der 3 Akkorde ihren Weg durch die Subkultur ans Tageslicht gegraben haben. And it was a hard and rocky road…boy my boy !

Aber Obacht! Auch wenn der innere Vesuv köchelt und der Tanzschuh schon zuckt, meine lieben Freund*Innen der Harburger Binnenschifffahrt, heisst es: Contenance.

Schön sitzen bleiben – statt Klamotten runterreissen und als achtarmige Riesenkrake aufm Dancefloor abhotten oder verschwitzt dem Wurstverkäufer um den Hals fallen. Alles wunderschöne Momente an die wir uns gern an kalten Wintertagen erinnern, aber bis der Corona-Sturm vorbeigezogen ist, auf später verschieben müssen. Is so – ham wir uns so auch nichtgewünscht.

Erlaubt und sehr gewünscht ist z.B.weiterhin: Gute Laune mitbringen, Haare schön, laut und falsch Textemitgröhlen, Bierchen ausgeben, Tüddelkram erzählen, applaudieren, vehement Zugaben fordern, neue Lieblingssongs/Bands/Schnapssorten entdecken und ohne Randale (wegen the Anwohners) nach der Sause noch inne Kniep aufn Absacker einkehren.

Macht ihr mit? Na, wusst ich`s doch!“

Es spielen:

DJ Arne (PunkRockHH) / The Beasts (Trash-Rock’n’Roll from the Surf Garage) / Blanker Hohn (Harburgs dienstälteste Punk-Klatsche) / Chaeirwalk (Schietwetter-Rock) / Bondgirl (Punked Up 007 Tunes) / BARRYTOWN WHEELIES (Punkrock-Lieblingssongs) / Barrels (catchy&angry Outburst Rock) / Skaramanga (Hamburg Ska) und DJ Arne

Tickets hier: www.tixforgigs.com

Und am So., 20. Sept. wird´s familärer, denn das Tagesthema lautet „Kids & Singers & Rockabilly“.

Kinder hören auch gern gute Musik und Backe Backe Kuchen ist bestimmt nicht das Non-Plus-Ultra für die Fans und Musikliebhaber*Innen von morgen.

Das wissen auch Christian Ruffert und sein Hund Herr Schmidt aka MIT KRONE UND HUND deren Pop/Rock-Ohrwürmer wie „Glücksritter“, „Ich und mein bester Freund“ und „Ich geh nackig rein“ Kinder und Eltern noch die ganze Woche nach dem Konzert vor sich hinsummen werden. MIT KRONE UND HUND eröffnen den letzten Tag des Festivals. MuhMähMusk für 3 bis 99 jährige Weltumarmer und Luftgitarrenspieler.

WALDGEIST KARTELL, die sich selbst als Flachlandpoeten mit Tiefgang sehen, übernehmen das Ruder und pendeln mit anarchischer Spiellaune zwischen Balladen und rotzigem Akustik-Punk und machen im Metier „Liedermacher“ so ziemlichgenau das -mit Cocktailschlagzeug, Ukulele, Akustikbass und vielstimmigem Gesang – worauf sie Lust haben. Mal sanft und einfühlsam, mal aufrührerisch und wütend und manchmal auch einfach nur ein bisschen Banane.

GUACAYO folgen auf dem Fuße mit frechen Popsounds die auf Reggae, Dub und Hiphop Beats treffen. Die Songs strotzen vor Freiheitsdrang und Sehnsucht, zelebrieren Unabhängigkeit und Strandvibes zugleich. Auf unserem Festival präsentieren Guacayo einen ganz speziellen Unplugged-Gig mit Akustiversionen neuer und bisher uveröffentlichter Songs, die ins Herz gehen und verbinden.

