mare-Künstlerhaus https://www.tiefgang.net Thu, 29 Feb 2024 10:53:15 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1 Ein Zuhause für Künstler*innen und Literat*innen https://www.tiefgang.net/ein-zuhause-fuer-kuenstlerinnen-und-literatinnen/ Fri, 01 Mar 2024 23:48:48 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10646 [...]]]> Zum sechsten Mal vergibt die Behörde für Kultur und Medien in Kooperation mit der Roger Willemsen Stiftung die „Hamburger Sommerresidenz“ im mare-Künstlerhaus an zwei Hamburger Autorinnen oder Autoren sowie an eine bildende Künstlerin oder Künstler.

Außerdem erhält ein Autor oder eine Autorin ein Stipendium für das Brecht-Haus im dänischen Svendborg. Interessenten können sich bis zum 15. April 2024 für einen vierwöchigen Aufenthalt im August und September 2024 bewerben.

Die Bewerberinnen und Bewerber für die Residenzstipendien sollen ihren Lebensmittelpunkt in Hamburg haben, als professionelle Autoren und Autorinnen oder bildende Künstler und Künstlerinnen tätig sein und entsprechende Referenzen vorweisen. Die Behörde für Kultur und Medien zahlt die Mieten für die Residenzen sowie zusätzlich 1.000 Euro Aufwandspauschale an die Stipendiaten und Stipendiatinnen.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Neben ihrer malerischen Lage und der schöpferischen Atmosphäre in den Künstlerhäusern ist es vor allem der Austausch mit anderen Künstlerinnen und Künstlern, der die Aufenthalte so fruchtbar macht. Im mare-Künstlerhaus wurden schon gemeinsame Lesebühnen geplant, Roman-Plots durchgesprochen, Foto- und Performanceprojekte realisiert und im Brecht-Haus an gemeinsamen Lyrik-Illustrationsprojekten gearbeitet. Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit der Roger Willemsen Stiftung und dem dänischen Brecht-Haus-Verein die Stipendien wieder anbieten können.“

Das mare-Künstlerhaus in Wentorf bei Hamburg war das letzte Wohnhaus des Autors und Publizisten Roger Willemsen, der 2016 verstarb. Dank seines engen Freundes Nikolaus Gelpke, Verleger des mareverlags, wurde die Villa als Künstlerhaus des Verlages erhalten und schließlich der Roger Willemsen Stiftung als Künstlerresidenz zur Verfügung gestellt. Seit 2018 leben und arbeiten hier Stipendiaten und Stipendiatinnen aus verschiedenen künstlerischen Bereichen, die von der Stiftung betreut werden.

Das Brecht-Haus liegt auf der Insel Fünen in der dänischen Hafenstadt Svendborg und diente Bertolt Brecht, Helene Weigel und ihren Kindern zwischen 1933 und 1939 als Wohnhaus während des Exils. Das Reetdachhaus wurde zu Beginn der 1990er Jahre renoviert und beherbergt heute Kunst- und Kulturschaffende aus aller Welt.

Die vollständigen Ausschreibungen gibt es unter www.hamburg.de/bkm/stipendien.

Bewerbungen sind bis zum 15. April 2024 über den Online-Dienst möglich: https://serviceportal.hamburg.de/HamburgGateway/Service/Entry/AFM-ELBFND

 

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Drei Kreative in die Villa https://www.tiefgang.net/8140-2/ Fri, 09 Jul 2021 22:13:19 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8140 [...]]]> Bereits zum dritten Mal werden in diesem Jahr drei Hamburger Kreative ihre Residenz im mare-Künstlerhaus beziehen.

