Lesungen – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Fri, 03 May 2024 08:34:13 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.3 Fischbeker Rauchkate gerettet https://www.tiefgang.net/fischbeker-rauchkate-gerettet/ Fri, 03 May 2024 22:26:30 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10796 [...]]]> Die Stiftung Denkmalpflege Hamburg ist neue Eigentümerin der denkmalgeschützten Fischbeker Rauchkate und sichert die Zukunft des in den 1720er Jahren errichteten Fachwerkhauses.

Das Gebäude zählt zu den ältesten Bauwerken in Neugraben-Fischbek. Es besitzt bis heute keinen Schornstein und diente bis weit ins 20. Jahrhundert hinein als Wohn- und Rauchhaus. Diese besondere Nutzung und die gute Überlieferung der bauzeitlichen Substanz machen die Kate zu einem wertvollen Zeugnis der bäuerlichen Wohnkultur im ehemaligen Dorf Fischbek.

Wegen der starken „Versottung“, der Bildung von Salzen, auf Grund der jahrhundertelangen Nutzung als Rauchhaus, ist das Gebäude heute nicht mehr als Wohnhaus nutzbar. Die Voreigentümer stellten einen Abrissantrag. Durch den Erwerb der Stiftung Denkmalpflege Hamburg ist nun die Zukunft der Rauchkate gesichert: Haus und Garten wurden zum 1. Mai 2024 an einen Trägerverein übergeben, der das stadtbildprägende Gebäude denkmalgerecht sanieren und kulturell nutzen möchte.

Die Rauchkate wurde als sogenanntes „Gesindehaus“ vermutlich für einen nicht erbberechtigten Bauernsohn errichtet und war unter der Adresse „Fischbek 1“ (heute „Cuxhavener Straße 432“) von Neugraben kommend lange Zeit das erste Haus im Dorf Fischbek.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Ein historisches Bauwerk wie die Fischbeker Rauchkate ist selbst für die breit aufgestellte Hamburger Denkmallandschaft außergewöhnlich. Es ist selten, dass wir ein so gut erhaltenes Gebäude aus diesem Zeitabschnitt vorfinden. Der Erhalt der Rauchkate ist dementsprechend nicht nur für den Stadtteil, sondern auch für ganz Hamburg von großer Bedeutung. An ihr lässt sich nachvollziehen, wie die bäuerliche Lebensweise um 1700 ausgesehen hat. Das markante Erscheinungsbild mit dem schmückenden Mauerwerk, das teilweise sogar noch aus Materialien aus der Erbauungszeit besteht, ist aus denkmalpflegerischer Sicht ein großer Schatz. Ich freue mich daher sehr, dass die Stiftung Denkmalpflege die Rauchkate nun übernommen hat und mit dem Trägerverein ‚Huus un Hoff‘ ein engagierter Partner für die Sanierung und spätere kulturelle Nutzung gefunden wurde. Durch das große Engagement der Stiftung und des Vereins, sowie Dank der Kooperationsbereitschaft durch die bisherigen Eigentümer, ist es gelungen, dieses ganz besondere Denkmal dauerhaft zu erhalten.“

Dr. Ulrike Pluschke, Geschäftsführerin der Stiftung Denkmalpflege Hamburg: „Die Stiftung Denkmalpflege Hamburg hat durch den Erwerb eigener denkmalgeschützter Immobilien bereits in der Vergangenheit wichtige Zeugnisse Hamburger Baukultur vor dem Verfall gerettet. Mit der Fischbeker Rauchkate konnte sie nun einen sehr seltenen Gebäudetyp von großer historischer Bedeutung erwerben und für die Zukunft sichern. Wir freuen uns sehr, dass mit dem Verein ‚Huus un Hoff‘ ein Träger für den Erhalt und Betrieb des Gebäudes bereitsteht, der die Rauchkate denkmalgerecht sanieren und eine öffentliche Nutzung durch die Menschen vor Ort ermöglichen wird.“

Henning Reh, Vorstand des Trägervereins „Huus un Hoff“: „Die Rauchkate hat schon immer zu Fischbek gehört. Hier haben die Fischbeker ihre Räucherwaren eingelagert und sich getroffen. Unser Wunsch ist, dass die Kate nun wieder zu einem Ort der Begegnung wird. Gemeinsam mit den Menschen vor Ort wollen wir sie behutsam denkmalgerecht wiederherstellen und einer gemeinschaftlichen kulturellen Nutzung zuführen. Wir freuen uns auf die geplanten Kooperationen, zum Beispiel mit den Schülerinnen und Schülern der benachbarten Stadtteilschule Fischbek-Falkenberg, und hoffen auf eine breite und aktive Unterstützung unseres Vorhabens durch die Menschen in Neugraben-Fischbek.“

