Martin Görge https://www.tiefgang.net Fri, 03 Sep 2021 11:09:55 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1 Theatercampus am Wiesendamm fertig gestellt https://www.tiefgang.net/theatercampus-am-wiesendamm-fertig-gestellt/ Fri, 03 Sep 2021 22:56:11 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8321 [...]]]> Das neue Zentrum für Darstellende Kunst am Barmbeker Wiesendamm ist fertiggestellt. Und nun geht es erst richtig los.

Das Junge SchauSpielHaus sowie die Theaterakademie und das Institut für Kultur- und Medienmanagement der Hochschule für Musik und Theater (HfMT) erhalten auf rund 9.000 Quadratmetern moderne Räume für Aufführungen, Proben, Lehre und Forschung. Zusammen mit den vielfältigen Kulturangeboten in der Nachbarschaft wird mit der Neunutzung der ehemaligen Werkzeugmaschinenfabrik die kulturelle Entwicklung Barmbeks weiter gefördert.

Der Senat hatte im September 2018 die Weichen für den neuen Theatercampus gestellt. Bauherrin im Auftrag der Stadt und Eigentümerin der ehemaligen Werkzeugmaschinenfabrik Heidenreich & Harbeck ist die Sprinkenhof GmbH. Die Projektkosten liegen bei rund 36,4 Millionen Euro. Mit dem Umzug der Theaterakademie und des Jungen SchauSpielHauses vom ehemaligen gemeinsamen Standort in der Gaußstraße an den Wiesendamm entsteht dort ein neuer, moderner Ort für junge Darstellende Kunst – ermöglicht durch einen sogenannten Inhouse-Ausbau, bei dem die Theatersäle und Funktionsräume in den bestehenden Hallenkomplex eingebaut wurden. Zudem ist auch das Institut für Kultur- und Medienmanagement (KMM) der HfMT am Wiesendamm ansässig, wodurch wertvolle Synergien für die Studierenden, wie zum Beispiel gemeinsame Lehrveranstaltungen, geschaffen werden. Der Theatercampus befindet sich in unmittelbarer Nähe des ebenfalls neuen Freien Theaterzentrums Wiese eG, das über weitere Aufführungs- und Probenräume verfügt. Weitere Nachbarinnen sind Kampnagel, die Zinnschmelze, das Museum der Arbeit und das Hamburger Puppentheater. Diese Vielzahl an kulturellen Einrichtungen ermöglicht einen ganz neuen kulturellen Austausch unterschiedlicher Sparten.

Katharina Fegebank, Wissenschaftssenatorin: „Der Theatercampus am Wiesendamm stärkt das kreative Zusammenwirken von Studierenden und Künstler:innen und ist ein wichtiger Impulsgeber für unseren Wissenschafts- und Kulturstandort. Gleichzeitig bildet er einen neuen kreativen Ankerpunkt im Bezirk – mit Jungem SchauSpielHaus, Theaterakademie und Institut für Kultur- und Medienmanagement unter einem Dach. Damit wird das kulturelle Angebot in Barmbek noch vielfältiger. Ich danke allen an diesem großartigen Projekt Beteiligten herzlich für ihren Einsatz und freue mich sehr auf meinen ersten Besuch auf dem Theatercampus!“

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Im Herzen Barmbeks ist insbesondere für die Darstellenden Künste ein neues kulturelles Zentrum mit großer Ausstrahlung in die ganze Stadt entstanden. Gerade die vielfältigen kreativen Nutzerinnen und Nutzer am Wiesendamm können sich hervorragend gegenseitig stärken. Das schafft viel Raum für neue künstlerische Impulse. Ich danke allen, die über Jahre konstruktiv an diesem Projekt mitgearbeitet und immer fest daran geglaubt haben, welches Potential dieser Ort für die Kultur in Hamburg entfalten kann.“

Karin Beier, Intendantin Deutsches SchauSpielHaus Hamburg: „Ich freue mich, dass das Theater für junges Publikum hiermit eine neue Heimat bekommen hat und hier ein attraktives Zentrum für junge Theaterkunst entsteht. Dies sind Orte der Begegnungen, die wir nicht nur in Zeiten wie diesen brauchen und es ist ein hoffnungsvolles Signal der Stadt Hamburg, das sie mit diesem Theaterneubau setzt – für die Kultur und für die jungen Menschen in dieser Stadt.“

