Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Tue, 25 Aug 2020 12:54:49 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.5 „Durchhalten!“ https://www.tiefgang.net/durchhalten/ Fri, 28 Aug 2020 22:48:43 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7194 [...]]]> Ein Leben ohne Musik ist wie Wurst ohne Senf. So ist es aber zur Zeit und es heißt für viele Clubs und Konzertmacher einfach nur noch Durchhalten. Zur Stärkung gibt´s statt Senf Geld – vom Bund.

Im Rahmen von NEUSTART KULTUR fördert Kulturstaatsministerin Monika Grütters mit 27 Millionen Euro Musikclubs und Livemusik-Spielstätten. Das Programm „Erhalt und Stärkung der Musikinfrastruktur in Deutschland“ richtet sich an kleinere und mittlere Spielstätten im gesamten Bundesgebiet. Es wird von der Initiative Musik – der zentralen Fördereinrichtung der Bundesregierung und der Musikbranche für die deutsche Musikwirtschaft – realisiert. Musikclubbetreiber*innen können ab dem 27. August 2020 eine Förderung beantragen.

Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters: „Seit Ausbruch der CoronaPandemie ist das Musikleben in Deutschland weitgehend zum Erliegen gekommen, Clubs und Konzerte werden schmerzlich vermisst. Viele Betreiberinnen und Betreiber sind seitdem in eine existentielle Notlage geraten. Die Club- und Konzertszene ist aber ein wichtiger Teil unserer weltweit einzigartigen Musiklandschaft, deshalb wollen wir sie jetzt tatkräftig unterstützen. Bei unserem Konjunkturprogramm NEUSTART KULTUR geht es darum, dass Kultur endlich wieder stattfinden kann – genau dabei wollen wir die Clubs und Livemusik-Spielstätten unterstützen. Ziel der Maßnahmen der Bundesregierung ist es, die Clublandschaft in ihrer Vielfalt zu erhalten.“

Mit diesem Teilprogramm von NEUSTART KULTUR sollen die Musikclubs in Deutschland als wichtige gesellschaftliche Begegnungsorte erhalten bleiben. Dafür müssen sie in der Lage sein, Konzerte gegebenenfalls auch unter pandemiebedingt veränderten Bedingungen realisieren zu können. Ina Keßler, Geschäftsführerin der Initiative Musik: „Von den Betreiberinnen und Betreibern der Musikclubs wird zurzeit viel Durchhaltevermögen und Gestaltungskraft erwartet. Es ist großartig, dass sich die Bundesregierung mit NEUSTART KULTUR für alle Menschen auf, vor und hinter den Bühnen der Musikclubs einsetzt. Denn unsere Musikspielstätten müssen als lebendige Kulturorte mit vielfältigen Musikprogrammen überleben können und eine Perspektive haben.“

NEUSTART KULTUR

Rahmenbedingungen für die Musikclubs

Umfang der Förderung nach Kategorie

  • Kategorie 1 – bis zu 50.000 Euro

Musikclubs mit bis zu 250 unbestuhlten Plätzen

  • Kategorie 2 – bis zu 100.000 Euro

Musikclubs mit bis zu 1.000 unbestuhlten Plätzen

  • Kategorie 3 – bis zu 150.000 Euro

Musikclubs mit bis zu 2.000 unbestuhlten Plätzen

 

Förderfähige Ausgaben sind u.a.:

  • projektbezogene Ausgaben für Planung, Organisation, Verwaltung, Akquise, Öffentlichkeitsarbeit und künstlerische Leitung
  • angemessene Gagen für die Musiker*innen
  • veranstaltungsbedingte Sach- und Personalausgaben
  • Beratungen/Weiterbildungen/Qualifizierungen, z.B. für DigitalStrategien/Umsetzung
  • Mietentgelte für Backline, Ton und Licht und sonstiges technisches Equipment
  • Reisekosten (nach Bundesreisekostengesetz)

Antragsstart: 27. August 2020, 10 Uhr (Workshops und Antragsberatung: ab 24. August 2020)

Das Antragsverfahren endet, wenn alle Mittel vergeben wurden, spätestens jedoch am 31. Oktober 2020.