Der Trägerverein „Huus un Hoff“ e. V. hatte sich im Mai 2023 mit dem Ziel des Erhalts der historischen Rauchkate gegründet. Die Gründungsmitglieder um Henning Reh, Stephan Kaiser und Dietmar Genz, planen eine denkmalgerechte Restaurierung der Rauchkate in Verbindung mit schulischen Projekten unter anderem zu historischen Bautechniken mit der benachbarten Stadtteilschule Fischbek-Falkenberg zur Berufsorientierung, Anpflanzungen von alten Obst- und Gemüsesorten mit Saatgutarchiv, künstlerisch-kreative Veranstaltungen wie Lesungen und Ausstellungen sowie eine Dokumentation der Geschichte der Rauchkate.

Zum Verein: http://huus-un-hoff.de/

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Märchenhaft bunt https://www.tiefgang.net/maerchenhaft-bunt/ Fri, 17 Jul 2020 22:39:22 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7095 [...]]]> Das Rennen von Hase und Igel findet dieses Jahr als Live-Stream statt. So in etwa kann man sich das Programm der diesjährigen Märchentage in Buxtehude vorstellen …

Buxtehude. Das Veranstaltungsprogramm des 3. Internationalen Märchenfestival vom 19. bis 27. September 2020 in Buxtehude wird kompakter, vielerorts in kleinerem Rahmen und zusätzlich digital stattfinden. Märchenhaft werden die neun Tage des Festivals in jedem Fall. Theater, Lesungen, Märchen-Comedy, Märchen-Yoga, Malwettbewerb „Vom Kinderbild zur Briefmarke“ bis hin zu einem Street Art-Workshop: Die „Arbeitsgemeinschaft Internationales Märchenfestival“ (bestehend aus Buxtehuder Vereinen, Organisationen, Künstlern und engagierten Privatpersonen) und das Stadtmarketing Buxtehude wollen Gästen und Einheimischen auch unter den veränderten Bedingungen mit Aktionen und Angeboten die Gelegenheit bieten, Märchen in vielen verschiedenen Arten und Weisen zu erleben. Ein Highlight des diesjährigen Programms:

Märchenhafte Graffiti: Street Art-Workshop für Jugendliche

„Lieber märchenhaft bunt, statt langweilig grau“ ist der Street Art-Workshop für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren überschrieben, den das Stadtmarketing Buxtehude anbietet.

Unter professioneller Anleitung von Patrick Fuchs („S-Fly“), einem Grafiker und Illustrator aus Hamburg, können Jugendliche an zwei Workshop-Tagen nicht nur viel über die Sprayer-Szene, die Ursprünge der Graffiti-Bewegung und verschiedene Stile lernen, sondern mit der richtigen Sprühtechnik ihr eigenes Graffiti zum Märchenfestival auf die ausgewiesene Wand bringen.

Ob Hase und Igel, Harry Potter oder selbst entwickelte, märchenhafte Street Art. Auf einer zehn Meter langen Wandfläche in der Buxtehuder Altstadt ist genug Platz für die Kreativität der Workshop-Teilnehmenden. Am Samstag, 19. September, 10 – 17 Uhr, in der Malerschule (Deck 1, 21614 Buxtehude) wird gemeinsam an den ersten Ideen und Entwürfen gearbeitet. Am zweiten Workshop-Tag, Samstag, 26. September, 10 – 17 Uhr, geht es direkt ins Freie und an die Graffiti-Fläche, wo mit Atemschutzmaske, Overall, Handschuhen, Sprühdosen und Schablonen, die Kunst im öffentlichen Raum sichtbar wird.

Die Präsentation der Workshop-Graffiti wird zum Schutz aller Beteiligten digital auf Instagram und Facebook begleitet. Der Workshop, mit einer Teilnehmendenzahl von maximal 10 Personen, kostet 35 Euro pro Person  (2 Tage, inkl. Mittagsessen), alle Unterlagen und Materialen werden gestellt.

