Marschtorzwinger Buxtehude https://www.tiefgang.net Wed, 29 Jul 2026 09:25:03 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 Ein Wehrturm als Labor der Gegenwart https://www.tiefgang.net/ein-wehrturm-als-labor-der-gegenwart/ https://www.tiefgang.net/ein-wehrturm-als-labor-der-gegenwart/#respond Wed, 29 Jul 2026 09:24:56 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=14313 [...]]]> Der Marschtorzwinger in Buxtehude ist ein Ort mit Geschichte. Einst als trutziger Wehrturm zur Verteidigung der Stadt errichtet, verwandelt sich der Marschtorzwinger in Buxtehude in diesen Sommerwochen in ein atmosphärisches Labor der Gegenwart. Vom 9.08. bis 13.09. öffnet der historische Raum seine Tore für die Jahresausstellung der Bezirksgruppe Stade-Cuxhaven des Bundes Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK).

Eine Kunstschau, die eindrucksvoll vor Augen führt, wie lebendig, vielschichtig und professionell das künstlerische Schaffen jenseits der großen Metropolen im Elbe-Weser-Raum pulsiert. Wenn 19 Künstler*innen ihre in den vergangenen zwei Jahren entstandenen Arbeiten präsentieren, verschmelzen die historischen Mauern mit zeitgenössischen Diskursen zu einem großartigen Spannungsfeld. Die Ausstellung bietet einen facettenreichen Einblick in das professionelle Kunstschaffen der Region und macht deutlich, dass hier keineswegs Provinzialität herrscht, sondern ein wachsamer, künstlerischer Puls, der tief in der Gegenwart verankert ist.

Hinter einer solchen Leistungsschau steht ein starkes, strukturelles Fundament, das weit über den lokalen Tellerrand hinausreicht. Der Bund Bildender Künstlerinnen und Künstler für Niedersachsen e.V. – kurz BBK Niedersachsen – repräsentiert seit seiner Entstehung im Jahr 1946 als demokratisch aufgebauter Landesverband die kulturpolitischen, sozialen und rechtlichen Interessen professioneller Kunstschaffender. Er versteht sich als unverzichtbare berufsständische Interessenvertretung, die sich für geregelte Ausstellungsvergütungen, die Künstlersozialversicherung sowie die Verbesserung der arbeitsrechtlichen und wirtschaftlichen Bedingungen von Künstlerinnen und Künstlern starkmacht.

In dem flächenmäßig großen Bundesland agiert der Verband mit über dreizehn autonomen Bezirksgruppen, die das kulturelle Leben vor Ort maßgeblich mitgestalten. Die Bezirksgruppe Stade-Cuxhaven bildet dabei ein essenzielles Netzwerk für den küsten- und maritim geprägten Raum zwischen Elbe und Weser. Mit aktuell 32 Mitgliedern vereint sie professionelle Kunstschaffende, die in einer oft ländlich strukturierten Region verankert sind und durch gemeinsame Ausstellungen wie im Buxtehuder Marschtorzwinger eine starke, hörbare Stimme erhalten. Der BBK also nicht nur als berufsständischer Schutzraum, sondern vor allem als Plattform für den aktiven künstlerischen Austausch und die gesellschaftliche Sichtbarkeit der zeitgenössischen Kunst jenseits der großen Metropolen.

Panorama der Positionen

Wenn 19 Künstler*innen ihre Arbeiten aus den vergangenen zwei Jahren im Marschtorzwinger versammeln, entsteht ein vielstimmiges Panorama, das die klassischen Säulen der bildenden Kunst – Malerei, Grafik, Bildhauerei und Fotografie – in all ihren Facetten bespielt. Die Schau lebt von genau diesem stilistischen Reichtum und der Gegenüberstellung völlig unterschiedlicher Handschriften, die den regionalen Kunstmarkt jenseits der großen Ballungsräume prägen. Der organisatorische Zusammenhalt des Verbandes spiegelt sich dabei direkt in den Rollen der Beteiligten wider: Dirk Behrens als Maler und Barbara Uebel als Holzbildhauerin sind ebenso im BBK-Vorstand wie auch Birgit Jaenicke, die in der Malerei und Zeichnung zu Hause ist.