Spielstätten und Musikclubs können – gestaffelt nach der Publikumskapazität – Fördermittel bis zu einer Höhe von 150.000 Euro erhalten. Der Förderanteil beträgt dabei bis zu 90 Prozent der förderfähigen Ausgaben, bei einem Eigenanteil von mindestens 10 Prozent. Im Fokus stehen vor allem die Programmplanung sowie die öffentlichkeitswirksame Präsentation der Wiederaufnahme des Kulturbetriebs, z.B. durch pandemiegerechte Formate zur Nachwuchsförderung und Gender Equality.

Antragsberechtigt sind Betreiber*innen von Musikclubs mit einer Gesamtkapazität bis maximal 2.000 unbestuhlte Plätze und einer Veranstaltungsfläche von bis zu 1.000 qm. Sie müssen nachweisen, dass sie bis zur pandemiebedingten Schließung im März 2020, seit mindestens einem Jahr einen regelmäßigen und kuratierten Konzertbetrieb realisiert haben. Der Bundesverband der Musikspielstätten in Deutschland LiveMusikKommission (LiveKomm) unterstützt die Initiative Musik dabei als Partner mit seiner fachlichen Expertise aus der Clubbranche.

Mit NEUSTART KULTUR hat die Bundesregierung ein einzigartiges Rettungs- und Zukunftsprogramm für den Kultur- und Medienbereich mit einem Gesamtvolumen von 1 Milliarde Euro aufgelegt. Gefördert werden pandemiebedingt unter anderem Projekte verschiedener Kultursparten. Für die Künstler*innenförderung der Initiative Musik wurden bereits Ende Juli ergänzende Mittel in Höhe von bis zu 10 Millionen Euro zugesagt. Darüber hinaus werden von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien bis zu 80 Millionen Euro für ein drittes Teilprogramm für Musikfestivals und Livemusik-Veranstalter*innen zur Verfügung gestellt.

Weiterführend: www.initiative-musik.de

 

]]>
Ausgezeichnete Clubs! https://www.tiefgang.net/ausgezeichnete-clubs/ Fri, 16 Nov 2018 23:05:19 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4540 [...]]]> Üblicherweise gibt es im Musikclub Applaus für die Bühnenkünstler. Aber einmal im Jahr dreht sich der Spieß und die Bühne selbst bekommt Applaus. Weil sie tolle Arbeit macht.

APPLAUS ist die „Auszeichnung der Programmplanung unabhängiger Spielstätten“, die Clubbetreiber*innen und Veranstalter*innen für ihre herausragenden Livemusikprogramme aus allen Genres der Popularmusik – von Rock, HipHop über Elektro und Jazz bis zu experimenteller Popmusik würdigt. Diese Woche vergab sie wieder jede Menge Förderpreise und mach einer ging auch nach Hamburg. So für die Reihe „FatJazz urban exchange“, die einst auch im Harburger ´Jazzclub im Stellwerk` gastierte, für den Club „Hafenklang“ und die „Halle424“ im Oberhafen.

In den drei Hauptkategorien wurden in diesem, dem sechsten Jahr des Preises, insgesamt 94 Preise vergeben. Die Gesamtsumme der von der Initiative Musik verteilten Fördergelder beläuft sich auf 1,8 Millionen Euro, was den APPLAUS erneut zum höchstdotierten Bundesmusikpreis macht. Die Preisverleihung findet in Mannheim statt – einer Stadt, in der die Würdigung des kulturellen Lebens in Pop und Clubkultur mit dem ersten Nachtbürgermeister eine besondere Verankerung in der Lokalpolitik gefunden hat.

Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters: „Der APPLAUS ist vor allem den vielen kleinen Musikclubs gewidmet, die mit ihren ambitionierten und innovativen Rock-, Pop- oder Jazz-Angeboten für eine lebendige und vielseitige Musiklandschaft im ganzen Land sorgen. Mit dem Preis wollen wir diese Clubs dafür auszeichnen und weiter ermutigen, noch häufiger jenseits des Mainstreams jungen, unbekannten Künstlerinnen und Künstlern eine Bühne für ihre kreativen Ideen zu bieten. Genau damit hat sich der APPLAUS einen guten Ruf erworben. Denn nur so gelingt es, eine lebendige Musik- und Clubszene mit vielen Facetten in Deutschland zu erhalten.“