Martin Görge, Geschäftsführer Sprinkenhof GmbH: „Anhand von detaillierten Bedarfsanalysen konnten wir die Bedürfnisse der zukünftigen Nutzer*innen herausarbeiten und im Inhouse-Ausbau berücksichtigen. Mit der Sanierung und den umfangreichen Umbaumaßnahmen ist es uns gelungen die ehemalige Fabrik in eine individuelle Kreativstätte für den Theaternachwuchs Hamburgs umzuwandeln.“

Klaus Schumacher, Künstlerischer Leiter des Jungen SchauSpielHauses Hamburg: „Das Junge SchauSpielHaus hat bis hierhin eine wunderbare Geschichte. Mit unserem starken Ensemble und hochkarätigen künstlerischen Teams entstehen Stücke für verschiedenen Altersklassen. Im neuen Haus soll u. a. ein Bereich hinzukommen, der vor allem jungen Menschen eine eigene Bühne bieten soll. Hier gibt es verschiedene Angebote, die von spannenden, professionellen Künstler*innen betreut werden. Dieses wunderbare Gebäude bietet mit seinen großzügigen Räumen viele Möglichkeiten für das Team des Jungen SchauSpielHauses, aber auch für viele, die selbst künstlerisch aktiv werden wollen. Es ist jetzt schon spürbar, dass der Ort ein inspirierender Hotspot für junges Theater werden kann. Der Standort für dieses schöne Theater in einem so lebendigen Stadtteil ist ein Glücksfall.“

Prof. Elmar Lampson, Präsident der Hochschule für Musik und Theater: „Mit der Eröffnung eines zweiten Campus der Hochschule für Musik und Theater geht ein langer Traum in Erfüllung. Alle theaterrelevanten Studiengänge und das Institut für Kultur – und Medienmanagement bekommen ein gemeinsames neues Zuhause. Dieses in seiner Architektur sehr reizvolle Gebäude wird ein Ort sein, an dem zukünftige Kulturmanager*innen zusammen mit den künstlerischen Studiengängen an den Themen der Zukunft arbeiten werden. Doch dieser Campus steht nicht nur für Ausbildung, sondern ist auch ein neuer Veranstaltungsort in dieser Stadt. Regional und international wird der Campus am Wiesendamm seinen Platz finden. Mein großer Dank geht an den Senat der Freien und Hansestadt Hamburg und an die Thörl-Stiftung, die diese großartige Entwicklungsmöglichkeit haben Realität werden lassen.“

Michael Werner-Boelz, Leiter des Bezirksamts Hamburg-Nord: „Mit der Eröffnung des Theaterzentrums am Wiesendamm wird der Standort für junges Theater in Barmbek komplett. Die Ansiedlungen des Jungen SchauSpielHauses sowie der Hochschule für Musik und Theater schaffen einen Theaterschwerpunkt im Stadtteil, der für Kulturschaffende und Anwohner*innen gleichermaßen eine Bereicherung ist. Mit dem Freien Theaterzentrum Wiese in direkter Nachbarschaft gelingt es, die Theaterszene an einem Ort zu versammeln und damit gibt es einen Grund mehr, den wunderschönen Stadtteil Barmbek in Hamburg-Nord zu besuchen.“

Andreas Lübbers, Vorstand der WIESE eG: „Vor einem Jahr haben wir unsere professionellen Proberäume bezogen und seither arbeiten und proben viele Freie SchauspielerInnen, TänzerInnen und einige Barmbeker Amateure und Freizeitinitiativen am Wiesendamm 24 – soweit Corona es zugelassen hat. Auf unserer Bühne im Hinterhof haben wir im Theatersommer erfahren, dass die Barmbeker sehr aufgeschlossen und neugierig sind, auf das was hier entsteht. Wir freuen uns daher gemeinsam mit der Zinnschmelze, dem Bürgerhaus, dem Museum, dem Flachsland, der Volkshochschule, der Bücherei und Basch auf unsere neuen Nachbarn und auf gute Gemeinschaft mit ihnen!“

 

 

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Kampnagel neu denken https://www.tiefgang.net/kampnagel-neu-denken/ Fri, 20 Dec 2019 23:15:55 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6165 [...]]]> Das Zentrum für eine außergewöhnliche freie Theater- und Kunstszene soll bald saniert werden aber auch weiterentwickelt. Geld ist nun da, erste Ideen auch.