Mit den Werken dieser Köpfe sowie denen von Marlene Apmann, die sich der Fotografie und dem Film widmet, über Jutta Bastian, Ulrike Brockmann, Jens Brückmann und Ingeborg Dammann-Arndt, die Grafik mit Bildhauerei verbindet, spannt sich ein weiter Bogen. Auch Akkela Dienstbier, Heide Duwe, Juliette Eckel als Mixed-Media- und Textilkünstlerin, Gerten Goldbeck, Imke Korth-Sander, Britta Lange, Kristof Meyer und Helmut Morsbach mit ihren eigenständigen malerischen Positionen tragen zu diesem Gefüge bei. Komplettiert wird das Tableau durch Ingeborg Steinhage und Elfi Wiese. Dass Ute Seifert – ebenfalls als Malerin Teil der Schau – die einführenden Worte zur Vernissage spricht, unterstreicht den kollaborativen Charakter dieser Vereinigung: Hier stellen Kolleg*innen für Kolleg*innen eine Bühne bereit, die den professionellen Diskurs in den Mittelpunkt rückt und zeigt, wie unterschiedlich sich die Weite der Elb- und Küstenregion in den verschiedenen Medien spiegelt.

Dass eine solche Schau in einem historischen Wehrturm wie dem Buxtehuder Marschtorzwinger stattfindet, ist kein Zufall, sondern verweist auf das feine Netz aus Kulturorten, das den Elbe-Weser-Raum durchzieht. Die Ausstellung macht deutlich, dass künstlerisches Schaffen abseits der großen Metropolen keineswegs provinziell ist. Vielmehr verhandeln die Arbeiten universelle Fragen von Identität, Natur, Raum und gesellschaftlichem Wandel, die tief in einer Region verwurzelt sind, deren geografische Prägung zwischen Flüssen, Deichlandschaften und maritimem Klima ihren ganz eigenen Rhythmus vorgibt.

Die Vernissage – am 8. August eröffnet durch den stellvertretenden Bürgermeister der Hansestadt Buxtehude, Christian Krüger – fungiert dabei als wichtiger gesellschaftlicher Ankerpunkt. Sie unterstreicht, dass die Kommune den Dialog zwischen Stadtgesellschaft und professioneller Kunst aktiv fördert und schätzt. Wenn Kunstschaffende aus Stade, Cuxhaven und Umgebung hier zusammenkommen, wird der Raum zu einem Schaufenster, das zeigt, dass das kulturelle Fundament einer Region nicht in den urbanen Leuchttürmen allein ruht, sondern in der beharrlichen, vielschichtigen Arbeit einer gewachsenen Gemeinschaft von Profis, die sich den Blick für das Wesentliche bewahrt hat.

Für knapp fünf Wochen verwandelt sich so der Marschtorzwinger damit in ein pulsierendes Schaufenster der kreativen Vielfalt zwischen Stade und Cuxhaven. Wer den Weg in den historischen Wehrturm antritt, wird mit einer Werkschau belohnt, die zeigt, wie lebendig und differenziert das professionelle Kunstschaffen in der Region verankert ist.

Der Eintritt frei ist, denn Kunst soll zugänglich sein, sie sucht den direkten Dialog mit der Stadtgesellschaft und lädt dazu ein, den Blick für die feinen Zwischentöne der Gegenwart zu schärfen.

Jahresausstellung der Bezirksgruppe Stade-Cuxhaven (BBK) | 9. Aug. bis 13. Sept. 2026

Vernissage: 8. August, 15 Uhr (Eröffnung durch Christian Krüger, einführende Worte von Ute Seifert)

Marschtorzwinger, Liebfrauenkirchhof, 21614 Buxtehude | Öffnungszeiten: Di. bis Fr. 15 bis 18 Uhr, Sa. & So. 11 bis 18 Uhr | Eintritt: Frei


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„Schräge Typen“ im Marschtorzwinger https://www.tiefgang.net/schraege-typen-im-marschtorzwinger/ Fri, 08 Mar 2024 23:41:19 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10643 [...]]]> Die Beatles, David Bowie und Frank Zappa treffen auf Politiker*innen wie Angela Merkel und Helmut Schmidt. Walter White aus der Serie ‚Breaking Bad‘ und der Künstler Ai Wei Wei sind auch da.

Buxtehude. Ort des ungewöhnlichen Aufeinandertreffens: Buxtehude. Vom 17. März bis zum 21. April präsentiert die Berliner Künstlerin Marina Krohs zahlreiche „Schräge Typen“ im Marschtorzwinger.

