Moorburger Art – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Mon, 14 Oct 2019 11:27:11 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.3 Markenzeichen Kultur https://www.tiefgang.net/markenzeichen-kultur/ Fri, 11 Oct 2019 22:55:08 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5895 [...]]]> Die Kulturtage Süderelbe feiern in diesem Jahr ihr 10-jähriges Jubiläum! Seit ihrer Gründung bringen sie Menschen in der Nachbarschaft zusammen. Auch dieses Jahr …

Die Kulturtage Süderelbe machen Kultur für jedermann zugänglich. Regionale Einrichtungen und Einzelpersonen, egal ob Profis oder Amateure, sind eingeladen, sich und ihre Arbeit vorzustellen. Es ist dem Kulturhaus Süderelbe mit vielen Akteuren gelungen, die Kulturtage als ein fest verankertes Kulturereignis und zu einer Art „Markenzeichen“ für die Region zu entwickeln. Das Projekt war zudem für den wichtigsten Preis der Stadtteilkultur in 2019 nominiert.

Hier einige Auszüge aus dem Programm:

Do., , 24. Oktober, 15 Uhr: Kultur im Koffer: Musik aus unserem Leben (Teil 2)

In drei Minuten Erinnerungen aus drei Jahrzehnten wecken, das kann nur Musik. Tauchen Sie ein in lang vergessene Zeiten… Dazu gibt es Kaffee und Kuchen und Gelegenheit zum Klönschnack und gegenseitigen Kennenlernen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Nachbarschaftscafé findet an jedem 4. Donnerstag im Monat von 15 bis 17 Uhr im Striepenweg 40 statt.

Nachbarschaftscafé AHOI im Striepensaal Striepenweg 40, Neuwiedenthal www.nachbarschaft-ahoi.de

Do., 24. Oktober, 16 Uhr: Vorlesen mit der Lesewelt Hamburg e.V.

Die Lesewelt Hamburg e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der in vielen Hamburger Öffentlichen Bücherhallen ehrenamtlich Kindern im Alter von vier bis zehn Jahren vorliest. Der Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, Kindern die Freude am Buch und am Lesen näher zu bringen. Diese Arbeit ist wichtig, da im Zeitalter der elektronischen Kommunikation das Lesen immer mehr in den Hintergrund gerät. Für die Entwicklung des Sprachverständnisses und die Erweiterung des Sprachschatzes ist es für Kinder jedoch erforderlich, dass sie sich mit Büchern vertraut machen und die Welt des Lesens entdecken. Das Hauptanliegen ist das Lesen, Zuhören, Erzählen und Dasein für die Kinder. Sie lernen dabei spielerisch, sich in den Bücherhallen zurechtzufinden und wie Bücherhallen funktionieren. Für Kinder von 4–10 Jahren. Eintritt frei!

Bücherhalle Neugraben Neugrabener Markt 7, Neugraben Tel.: 040–701 76 22, www.buecherhallen.de

Fr., 25. Oktober, 19.30 Uhr: Laitinen-Kuusijärvi Experience

Eine neue, spannende Art des Tango aus Finnland! Die Zusammenarbeit von Laitinen-Kuusijärvi Experience begann 2017, als Jaakko Laitinen, bekannt aus vielen anderen musikalischen Formationen, und Akkordeonist Harri Kuusijärvi ihre Köpfe zusammensteckten und gemeinsam neue Songs erarbeiteten. Großteil der Texte entstand, als Laitinen alleine in einem Hotelzimmer in München eingeschlossen war. Kuusijärvi bekam die Anregung für seine Kompositionen, nachdem ihm in Argentinien sein ganzes Reisegepäck einschließlich Akkordeon geklaut wurde. So beschloss er den Argentiniern den Tango zu entwenden und etwas Eigenes daraus zu machen. Der Rhythmus des Tango öffnet das Leben wie die Schalen einer Zwiebel. Findet man am Ende einen Kern oder bleiben nur Tränen in der Schale zurück…? Eintritt: 14 € / AK | 12 € / Vvk

JoLa im Kulturhaus Süderelbe Am Johannisland 2, Neugraben www.kulturhaus-suederelbe.de

Sa., 26. Oktober, 19 Uhr: Musikalische Lesung mit Ulrich Kodjo Wendt & Anna-Kathrin Werner