Kampnagel wird umfangreich modernisiert. Die Stadt plant, die Gebäude und das Gelände im Rahmen des Mieter-Vermieter-Modells grundlegend zu sanieren und zu erweitern. Mitte November hat der Bund beschlossen, die Sanierung Kampnagels mit bis zu 60 Millionen Euro zu unterstützen, die in gleicher Höhe von der Stadt kofinanziert werden. Mit dieser Unterstützung kann das internationale Produktionshaus als weltweit renommiertes Zentrum für aktuelle Kunst unterschiedlicher Sparten grundlegend weiterentwickelt werden. Die Behörde für Kultur und Medien, Kampnagel und die städtische Sprinkenhof GmbH haben heute hierfür erste Ideen präsentiert.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Kampnagel ist das Zentrum für genreübergreifende, zeitgenössische Kunst in Hamburg mit internationaler Ausstrahlung. An diesem herausragenden Produktionsort werden immer wieder wichtige Impulse für unseren gesellschaftlichen Diskurs gesetzt. Schon lange planen wir, Kampnagel zu sanieren. Mit der Unterstützung des Bundes können wir das Kampnagel Gelände jetzt ganz neu denken. Wir möchten hier nicht nur zeitgemäße Produktionsbedingungen schaffen, sondern diesen historischen Ort noch weiter in den Stadtteil öffnen und zu einem zentralen Ankerplatz für Produktionen aus der ganzen Welt entwickeln. Wir wollen damit die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Kampnagel sich auf dem gewohnt hohen künstlerischen Niveau als Spiel- und Produktionsstätte für die freie Szene, als Labor für spartenübergreifende Gegenwartskunst und als Raum für Begegnung der Stadtgesellschaft weiterentwickeln kann.“

Prof. Monika Grütters, Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien: „Die freie Szene spielt in der Kulturlandschaft Deutschlands eine große Rolle, denn ästhetische Innovationen finden oft außerhalb etablierter Kulturorganisationen statt. Von diesem Innovationsgeist profitieren auch die Stadt- und Staatstheater. Nicht zuletzt deshalb fördern wir Orte der freien Szene – wie hier auf Kampnagel, dessen Bedeutung weit über Hamburg hinausgeht.“

Amelie Deuflhard, Intendantin Kampnagel: „Das historische Kampnagel-Fabrikgelände hat das Potenzial, ein weiterer architektonischer Leuchtturm in Hamburg zu werden und als Ort internationale Strahlkraft zu erlangen. Die umfangreichen finanziellen Mittel für die Sanierung ermöglichen uns, neue Maßstäbe zu setzen und beispielgebend zu sein sowohl hinsichtlich der Nutzung industrieller Bauten als auch für die räumliche Gestaltung eines zeitgenössischen Spiel- und Produktionsortes. Die anstehende Sanierung ist ein Prozess, der von innen heraus gestaltet werden muss, in sehr engem Austausch mit den Mitarbeiter*innen, Künstler*innen, dem Publikum und den ausführenden Architekten. Wir haben jetzt die Chance bekommen, neue Räume für künstlerische Visionen zu bauen und ein Zukunftsmodell des internationalen Theaters für die diverse Stadtgesellschaft zu entwickeln.“

Sabine Stenzel, Kaufmännische Direktorin Kampnagel: „Die hohe internationale Wahrnehmung Kampnagels als Ort der politischen Avantgardekunst wird zukünftig auch eine architektonische Entsprechung finden. Neben einer hohen Funktionalität der Räumlichkeiten und verbesserter Infrastruktur für Künstler*innen, Publikum und Mitarbeiter*innen, wird es um die größtmögliche Flexibilität in der Nutzung hinsichtlich zukünftiger Anforderungen gehen sowie um den Erhalt der besonderen Atmosphäre eines Ortes, an dem so Vieles möglich ist. Wir streben an, sowohl hinsichtlich ökologischer Baustandards als auch in Sachen Barrierefreiheit zukunftsweisende Maßstäbe zu setzen.“

Martin Görge, Geschäftsführer Sprinkenhof GmbH: „Um in der Kulturfabrik Kampnagel auch zukünftig einem breiten Publikum ein vielfältiges, spartenübergreifendes kulturelles Programm an einem unkonventionellen Ort anbieten zu können, freuen wir uns, die Sanierung und Modernisierung realisieren zu können. Diese besondere bauliche Herausforderung werden wir mit unserer langjährigen Erfahrung partnerschaftlich auf den Weg bringen und so einen Ort schaffen, der auch zukünftig den Rahmen für eine renommierte Produktions- und Spielstätte bildet. Wir hoffen, damit einen bedeutenden Beitrag für den Standort zu leisten.“