Aus über 30 Bewerbungen in den Bereichen Literatur und Bildende Kunst wählte das Kuratorium der Roger Willemsen Stiftung die Autorinnen Katrin Köhler und Marie-Alice Schultz sowie den Künstler Rüdiger Tillmann aus, die vom 16. August bis 12. September 2021 im mare-Künstlerhaus leben und arbeiten werden.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Die Rückmeldungen aus dem mare-Künstlerhaus sind bemerkenswert: Die Künstlerinnen und Künstler schwärmen von der anregenden Atmosphäre, der Ruhe, der wunderbaren Villa, schätzen aber auch das freundschaftliche Miteinander und die beeindruckende Bibliothek. Ich freue mich, dass wir im dritten Jahr drei Künstlerinnen und Künstlern eine produktive Zeit an diesem inspirierenden Ort, der vom Geist Roger Willemsens geprägt ist, ermöglichen können.“

Nikolaus Gelpke, Kuratorium der Roger Willemsen Stiftung: „Wir empfinden es als großes Glück, dass die Kooperation mit der Hamburger Kulturbehörde weiter fortbesteht. Es profitieren alle davon, das Haus und der mareverlag – vor allem aber die Künstlerinnen und Künstler, die nach schwierigen Pandemie-Monaten diese Art der Unterstützung wahrscheinlich besser gebrauchen können denn je.“

Das in Wentorf bei Hamburg gelegene mare-Künstlerhaus war das letzte Wohnhaus des Autors und Publizisten Roger Willemsen, der 2016 verstarb. Dank seines engen Freundes Nikolaus Gelpke, Verleger des mareverlags, wurde die Villa der Roger Willemsen Stiftung als Künstlerresidenz zur Verfügung gestellt. Seit 2018 leben und arbeiten hier Stipendiatinnen und Stipendiaten aus verschiedenen künstlerischen Bereichen, die von der Stiftung betreut werden. In Zusammenarbeit mit der Roger Willemsen Stiftung hat die Behörde für Kultur und Medien 2019 ein gemeinsames Residenzprogramm konzipiert, das einen vierwöchigen Aufenthalt in der Villa Willemsen sowie eine Aufwandspauschale von je 1.000 Euro für die Künstlerinnen und Künstler beinhaltet.

Zu den Stipendiatinnen und Stipendiaten

Katrin Köhler, 1987 in Ivano-Frankivsk in der Ukraine geboren, studierte Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt Sprache und Gestalt und Time Based Media an der Muthesius Kunsthochschule Kiel. An der HfBK Hamburg erlangte sie einen MFA Bildende Künste. 2017 besuchte sie als Writer in Residence das Athens School of Fine Arts Performance Festival. 2021 war sie Residenzstipendiatin am LCB und Finalistin beim Leonce-und-Leona-Preis. Die Hamburger Sommerresidenz möchte sie nutzen, um sich einem lyrisch-literarischen Projekt zu widmen.

Marie-Alice Schultz, 1980 in Hamburg geboren, studierte Theaterwissenschaften, Germanistik und Malerei in Berlin und Wien. Sie erhielt zahlreiche Arbeitsstipendien, u. a. in Wien, Paris, Bayern und Niedersachsen. 2017 erhielt sie den Hamburger Förderpreis für Literatur. Ihr Romandebüt „Mikadowälder“ erschien 2019 bei Rowohlt. Im mare-Künstlerhaus möchte die Autorin an ihrem zweiten Roman schreiben, der die Themen Zurückkehren und Aufbrechen behandelt.

Rüdiger Tillmann, 1971 im Sauerland geboren, studierte Illustration und visuelle Kommunikation in Düsseldorf, Münster und Hamburg. Seit 2005 arbeitet er als freiberuflicher Zeichner und Illustrator. 2018 erhielt er das schwedische Elin-Wägner-Arbeitsstipendium. Einzelausstellungen hatte er in Schweden, Japan und Deutschland. Sein künstlerisches Schaffen ist von Natur- und Walddarstellungen geprägt. Während seines Aufenthalts im mare-Künstlerhaus wird ihm vor allem der Sachsenwald als zentrales Motiv dienen.