Jede Figur ist ein Einzelstück, gefertigt aus Aeroplast und Gips, anschließend koloriert mit Aquarellfarben und Gouache.
Mehr als 250 dieser faszinierenden Figuren hat Marina Krohs inzwischen geschaffen, die sich durch ihre schmale und dürr wirkende Gestalt auszeichnen. Sie erfasst den Kern jeder Persönlichkeit, findet die jeweilige Besonderheit dieser Typen und bringt sie in ihren Plastiken zum Ausdruck.

Ihre Figuren präsentieren sich dabei in vielfältigen Facetten des Alltagslebens, sei es als Leseratten, Blumenmänner, Schwimmerinnen oder drahtige Büromenschen. Marina Krohs verewigt mit ihrer Kunst die Unangepassten, die Besonderen und die Andersartigen.

Die Vernissage am Samstag, 16. März, um 15 Uhr im Marschtorzwinger wird der stellvertretende Bürgermeister der Hansestadt Buxtehude, Christian Krüger, eröffnen.

Die einführende Laudatio hält der Künstler Erwin Hilbert, der Buxtehuder Kunstinteressierten spätestens seit seiner Retrospektive „Auf den Punkt“ (2020) an gleichem Ort ein Begriff sein dürfte.

Marina Krohs, geboren 1964 in Reinbek bei Hamburg, ist eine herausragende Künstlerin, die seit ihrer Jugend mit Ton und anderen formbaren Materialien arbeitet und ihre Leidenschaft für die Popkultur mit einbezieht. Seit 2013 kombiniert sie diese beiden Fertigkeiten und erschafft Plastiken, die unverkennbar sind. Sie präsentiert Ikonen unserer Zeit, wie sie selbst sagt, die uns auf unterschiedliche Weise begegnet sind – sei es im Fernsehen, auf der Bühne, der Kinoleinwand oder in unserer Fantasie.

Ausstellungsdaten

Vernissage: Samstag, 16. März 2024, 15 Uhr

Ausstellungsdauer: Sonntag, 17. März bis Sonntag, 21. April 2024

Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag: 15 – 18 Uhr | Samstag und Sonntag: 11 – 18 Uhr

Marschtorzwinger, Liebfrauenkirchhof, Buxtehude

Webseite der Künstlerin: https://schraegetypen.com/

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Die Kunst namens Frau https://www.tiefgang.net/die-kunst-namens-frau/ Fri, 23 Jun 2023 22:39:57 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10069 [...]]]> Sexismus ist so alltäglich, dass man ihn oft gar nicht wahrnimmt. Eine Ausstellung in Buxtehude macht ihn nun dennoch sichtbar …

Buxtehude. „Die Kunst namens Frau“ – so heißt die Ausstellung, die am Sonntag, 2. Juli, um 15 Uhr im Marschtorzwinger, Westfleth, in Buxtehude eröffnet wird. Besucher*innen erwartet ein kritischer Einblick in die sexistische Darstellung der Frau in der Popkultur. Organisiert und gestaltet wird das Projekt von Emily Nagel, die derzeit ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Kulturbüro der Hansestadt Buxtehude absolviert.

Eine Ausstellung, die zum Nachdenken anregt

„Das Offensichtliche ist manchmal fast unsichtbar“, sagt Nagel: „Sexismus zum Beispiel ist oftmals so fest im Alltag integriert, dass es von vielen kaum noch wahrgenommen wird.“ Aufbauend auf individuellen Rechercheergebnissen aus Werbung, Kommunikationsmedien, Kunst, Social Media und der Filmindustrie, thematisiert die Ausstellung die sexistische Darstellung von Frauen in Kunst, Musik und Film.

Alle Ausstellungsstücke, von Filmplakaten über Kunstwerke, bis hin zu Musiktexten und Collagen, werden von Fragen begleitet, welche für die sexistische Darstellung von Frauen in den Ausstellungsstücken sensibilisieren und neue Perspektiven für diese Problematik schaffen.

„Sexismus im Alltag begleitet mich schon länger“

„Mit der Ausstellung möchte ich Aufmerksamkeit für das Thema schaffen. Es soll nicht um einen erhobenen Zeigefinger gehen, sondern vielmehr darum, bewusster und mit einem neuen Blickwinkel durch den Alltag zu gehen und die Darstellungen von Frauen zu hinterfragen“, so Emily Nagel.