Die Anmeldung erfolgt unter: street-art-buxtehude

Aktualisierte Informationen zum Programm: buxtehude.de/maerchenfestival

Kontakt: Stadtmarketing Buxtehude; T: 04161 / 5014141; E-Mail: stadtmarketing@stadt.buxtehude.de

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Wertvoll für den Süden https://www.tiefgang.net/wertvoll-fuer-den-sueden/ Fri, 21 Feb 2020 23:32:33 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6383 [...]]]> Literaturtage nur zum passiven Konsum? Das reicht dem neuen Leitungsteam der Harburger VHs nicht und so bietet sie etliche Kurse rund ums Wort. Wir haben nachgefragt …

In den vorherigen Jahren holte die VHS in Kooperation mit der Bücherhalle prominente Gäste wie Heinz Strunk und Carmen Korn nach Harburg zu den Literaturtagen. Im diesjährigen Programm finden sich zudem Angebote, die dazu einladen, vom Zuhörer zum aktiven Teilnehmer zu werden. Wir fragten beim Leitungsteam der Region Harburg/ Finkenwerder, Ilker Ipek und Julia Hoffmann, nach, was für eine Idee dahintersteckt.

Tiefgang (TG): Die SuedLese entstand, um der Literatur eine besondere Bühne zu bieten und das Interesse an Büchern zu fördern. Die Hamburger Volkshochschule war von Anfang an Kooperationspartner. Welche Gründe waren dafür ausschlaggebend?

Ilker Ipek: Wir waren von Anfang an von genau dieser Idee der Suedlese begeistert. Die Suedlese bringt Institutionen und Kulturschaffende zusammen und es entstehen neue Kooperationen, neue Ideen und neue Angebote für die Menschen im Stadtteil. Das ist für den Süden Hamburgs sehr wertvoll.

TG: Betrachtet die VHS Lesen und Schreiben ganz grundsätzlich als Kernkompetenzen, die es explizit zu fördern gilt?

Ilker Ipek: Die Hamburger Volkshochschule betrachtet Lesen und Schreiben als unabdingbare Grundvoraussetzung für die gesellschaftliche Teilhabe. Die VHS bietet seit 1986 Kurse an, in denen Menschen das Lesen und Schreiben lernen. Darüber hinaus finden Teilnehmende in unserem offenen Programm Lesungen, Schreibwerkstätten, Literaturgesprächskreise und vieles mehr.

TG: Welche Erfahrungen werden bei deren Vermittlung gemacht? Welche Rolle spielt die persönliche Ansprache?

Ilker Ipek: Im Bereich Grundbildung ist eine persönliche Ansprache sehr wichtig. Für viele ist der erste Schritt zu einem Kurs aus vielerlei Gründen nicht einfach. Wir freuen uns aber immer wieder zu sehen, mit welcher Freude die Teilnehmenden die Kurse besuchen nach dem sie den ersten Schritt gemacht haben.

TG: Susanne Bienwald wird dieses Mal als Autorin keine Lesung mit einem ihrer Bücher machen, sondern versuchen, gemeinsam mit Teilnehmenden dem Geheimnis guter erster Sätze auf die Spur zu kommen. Ist dies ein eigens erdachter Ansatz anlässlich der SuedLese?

Ilker Ipek: Die konkrete Planung für die Kurse hat meine Kollegin Frau Hoffmann koordiniert. Sie kann die Fragen zu den konkreten Angeboten viel besser beantworten.

Julia Hoffmann: Die Idee zu diesem Kurs hat Susanne Bienwald eigens für die Suedlese entwickelt! Gerade die ersten Sätze sind ja die entscheidenden. Daher war Ihre Überlegung, einen Kurs anzubieten der sich besonders dem Einstieg in eine Erzählung widmet. Die Veranstaltung lautet daher auch: Erste Sätze finden – eine ganz besondere Textwerkstatt. („Hut ab“, sagte der Verleger nach dem Lesen des ersten Satzes.).

TG: Bei einem anderen Angebot werden Buchstaben selbst zum sinnlichen Erlebnis. Kalligraphie erinnert an die ursprünglich hohe Kunst der Schriftsprache, die wesentlich zur Weitergabe von Wissen beiträgt, also Bildung im eigentlichen Sinn.

Julia Hoffmann: Die Bedeutung der Schrift für die Bildung ist natürlich fundamental. Bei diesem Kurs geht es uns auch darum in Zeiten des digitalen Wandels, in denen ein großer Teil der Kommunikation im Alltag digital stattfindet ein Angebot vorzuhalten, welches genau auf die Kunst der analogen Schrift setzt. Ich denke, dass diese Kurse wirklich ein Ausgleich zum digitalen Alltag bieten und daher bei unseren Teilnehmenden sehr beliebt sind.