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„Kein Mangel an Inspiration“ https://www.tiefgang.net/kein-mangel-an-inspiration/ Fri, 03 Jul 2020 22:49:57 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7059 [...]]]> 30 Bewerbungen gingen  ein, fünf haben den Zuschlag bekommen und arbeiten nun erst einmal fürstlich.

 In der Mitteilung der Behörde für Kultur und Medien heißt es:

„Die Behörde für Kultur und Medien und die Roger Willemsen Stiftung ermöglichen fünf Hamburger Künstlerinnen und Künstlern einen vierwöchigen Arbeitsaufenthalt in Roger Willemsens ehemaliger Villa in Wentorf. Drei Hamburger Künstlerinnen und Künstler der Sparten Literatur und bildende Kunst werden ihre Sommerresidenz im mare-Künstlerhaus beziehen. Zusätzlich finanziert die Behörde für Kultur und Medien in diesem Jahr zwei weitere Aufenthalte im Herbst. Aus rund 30 Bewerbungen wählte das Kuratorium der Roger Willemsen Stiftung die bildende Künstlerin Katharina Duve, die Schriftsteller Marc Degens und Sebastian Stuertz sowie die Schriftstellerinnen Johanna Sebauer und Leona Stahlmann für die Residenzstipendien im mare-Künstlerhaus aus. Der Schriftsteller Wolfgang Denkel erhält das vierwöchige Aufenthaltsstipendium für das Brecht-Haus.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Die Kreativen hat die Corona-Pandemie besonders hart getroffen. Da es ihnen jedoch weder an Ideen noch an Inspiration mangelt, freue ich mich, dass wir Künstlerinnen und Künstlern mit den Residenzen im Brecht Haus und, gemeinsam mit der Roger Willemsen Stiftung, im mare-Künstlerhaus Aufenthalte an wunderbaren Orten zum kreativen und ungestörten Arbeiten ermöglichen können.“

Nikolaus Gelpke, Kuratorium der Roger Willemsen Stiftung: „Dass wir die Kooperation mit der Hamburger Kulturbehörde auch in diesem Jahr fortsetzen können, ist ein wunderbarer Erfolg und freut uns in erster Linie für die Künstlerinnen und Künstler, die in den letzten Monaten oft schwere Einbußen hinnehmen mussten. Wir hoffen von Herzen, dass die Sommer- und Herbstresidenzen allen die Möglichkeit bieten, in Ruhe an ihren jeweiligen Projekten arbeiten zu können.“

Das heutige mare-Künstlerhaus am Mühlenteich in Wentorf bei Hamburg war das letzte Wohnhaus des Autors und Publizisten Roger Willemsen, der 2016 verstarb. Dank seines engen Freundes Nikolaus Gelpke, Verleger des mareverlags, wurde die Villa der Roger Willemsen Stiftung als Künstlerresidenz zur Verfügung gestellt. Seit 2018 leben und arbeiten hier Stipendiaten und Stipendiatinnen aus verschiedenen künstlerischen Bereichen, die von der Roger Willemsen Stiftung betreut werden. 2019 haben die Behörde für Kultur und Medien und die Stiftung ein gemeinsames Residenzprogramm konzipiert. Das Stipendium beinhaltet den vierwöchigen Aufenthalt in der Villa Willemsen sowie eine Aufwandspauschale von je 1.000 Euro.

Außerdem hat die Behörde für Kultur und Medien das vierwöchige Aufenthaltsstipendium für das Brecht-Haus an den Schriftsteller Wolfgang Denkel vergeben. Das Brecht-Haus liegt auf der Insel Fünen in der dänischen Hafenstadt Svendborg und diente Bertolt Brecht, Helene Weigel und ihren Kindern zwischen 1933 und 1939 als Wohnhaus während des Exils.