Die CHEVY DEVILS lassen es zum Finale nochmal richtig rappeln im Karton. New School Rockabilly aus dem Süden Hamburgs mit breitem musikalischem Horizont. Eigene energiegeladene Rockabilly/Psychobilly Nummern die das Blut in Wallung bringen, sowie alte Rock n Roll Klassiker die in einem ganz neuen Licht erscheinen. Doch eins haben sie alle: Den Sound der Chevydevils. Die Jungs leben ihre Musik mit jeder Pore. Rock n Roll mit Körpereinsatz und Action! Ready Teddy ?

Tickets hier: www.tixforgigs.com

Und die Wochen darauf geht s weiter – The Old Dubliner, das Komm du und Marias Ballroom gastieren unter dem Motto „Fight for Live – the Harburg Rules“ am 25./26. Sept auf dem Schwarzenberg, dann am 2./3. Oktober auf dem Kanalplatz, am 9./10. Oktober auf dem Harburger Rathausplatz, am 16./17. Oktober wieder auf dem Schwarzenberg und enden mit 3 Tagen zur 10. SuedKultur Music-Night vom 23. bis 25. Oktober wieder auf dem Kanalplatz. Über 50 Bands aus allen musikalischen Facetten sind zu erwarten. Das Programm samt (Corona bedingt auch hier limitierten) Tickets ab kommenden Montag online unter www.fightforlive.de.

 

 

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Der heiße Harburger Musik-Herbst https://www.tiefgang.net/der-heisse-harburger-musik-herbst/ Fri, 04 Sep 2020 22:20:51 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7207 [...]]]> Dieses Jahr feiert die SuedKultur Music-Night ihr 10jähriges Bestehen? Aber die Clubs müssen dicht bleiben. Also geht´s ab vor die Tür. Ein heiße Herbst steht an!

Die Initiative SuedKultur wäre nicht eben dieses ungewöhnliche Hamburger Netzwerk im Süden der Stadt, wenn es nicht auf die geschlossenen Musikclubs während der Corona-Pandemie eine Antwort wüsste: „Wir gehen nochmal intensiv nach Draußen. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes“, so Heimo Rademaker vom Marias Ballroom und zugleich Sprecher der 13 Jahre alten Initiative SuedKultur. „Erst planten wir ein ungewöhnliches Livestream-Festival und hatten auch eine gute Konzeption auf dem Weg. Nun aber bot die Hamburger Behörde für Kultur und Medien an, noch bis zum Kälteeinbruch Outdoor-Konzerte zu unterstützen. Da platzte der Knoten und live ist eben immer noch das Beste von allen!“, so Rademaker.

Der Titel der Harburger Festivalreihe lautet „Fight for live!“ und trifft die Not von Clubs, Bands und Fans gleichermaßen. Am Ende der Reihe steht dann als krönender Abschluss die SuedKultur Music-Night.

Und so scharte Heimo die Clubs und Eventaustatter zusammen und nun steht eine Kooperation der drei recht unterschiedlich ausgerichteten Clubs The Old Dubliner, Kulturcafé Komm du und Marias Ballroom und den beiden Eventfirmen Sub-Event und Groh PA, die Harburg nochmal einen ungewöhnlich heißen Live-Konzert-Herbst bescheren. Denn die Unterstützung durch die Kulturbehörde steht ebenso wie die des von Anbeginn helfenden Sponsorpartners Eisenbahn Bauverein Harburg eG. Und so werden noch ab September bis Ende Oktober an mehr als 11 Tagen (v.a. freitags  und samstags) gut 50 Live-Auftritte an völlig unterschiedlichen Plätzen Harburgs für einen Live-Konzert-Marathon sorgen. Und im Grunde kann jeder mal einen Platz der begrenzten Plätze ergattern und vor allem die lokale Musikerszene unterstützen. „Ein Hygienekonzept liegt vor und so  gehen wir von gut 200 -250 Plätzen je Ort aus. Die einzelnen Konzerte werden wir  nochmal splitten, so dass jeder Musikfan zumindest seine Lieblingsband oder –musik mal ganz für sich live erleben kann“, so Heimo Rademaker . Christina Lürken vom Irish-Pub „The Old Dubliner“: „Als Harburger Clubs waren wir bisher schon im steten Austausch, um uns gegenseitig  durch die Krisenzeit zu helfen. Diese Unterstützung von der Hamburger Kulturbehörde nun ist ein erstes Licht im finsteren Tunnel der Live-Musik-Szene Harburgs und es zeigt einmal mehr: gemeinsam sind wir stark!“ Und Achim deBuhr vom Komm du: „Ich denke, gerade auch die inhaltliche Mischung unserer drei sehr unterschiedlich ausgerichteten Clubs, spiegelt die Ur-Idee der SuedKultur Music-Night bestens wieder.“ Während  sich das Old Dubliner also um die irischen Töne sorgt, wird vom Komm du von Jazz bis Alternative beigesteuert und Marias Ballroom präsentiert erwartungsgemäß Rock`n`Roll in allen Farben.