Die zum Teil denkmalgeschützten Gebäude und Anlagen auf dem Gelände der ehemaligen Kranfabrik Kampnagel, auf dem sich seit Anfang der 1980er Jahre das gleichnamige internationale Produktionszentrum befindet, müssen in den nächsten Jahren grundlegend saniert und modernisiert werden. Die Stadt Hamburg plant, dies im Rahmen des Mieter-Vermieter-Modells durch die städtische Sprinkenhof GmbH zu realisieren, die den grundlegenden Sanierungsbedarf in einem Vorgutachten ermittelt hat.

Nach einem Beschluss des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestags beteiligt sich der Bund mit bis zu 60 Millionen Euro an der Modernisierung Kampnagels. In gleicher Höhe durch die Stadt kofinanziert, stehen damit bis zu 120 Millionen Euro zur Verfügung. Damit hat Kampnagel die Möglichkeit, räumlich und konzeptionell eines der führenden internationalen Produktionshäuser zu werden.

Das renommierte Pariser Architekturbüro Lacaton & Vassal hat vor dem Hintergrund der industriellen und künstlerischen Geschichte des Geländes in einer Konzeptstudie Ideen für den Um- und Ausbau der zum Teil denkmalgeschützten Gebäude und des Geländes entwickelt und die Machbarkeit der Weiterentwicklung im Bestand geprüft. Auf Grundlage dieses Konzepts wird es durch die ausführende Sprinkenhof GmbH eine europaweite Ausschreibung im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens für die Planungsleistungen geben. Erst im weiteren Zeitverlauf nach Abschluss der Ausschreibung können Angaben zu Kosten und Zeitplan gemacht werden.

Die Konzeptstudie für die Sanierung und Erweiterung umfasst mehrere Bereiche:

  • Sanierung des Bestandes und Modernisierung der Gebäude- und Bühnentechnik auf einen Stand, der für einen modernen Produktions- und Veranstaltungsort notwendig ist. Dadurch sollen die Arbeitsbedingungen verbessert und für die Besucherinnen und Besucher die Aufenthaltsqualität erhöht werden. Ziel sind dabei auch die Barrierefreiheit und eine höhere Nachhaltigkeit des Gebäudes.
  • Neben der Sanierung sieht das Konzept auch den Neubau von zwei Gebäuden auf dem Gelände vor. Hier sollen unter anderem zusätzliche Probenräume und temporäre Künstlerwohnungen entstehen, so dass künftig Gästen aus der ganzen Welt auch günstige und produktionsnahe Unterbringung geboten werden kann.
  • Bessere Proben- und Arbeitsbedingungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für Künstlerinnen und Künstler sind notwendig, um das hohe künstlerische Niveau zu halten. Mit adäquaten Räumen für Proben und Produktion sollen Künstlerinnen und Künstler zukünftig auch vor Ort eigene Produktionen entwickeln können.
  • Zudem sieht das Konzept die mögliche Öffnung der Hallen zum Stadtteil und der während des Sommerfestivals bereits als „Avant-Garten“ genutzten Flächen zum Osterbekkanal vor.
  • Auch für Forschung, Bildung und Partizipation sollen neue Räume geschaffen werden, um mehr interdisziplinäre Formate zu ermöglichen und ein möglichst breites und diverses Publikum anzusprechen. Hierzu sollen neben dem neuen Workshop-/ Probengebäude auch sogenannte Kreativ-Oasen direkt am und auf dem Osterbekkanal realisiert werden.

Quelle: www.hamburg.de/bkm

 

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„Hafen hautnah“ https://www.tiefgang.net/hafen-hautnah/ Fri, 04 Oct 2019 22:24:16 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5905 [...]]]> Das Deutsche Hafenmuseum soll ein Wissens-Museum werden. Ein Museum des 21. Jahrhunderts. Nun wird es konkret.

