Marie-Alice Schultz – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Tue, 06 Jul 2021 12:43:40 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.3 Drei Kreative in die Villa https://www.tiefgang.net/8140-2/ Fri, 09 Jul 2021 22:13:19 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8140 [...]]]> Bereits zum dritten Mal werden in diesem Jahr drei Hamburger Kreative ihre Residenz im mare-Künstlerhaus beziehen.

Aus über 30 Bewerbungen in den Bereichen Literatur und Bildende Kunst wählte das Kuratorium der Roger Willemsen Stiftung die Autorinnen Katrin Köhler und Marie-Alice Schultz sowie den Künstler Rüdiger Tillmann aus, die vom 16. August bis 12. September 2021 im mare-Künstlerhaus leben und arbeiten werden.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Die Rückmeldungen aus dem mare-Künstlerhaus sind bemerkenswert: Die Künstlerinnen und Künstler schwärmen von der anregenden Atmosphäre, der Ruhe, der wunderbaren Villa, schätzen aber auch das freundschaftliche Miteinander und die beeindruckende Bibliothek. Ich freue mich, dass wir im dritten Jahr drei Künstlerinnen und Künstlern eine produktive Zeit an diesem inspirierenden Ort, der vom Geist Roger Willemsens geprägt ist, ermöglichen können.“

Nikolaus Gelpke, Kuratorium der Roger Willemsen Stiftung: „Wir empfinden es als großes Glück, dass die Kooperation mit der Hamburger Kulturbehörde weiter fortbesteht. Es profitieren alle davon, das Haus und der mareverlag – vor allem aber die Künstlerinnen und Künstler, die nach schwierigen Pandemie-Monaten diese Art der Unterstützung wahrscheinlich besser gebrauchen können denn je.“

Das in Wentorf bei Hamburg gelegene mare-Künstlerhaus war das letzte Wohnhaus des Autors und Publizisten Roger Willemsen, der 2016 verstarb. Dank seines engen Freundes Nikolaus Gelpke, Verleger des mareverlags, wurde die Villa der Roger Willemsen Stiftung als Künstlerresidenz zur Verfügung gestellt. Seit 2018 leben und arbeiten hier Stipendiatinnen und Stipendiaten aus verschiedenen künstlerischen Bereichen, die von der Stiftung betreut werden. In Zusammenarbeit mit der Roger Willemsen Stiftung hat die Behörde für Kultur und Medien 2019 ein gemeinsames Residenzprogramm konzipiert, das einen vierwöchigen Aufenthalt in der Villa Willemsen sowie eine Aufwandspauschale von je 1.000 Euro für die Künstlerinnen und Künstler beinhaltet.

Zu den Stipendiatinnen und Stipendiaten

Katrin Köhler, 1987 in Ivano-Frankivsk in der Ukraine geboren, studierte Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt Sprache und Gestalt und Time Based Media an der Muthesius Kunsthochschule Kiel. An der HfBK Hamburg erlangte sie einen MFA Bildende Künste. 2017 besuchte sie als Writer in Residence das Athens School of Fine Arts Performance Festival. 2021 war sie Residenzstipendiatin am LCB und Finalistin beim Leonce-und-Leona-Preis. Die Hamburger Sommerresidenz möchte sie nutzen, um sich einem lyrisch-literarischen Projekt zu widmen.

Marie-Alice Schultz, 1980 in Hamburg geboren, studierte Theaterwissenschaften, Germanistik und Malerei in Berlin und Wien. Sie erhielt zahlreiche Arbeitsstipendien, u. a. in Wien, Paris, Bayern und Niedersachsen. 2017 erhielt sie den Hamburger Förderpreis für Literatur. Ihr Romandebüt „Mikadowälder“ erschien 2019 bei Rowohlt. Im mare-Künstlerhaus möchte die Autorin an ihrem zweiten Roman schreiben, der die Themen Zurückkehren und Aufbrechen behandelt.

Rüdiger Tillmann, 1971 im Sauerland geboren, studierte Illustration und visuelle Kommunikation in Düsseldorf, Münster und Hamburg. Seit 2005 arbeitet er als freiberuflicher Zeichner und Illustrator. 2018 erhielt er das schwedische Elin-Wägner-Arbeitsstipendium. Einzelausstellungen hatte er in Schweden, Japan und Deutschland. Sein künstlerisches Schaffen ist von Natur- und Walddarstellungen geprägt. Während seines Aufenthalts im mare-Künstlerhaus wird ihm vor allem der Sachsenwald als zentrales Motiv dienen.

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Neue Literaturzeitschrift „Tau“ https://www.tiefgang.net/neue-literaturzeitschrift-tau/ Fri, 20 Apr 2018 22:20:33 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3510 [...]]]> Die Behörde für Kultur und Medien hat sich entschieden, ein neues Literaturprojekt in Hamburg zu unterstützen. Denn man „Tau“!