Die Staatssekretärin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg Petra Olschowski ist stolz auf die lebendige Rock-, Pop- und Jazzszene des Bundeslandes, das in diesem Jahr auf 14 Auszeichnungen blicken kann: „Es sind Orte, an denen ganz unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen zusammenkommen, unabhängig von Alter, sozialem Status oder Herkunft. Interkulturelle Begegnungen finden in der Musik und über Musik ganz selbstverständlich statt. Rock, Pop und Jazz stehen für Weltoffenheit und Internationalität. In Zeiten, in denen die digitalen Medien an Einfluss gewinnen, ermöglichen Clubs und Spielstätten darüber hinaus das Live-Erlebnis vor Ort. Das Publikum ist nah dran an den Musikerinnen und Musikern und erlebt den Zauber des Augenblicks: wenn der Klang entsteht und der gemeinsame Rhythmus den Raum füllt. Auch aus diesem Grund sind unsere Clubs ein wichtiger Baustein für eine offene Kunst- und Kulturszene.“

Der Veranstaltungsort der diesjährigen APPLAUS-Verleihung war Mannheim, eine der Städte in Deutschland, die in Sachen Förderung und Würdigung der Popmusik eine Vorreiterrolle einnimmt. Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz: „Ich freue mich sehr, dass die Stadt Mannheim Gastgeber der Verleihung des APPLAUS ist. Als UNESCO City of Music spielte und spielt die Musik in Mannheim eine herausragende Rolle. Musik ist in Mannheim als Kulturgut, Wirtschaftsfaktor und Impulsgeber ein zentrales Anliegen, was die aktive Kreativwirtschaftsförderung und Institutionen wie die Popakademie, der Musikpark und die Beauftragte für Musik und Popkultur der Stadt belegen. Kultur insgesamt ist in unserer Stadt ein wesentlicher Treiber für gesellschaftliche Prozesse und die konsequente Weiterentwicklung Mannheims als Kulturstadt.“

Prof. Dieter Gorny, Aufsichtsratsvorsitzender der Initiative Musik, sagte als Vorsitzender der Jury: „Der APPLAUS hat in den letzten Jahren nicht nur an Statur gewonnen, der Preis ist ein Bestandteil der Kulturszene geworden. Er ist wichtig für die Clubmacher*innen, weil er einmal im Jahr Aufmerksamkeit auf das Phänomen lenkt, dass sie kulturelle Produktionsstätten und Kulturorte sind, die hochgradig zur Standortqualität beitragen. Mit ihren Programmen bieten sie Präsentationsräume für Künstler*innen und leisten so einen wesentlichen Beitrag zur kulturellen Vielfalt im Kulturland Deutschland. Es ist wichtig, das immer wieder zu verdeutlichen, weil hier Kultur entsteht, die traditionell nicht zum subventionierten Kanon gehört. Da ist der APPLAUS ein wichtiger Leuchtturm.“

Neben der konkreten finanziellen Unterstützung schafft APPLAUS Aufmerksamkeit für all jene Musikclubs, die seit Jahren unter schwierigen Bedingungen unser Kulturleben durch ihr mutiges, leidenschaftliches Programm beleben und bereichern – sei es in den Metropolen oder im ländlichen Raum. Der APPLAUS darf also wörtlich genommen werden, denn diesem Engagement gebührt ebenjener.

Bei der APPLAUS-Verleihung im Rosengarten in Mannheim am 14. November wurden neben den 94 Preisträgern der Kategorien I, II und III außerdem folgende Auszeichnungen vergeben:

Spielstätte des Jahres, Kategorie I

Spielstätte des Jahres, Kategorie II

Spielstätte bzw. Programm des Jahres, Kategorie III

Zwei Preise für „Gleichstellung“ und ein Preis für „Bestes Programm im ländlichen Raum“, jeweils 5.000 Euro

Zwei Sonderpreise der Jury, jeweils 2.500 Euro

 

Die Initiative Musik realisierte den Programmpreis APPLAUS bereits zum sechsten Mal mit Projektmitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst in Baden-Württemberg sowie die Stadt Mannheim unterstützten die Preisverleihung. Als beratende Fachpartner wirkten die Bundeskonferenz Jazz (BK Jazz) und die LiveMusikKommission, Verband der Musikspielstätten in Deutschland e.V. (LiveKomm), mit. Die Initiative Musik wird finanziell unterstützt von der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) und der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA).