„Wir wollen die komplexen Fragen der Gegenwart aus der Historie heraus erklären und damit Orientierungshilfe für Gegenwart und Zukunft geben. Das Deutsche Hafenmuseum leistet damit einen relevanten Beitrag zur Gestaltung einer friedlichen, freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft“, steht auf der website des Hafenmuseums. „Ein modernes Konzept, dessen Grundidee ist, die Vergangenheit von der Gegenwart aus zu betrachten und nicht bei der Darstellung und Erklärung historischer Ereignisse und Objekte aus ihrer Zeit heraus zu verbleiben. Der Ort des Deutschen Hafenmuseums soll nach dem Betriebskonzept des modernen Hafens funktionieren: 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, 360 Tage im Jahr. Außerhalb der eigentlichen Ausstellung soll es Bereiche geben, die rund um die Uhr öffentlich zugänglich und attraktiv sind. Geeignet dafür sind z. B. gestaltete Freiflächen mit den Großobjekten des Museums, eine attraktive Kaikante und ein Aussichtsturm. Außerdem muss der Standort die Möglichkeit der Ansiedlung weiterer Einrichtungen – für Freizeit, Tourismus, Gastronomie, Forschung – bieten, um für eine permanente Belebung des Ortes zu sorgen.“

In der Pressemitteilung der Behörde für Kultur und Medien heißt es nun:

„Auf dem Grasbrook soll in Hamburgs neuem Stadtteil gegenüber der HafenCity der Neubau des Deutschen Hafenmuseums entstehen. Die Stadt Hamburg hat jetzt die städtische Sprinkenhof GmbH mit der Bauausführung des neuen Museums an der Norderelbe beauftragt. Weithin sichtbar soll hier auch die historische Viermastbark PEKING ihren dauerhaften Liegeplatz finden. Zuvor ist geplant, das Schiff im kommenden Spätsommer für einige Tage an prominenter Stelle an der Überseebrücke festzumachen, wo es von den Hamburgerinnen und Hamburgern in Empfang genommen werden kann. Anschließend soll die PEKING für den Abschluss des Innenausbaus in den Hansahafen verholt werden.

Im Rahmen einer Barkassenfahrt hat heute Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, gemeinsam mit Prof. Dr. Hans-Jörg Czech, Vorstand und Direktor der Stiftung Historische Museen Hamburg (SHMH), die für inhaltliche Planung und den zukünftigen Betrieb des Deutschen Hafenmuseums verantwortlich ist, und mit Martin Görge, Geschäftsführer der Sprinkenhof GmbH, den Stand der Planungen vorgestellt.

Sie ist die Kapitänin des Vorhabens: Ursula Richenberger

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Das Deutsche Hafenmuseum ist Teil eines der wichtigsten Stadtentwicklungsprojekte Hamburgs. Zusammen mit der PEKING soll es Flaggschiff des neuen Stadtteils Grasbrook werden, mit dem der Sprung über die Elbe weiter Gestalt annimmt. Künftig wird dieser neue Stadtteil bestens mit öffentlichen Verkehrsmitteln angebunden sein. Mit einer Barkasse kann man schon heute erfahren, wie nah das Deutsche Hafenmuseum und der historische Schuppen 50A an der inneren Stadt liegen und wie authentisch man hier Geschichte und Gegenwart eines lebendigen Hafens erleben kann. Dies ist in der Form nur in Hamburg möglich und bietet die besten Voraussetzungen, hier einen spannenden Ort zu entwickeln, an dem erstmals die Geschichten des Hafens und die Themen Welthandel und Globalisierung umfassend dargestellt und erzählt werden können.“

Prof. Dr. Hans-Jörg Czech, Vorstand und Direktor der Stiftung Historische Museen Hamburg (SHMH): „Ich freue mich sehr, dass mit dem Grundstück auf dem Grasbrook ein in so vieler Hinsicht höchst passender Ort für das Deutsche Hafenmuseum gefunden worden ist. Besonders die Möglichkeit, die angestrebte Kombination aus Museumsgebäude und zukünftigem Liegeplatz der PEKING im Kontext eines sich neu entwickelnden Stadtteils zu realisieren, macht das Gelände zu einem geradezu idealen Standort. Die prominente Lage an der Norderelbe und der Blick auf das Panorama sowohl des Hafens wie auch der Hamburger Innenstadt werden das Museum zu einem ganz besonderen Ort für Hamburgerinnen und Hamburger, aber auch für Touristen und Gäste aus aller Welt machen. Durch die Partnerschaft mit der Sprinkenhof GmbH als professionellem Projektmanager haben wir nun auch die bewährte Unterstützung und Sicherheit für eine zuverlässige Umsetzung dieses besonderen Museumsprojekts. Mit den aktuellen Entscheidungen zum Grasbrook-Standort in Kombination mit den 50er-Schuppen und mit der Partnerschaft der Sprinkenhof GmbH haben wir als Stiftung Historische Museen Hamburg eine sehr gute Grundlage, um in den kommenden Monaten an der weiteren Konkretisierung des Konzepts und der thematischen Schwerpunkte des Deutschen Hafenmuseums zu arbeiten.“