Zu den Stipendiatinnen und Stipendiaten:

Wolfgang Denkel ist Jahrgang 1958 und war nach seinem Studium der Germanistik und Philosophie als Maler und Bildhauer tätig. Sein Roman „Ja. Nein. Ja.“ und der Erzählband „Eines geeigneten Tages“ erschienen im Droschl Verlag. Zuletzt veröffentlichte er den Gedichtband „Schulterblatt“ in der Edition Hammer + Veilchen und eine Erzählung im Hamburger ZIEGEL. Im Brecht-Haus möchte er seinen neuen Erzählband mit heiteren und melancholischen Geschichten beenden.

Marc Degens wurde 1971 in Essen geboren und ist Schriftsteller und Programmleiter des SUKULTUR Verlags. In Bochum hat er ein Semester bei Roger Willemsen studiert. Er veröffentlichte bislang vier Romane, zuletzt „Das kaputte Knie Gottes“ und „Fuckin Sushi“ sowie seine armenischen Aufzeichnungen „Eriwan“. Seine Romankolumne „Unsere Popmoderne“ erschien in der FAZ und in „Volltext“. Bei mairisch ist 2020 „Toronto“ erschienen. Nach Jahren in Armenien und Kanada lebt Marc Degens jetzt in Hamburg. Während der Sommerresidenz möchte er an seinem kultursoziologischen Romanprojekt weiterarbeiten.

Katharina Duve, geboren 1980, ist eine interdisziplinäre Künstlerin in den Bereichen experimenteller Film, Performance und Kostüm. In ihrer „Narration der Vielfalt“ collagiert und montiert sie Essay-Filme, Musik Videos, Live-Video Lecture Performances, Assemblagen oder Kostüme, die unwahrscheinliche Identitäten, diverse Körperkonzepte und ökonomische Verwertungsketten thematisieren. Ihre Arbeiten wurden bei internationalen Ausstellungen, Film- und Theaterfestivals gezeigt und ausgezeichnet. Während der Sommerresidenz möchte sie ihr Projektvorhaben „Digitale Geister“ ausarbeiten und umsetzen.

Johanna Sebauer wurde 1988 in Wien geboren und wuchs im Burgenland auf. Sie studierte Politikwissenschaften in Wien und Journalismus im dänischen Aarhus, Santiago de Chile und Hamburg, wo sie seit 2013 lebt. Heute arbeitet sie in der Wissenschaftskommunikation am Leibniz Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut. Seit April 2020 ist sie Mitglied im Hamburger Writers’ Room. Im mare-Künstlerhaus möchte sie im Sommer an ihrem Debütroman „Nincshof“ weiterarbeiten.

Leona Stahlmann wurde 1988 in Fulda geboren. Sie studierte Europäische Literatur und Buchwissenschaft in Mainz. Nach Stationen als Literaturagentin, Lektorin und Werbetexterin lebt sie als freie Schriftstellerin und Journalistin in Hamburg. Sie hat unter anderem den „wortmeldungen“-Förderpreis und 2017 den Hamburger Förderpreis für Literatur gewonnen. Außerdem war sie Stipendiatin der Romanwerkstatt im Brecht-Haus in Berlin. 2020 erschien ihr Debütroman „Der Defekt“ bei Kein&Aber. Die Herbstresidenz möchte sie nutzen, um an ihrem zweiten Roman zu arbeiten.

Sebastian Stuertz, geboren 1974, ist Medienkünstler, Musikproduzent und Podcaster, hauptberuflich animiert er Grafiken für Film und Fernsehen. Er wuchs am Steinhuder Meer auf. Seit Beginn des Jahrtausends lebt und arbeitet er in Hamburg. „Das eiserne Herz des Charlie Berg“, erschienen 2020 bei btb, ist sein Debütroman. Für einen Auszug daraus erhielt er 2018 den Hamburger Förderpreis für Literatur. Im mare-Künstlerhaus möchte er sich im Herbst seinem zweiten Roman widmen, in dem er urbane Familienstrukturen erkundet.“

Quelle: www.hamburg.de/bkm

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