Klar, das Tingeln von Club zu Club, um mal hier und dort reinzuschauen und in enger Menge zu schwitzen und zu feiern, wird es nicht. Aber eine Leistungsschau mit Überraschungen und dem großen Wunsch von Band und Publikum Musik miteinander zum Erlebnis zu machen, wird nach langer Durststrecke und dann noch zum Music-Night-Jubiläum nachgekommen. Und gut auch, dass die vor allem lokalen Music-Acts wieder Bühnenluft schnuppern können.

Die genauen Programmpunkte werden in Kürze bekannt gegeben werden wie auch der Ticket-Vorverkauf.

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Langsam geht´s wieder los … https://www.tiefgang.net/langsam-gehts-wieder-los/ Fri, 05 Jun 2020 22:42:55 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6985 [...]]]> Zaghaft und vorsichtig – aber immerhin: die ersten Kulturstätten Harburgs bieten wieder Programm an. Heute geht´s schon los!

Die Fischhalle Harburg etwa lässt verlauten:

„CORONA SUMMER NIGHT OPEN AIR

Maximal 40 Gäste – 1 bis 3 Musiker – 15 Euro Eintritt –  Beginn 21 Uhr

Noch sind die Corona-Erschütterungen für die Musikclubs nicht vorbei und die Clubs leiden sehr unter den Auflagen. Seit März gibt es in Hamburg keine Live-Musik Veranstaltungen mehr. In ganz Hamburg? Nein! Am südlichen Stadtrand gibt es einen kleinen Musikclub der Großes plant; denn seit dieser Woche gibt es Lockerungen, die ein bißchen Licht am Ende des Tunnels zeigen!

Die Fischhalle Harburg will es deswegen wagen: wir werden im Juni eine „Corona-konforme“ Open Air Serie starten!

„CORONA SUMMER NIGHT OPEN AIR“

Auf der Außenterrasse der Fischhalle dürfen sich maximal 40 Gäste versammeln. Sie sitzen in einem Mindestabstand von 1,5 Metern.

Auf der Bühne stehen keine Bands sondern nur ein Musiker bzw. maximal drei. Es gibt KEINE Abendkasse, also auch keine Menschenschlangen. Alle Tickets können nur online oder per Mail gekauft bzw. reserviert werden. Beim Kauf geben die Gäste ihre Namen und Adressen an. Es gelten vor Ort die Hygienevorschriften des Senats. Gäste müssen ihren Gesichtsschutz mitbringen. Das Personal bedient die Gäste an den Stühlen mit Mundschutz. Es treten nur Singer/Songwriter auf. Tanzen ist leider nicht vorgesehen.

„Wir streamen nicht, wir machen Live-Musik, natürlich im Rahmen der Corona-Verordnung“

Und das sind unsere Musiker:

6.6.     Larry Mathews

13.6.   Manja und Maria/Special guest: Desmond Lewis (Perlen der open stages der Fischhalle)

19.6.   Jan Schröder

20.6.   Werner Pfeifer Trio

27.6.   Eddy Winkelmann

4.7.     Holger „Hobo“ Daub/ Mr. Blues

Tickets gibt es ausschließlich über unseren online Dienst reservix (buchbar über webside Fischhalle) oder per Mail an: info@fischhalle-harburg.de

Bitte geben Sie beim reservieren an, ob Sie alleine, zu zweit oder zu dritt kommen.“

Und auch im Kulturcafé „Komm du“ gastiert wieder Marc Enrico Ibscher mit Musikvorträgen.

