Kunst am Bau https://www.tiefgang.net Thu, 25 Mar 2021 09:12:08 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.2 Werk von Fritz Fleer nun auf dem Museumsplatz https://www.tiefgang.net/werk-von-fritz-fleer-nun-auf-dem-museumsplatz/ Fri, 26 Mar 2021 23:08:12 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7763 [...]]]> Die Harburger Museumsachse ist um ein Juwel reicher: Eine lebensgroße Bronzeskulptur des bekannten Hamburger Bildhauers Fritz Fleer.

Duie Skulptur stammt aus dem Jahr 1958 und hat ihre neue Heimat nun am Thörl-Brunnen auf dem Museumsplatz direkt vor dem Stadtmuseum Harburg gefunden. Sie wurde Mitte der Woche im Beisein aller Akteure, die die Aufstellung ermöglicht haben, eingeweiht.

An der Kennedybrücke steht eine weitere und auch an den Grindelhochhäusern. Ebenso an der U-Bahn-Station „Rauhes Haus“ und in einem Park in Langenhorn. Die Rede ist von den lebensgroßen Bronzeskulpturen des bekannten Hamburger Bildhauers Fritz Fleer. Nun hat auch Harburg eine solche beeindruckende Bronzeskulptur des Künstlers. Sie  thront in Gestalt einer Knabenfigur ab sofort am Thörl-Brunnen über dem Museumsplatz mit Blick auf die Museumsachse.

Einen Namen machte sich Fritz Fleer (1921- 1997) in Hamburg seit den 1950er-Jahren mit vielen Arbeiten im öffentlichen Raum und zur Kunst am Bau. 1966 erhielt er den Edwin-Scharff-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg. So wie die neue Bronzeskulptur am Museumsplatz zeigen viele seiner Werke Männer und Frauen als stilisierte und reduzierte Archetypen, die formal streng und klar gestaltet sind. Neben diesen Skulpturen schuf er auch Portraitbüsten und Sakralkunst, die in etlichen Hamburger Kirchen noch heute zu finden ist. Seine Arbeiten prägen bis heute das Hamburger Stadtbild.

Die Fritz Fleer-Bronzeskulptur vom Museumsplatz stand zuvor in Wandsbek auf einem Schulgelände, musste dort wegen eines Umbaus weichen und wurde nach Harburg gebracht. Die Aufstellung der Skulptur ist ein Gemeinschaftsprojekt, an dem viele engagierte Kulturfreunde Hamburgs mitgewirkt haben. Die Planung und Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen den Bezirksämtern in Harburg und Wandsbek und dem Museum. Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss, Direktor des Museums dankte heute bei der Einweihung der Skulptur den Beteiligten für ihr Engagement.

Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss, Direktor des Archäologischen Museums Hamburg und Stadtmuseums Harburg: „Kunst im öffentlichen Raum macht Häuser und Plätze unverwechselbar, Kunst und Alltag kommen so zusammen. In diesem Fall haben alle Beteiligten unbürokratisch dafür gesorgt hat, dass dieses bedeutende und wertvolle Kunstwerk in Harburg seine neue und dauerhafte Heimat gefunden hat und auf dem Museumsplatz aufgestellt werden konnte. Harburg ist damit um ein echtes Juwel reicher.“

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Hamburgs Kunst im öffentlichen Raum https://www.tiefgang.net/hamburgs-kunst-im-oeffentlichen-raum/ Sat, 13 May 2017 06:00:40 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=1056 [...]]]> Bis in die 80er Jahre wurden Aufträge unter dem Titel „Kunst am Bau“ vergeben, was aber 1981 endgültig als unzeitgemäß verstanden und auf „Kunst im öffentlichen Raum“ inhaltlich erweitert wurde.  So kamen auch freie Kunstprojekte ohne Bau zum Zuge. Einige davon sind den Hamburgern durchaus geläufig und präsent.

Das erste Großprojekt von 1982 des Hamburger Programms „Kunst im öffentlichen Raum“ hieß „Halle 6“ und kam in Form einer Skulpturenausstellung in einer riesigen, leerstehenden Fabrikhalle auf dem Gelände der ehemaligen Kampnagel-Kranfabrik daher. Richtig, der heutigen „Internationalen Kulturfabrik Kampnagel“.

Mimmo Paladinos „Halle 6“ von 1982 ( Foto: Ottmar v. Poschinger)

Oder auch das von Stephan Balkenhol 1993 umgesetzte Projekt „Vier Männer auf Bojen“. Das Kunstobjekt sind „vier männliche Figuren aus Eichenholz, farbig gefaßt, auf Flachwassertonnen montiert, Gesamtgröße je 2,40 Meter, an verschiedenen Orten im Wasser installiert“, so die formelle Beschreibung. Spaß hat man an ihnen auch wenn man sie schlicht „Bojen-Heini“ nennt.

Ein weiteres Harburger Objekt aus dem Bereich „Kunst im öffentlichen Raum“ sorgt auch heute noch für regelmäßige Diskussionen: das von Jochen Gerz und Esther Shalev-Gerz entworfene „Harburger Mahnmal gegen Faschismus“ von 1986. Eine Bleisäule als Mahnmal und nur als ein Denkanstoß auf Zeit. Es hat sich im Erinnern abstrahiert, statt als hoheitlich verordnetes Alibi zu dienen und durch Gewöhnung langsam unkenntlich zu werden. Die Säule sank nämlich nach und nach in den Boden. Über geblieben ist eine Bleiplatte mit einem schmalen Fenster in einer Tür zum Blick aus der Fußgängerunterführung am Marktplatz (bei Mimi Kirchner) auf den im Schacht verborgenen Blei-Körper.

Im Jahr 1988: Jochen Gerz & Esther Shalev-Gerz,

Harburger Mahnmal gegen Faschismus

1993 ist das Harburger Mahnmal gegen Faschismus dann „versunken“ (Foto:Wolfgang Neeb)

 

Auch öfters im Blickfeld ist der für drei ausgewählte Orte entlang der Fern- und S-Bahn-Linie zwischen Altona und Harburg gelbleuchtend geschaffene Schriftzug „die eigene GESCHICHTE“. Er stammt von der Hamburger Künstlerin Barbara Schmidt Heins: am Busbahnhof von Hamburg-Harburg, an einem Telekom-Gebäude am Fernsehturm und an der Rückfront der Hamburger Kunsthalle. Alle drei Standorte sind so gewählt, dass primär die Bahnfahrer und Zugreisenden die Schrift lesen können. Von Altona kommend in Richtung Harburg befinden sich alle drei Werke rechter Hand.

Auch heute noch am Harburger Bahnhof zu sehen: Barbara Schmidt-Heins „die eigene GESCHICHTE“ (Foto: Wolfgang Neeb)

Weitere Projekte und Infos unter Kulturbehoerde

09. Mai 2017, hl)

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