Martin Görge, Geschäftsführer der Sprinkenhof GmbH: „Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst, mit dem Neubau des Deutschen Hafenmuseums ein herausragendes und ambitioniertes Projekt für die Stadt Hamburg zu realisieren. Wir rechnen bei dem auszulobenden Architektenwettbewerb erfahrungsgemäß mit einem großen Ansturm an renommierten Architekturbüros, die sicherlich eine Vielzahl von hervorragenden Entwürfen hervorbringen werden. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit der Behörde für Kultur und Medien sowie der Stiftung Historische Museen Hamburg. An dieser Stelle auch nochmal ein großer Dank für die vorausgegangenen Planungen, die die geplante Realisierung erst möglich machen.“

Das Deutsche Hafenmuseum wird ein Museum der Globalisierung, in dem man die Geschichte und Gegenwart der weltweiten wirtschaftlichen, politischen, sozialen und kulturellen Verflechtungen erleben kann. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hatte 2015 der Stadt Hamburg für die Errichtung eines Deutschen Hafenmuseums sowie für die Rückholung und Sanierung der Viermastbark PEKING einen Betrag von insgesamt 120 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Seither ist die SHMH in einer intensiven inhaltlichen Konzeptionsphase. Als nächstes werden nun die inhaltlichen Planungen zum Deutschen Hafenmuseum zu den thematischen Schwerpunkten des Museums und unter Berücksichtigung der Zwei-Standorte-Lösung konkretisiert. Mit der Bauausführung des neuen Deutschen Hafenmuseums ist jetzt die städtische Sprinkenhof GmbH beauftragt worden. Aktuell ist das wettbewerbliche Dialogverfahren für den Grasbrook gestartet, das bis April 2020 zu einem städtebaulichen und freiraumplanerischen Gesamtbild des neuen Stadtteils führen soll. Auf dieser Grundlage soll der Architekturwettbewerb zum Deutschen Hafenmuseum ausgeschrieben werden.

Der Viermaster PEKING bestimmt, wie viel Geld fürs Museum über bleibt.

Parallel werden die Planungen zur technischen Ertüchtigung des Schuppens 50A vorangetrieben. Der historische Schuppen 50A, in dem sich heute bereits das Hafenmuseum Hamburg befindet, soll als letzte noch erhaltene Umschlagsanlage aus der Kaiserzeit zusammen mit der bestehenden Museumsflotte im genehmigten Bestand weiterentwickelt und als Außenstelle und authentischer Hafenort wichtiger Baustein des künftigen Museums sein. Unter anderem ist die Erschließung der gesamten Schuppenhälfte 50A für das Schaudepot und die Optimierung der Betriebsbedingungen vorgesehen, die Schaffung neuer Räumlichkeiten für den Vermittlungsbereich sowie die Verbesserung der Barrierefreiheit im Außengelände insbesondere durch den Einbau eines Flutschutztors in der Flutschutzmauer und die Entwicklung einer neuen Ausstellung. Ziel ist es, den Schuppen 50A mit seinen historischen Schuten sowie dem Schutendampfsauger SAUGER IV von 1909 und dem Schwimm-Dampfkran SAATSEE von 1917 künftig ganzjährig zu betreiben.

Unter der Federführung der Stiftung Hamburg Maritim wurde im Sommer 2017 zudem die stark restaurierungsbedürftige PEKING aus New York an die Elbe geholt, wo sie nun in der Peters Werft in Wewelsfleth erfolgreich restauriert wird. Nach derzeitigem Stand soll im Spätsommer 2020 die historische Viermastbark zunächst für einige Tage an prominenter Stelle an der Überseebrücke festmachen. Anschließend soll die PEKING für den Abschluss des Innenausbaus in den Hansahafen kommen, ehe sie als größtes und weithin sichtbares Flaggschiff vor das neue Deutsche Hafenmuseum an den Grasbrook kommt.“

Weitere Informationen: deutsches-hafenmuseum

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