„Mittwoch, 1. Juli 2020, 20.00 bis 22.00 Uhr: Vortrag

Marc Enrico Ibscher | „Die Oper – Beethovens Schmerzenskind“

Eintritt frei / Hutspende; Kulturcafé Komm du, Buxtehuder Str. 13, 21073 Hamburg-Harburg

Platzreservierung per Telefon: 040 / 57 22 89 52  oder E-Mail: kommdu@gmx.de

Homepage: http://www.komm-du.de

Die Oper – Beethovens Schmerzenskind

Am 01. Juli stellt Marc Enrico Ibscher in einem Musikvortrag im Kulturcafé Komm du einen weniger bekannten Aspekt des künstlerischen Schaffens von Ludwig van Beethoven vor. Kaum einer weiß, dass die Gattung der Oper eine große Rolle in Beethovens Leben spielte. Mehrfach nahm er Opernprojekte in Angriff, die dann gar nicht oder nur im Ansatz zur Ausführung kamen. Das folgende Zitat aus einem seiner Briefe illustriert, wie schmerzhaft diese Auseinandersetzung für den großen Komponisten gewesen sein muss: „…die Oper erwirbt mir die Märtyr-Krone […]“.

Beethovens neun Sinfonien, fünf Klavierkonzerte, das Violin- und das Tripelkonzert, ebenso wie seine Kammer- und Klaviermusik, machten ihn zu einer der Säulen der Wiener Klassik. Er hinterließ jedoch nur eine Oper, von der allerdings drei Fassungen existieren. Die jüngste, endgültige Fassung erlangte dann unter dem Namen „Fidelio“ eine besondere Bedeutung. Anlässlich des 250. Geburtstages von Ludwig van Beethoven wird im musikalischen Vortrag die Geschichte dieser Oper erzählt und die Arbeit an weiteren Opern Fragmenten sichtbar und hörbar gemacht.

Besetzung: Marc-Enrico Ibscher“

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200 Absagen und gut 300.000,- € Schaden! https://www.tiefgang.net/200-absagen-und-gut-300-000-e-schaden/ Mon, 16 Mar 2020 16:22:53 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6510 [...]]]> Harburgs Kulturszene ist seit Jahren unterfinanziert und basiert auf viel privatem Engagement. Die Krise rund um die Corona-Pandemie trifft sie nun mitten  ins Herz.  

Die Vorsichtsmaßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus treffen viele, die Harburger Kulturszene aber besonders hart.  Museen, Theater,  Volkshochschule und Bücherhallen haben bis auf weiteres geschlossen. Viele sind fest gefördert oder gar in kommunaler Hand, manche zumindest mit öffentlichen Geldern unterstützt. Aber der Großteil der Harburger Clubs und Kulturorte bieten Konzerte, Lesungen, Ausstellungen, Theater oder Vorträge aus privatem Engagement und  Risiko.

Sie trifft es jetzt ungewöhnlich hart, denn dass der Bezirk Harburg Hilfe geben kann, bezweifeln sie. Als Zusammenschluss in der Initiative SuedKultur  sind gut 50 Kulturinstitutionen im Bezirk Harburg vereint, die seit 12 Jahren sich gegenseitig unterstützen und für eine bessere Wahrnehmung der Kultur im Süden der Stadt sorgen. Aber sie kritisiert auch seit Jahren, dass z.B. in der Verteilung der Stadtteilkulturmittel des Senats an den Bezirk Harburg eine schwere Unterfinanzierung besteht. Rund 300.000,- € weniger als der Durchschnitt aller Hamburger Bezirke fehlen jährlich. Nun da Hilfe dringend geboten wäre, um abgesagte Auftritte und Einnahmen  sowie die Bedienung von Verbindlichkeiten in der größten Härte abzufedern, belegt sich dieser Missstand.

