Ministerium für Wissenschaft und Kultur https://www.tiefgang.net Mon, 17 Sep 2018 17:02:42 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.2 Kunst 24/7 https://www.tiefgang.net/kunst-24-7/ Fri, 28 Sep 2018 22:57:30 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4235 [...]]]> Niedersachsen macht seine Kunst rund um die Uhr sichtbar. Digital, versteht sich. So haben jetzt alle was davon.

In der Pressemitteilung heißt es:

„Das neue digitale Portal „Künstlerdatenbank und Nachlassarchiv Niedersachsen“ ist gestartet. Kürzlich wurde das deutschlandweit einmalige Projekt im Rahmen einer Podiumsveranstaltung im Kunstverein Hannover vorgestellt. Zukünftig werden unter www.kuenstlerdatenbank.niedersachsen.de zahlreiche Werke niedersächsischer Künstlerinnen und Künstler der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Portal ist ein Projekt des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK) in Kooperation mit dem Bund Bildender Künstlerinnen und Künstler für Niedersachsen e.V. (BBK) und ist bei der Verbundzentrale des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes (VZG) angesiedelt. Mit der Einführung der neuen digitalen Künstlerdatenbank setzt das Kulturministerium ein wichtiges Vorhaben des Masterplans Digitalisierung im Bereich Digitale Kultur um.

„Das neue Online-Portal ‚Künstlerdatenbank und Nachlassarchiv Niedersachsen‘ ist eine hervorragende Möglichkeit, Werke von Künstlerinnen und Künstlern – und damit auch zukünftige Nachlässe – rund um die Uhr an jedem Ort der Welt sichtbar zu machen. Das Portal macht bedeutendes kulturelles Erbe zugänglich für Wissenschaft, Forschung, Öffentlichkeit und Verwaltung. Es bietet so hervorragende neue Möglichkeiten der Vernetzung“, sagt der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler.

Die Datenbank unterstützt niedersächsische Künstlerinnen und Künstler bei der Digitalisierung ihres Werkes und fördert ihre öffentliche Wahrnehmung. Durch ein qualifiziertes Aufnahmeverfahren, das auch die Einhaltung von festgelegten Kriterien beinhaltet, und seine Anbindung an die VZG als Landeseinrichtung ist das Portal bundesweit Vorreiter.

Das Portal „Künstlerdatenbank und Nachlassarchiv Niedersachsen“ präsentiert und dokumentiert Qualität und künstlerische Vielfalt in Niedersachsen. Es stellt Künstlerinnen und Künstler sowie künstlerische Nachlässe vor, vermittelt vertiefende Informationen, unterstützt die Forschung und Vernetzung unter Kunstschaffenden sowie mit Kuratorinnen und Kuratoren und allen Interessierten. Auf diese Weise leistet es einen wichtigen Beitrag zur Sichtbarmachung und Entwicklung der Bildenden Künste. Die zugehörige Datenbank stellt Künstlerinnen und Künstlern und ihren Erben langfristig eine Grundlage zur Erfassung und Verwaltung ihrer Werke zur Verfügung.

Die Künstlerdatenbank wird zukünftig angebunden an das bereits erfolgreich etablierte Portal „Kulturerbe Niedersachsen“ (www.kulturerbe.niedersachsen.de), das multimedial einen direkten Zugang zu ausgewählten digital erfassten Kulturgütern des Landes bietet.“

Quelle: www.mwk.niedersachsen.de

]]>
„Deutsche Meckerköppe“ https://www.tiefgang.net/deutsche-meckerkoeppe/ Fri, 23 Mar 2018 23:49:06 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3264 [...]]]> „Denken Sie Ihre Gedanken zu Ende!“, forderte der Schriftsteller und Dramatiker Günther Weisenborn 1958 in seiner „Göttinger Kantate“. Unter dieses Motto stellt der deutsche Schriftstellerverband PEN seine diesjährige Jahrestagung. Und das hat Gründe …