TG: Ähnlich ist das Angebot „Handlettering“. Hier kann man etwas über die Bandbreite der Schrifttypen erfahren und mit der Wirkung experimentieren. Welche Zielgruppe wird hiermit erfahrungsgemäß besonders angesprochen?

Julia Hoffmann: Unsere Kurse richten sich ganz nach unserem Motto „Bildung für alle!“ an eine sehr breite Zielgruppe. Jede oder jeder kann an diesen Kursen teilnehmen.

TG: Speziell etwas für Jüngere ist das Angebot „Comics zeichnen“, denn diese Form der Literatur erfreut sich besonders bei Kindern und Jugendlichen großer Beliebtheit. Früher eher belächelt und oftmals unterschätzt, genießt sie mittlerweile bisweilen Kultstatus, auch in erwachsenen Kreisen. Die Verknüpfung der Elemente Bild & Sprache bietet sehr viel kreativen Spielraum.

Versteht sich die VHS als Brückenbauerin, wenn sie Mittel und Wege zeigt, wie schon junge Menschen kulturschaffend sein können?

Ilker Ipek: Wir denken, dass Maßnahmen der kulturellen Bildung besonders wichtig für die Persönlichkeitsbildung und Selbstmotivation der Jugendlichen sind. Aus diesem Grund veranstaltet die Junge VHS seit Jahren den talentCAMPus. Das ist ein Ferienprogramm für Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 18 Jahren. Er richtet sich besonders an Kinder und Jugendliche, die wegen ihrer finanziellen, familiären oder sonstigen Situation bildungsbenachteiligt sind.

TG: „Stadtgeschichten“ schulen die eigene Beobachtungsgabe und sollen dazu verlocken, diese in Worte zu fassen. Durchaus denkbar, dass Teilnehmende auf den Geschmack kommen und weiterentwickeln, was beim Verfassen kurzer Texte seinen Anfang nahm. Vielleicht wird der eine oder andere noch Geschichte schreiben…

Julia Hoffmann: Genau das passiert tatsächlich in unseren Kursen. Die tollen Ergebnisse sehen wir jedes Jahr in der Veranstaltung „Hamburg schreibt – ein VHS-Leseabend“. In dieser Veranstaltung bekommen Teilnehmende aus unseren Schreibkursen und Literaturwerkstätten die Möglichkeit ihre Texte einem breiten Publikum vorzustellen. Das ist wirklich eine tolle Sache.

TG: Alle diese Angebote laden dazu ein, sich selbstwirksam mit dem Akt des Schreibens auseinanderzusetzen, also aktiv zu werden, statt nur Zuschauer bzw. Zuhörer zu sein. Eine schöne Idee, die SuedLese um einen zusätzlichen Aspekt zu erweitern. Diese Ergänzung dürfte den Besuchern und Besucherinnen noch mehr Lust auf Literatur machen und auch einmal mehr aufzeigen, wie vielseitig die Hamburger Volkshochschule ist!

(das Interview für ´Tiefgang` führte Sonja Alphonso)

Das Kursangebot der Volkshochschule während der Literaturtage findet sich im SuedLese-Programmheft auf den Seiten 63-67.

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Riley ermittelt im Hafen https://www.tiefgang.net/riley-ermittelt-im-hafen/ Fri, 17 Nov 2017 23:38:54 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=2494 [...]]]> Der Auftakt war blendend – und es kommt noch besser. „Der Hafen liest“ erwartet Simone Buchholz …

Simone Buchholz ist als Krimi-Autorin nicht nur in Hamburg bekannt. Sie steht regelmäßig auf namhaften Beststeller-Listen. Sie wurde 1972 in Hanau geboren und ist im Spessart aufgewachsen und sagt über sich selbst: „Ich habe Philosophie und Literatur studiert, aber nicht bis zum Ende. Ich war Kellnerin, Kolumnistin und Redakteurin. Ich erzähle von der Liebe, vom Tod und vom Fußball, ich mag Neapel, Tahiti, St. Petersburg und im Grunde auch Brooklyn, aber ich wohne in Hamburg, vor allem wegen des Wetters. Immer am Neujahrsmorgen suche ich den Hafen nach Flaschenpost ab. Falls Sie also irgendwo festsitzen und dringend Rum und Zigaretten brauchen: Versuchen Sie ruhig, mit mir Kontakt aufzunehmen.“