In einer Blitzumfrage vom vergangen Freitag (13. März 2020) zeigt sich schon jetzt: rund 200 Veranstaltungen sind alleine im März betroffen, mit rund 20.000 erwarteten Besuchern und einem direkten finanziellen Ausfall von konservativ geschätzten 300.000 €! Und noch haben nicht alle Kulturorte Rückmeldung gegeben. Hinzu kommt das private Vermietungsgeschäft, das die Kulturangebote aber eben auch Miete, Personal und Gastronomie mit finanzieren.

Heimo Rademaker, Sprecher der Initiative SuedKultur und selbst privater Betreiber des Marias Ballrooms: „Es stehen Existenzen auf dem Spiel! Es braucht dringend und vor Ort Hilfestellung für die Clubs und Kulturschaffenden. Die Kulturbehörde hat großzügige Unterstützung angesagt. Aber was kommt davon und für wen in Harburg an? Unsere Erfahrungen waren schon guten Zeiten nicht gut. Jetzt könnte es bedeuten, dass mancher Laden nicht nur vorübergehend schließt.“

Und sie machen einen Großteil des Harburger Kulturangebots aus: sei es Marias Ballroom, das Stellwerk, das Kulturcafé Komm du, die Fischhalle, das Old Dubliner, die Stumpfe Ecke, der Verein ContraZt e.V., die Inselklause aber auch der Speicher am Kaufhauskanal oder die Musikgemeinde Harburg, die gerade Konzerte mit den Hamburger Symphonikern absagen musste.

„Und wir wollen keine Extra-Wurst in Harburg. Denn bei vielen Kulturschaffenden in Hamburg geht es gerade ans Eingemachte. Aber Harburg ist besonders hart getroffen und hat seit Jahren sich zu wenig um Sicherungsmechanismen gekümmert und kümmern können. Von was auch?“, so Heimo Rademaker.

 

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„Der reinste Kindergarten!“ https://www.tiefgang.net/der-reinste-kindergarten/ Fri, 21 Feb 2020 23:33:25 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6338 [...]]]> Philo Sophie Selbst-Zweifel ist bekennende Denkerin und schreibt seit über zwei Jahren im ´Tiefgang` wöchentliche Kolumnen mit Herzblut. Sie hat sich damit einen Namen gemacht, veröffentlicht gerade ihren zweiten Sammelband und nahm bereits im letzten Jahr an der SuedLese teil. Zeit für einige Fragen …

Tiefgang (TG): Was hat es mit deinen Kolumnen auf sich?

Selbst-Zweifel: Ich verarbeite stets das, was mich gerade beschäftigt. Meistens ist es sehr persönlich, gelegentlich gesellschaftskritisch und ab und zu auch ein wenig politisch angehaucht.

TG: Wo findest du deine Themen?

Selbst-Zweifel: Unterm Kopfkissen. Nein, im Ernst: die Themen kommen zu mir. Sie suchen mich sogar nachts heim. Da nützt es auch nichts, wenn ich mir die Decke über den Kopf ziehe.

TG: Wie kamst du überhaupt zum Schreiben?

Selbst-Zweifel: Ich glaube, das kopflastig-Sinnierende wurde mir schon in die Wiege gelegt… 2005 fiel mir dann ein Notizheft in die Hände. Wir verloren uns allerdings nochmal aus den Augen, aber als wir uns knapp zehn Jahre später erneut über den Weg liefen, war es Liebe auf den zweiten Blick! Seither sind wir ziemlich beste Freunde und fast unzertrennlich.

TG: Und wie kamst du vom Notizheft zu TIEFGANG?