Eine fast erblindete Sprayerin will ihr letztes Piece machen; zwei Mädchen gehen tanzen; ein Paar verbringt den Sommer an einem schwedischen See; zwei Jugendliche schmücken sich mit Blumen im Wäldchen an einer Autobahnraststätte; ein Pärchen sitzt auf einer griechischen Insel fest. Die Autorin Anna-Kathrin Warner liest aus ihren kunstvoll verdichteten Kurzgeschichten und Erzählungen. Darin sind meist junge Menschen unterwegs. Es geht um Nähe und Ferne, um Auf-der-Strecke-Bleiben und überraschendes Ankommen – vor allem, was die Mitreisenden betrifft. Der Musiker Ulrich Kodjo Wendt übernimmt die zweite Lesestimme und spielt eigene Stücke auf dem diatonischen Akkordeon. Dabei folgt er weltmusikalischen Traditionen vom Balkan bis nach Norwegen. „Keine Lesung, kein Konzert, aber ein Zusammenspiel, wie es passender und kurzweiliger nicht sein könnte.“ (Buxtehuder Tageblatt) Eintritt frei / Hutspende

Elbdeich e.V. in der ehemaligen Grundschule Moorburg Moorburger Elbdeich 249, Moorburg www.elbdeich.org

So., 27. Oktober, 15 Uhr: Der Hamburger Verein der Deutschen aus Russland e.V. (HVDaR): „In Süderelbe sind wir zu Hause“

Programm: • Podiumsdiskussion • Umfangreiches Konzertprogramm mit den Chören „Abendstern“, „Hoffnung“, „In Herzen Jung“, „Kulturgut“. • Auftritt der Musikband Phonograph • Aufführungen der Tanzgruppen „Koletschko“ und „Grazia“ • Ausstellung und Infotisch zum Thema der Russland-Deutschen-Geschichte und zur Integration in Deutschland, besonders in Hamburg-Harburg Dazu gibt es Kaffee und leckeren Kuchen. Der Eintritt ist frei, Spenden erwünscht! info.hvdar@gmx.de

In Süderelbe sind wir zu Hause, BGZ Süderelbe Schulaula Am Johannisland 4, Neugraben

So., 27. Oktober, 17 Uhr: Moorburger Art – „Sonntags um Fünf“ präsentiert: Roger Stein: Alles vor dem Aber … ist egal

Leidenschaftliche Lieder und Texte. Ganz schön frech, ganz schön bös’, ganz schön schön! Alles vor dem Aber … ist nicht wichtig. Das aktuelle Programm zur gleichnamigen CD, durch das sich Roger Stein multiinstrumental und reimgeladen spielt und plaudert, steckt voller Sehnsucht und Humor, ist poetisch und bilderreich zugleich und zeigt, dass der größte Feind des Glücks im Leben die eigene Bequemlichkeit ist. Der Wechsel von Humor und Ernsthaftigkeit kommt stets unerwartet, rasant und doch leichtfüßig. Ein Abend voll Energie, Schalk und Romantik. www.roger-stein.com Eintritt: 12 € / AK | 10 € / Vvk

VvK: Theaterkasse Kähler im SEZ Unverbindl. Reservierungen unter: post@moorburger-art.de oder Tel.: 040–740 24 97

Moorburger Art, Moorburger Elbdeich 263, Moorburg www.moorburger-art.de

Mo., 28. Oktober,  19 Uhr: Criss Cross Big Band und LittleBigBand: Bigband-Abend

… ein absolutes Muss! Die Criss Cross Bigband spielt seit ca. 40 Jahren in Hamburg und in vielen Orten Deutschlands. Dabei sind die musikalischen Stilrichtungen vielseitig – es werden Stücke aus fast allen Stilen des Jazz geboten: Von Swing, Rockjazz, Funk bis hin zu Salsa, Bossa und Tango. Der Sound der Criss Cross Big Band ist durch den bekannten Bandleader Jochen Arp geprägt, der fast alle Stücke der Band arrangiert. Vor allem die aktuellen von Chick Corea oder Stevie Wonder wurden der Band „auf den Leib“ geschrieben. Jedoch arrangiert Jochen Arp nicht nur, sondern komponiert auch selbst. Eine weitere Besonderheit der Band ist die Sängerin Shirin Al-Mousa, die es ebenso liebt, sich zwischen den Stilen zu bewegen. Sie hat eine außergewöhnliche Stimme, die das Publikum in den Bann zieht. Kontakt unter: https://crisscross-bigband.jimdo.com/ die-band Im Jahr 2017 gründete sich das kleine inter – nationale Amateurorchester LittleBigBand im Kulturhaus Süderelbe unter der Leitung des Saxophonisten und Musiklehrers Dimitar Georgiev. Die Band ist seitdem auf rund 20 Personen gewachsen und gibt bereits Konzerte auf verschiedenen Stadtteilbühnen. Mit ihrem Flashmob-Auftritt in der Hafencity war die LittleBigBand im Frühjahr zu Gast im Hamburg-Journal des NDR. Die Band probt montags im Kulturhaus Süderelbe. Kontakt: Dimitar Georgiev, Mobil: 0176–999 644 99