Die FSJ-lerin treibt die Fragen an: Welche Rolle spielen Frauen in Filmen? Wie werden Frauen eigentlich in deutschen Rap-Songtexten thematisiert? Hat schon mal jemand hinterfragt, ob die Darstellung der Frau auf einem Kunstwerk selbstbestimmt oder übergriffig wirkt?

„Das Thema Sexismus im Alltag begleitet mich schon länger und ich freue mich, dass ich das Thema mit einer eigenen Ausstellung den Menschen näherbringen kann“, so Nagel weiter.

Die Ausstellung wird gefördert durch die Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung e. V. (LKJ Niedersachsen) und die Niedersächsischen Sparkassen.

Öffnungszeiten sind von Montag, 3. Juli, bis Freitag, 9. Juli, jeweils von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Mehr Informationen unter www.buxtehude.de/ausstellungen.

Marschtorzwinger, Westfleth, Buxtehude

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Urban Sketching am Wasser https://www.tiefgang.net/urban-sketching-am-wasser/ Fri, 03 Mar 2023 23:45:47 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9765 [...]]]> Sie vereint die Liebe zum Zeichnen, zum schnellen Skizzieren ihres urbanen Umfeldes: eine Ausstellung von Urban Sketching-Zeichner*innen ist nun in Buxtehude zu sehen.

Buxtehude. Vier Zeichnerinnen und Zeichner, die am Wasser leben und arbeiten. Professionell oder voller Hingabe in der Freizeit. Am Fleth, im Hafen und am Meer. Geborene Wasserratten oder Zugezogene. Sie alle vereint die Liebe zum Zeichnen, zum schnellen Skizzieren ihres urbanen Umfeldes. Seit Anfnag März ist nun die Ausstellung „Am Wasser. Urban Sketching in Norddeutschland“ im Marschtorzwinger zu sehen. In dieser Gruppenausstellung zeigen Sven Brauer, Tine Beutler, Marco Altenhoff und Till Lenecke Arbeiten in unterschiedlichsten Zeichenstilen.

Vom Wasser geprägt ist nicht nur das Leben der Künstlerinnen und Künstler – Farben und Motive sind ohne ihre enge Beziehung zum Wasser nicht denkbar. Sie konzentrieren sich auf die Präsentation regionaler Motive – wenn ein Lieblingsbild aus den Rahmen fällt: ist doch nicht schlimm…

Urban Sketching ist die Praxis des Zeichnens vor Ort, d.h. die Zeichner:innen skizzieren und malen direkt dort, wo sie leben und wirken. Dies drückt auch das Manifest der gemeinnützigen, internationalen Bewegung „Urban Sketchers“ aus:

Das Manifest von Urban Sketchers

  1. Wir zeichnen vor Ort, drinnen oder draußen, nach direkter Beobachtung.
  2. Unsere Zeichnungen erzählen die Geschichte unserer Umgebung, der Orte, an denen wir leben oder zu denen wir reisen.
  3. Unsere Zeichnungen sind eine Aufzeichnung der Zeit und des Ortes.
  4. Wir bezeugen unsere Umwelt wahrhaftig.
  5. Wir benutzen alle Arten von Medien.
  6. Wir unterstützen einander und zeichnen zusammen.
  7. Wir veröffentlichen unsere Zeichnungen online.
  8. Wir zeigen die Welt, Zeichnung für Zeichnung.

Bei der Ausstellungseröffnung am 4. März waren die stellvertretende Bürgermeisterin der Hansestadt Buxtehude, Petra Möhle, zu Gast, einleitende Worte sprach Dr. Christina Kohla, die Leiterin der Schlei-Akademie.

Websites der Künstler:innen:

Marco Altenhoff: https://www.altenhoff-kunst.de/

Tine Beutler:  https://tibeu.wordpress.com/

Sven Brauer:  https://brauersven.jimdofree.com/

Till Lenecke:  http://www.lenecke-zeichnet.de/

 

Ausstellungsdaten  5. März – 31. März 2023

Finissage: Samstag, 1. April 202, 15 Uhr

Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag: 15 – 18 Uhr

Samstag und Sonntag: 11 – 18 Uhr

Marschtorzwinger, Liebfrauenkirchhof, Buxtehude

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„Wohin gehen wir?“ https://www.tiefgang.net/wohin-gehen-wir/ Fri, 20 Jan 2023 23:01:04 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9640 [...]]]> Sie stammt aus Buenos Aires und manche dürften sie von Hamburger Ausstellungen schon kennen: Patricia Valencia Carstens. Nun stellt sie Buxtehude aus …