Selbst-Zweifel: Zunächst fragte ich mich, ob man Tagebücher auch nachts schreiben kann. Und probierte es aus. Von Schreibkollegen, die meine Texte kennenlernten, wurde mir sehr nachdrücklich dazu geraten, Kolumnen zu schreiben. Dann war es ehrlich gesagt nur noch ein Katzensprung ins kalte Wasser. Aber seither schwimmt es sich ganz gut. Denn ich darf denken und schreiben, was ich will.

TG: Was für Ziele hast du?

Selbst-Zweifel: Vom Freischwimmer über den Fahrtenschreiber bis hin zum Wasserzeichen.

TG: HH, ich meinte, wen du ansprechen willst?

Selbst-Zweifel: Schwierige Frage. Ich kenne meine Zielgruppe gar nicht. Sie will offenbar anonym bleiben. Aber mir sind einzelne Personen bekannt, die mit meinen versponnenen Gedanken etwas anfangen können. Im Grunde zeichne ich nur Selbstgespräche auf, habe aber nichts dagegen, wenn jemand meine Gedanken liest. Es ist vielleicht nicht immer einfach, ihnen zu folgen, weil sie öfters Haken schlagen. Das liegt möglicherweise an meinem inneren Angsthasen. Aber aus meiner Sicht lohnt es sich, der Fährte zu folgen. Das versetzt mich in die Lage, meiner Angst immer wieder mal die Denkerstirn zu bieten. Mit meinen Mutproben mache ich recht gute Erfahrungen. Das hilft beim Umdenken.

TG: Das hört sich nach nachhaltigen Zielen an.

Selbst-Zweifel: Stimmt genau! Ich kann erste Impulse und alte Muster jederzeit in den Kreislauf zurückführen und mir etwas Neues dabei denken. Upcycling thinking.

TG: Klingt kompliziert, die Aussprache…

Selbst-Zweifel: Dann kürzen wir das eben up: thinkling.

TG: Hm…

Selbst-Zweifel: Wie gesagt, erste Überlegungen sind nicht in Stein gemeißelt. Ich werde mir das bei Gelegenheit nochmal durch den Kopf gehen lassen und den Gedankengang gegebenenfalls ausbauen bzw. sprachlich nachbessern.

TG: Mal eine komische Frage: Wie kam es zu deinem Namen? Wieso nennst du dich so?

Selbst-Zweifel: Rate mal. Ist gut, nicht? Gefällt mir immer noch. Wegen des Nennwertes! – Als kleine Hommage an Jan Fedder.

TG: Philo Sophie oder Selbst-Zweifel?

Selbst-Zweifel: NEIN! Die Erwähnung des Nennwertes.

TG: Etwas weit hergeholt, aber nun gut. Wiedererkennungswert trifft es wohl eher.

Selbst-Zweifel: Eben! Nomen est omen, wie der Lateiner sagt.

TG: Ich dachte, Latein wäre ausgestorben…

Selbst-Zweifel: Irrtum, es überlebt in Medizinmännern… und -frauen.

TG: Ich habe den Eindruck, wir verzetteln uns hier in Wortspielerein.

Selbst-Zweifel: Stimmt, dann könnt ihr vielleicht mal nachvollziehen, was in meinem Kopf vor sich geht. Der reinste Kindergarten!

TG: Welche Rolle spielt der Zweifel in deiner Laufbahn?

Selbst-Zweifel: Oberlehrer, was denn sonst?

TG: Und wie behauptet sich dein Selbst?

Selbst-Zweifel: Mit Humor. Der einzige Galgen, der überlebenswichtig ist.

TG: Vielen Dank für dieses… äh, aufschlussreiche Interview.

 

Die Bücher:

Sonja Alphonso: Einsichten einer Querdenkerin, 1. Auflage, 160 Seiten, ISBN 978-3-947051-09-0, Preis: 14,- €

Sonja Alphonso: Ansichtssache. 1. Auflage, 152 Seiten, ISBN 978-3-947051-05-2, Preis: 14,- € 

Perspektiven Harburgs mal als Sammlung von Kolumnen des Alltags. (Cover: Sonja Alphonso)

Sie können das Buch ohne zuzügliche Versandkosten von der Autorin direkt per E-Mail für ein handsigniertes Exemplar bestellen! Bestellungen im Handel sollten immer mit Angabe der ISBN vorgenommen werden.