 

Die Preisträger*innen im Einzelnen

 

Kategorie I

26 Auszeichnungen für Spielstätten, die im Jahr 2017 ein kulturell herausragendes Programm mit mindestens 104 Konzerten im Jahr angeboten haben, erhalten eine Urkunde sowie 40.000 Euro Förderung.

  • Altes Spital, Viechtach, Bayern
  • b flat, Berlin
  • Badehaus, Berlin
  • Bunker Ulmenwall, Bielefeld, Nordrhein-Westfalen
  • Cafe Central Weinheim, Baden-Würrtemberg
  • Cafe Glocksee,Hannover, Niedersachsen
  • Cafe Museum Passau, Bayern
  • Chemiefabrik Dresden, Sachsen
  • Club Bahnhof Ehrenfeld / YUCA, Köln, Nordrhein-Westfalen
  • Colos-Saal, Aschaffenburg, Bayern
  • Hafenklang, Hamburg
  • Horns Erben, Leipzig, Sachsen
  • Institut fuer Zukunft, Leipzig, Sachsen
  • Jazz Club A-Trane, Berlin
  • Jazzhaus Freiburg, Baden-Württemberg
  • Jazzkeller Frankfurt, Hessen
  • Jazzkeller Krefeld, Nordrhein-Westfalen
  • Kunstfabrik Schlot, Berlin
  • Motorschiff Stubnitz, Rostock, Mecklenburg-Vorpommern
  • Museumskeller Erfurt, Thüringen
  • Objekt 5, Halle, Sachsen-Anhalt
  • saxstall Pohrsdorf, Sachsen
  • Sonic Ballroom, Köln, Nordrhein-Westfalen
  • Steinbruch, Duisburg, Nordrhein-Westfalen
  • Theaterstübchen Kassel, Hessen
  • Zig Zag Jazz Club, Berlin

 

Kategorie II

20 Auszeichnungen für Spielstätten, die im Jahr 2017 ein kulturell herausragendes Programm mit mindestens 52 Konzerten im Jahr angeboten haben, erhalten eine Urkunde sowie 20.000 Euro Förderung.

  • Club Bastion, Kirchheim unter Teck, Baden-Württemberg
  • Feinkost Lampe, Hannover, Niedersachsen
  • Hafen 2, Offenbach, Hessen
  • Jazz Club Minden, Nordrhein-Westfalen
  • Jazzclub Augsburg, Bayern
  • Jazzclub Bamberg, Bayern
  • Jazzclub Hannover, Niedersachsen
  • Jazzclub Regensburg, Bayern
  • Jazz-Schmiede Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen
  • Kaiserkeller Detmold, Nordrhein-Westfalen
  • Konzerte im C.Keller, Weimar, Thüringen
  • Kulturwerkstatt Disharmonie, Schweinfurt, Bayern
  • Live im CVJM, Lübeck, Schleswig-Holstein
  • LOCH, Wuppertal, Nordrhein-Westfalen
  • M.A.U. Club, Rostock, Mecklenburg-Vorpommern
  • P8 – Panorama, Karlsruhe, Baden-Württemberg
  • Sendesaal Bremen
  • Substanz, Osnabrück, Niedersachsen
  • Tonhalle Hannover, Niedersachsen
  • UT Connewitz, Leipzig, Sachsen

 

Kategorie III

48 Auszeichnungen für Veranstalter*innen und Spielstätten, die im Jahr 2017 mindestens 10 Konzerte durchführten, erhalten eine Urkunde sowie 7.500 Euro Förderung.

 