Ein Kollektiv von Autor*innen hat die Idee entwickelt, die zum Mitmachen und –schreiben einlädt und die sie auf der frisch online gegangenen website wie folgt umschreibt:

tau möchte das literarische schaffen einer metropole und darüber hinaus abbilden – als plattform für literarische entwicklungen, tendenzen und perspektiven, öffentlich und permanent.

tau publiziert prosa, lyrik, essays, dramatisches und gattungsfreies und möchte über lesungen autor*innen und leser*innen zusammenführen. dabei tritt tau in dialog zu anderen kunstformen und verlässt abgesteckte gebiete der literatur: zu jeder ausgabe lädt tau eine*n künstler*in resp. illustrator*in ein.

tau widmet sich der zusammenführung von literatur und leser*innen über die hanseatisch-nordische perspektive hamburgs. uns vereint das gemeinsame interesse an neuentdeckungen sowie neuem von bereits bekannten autor*innen, dazu das anliegen, zeuge und förderin eines spannenden umschlagplatzes frischer texte – des literarischen pendants zum hamburger hafen – zu sein.“

Im  März gab es dann eine „Geburtslesung“ im ´mindspace` am Rödingsmarkt und nun ist sie da und kann auch abonniert werden: „tau“.

In der Pressemitteilung der Behörde für Kultur und Medien heißt es:

„Hamburg hat eine neue Literaturzeitschrift: Gefördert mit 60.000 Euro von der Behörde für Kultur und Medien  erscheint im April 2018 die erste Ausgabe von „Tau – Die Literaturzeitschrift“. Das erste Heft enthält literarische Beiträge aus verschiedenen europäischen Ländern. Die erste Ausgabe wird von einem Lesungsprogramm flankiert.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Ohne das Tau geht im Hafen und bei der Seefahrt nichts. Es steht für Stabilität und Sicherheit. Der Tau hingegen symbolisiert Frische, einen Neuanfang. Hamburgs neue Literaturzeitschrift spielt mit beiden Bedeutungen und will Umschlagplatz für neue Texte aller Genres sein. Die Hamburger Autorinnen und Autoren haben mit ‚Tau‘ ein innovatives Projekt vom Stapel gelassen, das der Literatur eine neue Bühne bietet, Lust auf Lesen macht und den Blick auf andere Genres weitet.“

Die Redaktion von „Tau“: „,Tau‘ bezieht Stellung, steht für Anfang und Neues, ist physischer Fluchtpunkt für Texte, mit regelmäßigen Lesungen Sammelpunkt für Schreibende und Lesende in Hamburg und darüber hinaus, publiziert Essays, Prosa, Lyrik, Dramatisches und Gattungsfreies, tritt in Dialog zu anderen Kunstformen und verlässt abgesteckte Gebiete der Literatur.“

Hinter „Tau – Zeitschrift für Literatur“ steht ein Hamburger Autorenkollektiv, bestehend aus Jonis Hartmann, Sascha Preiß, Marie-Alice Schultz und Nathalie Keigel. Autorinnen und Autoren der ersten Ausgabe sind Tugen Ghayath Almadhoun (Schweden), Mirko Božić (Bosnien-Herzegowina), Leen Pil (Belgien), Stephan Roiss (Österreich) sowie aus Deutschland Lütfiye Güzel, Lars Henken, Jessica Kasimir, Melanie Khoshmashrab, Sascha Kokot, Mariusz Lata, Angela Lehner, André Patten, Andreas Reichelsdorfer, Sebastian Andreas Rouget, Mercedes Spannagel und Johannes Witek.

Sie reichten Texte zum Thema „Akute Langwaffen“ ein und wurden aus 160 Bewerberinnen und Bewerbern zur Veröffentlichung ausgewählt.

Künftig soll „Tau“ in einem Umfang von 120 bis 180 Seiten und mit Texten von 10 bis 15 Autoren und Autorinnen alle neun Monate erscheinen, jeweils mit einem neuen Thema, das auf provokante oder verblüffende Weise Texte aus Hamburg und darüber hinaus versammelt und die Perspektive auf bildende Kunst erweitert. Jede Ausgabe wird von einem anderen Künstler oder Künstlerin gestaltet. Für die erste Ausgabe lieferte der Hamburger Künstler Sebastian von Papp seine modularen Zeichnungen. Die Gestaltung des Heftes stammt von Steffen Budke.

„Tau“ ist ab sofort unter anderem in der Buchhandlung & Antiquariat Lüders in Eimsbüttel (Heußweg 33) und im Nachladen auf St. Pauli (Sternstraße 17) sowie online unter www.tau-texte.de/abo  erhältlich. Die Ausgabe kostet 10,00 Euro. Weitere Informationen gibt es unter www.tau-texte.de.“

Quelle: www.hamburg.de/bkm

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