Termin: Sa, 07. Mrz., 15:00 Uhr: Sonja Alphonso -Kolumnistin liest ihre eigenen Gedanken!

Kulturcafé Komm du, Buxtehuder Str. 13, 21073 HH-Heimfeld   

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Kunst, Liebe und Demut https://www.tiefgang.net/kunst-liebe-und-demut/ Fri, 14 Feb 2020 23:10:24 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6355 [...]]]> Dass Urheberrecht eine recht emotionale Sache ist, wird bei der fiktiven Geschichte von „Venus AD“ von Gabriele Borgmann klar. Nun liest sie daraus bei der 5. SuedLese. Grund genug, mal nachzuhaken …

In der Novelle „Venus AD“ von Gabriele Borgmann (siehe auch „Als Cranach bei Dürer klaute“) dreht sich alles um das wohl erste Plagiat in der Geschichte der Malerei. Lucas Cranach hat die Venus-Skizze aus der Dürer´schen Werkstatt gestohlen und beeindruckt mit der lasziven Schönen die Kenner der Kunst. Doch bemerkt der wahre Urheber, Albrecht Dürer, diesen Diebstahl und setzt alles daran, die atemberaubende Schöpfung wieder sein Eigen nennen zu können. Entschlossen springt er durch die Zeit, will sich zurückholen, was ihm gehört, und sein Monogramm auf die Venus ritzen. So landet er im Jahr 2019 vor der Neuen Nationalgalerie in Berlin, vor den Füßen der Doktorandin Nele Rosenbach. Was folgt, ist eine besondere und zeitlose Nacht voller Emotionen und neuer Erkenntnisse.

Tiefgang (TG): Bei der Wahl deines Motives spielt dein Hintergrund vermutlich eine große Rolle: Du hast Kunstgeschichte studiert. Kam dir die Grundidee schon während deines Studiums oder hat dich die Muse erst später geküsst?

Gabriele Borgmann: Meine erste Hausarbeit als Studentin der Kunstgeschichte drehte sich um Albrecht Dürer. Seine Neugierde auf das Leben, sein scheinbar unstillbarer Hunger nach Wissen faszinierten mich. Und ich war beeindruckt von seiner Fähigkeit, mit Farbe und Formen Geschichten zu erzählen. Wenn wir bedenken, dass um 1500 jenseits der Schlösser, Klöster und Humanisten-Häuser kaum jemand in der Lage war, uneingeschränkt zu lesen und zu schreiben, kaum jemand den literarischen Sinn von Worten erfassen konnte, dann hat Dürer mit seinen Bildern sowohl Kunst als auch Aufklärung geschaffen. Er war Maler und Autor seiner Werke. Er erzeugte Spannung und ein Gänsehautgefühl, er zauberte ein Schmunzeln und gleichsam eine Verneigung vor dem, was höher war als die Vorstellungskraft. So, dachte ich, sollte mein Protagonist sein, warum also nicht gleich den Künstler höchstpersönlich wählen?

TG: Die Geschichte selbst ist so geschrieben, dass sie sich auch ohne deine fachspezifischen Kenntnisse erschließt, oder?

Gabriele Borgmann: Da zitiere ich gerne die BILD-Zeitung. Sie schrieb: „Ein (Berliner) Kunstroman, der sich stellenweise spannend liest wie ein Krimi, aber auch nonchalant daherkommt – wie ein lauer Sommerwind. Das Ganze garniert mit einer Prise Erotik. Eine Lektüre, die unterhält und amüsiert!“ Und doch ging es mir auch darum, die Substanz einer Kunst zu spiegeln. Es bleibt in Erinnerung, wie Dürer mit feiner Feder die Natur abbildete, wie überhaupt die großen Maler die kostbarsten Farben mischten. Die Künstler des Mittelalters waren auch Alchemisten! Wer sich die Ingredienzen nicht leisten konnte, der nagte am Hungertuch. Denn die Farben, die Adel und Klerus liebten, die kosteten mehr als Gold. In aufwändiger Art wurde der Natur entlockt, was Bildern Leuchtkraft gab. Heute noch kostet ein Gramm Purpur rund 2.000 Euro. Wenn man mich also nach der Absicht hinter der Erzählung fragt, hat die Antwort mehrere Facetten: Liebesgeschichte, Kunstraub und Verneigung vor der Malerei.