  • ACHTER (früher „Jazz im Rudersport“), Wiesbaden, Hessen
  • Alte Brauerei, Annaberg-Buchholz, Sachsen
  • Club Manufaktur, Schorndorf, Baden-Württemberg
  • club w71, Weikersheim, Baden-Württemberg
  • Comment Dire, Bonn, Nordrhein-Westfalen
  • Die Sünde, Weiden in der Oberpfalz, Bayern
  • Dumont, Aachen, Nordrhein-Westfalen
  • FatJazz urban exchange, Hamburg
  • Freiraum, Köln, Nordrhein-Westfalen
  • Glashaus, Bayreuth, Bayern
  • Guten-Morgen-Eberswalde, Brandenburg
  • Halle424 im Oberhafen, Hamburg
  • Handiclapped-Kultur Barrierefrei, Berlin
  • Hauskonzerte, München, Bayern
  • HoRsT, Frankfurt am Main, Hessen
  • In Situ Art Society, Bonn, Nordrhein-Westfalen
  • Jazz am Bahnhof, Kalchreuth, Bayern
  • Jazz am Schießberg, Calw, Baden-Württemberg
  • jazz and beyond, München, Bayern
  • Jazz in der Stadt, Bad Kreuznach, Rheinland-Pfalz
  • Jazz in Frankfurt, Frankfurt am Main, Hessen
  • Jazz Montez, Frankfurt am Main, Hessen
  • Jazz+, München, Bayern
  • Jazzclub Biberach, Baden-Württemberg
  • Jazzclub Heidelberg, Baden-Württemberg
  • Jazzclub Ilmenau, Thüringen
  • Jazzclub Karlsruhe, Baden-Württemberg
  • Jazzclub Leipzig, Sachsen
  • Jazzclub Singen, Baden-Württemberg
  • Jazzforum Bayreuth, Bayern
  • jazzGAP, Garmisch-Partenkirchen, Bayern
  • Jazzinitiative Mainz, Rheinland-Pfalz
  • Jazzkeller 69 e.V. für „Jazzszene Berlin“, Berlin
  • Jazzkongress, Freiburg, Baden-Württemberg
  • „jazzwerkstatt in Berlin“, Wuppertal, Nordrhein-Westfalen (Sitz des Veranstalters der Programmreihe)
  • Jugendcafe Zwiesel, Bayern
  • KIT Water Music, Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen
  • Klever Jazzfreunde, Kleve, Nordrhein-Westfalen
  • Komma – Jugend und Kultur in Esslingen, Wendlingen, Baden-Württemberg
  • Kreativquartier Ruhrort, Duisburg, Nordrhein-Westfalen
  • Kultur im Esel, Einbeck, Niedersachsen
  • New and Used, Bremen
  • ORT, Wuppertal, Nordrhein-Westfalen
  • Philleicht Jazz, Ladenburg, Baden-Württemberg
  • Real Live Jazz, Köln, Nordrhein-Westfalen
  • Side-Ways Series, Berlin
  • Verein zur Förderung des zeitgenössischen Jazz in Darmstadt, Hessen
  • WirGarten Erfurt, Thüringen

 

Quelle: www.initiative-musik.de

]]>
Reinigende Kräfte der Kultur https://www.tiefgang.net/reinigende-kraefte-der-kultur/ Fri, 06 Jul 2018 22:07:41 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3848 [...]]]> In den letzten Wochen schauten viele mit großen Augen auf die Politik in Berlin. Die einen waren entsetzt (Asyl). Die anderen froh und erstaunt (Kultur). Eine verrückte Woche.

Um Politik zu verstehen, wurden ganze Wissenschaften begründet, Bibliotheken gefüllt und Hirne zermartert. Dabei kann man es auch ganz pragmatisch handhaben und einfach ungenutzte Gelder umlenken.

So ist ein Haushaltsausschuss immer wieder mal damit befasst, zugeteilte aber nicht abgerufene Gelder anderen Bestimmungen zuzuweisen. Wo der normale Bürger noch über dem Slogan grübelt, „spare in der Zeit, so hast Du in der Not“ ist man in der Politik regelmäßig dabei die berühmten Wahlgeschenke zu verpacken und auszugeben. Und ein bisschen wie Weihnachten mag es manchen Kulturschaffenden vorgekommen sein. Denn in der sogenannten „Bereinigungssitzung“ des Haushaltsausschusses wurde abseits von Seehofers Geschrei dem musischen Gesang der Kultur genüge getan. Doch der Reihe nach …

Als erste Meldung erreichte uns dies:

Bundestag erhöht Förderung von Pop, Rock und Jazz:

Zaster, der rockt!