Buxtehude. Jahrhunderte haben Maler*innen ihre Kunst absichtlich von der Farbe befreit, um sie nuancierter und komplexer zu machen. Von Jan Van Eyck, Rembrandt und Ingres bis hin zu Degas, Picasso und Gerhard Richter haben Künstler:innen monochrome Bilder geschaffen – und neu erschaffen –, um ihrer Arbeit eine neue Dimension, die Dimension der räumlichen Plastizität in der zweidimensionalen Leinwandfläche, zu geben.
Für die aus Buenos Aires stammende Künstlerin Patricia Valencia Carstens steht das „Schwarz“ für die Tinte und das „Weiß“ für das Papier. Ab dem 29. Januar zeigt die Meisterschülerin des argentinischen Konstruktivisten Anselmo Piccoli ihre aktuellen Werke unter der Überschrift „SCHWARZ AUF WEISS UND DAS BUNTE LEBEN“ im Marschtorzwinger.
„Das bunte Leben“ ist das Leben in all seinen Facetten, all seinen Farben, die es zu bieten hat. Das heißt, dass sich auch viele Farben in unserem Leben durch andere Blickwinkel, Perspektiven oder Lichtverhältnisse wahrnehmen und verändern lassen, wenn man sie nur mal anders betrachtet.

Carstens – Picasso1

„Wohin gehen wir? Auch ich stelle mir diese jahrtausendealte Frage“, sagt Patricia Valencia Carstens. Wie bestimmt die äußere Realität meine Gedanken und Entscheidungen und wie beeinflussen meine Gedanken die äußere Realität? Ein kreativer Versuch, darauf zu antworten, ist ihre neue Ausstellung.
Die Künstlerin wendet sich dabei vom streng konstruktiven, abstrakten Gedankengebäude zur expressiven Explosion von Form und Farbe, die sich unmittelbar auf das Gegenständliche beziehen. Wie ihr ehemaliger Lehrer in einem Brief nach Deutschland schrieb: „Es gibt keinen fertigen Weg, du musst den Weg selbst machen, durch das Gehen“.

Patricia Valencia Carstens favorisiert das große Bildformat. Bevorzugtes Malmaterial ist die Acrylfarbe, die nicht nur mit breitem Pinsel, sondern auch mit Tüchern gewischt, mit Tinte und Ölfarbe, Sand und Kreide bearbeitet werden kann. Die großen Themen sind Mensch und Natur und das waren sie immer schon. In den aktuellen Arbeiten der letzten Jahre hat sie neue Wege eingeschlagen. Ein lebendiges Spiel der Farben und Formen, ausdrucksstarke Gesichter, stumme Stimmen und Herzen, die schreien. In ihr stecken Emotionen, die sich in ihren Bildern einen Weg an die Oberfläche bahnen.

Am Samstag, 28. Januar 2023, um 15 Uhr eröffnet der stellvertretende Bürgermeister der Hansestadt Buxtehude, Christian Krüger, die Ausstellung. Die Kulturpädagogin Jutta de Vries führt in die Ausstellung ein.

Ausstellungsdaten

Ausstellungseröffnung: Samstag, 28. Januar 2023, 15 Uhr

Ausstellungsdauer: Sonntag, 29. Januar – Sonntag, 26. Februar 2023

Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag: 15 – 18 Uhr /
Samstag und Sonntag: 11 – 18 Uhr

Marschtorzwinger, Liebfrauenkirchhof, Buxtehude

Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Harburg-Buxtehude


Vita der Künstlerin

Patricia Valencia Carstens ist in Buenos Aires, Argentinien, geboren. Das Kunststudium erfolgte an der Nationalen Hochschule für Bildende Künste P. Pueyrredón in Buenos Aires.  Zur selben Zeit nahm sie Unterricht bei Professor Anselmo Piccoli. 1986 zog sie nach Deutschland und arbeitet seitdem in öffentlichen und privaten Sammlungen in Deutschland, Dänemark, Schweiz, Italien, USA und Argentinien.