Eintritt: Im Vorverkauf Karten im Kulturhaus für 6 € / 4 € ermäßigt Abendkasse: 8 €

JoLa im Kulturhaus Süderelbe, Am Johannisland 2, Neugraben www.kulturhaus-suederelbe.de

Die., 29. Oktober, 16-19 Uhr: FILMKURS „Unsichtbare Welten“

Ab dem 29. Oktober 2019 findet im Kulturhaus Süderelbe jeden Dienstag von 16 bis 19 Uhr der Filmkurs „Unsichtbare Welten“ statt. Mitmachen können Jugendliche ab 12 Jahren, die Lust haben das Filmedrehen auszuprobieren. Über einen Zeitraum von 4 Monaten haben die Jugendlichen in regelmäßigen Treffen die Möglichkeit ihre eigenen Kurzfilme entstehen zu lassen. Die eigenen Geschichten, Erfahrungen und Träume, spielen bei der Ideenfindung zum Film eine besondere Rolle. Am Ende entstehen Filme, die aus der ganz persönlichen Sicht der Kursteilnehmer erzählt werden. Die Teilnehmer können sich in der Drehbuchentwicklung, in Schauspiel- und Kameraübungen sowie im Schnitt ausprobieren. Der Filmkurs wird von einem zweiköpfigem Team des Okseø Filmfestival e.V. geleitet. Die Teilnahme ist kostenlos.

Anmeldungen unter Mobil: 0157-377 130 47 oder E-Mail: moviesundso@gmx.de (Nina Becker).

JoLa im Kulturhaus Süderelbe, Am Johannisland 2, Neugraben, www.kulturhaus-suederelbe.de

Do., 31. Oktober, 17 Uhr: Orgelkonzert zum Reformationstag

Im Rahmen des Hausbrucher Orgelherbstes Werke von Bach und Bruhns Jan Kehrberger an der Führer-Orgel Eintritt frei, Spenden erbeten

Thomaskirche Hausbruch, Lange Striepen 1, Hausbruch, Tel.: 040–796 02 08, www.kirchesuederelbe.de

Sa., 2. November, 20 Uhr: Konzert: Rapfugees

Die Rapfugees sind ein Hamburger HipHop Kollektiv, das im Sommer 2017 aus der Zusammenarbeit verschiedener Künstler*innen mit und ohne Fluchtgeschichte entstand. Ihre Texte auf Deutsch, Englisch, Farsi, Portugiesisch, Spanisch, Arabisch & Somali handeln von Flucht & Heimat, Lieben, Leben & Leben lassen, Familie und Gemeinschaft. Auf der Bühne – ob auf Demos, in Clubs wie der Markthalle-Hamburg oder im renommierten Thalia Theater – setzen die 15 Künstler*innen alle ihre Talente ein: Die Zuschauer erwartet eine spektakuläre Show: Hin & hergerissen zwischen aktionsgeladenen Breakdance-Moves und berührender Pantomime, Improvisationen mit Loopstation & Beatbox, Scratches der alten Schule, Texten & Beats, die mal unter die Haut und mal direkt in die Hüften gehen. Der Wu-Tang Clan der Globalisierung: In rap we find refuge!

facebook.com/rapfugees, youtube.com/rapfugees; Eintritt frei / Hutspende

Elbdeich e.V. in der ehemaligen Grundschule Moorburg Moorburger Elbdeich 249, Moorburg www.elbdeich.org

So., 3. November, 16 Uhr: Lesung im Striepensaal

Jeden ersten Sonntag im Monat öffnet Dieter Wehrbrink das Literaturcafé im Striepensaal. Schwerpunkt der Lesungen ist entweder ein/e Autor/in oder ein bestimmtes Thema. Jeden zweiten Monat wird er unterstützt von Gunter Miedeck. Am 3. November lesen beide Kurzgeschichten von Siegfried Lenz. Für Humor ist gesorgt, denn in diesen Erzählungen begegnen wir den Bewohnern in Bollerup und Suleyken. Lassen Sie sich überraschen! Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr, Einlass ab 15:30. Der Eintritt ist frei.