In der Pressemitteilung hieß es:

„Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat in seiner Bereinigungssitzung eine Aufstockung der Musikförderung beschlossen. Darin enthalten sind zusätzliche 4,15 Millionen Euro, die der Bund der Initiative Musik für die Jahre 2018 und 2019 bereitstellt. Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters: „Mit den zusätzlichen Geldern für die Initiative Musik wollen wir vor allem die vielen kleineren Clubs im ganzen Land stärken. Diese begeistern mit ihren Programmen jenseits des wirtschaftlich erfolgreichen Mainstreams, indem sie künstlerisch herausragende sowie junge Musikerinnen und Musiker auf die Bühne holen. Mit der Stärkung des APPLAUS und dem Start eines neuen Programms für Kleinstkonzerte wollen wir dieses wichtige kulturelle Engagement fördern sowie Künstlerinnen und Künstler bei ihren ersten professionellen Auftritten honorieren.“ Ina Keßler, Geschäftsführerin der Initiative Musik: „Damit setzt der Bund ein wichtiges Statement für eine lebendige wie vielfältige Rock-, Pop- und Jazzlandschaft in Deutschland. Wir bedanken uns – auch im Namen der LiveKomm und BKJazz – bei den Mitgliedern des Deutschen Bundestages, ganz besonders bei Kulturstaatsministerin Monika Grütters.“

Die Initiative Musik fördert seit 2008 Künstlerinnen, Künstler und Musikunternehmen. Eines der Kernziele der Initiative Musik ist es, bundesweit den Nährboden für künstlerische Kreativität unterschiedlichster Musikgenres, wie zum Beispiel Rock, Hip-Hop, elektronischer Musik, experimenteller Popmusik oder Jazz, zu erhalten und auszubauen. Zwei Millionen Euro jährlich für Musikpreis APPLAUS Für den Spielstättenprogrammpreis APPLAUS werden 2018 und 2019 jeweils zwei Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die Initiative Musik realisiert den Bundespreis seit 2013 unter Einbeziehung der Bundeskonferenz Jazz und der Live Musik Kommission, Verband der Musikspielstätten in Deutschland e.V. Kornelia Vossebein, Bundeskonferenz Jazz: „Als Bundeskonferenz Jazz begrüßen wir die Erhöhung der Bundesmittel für APPLAUS auf insgesamt zwei Millionen Euro pro Jahr. Spielstätten aktueller Musik sind bedeutende Kulturträger und wichtige Repräsentanten eines neuen, oftmals auch jüngeren Kulturverständnisses. Sie sind Katalysator für neue Projekte, sie fördern und fordern Newcomer genauso wie sie oft jenseits kommerzieller Interessen hochwertige und innovative Musikerinnen und Musiker unterstützen und unter angemessenen Bedingungen präsentieren. Sie sind Schnittstelle zu Publikum und Medien, und sie tragen eine wichtige gesellschaftliche Rolle als weltoffene und tolerante Orte des künstlerischen Austausches, der kulturellen Bildung und der interkulturellen Begegnung. APPLAUS ist deshalb ein wichtiger Beitrag zur Pflege der kulturellen Zukunft unseres Landes. Wir danken dem Deutschen Bundestag und der Bundeskulturstaatsministerin für ihren Einsatz!“ Ausgezeichnet werden Clubbetreiber und Veranstalter für ihre Programme aus allen Genres der Popularmusik. Mit ihren Konzerten prägen und bereichern die Musikclubs unser Kulturleben, sowohl in den Metropolen als auch im ländlichen Raum. Diese kulturellen Einrichtungen stehen für eine außergewöhnliche Qualität und Programmatik des deutschen Musiklebens von Pop bis Jazz. Zwei Millionen Euro für Kleinstkonzerte und 150.000 Euro für Clubstudie Karsten Schölermann, 1. Vorsitzender der LiveKomm: „Die Entscheidung des Bundestages zeigt uns, dass unsere Themen auf bundespolitischer Ebene ernst genommen werden und dass sich die Verbandsarbeit, wie zuletzt beim Musikwirtschaftsgipfel Agenda 2018, auszahlt. Die Bereitstellung der Gelder für die Kleinstkonzertförderung, wodurch wir uns einen nachhaltigen und leichteren Zugang für Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern zu den Clubbühnen erhoffen, ist ein Meilenstein in der Clubförderung für den wir lange gekämpft haben. Das wir darüber hinaus eine eigene, wissenschaftlich fundierte, Clubstudie auf den Weg bringen dürfen rundet das Förderpaket ab, denn wir wissen noch viel zu wenig über die kulturellen und ökonomischen Rahmenbedingungen in unserer vielfältigen Clublandschaft.“

Für das Programm zur Förderung der Kleinstkonzerte erhält die Initiative Musik im Jahr 2018 insgesamt zwei Million Euro aus dem Bundeshalt. Dazu werden für die Clubstudie 150.000 Euro zur Verfügung gestellt. Beide Projekte werden in Zusammenarbeit mit der LiveKomm als Partner realisiert.“