Ausstellungen:

2019 „Rollendbild“, Hamburg Technische Universität, Gruppenausstellung, Deutschland

2016 International Frauentag, Centro Cultural Borges, Buenos Aires, Argentinien

2013 „Konzert-Vernissage“, Solarhalle, Stade-Ottenbeck, Deutschland

2013 „Millerntor Gallery“, Hamburg, Deutschland

2012 „Retroperspektive“, Arcimboldo Galerie de Arte, Buenos Aires, Argentinien

2012 „Kunstwettbewerb 2011“, Achtzig-Galerie, Berlin, Deutschland

2011 1. Konzertvernissage, Stade, Deutschland

2011 „Frauenbilder“, Marschtorzwinger, Buxtehude, Deutschland

2010 Fabrik der Künste, Hamburg, Deutschland

2009 Gast der Gedok, Hannover, Deutschland

2008 Schloss Agathenburg, Gruppenausstellung Stade, Deutschland

2007 „La Locanda delle Donne Monache“, Maratea, Italien

2007 Agora Gallery, Chelsea, Gruppenausstellung New York, USA

2006 “Casa Angelina”, Praiano, Italien

2004 Galerie Burg Stolberg, Deutschland

2002 Rathaus Stade, Deutschland

2001 Kurt Tucholsky-Gedenkstätte, Schloss Rheinsberg, Deutschland

2000 Schauraum Blankenese, Hamburg, Deutschland

1999 Kunst & Kanzlei, Hamburg, Deutschland

1998 Hamburger Konservatorium, Gruppenausstellung, Deutschland

1998 Sparkasse Jork, Deutschland

Webseite der Künstlerin: www.valencia-art.de

Weitere Informationen: Kulturteam der Hansestadt Buxtehude; Tel.: 04161-501-2323, www.buxtehude.de

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Kunst zum Jahresbeginn https://www.tiefgang.net/kunst-zum-jahresbeginn/ Fri, 14 Jan 2022 23:10:15 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8705 [...]]]> Der Bund Bildender Künstlerinnen und Künstler für Niedersachsen e.V. startet 2022 in Buxtehude …

Buxtehude. Zum Jahresauftakt zeigt der BBK Stade-Cuxhaven vom 15. Januar 2022 bis 20. Februar 2022 aktuelle Arbeiten von 15 freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern im Marschtorzwinger, Liebfrauenkirchhof in Buxtehude. Die dritte Jahresausstellung präsentiert dabei ein breites Spektrum von Malerei, Fotografie und Objekten. Zu sehen sind u.a. Landschaftsmalereien, Aktbilder, Figurationen, Drucke und Assemblagen, die den Betrachtenden neue Wahrnehmungen von Licht und Perspektive, Raum für Phantasien oder humorvolle Sichtweisen auf die Welt bieten.

Am Samstag, 15. Januar um 15.30 Uhr begrüßt Petra Möhle, Stellvertretende Bürgermeisterin der Hansestadt Buxtehude, alle Kunstinteressierten und anwesende Künstlerinnen und Künstler zur Vernissage im Marschtorzwinger. Die Künstlerin Barbara Uebel übernimmt die einleitenden Worte.

In diesem Jahr zeigen folgende Künstlerinnen und Künstler ihre Werke: Marlene Apmann, Dirk Behrens, Ulrike Brockmann, Jeanette Clasen, Ingeborg Dammann-Arndt, Akkela Dienstbier, Heide Duwe, Minke Havemann, Birgit Jaenicke, Eva-Maria Jensch, Imke Korth-Sander, Barbara Lorenz Höfer, Elke Prieß, Ute Seifert und Ingeborg Steinhage.

Der Bund Bildender Künstlerinnen und Künstler für Niedersachsen e.V. vertritt als Berufsverband die kulturpolitischen, sozialen und rechtlichen Interessen bildender Künstlerinnen und Künstler in Niedersachsen.

Ausstellungsdaten: Ausstellungseröffnung: Samstag, 15. Januar 2022, 15.30 Uhr

Zu beachten: 2G-Regel, FFP2-Maskenpflicht, Kontakterfassung; Teilnahme begrenzt auf max. 30 Personen

Voranmeldung beim Kulturteam T 04161/501 23 23 oder unter kulturbuero@stadt.buxtehude.de

Ausstellungsdauer: 15. Januar 2022 – 20. Februar 2022

Finissage: Dienstag, 22. Februar 2022, 14.30 Uhr; Marschtorzwinger, Liebfrauenkirchhof, Buxtehude

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 15 – 18 Uhr; Samstag und Sonntag 11 – 18 Uhr

Weitere Informationen: Kulturteam der Hansestadt Buxtehude; T: 04161/501 23 23; E-Mail: kulturbuero@stadt.buxtehude.de

www.buxtehude.de/kultur

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