Striepensaal, Striepenweg 40, Neuwiedenthal

Die., 5. November,18-19 Uhr: Märchen für Erwachsene, erzählt von Ursel Frerichs

„Die Ursprünge der Märchen liegen im Dunkeln“…sagt Max Lüthi Märchen sind uralt, aber niemals veraltet. Sie sind voller Weisheit und Wahrheit. Sie entfremden uns nicht von der Wirklichkeit. Sie können auf ihre Weise Antworten und Fragen geben, die uns Menschen immer wieder bewegen. Jedes Volk hat seine eigenen Märchen und Geschichten, in der Tiefe sprechen sie aber dieselbe Sprache. Das Märchenforum setzt sich dafür ein, dass die Kunst des Erzählens lebendig bleibt und die Märchen der Völker weiter getragen werden! Kostenfrei, Spende erwünscht; FalkHus e.V., Heidrand 5, Neugraben

Die., 5. November, 19 Uhr: „Unser Saatgut – Wir ernten, was wir säen“ („Seed“) Prachtvolle Öko-Doku zur Rettung der Saatgutvielfalt

Wenige Dinge auf unserer Erde sind so kost – bar und lebensnotwendig wie Saatgut. Sie ernähren und heilen uns und liefern Rohstoffe für unseren Alltag. Doch diese wertvollste aller Ressourcen ist bedroht: Mehr als 90 Prozent aller Saatgutsorten sind bereits verschwunden. Biotech-Konzerne wie Syngenta und Bayer/Monsanto kontrollieren mit gentechnisch veränderten Pflanzen längst den globalen Saatgutmarkt. Daher kämpfen immer mehr passionierte Bauern, Wissenschaftler, Anwälte und indigene Saatgutbesitzer wie David gegen Goliath um die Zukunft der Sortenvielfalt. Mit ihrem Dokumentarfilm folgen Taggart Siegel und Jon Betz diesen leidenschaftlichen Saatgutwächtern, die unser 12.000 Jahre altes Nahrungsmittelerbe schützen wollen. Ohne es zu wissen, werden sie zu wahren Helden für die gesamte Menschheit, denn sie verbinden uns wieder mit dem ursprünglichen Reichtum unserer Kultur, die ohne die Saatgutvielfalt nicht bestehen kann. Einfallsreich und mit kreativen Bildern macht der Film seine Zuschauer zu mündigen Essern, die sich nicht mit der immergleichen Supermarktware abspeisen lassen. Ein lebensverändernder Dokumentarfilm, so farbenfroh wie die natürliche Vielfalt unserer Saaten. „Unser Saatgut“ ist ein Appell an uns alle: Schützt die ursprüngliche Saatgutvielfalt, sonst ist das reiche Angebot unserer Nahrung bald nur noch schöne Erinnerung! Mit den weltweit bekannten Umweltaktivisten Vandana Shiva, Jane Goodall und Percy Schmeiser. Ausgezeichnet mit 18 Festival-Awards und nominiert für den EMMY 2018 als „Outstanding Nature Documentary“. Neugraben fairändern. Eintritt frei; JoLa im Kulturhaus Süderelbe, Am Johannisland 2, Neugraben, www.kulturhaus-suederelbe.de

Do., 7. November, 20 Uhr: Kulturhaus-Kino: MY STUFF Was brauchst du wirklich?

Petri ist Mitte 20 als seine Freundin ihn ver – lässt. Er tröstet sich, indem er seine Kreditkarte zum Glühen bringt. Er kauft und kauft und kauft. Glücklicher wird er dadurch nicht. Er entscheidet sich, ein Selbst-Experiment zu starten: Er packt alles (wirklich alles!) was er hat in ein Self Storage-Lager und legt klare Regeln fest. Eins: Das Experiment dauert ein Jahr. Zwei: Jeden Tag darf er einen Gegen – stand aus dem Lager holen. Drei: Neue Dinge kaufen darf er in dieser Zeit nicht. Er setzt sein Leben zurück auf Anfang. MY STUFF stellt die Frage, was wirklich wichtig ist im Leben. Eine humorvolle filmische Selbsterkenntnis, wundervoll leicht erzählt und geschnitten und musikalisch gestaltet vom finnischen Jazz-Star Timo Lassy. Dokumentarfilm von Petri Luukkainen Finnland 2015 | 80 Min. | OmU Eintritt frei

JoLa im Kulturhaus Süderelbe, Am Johannisland 2, Neugraben, www.kulturhaus-suederelbe.de

Fr., 8. November, 19.30 Uhr: Ladies Ahoi in Concert

Musik und Entertainment mit Birgit Lünsmann und Natalie Böttcher Wir machen Musik und Comedy mit Blick auf das Meer, den Hafen, die Reeperbahn, alte und junge Zeit, darum geht‘s bei uns Ladies. Wir sind immer gut bei Stimme und Laune und entlocken dem Schifferklavier Großartiges. Seemannsgarn und gewichtige Fakten aus dem Milieu im Lokalkolorit kombinieren wir mit rockigen Songs, unterhaltsamen Seemannsliedern und Shantys zum Mitsingen. Vorverkauf: Kulturhaus Süderelbe und Seniorenresidenz Eintritt: 13 € / Abendkasse

Seniorenresidenz Neugraben, Falkenbergsweg 1–3, Neugraben

Sa., 9. November, 19.30 Uhr: Johannes Kirchberg – die TESTSIEGER – die schönsten Lieder aus den letzten Programmen