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Initiative Musik gGmbH, Friedrichstraße 122, D-10117 Berlin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Michael Wallies +49 (0)30 – 531 475 45 – 14 michael.wallies@initiative-musik.de www.initiative-musik.de

Hintergund:

Die Initiative Musik gemeinnützige Projektgesellschaft mbH ist die zentrale Fördereinrichtung der Musikwirtschaft und Bundesregierung für Rock-, Pop- und Jazzmusik in Deutschland. Die Initiative Musik fördert die Präsentation und Verbreitung von Musik aus Deutschland im In- und Ausland. Sie unterstützt den musikalischen Nachwuchs aus Deutschland, Musiker mit einem Migrationshintergrund sowie Livemusik-Spielstätten. Sie wird getragen von der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) und dem Deutschen Musikrat. Finanziell wird sie unterstützt von der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechen (GVL) und der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA). Fördergeber sind u.a. die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und das Auswärtige Amt.

Quelle: initiative-musik.de 

Die Dynastie Kahrs (SPD) und Kruse (CDU) lenken wieder Bundesgelder nach Hamburg:

18 Mio. für Hamburgs Museen

In der Mitteilung der Stiftung Historische Museen hieß es:

„Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner heutigen Sitzung die finanzielle Unterstützung in zweistelliger Millionenhöhe für zwei weitere wichtige Modernisierungsprojekte der Stiftung Historische Museen Hamburg bewilligt: Die bauliche und inhaltliche Neugestaltung des Museums der Arbeit wird vom Bund mit 10 Millionen Euro und die des Jenisch Hauses mit 8 Millionen Euro unterstützt. Johannes Kahrs (SPD), Haushaltspolitischer Sprecher, und Rüdiger Kruse (CDU), Mitglied im Haushaltsausschuss, haben sich in Berlin maßgeblich für die Finanzierung eingesetzt.

Insgesamt werden für die Sanierung und Modernisierung der beiden Museen 36 Millionen Euro veranschlagt. Der Rest der benötigten Mittel soll bei der Freien und Hansestadt Hamburg eingeworben werden.

Das Museum der Arbeit ist in den ehemaligen Gebäuden der New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie in Barmbek beheimatet. In diesem in Hamburg einmaligen und unter Denkmalschutz stehenden Fabrikensemble, widmet es sich seit 1997 den gesellschaftlichen, technischen und sozialen Fragen von Arbeit und ihrer Veränderung. Mehr als 20 Jahre nach Eröffnung der Dauerausstellung ist es notwendig, deren Konzept und Präsentation zeitgemäß zu erneuern. Mit den bewilligten Mittel will das Museum die gesellschaftlichen Veränderungen, die die Arbeitswelt insbesondere durch die Digitalisierung und Globalisierung prägen, aufgreifen. Diesen Themen will es sich künftig mit modernen Präsentationsformen und Vermittlungs-formaten widmen und zu einem Ort des gesellschaftlichen Diskurses über die Zukunft der Arbeit werden.
Das Jenisch Haus, in den Jahren 1831 bis 1834 im klassizistischen Stil als ehemaliger Landsitz des Hamburger Kaufmanns Martin Johan Jenisch d. J. erbaut, zählt zu den schönsten historischen Gebäuden Hamburgs. Mit Blick auf die Elbe im Jenischpark gelegen, zeigt das Museum in mehreren repräsentativen Sälen Gemälde, Mobiliar und Skulpturen aus dem Empire und Biedermeier. In der oberen Etage werden regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen zu Themen aus der Kunst- und Kulturgeschichte insbesondere des 19. Jahrhunderts präsentiert. Die dringend notwendige Modernisierung umfasst neben der denkmalgerechten Ertüchtigung des Gebäudes und der Herstellung von behindertengerechten Zugangsmöglichkeiten auch die Überarbeitung der Dauerausstellung, in der die Bedeutung des Hamburger Bürgertums als eine der wichtigsten gesellschaftlichen Einflussgrößen Deutschlands und Europas zum Tragen kommen soll.