Die diesjährige Jahrestagung des deutschen PEN findet vom 26.4.-29.4. in Göttingen statt. Von Selbstjustiz in Bangladesch über das Recht auf freie Meinungsäußerung und den Umgang mit der Neuen Rechten bis hin zu Lichtenbergs Erben und Satire heute: Mit zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen bietet die PEN-Jahrestagung ein vielfältiges Rahmenprogramm. In seiner aktuellen Mitteilung heißt es:

„Der Göttinger Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler, die Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Dr. Sabine Johannsen, und die PEN-Präsidentin Dr. Regula Venske eröffnen die Jahrestagung am Donnerstag, den 26.4. um 18 Uhr im Alten Rathaus. Am Abend findet um 19.30 Uhr unter Gesprächsführung von hr2-Moderator Alf Mentzer die Diskussionsrunde „Auf der Flucht vor der Machete. Selbstjustiz in Bangladesch“ mit der Writers-in-Exile Beauftragten Franziska Sperr, den beiden Writers-in-Exile Stipendiaten Arpita Roychoudhury und Zobaen Sondhi sowie Dr. Christian Wagner von der Stiftung Wissenschaft und Politik statt. Der Autor und Sprecher Gert Heidenreich trägt die deutsche Übersetzung der bengalischen Texte vor. Im Anschluss verleiht der deutsche PEN den mit 4.000 € dotierten Kurt Sigel-Lyrikpreis an die Dichterin Dorothea Grünzweig. Die Laudatio hält der Literaturkritiker Herbert Wiesner. 

„Das Recht auf freie Meinungsäußerung und die Neue Rechte“: Wo ist in den gegenwärtigen politischen Diskursen die freie Meinungsäußerung bedroht durch einen Anpassungsmechanismus, der gegensätzlichen Meinungen keinen Resonanzboden bietet? Welche Denkverbote und Denktabus gelten auch im PEN, und wo gilt es, aus der Geschichte lernend „Wehret den Anfängen!“ zu rufen und die Grenzen der Meinungsfreiheit zu markieren? Darüber diskutieren die PEN-Mitglieder Zoë Beck und Ulrich Greiner sowie der Historiker Ulrich Sieg und PEN-Präsidentin Regula Venske am Freitag, den 27.4., um 20 Uhr in der Göttinger Paulinerkirche.

Die Abschlussveranstaltung „Deutsche Meckerköppe – Lichtenbergs Erbe und Satire heute“, eine Matinee im Alten Rathaus, widmet sich am Sonntag, den 29.4., ab 11 Uhr Georg Christoph Lichtenberg, dem Göttinger Ahnherrn von Aphorismus und Satire, und dessen Erbe. Frank Schäfer, Publizist von taz bis titanic, Herausgeber des „Rock-Lexikons“, aber auch Lichtenberg-Experte, gibt eine Einführung, die beiden Autorinnen Angela Krauß und Susanne Fischer stimmen ein oder widersprechen. Die Moderation der Veranstaltung, die nicht nur zur Beruhigung beitragen soll, übernimmt der Schriftsteller Matthias Biskupek. 

 Die Mitgliederversammlung beschäftigt sich mit Berichten, Debatten, Resolutionen und Zuwahlen neuer Mitglieder. Außerdem feiert der deutsche PEN ein Jubiläum: Vor 70 Jahren wurde in Göttingen das „P.E.N.-Centrum Deutschland“ neu gegründet. Aus diesem Anlass präsentieren wir, begleitend zur Jahrestagung, die Ausstellung zur Geschichte und Bedeutung des PEN seit der Wiedergründung in Göttingen 1948 vom 24.4.-29.4. im Alten Rathaus. Zu den Gründungsmitgliedern zählten Autoren aus Ost und West, auch Rückkehrer aus der Emigration, darunter Johannes R. Becher, Axel Eggebrecht, Hans Henny Jahnn, Erich Kästner, Hermann Kasack, Elisabeth Langgässer, Theodor Plievier, Anna Seghers, Dolf Sternberger und Günther Weisenborn.“

Quelle: PEN-Zentrum Deutschland

 

]]>