… mitten in den Vorbereitungen für eine neue CD, eingespielt mit renommierten Kollegen aus Hamburg, kommt Kirchberg zurück nach Neugraben. Fast schon einer kleinen Tradition folgend, zeigt er hier im Herbst eines seiner Programme. Diesmal hat er sich Verstärkung geholt. Neue Musiker und alte Hits. Kein Best of, nein, einfach das Schönste, das Lustigste und das Musikalischste der letzten Jahre wird er spielen. Seine Lieblingsliebeslieder, die man vor sich herpfeifen kann, wenn man sich gerade getrennt hat. Das alles gewitzt und zum Mitlachen … www.johannes-kirchberg.de

Eintritt: 12 € im Vorverkauf (inkl. Gebühr) Karten im Büro Kulturhaus, FitHus, Theater – kasse im SEZ, Restkarten an der Abendkasse für 14 , Tel.: 040–796 72 22 info@kulturhaus-suederelbe.de

JoLa im Kulturhaus Süderelbe, Am Johannisland 2, Neugraben, www.kulturhaus-suederelbe.de

So., 10. November, 16 Uhr: Puppenbühne Die Sterntaler: „DORNRÖSCHEN“

Wer kennt sie nicht, die spannende Geschichte vom Königssohn, der die Dornenhecke überwindet, um das schöne Dornröschen aus dessen hundertjährigem Schlaf wach zu küssen? Mit ihren handgefertigten Dreifadenmarionetten spielen die Puppenspieler Francis Kenzler und Sabine Braun dieses Märchen auf einer drei Meter langen Landschaftsbühne. Die liebevoll einfach gestaltete Inszenierung lässt viel Raum für die Phantasie der Kinder. Sinnlich und zugleich verzaubernd lädt sie in die Märchenwelt ein. Geige, Flöte, Klangstäbe und Gesang begleiten die Zuschauer musikalisch durch die einzelnen Szenen. Zum Abschluss dürfen die Zuschauer gerne einen Blick hinter die Kulissen wagen und selbst einmal eine Marionette in die Hand nehmen. www.die-sterntaler.de

Für Menschen ab 4 Jahren. Eintritt: Gerne eine Spende!

Elbdeich e.V. in der ehemaligen Grundschule Moorburg, Moorburger Elbdeich 249, Moorburg www.elbdeich.org

Das komplette Programmheft liegt an vielen Stellen im Bezirk Harburg aus, ist aber auch hier online herunterzuladen

 

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Botanische Kunst https://www.tiefgang.net/botanische-kunst/ Fri, 12 Jul 2019 22:34:12 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5556 [...]]]> Die Harburger Künstlerin Antje Gerdts liebt und respektiert die Natur. Und so entsteht im Einvernehmen Kunst, die ein beidseitiges Einvernehmen darstellen. Wir sprachen mit ihr …

Ein Besuch bei Künstlerin Antje Gerdts, die eine Vorliebe für natürliche Malgründe hat.

Beispielsweise bemalte sie weitgereiste Kaffeesäcke, die sie in der Speicherstadt entdeckte. Die Künstlerin, selbst viel herumgekommen in der Welt, nahm sich des Stoffes an, der voller Geschichten steckt, und hauchte ihm mit dem Pinsel neues Leben ein.

Gerade widmet sie sich wieder intensiv ihrem Faible für Pflanzen und der ihnen innewohnenden Kraft, die sie auf Leinwand bringt. Das zentrale Motiv ist dabei die Kommunikation mit der Pflanzenwelt. Zum Entstehungsprozess gehört das Sammeln handverlesener Zutaten, eine aufwendige Trocknung und Lagerung des pflanzlichen Materials wie Löwenzahn, Holunder (wilder Flieder) oder Brennnesseln und schließlich eine vielschichtige Verarbeitung in mehreren Arbeitsgängen.

Antje Gerdts hatte schon als Kind „Pilzaugen“ und fand ihr Glück in der Natur. Ein Glückskind, denn ihrem aufmerksamen Auge entgeht kein vierblättriges Kleeblatt. Manchmal sieht sie sogar welche, wenn sie mit dem Fahrrad vorbeiradelt!

Doch einmal hatte sie Pech: Ein Bild, das sie mit einer Vielzahl dieser Glückssymbole gestaltet hatte, wurde bei einer Ausstellung in der TUHH gestohlen. ´Tiefgang` berichtete über den Kunstraub.

Wir sprachen mit ihr über Glück, Pflanzen und das künstlerische Dasein.

TIEFGANG (TG): Wie hast du reagiert, als dir klar wurde, dass ausgerechnet dieses Bild geklaut worden ist?