Mit der grundlegenden Erneuerung der beiden Museen können zwei weitere wesentliche Schritte in der Entwicklung der Stiftung Historische Museen Hamburg zu einem modernen und für breite Bevölkerungsschichten attraktiven Museumsverbund unternommen werden, der sich mit der Geschichte Hamburgs aus der Perspektive aktuell und zukünftig relevanter Fragestellungen auseinandersetzt. Nachdem im Jahr 2015 vom Bund bereits 18 Millionen Euro für die Neukonzeption und bauliche Erneuerung des Museums für Hamburgische Geschichte zur Verfügung gestellt wurden, kann nun der  Entwicklungsprozess der Stiftung mit der Modernisierung von zwei weiteren Standorten  fortgesetzt werden.

Rüdiger Kruse, CDU, Mitglied im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages:

„Insbesondere das Jenisch Haus war mir im aktuellen Haushaltsjahr ein Herzensanliegen. Es stellt ein Zeitzeugnis dar – einzigartig nicht nur für die Sammlung der Stiftung Historische Museen Hamburg, sondern für das Hamburger Stadtbild überhaupt. Der Bau repräsentiert den Einfluss des Hamburger Bürgertums über die eigenen Stadtgrenzen hinaus, so dass wir den Bund von der gesamtdeutschen Relevanz überzeugen und zu einer entsprechenden finanziellen Anerkennung bewegen konnten.“

Johannes Kahrs, Haushaltspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion:

„Ich bin stolz, dass wir das Geld für das Museum der Arbeit und das Jenisch Haus im Bundeshaushalt durchsetzen konnten. Die beiden Häuser sind nicht nur für ihre jeweiligen Stadtteile identitätsstiftend, sondern bereichern unsere ganze Hansestadt. Die Bundesförderung ist nicht zuletzt ein Zeichen der Wertschätzung der hervorragenden Arbeit der Stiftung Historische Museen Hamburg.“

Börries von Notz, Alleinvorstand der Stiftung Historische Museen Hamburg:

„Beide Sanierungsmaßnahmen sind von größtem Wert für die Weiterentwicklung der Museumslandschaft in Hamburg und natürlich im Besonderen für die SHMH. Wir freuen uns enorm, damit wesentliche Bausteine in der Modernisierung der Angebote der Stiftung abschließend in Angriff nehmen zu können. Vor allem das Museum der Arbeit mit seinen innovativen Ansätzen in Präsentation und Vermittlung kann zu einem ganz besonderen musealen Ort entwickelt werden, der sich sämtlichen Gesellschaftsschichten gerade im Zusammenhang  von Arbeit und Zukunft öffnet. Das Jenisch Haus mit seiner einzigartigen Lage und Architektur kann in seinem historischen Bestand nachhaltig gesichert werden und auch hier wird eine breitere museale Öffnung erfolgen, so dass ein höchst attraktiver Ort für Hamburger, Touristen und Fachinteressierte entstehen wird.“

Quelle: Historische Museen Hamburg

Und als wäre es nicht genug, kam noch dies dazu …

Bundesetat für Kultur um rund 100 Mio. Euro aufgestockt:

Der Beitrag zur Vielfalt

„In der Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages sind deutliche Erhöhungen der finanziellen Mittel für den Bereich Kultur und Medien beschlossen worden. Rund 100 Millionen Euro wurden in den Haushaltsberatungen zusätzlich für den Kulturetat bereitgestellt, der damit auf 1,78 Milliarden Euro erhöht wurde. Mehr als 5 Millionen Euro fließen in den nächsten beiden Jahren in die Kulturförderfonds des Bundes, u.a. den Musikfonds.

Hierzu Prof. Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrates: „Der Deutsche Musikrat gratuliert der Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters, zur nochmaligen Steigerung des Gesamtetats für Kultur und Medien gegenüber dem Regierungsentwurf. Sie unterstreicht die zentrale Bedeutung unseres vielfältigen Kulturlebens in Deutschland. Die zusätzlichen Mittel leisten einen wesentlichen Beitrag dazu, die Kulturelle Vielfalt in unserem Land zu erhalten und weiter zu fördern. Gerade die Aufstockung der finanziellen Mittel für den Musikfonds bietet eine gute Grundlage, sich weiterhin verstärkt für die Förderung der zeitgenössischen Musikkultur in Deutschland einzusetzen. Der Dank gilt den Abgeordneten des Haushaltsausschusses für diesen weitsichtigen Beschluss.“

Quelle: Deutscher Musikrat

 

]]>