Im August 2017 erschien ihr Buch „Beton Rouge“: Ein scheinbar Irrer sperrt mitten in Hamburg Manager nackt in Käfige, und Staatsanwältin Chastity Riley, die von ihren Chefs hin und wieder von der Leine gelassen wird, muss ran. Zitat Riley: „Ich habe in den letzten Tagen viel zu wenig geraucht, das muss wieder anders werden, und alles andere auch.“ Ihre Ermittlungen führen sie in die Welt der Verlagshäuser und Kaderschmieden. Ihr Freundeskreis führt sie in den Wahnsinn, denn ausgerechnet die paar Menschen, die ihr im Leben Halt geben, erweisen sich plötzlich durch die Bank als wankelmütige Gesellen.

 „Allein für den Titel und die Widmung an Harry Potters herrlichen Internatskumpel Neville Longbottom müsste man Simone Buchholz bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit vor die Füße fallen.“
Elmar Krekeler, DIE WELT

 

„Hier gibt es keine großen Effekte oder Schlachten gegen das Böse, sondern Unglücke des Alltags, die Chastity Riley zunehmend erschüttern. Diese Melancholie und nebelverhangene Stimmung ergeben mit dem eigenwilligen und besonderen Erzählstil von Simone Buchholz eine bestechende Mischung. Sie hat eine klar zu erkennende Erzählstimme, sie traut sich einen eigenen Stil zu und schafft dabei hinreißend eigenwillige Sprachbilder.“

Sonja Hartl, Deutschlandfunk Kultur

 

Zur Autorin: simonebuchholz.com

Termin: 30.11.2017, 19 Uhr – Fischhalle Harburg, Kanalplatz 16, 21079 Hamburg

Eintritt 12€
Reservierungen unter literatur@fischhalle-harburg.d
VVK bei Leichers Buchhandlung (Heimfeld) und in der Fischhalle Harburg

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Kultur an der frischen Luft https://www.tiefgang.net/kultur-an-der-frischen-luft/ Sat, 06 May 2017 06:00:27 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=1002 [...]]]> Das Hamburger Wetter lädt nicht unbedingt zu Open-Air-Kultur ein. Doch manche reizt es ja doch. Nun werden wieder Flächen in Harburg und Wilhelmsburg ausgeschrieben.

Die Hamburger Kreativgesellschaft, eine Tochterfirma der Stadt Hamburg, kümmert sich um die Vergabe. In ihrer aktuellen Ausschreibung heißt es:

„Die Hamburg Kreativ Gesellschaft und die Bezirke Hamburg-Mitte und Harburg führen das gemeinsame Projekt zur Förderung der städtischen Freiluft-Kultur fort und stellen für den Sommer 2017 zwei Freiflächen an insgesamt 18 Terminen für nicht-kommerzielle kulturelle Veranstaltungen mietfrei zur Verfügung.

Veranstalter können die Freilichtbühne im Wilhelmsburger Inselpark an vier Terminen und die Freilichtbühne im Harburger Stadtpark an 14 Terminen bespielen. Beide Flächen können unter anderem für Musikveranstaltungen, Konzerte, Filmvorführungen, Lesungen, Ausstellungen oder Theateraufführungen genutzt werden. Bis zum 14. Mai 2017 können sich interessierte Veranstalter aus Hamburg bei der Hamburg Kreativ Gesellschaft als Nutzer für die Flächen bewerben.

“Das stärkt die kulturelle Vielfalt in unserer Stadt, ganz besonders in Wilhelmsburg und Harburg“, so Kultursenator Carsten Brosda. Die Fortführung des Modellprojektes Freiluftflächen gemeinsam mit den Bezirken ist der Hamburg Kreativ Gesellschaft ein wichtiges Anliegen, denn Hamburg brauche ein lebendiges Kultur- und Musikleben in allen Bereichen. Mit diesen Veranstaltungsflächen für nicht-kommerzielle und experimentelle Kulturprojekte werden kleine kulturelle Freiräume für Hamburger Künstlerinnen und Künstler und deren Publikum geschaffen.

Mit der Weiterführung dieses Projektes reagieren die Kooperationspartner auf die positive Resonanz der Vorjahre und entsprechen der stetig hohen Nachfrage nach günstigen Freiflächen für nicht-kommerzielle Kulturveranstaltungen.“

Die genauen Konditionen und Hinweise zum Bewerbungsverfahren finden sich hier.

(03. Mai 2017, hl)

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