Antje Gerdts: mit Fassungslosigkeit……….. ich konnte das überhaupt nicht begreifen. Ich hatte voller Vertrauen die Bilder in die TU gehängt, damit viele Menschen meine Freude teilen können, und dann fehlte eins, ausgerechnet das Glücks-Mandala. Als der Anruf aus der TU kam, war ich völlig perplex. Diese Fassungslosigkeit und die daraus resultierende Mischung aus Wut und Verzweiflung kommen im Video gut rüber (siehe Link).

TG: Natürlich war das Bild ein Unikat, aber hast du noch mehr davon oder vor, weitere Kleeblattbilder zu machen? Würdest du das gleiche Risiko dann nochmal eingehen?     

Antje Gerdts: Du meinst, dass ich nochmal eins ausstellen würde? Ich achte auf jeden Fall jetzt noch genauer darauf, ob die Werke in einer Ausstellung versichert sind und/oder aber beaufsichtigt werden. Dieses Jahr haben mich die Kleeblätter direkt angeflogen und ich habe einfach nochmal eins gemacht. Es ist natürlich ganz anders geworden. Die Pflanzen haben schließlich ihr Eigenleben und entscheiden selbst, was sie herschenken wollen und was nicht.

TG: Man fragt sich logischerweise, was wohl in dem Dieb vorging. Offensichtlich war er so vernarrt in das Werk, dass er es mitgehen ließ: Unverschämt, aber auch ein Kompliment, oder?

Antje Gerdts: Ich weiß, was du meinst… Das war auch der meistgehörte Kommentar: „Deine Kunst ist begehrt“ und so weiter. Jetzt kann ich das so stehen lassen, vor zwei Jahren war ich einfach nur verletzt. Nur weil etwas besonders toll ist, hat niemand das Recht, es einfach mitzunehmen. Ich gehe doch auch nicht in eine Boutique und lasse das schönste und teuerste Stück mitgehen. Diebstahl bleibt Diebstahl. Und der Künstler soll es auch noch als Kompliment verstehen ???

TG: Nein, du hast recht. Das ist eine Zumutung. Ich möchte gerne mit dir über deinen Ansatz der botanischen Kunst sprechen. Welches war dein erstes Werk und was hat dich dazu inspiriert?

In ihrem Atelier: Antje C. Gerdts (Foto: PR)

Antje Gerdts: Tatsächlich habe ich die Technik für eine Auftragsarbeit entwickelt. Da hatte ich allerdings die Pflanzenteile aus Papier ausgeschnitten. Und dann hab ich es später einfach mit getrockneten echten Pflanzen ausprobiert …

TG: Wie hast du deine Methode entwickelt? Musstest du viel experimentieren bis du mit den Ergebnissen zufrieden warst?

Antje Gerdts: Ich bin ständig am Experimentieren und ich kann mittlerweile auf Erfahrungswerte zurückgreifen, aber jede Pflanze reagiert anders. Nie gibt es ein zweites gleiches Resultat. Das ist auch das Spannende und eine große Herausforderung für mich.

Dieses Jahr zum Beispiel ist es mir zum ersten Mal gelungen, Holunderblüten zu trocken. Die letzten Jahre waren sie mir immer verfault, weil ich sie vielleicht an einem Tag nicht gewendet und zwischen frisches Papier gelegt hatte… Also hatte ich wahre Schätze, weil ich immerhin schon seit drei Jahren Holunder machen möchte. Aus den getrockneten Blüten ist nun genau ein Werk entstanden … Falls es zwei Interessenten geben sollte, müsste ich den einen auf nächstes Jahr vertrösten, denn die Blütezeit ist ja schon längst vorbei. Und auch das ohne Gewähr…

TG: Hast du von Anfang an eine konkrete Vorstellung oder wächst sich das während des Schaffensprozesses zurecht?

Antje Gerdts: Eigentlich fängt es mit einem Wunsch an. Ich sehe die Pflanze in ihrer Schönheit in der Natur, spricht mich an und beglückt mich. Das möchte ich teilen und frage mich, wie ich dieses Gefühl einfangen könnte. Natürlich habe ich meist auch gleich eigene innere Bilder und Vorstellungen, aber letztendlich sagt mir die Pflanze, wo es lang geht. Sei es, dass sie sich schwer trocknen lässt oder aber nicht auf die Leinwand bringen lässt oder oder oder

TG: Welche Phasen durchlaufen deine Bilder bei der Entstehung?

Antje Gerdts: Ich bin sehr viel draußen, auf dem Fahrrad und zu Fuß. Ich sehe, wo was wächst und blüht. Oft begegnet mir eine Pflanze schon im Frühling und ich nehme Kontakt zu ihr auf, besuche sie öfter und habe schon eine Idee im Kopf… Irgendwann nehme ich dann ein paar Blätter/Blüten zum Trocknen mit. Da kennen wir uns meistens schon ziemlich lange.