TG: Es hört sich abenteuerlich an, kunsthistorische Figuren in einen Zeitreise-Kontext zu stellen und einen bedeutenden Künstler in der Moderne ankommen zu lassen. Geht das schon in Richtung Fantasy?

Gabriele Borgmann: Ein Zeitsprung ist ein Fantasy-Element, ja. Aber es geschieht in „Venus AD“ unspektakulär, wird alleine durch die Emotion getrieben. Für mich war die Vorstellung verführerisch, Dürer durch das moderne Berlin spazieren zu lassen, ihn mit den Eitelkeiten zu konfrontieren, die doch so alt sind wie die Zeit, aus der er kommt.

TG: Wähltest du Dürer bzw. die Venus, um eine Liebesgeschichte zu schreiben? Oder hast du eine skurrile Liebesgeschichte ersonnen, um Themen wie Kunst, Urheberrechte u.ä. zu behandeln?

Gabriele Borgmann:  Ich habe die Liebesgeschichte ersonnen, um dem vermutlich ältesten Plagiat der Kunstgeschichte eine Prosa zu geben.

TG: Was denkst du persönlich darüber, wie wichtig die Signatur eines Künstlers für sein Werk ist? Bei der Betrachtung und Bewertung scheint der Bekanntheitsgrad eine immense Bedeutung zu haben, auch für den Künstler/ die Künstlerin selbst.

Gabriele Borgmann: Albrecht Dürer durfte als erster deutscher Maler offiziell seinen Bildern ein Monogramm zufügen. Das hatte der Nürnberger Rat entschieden, um seine Werke vor Fälschern und Kopisten zu schützen. Schon damals erkannte man den Wert seiner Ideen, Skizzen, Werke.

TG: Was hältst du vom Konzept von Artotheken, d.h. wie vielversprechend findest du den Ansatz, auf diese Weise einen freieren Zugang zu Kunst und dem zugrunde liegenden kreativen Geist zu ermöglichen?

Gabriele Borgmann:  Das hat zwei Seiten, die harmonieren. Auf der einen Seite steht die Kunstförderung, die steigende Bekanntheit des Künstlers. Auf der anderen Seite beschäftigt sich derjenige, der ein Werk ausleiht, mit Intention und Motiv, vielleicht auch der Technik zum Bild. Kunst sollte nicht abhängig vom Geld sein, sondern Kreativität und Liebe zu den Werken sollten im Vordergrund stehen. Ja, bitte mehr davon!

TG: Wenn du vor der Rückreise nach Berlin noch Zeit findest, schau´ doch mal bei der Kunstleihe Harburg rein, der ersten Artothek in Hamburg. Schließlich gehört zu deinem Themenspektrum u. a. Kommunikation, Kunst und Kultur, Zeitgeist und Chancen im Leben.

Gabriele Borgmann: Ich freue mich auf Hamburg, auf die Lesung und nun auch auf die erste Artothek in der Stadt.

TG: Wir wünschen den Zuhörern spannende Unterhaltung! Vielen Dank für das Interview.

(das Interview für ´Tiefgang führte Sonja Alphonso)

Weitere Infos zur Autorin: www.gabrieleborgmann.com15

Termin: Am Do., 05. Mrz, Gabriele Borgmann – Venus AD, um 19 Uhr im „Komm du“, Buxtehuder Str. 13, 21073 Hamburg

 

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