TG: Worauf achtest du besonders bei der Auswahl der Pflanzen?

Antje Gerdts: Dass ich keine Pflanze zerstöre. Entweder ich sammle nur hier und da ein wenig, oder aber die Pflanze ist schon rausgerissen oder der Baum gefällt oder so. Dann kann ich mehr nehmen.

TG: Spielt das Wetter eine Rolle beim Suchen und Sammeln?

Antje Gerdts: Trockenes Wetter ist natürlich besser, weil die Pflanzenteile dann leichter zu trocknen sind. Und ich suche nicht wirklich. Es ist eher eine Begegnung und ein Einverständnis.

TG: Entstehen manchmal mehrere Werke parallel oder befasst du dich immer ausschließlich mit einem, bis es fertig ist?

Antje Gerdts: Da viele Pflanzen auch parallel blühen, bin ich im Frühling meistens total überfordert… Dann sammle ich viel und habe entsprechend viel zu tun mit dem Trocknen. Später kann ich dann entscheiden, ob ich an einem Bild arbeite oder aber an dreien gleichzeitig. Ich habe aber schon die Erfahrung gemacht, dass es besser ist, sich auf wenige zu konzentrieren.

TG: Gibt es auch Bilder, die zusammengehören, weil sie sich aufeinander beziehen?

Antje Gerdts: Manchmal versuche ich mich an Serien, also zum Beispiel die Brennnesseln im Frühling, dann im Sommer und später im Herbst, wenn schon die Samenfäden zu sehen sind.

TG: Viele deiner Bilder haben eine kreisrunde Mitte. Wählst du diese Form bewusst oder intuitiv?

Antje Gerdts: Das ist eher intuitiv. Ich will zumindest nichts Eigenes damit ausdrücken.

TG: Was machst du, wenn du das Gefühl hast, bei einem Werk stockt etwas? Gibt es aus deiner Sicht etwas, das Blockaden lösen kann?

Antje Gerdts: Das kommt schon vor. Manche Pflanzen geben ihre Schönheit nicht einfach so preis. Manche Bilder hängen länger bei mir im Atelier und plötzlich nach einigen Monaten geht es dann weiter. Nichts-wollen ist die Strategie, loslassen und erstmal etwas anderes machen.

TG: Wo und wie tankst du deine Energie?

Antje Gerdts: Natürlich am liebsten in der Natur.

TG: Du beschäftigst dich auch mit Energieflüssen im Körper.

Antje Gerdts: Ich bin Shiatsu-Praktikerin. Die Ausbildung habe ich von 2003-2006 gemacht und arbeite seit 2005 in eigener Praxis. Eine wundervolle Arbeit, die mich immer ins Hier und Jetzt und in die Absichtslosigkeit bringt und einfach nur gut tut. Dafür bin ich sehr dankbar.

TG: Denkst du, es liegt am Bild oder am Betrachter, wenn Werke unterschiedlich wirken? Ich meine, haben Bilder deiner Meinung nach eine eigene Ausstrahlung, die sich wandeln  kann? Reagieren sie auf Lichtverhältnisse und ihre Umgebung, oder hängt die subjektive Wahrnehmung einzig von der Tagesform des Menschen ab?

Antje Gerdts: Eine spannende Frage. Gerade im Entstehungsprozess wandelt sich das Bild natürlich sehr. Ich lebe dann mit der Pflanze und hänge sie natürlich auch um, ins Licht, in den Schatten, ins künstliche Licht. Abends nehme ich sie sogar mit in mein Schlafzimmer und hänge sie genau an die gegenüberliegende Wand von meinem Bett. Wenn dann morgens dort die Sonne drauf scheint, passiert oft etwas Neues, gibt es neue Impulse und neue Ein-Sichten. Ich glaube, die Ausstrahlung kann sich wandeln, und natürlich spielt die subjektive Wahrnehmung auch eine große Rolle. Gerade lag ich auf dem Sofa und schaute von schräg unten seitlich auf eines meiner Bilder und verlor mich darin. Eine völlig neue Perspektive und eine neue Begegnung. Super. Genau wie wir hat die Pflanze unterschiedliche Botschaften. Und wir sehen nie alles auf einmal. Genau das ist ja das tolle an lebendiger Kunst. Immer wieder neu. Genial.

TG: Was oder wen würdest du gerne noch mit deiner Kunst erreichen?

Antje Gerdts: Manchmal denke ich, dass es vielleicht nicht mehr lange dauert und die Pflanzen, die mir jetzt lieb sind, wachsen nicht mehr auf unseren Wiesen. Dann habe ich sie zumindest „verewigt“. Natürlich würde ich mich freuen, wenn noch viele meiner Pflanzenbilder ein neues Zuhause finden und die Menschen einfach nur beglücken. Am Vorabend einer Vernissage, nachdem ich alles gehängt hatte, saßen wir noch in gemütlicher Runde zusammen und ein Nachbar des Galeristen kam überraschend vorbei, setzte sich dazu. Irgendwann meinte er, es sei so anders hier heute. So ruhig, angenehm… Er hatte sich die Bilder überhaupt nicht angeschaut. Für mich war das ein tolles Kompliment und wieder mal die Bestätigung dafür, dass diese Pflanzen eine ganz besondere Ausstrahlung haben. Wie schön, wenn sie ihre Kraft und ihren Frieden in die Welt tragen.

TG: Deine Bilder sind so gesehen auch Botschafter für den Erhalt der Natur. Und ich frage mich gerade, ob der erwähnte Raub des Abbildes vom Glück nicht symbolischen Charakter hat und im übertragenen Sinn für den Verlust natürlicher Ressourcen steht, die elementar wichtig sind für unser Wohlbefinden…

Wir bedanken uns für den Einblick in deine künstlerische Arbeit und ihre Wechselwirkung!

(das Interview für ´Tiefgang` führte Sonja Alphonso)

Nächste Ausstellungstermine:

  • Kunst & Kirschen am 13. und 14. Juli bei „moorburger art“ am Moorburger Elbdeich 263
  • NordKünste Gemeinschaftsausstellung vom 27. Juli bis 25.August auf der Cap San Diego,

Vernissage am 26. Juli um 18 Uhr

Website: www.antjegerdts.de

Zwei Werke hat Antje Gerdts auch der Kunstleihe Harburg als Dauerleihgabe anhand gegeben und sind für jedermann/frau leihbar.

 

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Kultur nach Moorburger Art https://www.tiefgang.net/kultur-nach-moorburger-art/ Fri, 27 Apr 2018 22:36:31 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3587 [...]]]> Sonntags ist Ruhetag? In Moorburg nicht. Und das hat weniger mit dem Kohlekraftwerk als mit Kultur zu tun.

Die Moorburger Gründungsmitglieder des neuen Vereins Moorburger Art haben allerlei vor. „Hofart“ startete am 26. April mit der Vernissage einer Ausstellung der anerkannten und preisgekrönten Fotografin Andrea Künzig. Am kommenden Sonntag (29. April) folgt die Premiere des Formats „Sonntags um Fünf“ im Wasserturm am Elbdeich 161. Dieses Programm erweitert die bereits bewährten Veranstaltungen „Kunst und Kirschen“ und „Kunst und Punsch“ um Kleinkunst, die sich sehen, hören und erleben lassen kann.

Bei der Eröffnungsveranstaltung werden Gesa Dreckmann, Felix Oliver Schepp, Johannes Kirchberg, Victoria Car und Markus Bruker zu Gast sein. Von untypisch norddeutsch über charmant ironisch bis hin zu klassisch musikalisch erstreckt sich die Bandbreite der Interpreten.

Mit Gesa Dreckmann entprang einst eine exotische Mischung einer haitianischen Eizelle (Mutter), wobei ein norddeutscher Holzkopf (Vater) das seine beitrug: „La Dorffe Vita“ war geboren. Ihr Publikum weiht sie in ihre Dorfjugend ein und berichtet von eigenwilligen Charakteren auf dem Land.

Mit besonderem Charme wird uns Felix Oliver Schepp das Leben schmackhaft machen und Johannes Kirchberg ist ganz der Alte, der darum weiß, wie man innere und äußere Gebrauchsspuren up-to-date hält. Abgerundet wird das Programm mit einer musikalischen Reise durch zwei Jahrhunderte Wien. Die Sopranistin Viktoria Car wird von Markus Bruker am Flügel begleitet.

Dies wird der Auftakt zu einem monatlichen Highligt in Moorburg. Bis auf eine Sommerpause soll jeweils am letzten Sonntag im Monat die Reihe fortgeführt werden. Um eine angemessene Gage für die hochkarätigen Künstler zahlen zu können, kostet der Eintritt 12 Euro. Die Gäste erwartet im Gegenzug anspruchsvolle Unterhaltung in Form von Comedy, Satire und Lesungen.

Das Jahresprogramm der Kleinkunst á la Moorburg steht bereits fest. Vor besagter Sommerpause dürfen wir uns noch auf das Kabarettprogramm von Sebstian Schnoy freuen: „Vom Krösus lernen, wie man den Goldesel melkt“. Zu sehen im Wasserturm am 27. Mai.

Doch zunächst steht die Eröffnungsveranstaltung vor der Tür und diese all jenen offen, die sich für Kunst und Kultur in Moorburg interessieren.

weiterführender Link: moorburger-art.de

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